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 Betreff des Beitrags: Krankenhausmisere
BeitragVerfasst: 14 Nov 2012 00:20 
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Vielerorts werden Krankenhäuser geschlossen und/oder privatisiert - Alles ist nur noch auf Profit ausgerichtet.
Bei Kinderkrankenhäusern kommt das Problem überaus deutlich zum Vorschein: da kann es sogar vorkommen, dass die kleinen Patienten erst gar nicht behandelt - geschweige denn aufgenommen werden.
Beitrag dazu:
http://www.ardmediathek.de/das-erste/re ... d=12445056

Eine Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit ihren Schwächsten umgeht! Pfui Teufel!

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Krankenhausmisere
BeitragVerfasst: 14 Nov 2012 10:51 
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Registriert: 31 Jan 2011 08:30
Beiträge: 1338
Quijota hat geschrieben:
Vielerorts werden Krankenhäuser geschlossen und/oder privatisiert - Alles ist nur noch auf Profit ausgerichtet.
Bei Kinderkrankenhäusern kommt das Problem überaus deutlich zum Vorschein: da kann es sogar vorkommen, dass die kleinen Patienten erst gar nicht behandelt - geschweige denn aufgenommen werden.
Beitrag dazu:
http://www.ardmediathek.de/das-erste/re ... d=12445056

Eine Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit ihren Schwächsten umgeht! Pfui Teufel!


Das interessante ist, dass die Gesundheitskosten trotzdem explodieren - und dass obwohl in den Krankenhäusern zunehmend mit Billigst-Personal gearbeitet wird. Ich kenne inzwischen einige Ärzte und Krankenpfleger, die inzwischen hingeschmissen haben und ins Ausland gegangen sind. Zwar gilt der "Herr Chefarzt" immer noch als Krösus - Tatsache ist aber, dass die Bezahlung der Mediziner und des Pflegepersonals bezogen auf deren Arbeitszeiten und dem Maß der Verantwortung, die sie tragen, äußerst mies ist. Dazu kommen dann noch die diversen Dokumentations- und Auskunftspflichten; die Verwaltungsarbeit explodiert und muss neben dem normalen OP- und Behandlungsbetrieb durchgeführt werden.

Besonders krass ist es bei der Befreiung chronisch kranker von der Zuzahluungspflicht - obwohl es inzwischen keine Total-Befreiung mehr gibt. Für die Bearbeitung der Unterlagen und die Auskunft wird einem Arzt das fürstliche Honorar von ca. 5 € incl. MwSt. gezahlt. Ein Freund von mir hat mir mal vorgerechnet, dass er da auf einen Stundenlohn von weniger als 1 € brutto kommt - denn natürlich wird er sofort mit diversen Nachfragen der Verwaltungsheinis aus den Kassen konfrontiert, die diverse Dinge "nicht verstanden haben" - die Schutzbehauptungen "Das Habe Ich nicht verstanden" oder "Das haben wir ja noch nie gehört" sind sehr beliebt - oder, wie er es drastisch ausdrück: nicht verstehen wollen bzw. nicht verstehen dürfen.

Politischerseits werden gerne dann die Begriffe "Freiheit" und "Ein Mehr an Wettbewerb" ins Feld geführt. Zynisch ausgedrückt heißt das, wenn ein Mensch die Freiheit zu sterben wählt, hat der BWLler eine Kostenstelle weniger und ein Gesundheitspolitiker kann sich dann hinstellen und vor der Presse jubelnd eine Defizitsenkung verkünden. Im Grunde ist das alles wie in der DDR.

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„Wenn es ernst wird, muss man lügen.“ Jean-Claude Juncker

„Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben.“ (Christian Wulff zur Flugaffäre Johannes Raus im Jahr 2000).


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 Betreff des Beitrags: Re: Krankenhausmisere
BeitragVerfasst: 14 Nov 2012 10:58 
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Beiträge: 13464
Zitat:
Politischerseits werden gerne dann die Begriffe "Freiheit" und "Ein Mehr an Wettbewerb" ins Feld geführt. Zynisch ausgedrückt heißt das, wenn ein Mensch die Freiheit zu sterben wählt, hat der BWLler eine Kostenstelle weniger ...

na, ja - unfd notfalls gab es ja dort auch den berühmten "Wassereimer" für behinderte Neugeborene...

