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 Betreff des Beitrags: Ukraine
BeitragVerfasst: 30 Apr 2012 11:06 
"USA wollen die Ukraine in die NATO eingliedern"

Der Westen verfolgt mit seinem angeblich humanitären Einsatz für Timoschenko ganz andere Ziele. Gespräch mit Wolfgang Gehrcke. | Inter¬view: Peter Wolter | junge Welt | — Wolfgang Gehrcke ist Obmann der Linksfraktion im Auswärtigen Ausschuß des Bundestages.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 30 Apr 2012 13:01 
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JoJo hat geschrieben:
"USA wollen die Ukraine in die NATO eingliedern"

Der Westen verfolgt mit seinem angeblich humanitären Einsatz für Timoschenko ganz andere Ziele. Gespräch mit Wolfgang Gehrcke. | Inter¬view: Peter Wolter | junge Welt | — Wolfgang Gehrcke ist Obmann der Linksfraktion im Auswärtigen Ausschuß des Bundestages.

Der Punkt ist nur:
50% der Ukrainer lehnen dies ab und es wird abzuwarten bleiben wie das Parlament dies bewertet und was Russland dazu sagt.
Frau Timotschenko war eben leider nicht nur eine Ex-Präsidentin, sondern vor allem extrem kriminell - dazu war sehr viel mehr zu lesen, als vergleichsweise zu anderen Politikern. Vermutlich soll sie jetzt zur Volksheldin hoch stilisiert werden, um ihr Image zu verbessern. Diese Frau leidet nicht nur einem Bandscheibenvorfall (was selbstverständlich sofort behandelt werden muss), sondern auch unter vollständiger Ausblendung eigener Schuld.

Gruß
Poldi

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Nec pluribus impar


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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 30 Apr 2012 20:23 
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JoJo hat geschrieben:

na und, das ist ja ei alter Hut und seit der Orangenen Revolution angestebt
atuell:
wenn Herr Gauck, Frau Merkel oder andere Volkszertreter Fußball anschauen wollen,
sollen sie wie Du und ich Urlaub nehmen, Flug, Ticket, Unterkunft und Wuwusela selbst bezahlen besser aber, endlich mal das tun, wofür sie gewählt wurden

Bezügliche der hübschen Frau Tymoschenko:
wenn korrupte Politiker in der Ukraine eingekastelt werden ist das ein Zeichen von Demokratie, bei uns werden solche im schlimmsten Fall Minister
dazu noch:
Auch das deutsche regierungstreue Meinungsinstitut Emnid hat schon gleich seine erste Umfrage veröffentlicht, wonach 52 Prozent der Deutschen (sie werden übrigens in vielen Medien als Mehrheit bezeichnet) sich wünschen, dass Merkel und ihre Minister den deutschen Spielen in dem Land fernblieben.
dem stimme ich zu, die sollen gelegentlich auch mal ihr Geld VERDIENEN
und noch DAS
http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... essin.html
eschek

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 02 Mai 2012 10:35 
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Ob man nun den Artikel des Kopp-Verlages goutiert oder nicht, eins jedenfalls ist richtig und ich habe beim Anschauen der Nachrichten in unseren Medien auch schon darüber gegrübelt: Kaum je wird erwähnt, dass die Dame Timoschenko gewaltigen Dreck am Stecken hat.

Zenzi

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«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 02 Mai 2012 11:45 
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Warum erinnert mich das an anderes .....

Ein bisschen mehr dazu im Spiegel -
Der Kampf ihres Lebens

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Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch


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 Betreff des Beitrags: Die Ukraine hat "gewählt"
BeitragVerfasst: 30 Okt 2012 10:48 
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Rückwärts gerichtete Kräfte haben mal wieder gezeigt, wes Geistes Kind sie sind. Offensichtliche Wahlmanipulation hat zu dem erhofften Ergebnis geführt (unabhängige Beobachter kommen übereinstimmend zu gleichen Beurteilungen).

Angesichts dieser Missstände ist der von nicht wenigen Menschen gewünschte Weg der Ukraine in die westliche Welt zunächst verbaut.

Aha, also ist es ein Etappensieg Putin´s, der das alte Kampfross Janukowitsch nur zu gerne wieder in der alten Reihen aufnehmen würde!

