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 Betreff des Beitrags: Re: KiTas
BeitragVerfasst: 10 Feb 2013 01:12 
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Ach, Leute aus dem mittleren Management können das schon. Und das ist auch die Klientel, die solche Betriebskitas am meisten in Anspruch nimmt. Aber eben nicht nur. Und dann ist der AG schon mal großzügig. Je unverzichtbarer, desto mehr.

Wir hatten da z.B. einen Mann, der so ziemlich der einzige in weitem Umkreis war, der Platin schmieden konnte. Heraeus hat mehrmals versucht, uns den Mann abzuwerben. Er ist im letzten Jahr Vater geworden und sein Kind ist in unserer Kita. Glaub mir, der Mann zahlt keine 700 €.

Zenzi

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«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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 Betreff des Beitrags: Re: KiTas
BeitragVerfasst: 28 Jul 2014 18:10 
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Taurus hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Albern. Als wenn 100€ im Monat den entscheidenden Unterschied machen würden ob jemand sein Kind in eine Kita gibt oder zu Hause erzieht. Seit Jahren ist immer die Rede davon man müsse doch die Arbeit der Frauen in den Familien würdigen bzw belohnen. Jetzt passiert daß, und nun wird das plötzlich als Herdprämie verunglimpft. Die Entscheidung in den ersten 3 Jahren ein Kind zu Hause zu betreuen wird ganz im Sinne linker Ideologie herabgewürdigt.
Du scheinst vergessen zu haben, daß 100€ für eine Familie mit geringem Einkommen viel Geld ist. Und was wird eine Migrantenfamilie mit Hartz4, wo die Eltern kein oder kaum deutsch sprechen, wohl tun? Ihr Kind in eine Kita geben oder lieber die 100€ nehmen? Und was glaubst Du, in welchem Alter Kinder die Sprache erlernen? Sind es nicht Deine Parteigenossen und Du, die die fehlende Bildungsfähigkeit von Migrantenkindern mangels ausreichender Sprachkenntnisse beklagen? Das Betreuungsgeld ist also völliger Schwachsinn.
Ja, ja, was ist schon linke Ideologie gegen die wohldurchdachten Entscheidungen der CSU:
Tagesschau.de hat geschrieben:
Das vor einem Jahr eingeführte Betreuungsgeld hält laut einer Studie einen nicht unerheblichen Teil von Migrantenfamilien und bildungsfernen Eltern davon ab, ihre Kleinkinder in eine Kita zu schicken. Dies ist das Ergebnis einer großen Umfrage des Deutschen Jugendinstituts und der Universität Dortmund bei weit über 100.000 Elternpaaren mit Kindern unter drei Jahren. Das Betreuungsgeld sei besonders für sozial benachteiligte Familien ein Anreiz, kein staatliches Angebot frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung zu nutzen, heißt es im Abschlussbericht der Untersuchung, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.
Tja, Fazer, was jetzt?


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 Betreff des Beitrags: Re: KiTas
BeitragVerfasst: 28 Jul 2014 18:24 
Taurus hat geschrieben:
Taurus hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Albern. Als wenn 100€ im Monat den entscheidenden Unterschied machen würden ob jemand sein Kind in eine Kita gibt oder zu Hause erzieht. Seit Jahren ist immer die Rede davon man müsse doch die Arbeit der Frauen in den Familien würdigen bzw belohnen. Jetzt passiert daß, und nun wird das plötzlich als Herdprämie verunglimpft. Die Entscheidung in den ersten 3 Jahren ein Kind zu Hause zu betreuen wird ganz im Sinne linker Ideologie herabgewürdigt.
Du scheinst vergessen zu haben, daß 100€ für eine Familie mit geringem Einkommen viel Geld ist. Und was wird eine Migrantenfamilie mit Hartz4, wo die Eltern kein oder kaum deutsch sprechen, wohl tun? Ihr Kind in eine Kita geben oder lieber die 100€ nehmen? Und was glaubst Du, in welchem Alter Kinder die Sprache erlernen? Sind es nicht Deine Parteigenossen und Du, die die fehlende Bildungsfähigkeit von Migrantenkindern mangels ausreichender Sprachkenntnisse beklagen? Das Betreuungsgeld ist also völliger Schwachsinn.
Ja, ja, was ist schon linke Ideologie gegen die wohldurchdachten Entscheidungen der CSU:
Tagesschau.de hat geschrieben:
Das vor einem Jahr eingeführte Betreuungsgeld hält laut einer Studie einen nicht unerheblichen Teil von Migrantenfamilien und bildungsfernen Eltern davon ab, ihre Kleinkinder in eine Kita zu schicken. Dies ist das Ergebnis einer großen Umfrage des Deutschen Jugendinstituts und der Universität Dortmund bei weit über 100.000 Elternpaaren mit Kindern unter drei Jahren. Das Betreuungsgeld sei besonders für sozial benachteiligte Familien ein Anreiz, kein staatliches Angebot frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung zu nutzen, heißt es im Abschlussbericht der Untersuchung, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.
Tja, Fazer, was jetzt?



