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 Betreff des Beitrags: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 22 Nov 2012 00:48 
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Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?

Fall Gustl Mollath: Weggeräumt und stillgestellt


Zitat:
Am 27. Februar 2006 wird Gustl Mollath in seinem Haus festgenomen. Bis heute besitzt er nur das, was er damals auf dem Leib trug. Sein gesamtes Leben ist verschwunden. Sein Haus wurde versteigert, Möbel und Autos weggebracht. Mollath hat keinen Pass, keine Zeugnisse, keinen Zugang zu Konten. "Ich habe nicht einmal ein Bild von meiner Mutter", sagt er, "ich bin den Ärzten ausgeliefert".

In der Forensik stehen ihm 45 Euro im Monat zu, um Körperpflegemittel und Briefmarken zu kaufen. Jahrelang durfte er morgens eine Stunde zum Hofgang, anfangs nur in Handschellen, seit kurzem kann er auch zweimal am Tag ins Freie. Mollath verweigert Therapiestunden und die Einnahme von Neuroleptika. Deshalb gilt er als unbehandelbar.

Die Folge: Bei jährlichen Untersuchungen kommen die Ärzte jedes Mal zu dem Schluss, Mollaths Zustand habe sich nicht verbessert. Die Unterbringung müsse fortgesetzt werden. Inzwischen sind Gutachter sogar der Meinung, es spiele keine Rolle mehr, ob es die Schwarzgeldgeschäfte tatsächlich gegeben habe. Entscheidend sei, dass sich Mollath deswegen in einen Wahn hineingesteigert habe. Seine Gedanken "kreisen um einen fernen Punkt von Unrecht".


http://www.spiegel.de/panorama/gustl-mo ... 68445.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 22 Nov 2012 01:05 
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fleissiger Freigeist
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Und:

Zitat:
Gustl Mollath wusste viel über dubiose Geschäfte von Anlageberatern der HypoVereinsbank. Die bayerische Justiz nahm seine Belege nicht ernst und ließ ihn in eine geschlossene Klinik sperren. Dort lebt er bis heute - obwohl ein interner Prüfbericht der Bank seinen Verdacht teilweise bestätigt.


Mehr darüber:

http://www.spiegel.de/panorama/gustl-mo ... 68445.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 22 Nov 2012 07:30 
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Wenn Alles verjährt ist, wird sich vielleicht Jemand um Mollath kümmern

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 22 Nov 2012 07:56 
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Lindis hat geschrieben:
Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?

au weh

jetzt kommt Herr Putin und hält "der späten Rache Honeckers" den "Spiegel" unter die Nase
eschek

mal sehen ob unsere Medien auch endlich die Einhaltung der Menschenrechte in Deutschland fordern

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 23 Nov 2012 10:07 
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Zitat:
Menschenrechtsbeauftragte fordert Entschädigung für Gustl Mollath
Marcus Klöckner 23.11.2012
Bayerische Justizministerin Beate Merk lässt Brief der Bayerischen Ärztekammer im Fall Mollath unbeantwortet

Im Fall des zwangspsychiatrisierten Gustl Mollath (Schwarzgeldgeschäfte-Whistleblower in die Psychiatrie abgeschoben?) hat sich die Menschenrechtsbeauftragte der Bayrischen Landesärztekammer zu Wort gemeldet. Im Telepolis-Interview kritisiert sie die Justizministerin von Bayern, Beate Merk, die auf einen Brief der Menschenrechtsbeauftragten seit über drei Wochen nicht geantwortet hat. Sie appelliert an die Ministerin nochmals, wie schon in ihrem Brief, für eine Überprüfung des Fall Mollath zu sorgen. Die Menschenrechtsbeauftragte Maria Fick fordert außerdem eine Entschädigung für Gustl Mollath.

weiter:
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38055/1.html

Bevor Fick eine Entschädigung für Mollath verlangen kann, müsste sie erst einmal wissen, für welchen Zeitraum - und noch ist Mollath nicht entlassen. Ausserdem finde ich es extrem schwierig, Jemanden für "gestohlene Lebenszeit" incl. Verdienstausfall und womöglich Schmerzensgeld zu entschädigen. Dieses Problem hat Merk sicher auch auf dem Schirm. Am Bequemsten und Billigsten wäre es wohl, Mollath dort zu belassen, aber nachdem der Fall öffentlich gemacht wurde, wird das kaum zu schaffen sein. Dazu kommt, dass Merk möglicherweise auch wegen des gesamten Sachverhalts von irgendwelchen "Spezis" unter Druck stehen könnte. Da kann man die 3 Wochen ohne Antwort schon verstehen (aber nicht akzeptieren)...

