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 Betreff des Beitrags: jugendämter/pflegefamilien
BeitragVerfasst: 15 Dez 2014 22:00 
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es ist mal wieder so ein bericht, bei dem man sich fragt, was zum teufel reitet die jugendämter?
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/p ... 08615.html
wie kann man ein kind zur PFLEGE in eine familie von drogenabhängigen geben (und ja, substituierte sind immer noch drogenabhängig!).
auf der anderen seite geben die jugendämter kinder aus guten pflegefamilien zurück an furchtbare eltern.
mir fällt gerade der name des kindes nicht ein, das ca. 3-jährig von der eigenen mutter zu tode geprügelt wurde, der vater nicht eingeschritten ist und das vorher in einer pflegefamilie war.

man hört davon ja immer nur, wenn es zu spät ist, im zweifel, weil das kind tot ist.
es wäre sicherlich an der zeit, unser jugend-dingens-recht (ich weiss gar nicht, unter welche rechte das alles fällt) soweit zu reformieren, damit kindern wirklich geholfen wird.

es gibt auch gerichtsentscheidungen, bei denen bei sorgerechtsurteilen die mutter das sorgerecht bekommt, obwohl eigentlich ziemlich klar ist, dass das kind erheblich besser beim vater aufgehoben wäre.

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 Betreff des Beitrags: Re: jugendämter/pflegefamilien
BeitragVerfasst: 16 Dez 2014 08:18 
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Da kommts immer drauf an, wer den besseren Anwalt hat.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: jugendämter/pflegefamilien
BeitragVerfasst: 16 Dez 2014 14:27 
zenzi2 hat geschrieben:
Da kommts immer drauf an, wer den besseren Anwalt hat.

Zenzi


Nee ...
Da ist die Deutsche Gesellschaft ziemlich voreingenommen gegenüber den Vätern, die ja auch meist vollzeit arbeiten und das also anders organisieren müssten. Männer haben sehr schlechte Chancen, wenn sie das Sorgerecht für Kinder zugesprochen bekommen wollen.


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 Betreff des Beitrags: Re: jugendämter/pflegefamilien
BeitragVerfasst: 16 Dez 2014 22:06 
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Registriert: 30 Jan 2011 19:37
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Fazer hat geschrieben:
zenzi2 hat geschrieben:
Da kommts immer drauf an, wer den besseren Anwalt hat.

Zenzi


Nee ...
Da ist die Deutsche Gesellschaft ziemlich voreingenommen gegenüber den Vätern, die ja auch meist vollzeit arbeiten und das also anders organisieren müssten. Männer haben sehr schlechte Chancen, wenn sie das Sorgerecht für Kinder zugesprochen bekommen wollen.
das ist ja nur ein thema, das ich angesprochen hatte.

aber, wie zum teufel können drogenabhängige als pflegefamilie überhaupt in betracht kommen?

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 Betreff des Beitrags: Re: jugendämter/pflegefamilien
BeitragVerfasst: 17 Dez 2014 00:15 
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Beiträge: 1853
Könnte vielleicht sein, dass es zu wenige Familien gibt, die sich für so etwas bereit erklären und man dann nimmt, was sich bietet. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Ich hoffe, dass es bei uns so etwas nicht gibt.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: jugendämter/pflegefamilien
BeitragVerfasst: 17 Dez 2014 02:05 
teddy hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
zenzi2 hat geschrieben:
Da kommts immer drauf an, wer den besseren Anwalt hat.

Zenzi


Nee ...
Da ist die Deutsche Gesellschaft ziemlich voreingenommen gegenüber den Vätern, die ja auch meist vollzeit arbeiten und das also anders organisieren müssten. Männer haben sehr schlechte Chancen, wenn sie das Sorgerecht für Kinder zugesprochen bekommen wollen.
das ist ja nur ein thema, das ich angesprochen hatte.

aber, wie zum teufel können drogenabhängige als pflegefamilie überhaupt in betracht kommen?


Das sollte es in der Tat an sich gar nicht geben. Aber drogentests dürfen im Vorfeld sicher nicht gemacht werden, und wenn das dann gut verschleiert wird ....


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 Betreff des Beitrags: Re: jugendämter/pflegefamilien
BeitragVerfasst: 18 Dez 2014 12:59 
Fazer hat geschrieben:
teddy hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
zenzi2 hat geschrieben:
Da kommts immer drauf an, wer den besseren Anwalt hat.

Zenzi


Nee ...
Da ist die Deutsche Gesellschaft ziemlich voreingenommen gegenüber den Vätern, die ja auch meist vollzeit arbeiten und das also anders organisieren müssten. Männer haben sehr schlechte Chancen, wenn sie das Sorgerecht für Kinder zugesprochen bekommen wollen.
das ist ja nur ein thema, das ich angesprochen hatte.

aber, wie zum teufel können drogenabhängige als pflegefamilie überhaupt in betracht kommen?


Das sollte es in der Tat an sich gar nicht geben. Aber drogentests dürfen im Vorfeld sicher nicht gemacht werden, und wenn das dann gut verschleiert wird ....