Wenn das mal kein Pyrrhussieg wird…

Viele Grüße
gh

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"Sorry! The lifestyle you´ve ordered ist currently out of stock." Bekannter Graffity-Künstler


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Ukraine hat "gewählt"
BeitragVerfasst: 30 Okt 2012 11:09 
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geradeheraus hat geschrieben:
Rückwärts gerichtete Kräfte haben mal wieder gezeigt, wes Geistes Kind sie sind. Offensichtliche Wahlmanipulation hat zu dem erhofften Ergebnis geführt (unabhängige Beobachter kommen übereinstimmend zu gleichen Beurteilungen).
Viele Grüße
gh

nein, die Wahlmanipulation hat eben NICHT zum gewünschten Ergebnis geführt
Die "Swoboda" und die "UDAR" haben nicht zu dem von der CDU erhofften Ergebnis gebracht
dabei hat doch die Konrad AdenauerStiftung sich die größte Mühe gegeben das Wahlergebnis im Sinne von Frau Erika zu beeinflussen
eshek

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 14 Dez 2012 09:43 
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Auf jeden Fall versucht man sich nun im Parlament mit "schlagenden Ergebnissen":
Zitat:
Nach schweren Tumulten und Prügeleien unter Abgeordneten hat das ukrainische Parlament den Anfang Dezember zurückgetretenen Ministerpräsidenten Mikola Asarow wiedergewählt. Für den 64-jährigen Politiker, einen Vertrauten von Präsident Viktor Janukowitsch, stimmten 252 von 450 Abgeordneten. Schwergewichts-Box-Weltmeister Vitali Klitschko von der oppositionellen Udar-Partei hielt sich bei den Schlägereien "vorerst" zurück.

http://de.nachrichten.yahoo.com/neue-pr ... 55271.html

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 06 Dez 2013 10:12 
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Tja, in der Ukraine gehts gerade rund. Proteste gegen die Abwendung von der EU
http://www.schweizmagazin.ch/nachrichte ... kdert.html

Theoretisch koennte die Ukraine der EU ja "wurscht" sein -gaebe es da nicht einen Machtpoker:
http://antikrieg.com/aktuell/2013_12_05_geschlagen.htm

In Oesterreich laeuft ein Volksbegehren zum Austritt aus der EU unddie Ukrainer wollen unbedingt rein, als waere die EU das Paradies (na ja, so ganz richtig "rein" kommen sie nicht - es ist ja nur dieser Vertrag, der dann wahrscheinlich die Reichen noch reicher macht und die Armen dort laesst, wo sie jetzt sind)
Gewinner bei dem Ganzen duerfte die Ukraine nicht sein...

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 06 Dez 2013 10:19 
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Es geht nicht um einen Beitritt der Ukraine zur EU sondern um eine Annäherung. Die Ukraine erfüllt sowieso keine Kriterien, die sie erlauben könnte, der EU beizutreten. Bitte keine Desinformation. Ob die Ukraine in 20 Jahren beitritt, ist eine andere Sache. Keiner kann das voraussagen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 06 Dez 2013 10:58 
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luc1 hat geschrieben:
Es geht nicht um einen Beitritt der Ukraine zur EU sondern um eine Annäherung. Die Ukraine erfüllt sowieso keine Kriterien, die sie erlauben könnte, der EU beizutreten. Bitte keine Desinformation. Ob die Ukraine in 20 Jahren beitritt, ist eine andere Sache. Keiner kann das voraussagen.

Habe ich doch geschrieben, mich aber vielleicht nicht klar genug ausgedrueckt:
Zitat:
(...na ja, so ganz richtig "rein" kommen sie nicht - es ist ja nur dieser Vertrag, der dann wahrscheinlich die Reichen noch reicher macht und die Armen dort laesst, wo sie jetzt sind)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 06 Dez 2013 13:36 
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luc1 hat geschrieben:
Es geht nicht um einen Beitritt der Ukraine zur EU sondern um eine Annäherung. Die Ukraine erfüllt sowieso keine Kriterien, die sie erlauben könnte, der EU beizutreten. Bitte keine Desinformation. Ob die Ukraine in 20 Jahren beitritt, ist eine andere Sache. Keiner kann das voraussagen.

genau Annäherung
zuerst wie JoJo schon vor eineinhalbJahren bemerkte: IN DIE NATO um die Russen zu ärgern
dann hat die Ukraine recht viele Bodenschätze, die könnten die kräftigen Burschen für deutsche und US Unternehmen aus dem Boden holen
schließlich gibt es deutsche Begehrlichkeiten an der Ukraine nicht erst seit einem Jahr

