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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 05:29 
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reger Freigeist
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Fazer hat geschrieben:
luc1 hat geschrieben:
Auf jeden Fall ist dieser Priester mutig und die Reaktion der Kirche wie immer erbärmlich.


Es ist doch immer wieder interessant, wie Leute, denen die Kirche sonst am Arsch vorbei geht meinen dann bestimmte Anforderungen an die Kirche zu erheben. Die Kirche hat bestimmte Glaubensgrundsätze, dazu gehört auch z.B. dass Priester nicht verheiratet sein sollen. Das kann man falsch finden, ist aber wohl kaum als "erbärmlich" zu bezeichnen.

Ahh, du hast das SolaBona-Niveau erreicht und erlässt Vorschriften, wie die Kritiker zu kritisieren haben. :mrgreen:

"Erbärmlich" ist noch das harmloseste, was ich diesen scheinheiligen homophoben Haufen nennen würde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 12:37 
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Homosexualität ist längst wissenschaftlich als vollkommen natürlich bewiesen. Quasi Teil der „Schöpfung“ wie die Bonobos, schwule Pinguine usw. - jedenfalls auch dann, wenn man die Natur als „Schöpfung“ sieht.

Das Postulat „Gott“ ist lediglich eine menschliche „Schöpfung“ dessen „gefühlte“ Existenz Teil von privaten Vorstellungen die unter der Bezeichnung „Religion“ zusammenfassbar sind.

Private Vorstellungen ! Jedenfalls nach langen und blutigen Kämpfen in Europa. Das sollen sie auch bleiben. Private Vorstellung wie jemand sein eigenes Leben gestalten soll. In den noch immer existierenden religiösen Konglomeraten, ist Demokratie und Pluralität (die sonst wie eine „Monstranz“ hochgehalten wird) weitgehend ausgeschlossen. Die letzten Formen von Diktatur, die sehr schonend behandelt werden, weil eben noch immer alte Machtstrukturen bis in die Parlamente hinein wirksam sind.

Es ist brandgefährlich, einzelnen Religionen derart große Freiräume einzuräumen – brandgefährlich, weil es eben nach dem GG für alle Religionsgemeinschaften gültig ist. Wer möchte morgen aufwachen und die uns in jeder Hinsicht fremde Religion des Islam gesetzlichen Einfluss auf unser Leben nehmen sehen ? In der Art wie beide Religionen mit diesen Themen umgehen, kann ich nicht einen Hauch von Wissenschaftlichkeit und Einsicht in naturgesetzliche Zusammenhänge erblicken. Ob es kirchlichen Organisationen weiterhin gestattet sein kann, eine Parallelgesellschaft innerhalb verfasster Demokratien zu bilden, ist eine weiterhin offene Frage.

Ist Priester sein, ein „Beruf“ (was sich aus „Berufung“ ableitet) und sollte der „Arbeitgeber“ deutlich unterschiedliche, vom übrigen Arbeitsrecht abweichende Macht über seine „Angestellten“ ausüben dürfen ? Warum darf ein Teil der christlichen Religionsgemeinschaften, weiterhin Frauen diskriminieren, was in der Zivilgesellschaft zu einschlägigen Urteilen gegen derartig agierenden „Arbeitgeber“ führen würde ? Welcher logische Unterschied bleibt noch, wenn man das islamische Frauenbild mit der Vorstellung der Katholischen Kirche vergleicht ?

Wenn es Gott gibt – warum sollten den logisch betrachtet „interessieren“ ob seine „Geschöpfe“ so funktionieren wie er sie nach dem Glauben seiner Gläubigen geschaffen hat ? Es ist in meinen Augen Blasphemie, Gott etwas zu unterstellen, was offensichtlich seit Jahrtausenden vollkommen „natürlich“ ist.

Wer eher zur Evolutionstheorie „neigt“, muss feststellen, wenn Homosexualität eine „widernatürliche Abweichung“ wäre, hätte sich das längst durch Evolution „erledigt“. Ganz offensichtlich hat Homosexualität genügend positiven Einfluss auf das Überleben der davon „betroffenen“ Spezies, um sie als normalen Teil einer inzwischen nach Jahrmillionen zählenden Gesamtentwicklung zu werten.

