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 Betreff des Beitrags: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 03 Jul 2015 07:07 
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Sie können es nicht lassen - den Titeln diesen gewissen "sensationellen Touch" zu geben - weil das Thema zu öde ist ? Oder weil es sonst keiner zur Kenntnis nimmt ? Nun ja :


Mit „Big Data“- Medizin gegen Krebs Pille per Mausklick Von Adelheid Müller-Lissner

Computerprogramme sollen Informationen über den Patienten und mögliche Wirkstoffe verknüpfen und den Arzt bei der Therapieentscheidung unterstützen.

Es ist ein modisches Schlagwort, „Big Data“, das heute vielen Menschen Angst macht. Die Möglichkeiten zum Erheben, Speichern und Verknüpfen von digitalen Daten wachsen und erlauben Rückschlüsse über den Gesundheitszustand von Bürgern. Dem Deutschen Ethikrat war der rasche Zuwachs solcher Informationen kürzlich eine eigene Jahrestagung wert. Datenschützer warnten davor, dass etwa Versicherungen und Arbeitgeber sie zu Ungunsten der betreffenden Person verwenden könnten.

Zugleich wurde aber auch deutlich: Für Menschen, die eine schwer zu behandelnde Krankheit haben, könnten die Daten lebensrettend sein – wenn Ärzte das gesamte verfügbare Wissen der Menschheit zu ihrem konkreten Problem mobilisieren können, um ihnen optimal helfen zu können.

Daten effektiver vernetzen

Die so gewonnenen Daten, aber auch Informationen über Therapieentscheidungen und Erfolg der Behandlung von rund 40 Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren, sind inzwischen im System gespeichert. Das sind noch nicht viele, aber über die wenigen gibt es dafür umfassende Informationen. Klassische Großdatensammlungen sind in der Medizin bisher die bevölkerungsbezogenen Studien. „Die Epidemiologie liefert immer Big Data“, sagt der Arzt und Public-Health-Experte Reinhard Busse von der Technischen Universität Berlin. In den neuen Technologien sieht er die Chance, sie noch effektiver zu vernetzen.

Dem Ziel, verfügbares Wissen zusammenzuführen, dienen prinzipiell auch Krebsregister und Krebsberichte. Sie sind wertvoll, „doch sie hinken Jahre hinterher“, gibt Schapranow zu bedenken. In die „Real Time“-Datenbank des HPI werden zudem fortlaufend alle verfügbaren wissenschaftlichen Publikationen zum Thema aufgenommen.

Auch wenn das mathematische Modell, das anschließend zur Bewertung der Daten eingesetzt wird, kaum jemals eine hundertprozentige Übereinstimmung mit früheren Patienten ergibt, kann es einen großen Beitrag zur Sicherheit der Prognose liefern: Es gibt den Ärzten im Idealfall mehr Rückhalt bei ihrer Entscheidung für ein bestimmtes Medikament.

Drei von vier Chemotherapien wirken nicht

Zwar kann auch der „Drug Response Analyzer“ keine Sicherheit, sondern nur eine verbesserte Wahrscheinlichkeit für den Erfolg geben. Der jedoch ist bitter nötig: Im Jahr 2012 bilanzierte die Amerikanische Krebsgesellschaft, dass drei von vier Chemotherapien bei Krebs nicht wie erwartet wirken.


Sollte zur Kenntnis genommen werden ! Die Frage wird sein, wer hat vollen Zugang zu den Daten - anonymisiert selbstverständlich - sind die Ergebnisse frei zu erlangen ? - wer stellt sicher, wenn schon Erkenntnisse, dann "öffentliche Erkenntnisse" ? Das drei von vier Chemotherapien ohne nutzen, aber vermutlich und wie üblich sündhaft teuer sind, geht die "Finanziers - uns" durchaus etwas an. Sicher sehr viele sind völlig überfordert mit dem notwendigen Hintergrundwissen - viele haben es allerdings oder, wenn sie schön fleißig sind können sie sich soweit heranarbeiten, um berechtigte Forderungen "formulieren" zu können.

Leider sind viele nur sehr oberflächlich interessiert und lassen sich gern von selbsternannten "Experten" in nahezu jede beliebige Richtung mitnehmen. Die hiesige "Datenlage" ist wenig repräsentativ, aber erschreckend genug um das Schlimmste zu befürchten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 03 Jul 2015 08:50 
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immernoch_ratlos hat geschrieben:

........., wer hat vollen Zugang zu den Daten - anonymisiert selbstverständlich - ..........


Wieso klappt es in Österreich und Tschechien?