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 Betreff des Beitrags: Re: Krankenhausmisere
BeitragVerfasst: 30 Nov 2012 18:40 
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Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
Dass Krankenhäusern Personal fehlt, hat sich schon lange herum gesprochen, aber es gibt noch eine anders gelagerte Misere. Krankenhäuser werden geschlossen , weil sie die Haftpflichtprämien an die Versicherungen nicht mehr aufbringen können, denn die Versicherungen haben o.g. Prämien teilweise um das 3-fache erhöht.
http://mediathek.daserste.de/sendungen_ ... ser-in-not

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 Betreff des Beitrags: Re: Krankenhausmisere
BeitragVerfasst: 16 Feb 2013 11:46 
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Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
Krankenhausprivatisierung ist DER Trend in D. Jetzt soll es das Offenbacher Klinikum erwischen, und das, obwohl es ein Bürgerbegehren dagegen gibt:

Zitat:
Am 7. Februar beschloss das Stadtparlament Offenbach, das Bürgerbegehren gegen den Verkauf des Klinikums zurückzuweisen, obwohl dazu mehr als die notwendige Zahl an Unterschriften fristgerecht eingereicht worden war. Damit wird das Klinikum zum Verkauf freigegeben.

Die Stadtverordneten verhinderten durch ihre Entscheidung eine Abstimmung der Offenbacher Bevölkerung über das Schicksal ihres Klinikums. Der Forderungstext des Bürgerbegehrens sei „nicht rechtens“, so die Begründung, weil er keinen realistischen Finanzierungs-Gegenvorschlag zum Verkauf enthalte.

In der gleichen Sitzung beschloss das Stadtparlament, sich unter den Finanzschutzschirm des Landes zu begeben. Das bedeutet faktisch, dass sich die Stadt für die nächsten zehn Jahre freiwillig an Händen und Füßen fesselt: Sie muss sich zu strengster Spardisziplin verpflichten, um bis im Jahr 2022 einen ausgeglichenen Haushalt zu haben....

...Als Käufer kommt am ehesten der milliardenschwere Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum AG in Betracht. Er hat vor sechs Jahren schon die Universitätskliniken in Gießen und Marburg „geschluckt“. Es war das erste Mal, dass in Deutschland Universitätskliniken privatisiert wurden. Seither kommen diese Häuser aus den negativen Schlagzeilen nicht mehr heraus.

Nach der Privatisierung wurde dort Personal abgebaut und teilweise durch Leihfirmen ersetzt, die Arbeitsabläufe wurden verdichtet. Seither werden Patienten zuweilen nicht mehr ausreichend versorgt. Über die Marburger Augenklinik wird berichtet, dass Patienten wegen Ärztemangels bis zu sieben Stunden warten müssen. Die Transfusionsmedizin konnte im letzten Jahr wegen Personalmangels nur eingeschränkt arbeiten.

Wie ein dreiteiliger Film von Rainer Fromm im Auftrag des ZDFs zeigt, werden im Rhön-Klinikum zuweilen Tabletten falsch oder gar nicht gereicht, geschwächte Patienten werden nicht gefüttert und ihre Wunden nicht adäquat verbunden (siehe: „Der Patient als Ware“). Erst vor kurzem wurde die Wäscherei in Marburg geschlossen und dadurch weitere dreißig feste Arbeitsplätze zerstört.

Die Rhön-Klinikum AG weist in ihrem Geschäftsbericht für das Jahr 2011 einen Konzerngewinn von 161 Millionen Euro aus, sechzehn Millionen mehr als im Jahr davor. Trotzdem soll Rhön jetzt von der Landesregierung (CDU/FDP) Zuschüsse aus Steuergeldern in Millionenhöhe erhalten. Der Konzern hat einen sehr guten Draht zu nationalen und hessischen Politikern und Entscheidungsträgern. Im Aufsichtsrat sitzt zum Beispiel die Bertelsmann-Vertreterin Brigitte Mohn aus Gütersloh. Der Bertelsmann-Konzern, der Aktien in unbekannter Höhe an Rhön hält, übt Beratertätigkeiten bei der Bundes-, wie bei der hessischen Landesregierung aus.