KIEW/BERLIN (Eigener Bericht) - Ein einflussreicher deutscher
Publizist und ehemaliger Leiter des Planungsstabes im
Bundesministerium der Verteidigung kritisiert den "expansiven Ehrgeiz"
der aktuellen Berliner Ukraine-Politik. Bei dem Machtkampf um Kiew,
der dem westlichen Publikum mit großem Gestus als Kampf um
"Selbstbestimmung" präsentiert wird, handele es sich "in Wahrheit"
lediglich um ein "großes geopolitisches Spiel", schreibt Theo Sommer,
langjähriger Herausgeber und "Editor at Large" der Wochenzeitung "Die
Zeit". Den EU-Assoziierungsabkommen, von denen die Ukraine eines
unterzeichnen solle, "stink(e)" "expansiver Ehrgeiz aus allen
Knopflöchern". Sommers Hinweis auf die "Geopolitik" ruft in
Erinnerung, dass der Machtkampf um die Ukraine - ein "Zwischenland"
zwischen den Machtzentren Berlin und Moskau - von Deutschland im Zuge
seiner stets weiter voranschreitenden Ostexpansion seit mehr als 100
Jahren immer wieder geführt worden ist. Nur kurz - im Frühjahr und im
Sommer 1918 - gelang es dem Deutschen Reich, die Ukraine tatsächlich
seiner Hegemonialsphäre einzuverleiben. Nach der Niederlage im Ersten
Weltkrieg setzten deutsche Strategen ihre Bemühungen mit gleichem Ziel
fort. Kontinuitäten reichen bis in die Bundesrepublik.
https://mail.google.com/mail/u/0/?tab=w ... b67a6de632
eschek

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 06 Dez 2013 13:48 
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Ich wüsste nicht, was gegen eine Annäherung spricht. Es mag sein, dass Putin die gekränkte Leberwurst spielt aber Putin ist eh indiskutabel und wird irgendwann von der Bildfläche verschwinden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 06 Dez 2013 15:00 
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Wenn die Ukrainer glauben, der Putin-Knute zu entkommen, indem sie zur EU fluechten, werden sie eines Tages auch aufwachen. Sie sind nur Bauern auf dem grossen (geo)politischen Spielfeld und ggf. erbringen sie dann auch die noetigen Bauernopfer

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 06 Dez 2013 17:44 
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luc1 hat geschrieben:
Ich wüsste nicht, was gegen eine Annäherung spricht. Es mag sein, dass Putin die gekränkte Leberwurst spielt aber Putin ist eh indiskutabel und wird irgendwann von der Bildfläche verschwinden.

Du wirst es nicht glauben, Du und ich werden auch irgendwann von der Bildfläche verschwinden
bezüglich der Ukraine bin ich jedoch der Meinung, daß die zur Zeit besser an der Seite Russlands aufgehoben ist
als bei unseren demokratischen Ausbeutern.
eschek

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 06 Dez 2013 19:01 
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Zitat:
Du wirst es nicht glauben, Du und ich werden auch irgendwann von der Bildfläche verschwinden


Was du nicht sagst!

Wenn Russland kein ausbeuterisches, kolonialistisches, imperialistisches, expansionistisches Land ist, dann fresse ich einen Besen mit dir und der Putzfrau. Du brauchst nur die Situation in Sibirien zu analysieren. Radikale Ausbeutung der lokalen Bevölkerung und der Bodenschätze.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 07 Dez 2013 07:19 
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Zuletzt geändert von eschek am 07 Dez 2013 08:43, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 07 Dez 2013 08:42 
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eschek hat geschrieben:
luc1 hat geschrieben:
Zitat:
Du wirst es nicht glauben, Du und ich werden auch irgendwann von der Bildfläche verschwinden

Was du nicht sagst!
Wenn Russland kein ausbeuterisches, kolonialistisches, imperialistisches, expansionistisches Land ist, dann fresse ich einen Besen mit dir und der Putzfrau. Du brauchst nur die Situation in Sibirien zu analysieren. Radikale Ausbeutung der lokalen Bevölkerung und der Bodenschätze.
dann wünsche ich Dir einen guten Appetit :essen: bezüglich der Putzfrau

