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 Betreff des Beitrags: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 24 Sep 2012 20:06 
Die SPD ist offenbar der Ansicht, selbst die logischsten Teile ihrer alten Agenda-Politik zu beerdigen.

Am Anfang stand die Einsicht, dass in einem Rentenumlagesystem, in dem es immer weniger Beitragszahler gibt, aber immer mehr lang lebende Rentner etwas geändert werden muss, damit das ganze bezahlbar bleibt. Man hat an sich nur 3 Möglichkeiten:

- Renteneintrittsalter hinausschieben
- Rentenniveau kürzen
- Rentenbeiträge der Arbeitnehmer erhöhen.

Schlichte Mathematik in einem Umlagesystem. Aber die SPD (von der PDL ganz zu schweigen) will mal wieder beweisen, dass linke halt nicht mit Geld umgehen können. An sich hat man mit den Änderungen das System halbwegs sattelfest gemacht, jetzt werden an allen Ecken und Enden die Regelungen zurückgedreht. Man muss sich das mal vorstellen: das Betreuungsgeld, das Familien bekommen, in denen nicht arbeitende Kinder ernährt und erzogen werden müssen, und ein Familienteil eben nicht arbeitet - das soll ca. 1,5 Mrd. Euro kosten. SPD und Co. schreien wie verrückt, das alles sei nicht bezahlbar. Aber unsinnige Änderungen am Rentensystem, dass 5 Mrd. Euro pro Jahr kosten wird, und eine Begünstigung von Arbeitnehmern, die eben noch arbeiten könnten, das soll plötzlich gehen.

Linke darf man nicht ans Geld lassen, das beweist die SPD gerade wieder erneut. Pseudosoziale Politik, zu LAsten der Familien und ARbeitnehmer. DAS ist die Realität, trotz aller Propaganda die da von linken Politikern betrieben wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 25 Sep 2012 10:32 
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Die 4. Möglichkeit wäre, dass die Leute soviel verdienen, dass sie auch entsprechende Rentenbeiträge ansparen könnten - ob nun privat oder staatlich, ist mir dabei wurscht. Aber Gabriel hatte einen "tollen" Vorschlag:
http://humanicum.wordpress.com/2012/09/ ... -zu-gehen/

_________________
EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 25 Sep 2012 11:49 
Quijota hat geschrieben:
Die 4. Möglichkeit wäre, dass die Leute soviel verdienen, dass sie auch entsprechende Rentenbeiträge ansparen könnten - ob nun privat oder staatlich, ist mir dabei wurscht. Aber Gabriel hatte einen "tollen" Vorschlag:
http://humanicum.wordpress.com/2012/09/ ... -zu-gehen/

Nee, bloß nicht! Wenn die Menschen bei uns anständig für ihre Arbeit bezahlt würden, bräuchten wir doch gar keine T€URO-Rettungsmechanismen (ja, da hat Freund Fazer jetzt was zum Grübeln) ...

Gruß
Kritikaster


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 25 Sep 2012 19:43 
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das bip wird immer größer und das umlaufende geld steigt wobei in deutschland immer weniger köpfe gibt.

und man kann nichts mehr bezahlen ... das kriegen nur die "lieberalen" hin.

_________________
Einmal gesetztes Unrecht, das offenbar gegen konstituierende Grundsätze des Rechtes verstößt, wird nicht dadurch zu Recht, daß es angewendet und befolgt wird. BVerfG.
was muss man machen um sich wie ein schraubenzieher zu fühlen?
wenn zwei das gleiche machen, ist es nicht gleich. auf die perspektive kommt es an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 27 Sep 2012 17:30 
Quijota hat geschrieben:
Die 4. Möglichkeit wäre, dass die Leute soviel verdienen, dass sie auch entsprechende Rentenbeiträge ansparen könnten - ob nun privat oder staatlich, ist mir dabei wurscht. Aber Gabriel hatte einen "tollen" Vorschlag:
http://humanicum.wordpress.com/2012/09/ ... -zu-gehen/


Der von Dir verlinkte Betrag beschäftigt sich schlicht nicht mit dem Problem selbst, ausser dass beklagt wird das sei alles angeblich so ungerecht.
Die Menschen in Deutschland verdienen gut - es ist nur die Frage, wieviel von seinem Gehalt man in Vorsorge für das Alter stecken will. Die echte Nettorechnung sieht ja wie folgt aus: wenn jemand z.B. 2000 Euro verdient, zahlt er ca. 400 Euro Sozialabgaben - und der Arbeitgeber auch. Sein Bruttoverdienst vor Sozialabgaben betrüge also an sich 2400 Euro. Von den verbleibenden 1600 Euro zahlt er noch Steuern. Wieviel soll denn ein Arbeitnehmer noch in die Sozialkasse einzahlen?

