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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 30 Okt 2012 23:11 
Fabian hat geschrieben:
Zitat von teddy 20.12.2012

Zitat:
den aufbau der wirtschaft nach dem krieg und somit auch den "vorteil", den die arbeiter und angestellten dadurch hatten, war eben ohne diese "phösen kapitalisten" nicht möglich.


Ebenso wie der "Nachteil" den die Arbeiter und Angestelten im Abschwung haben! Die ^phösen" Kapitalisten werden schon wieder dafür sorgen wollen, dass nach dem von ihnen¨wie seiner Zeit unterstützten Krieg , es wieder einen Aufschwung von zero gibt.

Nur könnten sie sich diesmal verspekuliert haben.

Fabian


Wer sich nur einen Antagonismus zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern vorstellen kann, der muss wohl so schlicht denken.

Alle anderen lesen z.B. den Beitrag "Krise light, Krise heavy" im Spiegel zu BMW, wo dargestellt wird, wie BMW und die ARbeitnehmer flexible Arbeitszeit- und Entlohnungs (Zeitkonten)- Modelle entwickelt haben, mit denen die verschiedenen Krisenszenarien abgefedert werden, ohne dass es zu Verlusten beim Unternehmen oder Entlassungen bei den Arbeitnehmern kommen muss.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 31 Okt 2012 00:20 
RTL Nachtjournal zu wetterfesten Jacken. Problematisiert wird dass PFC haltige Jacken die Umwelt schädigen können (insbesondere bei der Produktion). Ähnlich dichte Jacken ohne PFC sind teurer. Aussage des Händlers: die Leute interessiert meist nur der Preis, nicht ob die Jacke umweltfreundlich ist. QED.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 31 Okt 2012 00:30 
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teddy hat geschrieben:
ihr solltet mich nicht mit fazer in einen topf werfen, nur weil er ab und an meinen ansichten zustimmen kann. das ist immer das problem, wenn man nach jahren im realismus angekommen ist ;)

@Poldi:
die BLÖD-zeitung hat es im westen gegeben, seit ich denken kann und wurde auch gelesen. wenn ich ab und an die ersten strassenbefragungen im tv, die so als rückblick gesendet werden, ansehe, dann waren die leute (hier im westen) sowas von stockkonservativ, dass es mir den atem verschlägt.

ich denke, hier wird der übliche fehler gemacht, nämlich mit ideologien, erinnerungen und (schlechten) beispielen argumentiert. das kommt immer gut, weil man, anhand von beispielen "die andere seite" immer schlecht aussehen lassen kann.

wahrscheinlich liegt der beste weg tatsächlich in der mitte, irgendwas zwischen sozialisums und kapitalismus. man mag sich sicherlich darüber streiten können, welche seite mehr gewicht haben sollte. ich denke, die, die der gesamtgesellschaft den meisten nutzen bringt.

ich finde schon, dass wir interessante entwicklungen beobachten können, z.b. die, dass die bürgerliche gesellschaft "grün" wird, weil sie es sich leisten kann. das hätte vor zwanzig, dreissig jahren niemand geahnt.

und ich glaube, kaum einer hier möchte wirklich eine total andere (wirtschafts-)ordnung - mit ungewissem ausgang. manch einer möchte gerne das alte, vermeintlich sichere zurück, andere wollen evtl. ganz andere dinge, die ihm/ihr wichtig sind. ABER, die wenigsten wollen den totalen umbruch, oder etwa chaos. und demokratien, wie unsere (jaaaaa, ich höre den aufschrei) geben die möglichkeit des langsamen, stetigen wechsels, den fast alle mitgehen können - und auch mitgestalten könnten, wenn sie wolten.


Mit dieser Aussage sollte Jeder gut leben können, damit hast Du soeben den kalten Krieg beendet und einen Weg in die Zukunft bereitet. Darauf würde ich gern mit Dir anstoßen. :prost:
Beim gesamtgesellschaftlichen Nutzen muss ich nachfragen, ob der Nutzen nur ökonomisch gedacht ist, oder ob er auch subjektive Faktoren beinhaltet. In dem Falle müssten wir auf dem neuen Wege wirklich beide Systeme vereinigen, was schon immer mein Streben war. Honecker meinte ja, dass das wie Feuer und Wasser wäre, doch ich könnte mir das vorstellen. Nur von Lust und Liebe kann man nicht lange leben, etwas Geld gehört schon dazu.
Mit Geld allein wird man nicht glücklich, da kann Fazer erzählen was er will.
So wie Du Demokratie und Freiheit anführst, kann ich nur immer die DDR vorweisen, aber auch mit etwas Reststolz. So möchte ich für mein Vereinigungsbeispiel auf die Sitte in der DDR verweisen, dass alle Betriebe ihre Rentner zu jeder Feierlichkeit eingeladen und auch abgeholt hat. Diese menschliche Wärme vermisse ich sehr in diesem kalten Geldorientierten System. Solcherlei Beispiele könnte ich noch reichlich aufführen, doch ihr hört sowas nicht gerne, doch Stasigeschichten passen gerade nicht ins Thema.
Der Spruch "Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört" könnte mit Leben gefüllt werden, wenn es denn den Fazers dieser Welt auch gefallen würde.

Fd

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 31 Okt 2012 07:34 
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freidenker hat geschrieben:
Mit dieser Aussage sollte Jeder gut leben können, damit hast Du soeben den kalten Krieg beendet und einen Weg in die Zukunft bereitet. Darauf würde ich gern mit Dir anstoßen. :prost:
Beim gesamtgesellschaftlichen Nutzen muss ich nachfragen, ob der Nutzen nur ökonomisch gedacht ist, oder ob er auch subjektive Faktoren beinhaltet. In dem Falle müssten wir auf dem neuen Wege wirklich beide Systeme vereinigen, was schon immer mein Streben war. Honecker meinte ja, dass das wie Feuer und Wasser wäre, doch ich könnte mir das vorstellen. Nur von Lust und Liebe kann man nicht lange leben, etwas Geld gehört schon dazu.
Mit Geld allein wird man nicht glücklich, da kann Fazer erzählen was er will.
So wie Du Demokratie und Freiheit anführst, kann ich nur immer die DDR vorweisen, aber auch mit etwas Reststolz. So möchte ich für mein Vereinigungsbeispiel auf die Sitte in der DDR verweisen, dass alle Betriebe ihre Rentner zu jeder Feierlichkeit eingeladen und auch abgeholt hat. Diese menschliche Wärme vermisse ich sehr in diesem kalten Geldorientierten System. Solcherlei Beispiele könnte ich noch reichlich aufführen, doch ihr hört sowas nicht gerne, doch Stasigeschichten passen gerade nicht ins Thema.
Der Spruch "Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört" könnte mit Leben gefüllt werden, wenn es denn den Fazers dieser Welt auch gefallen würde.