RUSSLAND ist kein ausbeuterisches, kolonialistisches, imperialistisches, expansionistisches Land
Unbestritten gibt es so was, nicht nur in Sibirien
Allerdings ist dafür eine kleine zionistische "Elite" verantwortlich, die sich unter Jelzin alles brauchbare was die SU hinterlassen hat
unter den Nagel gerissen hat.
Der hier prominenteste ist Michail Borissowitsch Chodorkowski, der Arme ist natürlich zu Unrecht irgendwo in der Verbannung

Von NULL auf 15mrd
2004 schätzte das Wirtschaftsmagazin Forbes Magazine das Vermögen von Chodorkowski auf 15,2 Milliarden US-Dollar.
Damit war er auf Platz 16 der reichsten Menschen auf der Welt und die reichste Person in Russland.[50

NEIN !!! Die ganze Oligarchen Bande muß dem Verbrecher in der Pampa Gesellschaft leisten
Nur die westlichen Rechtsstaatler :oops: , wie auch Du einer bist, wissen das durch miese Meinungsmache gegen Putin zu verhindern

und da gibt es noch die zionistischen Netzwerke
Der estnische Komponist Arvo Pärt widmete Chodorkowski im Jahr 2008 seine Sinfonie Nr. 4 Los Angeles.[51]
Bei der estnischen Post kann man seit 2011 eine Briefmarke bestellen, die Chodorkowski und Lebedew zeigt.
...An den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2011 wurde der Dokumentarfilm Khodorkovsky von Cyril Tuschi erstmals gezeigt.
Der deutsche Regisseur mit russischen Vorfahren hatte fünf Jahre an diesem Porträt über Chodorkowski gearbeitet und in Gesprächen mit mehr als 70 Zeitzeugen 180 Stunden Interviewmaterial gesammelt.
Nach Tuschis Angaben kostete der Film 400.000 Euro und wurde durch verschiedene staatliche Filmförderungen und durch den Bayerischen Rundfunk finanziert.


eschek

Während Amnesty International Chodorkowskis Verurteilung als politisch motiviert sieht und ihm den Status eines prisoner of conscience :pillepalle:
(dt. gewaltloser politischer Gefangener) zuspricht ,[1] hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte im September 2011 seine Verurteilung als nicht politisch motiviert eingestuft.[2][3]

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 09 Dez 2013 09:54 
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Quijota hat geschrieben:
Tja, in der Ukraine gehts gerade rund. ...

wenn sich zwei streiten...
China kauft in Ukraine riesige Flächen Ackerland
http://www.orf.at/stories/2199446/

diese Meldung ist mehrfach hin- und her dementiert worden
heute wurde vom Radio gemeldet, China hätte landwirtschaftliche Flächen von der Größe Belgiens gepachtet
Nun kann man vermuten, daß chinesische Bauern die Fläche auch bewirtschaften werden
Wenn sich das bewahrheitet macht die Adenauer Stiftung :evil: gerade die nächste Bauchlandung
eschek

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 12 Dez 2013 10:33 
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Lt. Radiomeldung von SWR3 hatte Putin angeblich Rianovosti "kassiert". Wie dem auch sei - dort gab es folgende Meldung zu lesen:
Zitat:
Die US-Behörden wägen laut US-Außenamtssprecherin Jen Psaki verschiedene Vorgehensweisen in Bezug auf die Ukraine ab, wo massenhafte Pro-EU-Demos stattfinden.

„Alle Maßnahmen, darunter auch Sanktionen, stehen zur Diskussion“, sagte Psaki bei einem Briefing am Mittwochabend. Entscheidungen seien jedoch noch keine gefällt, daher sei es noch verfrüht, über Details zu reden.

Washington rufe Kiew auf, den Dialog mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds wiederaufzunehmen, so Psaki. „Die Ukraine verfügt noch über die Möglichkeit, den Weg der EU-Integration fortzusetzen.“

In einem demokratischen europäischen Land sei es unzulässig, Proteste auseinanderzutreiben, wie es vergangene Nacht in Kiew der Fall gewesen sei, fügte sie an.

http://de.ria.ru/politics/20131212/267461936.html

Ich lach mir nen Ast: Was tat Washington noch gleich mit den Protestierern im Park?! Ich fuerchte, die leiden allesamt an Alzheimer....