Höhere Löhne zu fordern ist platt. Schön wäre es wenn das so einfach wäre. Nur befinden wir uns in einem globalen Wettbewerb. Menschen ohne Ausbildung (ca. 40% der ausländischen Jugendlichen erreichen nicht mal eine Ausbildung!!) erhalten aus gutem Grund wenig Geld. Unbekannt ist mir, dass linke Parteien diese Menschen auffordern würden, mehr für sich zu tun. Linke Parteien fordern nur den Staat auf mehr zu tun. Leider hat dieser allwissende Staat noch keinen Nürnberger Trichter erfinden können.

Wer in den 50er Jahren in Rente ging, der lebte meist nur noch 3-5 Jahre. Heute leben die Menschen im Schnitt noch 20 Jahre. Das muss bezahlt werden, und da gibt es eben nur drei Möglichkeiten, siehe oben ...

Die eigentliche Vierte wäre übrigens: Mehr Kinder bekommen, damit das Umlagesystem weiter funktioniert. Aber dass Kinder was gutes sind, das haben insbesondere die Emanzen ja den Menschen und insbesondere den Frauen ausgetrieben. Selbstverwirklichung, das ist das höchste Gut, ohne Kinder. Da muss man sich nicht wundern, wenn ein Umlagefinanziertes System den Bach runtergeht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 27 Sep 2012 17:50 
Wie dramatisch die drohende Entwicklung bei der Bevölkerung ist, und wie ignorant insoweit der Schreiber bei "humanicum" ist, zeigt sich bei folgendem Beitrag, den ich grade bei Faz las:

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 03597.html
"Die besondere Brisanz der Ergebnisse seiner Studie liege nicht in erster Line im Bevölkerungsrückgang, sondern in der nahezu unvermeidlichen Veränderung der Altersstruktur. 2060 werde die Hälfte der in Deutschland Lebenden älter sein als 51 Jahre. Dass die Bevölkerung insgesamt abnehme und gleichzeitig älter werde, sei eine doppelte Herausforderung. Wolle man den Anteil der Personen im Erwerbsalter an der Gesamtbevölkerung bis 2060 annähernd konstant halten, müsse die Altersgrenze von heute 65 auf 71 Jahre erhöht werden. „Ich bin aber nicht dafür, dass das gesetzliche Rentenalter auf diese Höhe gesetzt wird, sondern ich plädiere für eine Flexibilisierung, was dann freilich mit Rentenabschlägen verbunden ist."

Diese Entwicklung ist leider fast unumkehrbar, selbst wenn die Geburtenquote plötzlich von 1.3 auf 2 pro Frau steigen würde, dafür sind die Trends viel zu langfristig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 28 Sep 2012 10:38 
sasemit hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
..............
......................
................

Die eigentliche Vierte wäre übrigens: Mehr Kinder bekommen, damit das Umlagesystem weiter funktioniert. Aber dass Kinder was gutes sind, das haben insbesondere die Emanzen ja den Menschen und insbesondere den Frauen ausgetrieben. Selbstverwirklichung, das ist das höchste Gut, ohne Kinder. Da muss man sich nicht wundern, wenn ein Umlagefinanziertes System den Bach runtergeht.


... mehr Kinder bekommen, schön und gut,... hat man für dieses mehr an Kinder auch genug Arbeit, womit sie gut verdienenund auch genügend in die Rentenkasse zahlen können ??? Oder sind dann noch mehr auf Stütze angewiesen und belasten den Sozialstaat noch mehr???


Aber natürlich, die Arbeit wäre da. Wir erleben ja jetzt schon, dass es einen Facharbeitermangel gibt, und eher zu wenige als zuviele Bewerber für Auszubildendenplätze.

