Neues Freigeister Forum

Diskussionen zum Weltgeschehen
Aktuelle Zeit: 17 Dez 2017 18:45

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 84 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: mindestlohn
BeitragVerfasst: 02 Jan 2015 20:46 
Offline
Site Admin
Benutzeravatar

Registriert: 30 Jan 2011 19:37
Beiträge: 11055
Wohnort: badisch sibirien
nu isser ja da, der mindestlohn von 8,50€ fast alle, bis auf die ausnahmen.

ich will aber gar nicht über die ausnahmen reden, sondern über die folgen für nürnberg, von wo ALGII kommt.
nehmen wir mal eine/n alleinstehende/n arbeitnehmer, vollzeit mit rund 160 stunden im monat. das wären brutto 1360€.
damit liegt der mensch kurz über 1.000 flocken netto. wird das ein anreiz sein, tatsächlich einen vollzeitjob anzunehmen? (zumal bei langzeitarbeitslosen ja noch ein halbes jahr übergangszeit ist.)
setzen wir dagegen: algII 399€ und noch ca. 350€ miete und heizung. nimmt der mensch sich jetzt für zwanzig stunden im monat einen mini-job, bekommt 8,50 die stunde, bekommt er noch 165€ dazu. das sind rund 915€ für 5 stunden arbeit in der woche, satt vollzeit und ca. 100 flocken im monat mehr.....

_________________
I'm tapping in the dusternis

Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 02 Jan 2015 20:59 
Offline
Site Admin

Registriert: 25 Jan 2011 12:14
Beiträge: 1853
In Einzelhandel, wo ja bekanntlich besonders viele Minijobber arbeiten, haben viele Leute neue Arbeitsverträge bekommen. Ihre Stunden werden gesenkt, sie dürfen nicht mehr als 408 € verdienen, sonst müssen volle Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden (bisher pauschal wenigstens ein bisschen, jetzt gar nichts mehr) und außerdem müssen sie 2,- € Lohnsteuer bezahlen. Ich weiß jetzt nicht, wie das zustande kommt, aber meine Tochter war ziemlich perplex, als sie für ihre Aushilfen lauter solche neuen Verträge bekam. Sie sagt, mit gutem Gewissen kann sie ihren Leuten die Annahme dieser Verträge nicht empfehlen. Sie will sich noch bei Ver.di schlau machen, ob das so i.O. ist. Dennoch ist es irgendwie schon seltsam.

Zenzi

_________________
Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 02 Jan 2015 21:07 
Offline
Site Admin
Benutzeravatar

Registriert: 30 Jan 2011 19:37
Beiträge: 11055
Wohnort: badisch sibirien
zenzi2 hat geschrieben:
In Einzelhandel, wo ja bekanntlich besonders viele Minijobber arbeiten, haben viele Leute neue Arbeitsverträge bekommen. Ihre Stunden werden gesenkt, sie dürfen nicht mehr als 408 € verdienen, sonst müssen volle Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden (bisher pauschal wenigstens ein bisschen, jetzt gar nichts mehr) und außerdem müssen sie 2,- € Lohnsteuer bezahlen. Ich weiß jetzt nicht, wie das zustande kommt, aber meine Tochter war ziemlich perplex, als sie für ihre Aushilfen lauter solche neuen Verträge bekam. Sie sagt, mit gutem Gewissen kann sie ihren Leuten die Annahme dieser Verträge nicht empfehlen. Sie will sich noch bei Ver.di schlau machen, ob das so i.O. ist. Dennoch ist es irgendwie schon seltsam.

Zenzi
dass viele arbeitgeber versuchen werden, diese mindestlohn zu umgehen oder aber wenigstens ihre kosten zu senken, ist klar (wie z.b. bei restaurants, dass de angestellten pausen aufschreiben müssen, die sie überhaupt nicht nehmen/nehmen können).

mich interessiert aber trotzdem, ob dieser mindestlohn tatsächlich ein anreiz darstellt, einen vollzeit-job anzunehmen?