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 23 Nov 2012 10:23 
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Quijota hat geschrieben:
Zitat:
Menschenrechtsbeauftragte fordert Entschädigung für Gustl Mollath
.

da man auch mit größtem Wohlwollen die Aktionen des Gustl nicht unter "künstlerisch" einordnen kann
so wie bei den PussyRiots, wird der wohl in der Klapsmühle bleiben

ODER ? Fazer

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 28 Nov 2012 01:08 
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Mollath hat gute Chancen, dass sein Fall neu aufgerollt wird, SPD und Grüne zieren sich aber noch ein bisschen:
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38084/1.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 30 Nov 2012 13:42 
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Ach nee, auf einmal geht es, wo es der bayr. Justizministerin an den eigenen Kragen gehen könnte. Sie will den Fall Mollath neu aufrollen (lassen):
http://news.orf.at/stories/2153881/
:mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 30 Nov 2012 15:52 
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Quijota hat geschrieben:
Mollath hat gute Chancen, dass sein Fall neu aufgerollt wird, SPD und Grüne zieren sich aber noch ein bisschen:

da gibt es so etwas wie einen Förderverein Mollath
Der von denen bestellte Psycharter hat bestätig, daß der Gustl trotz längerer Haft völlig normal und ohne jegliche Aggressionen sei und zu unrecht weggesperrt wurde
nur
wurde der vom Gericht nicht zugelassen :cry:

Da könnte am besten ein US StarAnwalt helfen
eschek

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 30 Nov 2012 16:53 
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sasemit hat geschrieben:

Da stellt sich die Frage, wie viele sind auf diese Weise noch von der Gesellschaft ausgeschlossen worden? Das ist bestimmt kein sog. Einzelfall.

Sasemit


Hier noch ein bayrisches Schmankerl: ein weiterer Justizirrtum, wo 4 Personen mehrere Jahre wegen Mordes unschuldig inhaftiert wurden, eine Entschädigung bekommen sie trotzdem nicht.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/myste ... -1.1065066

Gruß
Culatello

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 30 Nov 2012 18:08 
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Die beiden Fälle sind imho nicht ganz vergleichbar. Bei Mollath handelte es sich wohl darum, ihn wegzusperren, danmit er nicht noch mehr ausplaudert, was die Hypobank und die Unregelmässigkeiten dort betraf.

Im 2. Fall war es eher ein Fehlurteil aufgrund teolweiser irreführender Angaben der Angeklagten

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 30 Nov 2012 18:23 
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Registriert: 31 Jan 2011 10:04
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Quijota hat geschrieben:
Die beiden Fälle sind imho nicht ganz vergleichbar.

alles Munition für den UnDemokraten Putin
eschek

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 30 Nov 2012 18:44 
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Der hat doch selbst schon Leute in die Klapse sperren lassen, die ihm in die Quere gekommen sind

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 03 Dez 2012 17:14 
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Registriert: 15 Jul 2012 15:23
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sasemit hat geschrieben:
... Da stellt sich die Frage, wie viele sind auf diese Weise noch von der Gesellschaft ausgeschlossen worden? Das ist bestimmt kein sog. Einzelfall.
Das ist sicherlich kein "bedauerlicher" Einzelfall. Die Zwangs-Einlieferung in die Psychiatrie ist in den letzten Jahren explosionsartig angestiegen ...

    ...

    Die Zahl unfreiwilliger Krankenhauseinweisungen hat in den letzten Jahren sehr deutlich zugenommen.