Ob das allerdings auch für Hilfsarbeiterjobs, d.h. Arbeitnehmer gilt, die weder einen Schulabschluss noch eine Ausbildung gemacht haben, kann ich nicht sagen. Aber die Möglichkeit einen Berufsabschluss zu erwerben steht jedem in Deutschland offen, der Deutsch lernt und bereit ist zu arbeiten. Intellektuell unfähig dafür dürfte kaum jemand sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 28 Sep 2012 10:49 
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Glaubst du eigentlich selbst, was du schreibst, Fazer?

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Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 28 Sep 2012 13:16 
Quijota hat geschrieben:
Glaubst du eigentlich selbst, was du schreibst, Fazer?


Dass du oder Typen wie JoJo, die sich nirgendwo anders als in VT Blogs bewegen die Realität nicht erkennen wollen überrascht mich nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 28 Sep 2012 13:37 
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Lies doch mal ein bisschen im hiesigen thread "Aktuelle Analysen zur Lage der D-Nation" - das reicht schon, um die richtigen Schlüsse zu ziehen

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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 04 Okt 2012 16:20 
Quijota hat geschrieben:
Lies doch mal ein bisschen im hiesigen thread "Aktuelle Analysen zur Lage der D-Nation" - das reicht schon, um die richtigen Schlüsse zu ziehen


Ja, der Schluss ist, dass da ein Sybilla linken Unfug verbreitet.

Ansonsten hast du inhaltlich zum Thema Rente ja offensichtlich nichts beizutragen.

Steinbrück hat sich im übrigen schon positioniert: die SPD dürfe nicht mit Versprechungen in die Wahl gehen, die man in der Regierung nicht umsetzen könne. Sprich: die milliardenschweren Wählerbestechungsgeschenke der SPD-Linken sind nicht bezahlbar und sollten deshalb nach Ansicht Steinbrücks auch nicht Wahlkampfthema werden.

Mal sehen, ob sich Steinbrück ernsthaft gegen dieses Wählerbestechungsprogramm von Gabriel wehren kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 04 Okt 2012 16:35 
Kann man bei dem Thema gar nicht oft genug zur Ansicht empfehlen:
http://vimeo.com/6326230

Gruß
Kritikaster


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 13 Okt 2012 06:51 
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Zitat:
Rentner verloren seit Jahrtausendwende ein Fünftel ihrer Kaufkraft
Einbußen im Osten stärker als im Westen

Die Rentner in Deutschland haben seit der Jahrtausendwende rund ein Fünftel ihrer Kaufkraft verloren. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor, aus die "Thüringer Allgemeine" am Samstag zitierte. Demnach sank die Kaufkraft der Rentner im Osten um knapp 22 Prozent, im Westen um rund 17 Prozent.

Quelle:
http://de.nachrichten.yahoo.com/rentner ... 04929.html
Praktisch - da bräuchte man keine Kürzungen bei den Renten mehr vorzunehmen, die noch dazu Wählerstimmen kosten

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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 20 Okt 2012 23:02 
Fazer hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Lies doch mal ein bisschen im hiesigen thread "Aktuelle Analysen zur Lage der D-Nation" - das reicht schon, um die richtigen Schlüsse zu ziehen


Ja, der Schluss ist, dass da ein Sybilla linken Unfug verbreitet.

Ansonsten hast du inhaltlich zum Thema Rente ja offensichtlich nichts beizutragen.

Steinbrück hat sich im übrigen schon positioniert: die SPD dürfe nicht mit Versprechungen in die Wahl gehen, die man in der Regierung nicht umsetzen könne. Sprich: die milliardenschweren Wählerbestechungsgeschenke der SPD-Linken sind nicht bezahlbar und sollten deshalb nach Ansicht Steinbrücks auch nicht Wahlkampfthema werden.

Mal sehen, ob sich Steinbrück ernsthaft gegen dieses Wählerbestechungsprogramm von Gabriel wehren kann.