Genau wie anerzogener Ekel seine Wirkung „zeitigt“, ist alles was mit Homosexualität verbunden ist, nichts als wissenschaftlich unbegründete Ablehnung. Wissenschaftlich untersucht und belegt, ist jeder Mensch zu einem mehr oder minder geringen Grad „homosexuell“ veranlagt. Wohl die meisten eher in einer unbedeutenden „Dosis“, die aber „höllische Angst“ macht, dies auch nur ansatzweise zuzugeben. Zu sehr wurde gerade durch die drei „abrahamitischen“ Religionen Homosexualität „verteufelt“. Als „ansteckend“ - „krankhaft“ usw. konnotiert. Kein Wunder also, wenn auch heute noch ansonsten sehr rational veranlagte Menschen um ihr „Seelenheil“ fürchten, wenn es um diese Spielart angeborenen menschlichen „Verhaltens“ geht. Traurig genug, wenn Religionen im Vollbesitz wissenschaftlicher Erkenntnis noch immer wie im „Mittelalter“ denken und ungestraft auch handeln dürfen. Gemäß meiner eigenen Indoktrination – gern auch „Erziehung“ genannt, habe ich nun kein gerade sehr positives Bild von Homosexuellen beiderlei Geschlechts. Doch das lässt sich durchaus „rationalisieren“ - auch wenn es nicht leicht fällt….

Es hat den Anstrich eine obskuren Geheimgesellschaft, wenn bestimmte Religionen tatsächlich widernatürliches Verhalten von ihren Mitgliedern und besonders von ihren Funktionsträgern verlangen – Stichwort „der Zölibat“ und ausschließliches männliches Priestertum und einige andere „Feinheiten“. Nur noch „Sekten“ zeigen gleichartige Strategien im Umgang mit ihren Anhängern.

Es lohnt sich darüber nachzudenken - ich habe mich daher von meiner „ererbten“ religiösen Mitgliedschaft schon vor ~50 Jahren gelöst und glaube nicht, das dies meine Verbindung zu Gott beeinträchtigt hat – was das „Jenseits“ angeht – ich bin gespannt - schau mer mal….

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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 20:47 
Gutmensch hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
luc1 hat geschrieben:
Auf jeden Fall ist dieser Priester mutig und die Reaktion der Kirche wie immer erbärmlich.


Es ist doch immer wieder interessant, wie Leute, denen die Kirche sonst am Arsch vorbei geht meinen dann bestimmte Anforderungen an die Kirche zu erheben. Die Kirche hat bestimmte Glaubensgrundsätze, dazu gehört auch z.B. dass Priester nicht verheiratet sein sollen. Das kann man falsch finden, ist aber wohl kaum als "erbärmlich" zu bezeichnen.

Ahh, du hast das SolaBona-Niveau erreicht und erlässt Vorschriften, wie die Kritiker zu kritisieren haben. :mrgreen:

"Erbärmlich" ist noch das harmloseste, was ich diesen scheinheiligen homophoben Haufen nennen würde.


Wenn wir vor 200 Jahren leben würden, würde ich dich für diesen Vergleich jetzt zum Duell herausfordern ... :lol:

Eher scheinst du im übrigen mir den Mund verbieten zu wollen.

Ansonsten bleibe ich dabei: die katholische Kirche ist eine Glaubensgemeinschaft mit bestimmten Glaubensgrundsätzen - und im übrigen nicht die schlechtesten. Die Kirche ist NICHT eine staatliche Organisation, die sich jeglicher Weltanschauung enthalten muss.
Wenn jemand als Priester sich innerhalb dieser Gemeinschaft bewegt dann muss er auch die zentralen Glaubensgrundsätze mittragen. Wenn er das nicht will kann er sich eine andere Kirche suchen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 21:01 
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Fazer hat geschrieben:
Ansonsten bleibe ich dabei: die katholische Kirche ist eine Glaubensgemeinschaft mit bestimmten Glaubensgrundsätzen - und im übrigen nicht die schlechtesten. Die Kirche ist NICHT eine staatliche Organisation, die sich jeglicher Weltanschauung enthalten muss.
im grunde hast du recht, nur leider meint dieser verein, die politik in deutschland immer noch mitbestimmen zu müssen.
und noch etwas: jeder kaninchenzüchterverein, auch jede partei, muss um seine mitglieder werben. aber die kirchen bekommen die säuglinge, die ja nun nicht gefragt werden können, von den eltern in den rachen geworfen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 21:02 
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volker piespers hat gesagt: wenn in der kirche nicht 1/3 der priester schwul wäre, wäre die kirche an den unterhaltszahlungen längst pleite gegangen ....