    ...

    In den vergangenen Jahren sind jedoch unfreiwillige Krankenhauseinweisungen psychisch Kranker erleichtert und rechtliche Hürden vermindert worden.

    ...

    Die Einweisungszahlen nach Betreuungsrecht haben sich seit Einführung der neuen gesetzlichen Grundlage (1992) mehr als verdreifacht, genau genommen erfolgte dieser Zuwachs innerhalb der vergangenen acht Jahre.

    ...

    Klärungsbedarf besteht bei der Frage, wie es zum erheblichen Anstieg unfreiwilliger Einweisungen sowohl nach Betreuungsrecht als auch nach dem PsychKG kommt. Die Bevölkerungszahl nahm nicht zu. Eine geringfügige Zunahme der Lebenserwartung und damit der Zahl älterer und teilweise dementer Patienten erklärt den rasanten Anstieg auch nicht, zumal in der Region die Zahl der Altenwohnheimplätze zunahm. Schwerwiegende psychische Erkrankungen sind nach mehreren epidemiologischen Studien über den Zeitraum hinweg in etwa gleich häufig geblieben.

    ...

    Quelle


Und dies sind Zeilen einer Mainstreampublikation ...


Gruß
Tara Marie


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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 03 Dez 2012 23:16 
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Höchst interessant zum Thema:

http://www.ardmediathek.de/hr2/hr2-der-tag?documentId=12661968

Auch dort wird gesagt, dass heutzutage wesentlich mehr Leute in die Psychatrie eingewiesen werden als früher und man dort so schnell auch nicht mehr raus kommt.

Zenzi

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«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 04 Dez 2012 00:21 
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Vor Gericht wird es heute erst dann richtig ungemütlich, wenn man auf Grund von Schuldunfähigkeit nicht bestraft werden kann, aber trotzdem als gefährlich eingestuft wird. Dann wird man in der Psychatrie auf "unbestimmte" Zeit weggeschlossen und ist den dortigen "Heilmaßnahmen" auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Und sollten die Gutachter keine Besserung der "Krankheit" feststellen, dann bleibt man dort bis das Licht ausgeht ...

Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

---

Ich habe von diesem Fall erst am letzten Sonntag erfahren und zwar in der Sendung "Sonntags-Stammtisch" im Bayerischen Rundfunk. Hängen blieb ich, weil ich mir mal anhören wollte, was der bayerische Innenminister so zu sagen hat.

In der Mediathek kann man sich das Gespräch anhören und -sehen >>> http://mediathek-video.br.de/B7Mediathe ... ccode=both

Das Thema beginnt ca. ab Minute 24 ...

Ab Minute 30 faßt Markwort den Fall des Herrn Mollath kurz zusammen und erzählt bemerkenswerte Details, die m. E. auch auf die Gründe seiner diagnostizierten "geistigen Einschränkung" bzw. seiner "Gemeingefährlichkeit" hinweisen.


Gruß
Tara Marie


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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 04 Dez 2012 14:26 
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reger Freigeist
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Heute im ZDF wird um 21.00 Uhr in "Frontal 21" noch einmal darüber berichtet.

Gruß
Culatello

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 04 Dez 2012 20:26 
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Ja, da bin ich mal gespannt ...

... schätze aber, daß sie - das meiner Meinung nach - Entscheidende in diesem Falle nicht erwähnen.


Gruß
Tara Marie


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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 04 Dez 2012 22:35 
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Also ehrlich gesagt hab ich bei den Einlassungen Markworts so meine Probleme. Entweder er spielt den Advocatus Diabolus oder er glaubt wirklich, dass sich die Institutionen (hier: Gericht, Staatsanwälte, Gutachter) nicht irren können. Er tut so, als ob es sich hier mal wieder um eine der bösen Verschwörungstheorien handelt.

Zenzi

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«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 05 Dez 2012 12:57 
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Mit Markwort habe ich auch meine Probeme. Trotzdem fand ich es höchst interessant, daß er Dinge erwähnte, die sonst nicht mehr zur Sprache kommen.

