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 Betreff des Beitrags: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 30 Jan 2014 19:33 
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Drei Tote Kinder pro Woche
Rechtsmediziner prangern Kindesmisshandlung an

30.01.2014, 17:45 Uhr | t-online.de, dpa
Hämatome im Gesicht eines zwei Monate alten Säuglings nach einer kräftigen Ohrfeige durch die 18 Jahre alte Mutter. (Quelle: Rechtsmedizin Berlin)


Ohrfeigen, Tritte ins Gesicht und Schläge mit dem Gürtel: Mit dramatischen Fotos und Fallschilderungen prangern zwei Berliner Rechtsmediziner, Michael Tsokos und Saskia Guddat, das Ausmaß von Kindesmisshandlung in Deutschland an. In ihrem Buch "Deutschland misshandelt seine Kinder" werfen sie dem deutschen Hilfesystem von Jugendämtern bis zur Justiz "regelmäßiges Versagen" vor. Kritiker halten das Buch allerdings für zu populistisch, pauschal und praxisfern.
http://www.t-online.de/eltern/familie/i ... nder-.html


Praxisfern und populistisch? Da musste man das Buch gelesen haben, um es zu beurteilen aber mir scheint es eher realistisch.

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Freiheit und Freude Liberté et joie Liberty and joy Libertad y alegría свобо́да и ра́дость.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 24 Feb 2014 14:16 
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reger Freigeist

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Wie krank muss man sein, um Kinder und noch mehr Kleinkinder und Babys zu schlagen. Dafür gibt es wirklich keine Entschuldigung. Das Buch gleich vorab als populistisch durchzuwinken, ist eine schöne Art das Problem weiter unter den Teppich zu kehren. Die Frage stellt sich, wer da kränker ist. Brutale Eltern oder eine blinde Gesellschaft?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 24 Feb 2014 20:50 
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Der "ploetzliche Kindstod" wird bisher nur diagnostiziert, in D aber keine Obduktion vorgenommen. Nach Untersuchungen zu diesem Problem ist man jetzt darauf gekommen, das ca. 5% dieser Kinder umgebracht wurden

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 24 Feb 2014 21:02 
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reger Freigeist

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Quijota hat geschrieben:
Der "ploetzliche Kindstod" wird bisher nur diagnostiziert, in D aber keine Obduktion vorgenommen. Nach Untersuchungen zu diesem Problem ist man jetzt darauf gekommen, das ca. 5% dieser Kinder umgebracht wurden

Ich habe darüber kürzlich einen Artikel gelesen und mittlerweile wird fast immer obduziert und in fast 25% der Fälle sterben die Kinder aufgrund von Misshandlungen. Das ist echt erschreckend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 24 Feb 2014 21:17 
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Der Bericht, auf den ich mich bezog, war aus 2012 von der Uni Muenster

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 24 Feb 2014 22:22 
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gibt es eigentlich in deutschland so ein gesetz, dass alle ungeklärten todesfälle obduziert werden müssen? ich glaube nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 24 Feb 2014 22:26 
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barb hat geschrieben:
Wie krank muss man sein, um Kinder und noch mehr Kleinkinder und Babys zu schlagen. Dafür gibt es wirklich keine Entschuldigung. Das Buch gleich vorab als populistisch durchzuwinken, ist eine schöne Art das Problem weiter unter den Teppich zu kehren. Die Frage stellt sich, wer da kränker ist. Brutale Eltern oder eine blinde Gesellschaft?


Hi, was eine Freude, Dich hier wieder mal begrüßen zu dürfen!

Wer ist da kränker? Kinder darf man ohne Führerschein und sonstige Befähigung kriegen und dann wird man von der Gesellschaft mit ihnen allein gelassen. Ich glaube, die allermeisten Eltern sind guten Willens, haben aber keine Ahnung, wie sie in Krisen mit ihren Kindern umgehen sollten. Hilfe suchen bei Profis gilt als persönliches Versagen. Ich denke, hier ist schon mal das erste große Problem. Ich sehe es ja jetzt bei unserem Kleinen. Der ist super knuffig und wenn er gute Laune hat, einfach nur zum knuddeln. Aber er hat inzwischen auch schon entdeckt, dass es sowas wie Zorn gibt. Nur kann er halt noch nicht sagen, was ihn zornig macht. Also brüllt er - wie am Spieß. Und ich könnte mir vorstellen, dass gestresste Eltern, wenn sie z.B. die Nachtruhe dringend brauchen, um am nächsten Tag fit im Beruf zu sein, schon mal ausrasten können, wenn ihnen so ein kleiner Balg dann die Nacht mit Geschrei versüßt.
Wenn es dann auch noch ein Schreikind ist, dann ist guter Rat zwar nicht teuer, aber schwer zu kriegen.