Letzter Satz in einem Artikel zu den Protesten in Kiew:
Zitat:
Es ist nicht Russland, das die Ukraine erpresst und ihr Vorschriften macht, sondern Politiker in Polen und die EU-Kommission, die im Auftrag der USA handeln.

Ganzer Artikel:
http://de.ria.ru/zeitungen/20131209/267441385.html

Zitat:
Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch hat am Mittwoch der US-Chefdiplomatin Catherine Ashton seine Bereitschaft zugesichert, einen Dialog zur Beilegung der politischen Krise im Lande aufzunehmen, sowie die Absicht bekräftigt, das EU-Assoziierungsabkommen abzuschließen, heißt es in einer Erklärung des EU-Außenamtes.

weiter:
http://de.ria.ru/politics/20131211/267458260.html

Was gerade in der Ukraine statt findet, ist im Sport ein Tauziehen, bei dem i.A. am Ende eine Mannschaft das laengere Ende des Seils in ihrem Feld hat. Bei der Ukraine koennte es jeodh sein, dass das Tau reisst....

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 15 Dez 2013 04:58 
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Tja, die Drohungen aus den USA scheinen zu wirken...
Dazu ein Kommentar:
http://antikrieg.com/aktuell/2013_12_13_einbrief.htm

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 15 Dez 2013 11:57 
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Zitat:
Russlands Präsident Wladimir Putin habe sich schon mehrmals zur „von langer Hand geplanten“ Situation in der Ukraine geäußert, betonte der Minister.

„Dass unsere westlichen Partner offenbar den Realitätssinn verloren haben, finde ich sehr bedauerlich. Stellen Sie sich vor, ich würde mitten in den Ereignissen nach Deutschland fahren, wenn dort eine neue EU-Skeptiker-Partei binnen weniger Monate mit Losungen wie ‘Raus aus der EU’ großen Zuspruch erlangt hätte. Wenn ich mich dort unter die Demonstranten mischen würde, die ein Umdenken der Beziehungen Deutschlands mit der EU, einen Austritt fordern, würde eine Resolution (von Nato, Europarat und OSZE, Red.) folgen, wie unerhört es sei, dass Russland sich in die inneren Angelegenheiten Deutschlands einmischt“, sagte Lawrow.

Ein „ernsthaftes“ Gespräch zu diesem Thema stehe „unbedingt“ an, so der russische Außenminister – es bleibe zu hoffen, dass die EU sich davor nicht „ drücken“ werde.

Die von Russlands stets „ruhig“ vorgebrachte Idee eines gemeinsamen humanitären Raumes und einer Wirtschaftszone von Lissabon bis Wladiwostok sei nun, vor dem Hintergrund der Versuche der EU, „den sogenannten Ostpartnerschaftsländern seine Position aufzudrängen“, aktueller denn je.

Die EU-Ostpartner, so Lawrow, seien der Konkurrenz mit den europäischen Waren nicht gewachsen. Dennoch versuche man sie in die Freihandelszone zu drängen, um an Märkte zu kommen, die sofort von den konkurrenzfähigeren Produkten aus Europa geschwemmt werden. Dadurch, so der russische Außenminister, „stirbt die analoge Produktion in den Ländern, die Assoziierungsabkommen unterzeichnen“, und es entstehen Probleme für Russland, da es mit diesen Staaten für Moskau ebenfalls keine Handelsschranken gebe. „Hier liegt der Hund begraben“, sagte der russische Chefdiplomat.

Aus:
http://de.ria.ru/russia/20131214/267475667.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 26 Dez 2013 01:00 
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Ein interessanter Artikel in Zeit-Fragen http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1673. Vor allem stellt er die massive Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung an die Opposition deutlich heraus. Aber auch die russische Position und die Vorstellungen der USA werden deutlich:

Zitat:
«Schatten-CIA» Stratfor zur Ukraine: Russland zurückdrängen und auf Deutschland schauen
km. Am 10. Dezember hat einer der führenden privaten US-Geheimdienste, Strategic Forecasting, Inc (abgekürzt Stratfor), einen kurzen Bericht über die Vorgänge in der Ukraine auf seine Internetseite genommen. Der Text hat den Titel «Ukraine's Demonstrations Heat Up» («Demonstrationen in der Ukraine heizen sich auf»), schildert die Vorgänge und Einflusskräfte in der Ukraine, kommentiert beides und gibt Empfehlungen für die US-Politik.
Stratfor ist ein Dienst, der vorgibt, Analysen und Zukunftsprojektionen zur Geopolitik und zu internationalen Konflikten anzubieten. Dabei sind die Berichte, so heisst es in einem wohlwollenden Kommentar, «knapp und präzise und kommen schnell auf den Punkt». Weiter heisst es dort: «Die Stratfor-Analysen sind als tiefgründige Schnellinformation zu Konfliktlagen, regionalen und Länderentwicklungen nicht nur in journalistischen Kreisen beliebt, sondern auch bei Regierungsinstitutionen, Firmen und wissenschaftlichen Instituten.» Das US-Magazin Barron’s bezeichnete Stratfor auf Grund seiner nachrichtendienstlichen Eigenschaften 2010 als «Schatten-CIA».
Stratfor wurde 1996 von George Friedman gegründet. Er ist Präsident und CEO des Unternehmens. In Deutschland ist er auch als Buchautor bekannt. Er hat das Buch «Die nächsten hundert Jahre. Die Weltordnung der Zukunft» verfasst, das 2009 in deutscher Sprache erschien. Die Hauptthese des Buches lautet, dass das 21. Jahrhundert trotz einiger anfänglicher Rückschläge das US-amerikanische Jahrhundert sein werde, dass sich Russ­land (und auch Deutschland) auf einem absteigenden Ast befänden und dass auf dem Weg in die «neue Weltordnung» ein neuer Weltkrieg unumgänglich sei. Kritiker des Buches sagen, die dort aufgestellten Prognosen entsprächen weniger einem seriösen Blick in die Zukunft – das ist ja sowieso kaum möglich –, sondern mehr den Wunschvorstellungen des Buchautors. So wie die sogenannten Analysen sind wohl auch die sogenannten Prognosen mehr die Pläne gewisser Kreise in den USA als gesetzmässige Entwicklungen; denn wie die Welt sich entwickelt, darüber entscheiden die Menschen selbst – und nicht Stratfor. Und sie können sehr wohl auch anders entscheiden, als von Stratfor gewünscht.
Ein Blick in die Stratfor-Analysen gibt aber interessante Einblicke in gewisse US-amerikanische Denkweisen, und diese sind auch im Hinblick auf die aktuellen Vorgänge in der Ukraine sehr aufschlussreich, weshalb wir sie im folgenden in den wichtigen Passagen zitieren:

«Ausserhalb der Ukraine besteht intensives Interesse daran, was als nächstes kommen wird. Für Russland ist die Zukunft der Ukraine eng mit seiner eigenen Zukunft verknüpft. Die Ukraine ist ein Gebiet, das tief in das Kerngebiet Russlands reicht, und wenn es die Ukraine aus seinem Einflussbereich verlöre, wäre Russland nicht mehr zu verteidigen. Durch die Ukraine verläuft die hauptsächliche Transitroute für russische Energieträger nach Westen, die Grundlage der russischen Wirtschaft. Das bedeutet, dass Russland erbittert darum kämpfen wird, in der Ukraine den grössten Einfluss zu behalten.
Für die Vereinigten Staaten stellt die Unterstützung politischer Kräfte in der Ukraine das wirksamste Mittel dar, um Russland zurückzudrängen. Moskau hat Washington in letzter Zeit wiederholt diplomatisch ausmanövriert, unter anderem bezüglich Syrien und im Hinblick auf die Affäre um Edward Snowden. US-Unterstützung für die Protestbewegungen in der Ukraine ist ein Mittel, um Russ­lands Aufmerksamkeit auf seine Region zu beschränken und von der Offensive gegen die Vereinigten Staaten abzuhalten.
Der Akteur, der hierbei den Takt angibt, ist Deutschland, das in der Vergangenheit danach getrachtet hat, innerhalb der Ukraine ein Gleichgewicht aufrechtzuerhalten – so zum Beispiel, indem es die Nato-Mitgliedschaft der Ukraine ablehnte –, um die Beziehungen zu Russland, Berlins wichtigstem Partner in der Energiefrage, aufrechtzuerhalten. Die Berichten zufolge engen Bande mit einem der entscheidendsten Demonstranten der Opposition in Kiew wirft allerdings die Frage auf, wo Deutschland bezüglich der Zukunft der Ukraine heute steht, und die Frage nach Deutschlands letztendlicher Position hinsichtlich seiner Beziehung zu Russland.
Daher kennzeichnen die Proteste einen Wendepunkt nicht nur bezüglich der Zukunft der Ukraine, sondern auch bezüglich eines der grössten Aspekte künftiger Beziehungen des Westens und Russlands und bezüglich der Richtung, die Zentraleuropa nehmen wird.»