Für Bertelsmann tätig war auch schon der Oberbürgermeister der Stadt Offenbach, Horst Schneider (SPD), ein ehemaliger Lehrer, der als Schulamtsleiter von Offenbach 2001 am „Qualitätsentwicklungsprojekt INIS“ der Bertelsmann-Stiftung mitarbeitete. Nachdem er 2005 zum OB gewählt worden war, gab er der Bertelsmann-Stiftung 2007 ein Interview, in dem er sagte: „Unser Wettbewerbsvorteil ist eine schlanke Verwaltung mit schlanken Hierarchien, die schneller als andere auf die spezifischen Wünsche von Investoren reagiert.“

Ein weiteres Mitglied im Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG ist Karl Lauterbach von der SPD-Bundestagsfraktion. Er war Berater der damaligen SPD-Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und wirkte im Rahmen der rot-grünen Bundesregierung und der darauf folgenden großen Koalition aktiv an Gesetzesänderungen zur Öffnung des lukrativen Gesundheitsmarktes mit. Seither hat sich der Anteil der privaten Klinikbetreiber in Deutschland in zwanzig Jahren verdoppelt. Klinikkonzerne wie Sana, Rhön, Helios und Asklepios teilen sich den Markt auf und erzielen hohe Gewinne.

Außerdem sitzen im Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG auch hochrangige Verdi-Funktionäre. Mit Georg Schulze-Ziehaus (Frankfurt), Joachim Lüddecke (Hannover) und Sylvia Bühler (Düsseldorf) sind das der hessische, der niedersächsische und die nordrhein-westfälische Verdi-Krankenhausexperte/in. Sie kassieren allein für ihre Aufsichtsratstätigkeit zwischen 30.000 und hunderttausend Euro jährlich.

Da wundert es nicht, dass ein kritischer Blog der Verdi-Jugend namens ‚Rhoenwatch.de’ schon nach wenigen Wochen von der Verdi-Führung mit der Begründung eingestellt wurde, die Probleme seien ja bekannt. Täglich waren bis zu fünf kritische Beiträge über die Rhön-Klinikum AG eingegangen. Einer der letzten Beiträge schloss mit den Worten: „Was muss noch geschehen, damit die Landesregierung erkennt, dass die Privatisierung einer Universitätsklinik ein Fehler war?“


Von einer solchen Erkenntnis sind die Politiker aller Couleurs meilenweit entfernt. Nicht nur die Landes-, auch die Offenbacher Stadtregierung beugt sich immer stärker dem Druck der Privatwirtschaft und ist entschlossen, das Klinikum zu verkaufen....

...Offenbach ist zum klassischen Beispiel der Strategie geworden, die heute in sehr vielen Städten und Gemeinden durchexerziert wird: Erst werden die Kommunen durch politische Weichenstellungen, neue Steuergesetze und Schuldenbremse systematisch in den Ruin getrieben. Dann nutzen Privatinvestoren und Spekulanten die finanzielle Notlage aus, um sich die profitabelsten Einrichtungen unter den Nagel zu reißen. Dabei drohen Politiker und Gewerkschafter mit dem Schreckgespenst der Insolvenz und stellen die Privatisierung als „alternativlos“ hin.

Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ist ein Grundrecht. Sie darf nicht Spekulanten und Profiteuren geopfert werden. Um sie zu verteidigen, darf der Kampf nicht den Verdi-Funktionären und Linken-Politikern anvertraut werden, sondern er muss sich gegen das Profitsystem selbst richten.