Behörden sind da m.E. die falsche Institution. Da müsste sich wirklich gesellschaftlich einiges verändern. Da müssten z.B. Nachbarn sein oder Freunde, die anbieten, das Kind mal für ein paar Stunden zu übernehmen, wenn die Mutter oder der Vater was dringendes zu erledigen haben oder wenn ein Elternteil krank ist. Wohl dem, der Großeltern hat, die dann einspringen können. Aber was, wenn nicht? Und die Hemmschwelle, mal eine Erziehungsberatung zu konsultieren, ohne deswegen gleich in die Akten des Jugendamtes Einzug zu halten, die sollte auch ausgeräumt werden. Mit der entsprechenden Information an alle Eltern, am besten gleich nach der Entbindung.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 24 Feb 2014 22:38 
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Glaubst du wirklich, Jemand halst sich freiwillig so einen Schreihals auf?

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 24 Feb 2014 22:55 
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Registriert: 29 Jan 2011 10:31
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Quijota hat geschrieben:
Glaubst du wirklich, Jemand halst sich freiwillig so einen Schreihals auf?


Meinst Du damit in stundenweiser Übernahme in Familie oder Freundeskreis oder meinst Du das im Kindergarten/Krippe/Vorschule?

Ich weiss, ich weiss, Tiere sind keine Menschen, aber mein Hund benimmt sich bei mir anders als bei jemanden, den sie nicht so "im Griff hat" wie mich. Und mich hat sie "unter der Nase", weil Tiere halt merken, wenn man selbst nervös ist und dergleichen. Somit nehme ich an, dass Babies und Kleinkinder sehr schnell sehr gut wissen wie sie die umgebenden Erwachsenen unterkriegen.
Was anderes ist es allerdings dann auf sie mit Gewalt zu reagieren. Zenzi hat das gut beschrieben, dass es kaum Hilfe oder Beratung von aussen gibt - ausser man "will" selbst peinlich auffallen und als "Problemfall" eingetragen werden.
Da fällt Dir dann mal Dein Kind blöd von der Schaukel, Wange auf, Knie kaputt. Ach so, wenn Du da irgendwo stehst, glaubt Dir vielleicht der Hausarzt nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 24 Feb 2014 23:18 
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Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
Meine Tochter hat kuerzlich ihr 2. Kind bekommen. Die Hebamme kommt in regelmaessigen Intervallen und hat auch eine Ausbildung in Richtung Sozialarbeit. Ich war mehrmals dabei, als sie da war und sie fragte schon ziemlich intensiv nach, ob das Kind ein Schreikind sei, ob meine Tochter sich ueberfordert fuehlt, wieviel Hilfe sie hat etc.
Haette sie Hilfe gebraucht, waere die von der Hebamme auch vermittelt worden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 25 Feb 2014 00:09 
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Aktivposten ;)

Registriert: 29 Jan 2011 10:31
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Quijota hat geschrieben:
Meine Tochter hat kuerzlich ihr 2. Kind bekommen. Die Hebamme kommt in regelmaessigen Intervallen und hat auch eine Ausbildung in Richtung Sozialarbeit. Ich war mehrmals dabei, als sie da war und sie fragte schon ziemlich intensiv nach, ob das Kind ein Schreikind sei, ob meine Tochter sich ueberfordert fuehlt, wieviel Hilfe sie hat etc.
Haette sie Hilfe gebraucht, waere die von der Hebamme auch vermittelt worden.