Tja, wie blöd nur, dass die Studie das überhaupt nicht hergibt, da sie auf Zahlen beruht, die vor Einführung des Betreuungsgeldes erhoben wurden.

Zitat:
Dumm ist an der Geschichte aber vor allem, dass die Zahlen nichts wert sind, die die Politiker in der neu entfachten Debatte zitieren: Denn es gibt gar keine neuen Zahlen über die Nutzung des Betreuungsgeldes. Die Daten für die Studie der TU Dortmund, die als Beweis herangezogen wird, stammen aus dem Jahr 2013, als das Betreuungsgeld noch gar nicht existierte.

Der zuständige Studienleiter, Dr. Matthias Schilling, zeigt sich verwundert, dass hier Zahlen „ausgeschlachtet“ würden, weil sie manchen wohl politisch opportun erschienen. Man habe 2013 lediglich perspektivisch den Wunsch von Eltern erfragt. Die Studie war übrigens öffentlich nicht einsehbar – bis wegen der vielen Anfragen heute Nachmittag ein Kapitel online gestellt wurde.
http://www.focus.de/politik/experten/bk ... 22176.html


Aber das übliche kommt halt von SPD und Grünen:

Zitat:
Man nehme alte Ressentiments, Fakten, die keine sind, eine hohe Dosis politischen Eifer und eine Prise Ausländerfeindlichkeit und voila, schon hat man eine neue Debatte zum Betreuungsgeld.


Dabei entblössen sich diese Parteien in ihrer vorurteilsbeladenen Sicht auf die Menschen:

Zitat:
Doch was sind schon banale Zahlen, wenn Ideologie am Werke ist? Die SPD in Hamburg klagt gerade vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das Betreuungsgeld, da braucht es Argumente und plumpe, öffentliche Stimmungsmache. Und weil entgegen allen Unkenrufen, das Betreuungsgeld von den Familien gut und gerne angenommen wird – diese Nummer also nicht mehr zieht – ist die Strategie offenbar jetzt, dass man behauptet, die Falschen würden es beantragen. Also diejenigen, die es nicht können und deren Kinder zu Hause von dieser wertvollen Kitabildung ferngehalten werden. Die Bösen sind schnell ausgemacht: Migranten und sogenannte „Bildungsferne“.

Erstaunlich, zu hören, was die traditionsreiche SPD von diesen Menschen hält. Offenbar muss man heutzutage eine deutsche Abstammung und mindestens Abitur vorweisen, um nicht in Verdacht zu geraten, die eigenen Kinder zu vernachlässigen.




Aber vielleicht nutzt die Diskussion dann doch noch, denn der Grundgedanke lässt sich problemlos auf andere soziale Leistungen transferieren:

Zitat:
Interessant ist auch der Gedankengang, dass eine soziale Leistung abgeschafft werden soll, weil vor allem sozial Schwache sie nutzen – genau unter diese Abteilung fallen ja viele bildungsferne Familien oder auch Migrantenfamilien. Mit dieser Argumentationskette sollten sich alle Hartz-IV-Empfänger schon mal warm anziehen. Doch seltsamer Weise diskutieren auch SPD und Grüne bei dieser Leistung niemals über die Abschaffung, sondern stattdessen über die Erhöhung der Gelder.