Fd

Ich bin begeistert!

Da werden genannte Fakten (beispielsweise bzgl. Staatskapitalismus oder bzgl. der negativen Konsequenzen staatlichen Einflusses in das Wirtschaftsleben) zum Threadthema im Laufe der „Diskussion“ schlichtweg ignoriert. Auf konkrete Aussagen & Fragen wird nicht einmal eingegangen.

Nach tagelanger „Diskussion“ kommt man hier zu der ideologieschwangeren Schlussfolgerung, dass ein System nicht schlecht sein kann, welches seine Rentner zu Betriebsfeiern einlädt und sogar abholt.

Herrlich!

Das ist genau die sachliche Auseinandersetzung, die ich so liebe…

Nun ja, hier scheint die längst der Vergangenheit angehörende Maxime "oben wird gedacht, unten wird gemacht" noch immer treue Anhänger zu haben. Da kann man wohl nichts machen...

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Zuletzt geändert von geradeheraus am 31 Okt 2012 11:30, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 31 Okt 2012 10:39 
teddy hat geschrieben:
ich denke, hier wird der übliche fehler gemacht, nämlich mit ideologien, erinnerungen und (schlechten) beispielen argumentiert. das kommt immer gut, weil man, anhand von beispielen "die andere seite" immer schlecht aussehen lassen kann.

Kommt drauf an, teddy.
Zum Herausarbeiten, über welch beschränkte Parameter manche Person "Armut" und "Wohlstand" definiert, KANN das im Einzelfall schon mal ganz hilfreich sein, finde ich. Hat in meinem Fall - der Verzicht auf eine weitere Antwort zeigt es - funktioniert.
Aber diese Ansicht muss natürlich niemand teilen.

Gruß
Kritikaster


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 Betreff des Beitrags: Re: Staatskapitalismus in Reinkultur
BeitragVerfasst: 31 Okt 2012 19:43 
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geradeheraus hat geschrieben:
Anbei ein Bericht der FAS vom letzten Sonntag, der belegt, dass die hier stets protegierten Diktatoren in Wahrheit Kapitalisten in Reinkultur sind.
Sozialismus / Kommunismus wird als moralisches Schild emporgehalten – nur leider haben die Menschen nichts davon; siehe beispielsweise Russland, Venezuela...
Heuchlerisches Gehabe!

Zitat:
Die Entwicklung leistet einem weiteren dramatischen Wandel Vorschub. Die Ambitionen der Staatskapitalisten gehen inzwischen weit über das eigene Land hinaus. Traditionell beschränkten sich staatliche Öl- und Gasgesellschaften auf die Ausbeutung von Lagerstätten innerhalb ihrer Landesgrenzen. Jetzt, wo sie die Technik dafür leicht einkaufen können, wollen sie auch ausländische Quellen anzapfen. Allen voran die Chinesen: Die Internationale Energieagentur in Paris schätzt, dass chinesische Staatskonzerne schon heute im Ausland so viel Öl fördern wie Europas größter privater Energiekonzern Shell insgesamt. Sie investieren Milliarden in die Erschließung von Tiefseequellen im Golf von Mexiko und vor Westafrika, von Ölsandminen in Kanada und Ölfeldern in der Nordsee.

Diese Ambition hat auch Rosneft. Im Tandem mit dem neuen Minderheitsgesellschafter BP startet der Konzern schon bald eine Auslandsoffensive, so die allgemeine Erwartung. Schon in der alten Konstellation TNK-BP strebten die Russen ins Ausland, konnten aber von BP noch gebremst werden. "Da entsteht ein neuer internationaler Player, der rund um die Welt aktiv sein wird, mit der Rückendeckung der russischen Regierung und dem Knowhow von BP", prognostiziert Energieexperte Butler vom King's College.

Er erwartet, dass andere private Ölkonzerne dem Vorbild der Briten folgen und ähnlich enge Allianzen mit Staatskonzernen bilden wie BP. "Dieser Deal bringt die Konkurrenten zum Nachdenken", sagt Butler.

Ob der Deal für Russland Gold wert ist, wird allerdings auch bezweifelt. Ein kräftig sinkender Ölpreis könnte die schöne Kalkulation ruinieren. Ausgeschlossen? Keineswegs. Die Gasindustrie erlebt gerade eine Revolution. Amerikanische Entrepreneure haben alte Fördertechniken neu kombiniert und können damit nun die gewaltigen Schiefergasvorkommen des Landes ausbeuten. Die Vereinigten Staaten bezahlen für Gas nur noch ein Viertel von dem, was in Europa üblich ist.

Ölmann Maugeri erwartet in der Ölindustrie ebenfalls eine Revolution - vor allem durch amerikanisches Schieferöl, aber auch durch kanadischen Ölsand. Amerika könnte bis 2020 wieder zu einem der größten Ölproduzenten der Welt werden. Maugeri rechnet aufgrund einer Studie damit, dass das Angebot an Öl binnen weniger Jahre in einem solchem Ausmaß steigen könnte, dass der Konsum dahinter zurückbleibt. Es käme zu Überproduktion und Preissturz. Die Treiber dieser Entwicklung wären private Konzerne der westlichen Hemisphäre, verlieren würden die Staatskonzerne und die Regierungen dahinter. Putin hat noch nicht gewonnen.


Soso, das sind also unserer Heilsbringer? Interessant...

Zu diesem Thema passt auch folgender Bericht über Wen Jiaboa, ebenfalls ein Kapitalist in kommunistischer Verkleidung.

Bitte um Erklärungen, warum ausgerechnet von derartig maskierten Persönlichkeiten eine Rettung vom Kapitalismus erhofft wird. Würde mich wirklich interessieren...