Ja, das hört sich gut an. Wie "normal" ist das allerdings? Wer kann sich so etwas leisten?
Mich krempelt es jedes Mal um, wenn ich lese oder höre, dass Eltern ihre Kinder erschlagen, ertränkt und etc. haben.
Das einem mal die Hand ausrutscht, ja, dass man selbst mal wie irre schreit, ja, das verstehe ich - aber eben weiter nicht.

Liest sich jetzt sicher provokant an, aber ich schreibe es, weil es mir noch im Kopf ist: Wie kann eine Frau unbemerkt schwanger sein, unbemerkt gebären und dann muss das Auto mal in die Werkstatt und dort bemerkt man, dass es stinkt und irgendwie Laute zu hören sind: Ein fast 2 Jahre altes Mädchen, dass bis dahin ihr Leben im Kofferraum verbracht hat!
Nein, nein, das war keine so erfundene Horrorzeitschrift, das war echt!
Wie bitte kann so etwas möglich sein? Die Frau hat einen Mann, hat zwei Kinder, die normal leben und dann so etwas!
Was bemerkt die Umwelt? Mit "bemerken" meine ich nicht, dass man seine Nachbarn überwachen soll, aber irgendwie etwas wahrnehmen wäre schon mal was!
Ok, bei entsprechender Körperfülle und entsprechend weiten Kleidern muss man eine Schwangerschaft nicht erkennen.
Aber diese Frau hat das Kind ja nicht in den Kofferraum und dort verhungern lassen. Das Kindchen bekam zum Essen, Klo gab's allerdings keines..., Ansprache gab es auch keine. Und niemand, niemand, niemand fällt da auf, dass die Frau relativ häufig an ihr Auto und zum Kofferraum geht?
Die meiste Verachtung in diesem Fall hat bei mir ihr Mann. Der Rest der Familie... Mitleid wäre das falsche Wort.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 25 Feb 2014 11:01 
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Registriert: 25 Jan 2011 12:14
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Quijota hat geschrieben:
Meine Tochter hat kuerzlich ihr 2. Kind bekommen. Die Hebamme kommt in regelmaessigen Intervallen und hat auch eine Ausbildung in Richtung Sozialarbeit. Ich war mehrmals dabei, als sie da war und sie fragte schon ziemlich intensiv nach, ob das Kind ein Schreikind sei, ob meine Tochter sich ueberfordert fuehlt, wieviel Hilfe sie hat etc.
Haette sie Hilfe gebraucht, waere die von der Hebamme auch vermittelt worden.


Ja, zu meiner Tochter kam in den ersten 3 Monaten auch die Hebamme, um nach dem Rechten zu sehen.
Das Problem dabei ist, dass es immer weniger freie Hebammen gibt, weil viele ihren Job aufgeben, weil sie wegen der hohen Versicherungsbeiträge ihr Auskommen nicht mehr finden. Aufgrund dessen ist es schwierig, eine Hebamme zu finden. Meine Tochter hat ihre schließlich über ihren Frauenarzt empfohlen bekommen. Die Hebammen, die ihr vom Krankenhaus empfohlen worden waren, waren alle ausgebucht.
Wer da also nicht hartnäckig dranbleibt, der hat am Schluss dann halt keine Hebamme zur Nachsorge. Auch wieder ein Problem der Leute, die es eigentlich am Nötigsten hätten.

Übrigens, eine gewisse Zahl von Hebammenbesuchen bezahlt die Krankenkasse.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 27 Feb 2014 18:04 
teddy hat geschrieben:
gibt es eigentlich in deutschland so ein gesetz, dass alle ungeklärten todesfälle obduziert werden müssen? ich glaube nicht.


Ein Arzt darf keinen Totenschein ausstellen, wenn er nicht eine natürliche Todesursache zweifelsfrei feststellen kann. Das ist z.B. in den Bestattungsgesetzen entsprechend geregelt, siehe hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Totenschein

Ich habe das selbst mal im Referendariat mitgemacht, als ich bei der Kripo einen Tag mitgefahren bin. Da war eine alte Frau an einer Tankstelle mit Herzversagen umgefallen. Der Arzt hatte wohl Bedenken, einfach so einen natürlichen Tod zu bescheinigen. Da sind wir dann in die MHH gefahren und ich hab mit den zwei Polizisten die Leichenbeschau gemacht.