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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 21:16 
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Zitat:
im grunde hast du recht, nur leider meint dieser verein, die politik in deutschland immer noch mitbestimmen zu müssen.
und noch etwas: jeder kaninchenzüchterverein, auch jede partei, muss um seine mitglieder werben. aber die kirchen bekommen die säuglinge, die ja nun nicht gefragt werden können, von den eltern in den rachen geworfen!


Eben!

Zitat:
volker piespers hat gesagt: wenn in der kirche nicht 1/3 der priester schwul wäre, wäre die kirche an den unterhaltszahlungen längst pleite gegangen ....


:lol: :lol: :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 21:32 
DerChecker hat geschrieben:
volker piespers hat gesagt: wenn in der kirche nicht 1/3 der priester schwul wäre, wäre die kirche an den unterhaltszahlungen längst pleite gegangen ....


Ach, was Volker Pispers nicht so alles schon gesagt hat ... :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 21:43 
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reger Freigeist
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Fazer hat geschrieben:
Wenn wir vor 200 Jahren leben würden, würde ich dich für diesen Vergleich jetzt zum Duell herausfordern ... :lol:

Eher scheinst du im übrigen mir den Mund verbieten zu wollen.

U mad bro? :mrgreen:

Fazer hat geschrieben:
Ansonsten bleibe ich dabei: die katholische Kirche ist eine Glaubensgemeinschaft mit bestimmten Glaubensgrundsätzen - und im übrigen nicht die schlechtesten.

LOOOOOOOOOOOL :lachen:
Wir reden jetzt aber schon über dieselbe Kirche, die glaubt, dass sich magische Plätzchen in Jesus verwandeln?

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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 21:48 
Gutmensch hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Wenn wir vor 200 Jahren leben würden, würde ich dich für diesen Vergleich jetzt zum Duell herausfordern ... :lol:

Eher scheinst du im übrigen mir den Mund verbieten zu wollen.

U mad bro? :mrgreen:

Fazer hat geschrieben:
Ansonsten bleibe ich dabei: die katholische Kirche ist eine Glaubensgemeinschaft mit bestimmten Glaubensgrundsätzen - und im übrigen nicht die schlechtesten.

LOOOOOOOOOOOL :lachen:
Wir reden jetzt aber schon über dieselbe Kirche, die glaubt, dass sich magische Plätzchen in Jesus verwandeln?


Weisst du, dann kannst du deine Antwort beschränken auf: ich finde die Kirche scheisse, und glaube nicht, an was die glauben.
Eine Diskussion aber darüber zu führen, ob innerhalb der Kirche dann so ein Umgang mit einem Priester okay ist oder nicht ist unsinnig, wenn das die Basis ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 21:53 
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Fazer hat geschrieben:
Gutmensch hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Wenn wir vor 200 Jahren leben würden, würde ich dich für diesen Vergleich jetzt zum Duell herausfordern ... :lol:

Eher scheinst du im übrigen mir den Mund verbieten zu wollen.

U mad bro? :mrgreen:

Fazer hat geschrieben:
Ansonsten bleibe ich dabei: die katholische Kirche ist eine Glaubensgemeinschaft mit bestimmten Glaubensgrundsätzen - und im übrigen nicht die schlechtesten.

LOOOOOOOOOOOL :lachen:
Wir reden jetzt aber schon über dieselbe Kirche, die glaubt, dass sich magische Plätzchen in Jesus verwandeln?