Viele Grüße
gh



Ich möchte auf einen älteren Beitrag zurückgreifen, da hier von "Heilsbringern" die Rede ist. Wenn ich das alles richtig verstehe, braucht die Welt sich in nächster Zukunft keine Sorgen mehr wegen Energiemangel zu machen. Das ist doch aufgrund der vorangegangenen Panikmache wegen der Erschöpfung von Ölreserven eine "heilsame" Nachricht. Wer in diesem Spiel den schwarzen Peter zieht, sollte im Endergebnis nebensächlich sein.
Ob Staats- oder Privatkapitalismus, was ist da der Unterschied? Ein Kapitalist in kommunistischer Verkleidung sollte Dir doch eher sympatisch sein als ein Kommunist in kapitalistischer Verkleidung. Mit Kommunisten verhandeln die Kapitalisten doch nicht, sondern nur mit ihresgleichen auf Augenhöhe.

Nun kommt aber der wunde Punkt, die Wunderwaffe Schiefergas- und Öl. Diese riskante Fördertechnik "Fracking" versetzt die USA in Goldgräberstimmung, die sie Russisch Roulett spielen läßt. Glücklicherweise veranstalten sie ausnahmsweise mal eine Sauerei auf eigenem Territorium. Warum können die sich nicht mal aus Gründen der Vernunft mit einem ehrenvollen zweiten Platz begnügen? Da bin ich doch froh, dass es in Deutschland noch mehr Sicherheitsapostel als Freiheitskämpfer gibt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/gutachten-zur-rohstoff-foerderung-nrw-legt-erdgas-fracking-auf-eis-a-854587.html

Bitte das Video beachten "Feuer aus dem Wasserhahn" oder so ähnlich. Ich bitte um sachliche Stellungnahme.

Fd


PS. Hilfe, mein Wasser brennt! heißt das Video.

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Zuletzt geändert von teddy am 31 Okt 2012 19:59, insgesamt 1-mal geändert.
zitat repariert


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 31 Okt 2012 20:07 
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 Betreff des Beitrags: Re: Staatskapitalismus in Reinkultur
BeitragVerfasst: 31 Okt 2012 20:33 
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freidenker hat geschrieben:
...Wenn ich das alles richtig verstehe, braucht die Welt sich in nächster Zukunft keine Sorgen mehr wegen Energiemangel zu machen. Das ist doch aufgrund der vorangegangenen Panikmache wegen der Erschöpfung von Ölreserven eine "heilsame" Nachricht. Wer in diesem Spiel den schwarzen Peter zieht, sollte im Endergebnis nebensächlich sein.
Du meine Güte: „Keine Energiesorgen?“ Wie kommst Du denn darauf? Hiervon habe ich in dem Artikel nichts gelesen. Allerdings von dem Sachverhalt, dass privatwirtschaftlich handelnde Organisationen wesentlich effizienter zu ihren Ergebnissen kommen als staatlich organisierte Unternehmungen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.
Angesichts der gesellschaftlichen Konsequenzen ist das alles andere als nebensächlich. Denke ich jedenfalls. Offensichtlich im Gegensatz zu Dir. Naja, wenigstens hast Du die Vergänglichkeit möglicher anderer Quellen erwähnt. Auch wenn dies bzgl. des Threadthemas ein Nebenkriegsschauplatz ist.
freidenker hat geschrieben:
Ob Staats- oder Privatkapitalismus, was ist da der Unterschied?
s.o.
freidenker hat geschrieben:
Ein Kapitalist in kommunistischer Verkleidung sollte Dir doch eher sympatisch sein als ein Kommunist in kapitalistischer Verkleidung.
Warum? Wie kommst Du darauf?
Mir ist jegliche Verkleidung/Verschleierung ein Dorn im Auge. Nicht umsonst habe ich die argwöhnige Verschleierung der Diktatoren, die sich den Soziallismus / Kommunismus als moralischen Schleier umhängen, um einen Staatskapitalismus in Reinkultur zu pflegen, kritisiert.
freidenker hat geschrieben:
Mit Kommunisten verhandeln die Kapitalisten doch nicht, sondern nur mit ihresgleichen auf Augenhöhe.
Wie die weltweite Verteilung der Energiegewinnung auf staatliche und privatwirtschaftliche Unternehmen verdeutlicht, ist diese Aussage absurd. Ohne Zusammenarbeit geht da nichts. Leider angesichts der mangelhaften Effizienz zu Lasten der Menschen. :schulter:

Solltest Du über das Für- und Wider von Schiefergas diskutieren wollen, mache doch bitte einen passenden Thread dafür auf.

Viele Grüße
gh

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 01 Nov 2012 00:35 
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geradeheraus hat geschrieben:
Mir ist jegliche Verkleidung/Verschleierung ein Dorn im Auge. Nicht umsonst habe ich die argwöhnige Verschleierung der Diktatoren, die sich den Soziallismus / Kommunismus als moralischen Schleier umhängen, um einen Staatskapitalismus in Reinkultur zu pflegen, kritisiert.
freidenker hat geschrieben:
Mit Kommunisten verhandeln die Kapitalisten doch nicht, sondern nur mit ihresgleichen auf Augenhöhe.
Wie die weltweite Verteilung der Energiegewinnung auf staatliche und privatwirtschaftliche Unternehmen verdeutlicht, ist diese Aussage absurd. Ohne Zusammenarbeit geht da nichts. Leider angesichts der mangelhaften Effizienz zu Lasten der Menschen. :schulter:

Solltest Du über das Für- und Wider von Schiefergas diskutieren wollen, mache doch bitte einen passenden Thread dafür auf.

Viele Grüße
gh


Interessant, immerhin gibst Du zwangsläufig zu, dass im Sozialismus/Kommunismus die Moral ein tragendes Element ist, welches Diktatoren als Feigenblatt benutzen.
Was die mangelnde Effizienz betrifft, da solltest Du Dich mal ausführlich mit der Wachstumskritik beschäftigen. BP Horst Köhler äußerte sich auch kritisch zu dem Thema. "Wir haben uns eingeredet, permanentes Wirtschaftswachstum sei die Antwort auf alle Fragen" und "Wir können uns nicht mehr hauptsächlich auf wirtschaftliches Wachstum als Problemlöser und Friedensstifter in unseren Gesellschaften verlassen."
Wozu genau brauchen wir stetiges Wachstum? Ein hohes Wirtschaftswachstum sagt nichts über Zufriedenheit, Gesundheit und Wohlstand der Bürger aus.

Das Schiefergas hast Du selbst ins Spiel gebracht um die Überlegenheit der USA zu demonstrieren, ich habe nur darauf reagiert.