_________________
I'm tapping in the dusternis

Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 04 Jan 2015 00:28 
teddy hat geschrieben:
zenzi2 hat geschrieben:
In Einzelhandel, wo ja bekanntlich besonders viele Minijobber arbeiten, haben viele Leute neue Arbeitsverträge bekommen. Ihre Stunden werden gesenkt, sie dürfen nicht mehr als 408 € verdienen, sonst müssen volle Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden (bisher pauschal wenigstens ein bisschen, jetzt gar nichts mehr) und außerdem müssen sie 2,- € Lohnsteuer bezahlen. Ich weiß jetzt nicht, wie das zustande kommt, aber meine Tochter war ziemlich perplex, als sie für ihre Aushilfen lauter solche neuen Verträge bekam. Sie sagt, mit gutem Gewissen kann sie ihren Leuten die Annahme dieser Verträge nicht empfehlen. Sie will sich noch bei Ver.di schlau machen, ob das so i.O. ist. Dennoch ist es irgendwie schon seltsam.

Zenzi
dass viele arbeitgeber versuchen werden, diese mindestlohn zu umgehen oder aber wenigstens ihre kosten zu senken, ist klar (wie z.b. bei restaurants, dass de angestellten pausen aufschreiben müssen, die sie überhaupt nicht nehmen/nehmen können).

mich interessiert aber trotzdem, ob dieser mindestlohn tatsächlich ein anreiz darstellt, einen vollzeit-job anzunehmen?


Nein, der Mindestlohn ist kein Anreiz einen Vollzeit-Job anzunehmen, das ist offensichtlich.

Hartz IV hat die letzten Jahre schon de facto als Mindestlohn gewirkt, da ändert sich nicht viel. Kritisch wird es für Arbeiten, die von sehr einfacher Natur sind, und wo bisher weniger gezahlt wurde. Hier dürfte es zum Abbau von Arbeitsplätzen kommen. Anstelle dass man das Zusammenwirken von Hartz IV und Teilzeitarbeit z.B. für Leute, die eine Vollzeitarbeit nicht schaffen, bestärkt, wird man das jetzt abschaffen. Der "Kombilohn" ist ja von den linken in den letzten Jahren moralisch massiv angeschossen worden, die positiven Wirkungen, die das ganze hat werden schlicht ignoriert.

Der Mindestlohn ist insoweit schlicht überflüssig und schädlich, ebenso wie die Rente mit 63. Pseudo-soziale Errungenschaften der SPD.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 04 Jan 2015 11:39 
Offline
Site Admin

Registriert: 25 Jan 2011 12:14
Beiträge: 1853
Gabriel hat neuerdings gesagt, dass bei der Einführung von HartzIV schon ein Mindestlohn hätte eingeführt werden müssen, dann hätte es diese Auswüchse des Niedriglohnsektors nicht gegeben.
Dass HartzIV einige Mängel hatte, die nun mühsam nach und nach ausgemerzt werden müssen, ist so neu nicht. Manches aber lässt sich nicht mehr zurückdrehen.

Zenzi

_________________
Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 04 Jan 2015 19:51 
Offline
Aktivposten ;)
Benutzeravatar

Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
Was und warum laesst sich Manches nicht zurueck drehen?
Auch die derzeitige Struktur der Zeitarbeit ist untragbar und auf Ausbeutung der ANs ausgelegt.

_________________
EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 04 Jan 2015 20:00 
Offline
Site Admin
Benutzeravatar

Registriert: 30 Jan 2011 19:37
Beiträge: 11055
Wohnort: badisch sibirien
Quijota hat geschrieben:
Was und warum laesst sich Manches nicht zurueck drehen?
weil man den mindestlohn nicht rückwirkend für 10 jahre einführen kann - so wird das zenzi gemeint haben.
Quijota hat geschrieben:
Auch die derzeitige Struktur der Zeitarbeit ist untragbar und auf Ausbeutung der ANs ausgelegt.
nun ist es ja nicht so, dass zeitarbeit für AG billiger als festangestellte mitarbeiter ist.
was allerdings geändert - resp. wieder zurückreformiert - werden müsste, ist, dass zeitarbeitsfirmen leute genau für die zeiten einstellen dürfen, für die sie aufträge haben.

_________________
I'm tapping in the dusternis

Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 04 Jan 2015 21:57 
teddy hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Was und warum laesst sich Manches nicht zurueck drehen?
weil man den mindestlohn nicht rückwirkend für 10 jahre einführen kann - so wird das zenzi gemeint haben.
Quijota hat geschrieben:
Auch die derzeitige Struktur der Zeitarbeit ist untragbar und auf Ausbeutung der ANs ausgelegt.
nun ist es ja nicht so, dass zeitarbeit für AG billiger als festangestellte mitarbeiter ist.
was allerdings geändert - resp. wieder zurückreformiert - werden müsste, ist, dass zeitarbeitsfirmen leute genau für die zeiten einstellen dürfen, für die sie aufträge haben.