Weisst du, dann kannst du deine Antwort beschränken auf: ich finde die Kirche scheisse, und glaube nicht, an was die glauben.
Eine Diskussion aber darüber zu führen, ob innerhalb der Kirche dann so ein Umgang mit einem Priester okay ist oder nicht ist unsinnig, wenn das die Basis ist.

typisch katholische rückzugsposition, ähnlich wie: das baby wollte es auch!


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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 22:10 
teddy hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Ansonsten bleibe ich dabei: die katholische Kirche ist eine Glaubensgemeinschaft mit bestimmten Glaubensgrundsätzen - und im übrigen nicht die schlechtesten. Die Kirche ist NICHT eine staatliche Organisation, die sich jeglicher Weltanschauung enthalten muss.
im grunde hast du recht, nur leider meint dieser verein, die politik in deutschland immer noch mitbestimmen zu müssen.

Eine solches Streben ist für "diesen Verein" grundsätzlich ebenso legitim wie für jede andere Vereinigung oder politische "Partei", Teddy.
teddy hat geschrieben:
und noch etwas: jeder kaninchenzüchterverein, auch jede partei, muss um seine mitglieder werben. aber die kirchen bekommen die säuglinge, die ja nun nicht gefragt werden können, von den eltern in den rachen geworfen!

Na ja, die können, sobald sie das entsprechende Alter haben, ja auch wieder austreten, wenn sie deren Auffassungen für falsch halten. Im übrigen las und hörte ich auch schon mehrfach davon, dass Säuglinge bereits kurz nach ihrer Geburt von ihren Eltern als Mitglieder z.B. in Sportvereinen angemeldet wurden, ohne dass man sie fragte ... ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 22:21 
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Zitat:
Na ja, die können, sobald sie das entsprechende Alter haben, ja auch wieder austreten, wenn sie deren Auffassungen für falsch halten. Im übrigen las und hörte ich auch schon mehrfach davon, dass Säuglinge bereits kurz nach ihrer Geburt von ihren Eltern als Mitglieder z.B. in Sportvereinen angemeldet wurden, ohne dass man sie fragte ..


Natürlich können Kinder nicht alles entscheiden, weil sie die nötige Reife nicht haben. Erziehung ist Beeinflussung. Nur... es ist ein Unterschied, ob ich meine Kinder in einem Sportverein anmelde oder ob ich meinen Kindern erzähle, dass sie eine Erbsünde mittragen, egal wie sie sich anstellen. Letzteres ist hoch ideologisch und bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Psyche, für das Selbstverständnis und die Weltanschauung des Kindes. Diese negative Beeinflussung darf man doch thematisieren und kritisieren.

Zum Glück halten es die meisten Menschen, die religiöse Gefühle haben doch nicht so genau mit der Religion. Aber eine reine strickte katholische Erziehung ist eigentlich die Hölle.

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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 22:38 
luc1 hat geschrieben:
Zitat:
Na ja, die können, sobald sie das entsprechende Alter haben, ja auch wieder austreten, wenn sie deren Auffassungen für falsch halten. Im übrigen las und hörte ich auch schon mehrfach davon, dass Säuglinge bereits kurz nach ihrer Geburt von ihren Eltern als Mitglieder z.B. in Sportvereinen angemeldet wurden, ohne dass man sie fragte ..


Natürlich können Kinder nicht alles entscheiden, weil sie die nötige Reife nicht haben. Erziehung ist Beeinflussung. Nur... es ist ein Unterschied, ob ich meine Kinder in einem Sportverein anmelde oder ob ich meinen Kindern erzähle, dass sie eine Erbsünde mittragen, egal wie sie sich anstellen. Letzteres ist hoch ideologisch und bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Psyche, für das Selbstverständnis und die Weltanschauung des Kindes. Diese negative Beeinflussung darf man doch thematisieren und kritisieren.

Ja, selbstverständlich darf man das, Luc. Sie sollte nur zutreffen.

Ich, der ich selbst nicht katholisch bin, kann aus meinem Umfeld Deine "Diagnose" zu den "Konsequenzen" nicht bestätigen. Die Katholiken, die mir von Person näher bekannt sind, sind ebenso - auch gegenüber ihrer eigenen Kirche! - kritische Menschen wie Du und ich. Sie mögen mehrheitlich andere "Wert"Vorstellungen zur Frage von Ehe und Familie haben als Du, aber das ist m.E. auch legitim.