Fd

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 01 Nov 2012 02:48 
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Fazer hat geschrieben:
dann muss es IRGENDEINE Instanz geben die sagt: du darfst nicht mehr Schulden machen als X Mrd. Euro. Das ist Folge deines Beitritts zur Währungsunion. Geh zurück auf deinen Platz, und schreib deinen Haushaltsplan neu.

Ich finde das sehr charmant, denn im Gegensatz zum Überstülpen eines Haushaltsplans bleibt das betroffene Land frei, seinen Haushaltsplan neu zu schreiben. Es darf sich nur nicht mehr zu Lasten der anderen Mitglieder der Eurozone verschulden. Und das ist sehr richtig und sehr gerecht.

Bitte um Entschuldigung, dass meine Antwort so spät kommt. Ich war 10 Tage verreist. Und dann ist mir entfallen, dass da noch was offen war.

Ich wehre mich gegen einen einzigen Superkommissar mit solch weitreichender Vollmacht, der mit seinem Daumen hoch/runter über Wohl/Wehe von Staatshaushalten in 17 €-Ländern befinden kann, der aber demokratisch überhaupt nicht legimitiert ist, sondern irgendwo/irgendwie undurchsichtig ausgekungelt wurde.

Außerdem wird das nicht in jedem Fall was bringen.
Wenn z.B. der Superkommissar von einem €-Land verlangt, es solle gefälligst seinen Staatshaushalt neu aufstellen, dieses Land sich aber nicht im Stande sieht, dem nachzukommen, und bittere, flehende Tränen weint, was passiert denn dann? Dann wird aller jetzigen Erfahrung nach das Köpfchen mitleidig gestreichelt und ein Aufschub von zwei oder mehr Jahren gewährt. Wahrscheinlich wollen die nächsten zu disziplinierenden Kandidaten im Zuge der Gleichbehandlung solche Rücksichtnahme dann auch beanspruchen, usw. usw.

Es sei noch erwähnt, dass Merkel dafür ist, dem Superkommissar "echte Durchgriffsrechte gegenüber den nationalen Haushalten zu gewähren", was m.E. noch über das hinausgeht, was Schäuble sich ausgedacht hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 01 Nov 2012 07:02 
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Weißt Du, Freidenker, ich denke wir sollten es einfach lassen. Es geht schon wieder los mit Deinen üblichen Umdeutungen…
Ich werde jetzt zwar antworten, unterlasse aber ab sofort meine Versuche, Übereinstimmungen zu finden und gemeinsam irgendwelche Wege zu finden. Klappt einfach nicht.
freidenker hat geschrieben:
Interessant, immerhin gibst Du zwangsläufig zu, dass im Sozialismus/Kommunismus die Moral ein tragendes Element ist, welches Diktatoren als Feigenblatt benutzen.
Von wegen zwangsläufig! Zwangsläufig kommt höchstens Dein Eingeständnis, dass die Verbrecher an der Menschlichkeit sich derart verkleiden.
freidenker hat geschrieben:
Was die mangelnde Effizienz betrifft, da solltest Du Dich mal ausführlich mit der Wachstumskritik beschäftigen. BP Horst Köhler äußerte sich auch kritisch zu dem Thema. "Wir haben uns eingeredet, permanentes Wirtschaftswachstum sei die Antwort auf alle Fragen" und "Wir können uns nicht mehr hauptsächlich auf wirtschaftliches Wachstum als Problemlöser und Friedensstifter in unseren Gesellschaften verlassen."
Herrjeh… Erstens haben die Themen Effizienz und Wachstum nichts (in Worten NICHTS) miteinander zu tun. Ich verzichte jetzt auf eine Erklärung, da wir das Thema vor längerer Zeit schon einmal hatten…
Zweitens ist es in meinen Augen bezeichnend für Dich, dass Du das Thema der Abhängigkeit vom Wachstum nun hier einbringst. Du weißt nur zu gut, dass es sich hierbei auch in meinen Augen um eine Achillesferse des marktorientierten Wirtschaftens handelt.
Was soll das also? Als Gegenargument zur Entkräftung meiner Position ist es jedenfalls nicht geeignet.
freidenker hat geschrieben:
Wozu genau brauchen wir stetiges Wachstum? Ein hohes Wirtschaftswachstum sagt nichts über Zufriedenheit, Gesundheit und Wohlstand der Bürger aus.
Rhetorische Fragen helfen wohl kaum weiter. Fällt Dir sonst nichts ein?
Diese Feststellung ist eine Binsenweisheit. Naja, wenn Du´s brauchst…
freidenker hat geschrieben:
Das Schiefergas hast Du selbst ins Spiel gebracht um die Überlegenheit der USA zu demonstrieren, ich habe nur darauf reagiert.
FALSCH! Erstens hat das Threadthema nichts mit der angeblichen Überlegenheit der USA zu tun. Zweitens hast Du mal wieder den einzigen Teil des von mir gelieferten Beitrages aufgegriffen, zu dem Du im beliebten Angriffsmodus irgendetwas von Dir geben kannst ohne auf die unliebsamen ZDF eingehen zu müssen.

Ich gebe die Hoffnung jetzt endgültig auf, von Dir ggf. noch einmal eine sachliche Stellungnahme zu gelieferten Sachverhalten oder gar eine Antwort auf gestellte Fragen zu erhalten. Du versuchst ja nicht mal ansatzweise, darauf einzugehen. Statt dessen verweilst Du mit stets erhobenem Zeigefinger in Deiner moralinschwangeren Selbstbeweihräucherung (wir sind die Guten).
Eigentlich schade, denn ich denke weiterhin, dass man durchaus etwas voneinander lernen könnte, wenn man nur einen Funken Bereitschaft hierzu an den Tag legte.
Nunja, aber auch die negative Erkenntnis, dass es nicht funktioniert, ist jedenfalls ein Ergebnis.

Viele Grüße
gh

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 01 Nov 2012 19:01 
SolaBona hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
dann muss es IRGENDEINE Instanz geben die sagt: du darfst nicht mehr Schulden machen als X Mrd. Euro. Das ist Folge deines Beitritts zur Währungsunion. Geh zurück auf deinen Platz, und schreib deinen Haushaltsplan neu.

Ich finde das sehr charmant, denn im Gegensatz zum Überstülpen eines Haushaltsplans bleibt das betroffene Land frei, seinen Haushaltsplan neu zu schreiben. Es darf sich nur nicht mehr zu Lasten der anderen Mitglieder der Eurozone verschulden. Und das ist sehr richtig und sehr gerecht.