Wenn ein Kind also z.B. Blutergüsse aufweist, wird das bei einer Leichenbeschau festgestellt (diese muss nackt stattfinden laut Bestattungsgesetz) und führt dann entsprechend zu Folgeuntersuchungen und ggf. Strafverfolgung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 27 Feb 2014 23:59 
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Registriert: 25 Jan 2011 12:14
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Dennoch gibts immer wieder Fälle, wo sogar Morde nur zufällig entdeckt werden, wenngleich der Leichenbeschauer den natürlichen Tod festgestellt haben will.
Eigentlich kann jeder Arzt die Leichenschau machen und mancher machts gründlich, andere nicht. Das wird bei Kindern auch nicht anders sein.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 28 Feb 2014 00:44 
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reger Freigeist

Registriert: 01 Feb 2011 12:50
Beiträge: 480
zenzi2 hat geschrieben:
Dennoch gibts immer wieder Fälle, wo sogar Morde nur zufällig entdeckt werden, wenngleich der Leichenbeschauer den natürlichen Tod festgestellt haben will.
Eigentlich kann jeder Arzt die Leichenschau machen und mancher machts gründlich, andere nicht. Das wird bei Kindern auch nicht anders sein.

Zenzi

Aber grade bei Kindern fände ich es besonders wichtig, dass es richtig und gründlich gemacht wird. Eine natürliche Todesursache ist ja bei Kindern schon vom Alter her viel unwahrscheinlicher als bei einer 70- oder 80-jährigen. Oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 28 Feb 2014 01:50 
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Aktivposten ;)

Registriert: 29 Jan 2011 10:31
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barb hat geschrieben:
zenzi2 hat geschrieben:
Dennoch gibts immer wieder Fälle, wo sogar Morde nur zufällig entdeckt werden, wenngleich der Leichenbeschauer den natürlichen Tod festgestellt haben will.
Eigentlich kann jeder Arzt die Leichenschau machen und mancher machts gründlich, andere nicht. Das wird bei Kindern auch nicht anders sein.

Zenzi

Aber grade bei Kindern fände ich es besonders wichtig, dass es richtig und gründlich gemacht wird. Eine natürliche Todesursache ist ja bei Kindern schon vom Alter her viel unwahrscheinlicher als bei einer 70- oder 80-jährigen. Oder?


Ich bin der Troll hier und habe Narrenfreiheit bis ich gesperrt werde. Also sage ich meine Meinung solange es geht.
Da lese ich hier also dass und ob ein Arzt und wie den Tod feststellt und woher und wie überhaupt.
Ja sicher, Kinder fallen ständig, von Tischen, Stühlen, Balkonen. Blaue Flecken hatte ich auch oft.

Und was hörte ich da heute wieder (Männer unter Männern)? "Wenn Mann seine Frau schlägt, dann sollte er schon wissen wie. Dass eben keine blauen Flecken bekleidet sichtbar sind."

Das stimmt, die farbige Beule am Kopf muss nicht von den Eltern sein. Das blaue Auge kann vom Bruder kommen.
Bei Kindern darf man nicht jede Schürfung ernst nehmen. Doch, ernst schon, als Eltern oder Hausarzt oder auch Kindergärtnerin oder Lehrer oder Nachbar. Nachfragen kostet NICHTS! woher das wieder mal kommt.

Ja, ich frage auch vollkommen erwachsene Männer, wenn sie ein Pflaster oder gar einen Verband oder einen Gips haben.
"Wie ist das passiert?" Doch, da höre ich mir das u.U. "gerne" an, weiss dabei einfach, dass es sie erleichtert - und fast zu Helden macht - auch dann, wenn sie eine "ungünstige" Geste gemacht hatten.

Auch wenn ich keine Kinder habe, weil ich keine wollte, sehe ich Kindern trotzdem an ob sie sich wohl fühlen oder zuhause irgendwas los ist, was nicht "los" sein sollte. Also könnte oft etwas getan werden bevor etwas "Tödliches" passiert. "Tödlich" kann auch eine psychische Zerstörung sein. So manchen Eltern könnte da geholfen werden.