Fazit: Hartz IV massiv kürzen oder abschaffen.


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 Betreff des Beitrags: Re: KiTas
BeitragVerfasst: 28 Jul 2014 18:54 
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Fazer hat geschrieben:
Tja, wie blöd nur, dass die Studie das überhaupt nicht hergibt, da sie auf Zahlen beruht, die vor Einführung des Betreuungsgeldes erhoben wurden.
hast du die studie überhaupt gelesen?
falls nicht, hier ist die vorab-version:
http://www.dji.de/fileadmin/user_upload ... gsgeld.pdf

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 Betreff des Beitrags: Re: KiTas
BeitragVerfasst: 28 Jul 2014 19:04 
teddy hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Tja, wie blöd nur, dass die Studie das überhaupt nicht hergibt, da sie auf Zahlen beruht, die vor Einführung des Betreuungsgeldes erhoben wurden.
hast du die studie überhaupt gelesen?
falls nicht, hier ist die vorab-version:
http://www.dji.de/fileadmin/user_upload ... gsgeld.pdf


Sehr interessant, und eine angemessen differenzierte Begutachtung. Im wesentlichen bestätigt die Studie auch das, was ich gegenüber Taurus behauptet habe: bei 87% der Menschen spielt für die Frage, ob sie ihr Kind schon mit 3 und weniger Jahren in die Kita schicken, überhaupt eine Rolle. Nur bei 13% hatte das einen Einfluss. Selbst bei den "bösen" Gruppen waren es nur ca 25% für die das relevant war.

Für die allergrösste Zahl der Menschen spielen also 100 oder 150 Euro keinerlei Rolle für die Frage, wie sie ihr Kind erziehen lassen. Gleichzeitig hilft dieses Geld all diesen Familien, für ihre Kinder zu sorgen, was teuer genug ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: KiTas
BeitragVerfasst: 28 Jul 2014 20:04 
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Zitat:
Vor diesem Hintergrund wird im Folgenden der Frage nachgegangen, ob sich Familien, die sich aufgrund des Betreuungsgeldes gegen ein Angebot frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung entschieden haben, substantiell von Familien unterscheiden, bei denen das Betreuungsgeld keine Rolle für die Betreuungsentscheidung gespielt hat. Dahinter steht die Frage, inwiefern sich hinter der, durch das Betreuungsgeld motivierten Betreuungsentscheidung
von Eltern, Mechanismen sozialer Ungleichheit und damit Prozesse der Reproduktion sozialer Ungleichheit verbergen. Bei der Analyse wird das Augenmerk vorrangig auf die sozioökonomischen Bedingungen der Familie gelegt (vgl. auch Kapitel 6). Um sich dieser Frage zu nähern, wurde in der „kommunalen Bedarfserhebung U3“ danach gefragt, inwiefern das Betreuungsgeld Grund dafür ist, sich für sein unter dreijähriges Kind keine Betreuung in einer
Tageseinrichtung oder bei einer Tagespflegeperson zu wünschen.
Konkret lautete diese Frage folgendermaßen:

Frage 13: Nach der Einführungsphase des Betreuungsgeldes (...) erhalten ab dem 1.August 2014 Ein- und Zweijährige ein Betreuungsgeld in Höhe von 150 Euro monatlich, wenn das Kind keine Kindertageseinrichtung bzw. Kindertagespflege besucht.