Bitte um Entschuldigung, dass meine Antwort so spät kommt. Ich war 10 Tage verreist. Und dann ist mir entfallen, dass da noch was offen war.

Ich wehre mich gegen einen einzigen Superkommissar mit solch weitreichender Vollmacht, der mit seinem Daumen hoch/runter über Wohl/Wehe von Staatshaushalten in 17 €-Ländern befinden kann, der aber demokratisch überhaupt nicht legimitiert ist, sondern irgendwo/irgendwie undurchsichtig ausgekungelt wurde.

Außerdem wird das nicht in jedem Fall was bringen.
Wenn z.B. der Superkommissar von einem €-Land verlangt, es solle gefälligst seinen Staatshaushalt neu aufstellen, dieses Land sich aber nicht im Stande sieht, dem nachzukommen, und bittere, flehende Tränen weint, was passiert denn dann? Dann wird aller jetzigen Erfahrung nach das Köpfchen mitleidig gestreichelt und ein Aufschub von zwei oder mehr Jahren gewährt. Wahrscheinlich wollen die nächsten zu disziplinierenden Kandidaten im Zuge der Gleichbehandlung solche Rücksichtnahme dann auch beanspruchen, usw. usw.

Es sei noch erwähnt, dass Merkel dafür ist, dem Superkommissar "echte Durchgriffsrechte gegenüber den nationalen Haushalten zu gewähren", was m.E. noch über das hinausgeht, was Schäuble sich ausgedacht hat.


Das mit der demokratischen Legitimation ist Folge dieser linken Denke, dass ja angeblich demokratisch nur legitmiert sei, was in Volksabstimmungen beschlossen würde. Das ist offensichtlich grober Unfug.

Die Regierungen der EU-Staaten sind demokratisch legitimiert, und somit auch indirekt z.B. die EU Kommission. Das gleiche gälte für einen Euro-Kommissar, der ja auch Eingriffsrechte bekommen müsste, die widerum z.B. über staatliche Gesetze oder Zustimmung zu so einer Position legitimiert wären. Für D wäre wohl mindestens die Zustimmung des BT mit einfacher Mehrheit, wenn nicht sogar mit Zweidrittelmehrheit zum Zwecke der GG Änderung erforderlich.

Die Unabhängigkeit des Euro-Kommissars würde dann auch verhindern, dass es eben zu keinerlei Konsequenzen kommt. Das, was Schröder mit den Franzosen durchführte würde eben nicht mehr so einfach gehen. Nicht ausgeschlossen, das ist klar, aber die Ablehnung der Vorschläge kommt doch gerade aus der Erwartung, dass damit ernsthafter Einfluss auf die Etats der Länder entstehen würde.

Im übrigen wiederhole ich es noch mal: die aktuelle Situation, in der sich die Länder direkt staatlich oder indirekt über die Banken (Immobilienblase) verschulden schädigt eben die Wirtschaft der anderen Euro-Mitglieder, d.h. diese Länder greifen den anderen Ländern in die Tasche. DAS ist höchstgradig undemokratisch, da in KEINER Weise legitimiert. Die Einrichtung einer Position, die so etwas weitestgehend für die Zukunft verhindert ist insoweit sehr demokratisch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 01 Nov 2012 19:23 
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geradeheraus hat geschrieben:
Weißt Du, Freidenker, ich denke wir sollten es einfach lassen. Es geht schon wieder los mit Deinen üblichen Umdeutungen…
Ich werde jetzt zwar antworten, unterlasse aber ab sofort meine Versuche, Übereinstimmungen zu finden und gemeinsam irgendwelche Wege zu finden. Klappt einfach nicht.

freidenker hat geschrieben:
Das Schiefergas hast Du selbst ins Spiel gebracht um die Überlegenheit der USA zu demonstrieren, ich habe nur darauf reagiert.
FALSCH! Erstens hat das Threadthema nichts mit der angeblichen Überlegenheit der USA zu tun. Zweitens hast Du mal wieder den einzigen Teil des von mir gelieferten Beitrages aufgegriffen, zu dem Du im beliebten Angriffsmodus irgendetwas von Dir geben kannst ohne auf die unliebsamen ZDF eingehen zu müssen.

Ich gebe die Hoffnung jetzt endgültig auf, von Dir ggf. noch einmal eine sachliche Stellungnahme zu gelieferten Sachverhalten oder gar eine Antwort auf gestellte Fragen zu erhalten. Du versuchst ja nicht mal ansatzweise, darauf einzugehen. Statt dessen verweilst Du mit stets erhobenem Zeigefinger in Deiner moralinschwangeren Selbstbeweihräucherung (wir sind die Guten).
Eigentlich schade, denn ich denke weiterhin, dass man durchaus etwas voneinander lernen könnte, wenn man nur einen Funken Bereitschaft hierzu an den Tag legte.
Nunja, aber auch die negative Erkenntnis, dass es nicht funktioniert, ist jedenfalls ein Ergebnis.

Viele Grüße
gh


Dann gib mir wenigstens eine letzte Chance, damit ICH wenigstens etwas von DIR lernen kann. Sag mir endlich mal, was hinter deiner mehrfach verwendeten Abkürzung "ZDF" steckt. Ich habe diese Art der Kommunikation schon des öfteren bemängelt, oder ist es Taktik, mit Nebelgranaten zu werfen?
Ansonsten :heuldoch:

Fd

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 01 Nov 2012 19:31 
freidenker hat geschrieben:
Dann gib mir wenigstens eine letzte Chance, damit ICH wenigstens etwas von DIR lernen kann. Sag mir endlich mal, was hinter deiner mehrfach verwendeten Abkürzung "ZDF" steckt. Ich habe diese Art der Kommunikation schon des öfteren bemängelt, oder ist es Taktik, mit Nebelgranaten zu werfen?
Ansonsten :heuldoch:

Fd


Ich war auch schon mal irritiert, bis es dann in einer Klammer vorkam: Zahlen, Daten, Fakten.