Die Sache wäre längst ausgestanden, hätte Mollath vor 7 Jahren seine vom Richter festgelegte Strafe von 1000 € gezahlt. Er fühlte sich aber zu Unrecht verurteilt und fing an, die Behörden mit Schreiben zu bombadieren.

Er argumentierte mit sogenannten Verschwörungstheorien zu dem Kennedy-Mord, Streubomben und den deutschen KZ's. Da waren dann die Gutachten zu seiner "Gemeingefährlichkeit" und "Unzurechnungsfähigkeit" schnell geschrieben und er verschwand in der Geschlossenen.

Eine elegante Lösung, die heute oft angewandt wird. Deshalb immer schön vorsichtig, beim Abwägen der Worte ...


Gruß
Tara Marie


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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 15 Dez 2012 09:11 
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...ganz besonders, wenn du damit in die Quere kommst, der ggf. die Finger mit im Spiel hat. Im Fall Mollath gibt es jetzt offensichtlich noch mehr Aufklärungsbedarf:
http://www.heise.de/tp/blogs/8/153359
http://www.heise.de/tp/blogs/8/153373

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 15 Dez 2012 09:21 
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Kurz gesagt: die ganze Sache stinkt zum Himmel!

Zenzi

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 15 Dez 2012 09:37 
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zenzi hat geschrieben:
Kurz gesagt: die ganze Sache stinkt zum Himmel!

Zenzi

quatsch,
der mann sitzt in der psychatrie, weil er gewaltätig und wahnhaft ist
Zitat:
Als Petra Mollath sich ein Jahr später im Zuge der Trennung entschließt, ihren Mann wegen Körperverletzung anzuzeigen und den Arzt um ein entsprechendes Attest bittet, stützt er sich auf seine Aufzeichnungen: "Die bei uns durchgeführte Untersuchung am 14.08.01 um 11:30 zeigte folgende Befunde: Prellmarke und Hämatom der rechten Schläfe von 3x5 cm Durchmesser, handbreite Hämatome an beiden Oberarmen, Hämatome an beiden Unterschenkeln, am linken Oberschenkel, Würgemale am Hals unterhalb des Kehlkopfes, Bisswunde am rechten Ellenbogen mit Abdruck von Unter- und Oberkiefer (...). Die erhobenen Befunde und Verletzungsmuster decken sich mit der Anamnese, die Schilderungen der Patientin sind durchaus glaubhaft."

[....]

Am Silvestertag 2004 nimmt er das Recht selbst in die Hand, so stellt es später das Landgericht Nürnberg fest: Er beginnt, Reifen zu zerstechen. Opfer werden Personen, die er verdächtigt, mit seiner Frau im Bunde zu sein: der Gerichtsvollzieher, Psychiater, Scheidungsanwälte seiner Frau, ein Transportunternehmer. Am Ende kommt eine Serie von 129 Reifen zusammen. Die Polizei braucht nach dem Täter nicht lange suchen: In einem Brief an eines seiner Opfer nennt Mollath die Namen aller anderen Geschädigten und beschreibt ihre Verbindung zu den Schwarzgeldgeschäften.

Mollath kennt sich aus mit Reifen. Er zersticht sie auf eine Weise, dass die Luft nicht sofort entweicht, sondern erst beim Fahren. Einigen Fahrern passiert dies auf der Autobahn, bei hohem Tempo, reine Glückssache, dass niemand zu Schaden kam.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/f ... 72632.html

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I'm tapping in the dusternis

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 17 Dez 2012 09:43 
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Das ist die Fall-Chronik lt. Mollath:
http://www.gustl-for-help.de/

Offener Brief von Richter a.D. Heindl an Merk:
Zitat:
.....Da nunmehr der Sonder-Revisionsbericht der Hypo-Vereinsbank vom 17. März 2003 vorliegt, ist klar ersichtlich, dass richtig ist, was ich gegenüber dem Bayerischen Landtag im Jahre 2011 erklärt habe. Ich wiederhole es mit den Worten, die der Fränkische Tag am 15.11.2012 in dem Artikel Wer ist hier eigentlich verrückt verwendet hat:

Gustl Mollath ist mit Hilfe einer vorgetäuschten Begründung und eines simulierten Prozessgeschehens in die Psychiatrie gesteckt worden, weil er einflussreichen politischen und wirtschaftlichen Kreisen gefährlich geworden war....