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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 23:00 
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Zitat:
Ich, der ich selbst nicht katholisch bin, kann aus meinem Umfeld Deine "Diagnose" zu den "Konsequenzen" nicht bestätigen.


Hast du schon strenge Katholiken miterlebt? Das ist der pure Wahn! Mit den "ein bisschen Katholiken, nur nicht zu viel", die sich ihre Religion zurecht basteln, kann ich auch auskommen. Aber das ist nicht, was der Vatikan predigt. :o Das ist auch der pure Wahn, menschliche Sexualität zu unterdrücken, wenn man weiß, dass Sexualität eine wichtige Quelle der Selbstverwirklichung, der Energie, der Selbstentfaltung...ist. Und das ist, was der Vatikan von den Homosexuellen verlangt. Die Botschaft dieser Hirnamputierten ist: "Wir akzeptieren Homosexuelle, ja wir respektieren sie, solange sie ihre Homosexualität nicht ausleben." Schizophrenie!

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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 23:02 
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Kritikaster hat geschrieben:
Eine solches Streben ist für "diesen Verein" grundsätzlich ebenso legitim wie für jede andere Vereinigung oder politische "Partei", Teddy.
Es mag ja für die von Dir genannten "legitim" sein, die Kirchen haben da aber einen entscheidenden Vorteil, sie sind bereits ein Sonderfall, der über Rechte deren Grundlage Staatskirchenverträge mit mindestens in einem Fall supranationalen (völkerrechtlichen) Wirkungen.

"primus inter pares" hier handelt es sich um eine eigenständige mindestens staatsähnliche Institution, welche (die muss ich nicht alle aufzählen - Google hilft) von ansonsten für deutsche Staatsangehörige, juristische Personen usw. geltende Gesetze total ausgenommen sind.

Warum wird bei all diesen Diskussionen stets das Reichskonkordat vergessen ? "Gleiche unter Gleichen" - nicht bei den vier Religionsgemeinschaften...

"Die Kirchen" sind mehr als nur gewöhnliche Lobbyisten !

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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 06 Okt 2015 23:08 
luc1 hat geschrieben:
Zitat:
Ich, der ich selbst nicht katholisch bin, kann aus meinem Umfeld Deine "Diagnose" zu den "Konsequenzen" nicht bestätigen.

Mit den "ein bisschen Katholiken, nur nicht zu viel", die sich ihre Religion zurecht basteln, kann ich auch auskommen. Aber das ist nicht, was der Vatikan predigt.

Nur kommt nach meiner Beobachtung das, "was der Vatikan predigt", eben im Realleben der "Schäfchen" bei Weitem nicht 1 zu 1 an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 07 Okt 2015 18:19 
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Kritikaster hat geschrieben:
teddy hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Ansonsten bleibe ich dabei: die katholische Kirche ist eine Glaubensgemeinschaft mit bestimmten Glaubensgrundsätzen - und im übrigen nicht die schlechtesten. Die Kirche ist NICHT eine staatliche Organisation, die sich jeglicher Weltanschauung enthalten muss.
im grunde hast du recht, nur leider meint dieser verein, die politik in deutschland immer noch mitbestimmen zu müssen.

Eine solches Streben ist für "diesen Verein" grundsätzlich ebenso legitim wie für jede andere Vereinigung oder politische "Partei", Teddy.
teddy hat geschrieben:
und noch etwas: jeder kaninchenzüchterverein, auch jede partei, muss um seine mitglieder werben. aber die kirchen bekommen die säuglinge, die ja nun nicht gefragt werden können, von den eltern in den rachen geworfen!