In der Tat unterstützt die deutsche ­Politik die Regierungsgegner in der Ukraine und insbesondere den möglichen Präsidentschaftskandidaten Vitalij Klitschko und dessen Partei UDAR («Ukrainische demokratische Allianz für Reformen») massiv. Und das schon seit ein paar Jahren. Die Partei wurde im April 2010 gegründet und wird seitdem von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung mit aufgebaut. Bis vor wenigen Tagen hiess es auf der Internetseite des nordrhein-westfälischen CDU-Politikers Werner Jostmeier in einem Text vom 12. Dezember 2011, Klitschko sei «von der Konrad-Adenauer-Stiftung damit beauftragt» worden, «in der Ukraine eine christlich-konservative Partei […] zu etablieren». Ende 2011/Anfang 2012 veröffentlichte die Konrad-Adenauer-Stiftung eine mehr als 40 Seiten umfangreiche «Analyse» über Möglichkeiten der militärischen Zusammenarbeit zwischen der EU und der Ukraine: «Poten­tials for the cooperation between Ukraine and the European Union in the sphere of security». Auf der Internetseite der Stiftung ist ganz aktuell zu lesen, dass eine Delegation der Partei auf Einladung der Stiftung in der letzten Novemberwoche 2013 Berlin besuchte. Die Stiftung selbst kommentierte den Besuch unter anderem mit dem Satz: «Es ist ein wichtiges Anliegen der Konrad-Adenauer-Stiftung, die Partei auch in ihrer Fraktionsarbeit im Parlament zu beraten.» Warum? «Bis Ende des Jahres sollen in der Ukraine für die EU-Integration des Landes massgebliche Gesetze eingebracht werden.» Parteinahe Stiftungen werden in Deutschland in der Hauptsache mit Steuergeldern finanziert. Im Jahr 2011 erhielten die parteinahen Stiftungen mehr als 400 Millionen Euro Steuergelder.
Schliesslich soll hier auf Auszüge aus einer Pressemitteilung des russischen Aussenministeriums vom 26. November hingewiesen werden (siehe S. 6), die ein etwas anderes Licht auf die Vorgänge wirft als das, was gemeinhin bei uns im «Westen» berichtet wird und zumindest im Sinne eines «audiatur et altera pars» zur Kenntnis und auch ernstgenommen werden sollte. Werden doch Fragen aufgeworfen, über die bislang zu wenig gesprochen wird. •