Aus:
http://wsws.org/de/articles/2013/feb2013/offe-f15.shtml

Woran erinnern mich nur die beiden letzten Absätze? :hmm:
Ach ja: z.B. an die Treuhand und den Ausverkauf Griechenlands, den Verkauf der Wasserrechte usw. - überall das gleiche "Strickmuster :argh:

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 Betreff des Beitrags: Re: Krankenhausmisere
BeitragVerfasst: 10 Nov 2014 02:17 
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Beiträge: 13464
Ich koennte mir gut vorstellen, dass die vielen Fehlbehandlungen, Todesfaelle und Infizierungen mit krankenhauskeimen auch etwas mit der Sparpolitik in den Krankenhaeusern zu tun haben. Jedenfalls: Wer ins Krankenhaus muss, spielt Lotterie mit seinem Koerper:
Zitat:
Rund 18.800 Menschen sterben jährlich durch Behandlungsfehler in deutschen Kliniken. An dieser Zahl aus dem Jahr 2007 habe sich nichts geändert, heißt es im aktuellen AOK-Krankenhausreport. Aber je nachdem, für welches Klinikum sich der Patient entscheidet, mindert oder erhöht er sein Gesundheitsrisiko.

weiter:
http://www.tagesspiegel.de/politik/aok- ... 65376.html

weiter:

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 Betreff des Beitrags: Re: Krankenhausmisere
BeitragVerfasst: 10 Nov 2014 07:46 
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Beiträge: 7656
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Quijota hat geschrieben:
Ich koennte mir gut vorstellen, dass die vielen Fehlbehandlungen, Todesfaelle und Infizierungen mit krankenhauskeimen auch etwas mit der Sparpolitik in den Krankenhaeusern zu tun haben.

Was könnte der Träger eines Krankenhauses dazu sagen?
"Wir arbeiten zielorientiert unter in Inkaufnahme von Kollateralschäden."

Nach meiner Erfahrung ist man am besten aufgehoben in Krankenhäusern konfessioneller Träger - zumindest hinsichtlich des Umgangs mit den Patienten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Krankenhausmisere
BeitragVerfasst: 10 Nov 2014 11:56 
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Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
Da habe ich persönlich andere Erfahrungen, aber das kann auch Pech gewesen sein

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 Betreff des Beitrags: Re: Krankenhausmisere
BeitragVerfasst: 10 Nov 2014 11:57 
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Site Admin

Registriert: 25 Jan 2011 12:14
Beiträge: 1853
Oder wenn die Dinger noch in der öffentlichen Hand liegen. Dort gehts auf jeden Fall entspannter zu.
Ich hab das kürzlich vergleichen können, als wir für meine Tochter eine Klinik für ihre Entbindung gesucht haben. Die große private Klinik, die wir zunächst besucht haben, inkl. Vortrag und Führung durch die Wöchnerinnenabteilung, machte durch und durch einen gestylten Eindruck, alles schien klinisch rein, man hatte sogar die Möglichkeit zur Wassergeburt. Aber das Personal machte den Eindruck, als stünde es unter erheblichem Stress.
Danach sind wir in die Kreisklinik hier in GG gegangen. Da war die Atmosphäre wirklich anders. Man hat sich Zeit genommen für Fragen, man hat auch Zeit gehabt für Smalltalk, das Licht war gedimmt, die Schichtpläne der Hebammen wurden eingehalten etc.
Wir haben diese Klinik dann ausgewählt und Mutter und Kind haben sich dort wohlfühlen können.
Zur Frage der Sterilität konnte natürlich keine Prüfung vorgenommen werden. Das ist wie so oft eine Frage des Vertrauens.
In der katholischen Einrichtung, in der mein Ex-Mann in letzter Zeit mehrmals lag, fiel mir allerdings auf, dass es gleich am Eingang und überall in der Klinik Spender mit Desinfektionsflüssigkeit gab, wo jedermann seine Hände desinfizieren konnte. Gute Einrichtung, denke ich. Hab ich so bisher noch nirgendwo gesehen.

Zenzi

_________________
Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: Krankenhausmisere
BeitragVerfasst: 10 Nov 2014 14:22 
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Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
Hier bekommst du schon beim Zahnarzt vor Betreten des Behandlungsraumes Überschuhe...

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