Die Möglichkeit, das Betreuungsgeld für Kinder zwischen einem und zwei Jahren zu erhalten, hat
mich dazu veranlasst, in Frage 9 anzugeben, dass mein Kind nicht in einer Kindertageseinrichtung
oder bei einer Tagesmutter betreut werden sollte.
(Antwortvorgaben:
1=‚ja‘,
2=‚nein‘)

Die Möglichkeit, das Betreuungsgeld für Kinder zwischen zwei und drei Jahren zu erhalten, hat mich dazu veranlasst, in Frage 11 anzugeben, dass mein Kind nicht in einer Kindertageseinrichtung oder bei einer Tagesmutter betreut werden sollte.
(Antwortvorgaben:
1=‚ja‘,
2=‚nein‘)


(Quelle: Fragebogen zur Elternbefragung U3)

http://www.forschungsverbund.tu-dortmund.de/fileadmin/Files/Aktuelles/Publikationen/Auszug_zum_Betreuungsgeld_3.pdf
Seite 19

Ich habe mir mal die entscheidende Fragestellung angeguckt.
Befragt wurde mittels eines vierseitigen Fragebogens zum Selbstausfüllen, was von vornherein problematisch ist, wegen möglicher Verständnisschwierigkeiten bei Befragten die weniger gebildet und/oder mit der deutschen Sprache nicht hinreichend vertraut sind.

Die Fragestellung des verwendeten Fragebogens ist wenig geeignet, vernünftige Ergebnisse zu zeitigen, weil sie sehr kompliziert und selbst nach ein paar mal lesen, schwer zu verstehen ist. Sie ist in einem Deutsch gehalten, vom normalerweise verwendeten Deutsch ziemlich abweicht. Ob man damit in jedem Fall zutreffende Antworten erhält, ist äußerst fraglich.

Insofern wage ich, die Validität Ergebnisse von vornherein anzuzweifeln.


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 Betreff des Beitrags: Re: KiTas
BeitragVerfasst: 28 Jul 2014 21:39 
SolaBona hat geschrieben:

Die Fragestellung des verwendeten Fragebogens ist wenig geeignet, vernünftige Ergebnisse zu zeitigen, weil sie sehr kompliziert und selbst nach ein paar mal lesen, schwer zu verstehen ist. Sie ist in einem Deutsch gehalten, vom normalerweise verwendeten Deutsch ziemlich abweicht. Ob man damit in jedem Fall zutreffende Antworten erhält, ist äußerst fraglich.

Insofern wage ich, die Validität Ergebnisse von vornherein anzuzweifeln.


Ah ja, die ERgebnisse gefallen dir wohl nicht?

Aber was soll es auch, warum sollte man umfangreiche Untersuchungen auch Ernst nehmen? Es lässt sich doch viel besser leben, wenn man die ganze Welt in Frage stellt, keine Tatsachen glaubt. Nur so lassen sich am Ende auch die ERgüsse von JoJo und Co hier erklären ... Euer Leben ist eine Fiktion ...


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 Betreff des Beitrags: Re: KiTas
BeitragVerfasst: 28 Jul 2014 22:45 
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Registriert: 28 Jan 2011 17:35
Beiträge: 1236
Fazer hat geschrieben:
Tja, wie blöd nur, dass die Studie das überhaupt nicht hergibt, da sie auf Zahlen beruht, die vor Einführung des Betreuungsgeldes erhoben wurden.
Gut, Fazer, wenn die Zahlen tatsächlich veraltet sind, ist die Studie natürlich wertlos, da gebe ich Dir recht. Andererseits frage ich mich aber auch, warum dann plötzlich Daten, die Dir ins Konzept passen ...
Fazer hat geschrieben:
Ah ja, die ERgebnisse gefallen dir wohl nicht?
Aber was soll es auch, warum sollte man umfangreiche Untersuchungen auch Ernst nehmen? Es lässt sich doch viel besser leben, wenn man die ganze Welt in Frage stellt, keine Tatsachen glaubt. Nur so lassen sich am Ende auch die ERgüsse von JoJo und Co hier erklären ... Euer Leben ist eine Fiktion ...
... für Dich dann wieder relevant sind. :schulter:


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 Betreff des Beitrags: Re: KiTas
BeitragVerfasst: 28 Jul 2014 23:03 
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Fazer hat geschrieben:
SolaBona hat geschrieben:

Die Fragestellung des verwendeten Fragebogens ist wenig geeignet, vernünftige Ergebnisse zu zeitigen, weil sie sehr kompliziert und selbst nach ein paar mal lesen, schwer zu verstehen ist. Sie ist in einem Deutsch gehalten, vom normalerweise verwendeten Deutsch ziemlich abweicht. Ob man damit in jedem Fall zutreffende Antworten erhält, ist äußerst fraglich.