Als bei mir ein griechischer Laborant zufällig Aktinomykose festgestellt hat, wußten weder deutsche Ärzte, Zahnärzte, noch www.....de was ist das. Aber auf den Seiten .at und .cz wurde ich fündig und konnte noch rechtzeitig mit der Heilung anfangen, bevor ich alle Zähne verloren hatte.

Ich weiss es: Wegen zu komplizierten Föderalismus legte man die seltene Krankenheiten in private Hände, sprich Institute.


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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 03 Jul 2015 09:52 
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Die Pharmaunternehmen können nur Geld mit Kranken verdienen - mit Gesunden nicht

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 03 Jul 2015 09:57 
Quijota hat geschrieben:
Die Pharmaunternehmen können nur Geld mit Kranken verdienen - mit Gesunden nicht

:freakteach:
Ein guter Anfang wäre demnach, sämtliche Mediziner abzuschaffen. Die sind es schließlich, die in völliger Verantwortungslosigkeit die Heilmittel der Pharmaunternehmen verordnen ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 03 Jul 2015 10:19 
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Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
Ich schrieb von der Pharmaindustrie und nicht von den Medizinern, aber wenn du so willst: Es gibt wesentlich mehr Medikamente als nötig und bei vielen Krankheiten kommt man auch mit Naturheilmitteln hin - ganz ohne Pharmaindustrie.
In vielen Fällen spielt die Pharmaindustrie miese Spielchen
http://www.trend.at/articles/0839/580/2 ... en-profite

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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 03 Jul 2015 11:24 
Quijota hat geschrieben:
Ich schrieb von der Pharmaindustrie und nicht von den Medizinern, ...

... und ich verwies mit Blick auf Deine süffisante Bemerkung in Richtung Pharmaindustrie
Quijota hat geschrieben:
Die Pharmaunternehmen können nur Geld mit Kranken verdienen - mit Gesunden nicht

auf die systembedingte Verknüpfung dieser beiden Gruppen - DAS GILT NÄMLICH EBENSO FÜR MEDIZINER (meinetwegen auch Heiler oder Kräuterhexen, falls Du im Bedarfsfall solche "Koniferen" bevorzugt konsultieren solltest). :o

Durch meinen "Vorschlag" wäre jedenfalls sichergestellt, dass NIEMAND mehr mit Kranken Geld verdient! :freakteach:


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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 03 Jul 2015 11:53 
Quijota hat geschrieben:
Die Pharmaunternehmen können nur Geld mit Kranken verdienen - mit Gesunden nicht


Deswegen wurden vor tausenden von Jahren auch die ersten Pharmafirmen gegründet, um die Menschen endlich von ihrem gesunden Leben zu befreien und dafür zu sorgen, dass sie mittlerweile fast 80 Jahre werde, damit sie endlich auch so lange gemolken werden können und nicht schon im gesunden Alter von 35 versterben und als Kunden ausfallen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 03 Jul 2015 16:02 
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Kritikaster hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Ich schrieb von der Pharmaindustrie und nicht von den Medizinern, ...

... und ich verwies mit Blick auf Deine süffisante Bemerkung in Richtung Pharmaindustrie
Quijota hat geschrieben:
Die Pharmaunternehmen können nur Geld mit Kranken verdienen - mit Gesunden nicht

auf die systembedingte Verknüpfung dieser beiden Gruppen - DAS GILT NÄMLICH EBENSO FÜR MEDIZINER (meinetwegen auch Heiler oder Kräuterhexen, falls Du im Bedarfsfall solche "Koniferen" bevorzugt konsultieren solltest). :o

Durch meinen "Vorschlag" wäre jedenfalls sichergestellt, dass NIEMAND mehr mit Kranken Geld verdient! :freakteach:

Stimmt - und auch das Problem der Überbevölkerung würde kleiner :mrgreen:

Nee, im Ernst: Wenn du den verlinkten Artikel gelesen hast, weisst du, was ich meinte, und ja: In D bekommen Ärzte in Kliniken, die zu einem Konzern gehören teilweise OP-Prämien, d.h., sie bekommen Prämien dafür, dass sie Patienten zu einer (nicht unbedingt notwendigen) OP überredet haben

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 Betreff des Beitrags: Re: Big Data im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 03 Jul 2015 16:31 
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Quijota hat geschrieben:
Die Pharmaunternehmen können nur Geld mit Kranken verdienen - mit Gesunden nicht
Welch Erkenntnis - Respekt :pray: :anbet: :pray: wie bis Du nur darauf gekommen ?