Die Regelungen zur Zeitarbeit waren und sind ein Ausgleich für den rigorosen Kündigungsschutz in Deutschland. Kein Unternehmen stellt im Aufschwung Leute für Spitzenbedarf ein, wenn es diese Leute nicht auch wieder loswerden kann. Das ist in D aber schwer genug, und daher wählt man eben Befristungen und Zeitarbeit. Was in den meisten Fällen die Firmen nicht günstiger kommt, aber eben flexibler ist.

WEnn man 2005 gleich auch einen Mindestlohn eingeführt hätte, wären die Erfolge der Agenda 2010 gleich wieder zunichte gemacht worden. Es ist schlicht Fakt, dass es Menschen gibt, die aus was für Gründen auch immer keine besondere Arbeitsleistung erbringen können - oft genug sind das allerdings Menschen, die es nicht für nötig gehalten haben, eine Ausbildung zu beenden. Die bekommen demnächst dann eine Stundenlohn auf dem Niveau einiger Ausbildungsberufe - das ist ja mal eine erfolgreiche Belohnung von Bildung, wie gerade die linken Parteien sie immer wieder herausstellen wollen. Der "Kombilohn" ist nicht das böse Übel, als das es die linken Parteien in den letzten Jahren dargestellt haben, sondern eine sinnvolle Regelung.

Der Mindestlohn führt übrigens schon jetzt zu Arbeitsplatzverlusten. Beispiele aus der Rheinischen Post vom 15.12.: Krankenhaus hat allen volläjrigen Jahrespakrikanten gekündigt. Keine alternative Beschäftigung wurde in Aussicht gestellt. Reinigungsbetriebe haben Mitarbeiter gekündigt. Pflegeunternehmen erhöhen für ihre Kunden, in der Regel Angehörige älterer Menschen, die Tagessätze. Usw. Usw.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 04 Jan 2015 22:02 
Offline
Site Admin
Benutzeravatar

Registriert: 30 Jan 2011 19:37
Beiträge: 11055
Wohnort: badisch sibirien
Fazer hat geschrieben:
teddy hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Was und warum laesst sich Manches nicht zurueck drehen?
weil man den mindestlohn nicht rückwirkend für 10 jahre einführen kann - so wird das zenzi gemeint haben.
Quijota hat geschrieben:
Auch die derzeitige Struktur der Zeitarbeit ist untragbar und auf Ausbeutung der ANs ausgelegt.
nun ist es ja nicht so, dass zeitarbeit für AG billiger als festangestellte mitarbeiter ist.
was allerdings geändert - resp. wieder zurückreformiert - werden müsste, ist, dass zeitarbeitsfirmen leute genau für die zeiten einstellen dürfen, für die sie aufträge haben.


Die Regelungen zur Zeitarbeit waren und sind ein Ausgleich für den rigorosen Kündigungsschutz in Deutschland. Kein Unternehmen stellt im Aufschwung Leute für Spitzenbedarf ein, wenn es diese Leute nicht auch wieder loswerden kann. Das ist in D aber schwer genug, und daher wählt man eben Befristungen und Zeitarbeit. Was in den meisten Fällen die Firmen nicht günstiger kommt, aber eben flexibler ist.

das ist aber völliger schwachfug:
1. es gibt am anfang einer beschäftigung meist eh' nur befristete verträge.
2. dann gibt es probezeiten von 6 monaten, in denen ohne grund sehr kurzfritsig gekündigt werden kann.
mit beiden instrumenten ist ein AG sehr flexibel und der sog. rigorose kündigungsschutz greift nicht.

_________________
I'm tapping in the dusternis

Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 09 Jan 2015 19:49 
Offline
Aktivposten ;)
Benutzeravatar

Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
teddy hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
teddy hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Was und warum laesst sich Manches nicht zurueck drehen?
weil man den mindestlohn nicht rückwirkend für 10 jahre einführen kann - so wird das zenzi gemeint haben.
Quijota hat geschrieben:
Auch die derzeitige Struktur der Zeitarbeit ist untragbar und auf Ausbeutung der ANs ausgelegt.
nun ist es ja nicht so, dass zeitarbeit für AG billiger als festangestellte mitarbeiter ist.
was allerdings geändert - resp. wieder zurückreformiert - werden müsste, ist, dass zeitarbeitsfirmen leute genau für die zeiten einstellen dürfen, für die sie aufträge haben.