Also das, was Liebhaber des Sozialismus insbesondere in Rückschau auf die DDR und andere sozialistische Staaten gerne ignorieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 01 Nov 2012 21:32 
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freidenker hat geschrieben:
geradeheraus hat geschrieben:
Weißt Du, Freidenker, ich denke wir sollten es einfach lassen. Es geht schon wieder los mit Deinen üblichen Umdeutungen…
Ich werde jetzt zwar antworten, unterlasse aber ab sofort meine Versuche, Übereinstimmungen zu finden und gemeinsam irgendwelche Wege zu finden. Klappt einfach nicht.

freidenker hat geschrieben:
Das Schiefergas hast Du selbst ins Spiel gebracht um die Überlegenheit der USA zu demonstrieren, ich habe nur darauf reagiert.
FALSCH! Erstens hat das Threadthema nichts mit der angeblichen Überlegenheit der USA zu tun. Zweitens hast Du mal wieder den einzigen Teil des von mir gelieferten Beitrages aufgegriffen, zu dem Du im beliebten Angriffsmodus irgendetwas von Dir geben kannst ohne auf die unliebsamen ZDF eingehen zu müssen.

Ich gebe die Hoffnung jetzt endgültig auf, von Dir ggf. noch einmal eine sachliche Stellungnahme zu gelieferten Sachverhalten oder gar eine Antwort auf gestellte Fragen zu erhalten. Du versuchst ja nicht mal ansatzweise, darauf einzugehen. Statt dessen verweilst Du mit stets erhobenem Zeigefinger in Deiner moralinschwangeren Selbstbeweihräucherung (wir sind die Guten).
Eigentlich schade, denn ich denke weiterhin, dass man durchaus etwas voneinander lernen könnte, wenn man nur einen Funken Bereitschaft hierzu an den Tag legte.
Nunja, aber auch die negative Erkenntnis, dass es nicht funktioniert, ist jedenfalls ein Ergebnis.

Viele Grüße
gh


Dann gib mir wenigstens eine letzte Chance, damit ICH wenigstens etwas von DIR lernen kann. Sag mir endlich mal, was hinter deiner mehrfach verwendeten Abkürzung "ZDF" steckt. Ich habe diese Art der Kommunikation schon des öfteren bemängelt, oder ist es Taktik, mit Nebelgranaten zu werfen?
Ansonsten :heuldoch:

Fd

Obwohl Deine Frage bereits beantwortet ist, reagiere ich natürlich auf Deine an mich gerichtete Bitte.
Stimmt, ZDF ist das Kürzel für Zahlen, Daten Fakten.

Folgende Anmerkungen kann und will ich Dir nicht ersparen:
Ich hatte in meinen von Dir als Fleißbeitrag bezeichneten Post die Erläuterung für dieses und andere zugehörige Kürzel geliefert. Ich nehme daher zur Kenntnis, dass Du diesen Beitrag nicht einmal (konzentriert) gelesen hast. Nun, soviel zu Deiner „ernst gemeinten“ Beteiligung an „Diskussionen“.
Ich habe es nicht nötig Nebelgranaten zu werden und pflege es, mit offenen Karten zu spielen. Auch dies könntest Du wissen, hättest Du unsere diversen Auseinandersetzungen auch nur einigermaßen ernsthaft betrieben.

Übrigens, zum Heulen besteht für mich kein Anlass. Immerhin ist klar geworden, dass man auf Dein gleichermaßen aufgesetztes wie kleinkariertes Geschwafel keinen Pfifferling setzen sollte. Dies habe ich gelernt und werde es zukünftig in Diskussionen mit gleichermaßen verbohrten Theoretikern entsprechend berücksichtigen. Immerhin!

Im Gegensatz dazu wäre logisch (oder wenigstens konsequent), wenn Dir angesichts der aus eigener Kraft gelieferten Entlarvung Deiner Argumentationsarmut zum Heulen zumute wäre. Jedoch…wenn ich überlege, ist aufgrund Deiner bewiesenen Oberflächlichkeit nicht davon auszugehen, dass Du zu dieser Schlussfolgerung kommen wirst. Schade.


Bitte erlaube noch eine abschließende Bemerkung:
Solltest Du aus diesen Zeilen schließen, dass ich verärgert bin, liegst Du richtig. Ich bin stinksauer - und zwar gleichermaßen auf Dich wie auf mich. Auf Dich, weil Du mich im Versuch den Schein zu wahren über einen langen Zeitraum nach Strich und Faden verarscht hast. Du warst nie ernstlich an einem Austausch interessiert. Das lässt Dein irreversibel eingebranntes Weltbild schlicht nicht zu. Und auf mich, weil ich es trotz vorhandener Signale habe geschehen lassen.
Das Thema ist durch. Endgültig.


Viele Grüße
gh

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 01 Nov 2012 22:06 
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um mal wieder zurück zum thema zu kommen:
es gab sicherlich sachen, die in der ddr nicht schlecht gelöst waren - wenn es sicherlich nicht die rentnereinladung zu betriebsfeiern waren (warum die es für die heutige zeit nicht sein können: kaum einer arbeitet heute noch sein leben lang in einem betrieb. sollte jede firma sämtliche ehemaligen mitarbeiter, die jetzt verrentet sind, einladen, dann könnten sie sich wohl messehallen mieten).
ich denke, dass sie kinderbetreuung erheblich besser war, als sie hier im westen ist. zumindest sollte der standard für mütter (und väter), die arbeiten wollen/müssen so gestaltet werden, dass man kinder wirklich gut betreut weiss und sich nicht abhetzen muss, um die kinder abzuholen. im übrigen geht das auch in ländern, die nicht sozialistisch sind, wie frankreich oder die skandinavischen länder.
ich finde auch, dass es sinnvoll ist, ärzte in einem zentrum zusammenzufassen (also deren praxen), damit diese geräte gemeinsam nutzen können - wann immer es sachlich geht.

nun wird sicherlich wieder proteste kommen, von wegen, der staat solle sich nicht in alles einmischen und kinder sind besser in der familie als im hort aufgehoben. das mag für einige familien gelten, ich befürchte nur, viele eltern haben nie erziehungsfähigkeit erreicht. man kann nicht den schulen alle möglichen (erziehungs-)aufgaben zuschustern, aber vorher nicht eingreifen, nicht zusehen, dass kinder erzogen werden. wenn kinder in die schule kommen, ist es für viele dinge schon zu spät.