Insofern wage ich, die Validität Ergebnisse von vornherein anzuzweifeln.


Ah ja, die ERgebnisse gefallen dir wohl nicht?

Aber was soll es auch, warum sollte man umfangreiche Untersuchungen auch Ernst nehmen? Es lässt sich doch viel besser leben, wenn man die ganze Welt in Frage stellt, keine Tatsachen glaubt. Nur so lassen sich am Ende auch die ERgüsse von JoJo und Co hier erklären ... Euer Leben ist eine Fiktion ...

Du giftiger Gnom!
Ich bin Markt-/Meinungsforscherin, und habe große Erfahrung in der nicht einfachen Gestaltung von hieb- und stichfesten Fragenbögen. Ich weiß, wie sehr Ergebnisse danebenliegen können, wenn die Fragen auch nur geringfügig unverständlich, mehrdeutig und nicht akkurat gestellt werden.
Ich habe nichts geäußert, in welcher Richtung die Ergebnisse sich ändern könnten, weil ich es nicht weiß. Außerdem interessiert es mich nicht sehr. Ich habe neutral ihre Validität in Zweifel gezogen. Warum musst du immer gleich losblöken und keifen? Und immer schön feste druff. Ist ja egal, ob man den anderen mit seiner rüden Art verletzt. Im Gegenteil, man fühlt sich gut, wenn man dem anderen einen Tritt versetzt hat, nicht wahr?


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 Betreff des Beitrags: Re: KiTas
BeitragVerfasst: 30 Jul 2014 17:59 
Taurus hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Tja, wie blöd nur, dass die Studie das überhaupt nicht hergibt, da sie auf Zahlen beruht, die vor Einführung des Betreuungsgeldes erhoben wurden.
Gut, Fazer, wenn die Zahlen tatsächlich veraltet sind, ist die Studie natürlich wertlos, da gebe ich Dir recht. Andererseits frage ich mich aber auch, warum dann plötzlich Daten, die Dir ins Konzept passen ...
Fazer hat geschrieben:
Ah ja, die ERgebnisse gefallen dir wohl nicht?
Aber was soll es auch, warum sollte man umfangreiche Untersuchungen auch Ernst nehmen? Es lässt sich doch viel besser leben, wenn man die ganze Welt in Frage stellt, keine Tatsachen glaubt. Nur so lassen sich am Ende auch die ERgüsse von JoJo und Co hier erklären ... Euer Leben ist eine Fiktion ...
... für Dich dann wieder relevant sind. :schulter:



Tja, und so zeigt sich, dass Schwesig sich hier ein Gefälligkeitsgutachten bestellt hat, reine Tendenzforschung. Gerade bei Schwesig überrascht das in keiner Weise - sie hat sich bisher zwar als Ideologin hervorgetan, aber nicht mit sinnvoller Arbeit. Und so betreibt Schwesig dann eben Propaganda ...

Zitat:
Studie zur „Herdprämie“
Ein Fall von Tendenzforschung
Eine vom Familienministerium in Auftrag gegebene Studie will herausgefunden haben, dass das Betreuungsgeld die Bildungschancen von Migrantenkindern schmälert. Doch die Untersuchung ist methodisch fragwürdig und liefert verzerrte Ergebnisse.

29.07.2014, von Christian Geyer

...