Es geht schon los. Obwohl Steinbrück mehrfach auf die demographischen Realitäten hingewiesen hat und wiederholt, die SPD dürfe nicht versprechen, was man nach einer Wahl praktisch nicht umsetzen könnte, fällt ihm Gabriel jetzt in den Rücken:

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 62419.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 20 Okt 2012 23:57 
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[quote"Wenn die Unternehmen weiterhin öffentlich über Fachkräftemangel klagen, aber die über 60-Jährigen aus dem Betrieb drängen, dann wird man die Lebensarbeitszeit nicht einfach heraufsetzen können", so Gabriel. Dies wäre "am Ende nichts anderes als eine flächendeckende Rentenkürzung".quote]
DAS ist realistisch
Zitat:
Im Gegensatz zu Gabriel bekannte sich SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück noch vor kurzem zur Rente mit 67. Diese sei notwendig, um die finanziellen Grundlagen der Sozialversicherungssysteme zu sichern, sagte er in der ARD. Die Anhebung schließe aber nicht aus, Brücken für jene zu bauen, die nicht bis 67 arbeiten können.

DAS ist Wunschdenken und den Wähler hinter die Fichte geführt, denn in der Realität ist es so, wie Gabriel es dargestellt hat

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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 21 Okt 2012 00:11 
Quijota hat geschrieben:
[quote"Wenn die Unternehmen weiterhin öffentlich über Fachkräftemangel klagen, aber die über 60-Jährigen aus dem Betrieb drängen, dann wird man die Lebensarbeitszeit nicht einfach heraufsetzen können", so Gabriel. Dies wäre "am Ende nichts anderes als eine flächendeckende Rentenkürzung".quote]
DAS ist realistisch
Zitat:
Im Gegensatz zu Gabriel bekannte sich SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück noch vor kurzem zur Rente mit 67. Diese sei notwendig, um die finanziellen Grundlagen der Sozialversicherungssysteme zu sichern, sagte er in der ARD. Die Anhebung schließe aber nicht aus, Brücken für jene zu bauen, die nicht bis 67 arbeiten können.

DAS ist Wunschdenken und den Wähler hinter die Fichte geführt, denn in der Realität ist es so, wie Gabriel es dargestellt hat


Realität sind die Lebenserwartungen.
Gerade gestern las ich, dass Männer mit 65 heute noch eine Lebenserwartung von 17 Jahren haben, Frauen eine von ca. 20 Jahren. Nähme man einen durschnittlichen Arbeitsbeginn von 20 Jahren an (viele früher, viele später), kommt man auf 45 Beitragsjahre vs. 18,5 Bezugsjahre. Der Beitragssatz liegt bei ca. 20% des Bruttoeinkommens. So, und jetzt setze mal die Rentenbeiträge gegen dieses Verhältnis - 50% Rente bei 20% Einzahlung sind bei solchen Bezugszeiten kaum darstellbar. Das Rentensystem ist Mathe, keine politische Spielwiese wie linke das immer darstellen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 21 Okt 2012 00:14 
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Du kannst heutzutage nicht davon ausgehen, dass JedeR die 45 Beitragsjahre schaffen kann - jedenfalls nicht, wenn die Wirtschaftslage während eines Arbeitslebens so bleibt, wie sie jetzt ist

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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 21 Okt 2012 00:38 
Quijota hat geschrieben:
Du kannst heutzutage nicht davon ausgehen, dass JedeR die 45 Beitragsjahre schaffen kann - jedenfalls nicht, wenn die Wirtschaftslage während eines Arbeitslebens so bleibt, wie sie jetzt ist


Okay, also nur 40Jahre einzahlen, zu 20% des Bruttolohns, und noch 20 Jahre dann am Ende beziehen. Was kommt da deines Erachtens so rechnerisch bei raus? :hmm:


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 21 Okt 2012 06:47 
Fazer hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Du kannst heutzutage nicht davon ausgehen, dass JedeR die 45 Beitragsjahre schaffen kann - jedenfalls nicht, wenn die Wirtschaftslage während eines Arbeitslebens so bleibt, wie sie jetzt ist


Okay, also nur 40Jahre einzahlen, zu 20% des Bruttolohns, und noch 20 Jahre dann am Ende beziehen. Was kommt da deines Erachtens so rechnerisch bei raus? :hmm:

Nee, meine Idee wäre eher 40 Jahre zu meinetwegen 25% vom Brutto. Wenn ich "privat" für's Alter vorsorgen soll, dann kann ich den entsprechenden Betrag auch in die "Gesetzliche" einzahlen - vorausgesetzt natürlich, eine solidarische, umlagefinanzierte RV ist gewollt und die Politik knickt nicht vor den Gewinninteressen der Finanzmafia ein bzw. lässt sich von ihr kaufen.