ansonsten brauchen wir uns über mangelverwaltung, planerfüllung und sonstigen wirtschaftlich nicht gerade erfolgreichen blödsinn nicht zu unterhalten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 02 Nov 2012 01:16 
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teddy hat geschrieben:
um mal wieder zurück zum thema zu kommen:
es gab sicherlich sachen, die in der ddr nicht schlecht gelöst waren - wenn es sicherlich nicht die rentnereinladung zu betriebsfeiern waren (warum die es für die heutige zeit nicht sein können: kaum einer arbeitet heute noch sein leben lang in einem betrieb. sollte jede firma sämtliche ehemaligen mitarbeiter, die jetzt verrentet sind, einladen, dann könnten sie sich wohl messehallen mieten).
ich denke, dass sie kinderbetreuung erheblich besser war, als sie hier im westen ist. zumindest sollte der standard für mütter (und väter), die arbeiten wollen/müssen so gestaltet werden, dass man kinder wirklich gut betreut weiss und sich nicht abhetzen muss, um die kinder abzuholen. im übrigen geht das auch in ländern, die nicht sozialistisch sind, wie frankreich oder die skandinavischen länder.
ich finde auch, dass es sinnvoll ist, ärzte in einem zentrum zusammenzufassen (also deren praxen), damit diese geräte gemeinsam nutzen können - wann immer es sachlich geht.

nun wird sicherlich wieder proteste kommen, von wegen, der staat solle sich nicht in alles einmischen und kinder sind besser in der familie als im hort aufgehoben. das mag für einige familien gelten, ich befürchte nur, viele eltern haben nie erziehungsfähigkeit erreicht. man kann nicht den schulen alle möglichen (erziehungs-)aufgaben zuschustern, aber vorher nicht eingreifen, nicht zusehen, dass kinder erzogen werden. wenn kinder in die schule kommen, ist es für viele dinge schon zu spät.

ansonsten brauchen wir uns über mangelverwaltung, planerfüllung und sonstigen wirtschaftlich nicht gerade erfolgreichen blödsinn nicht zu unterhalten.


Teddy, ich versuche es nochmals.
Das Wort "Generationskonflikt" kannte ich bis 1990 nicht, und ich halte es wie viele neudeutsche Begriffe für Unwörter.
Früher liefen alle Tanzveranstaltungen unter dem Motto "Für Alt und Jung", die Musik wurde auch dementsprechend verteilt und war allen Ansprüchen gerecht. Bei Faschingsveranstaltungen gab es im Nachhinein immer einen Rentnerfasching, weil die wohl nur noch schunkeln wollen oder wie auch immer.
Heute läuft es nach "Ü-30", "Ü-50" usw. Das sind doch schon geplante Ausgrenzungen.
Jedes Jahr gab es ein Beriebsfest und eine Weihnachtsfeier, dafür gab es extra einen "K+S Fond" ( Kultur-und Sozialfond). Wer Krankheitsbedingt oder aus Altersgründen aus dem Arbeitsleben ausschied, behielt den Kontakt zum letzten Betrieb. Das blieb alles in ganz normalem Rahmen, da brauchte keine Messehalle gemietet werden. Kann sich wirklich keiner vorstellen, was es für einen alten Menschen bedeuten kann, wenn er zwei Mal im Jahr Kontakt zu den ehemaligen Kollegen hat? Ich bin wirklich enttäuscht, das diese Sorge um den Menschen keine Anerkennung findet.
Ich erwähnte das auch nur in dem Zusammenhang, als Du den Gedanken vorbrachtest, übernehmenswerte Errungenschaften in neue Konzepte einzubauen.
Leider heißt heute das Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn - jeder stirbt für sich allein". Eine kalte Welt tut sich uns auf, traurig aber wahr.

Das Paradoxe dabei ist aber, das diese menschliche Kälte aus der Welt der Scheinheiligen kommt, die vorgibt die Schöpfung zu verehren, in Wirklichkeit aber nur dem schnöden Mamon hinterherjagd. Ich habe noch eine Münze von 1923, den sogenannten "Wucherpfennig", darauf steht "Ob Jud Ob Christ - Ein Schuft Der Wucherer Ist" und "In Bösen Zeiten Ist Ohn Zweifel Ein Mensch Oft Des Andern Teufel". Die Randprägung der DM lautete "Einigkeit und Recht und Freiheit". Von Brüderlichkeit ist schon lange keine Rede mehr.
Dafür gab es bei uns aber keine Suppenküchen, was ich aber wohl mehr als menschliche Erniedrigung denn Errungenschaft ansehe.
Teddy, fühl Dich jetzt nicht angegriffen, das ging alles nicht gegen Dich, das war mehr ein verzweifelter Rundumschlag.

Fd

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Die Zukunft des Westens kann nicht die Verlängerung seiner Vergangenheit sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 02 Nov 2012 08:17 
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sasemit hat geschrieben:
freidenker hat geschrieben:
..................
Jedes Jahr gab es ein Beriebsfest und eine Weihnachtsfeier, dafür gab es extra einen "K+S Fond" ( Kultur-und Sozialfond). Wer Krankheitsbedingt oder aus Altersgründen aus dem Arbeitsleben ausschied, behielt den Kontakt zum letzten Betrieb. Das blieb alles in ganz normalem Rahmen, da brauchte keine Messehalle gemietet werden. Kann sich wirklich keiner vorstellen, was es für einen alten Menschen bedeuten kann, wenn er zwei Mal im Jahr Kontakt zu den ehemaligen Kollegen hat?

Fd


Nun ist es auch so, daß der Personalwechsel in den Betrieben häufiger statt findet als früher.
Das Arbeitsleben hat sich verändert. Früher machte man eine Ausbildung und wurde übernommen und viele blieben oft bis zur Rente im Betrieb. Heute wird nur noch in Ausnahmefällen der Lehrling übernommen. Es gibt immer mehr befristete Arbeitsverträge, Flexibilität ist angefragt, ständiger Wechsel des Arbeitsplatzes, auch das Arbeitsklima hat sich verändert. Ein wirkliches Miteinanander gibt es selten noch. Konkurrenz ist auch unter Kollegen angesagt und wird vom Arbeitgeber unterstützt. Die meisten haben Angst ihren Arbeitsplatz zu verlieren, so ist verstecktes Mobbing vermehrt zu beobachten.

Durch den ständigen und häufigen Personalwechsel kennt man bereits nach ca. 2 Jahren kaum noch jemanden. Umgekehrt ist es dann auch, daß der Ausgeschiedene auch nur noch wenigen, wenn überhaupt, bekannt ist. Ich habe es selbst erlebt, nach 2 Jahren kannte ich außer vielleicht 2 Personen niemanden mehr, alle anderen waren neu dazu gekommen. Da käme ich mir fremd und störend vor, man hat ja keine gemeinsamen Erinnerungen mehr.