Ich weiss, dass das hier als Abquasseln eingestuft wird. Das macht mir nichts. Vielleicht bin ich oberpingelig, wenn ich das bereits als Gewalt gegen Kinder ansehe, wenn Mütter ihre Kiddies, also echt diese Kleinspunde, im Kindergarten abholen, ohne Blick, ohne Wort für die Wutzis an ihren Handies hängen und diese nicht mal normal gehen lassen, sondern sie unbeachtet aller Dinge irgendwie hinter sich herziehen.

Echt auch! Als ob so ein Kleinpfurz nicht das "Recht" hätte mal zuerst richtig beschmust zu werden und labern zu können, was alles los war etc. Nee!
Danach wird das Kind "verwöhnt" oder vom Balkon geschmissen, wenn sich die Eltern streiten oder bei der Singlemutter das Amt nicht ausreichend zahlt und der Stress zu hoch ist.

Ich finde es versagend, wenn um Punkt, Komma/Strich gerechnet wird wieviele Kinder geboren werden müssen um...
Auch das nenne ich Gewalt gegen Kinder.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 28 Feb 2014 12:32 
x-mas hat geschrieben:
barb hat geschrieben:
zenzi2 hat geschrieben:
Dennoch gibts immer wieder Fälle, wo sogar Morde nur zufällig entdeckt werden, wenngleich der Leichenbeschauer den natürlichen Tod festgestellt haben will.
Eigentlich kann jeder Arzt die Leichenschau machen und mancher machts gründlich, andere nicht. Das wird bei Kindern auch nicht anders sein.

Zenzi

Aber grade bei Kindern fände ich es besonders wichtig, dass es richtig und gründlich gemacht wird. Eine natürliche Todesursache ist ja bei Kindern schon vom Alter her viel unwahrscheinlicher als bei einer 70- oder 80-jährigen. Oder?


Ich bin der Troll hier und habe Narrenfreiheit bis ich gesperrt werde. Also sage ich meine Meinung solange es geht.
Da lese ich hier also dass und ob ein Arzt und wie den Tod feststellt und woher und wie überhaupt.
Ja sicher, Kinder fallen ständig, von Tischen, Stühlen, Balkonen. Blaue Flecken hatte ich auch oft.

Und was hörte ich da heute wieder (Männer unter Männern)? "Wenn Mann seine Frau schlägt, dann sollte er schon wissen wie. Dass eben keine blauen Flecken bekleidet sichtbar sind."

Das stimmt, die farbige Beule am Kopf muss nicht von den Eltern sein. Das blaue Auge kann vom Bruder kommen.
Bei Kindern darf man nicht jede Schürfung ernst nehmen. Doch, ernst schon, als Eltern oder Hausarzt oder auch Kindergärtnerin oder Lehrer oder Nachbar. Nachfragen kostet NICHTS! woher das wieder mal kommt.

Ja, ich frage auch vollkommen erwachsene Männer, wenn sie ein Pflaster oder gar einen Verband oder einen Gips haben.
"Wie ist das passiert?" Doch, da höre ich mir das u.U. "gerne" an, weiss dabei einfach, dass es sie erleichtert - und fast zu Helden macht - auch dann, wenn sie eine "ungünstige" Geste gemacht hatten.

Auch wenn ich keine Kinder habe, weil ich keine wollte, sehe ich Kindern trotzdem an ob sie sich wohl fühlen oder zuhause irgendwas los ist, was nicht "los" sein sollte. Also könnte oft etwas getan werden bevor etwas "Tödliches" passiert. "Tödlich" kann auch eine psychische Zerstörung sein. So manchen Eltern könnte da geholfen werden.

Ich weiss, dass das hier als Abquasseln eingestuft wird. Das macht mir nichts. Vielleicht bin ich oberpingelig, wenn ich das bereits als Gewalt gegen Kinder ansehe, wenn Mütter ihre Kiddies, also echt diese Kleinspunde, im Kindergarten abholen, ohne Blick, ohne Wort für die Wutzis an ihren Handies hängen und diese nicht mal normal gehen lassen, sondern sie unbeachtet aller Dinge irgendwie hinter sich herziehen.