Damit Du und der Rest der Welt erkennen kann - auch bei mir funktionieren noch einige Gehirnzellen :

Die Lebensmittelindustrie und alle Schaffenden dieser Branche können nur Geld mit Hungrigen verdienen - mit Satten nicht...

Die "Buchindustrie" können nur Geld mit Lesern verdienen - mit Analphabeten eher nicht...

Die Schirmindustrie können nur Geld bei Regen verdienen - bei Trockenheit nicht....

Die Sexindustrie können nur Geld mit unbeweibsten / unbemannten verdienen - mit dem Gegenteil auch (Ausnahmen beträtigen die Regel)...


:trommel: Noch ne Ausnahme - Wein, Bier, Schnaps usw. wird auch dann nachgefragt, wenn niemand so richtig durstig ist - beim Lesen mancher Beiträge fällt schwer sich für das eine oder das andere zu entscheiden - besser alles - viel hilft da viel ...

Trotz der recht hohen Temperaturen dürfte die Botschaft angekommen sein. Wo ein Mangel herrscht, können Geschäfte gemacht werden - jedenfalls, wenn die "andere Seite" das jeweils Gewünschte bereit hält.

Was die Menschen angeht - schon die frühe "Pharmaindustrie" wusste wie man die Bedürfnisse wecken und befriedigen kann - hier herrschte ein reges Geben und Nehmen. Heute wird immer noch genau dies getan. In "etwas größerem Maßstab" doch in völliger Symbiose - alle sind glücklich - Alle ?

Sicher nicht, einige müssen überall herummeckern tss tss tss.…


Nachtrag :
Quijota hat geschrieben:
Stimmt - und auch das Problem der Überbevölkerung würde kleiner :mrgreen:


Stimmt nicht - allenfalls sehr begrenzt - wer das reproduktive Alter erreicht und sich gleich reproduziert, ist Teil des Überbevölkerungsmechanismus - nur wer beides nicht erreicht, bleibt "neutral". Obwohl Dich der Umstand irgendwie zu erfreuen scheint - warum sonst "mrgreen" - gehe ich davon aus, Du findest dann letztendlich die Erzeugnisse der Pharmaindustrie nicht so ganz unnütz .... :?

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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 03 Jul 2015 16:37 
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Unsere Gesundheitssystem ist nur 100 Jahre alt und sein Ende ist absehbar.
Das chinesische, wo der Mandarin nur für die Gesunden seinen Medicus bezahlte, überdauerte 1000 Jahren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 03 Jul 2015 16:44 
Dupor hat geschrieben:
Unsere Gesundheitssystem ist nur 100 Jahre alt und sein Ende ist absehbar.


Ja, wahrscheinlich weil man die Menschen mittels moderner Lebensmittelproduktion und Medizin so gesund gemacht hat, dass alle über 80 Jahre alt werden ... :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 03 Jul 2015 18:21 
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Dupor - das ist nur der positive Teil - das die chinesischen Doktoren bei der Suche nach dem ultimativen Elixier, auch mit Quecksilber am Kaiser herum experimentiert haben - der war danach alsbald mausetot - und das "gewöhnliche Volk" konnte sich gleich gar keine Doktoren leisten, hast Du dabei leider auch vergessen... :suspekt:

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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 04 Jul 2015 10:06 
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Fazer hat geschrieben:
Dupor hat geschrieben:
Unsere Gesundheitssystem ist nur 100 Jahre alt und sein Ende ist absehbar.


Ja, wahrscheinlich weil man die Menschen mittels moderner Lebensmittelproduktion und Medizin so gesund gemacht hat, dass alle über 80 Jahre alt werden ... :lol:


Ich habe es anders gelernt. Es war die Hygiene und Erfindung von Seife, die wesentlich zu Lebensverlängerung beigetragen hat. Die "moderne Lebensmittelproduktion" ist wegen den vielen schädlichen Chemikalien eher kontraproduktiv, siehe "moderne Krankenheiten", wie Diabetes und Alergien.


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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 04 Jul 2015 10:09 
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immernoch_ratlos hat geschrieben:
Dupor - das ist nur der positive Teil - das die chinesischen Doktoren bei der Suche nach dem ultimativen Elixier, auch mit Quecksilber am Kaiser herum experimentiert haben - der war danach alsbald mausetot - und das "gewöhnliche Volk" konnte sich gleich gar keine Doktoren leisten, hast Du dabei leider auch vergessen... :suspekt:


Zu dieser Zeit wurde auch in Europa mit "Elixieren" experimentiert. Das System, das ich erwähnte, erfasste nicht die ganze heutige China, sondern die Gesundheitsversorgung wurde den lokalen Fürsten/Mandarinen überlassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 04 Jul 2015 19:30 
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WIKI Seife hat geschrieben:
Geschichte der Seife

Erste Hinweise auf Seifenherstellung finden sich bei den Sumerern. Sie erkannten, dass Pflanzenasche vermengt mit Ölen besondere Eigenschaften hat, und schufen die Basis einer Seifenrezeptur. Man vermutet, dass sie den reinigenden Effekt des alkalischen Gemisches übersahen und sie als Heilmittel für Verletzungen verwendeten. Ägypter und Griechen übernahmen die Anleitung zur chemischen Herstellung, wobei die reinigende Wirkung der Seife erst von den Römern festgestellt wurde.