Die Regelungen zur Zeitarbeit waren und sind ein Ausgleich für den rigorosen Kündigungsschutz in Deutschland. Kein Unternehmen stellt im Aufschwung Leute für Spitzenbedarf ein, wenn es diese Leute nicht auch wieder loswerden kann. Das ist in D aber schwer genug, und daher wählt man eben Befristungen und Zeitarbeit. Was in den meisten Fällen die Firmen nicht günstiger kommt, aber eben flexibler ist.

das ist aber völliger schwachfug:
1. es gibt am anfang einer beschäftigung meist eh' nur befristete verträge.
2. dann gibt es probezeiten von 6 monaten, in denen ohne grund sehr kurzfritsig gekündigt werden kann.
mit beiden instrumenten ist ein AG sehr flexibel und der sog. rigorose kündigungsschutz greift nicht.

Wenn das so waere, wie du schreibst, Teddy, dann wuerde es wenig Sinn machen, wenn Firmen wie z.B. Mercedes oder ehemals Schlecker eigene Zeitarbeitsfirmen gruenden. In meinen Augen sind diese Firmen heutzutage dazu da, ANs und Zeitarbeiter gegeneinander auszuspielen. Dabei bleiben die Zeitarbeiter finanziell und psychisch auf der Strecke, weil sie keinerlei Planungssicherheit haben.
Ich habe seinerzeit sehr gerne Zeitarbeit gemacht, weil es interessant war, man viel herumkam und bei der Zeitarbeitsfirma fest angstellt war. Heute wuerde ich das unter den derzeitigen Bedingungen nicht mehr machen wollen

_________________
EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 10 Apr 2015 16:34 
Offline
Site Admin

Registriert: 25 Jan 2011 12:14
Beiträge: 1853
Zum Thema Mindestlohn, den es heute 100 Tage lang gibt, ist vorab ja viel geunkt worden. Scheinbar haben sich die meisten Schreckensszenarien aber bisher nicht bewahrheitet. Es gibt kaum Jobverluste, allerdings zeichnet sich ab, dass viele Minijobs in reguläre Teilzeitjobs umgewandelt werden, was ich eher positiv finde. Beim Minijob wird ja die Stundenzahl reduziert wegen des Mindestlohns. Wenn man also die Höchstlohngrenze beim Minijob nicht erhöht und die Anzahl der Arbeitsstunden nicht reduziert werden kann, dann bleibt nichts anderes übrig, als den Job als regulären Teilzeitjob umzustellen. Ist für den Minijobber vielleicht zunächst unattraktiv, denn nun werden ihm Sozialversicherungsbeiträge abverlangt, die er vorher nicht bezahlen musste. Dennoch ist es letztendlich von Vorteil, wenn Beiträge in die Sozialkassen bezahlt werden, wg. Rentenansprüchen z.B. Die Arbeitgeber müssen nun ebenfalls die Arbeitgeberanteile voll bezahlen, was ihnen sicher nicht so gut gefällt.
Worüber die Arbeitgeber aber am meisten meckern, sind die Zeitprotokolle. Auch das finde ich nicht unbedingt schlecht. Wer allerdings bisher seine AN gerne unbezahlte Überstunden hat machen lassen, ist nun gelackmeiert. Aber getrickst wird hier bestimmt noch immer, nur jetzt kommt dann und wann eine Kontrolle vom Zoll.

Und hier noch was speziell für unseren Fazer. Der sagt ja immer, dass schlecht bezahlte Jobs nur ungelernte (?grenzdebile?) Leute machen. Die 20 schlechtbezahltesten Jobs, die am Ende dieses Artikels http://www.t-online.de/wirtschaft/jobs/loehne-gehaelter/id_73572506/100-tage-mindestlohn-in-deutschland-die-20-schlechtbezahltesten-jobs.html aufgerufen werden können, sind allesamt Ausbildungsberufe, vielleicht mit Ausnahme der Küchenhelfer und der Callcenter-Leute. Vor allem die Handwerksberufe, die früher durchaus begehrt waren, sind heute fast eine Garantie für ein Leben am unteren Drittel der Gesellschaft. Wundert es da, dass kaum mehr einer eine Ausbildung in diesen Berufen machen will?