Echt auch! Als ob so ein Kleinpfurz nicht das "Recht" hätte mal zuerst richtig beschmust zu werden und labern zu können, was alles los war etc. Nee!
Danach wird das Kind "verwöhnt" oder vom Balkon geschmissen, wenn sich die Eltern streiten oder bei der Singlemutter das Amt nicht ausreichend zahlt und der Stress zu hoch ist.

Ich finde es versagend, wenn um Punkt, Komma/Strich gerechnet wird wieviele Kinder geboren werden müssen um...
Auch das nenne ich Gewalt gegen Kinder.


Nur weil du deine Meinung sagst bist du kein Troll. Das kommt nur dann, wenn du anfängst bei bestimmten Themen einen Kleinkrieg z.B. gegen KK zu führen. Das kann gerne unterbleiben.

Ansonsten denke ich zeigst du genau das Problem auf, dem sich die Ärzte dann bei einer Untersuchung ausgesetzt sind: Kinder haben insbesondere wenn sie kleiner sind oft blaue Flecken, sie bekommen auch mal vom grossen Bruder einen ab, fallen, laufen gegen Kanten etc. Im Normalfall sollte sich sowas aber von den "blau verprügelten" Kindern unterscheiden. Dennoch dürfte es nicht immer einfach sein, anhand eines nackten Körpers nun festzustellen, wie es nun genau zum Tode kam. Der Einwand, dass Kinder seltener eines natürlichen Todes sterben als 80jährige ist richtig, aber es gibt eben auch den plötzlichen Kindstod. Bei einem Kollegen von mir wäre ein Mädchen beinahe gestorben, die haben das noch grade rechtzeitig gesehen, und das Kind hat dann 1 Jahr lang Elektroden getragen die die Atmung überprüften.

Dass nicht alle Tötungen, egal ob bei Kindern oder Erwachsenen, bei einer Leichenschau entdeckt werden sollte dabei nicht überraschen. Die Leichenbeschau ist eben nur äusserlich, ggf. noch unter Hinzunahme von Informationen über den Gesundheitszustand (frühere Infarkte oder ähnliches). Die Polizisten, bei denen ich mitgefahren war, beschwerten sich sogar darüber, dass die Ärzte oft zu feige wären, einen natürlichen Tod festzustellen, um sich abzusichern. Folge ist, dass der Leichnam nicht freigegeben wird, die Polizei das untersucht, ggf. eine Obduktion stattfindet, und das ganze Thema Beerdigung nicht durchgeführt werden kann. Für Angehörige nach deren Angaben oft sehr problematisch.

Wer Fehler ausschliessen will müsste insoweit bei JEDEM Todesfall eine Obduktion und chemische Unterschung anordnen. Dass das nicht richtig und angemessen wäre dürfte offensichtlich sein. Wenn es das aber nicht gibt, wird es immer unentdeckte Tötungsfälle geben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt gegen Kinder
BeitragVerfasst: 09 Dez 2014 17:36 
luc1 hat geschrieben:
Zitat:

Drei Tote Kinder pro Woche
Rechtsmediziner prangern Kindesmisshandlung an

30.01.2014, 17:45 Uhr | t-online.de, dpa
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Ohrfeigen, Tritte ins Gesicht und Schläge mit dem Gürtel: Mit dramatischen Fotos und Fallschilderungen prangern zwei Berliner Rechtsmediziner, Michael Tsokos und Saskia Guddat, das Ausmaß von Kindesmisshandlung in Deutschland an. In ihrem Buch "Deutschland misshandelt seine Kinder" werfen sie dem deutschen Hilfesystem von Jugendämtern bis zur Justiz "regelmäßiges Versagen" vor. Kritiker halten das Buch allerdings für zu populistisch, pauschal und praxisfern.
http://www.t-online.de/eltern/familie/i ... nder-.html


Praxisfern und populistisch? Da musste man das Buch gelesen haben, um es zu beurteilen aber mir scheint es eher realistisch.


Warum es für die Jugendämter so schwer ist, rechtzeitig einzugreifen, zeigt eine aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts - wobei das nicht unbedingt die "schweren" offensichtlichen Fälle von Misshandlung trifft, sondern sonstige "schwierige" Familienverhältnisse.