Na ja, die können, sobald sie das entsprechende Alter haben, ja auch wieder austreten, wenn sie deren Auffassungen für falsch halten. Im übrigen las und hörte ich auch schon mehrfach davon, dass Säuglinge bereits kurz nach ihrer Geburt von ihren Eltern als Mitglieder z.B. in Sportvereinen angemeldet wurden, ohne dass man sie fragte ... ;)
es ist aber ein unterschied, ob man extra irgendwo austreten muss oder, ob man sich in erwachsenem alter für etwas entscheiden muss.
und, was eigentlich entscheidend ist: für die kath, kirche bleibt der getaufte mensch weiter katholik, er tritt ja im mgrunde nur aus dem teil aus, der steuern zahlt. also einmal katholik, immer katholik. denn es gibt keine auflösung für sakramente.

wenn die kirche auf kindstaufe verzichten würde, dann wäre sie in meinen augen glaubwürdiger, mit mitgliedern, die sich selbst dafür entschieden haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 07 Okt 2015 22:58 
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Hmm - „Sakrament“ - Dir ist schon klar „Sakramente“ sind rein „virtuelle“ Angelegenheiten – wie alle „Glaubensgrundsätze“

Was die Steuern angeht – mit dem Austritt entfällt ein Anspruch den sowieso der dt. Staat „im Auftrag“ einzieht. „Frei“ von finanziellen Belastungen wird niemand – auch dann nicht, wenn er ab sofort „schwarze Messen liest“, Sakramente für idiotische Konstrukte hält. Aus dem Steuertopf, fließt durchschnittlich von jedem schh..egal was es glaubt und welche „Sakramente“ fortwirken – in etwa ein gleichhoher Betrag an die in Staatskirchenverträgen befindlichen.

„WIR alle“ finanzieren die 4 Glaubensgemeinschaften – völlig unabhängig ob der Einzelne Voodoo für die richtige Glaubensform hält oder ob irgendwo noch Reste von Sakramenten fortwirken.

Religion ist wie WINDOS 10 ein opt-out Modell – wenigstens beiden „christlichen Religionen“ seit ein paar hundert Jahren ohne Abfackeln oder Rübe ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 28 Okt 2015 20:26 
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Beiträge: 1204
Ab Minute 55 erzählt einer Rettungssanitäter, der ein Jahr in Saudi Arabien im Einsatz war, bei Lanz seine Erlebnisse und Erfahrungen. Er wurde zu öffentlichen Hinrichtungen eingeladen, wo manchmal 10 oder mehr Köpfe rollten. Er wurde zu einer gut betuchten Familie gerufen, wo er den Tod eines jungen Mannes feststellen sollte, der von den Angehörigen wegen seiner Homosexualität enthauptet wurde.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/ ... tober-2015


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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 29 Okt 2015 16:48 
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Beiträge: 1139
luc1 hat geschrieben:
Ist die Polygamie in Spanien, Portugal, Belgien, Holland, Dänemark Frankreich..... usw.... eingeführt worden? Ist Das Abendland zusammengekracht und haben seitdem die Moslems Wien erobert? Sind die pädophilen Übergriffe zahlreicher geworden? Haben sich seitdem Hollande, Sarkozy und Strauss-Kahn, die Schürzenjäger per se, öffentlich auf dem Place de la Concorde von unerbittlichen ukrainischen Femen kastrieren lassen müssen? Hört auf, Blödsinn von euch zu geben und kommt zurück zur Realität.
Übrigens...... Ich habe immer noch keine vernünftige Antwort von euch erhalten über das Thema freie Abstimmung im Bundestag? Wollt ihr lieber am Thema vorbeireden? Wollt ihr lieber fröhlich unter Heteros spinnen? Na dann.... :roll:


Kramp-Karrenbauer lag mit ihrer Analyse wohl doch nicht so falsch:

Zitat:
In Rio sind drei Frauen getraut worden, die eine Gütergemeinschaft und ein gemeinsames Sorgerecht vereinbaren wollten.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/dre ... -1.2712434



Also das Ehegattensplitting dann für Vielweiberei. Super ...

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Die grundlegende Frage ist: Ist der Mensch frei? In der Menschheitsgeschichte hat nur ein System zu dieser Frage ‚Ja’ gesagt – der Kapitalismus. (Ayn Rand)


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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 30 Okt 2015 21:35 
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Haben die in Rio denn Ehegatten-Splitting? Ich kenne mich mit dem brasilianischen Steuerrecht nicht aus. Link?