Zenzi

_________________
Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 19 Mai 2015 10:59 
zenzi2 hat geschrieben:
Und hier noch was speziell für unseren Fazer. Der sagt ja immer, dass schlecht bezahlte Jobs nur ungelernte (?grenzdebile?) Leute machen.


Deine Methode, anderen, dir missliebigen Foristen hier Sachen zu unterstellen ist ja mittlerweile bekannt. Wie nennt man das noch, wenn man vorsätzlich falsches verbreitet? Beginnt mit L ...

Welche negativen Wirkungen der Mindestlohn hat, wird dabei immer mehr ersichtlich:

Zitat:
8,50 Euro als Jobkiller
Mindestlohn hat bereits 237.000 Minijobs vernichtet



Neue Daten bestätigen, was Kritiker schon lange befürchtet haben: Der Mindestlohn ist ein Jobkiller. Allein im ersten Quartal dieses Jahres hat er 237.000 Minijobs vernichtet. Doch es gibt auch gute Nachrichten.

Kritiker hatten es von Anfang an befürchtet : Seit der Einführung des Mindestlohns zu Jahresbeginn sind in Deutschland 237.000 gewerbliche Minijobs verschwunden, wie die Zeitung "Welt" unter Berufung auf den neuesten Quartalsbericht der Minijobzentrale berichtet.

Besonders betroffen ist danach Ostdeutschland: Sachsen-Anhalt und Thüringen verzeichnen in den ersten drei Monaten die stärksten Rückgänge mit 7,7 und 6,6 Prozent.

Im Bundesschnitt beträgt das Minus 3,5 Prozent - und ist damit viermal so groß wie ein Jahr zuvor. Im Vorjahresvergleich sank die Zahl der geringfügig Beschäftigten um 2,8 Prozent oder knapp 190.000 auf 6,6 Millionen.


http://www.focus.de/finanzen/news/konju ... 91612.html



Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 19 Mai 2015 11:09 
Unsere Pseudosozialministerin Nahles ignoriert dabei die Realität. Kein Wunder, wenn man nie sein Geld in der Wirtschaft verdienen musste sondern sich Zeit seines Lebens vom Steuerzahler hat aushalten lassen:

Zitat:
Andrea Nahles
Superministerin im Verleugnen der Realität

Der Mindestlohn beglückt die Arbeitnehmer und vernichtet keine Jobs - so sieht es Andrea Nahles. In Wirklichkeit verändert das Prinzip 8,50 Euro je Stunde gerade das ganze Land.
26.04.2015, von Lisa Nienhaus

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) scheint gar nicht genug davon zu bekommen. Immer wieder verkündet sie es: Der Mindestlohn hat keine Arbeitsplätze gekostet. Danach folgt meist ein freundliches Grinsen - das Gewinnergrinsen, es passt besser zu einer Ministerin als das Triumphgeheul, das man jedoch stets innerlich mithört. „Es gab Horrorszenarien von riesigen Arbeitsplatzverlusten. Das Gegenteil ist der Fall“, so hat sie es kürzlich gesagt, so sagt sie es immer wieder. Vier Monate gibt es den Mindestlohn nun in Deutschland, und die Effekte auf die Beschäftigung sind bislang tatsächlich klein, es herrscht nahezu Vollbeschäftigung, während die Deutschen den Mindestlohn weiterhin mehrheitlich gut finden.

...

In Wirklichkeit aber geht es darum, dass weite Teile der Union den Mindestlohn mitnichten für das harmlose, nichts als Glück und Gerechtigkeit bewirkende Instrument halten, als das Nahles ihn verkauft.

Minijobs gehen durch Mindestlohn zurück

Sie haben recht. Der Mindestlohn hat Auswirkungen, fast überall. Und zwar keinesfalls nur positive. In der Statistik zeigt sich bislang erst ein einziger deutlicher Effekt. Im Januar 2015 ging die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigten deutlich zurück im Vergleich zum Vorjahr. Drei Prozent weniger Menschen arbeiteten in Minijobs, während ansonsten die Beschäftigung weiter wuchs. Mehr als 200 000 Menschen verloren demnach ihren Minijob. Dass dies mit dem Mindestlohn zusammenhängt, ist sicher.

...

Zum Beispiel die Sache mit den Praktika. „Das Thema Praktikanten ist ein Hammer“, sagt Carsten Linnemann, der 37 Jahre alte Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union. „Man wollte die Generation Praktikum abschaffen, aber man ist weit übers Ziel hinausgeschossen.“ Man - das heißt bei Linnemann natürlich: Andrea Nahles. Er schimpft: „Ich kenne zahlreiche Firmen, die jetzt überhaupt keine freiwilligen Praktikanten mehr beschäftigen. Das ist ihnen schlicht zu heikel oder zu teuer.“

..