Zitat:
Jugendamt und Sorgerecht

Warum ohne seine Tochter?

Das Bundesverfassungsgericht klopft psychologischen Gutachtern auf die Finger. Damit stärkt es Eltern den Rücken, denen das Jugendamt ohne Not ein Kind wegnehmen will. Ein Fall statuiert ein Exempel.

Was für ein Satz, der jetzt vom Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe zu lesen ist, ein Satz der Bodenständigkeit, Gelassenheit und Vernunft: „Die Eltern und deren sozio-ökonomische Verhältnisse gehören grundsätzlich zum Schicksal und Lebensrisiko eines Kindes.“ Da möchte man eigentlich nur wissen: Wer wollte diese höchstrichterliche Anthropologie bestreiten? Wer wollte bestreiten, dass man sich seine Herkunft nicht aussuchen kann, im Guten wie im Schlechten? Dass man allenfalls versuchen kann, für sich persönlich das Beste aus ihr zu machen?

...

Mehr als ein halbes Dutzend Mal haben die Karlsruher Richter in diesem Jahr Jugendämter und Gerichte gerügt, weil sie Eltern ohne tragfähige Begründung das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen haben. Dabei geht es selbstverständlich nicht um jene vergleichsweise wenigen, aber stark beachteten Fälle von schlimmer Verwahrlosung, bei denen das Jugendamt zu Recht und mitunter bedauerlicherweise auch zu spät einschreitet. Nein, stattdessen geht es um die vielen Fälle alltäglicher Denormalisierung, in denen der Staat unbotmäßig in private Lebensverhältnisse eingreift.

...

Entscheidend ist in den Karlsruher Ausführungen aber immer wieder die Formel „dessen ungeachtet kann ohnehin nicht“, mit der die Richter die Proportionen zurechtrücken. Das bedeutet: Selbst wenn dem Vater mangelnde Empathie vorgehalten werden könne, selbst wenn sein Vorbildcharakter in puncto Werte- und Rechtsordnung nicht fehlerfrei erwiesen ist - selbst dann bliebe er der Vater seiner Tochter, die nicht von ihm getrennt werden dürfe. „Dessen ungeachtet“, so wird denn auch festgestellt (also ungeachtet dessen, dass dem Vater im konkreten Fall gar nichts Negatives nachweisbar ist), würde „ein geringes Maß an elterlicher Feinfühligkeit ohnehin nicht ohne Weiteres zu einer nachhaltigen, die Trennung rechtfertigenden Gefährdung des Kindeswohls führen“.

Denn umgekehrt wird ein Schuh daraus: Eltern müssen ihre Erziehungsfähigkeit „nicht positiv unter Beweis stellen“; vielmehr setzt eine behördliche Wegnahme ihrer Kinder „umgekehrt voraus, dass ein das Kind gravierend schädigendes Erziehungsversagen mit hinreichender Gewissheit feststeht“. Das also, die Klärung der Beweislastverteilung, ist der springende Punkt, wenn in dieser wegweisenden Entscheidung voller gesellschaftspolitischer Implikationen das Elternrecht gestärkt wird. Eltern haben qua Elternschaft eine verfassungsrechtlich geschützte, primäre Erziehungszuständigkeit und brauchen dafür kein staatliches Zertifikat. Soll davon dispensiert werden, so gelten allerstrengste Begründungs- und Darlegungspflichten. Die Eltern, so bekräftigt es Karlsruhe, „können grundsätzlich frei von staatlichen Eingriffen nach eigenen Vorstellungen darüber entscheiden, wie sie die Pflege und Erziehung ihrer Kinder gestalten und damit ihrer Elternverantwortung gerecht werden wollen“. Es gehört nicht zur Ausübung des staatlichen Wächteramtes, „gegen den Willen der Eltern für eine bestmögliche Förderung der Fähigkeiten des Kindes zu sorgen“.

Mit anderen Worten: Eltern sind Schicksal und Lebensrisiko ihrer Kinder - und sollen es bleiben. Das ist in Zeiten des erzieherischen Enhancement-Wahns ein höchstrichterliches Plädoyer für Tiefenentspannung. Man kann dafür nur dankbar sein.



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