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 13 Mai 2016 21:03 
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fleissiger Freigeist

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Beiträge: 763
Dass gleichgeschlechtliche Liebe durchaus nicht "widernatürlich" ist und nicht allein beim Menschen vorkommt, wurde in diesem Forum ja erst kürzlich nachgewiesen. Doch wer hätte das gedacht?
Zitat:
"Es gibt sehr interessante Untersuchungen vor allem von einer italienischen Arbeitsgruppe, die inzwischen von anderen Gruppen bestätigt wurden, die festgestellt haben, dass in der mütterlichen Linie männlicher Homosexueller mehr Kinder geboren werden."

Die Tanten und Schwestern schwuler Männer haben mehr Nachkommen und das erklärt wenigstens zum Teil, wie die Männerliebe in der Evolution Bestand haben konnte. http://www.deutschlandfunk.de/sexuelle- ... _id=354104

Wenn das mal nicht wieder reichlich blöd für das schiefe Weltbild aller Homophoben ist! :mrgreen:

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Jeden Tag betrunken ist auch ein geregeltes Leben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 13 Mai 2016 21:23 
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Firlefanzdetektor hat geschrieben:
Dass gleichgeschlechtliche Liebe durchaus nicht "widernatürlich" ist und nicht allein beim Menschen vorkommt, wurde in diesem Forum ja erst kürzlich nachgewiesen. Doch wer hätte das gedacht?
Zitat:
"Es gibt sehr interessante Untersuchungen vor allem von einer italienischen Arbeitsgruppe, die inzwischen von anderen Gruppen bestätigt wurden, die festgestellt haben, dass in der mütterlichen Linie männlicher Homosexueller mehr Kinder geboren werden."

Die Tanten und Schwestern schwuler Männer haben mehr Nachkommen und das erklärt wenigstens zum Teil, wie die Männerliebe in der Evolution Bestand haben konnte. http://www.deutschlandfunk.de/sexuelle- ... _id=354104

Wenn das mal nicht wieder reichlich blöd für das schiefe Weltbild aller Homophoben ist! :mrgreen:
das ist nicht neu ;)
und vor allem auch erklärbar: die damals heimlichen homos konnten gut bei der aufzucht des eigenen nachwuchses eingesetzt werden, somit ein vorteil gegenüber den frauen, die keine solchen verwandten haben ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Homophobie, nein, danke!
BeitragVerfasst: 13 Mai 2016 21:31 
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teddy hat geschrieben:
Firlefanzdetektor hat geschrieben:
Dass gleichgeschlechtliche Liebe durchaus nicht "widernatürlich" ist und nicht allein beim Menschen vorkommt, wurde in diesem Forum ja erst kürzlich nachgewiesen. Doch wer hätte das gedacht?
Zitat:
"Es gibt sehr interessante Untersuchungen vor allem von einer italienischen Arbeitsgruppe, die inzwischen von anderen Gruppen bestätigt wurden, die festgestellt haben, dass in der mütterlichen Linie männlicher Homosexueller mehr Kinder geboren werden."

Die Tanten und Schwestern schwuler Männer haben mehr Nachkommen und das erklärt wenigstens zum Teil, wie die Männerliebe in der Evolution Bestand haben konnte. http://www.deutschlandfunk.de/sexuelle- ... _id=354104

Wenn das mal nicht wieder reichlich blöd für das schiefe Weltbild aller Homophoben ist! :mrgreen:
das ist nicht neu ;)
und vor allem auch erklärbar: die damals heimlichen homos konnten gut bei der aufzucht des eigenen nachwuchses eingesetzt werden, somit ein vorteil gegenüber den frauen, die keine solchen verwandten haben ;)

Mit solchen Aussagen musst Du vorsichtig sein,Teddy. Leute wie unser Esel könnten daraus glatt "messerscharf folgern", dass allein der Einfluss der Homos auf die Erziehung des Nachwuchses das Aussterben der Homosexualität verhindert hat. :freakteach:
Aber mal ernsthaft: Als ich heute den Beitrag im Radio hörte, fragte ich mich, wie sich denn wohl Homosexualität unter Frauen auf die Nachwuchsrate auswirkte. Haben in deren Umfeld die Onkel und Brüder mehr Nachkommen? :hmm:

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Jeden Tag betrunken ist auch ein geregeltes Leben.


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