Das führt zu absurden Problemen. So etwa für den 24 Jahre alten BWL-Studenten, der nach einem ersten dreimonatigen Praktikum im Controlling eines deutschen Mittelständlers gerne wiederkommen wollte. Er hatte das Angebot, noch eine andere Abteilung, das Marketing, kennenzulernen. Doch das wurde schnell wieder zurückgezogen. Geht nicht, hieß es dort plötzlich, denn von nun an müsse man ihm Mindestlohn bezahlen. Zu teuer.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/a ... ageIndex_2



Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 20 Mai 2015 10:06 
Offline
Aktivposten ;)

Registriert: 07 Feb 2011 19:13
Beiträge: 1539
8,50 für Knochenarbeit ist zu wenig und für Nichtstun zu viel.
Um das wichtigste Instrument der Ökonomie "Gleichgewicht der Angebot und Nachfrage" zu pflegen, muss man die Löhne kennen. Bei Beibehaltung der existenzialistischen Dogma ist es unmöglich.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 20 Mai 2015 11:22 
Dupor hat geschrieben:
8,50 für Knochenarbeit ist zu wenig und für Nichtstun zu viel.
Um das wichtigste Instrument der Ökonomie "Gleichgewicht der Angebot und Nachfrage" zu pflegen, muss man die Löhne kennen. Bei Beibehaltung der existenzialistischen Dogma ist es unmöglich.


Echte "Knochenarbeit" wird doch in Deutschland schon lange weitaus besser bezahlt, z.B. in den Bergwerken.

Löhne sind im übrigen im wesentlichen bekannt, es gibt entsprechende Übersichten in jeder Zeitung oder in Magazinen, viele Löhne sind auch tariflich vorgegeben.. Insoweit ist mir nicht klar, inwieweit es Probleme mit "Angebot und Nachfrage" geben sollte.

Was du mit existenzialistischem Dogma meinst, und welche Auswirkung das haben soll verstehe ich nicht.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 20 Mai 2015 15:29 
Offline
Aktivposten ;)

Registriert: 07 Feb 2011 19:13
Beiträge: 1539
Fazer hat geschrieben:
.........

Was du mit existenzialistischem Dogma meinst, und welche Auswirkung das haben soll verstehe ich nicht.


In D steht an jedem Lohnbescheid "geheim", oder "nur für Empänger" oder ähnliches. Das der Kollege, der die selbe Arbeit verrichtet mehr verdient, kann man nur an seinen Klamotten und Schlitten erkennen.

Existenzialistische Dogma wurde installiert um Neid zu bekämpfen - Kirkgaard: Man ist so lange glücklich, bis man erkennt, dass Andere glücklicher sind.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 20 Mai 2015 17:14 
Offline
Site Admin
Benutzeravatar

Registriert: 30 Jan 2011 19:37
Beiträge: 11055
Wohnort: badisch sibirien
Dupor hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
.........

Was du mit existenzialistischem Dogma meinst, und welche Auswirkung das haben soll verstehe ich nicht.


In D steht an jedem Lohnbescheid "geheim", oder "nur für Empänger" oder ähnliches.
wäre mir neu, und ich habe sämtliche gehaltsbescheinigungen der firma monatlich in der hand, ja ich erstelle sie sogar - da steht nix von geheim.
Dupor hat geschrieben:
Das der Kollege, der die selbe Arbeit verrichtet mehr verdient, kann man nur an seinen Klamotten und Schlitten erkennen.
wenn mehrheitlich etwas anderes gewünscht würde, würde das sicherlich auch eingeführt. es scheint aber in D dafür keine tradition zu geben.

Dupor hat geschrieben:
Existenzialistische Dogma wurde installiert um Neid zu bekämpfen - Kirkgaard: Man ist so lange glücklich, bis man erkennt, dass Andere glücklicher sind.
hmm, mir geht das nicht so - aber so ist es ja immer mit pauschalen aussagen, man findet immer ausnahmen.