Die Zahl der Fälle staatlicher Eingriffe in die Erziehung ist im letzten Jahr wieder gestiegen:

Zitat:
Zahl staatlicher Eingriffe in die Erziehung steigt

Von der Erziehungsberatung bis zur Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Heimen: Das Spektrum staatlicher „Hilfen zur Erziehung“ ist breit. Und wird immer stärker eingesetzt.

Bei mehr als einer halben Million Kindern und Jugendlichen hat der Staat 2013 in die Erziehung neu eingegriffen, weil die Eltern allein überfordert waren. 520.000 Mal wurden solche Hilfen neu gewährt, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Das waren 0,6 Prozent mehr Fälle beziehungsweise 3000 mehr Betroffene als im Jahr davor.

Die „Hilfen zur Erziehung“ genannten Maßnahmen werden dann eingeleitet, wenn die Eltern „eine dem Wohl des Kindes oder Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleisten können“, wie Destatis-Mitarbeiterin Dorothee von Wahl erklärte. Darunter fallen mehr als ein Dutzend verschiedene Angebote, von Beratungen bis hinzu gesonderter Unterbringung.

Etwas häufiger als im Vorjahr wurden junge Menschen außerhalb des Elternhauses untergebracht. 15.500 wechselten 2013 in eine andere Familie (minus 0,2 Prozent), 37.000 in ein Heim oder eine betreute Wohngemeinschaft (plus 1,7 Prozent). In Summe betraf das rund 600 Kinder und Jugendliche mehr als 2012.

Der größten Anteil an diesen Hilfen hatte mit 65 Prozent der Fälle die Erziehungsberatung: Gut 310.000 Familien bekamen sie im vergangenen Jahr neu. Das waren 0,8 Prozent mehr als 2012.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/f ... 28874.html



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 Betreff des Beitrags: Re: jugendämter/pflegefamilien
BeitragVerfasst: 18 Dez 2014 15:26 
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Stichwort: Erziehungsberatung.

Da hakt es m.E. schon mal. Erziehungsberatungsstellen sind eigentlich eine gute Sache und manche Eltern haben wohl schon mal in Krisensituationen überlegt, ob sie sich dort Hilfe suchen sollten. Problem ist, diese Erziehungsberatungsstellen sind dem Jugendamt zugeordnet. Und viele Eltern scheuen deshalb den Weg zur Erziehungsberatung, weil sie fürchten - zu recht übrigens - dass sie dadurch in dessen Akten Eingang finden und wenns irgendwann mal wirkliche Probleme geben sollte, sie quasi als Wiederholungsfall behandelt werden.
Da hilft übrigens auch kein Umzug in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland, diese Akten ziehen mit um.
Erziehungsberatungsstellen sollten von der Behörde unabhängig sein, vielleicht beim Kinderschutzbund oder ähnlichen Einrichtungen. Dann wäre die Hemmschwelle nicht so hoch.

Zenzi

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 Betreff des Beitrags: Re: jugendämter/pflegefamilien
BeitragVerfasst: 22 Dez 2014 23:52 
zenzi2 hat geschrieben:
Stichwort: Erziehungsberatung.

Da hakt es m.E. schon mal. Erziehungsberatungsstellen sind eigentlich eine gute Sache und manche Eltern haben wohl schon mal in Krisensituationen überlegt, ob sie sich dort Hilfe suchen sollten. Problem ist, diese Erziehungsberatungsstellen sind dem Jugendamt zugeordnet. Und viele Eltern scheuen deshalb den Weg zur Erziehungsberatung, weil sie fürchten - zu recht übrigens - dass sie dadurch in dessen Akten Eingang finden und wenns irgendwann mal wirkliche Probleme geben sollte, sie quasi als Wiederholungsfall behandelt werden.
Da hilft übrigens auch kein Umzug in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland, diese Akten ziehen mit um.
Erziehungsberatungsstellen sollten von der Behörde unabhängig sein, vielleicht beim Kinderschutzbund oder ähnlichen Einrichtungen. Dann wäre die Hemmschwelle nicht so hoch.

Zenzi


Tja. Und dann kommt ein Kind um, bei dem das Jugendamt die Vorgeschichte nicht kannte. Aber beim Kinderschutzbund war die Familie schon mal aufgeschlagen und als "auffällig" bekannt. Und dann wird von Politikern und der Presse gleich losgeschossen: Warum war das nicht bekannt"? Warum sind diese verschiedenen Stellen nicht vernetzt?


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 Betreff des Beitrags: Re: jugendämter/pflegefamilien
BeitragVerfasst: 23 Dez 2014 19:09 
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Beiträge: 13464
Man muss diese Stellen ja nicht zwangsvernetzen - vielleicht genuegt es, wenn einer dieser Stellen negative Vorkommnisse bekannt sind (Misshandlung, Missbrauch), die jeweils andere Stelle zu informieren. Wer allerdings nur Rat sucht (was ich als positiv empfinde), der sollte nicht gleich "ans Messer geliefert werden"

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: jugendämter/pflegefamilien
BeitragVerfasst: 14 Jan 2015 21:38 
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ich habe gerade den lebenslauf der beiden pflegeeltern von chantal, die an einer methadontablette gestorben ist, gelesen. wie, zum teufel, kann man solchen menschen ein pflegekind anvertrauen? waren die im jugendamt nur blind oder blöd oder hat es sie nicht interessiert?
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/c ... 12958.html

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