Ganzer Brief:
http://www.politaia.org/politik/fall-mo ... eate-merk/

Auch dieser Artikel ist in obigem Zusammenhang sehr interessant:
http://www.wolfgang-dudda.de/?p=7889

Selbst wenn Mollath verrückt wäre würde die Sache zum Himmel stinken

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 Betreff des Beitrags: Re: Wegen Kritik an Bank lebenslang im Irrenhaus?
BeitragVerfasst: 18 Dez 2012 15:28 
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teddy hat geschrieben:
zenzi hat geschrieben:
Kurz gesagt: die ganze Sache stinkt zum Himmel!

Zenzi

quatsch,
der mann sitzt in der psychatrie, weil er gewaltätig und wahnhaft ist
Zitat:
Als Petra Mollath sich ein Jahr später im Zuge der Trennung entschließt, ihren Mann wegen Körperverletzung anzuzeigen und den Arzt um ein entsprechendes Attest bittet, stützt er sich auf seine Aufzeichnungen: "Die bei uns durchgeführte Untersuchung am 14.08.01 um 11:30 zeigte folgende Befunde: Prellmarke und Hämatom der rechten Schläfe von 3x5 cm Durchmesser, handbreite Hämatome an beiden Oberarmen, Hämatome an beiden Unterschenkeln, am linken Oberschenkel, Würgemale am Hals unterhalb des Kehlkopfes, Bisswunde am rechten Ellenbogen mit Abdruck von Unter- und Oberkiefer (...). Die erhobenen Befunde und Verletzungsmuster decken sich mit der Anamnese, die Schilderungen der Patientin sind durchaus glaubhaft."

[....]

Am Silvestertag 2004 nimmt er das Recht selbst in die Hand, so stellt es später das Landgericht Nürnberg fest: Er beginnt, Reifen zu zerstechen. Opfer werden Personen, die er verdächtigt, mit seiner Frau im Bunde zu sein: der Gerichtsvollzieher, Psychiater, Scheidungsanwälte seiner Frau, ein Transportunternehmer. Am Ende kommt eine Serie von 129 Reifen zusammen. Die Polizei braucht nach dem Täter nicht lange suchen: In einem Brief an eines seiner Opfer nennt Mollath die Namen aller anderen Geschädigten und beschreibt ihre Verbindung zu den Schwarzgeldgeschäften.

Mollath kennt sich aus mit Reifen. Er zersticht sie auf eine Weise, dass die Luft nicht sofort entweicht, sondern erst beim Fahren. Einigen Fahrern passiert dies auf der Autobahn, bei hohem Tempo, reine Glückssache, dass niemand zu Schaden kam.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/f ... 72632.html



So ganz koscher war die Herangehensweise von Beate Lakotta (Spiegel) wohl doch nicht:
Zitat:
Onlinerecht und Bürgerrechte 2.0
14.12.12
Fall Mollath: Alles nur heiße Luft?

Auf SPON ist unlängst ein Artikel von Beate Lakotta erschienen, der versucht zu erklären, warum der Justitzskandal um Gustl Mollath doch keiner ist.

Die Autorin lässt dabei allerdings wesentliche Aspekte unberücksichtigt, verfälscht andere Punkte und stützt ihre Schlussfolgerung letztlich darauf, dass sich einige Spekulationen nicht bewahrheitet hätten, was sie dann natürlich ausführlich darstellt. Wer sich mit den derzeit bekannten Fakten und Hintergründen des gesamten Falls befasst hat, merkt allerdings sehr schnell, dass sich der Artikel von Beate Lakotta nicht um eine ausgewogenen Darstellung aller relevanten Umstände bemüht.
weiter:
http://www.internet-law.de/2012/12/fall ... -luft.html

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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