_________________
I'm tapping in the dusternis

Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 20 Mai 2015 18:14 
Offline
Aktivposten ;)
Benutzeravatar

Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
Fakt ist, dass in vielen Arbeitsverträgen eine Stillschweigevereinbarung steht, dass über das Gehalt nicht gesprochen werden darf

_________________
EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 20 Mai 2015 18:22 
Offline
Site Admin
Benutzeravatar

Registriert: 30 Jan 2011 19:37
Beiträge: 11055
Wohnort: badisch sibirien
Quijota hat geschrieben:
Fakt ist, dass in vielen Arbeitsverträgen eine Stillschweigevereinbarung steht, dass über das Gehalt nicht gesprochen werden darf
woher nimmst du dein wissen?
ich mache auch unsere arbeitsverträge, da steht nix davon.

_________________
I'm tapping in the dusternis

Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 20 Mai 2015 18:35 
Offline
Aktivposten ;)
Benutzeravatar

Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
Ich habe auch nicht behauptet, dass das in den Arbeitsverträgen steht, die DU machst!

_________________
EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 20 Mai 2015 20:04 
Offline
Aktivposten ;)

Registriert: 07 Feb 2011 19:13
Beiträge: 1539
Wo ich 25 Jahre meine Brötchen verdiente, war Gehalt/Lohn ein Tabuthema und ist es weiterhin so. Manches war höchst peinlich. Als ich eine Maschine, die direkt aus der Hannovermesse kam, bedienen fing. Kamen Delegationen aus der ganzen Welt vorbei, aber meine Lohn wurde nicht erhöht. Deswegen stand diese Maschine bei meiner Abwesenheit still. Nach zwei Jahren haben mir Ingeniuere aus der Konstruktion vorgeworfen "ich bettele bei Meister zu wenig und habe das Arbeitsplatz kaputt.", weil dort niemand arbeiten wollte und konnte.
Als ich dem Meister (der verstand von Programmieren Bahnhofkofferklauen) sagte: "Sie tun so, als hätte niemand gewußt, wie wenig ich bekomme.", dann drohte er mir: "Diese Unterhaltung ist nicht stattgefunden. Es wäre sogar ein Grund zu Kündigung."

Teddy, ich hätte gerne bei Dir 25 Jahre geschuftet.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 20 Mai 2015 21:41 
teddy hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Fakt ist, dass in vielen Arbeitsverträgen eine Stillschweigevereinbarung steht, dass über das Gehalt nicht gesprochen werden darf
woher nimmst du dein wissen?
ich mache auch unsere arbeitsverträge, da steht nix davon.


Der Witz ist, dass das, was Dupor schildert nichts mit der Frage zu tun hat, ob man sein Gehalt geheim zu halten hat. Es hat schlicht etwas mit dem Briefgeheimnis zu tun. Einen an mich gerichteten Brief darf an sich niemand anders öffnen. Etwas anderes gilt jedoch in Unternehmen, bei denen die Assistentin oder die Vertretung natürlich Briefe in meiner Abwesenheit öffnen darf, da in der Regel angenommen wird, dass sie nicht privater Natur sind. Der Zusatz "vertraulich/persönlich" oder "nur für den Empfänger" schützt also schlicht das Briefgeheimnis!

In Bezug auf die Gehälter selbst mag es in Verträgen solche Verpflichtungen geben. Hier
http://www.zeit.de/karriere/beruf/2014- ... halt-reden
vertritt ein Arbeitsrechtsanwalt jedenfalls die Position, dass solche Klauseln in der Regel unwirksam sind.

Das mit dem Existenzialistischen Dogma von Dupor verstehe ich weiter nicht, auch wenn ich mir z.B. mal die Definition des "Existenzialismus" ansehe:

Zitat:
Eine philosophische Richtung, die das Wesen der menschlichen Existenz in den Mittelpunkt stellt: Der Mensch muss selbst aktiv werden und seinem Leben einen Sinn geben, in das er durch den Zufall seiner Geburt geraten ist.
http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/r ... ar100.html


Was hat das mit Geheimhaltung von GEhalt zu tun?

Auch ist die Frage der Geheimhaltung des Gehalts eher eine persönliche Frage. Wenn Leute nicht gerade nach Tarif bezahlt werden, wollen sie lieber, dass die anderen nicht wissen was sie verdienen. Der ARbeitnehmer kann bei guter Leistung nämlich natürlich ein besseres Gehalt herausholen. Würde das alles gleich bekannt wäre der Arbeitgeber nicht bereit, Leistung zu belohnen um Neidertum zu vermeiden. Der von linken verfolgte Ansatz, nur mit völliger Offenheit solcher Daten gehe es endlich gerecht zu führt eher zu Gleichmacherei als zu gerechter Entlohnung.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 21 Mai 2015 08:44 
Offline
Aktivposten ;)

Registriert: 07 Feb 2011 19:13
Beiträge: 1539
Ist die Regierung in Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland links? Da klickt man auf eine Adresse in Landkarte und es erscheint, wer dort wohnt und wie viel er verdient.