Gruß
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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 21 Okt 2012 09:47 
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Quijota hat geschrieben:
[quote"Wenn die Unternehmen weiterhin öffentlich über Fachkräftemangel klagen, aber die über 60-Jährigen aus dem Betrieb drängen, dann wird man die Lebensarbeitszeit nicht einfach heraufsetzen können", so Gabriel. Dies wäre "am Ende nichts anderes als eine flächendeckende Rentenkürzung".quote]
DAS ist realistisch
Zitat:
Im Gegensatz zu Gabriel bekannte sich SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück noch vor kurzem zur Rente mit 67. Diese sei notwendig, um die finanziellen Grundlagen der Sozialversicherungssysteme zu sichern, sagte er in der ARD. Die Anhebung schließe aber nicht aus, Brücken für jene zu bauen, die nicht bis 67 arbeiten können.

DAS ist Wunschdenken und den Wähler hinter die Fichte geführt, denn in der Realität ist es so, wie Gabriel es dargestellt hat

das ist richtig,
was wirklich gebraucht würde, wäre eine echte rentenreform, mit einer mindestrente für jeden, von der mensch auch leben kann und die AUFGABE der umlagenfinanzierung, denn es kann nicht sein, dass immer weniger arbeitnehmer immer mehr rentner finanzieren müssen. es müssten auch rentenbeiträge auf ALLE einkommen bezahlt werden (ob man das jetzt rentenbeitrag oder steuer nennt, ist eigentlich wurscht).

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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 21 Okt 2012 22:32 
teddy hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
[quote"Wenn die Unternehmen weiterhin öffentlich über Fachkräftemangel klagen, aber die über 60-Jährigen aus dem Betrieb drängen, dann wird man die Lebensarbeitszeit nicht einfach heraufsetzen können", so Gabriel. Dies wäre "am Ende nichts anderes als eine flächendeckende Rentenkürzung".quote]
DAS ist realistisch
Zitat:
Im Gegensatz zu Gabriel bekannte sich SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück noch vor kurzem zur Rente mit 67. Diese sei notwendig, um die finanziellen Grundlagen der Sozialversicherungssysteme zu sichern, sagte er in der ARD. Die Anhebung schließe aber nicht aus, Brücken für jene zu bauen, die nicht bis 67 arbeiten können.

DAS ist Wunschdenken und den Wähler hinter die Fichte geführt, denn in der Realität ist es so, wie Gabriel es dargestellt hat

das ist richtig,
was wirklich gebraucht würde, wäre eine echte rentenreform, mit einer mindestrente für jeden, von der mensch auch leben kann und die AUFGABE der umlagenfinanzierung, denn es kann nicht sein, dass immer weniger arbeitnehmer immer mehr rentner finanzieren müssen. es müssten auch rentenbeiträge auf ALLE einkommen bezahlt werden (ob man das jetzt rentenbeitrag oder steuer nennt, ist eigentlich wurscht).


Ich halte von so einer Zwangsrentensteuer gar nichts. Sie erdrückt letzten Endes die Selbständigen, die dieses Land braucht. Siehe auch die aktuelle Diskussion über die Mindestbeiträge in die RV. Wer klein anfängt, den bringt so ein Mindestbeitrag um. Na ja, dann wollen am Ende alle nur noch in den öffentlichen Dienst. So schafft man kein Wachstum.