Kommentar des Departements für Information und Presse des Aussenministeriums Russlands zur Erklärung der EU über die Ukraine vom 25. November 2013
Moskau richtete seine Aufmerksamkeit auf die gemeinsame Erklärung des EU-Ratspräsidenten Herman van Rompuy und des Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, am 25. November 2013 zur Ukraine, in welcher «äusserste Missbilligung der ­Position und der Handlungen Russlands» zum Ausdruck gebracht werden im Kontext des Entschlusses der Ukraine, den Vorbereitungsprozess für die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens und die Schaffung einer umfassenden Freihandelszone mit der EU zu unterbrechen.
Solche und andere in den letzten Tagen von mehreren europäischen Politikern und politischen Führern der EU gemachten Erklärungen rufen Befremden und Enttäuschung hervor. Auf Russisch heisst das, «die Schuld von einem Schuldigen auf einen Unschuldigen abwälzen». Diese Aussagen sind offenbar von dem Bestreben geleitet, die Verantwortung für die Probleme, welche in der ukrainischen Gesellschaft infolge der von der EU gegenüber der Ukraine und anderen Staaten im Rahmen der Initiative «Östliche Partnerschaft» ausgeübten Politik des unverhohlenen Drucks entstanden sind, Russland aufzuerlegen.
Russland hat mehrere Male, darunter auch auf Ebene des Präsidenten Wladimir Putin, auf die Schädlichkeit einer solchen Linie hingewiesen. Wir haben immer betont, dass die Wahl von Wirtschaftspartnern die souveräne Angelegenheit unserer Nachbarn ist, welche wir respektieren werden. Russland hat nur vorgeschlagen, die wirtschaftlichen Folgen dieses Assoziierungsabkommens mit der EU für unsere Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu berechnen, und zwar unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die EU die Ukraine offen vor der Unmöglichkeit des gleichzeitigen Verbleibs in zwei Zollunionen mit verschiedenen Zollregelungen gewarnt hat. Viele Experten machten darauf aufmerksam, dass das von der Europäischen Union vorangetriebene Assoziierungsabkommen nur dieser Dividenden bringen würde. Das Inkrafttreten der Handels- und Wirtschaftskapitel des Assoziierungsabkommens würde für die Ukraine und für andere unserer Nachbarn eine mehrjährige Periode von wirtschaftlichen Wirren, Deindustrialisierung, den Ruin von landwirtschaftlichen Betrieben, die Zunahme der Arbeitslosigkeit und die Verringerung des Lebensstandards der Bevölkerung nach sich ziehen. […]
In diesem Zusammenhang sind uns die Gründe verständlich, welche die ukrainische Regierung dazu gebracht haben, bei der Euro-Integration eine «Pause einzulegen» und über Kompensierungsmechanismen für die Verluste der ukrainischen Wirtschaft durch das Inkrafttreten des Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union nachzudenken. An die EU und Russland wurde der Vorschlag gerichtet, diese Frage gemeinsam zu prüfen. Als Antwort auf diesen Schritt Kiews begann jedoch Brüssel, noch stärkeren Druck auf die ukrainische politische Führung auszuüben und zu versuchen, sie um jeden Preis dazu zu bringen, das Einverständnis für die Unterzeichnung des Abkommens zu geben. Dabei muss der EU klar sein, dass eine solche Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates die oppositionell ausgerichteten Teile der ukrainischen Bevölkerung zu Protest und rechtswidrigen Handlungen gegen die gesetzmässige ukrainische Regierung aufstachelt.
Wir sind überzeugt, dass wir alle uns nicht um die Schaffung von neuen Trennungslinien in Europa bemühen sollen, sondern um die Errichtung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums auf gleichberechtigter Basis mit vorhersagbaren und allen unseren Staaten verständlichen Regeln, welcher den Modernisierungsaufgaben unserer Wirtschaften, der Einführung von fortschrittlichen Technologien und Innovationen sowie der Förderung von gegenseitig vorteilhaften industriellen Kooperationen dient.

Quelle: http://www.mid.ru/bdomp/brp_4.nsf/191dd ... enDocument vom 26.11.2013


Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 06 Jan 2014 21:26 
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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ukraine
BeitragVerfasst: 08 Jan 2014 00:24 
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Registriert: 25 Jan 2011 12:14
Beiträge: 1854
Langsam begreift man anscheinend, dass man in der Ukraine Mist gebaut hat.

Zitat:
Newsletter vom 08.01.2014 - Integrationskonkurrenz mit Moskau

KIEW/BERLIN (Eigener Bericht) - Berliner Außenpolitik-Experten diskutieren über vorsichtige Kurskorrekturen in der deutschen Ukraine-Politik. Ursache ist, dass der Sturz der Kiewer Regierung, den die Bundesregierung energisch forciert hat, trotz der ukrainischen Massenproteste bislang ausgeblieben ist. Rückblickende Analysen räumen jetzt ein, dass die Unterzeichnung des EU-Assoziierungsabkommens der Ukraine beträchtlichen wirtschaftlichen und sozialen Schaden zugefügt hätte. Dass Berlin die Ukraine in seine Hegemonialsphäre einbinden solle und daher in einer "Integrationskonkurrenz mit Moskau" stehe, wird im außenpolitischen Establishment der Bundesrepublik auch weiterhin bekräftigt. Neue Vorschläge sehen vor, die Einbindung an den ukrainischen Eliten vorbei mit Hilfe von Kontakten zur "Zivilgesellschaft" zu fördern oder sie mit gezielten wirtschaftlichen Interventionen voranzutreiben. Unabhängig davon konnte während der jüngsten Demonstrationen die extrem rechte Partei Swoboda ihre Stellung in der Protestbewegung stärken. Dabei kam ihr zugute, dass auch deutsche Diplomaten mit ihr im Rahmen der Agitation gegen die aktuelle ukrainische Regierung kooperierten.
mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58768

Hervorhebungen durch mich.

Zenzi

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