Deren Ergebnisse sind noch gar nicht in eine abgestimmte, publizierbare Form gebracht, da werden sie auch schon einer Nachrichtenagentur zugespielt, die dafür sorgt, dass die Nation Gewissheit erhält: Schwesigs Forscher wollen herausgefunden haben, dass zumal Migrantenfamilien und Kinder aus bildungsfernen Milieus allein um der Herdprämie willen der Kita-Betreuung fernbleiben und damit ungleiche Bildungschancen verfestigt würden.

Gründe könnten woanders liegen
Schaut man sich jedoch die dem Ergebnis zugrundeliegende Befragung an, so fällt die Alternativlosigkeit auf, mit der hier nach dem Betreuungsgeld als dem „Anlass“ gefragt wird für den Fall, dass das Kind nicht in eine Kita gegeben werden soll. Die Befragung fand obendrein vor Einführung des Betreuungsgeldes statt und konnte also nur die Pläne, nicht das tatsächliche Verhalten der Eltern erheben. Nicht nur begrifflich ist es fragwürdig, nach einem „Anlass“ zu fragen und die Antwort dann umstandslos als „Grund“ zu interpretieren (Thukydides lässt grüßen).

...

Der selektive Fragemodus verzerrt die Ergebnisse im Ganzen. Gerade Eltern mit Migrationshintergrund, die des Deutschen vielleicht nicht so mächtig sind, können hier leicht in die Irre geführt werden: Mangels inhaltlicher Alternativen kreuzt man als Grund für den Kita-Verzicht das allein in Kästchenform ausgeschilderte Betreuungsgeld an, das ja als ein Faktor im Ursachenbündel durchaus mit im Spiel sein kann, auch wenn die entscheidenden, aber eben im Frageraster nicht benennbaren Gründe woanders liegen mögen. Wie viele Befragte haben sich wohl gedacht: lieber eine Version ankreuzen, die nicht ganz zutreffend ist (aber eben auch nicht völlig danebenliegt), als gar keine inhaltliche Aussage in einer Sache zu machen, die mich doch betrifft. Wir haben hier ein Stück Tendenzforschung, das die schlimmsten Befürchtungen wenn nicht erfüllt, so doch übertrifft.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d ... 70855.html


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 Betreff des Beitrags: Re: KiTas
BeitragVerfasst: 27 Aug 2014 23:24 
Interessantes Kurzportrait von Franz-Josef Würmeling, dem ersten Familienminister:

Zitat:
Franz-Josef Wuermeling
Der Erfinder des Karnickelpasses
Von Wulf Schmiese27. August 2014

Vom Betreuungsgeld bis zur Genderdebatte - die Familienpolitik bietet immer Zündstoff. Über sie wurde schon vor 60 Jahren in Deutschland gestritten – nur noch viel heftiger. Damals wurde unsere als modern geltende Familienpolitik faktisch erfunden - von einem Urkonservativen

http://www.cicero.de/berliner-republik/ ... egen/58127



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 Betreff des Beitrags: Re: KiTas
BeitragVerfasst: 21 Jul 2015 20:25 
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Registriert: 30 Jan 2011 19:37
Beiträge: 11055
Wohnort: badisch sibirien
Aus für Betreuungsgeld: Sieg der Vernunft
jetzt könnte dieses geld endlich vernünftig für die kinderbetreuung eingesetzt werden, in der die förderung im vordergrund steht.

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 Betreff des Beitrags: Re: KiTas
BeitragVerfasst: 22 Jul 2015 10:25 
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Registriert: 07 Feb 2011 19:13
Beiträge: 1539
In Bayern wird andere Vernunft praktiziert.


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 Betreff des Beitrags: Re: KiTas
BeitragVerfasst: 22 Jul 2015 13:08 
teddy hat geschrieben:
Aus für Betreuungsgeld: Sieg der Vernunft
jetzt könnte dieses geld endlich vernünftig für die kinderbetreuung eingesetzt werden, in der die förderung im vordergrund steht.


Warum wird eigentlich unterstellt, alle Familien, die ihre Kinder liebevoll bis zum Alter von 3 Jahren zu Hause betreuen würden diese nicht richtig fördern und könnten dafür die 150€ nicht brauchen?


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