Im Alten Testament bei Jesaja wurde der Gebrauch von seifenähnlichen Produkten aus Fetten und Kaliumsalzen erwähnt. Plinius beschrieb eine altertümliche Seife aus Ziegentalg und Holzasche und dass bei den Germanen eine weiche Seifenart im Gebrauch sei. Galen fand bei den Galliern einen häufigen Gebrauch von seifenähnlichen Stoffen.

Im Mittleren Osten wurde im 7. Jahrhundert erstmals Öl und Lauge miteinander verkocht und somit die Seife in ihrer heute bekannten Form geschaffen. Mit den Erorberungen der Araber breitete sich dieses Wissen rasch auch nach Europa aus. Frankreich und Spanien gehörten später zu den Zentren der Seifenherstellung weltweit.

Im Mittelalter war der Besuch des Badehauses sehr beliebt und die Körperreinigung war besser als gemeinhin angenommen. Erst der Ausbruch von Pest und Cholera führte dazu, dass das Waschen mit Wasser eingestellt wurde. Da die Übertragungswege unbekannt waren, war man der Meinung, das Badewasser öffne den Körper für die Erreger. Dass es an den dreckigen Straßen und Rinnsalen vor den Häusern sowie den Ratten lag, erkannte man nicht. Die Trockenreinigung fand ihre Anwendung. Krankheitserreger, sowie Läuse und Flöhe als Überträger, konnten sich ungehindert ausbreiten. Bis ins 17. Jahrhundert vertraten Ärzte in Europa die Meinung, dass Wasser und Luft dem Körper schade. Kleidung diente als Schutz vor diesen schädlichen Elementen. Auch das Einpudern erfüllte den Zweck, den Körper nach außen hin abzuschließen. Unterwäsche saugte den Körperschweiß auf; man dachte, dass der Körper so gereinigt würde.


Das mit Pest und Cholera stimmt leider nicht es ging um Syphilis - Wasser an den Körper galt als lebensgefährlich - das ist bei einigen Kandidaten auch heute noch so ....mpfff

:trommel: Ach ja, wenn wir gerade bei den Sumerern sind, die haben auch die Kredite auf künftige Ernten eingeführt - nicht weil sie bitterböse Kapitalistenschweine waren - nein weil so die Enten vorfinanziert werden konnten - ein sehr sinnvolle Maßnahme...

Alles schon lange bekannt - selbst das man sich waschen kann - wurde erkannt, aber auch verkannt...

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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 06 Jul 2015 13:52 
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Registriert: 07 Feb 2011 19:13
Beiträge: 1539
Erst die Erfindung von Elektrolyse (von Salz) ermöglichte industrielle Produktion von Natron und Seife in den Mengen, dass es sich auch jeder kaufen konnte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Big Dat im Dienst der Medizin
BeitragVerfasst: 07 Jul 2015 16:06 
Dupor hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Dupor hat geschrieben:
Unsere Gesundheitssystem ist nur 100 Jahre alt und sein Ende ist absehbar.


Ja, wahrscheinlich weil man die Menschen mittels moderner Lebensmittelproduktion und Medizin so gesund gemacht hat, dass alle über 80 Jahre alt werden ... :lol:


Ich habe es anders gelernt. Es war die Hygiene und Erfindung von Seife, die wesentlich zu Lebensverlängerung beigetragen hat. Die "moderne Lebensmittelproduktion" ist wegen den vielen schädlichen Chemikalien eher kontraproduktiv, siehe "moderne Krankenheiten", wie Diabetes und Alergien.


Das ist Unsinn. Diabetes wird wenn dann durch falsche Ernährung gefördert. Und die Belastung von Lebensmitteln z.B. mit Pflanzenschutzmitteln hat immer mehr abgenommen. Menge und Qualität von Lebensmitteln plus sehr gute medizinische Versorgung hat zu einer Lebenserwartung von über 80 Jahren geführt, und es ist noch kein Ende absehbar.


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