So wie das Motto des Kommunismus "Proletarier aller Länder vereinigt Euch" ist, so ist das Motto des Existenzialismus "Jeder ist so glücklich, bis er erfährt, dass Andere glücklicher sind."
So wie in der DDR geschrien wurde "Wir sind das real existierende Sozialismus", so wird hier "in aller Stille das Existenzialismus praktiziert."
Der ganze Ostblock ist zu Grunde gegangen, weil das höchste Prinzip der Ökonomie "Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage" mit Füßen getreten wurde.
Die immer mehr klaffende Lücke zwischen Reichen und Armen hier ist ein Beweis, dass das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nicht stimmt.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 21 Mai 2015 08:58 
Habe ich gerade heute früh, auf dem Weg zur Arbeit, mal wieder im Radio gehört und bin der Meinung, dass das auch hier irgendwie hinein passt:
Zitat:
Im Gleichnis wird das Reich Gottes mit einem Hausherrn verglichen, der am Morgen Arbeiter einstellt, damit sie seinen Weinberg bestellen. Er vereinbart mit ihnen einen Tagelohn von einem Silberstück. Der Weinbergbesitzer geht nach jeweils drei Stunden weitere drei Mal und zum Schluss nach elf Stunden letztmals auf den Marktplatz, um Arbeiter einzustellen.

Am Ende des Arbeitstages nach zwölf Stunden bezahlt er zuerst die zuletzt Eingestellten, die nur eine Stunde gearbeitet haben, ein Silberstück. Auch alle anderen erhalten diesen Lohn. Die Arbeiter, die den ganzen Tag gearbeitet haben, beschweren sich darüber beim Hausherrn. Sie fordern mehr Lohn, weil sie mehr gearbeitet haben. Der Hausherr weist die Kritik aber zurück, indem er die verärgerten Arbeiter daran erinnert, dass sie mit ihm doch zuvor über die Bezahlung eines Silberstücks übereingekommen waren und dass er zudem mit seinem Geld umgehen könne, wie es ihm beliebe.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichnis_ ... m_Weinberg


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: mindestlohn
BeitragVerfasst: 21 Mai 2015 11:11 
Offline
Aktivposten ;)
Benutzeravatar

Registriert: 01 Feb 2011 14:01
Beiträge: 7656
Wohnort: Ha Ha
Kritikaster hat geschrieben:
Habe ich gerade heute früh, auf dem Weg zur Arbeit, mal wieder im Radio gehört und bin der Meinung, dass das auch hier irgendwie hinein passt:
Zitat:
Im Gleichnis wird das Reich Gottes mit einem Hausherrn verglichen, der am Morgen Arbeiter einstellt, damit sie seinen Weinberg bestellen. Er vereinbart mit ihnen einen Tagelohn von einem Silberstück. Der Weinbergbesitzer geht nach jeweils drei Stunden weitere drei Mal und zum Schluss nach elf Stunden letztmals auf den Marktplatz, um Arbeiter einzustellen.

Am Ende des Arbeitstages nach zwölf Stunden bezahlt er zuerst die zuletzt Eingestellten, die nur eine Stunde gearbeitet haben, ein Silberstück. Auch alle anderen erhalten diesen Lohn. Die Arbeiter, die den ganzen Tag gearbeitet haben, beschweren sich darüber beim Hausherrn. Sie fordern mehr Lohn, weil sie mehr gearbeitet haben. Der Hausherr weist die Kritik aber zurück, indem er die verärgerten Arbeiter daran erinnert, dass sie mit ihm doch zuvor über die Bezahlung eines Silberstücks übereingekommen waren und dass er zudem mit seinem Geld umgehen könne, wie es ihm beliebe.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichnis_ ... m_Weinberg

Offensichtlich gehst du mit dem Verhalten des Weinbergbesitzers konform; das passt aber nicht zu deinem freudigen:

Kritikaster hat geschrieben:
Leistung scheint sich wieder zu lohnen ... :daumen:

Bild


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 84 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de