Im übrigen ist es die Masse, die es macht. Wir haben ca. 40mio Arbeitnehmer, zähle dann noch die Rentner und Kinder dazu, dann weisst du, dass hiermit der allergrösste Teil der Bevölkerung eh umfasst ist. Wirtschaftlich änderst du für die Gesamtsituation nicht viel, wenn du die Versicherungspflicht ausweiten würdest. Die vorgegebene demographische Entwicklung macht es schlicht unmöglich, ein REntenniveau wie früher zu halten. Da beisst die Maus keinen Faden ab, es sei denn als linker Gewerkschafter steckt man den Kopf in den Sand.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 21 Okt 2012 22:34 
Fazer hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Lies doch mal ein bisschen im hiesigen thread "Aktuelle Analysen zur Lage der D-Nation" - das reicht schon, um die richtigen Schlüsse zu ziehen


Ja, der Schluss ist, dass da ein Sybilla linken Unfug verbreitet.

Ansonsten hast du inhaltlich zum Thema Rente ja offensichtlich nichts beizutragen.

Steinbrück hat sich im übrigen schon positioniert: die SPD dürfe nicht mit Versprechungen in die Wahl gehen, die man in der Regierung nicht umsetzen könne. Sprich: die milliardenschweren Wählerbestechungsgeschenke der SPD-Linken sind nicht bezahlbar und sollten deshalb nach Ansicht Steinbrücks auch nicht Wahlkampfthema werden.

Mal sehen, ob sich Steinbrück ernsthaft gegen dieses Wählerbestechungsprogramm von Gabriel wehren kann.


Es geht schon los. Obwohl Steinbrück mehrfach auf die demographischen Realitäten hingewiesen hat und wiederholt, die SPD dürfe nicht versprechen, was man nach einer Wahl praktisch nicht umsetzen könnte, fällt ihm Gabriel jetzt in den Rücken:

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 62419.html


So sieht das auch die FTD:
http://www.ftd.de/politik/deutschland/: ... 07482.html
SPD-Parteichef Sigmar Gabriel stellt die Rente mit 67 infrage. Das freut die Gewerkschaften - aber nicht den Kanzlerkandidaten.

DER Streit dürfte uns das nächste Jahr erhalten bleiben. SPD über 30% unter solchen Umständen? Kaum vorstellbar - und damit ist ein BK Steinbrück ebenfalls kaum vorstellbar.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 29 Okt 2012 15:39 
Dass Armut bei Rentnern kein Massenphänomen ist und auch nicht werden wird, legt die FAZ in einem schönen Bericht dar:

Zitat:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 91381.html
Der Reichtum der Rentner
Arme Alte? Von wegen: Auch in dreißig Jahren werden Rentner noch zu den reichsten Bevölkerungsgruppen gehören. Da macht es auch nichts, dass das private Sparen nur noch wenig Zinsen abwirft.


Angstmacherei, was die SPD-Linke, und leider auch Frau von der Leyen da so betreiben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 29 Okt 2012 17:57 
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Beiträge: 13464
Ob D das Land mit der hochsten Sparquote ist, oder nicht, ist irrelevant. Wenn es zu einem wirtschftl. Zusammenbruch kommen sollte, ist das Geld futsch.
Zitat:
Trotzdem wirken die Zahlen auf den ersten Blick erschreckend. In absehbarer Zukunft wird sich das Rentenniveau auf einen Korridor von 38 bis 42 Prozent der Bruttolöhne verringern.

Toll - seit Jahren sinken in D die Einkommen und Niemand weiss, was einer dt. Regierung noch einfallen wird. In H z.B. wird ab 01.01.13 nicht mehr der Bruttolohn, sondern der Nettolohn als Rentenbasis genommen. Wer sagt denn. dass das in D nicht auch passiert?

Dass die Renten sicher sind, hat man den Bürgern schon einmal erzählt. Inzwischen liegen die Rentensteigerungen unter der Inflationsrate

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 Betreff des Beitrags: Re: Das SPD Rentenmärchen
BeitragVerfasst: 29 Okt 2012 22:54 
TAX and SPEND

Die Sozis werden ihrem alten Ruf gerecht. In populistischer Manier werden alte Einsichten kassiert und wird jetzt wieder schön umverteilt - von den jungen Menschen an die Alten. Behauptungen von Generationengerechtigkeit sind geradezu Hohn. Ab 2014 soll das Rentenbeitragsniveau in Schritten auf 22% steigen - bei einer Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 5600 Euro sind das bis zu 112 Euro pro Monat, d.h. 1344 Euro pro Jahr. Die Mittelschicht wird ausgesaugt um die Umverteilung der Sozis zu finanzieren.


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