Aus eigener Erfahrung und von Freunden und Bekannten weiß ich, daß die Teilnahme an Betriebsfesten und Weihnachtsfeiern von vielen (bei mir auch) eine Pflichtübung war und wir uns so schnell wie möglich nach dem Essen verabschiedeten. Die, die blieben, für die war es nach dem Essen ein "Saufgelage", was umsonst war.
Wer interessiert ist Kontakt zu ehemaligen Kollegen zu behalten kann es auch ohne diese Feste und dann öfters als nur zwei Mal im Jahr.

Sasemit.

Ich stimme Dir zu, Sasemit. Zur Beurteilung von Situationen muss stets auch die Entwicklung/Veränderung betrachtet werden.

Ich nehme Bezug auf eine Äusserung Freidenkers,
freidenker hat geschrieben:
Das Paradoxe dabei ist aber, das diese menschliche Kälte aus der Welt der Scheinheiligen kommt, die vorgibt die Schöpfung zu verehren, in Wirklichkeit aber nur dem schnöden Mamon hinterherjagd.
die mich zu folgendem Thema führt:

Wir sind mittendrin im Thema der self-fulfilling prophecy, also der sich selbst erfüllenden Vorhersage.
Im Kern dieser Erkenntnis liegt sehr viel Wahres. Mir selbst gefällt die „Übersetzung“ besser, welche gleichzeitig erläutert: Man kann durchaus etwas herbeireden!

Die stetige Konzentration auf die negativen Aspekte wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass diese sich bewahrheiten. Hierfür ist nicht unwesentlich, dass man vor lauter negativen Punkten den Blick für Positives -und damit natürlich auch die Möglichkeit sich hierfür einzusetzen- verliert, woran man ja eigentlich arbeiten will.

Jeder, der in Projekten arbeitet, weiß wie prägend diese Haltung ist und wie ausschlaggebend für das Fortkommen. Erfolgversprechend sind solche Vorhaben nur, wenn man es schafft, die Projektgruppe angesichts positiver Aussichten zu motivieren, die vorhandenen negativen Begleitumstände zu überwinden und als Gruppe weiterzukommen.
Zurückziehen, einigeln, geschehen lassen und das Schlechte in den Fokus rücken „ach, wie schlecht ist diese Welt“ kann nicht zur Verbesserung beitragen; im Gegenteil. Überhaupt keine Chance.

Bevor jetzt als Retourkutsche der Hinweis kommt, ich neige dazu, negatives zu banalisieren oder nicht zur Kenntnis zu nehmen, möchte ich auf folgenden Umstand hinweisen:

Nur wer die Fallstricke kennt, ist in der Lage sich an Ihnen zu reiben, sie zu umschiffen oder besser, aus dem Weg zu räumen. Es ergibt schlicht keinen Sinn, Negatives auszublenden. Immerhin will man es ja verbessern. Man muss jedoch zweifelsfrei auch in der Lage sein, Positives zu sehen und Möglichkeiten zu erkennen. Ansonsten bleibt man stehen. Auch hier ist Projektarbeit sehr hilfreich, um wesentliche Erkenntnisse zu erlangen.

Der Feind des Schlechten ist das Gute. Der Feind des Guten ist das Bessere.
Dies soll, wie schon mehrfach angesprochen, heißen: Wir sind auf einer permanenten „Entwicklungs-Reise“. Hierzu gehören logischerweise Veränderungen. Wie könnte der Weg geradlinig sein? Wie könnten alle Veränderungen positiv sein? Immerhin sind Menschen beteiligt...
Jedoch die negativen Begleitumstände zum Kern des Geschehens zu machen, sich nur noch mit ihnen zu beschäftigen und angesichts einer selbsterklärten vermeintlichen Ausweglosigkeit zu verharren oder gar umzukehren, das kann ja wohl zweifelsfrei der nicht richtige Weg sein.

Viele Grüße
gh

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 02 Nov 2012 09:13 
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freidenker hat geschrieben:
Teddy, ich versuche es nochmals.
Das Wort "Generationskonflikt" kannte ich bis 1990 nicht, und ich halte es wie viele neudeutsche Begriffe für Unwörter.
Früher liefen alle Tanzveranstaltungen unter dem Motto "Für Alt und Jung", die Musik wurde auch dementsprechend verteilt und war allen Ansprüchen gerecht. Bei Faschingsveranstaltungen gab es im Nachhinein immer einen Rentnerfasching, weil die wohl nur noch schunkeln wollen oder wie auch immer.
Heute läuft es nach "Ü-30", "Ü-50" usw. Das sind doch schon geplante Ausgrenzungen.
Jedes Jahr gab es ein Beriebsfest und eine Weihnachtsfeier, dafür gab es extra einen "K+S Fond" ( Kultur-und Sozialfond). Wer Krankheitsbedingt oder aus Altersgründen aus dem Arbeitsleben ausschied, behielt den Kontakt zum letzten Betrieb. Das blieb alles in ganz normalem Rahmen, da brauchte keine Messehalle gemietet werden. Kann sich wirklich keiner vorstellen, was es für einen alten Menschen bedeuten kann, wenn er zwei Mal im Jahr Kontakt zu den ehemaligen Kollegen hat? Ich bin wirklich enttäuscht, das diese Sorge um den Menschen keine Anerkennung findet.
Ich erwähnte das auch nur in dem Zusammenhang, als Du den Gedanken vorbrachtest, übernehmenswerte Errungenschaften in neue Konzepte einzubauen.
Leider heißt heute das Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn - jeder stirbt für sich allein". Eine kalte Welt tut sich uns auf, traurig aber wahr.

Das Paradoxe dabei ist aber, das diese menschliche Kälte aus der Welt der Scheinheiligen kommt, die vorgibt die Schöpfung zu verehren, in Wirklichkeit aber nur dem schnöden Mamon hinterherjagd. Ich habe noch eine Münze von 1923, den sogenannten "Wucherpfennig", darauf steht "Ob Jud Ob Christ - Ein Schuft Der Wucherer Ist" und "In Bösen Zeiten Ist Ohn Zweifel Ein Mensch Oft Des Andern Teufel". Die Randprägung der DM lautete "Einigkeit und Recht und Freiheit". Von Brüderlichkeit ist schon lange keine Rede mehr.
Dafür gab es bei uns aber keine Suppenküchen, was ich aber wohl mehr als menschliche Erniedrigung denn Errungenschaft ansehe.
Teddy, fühl Dich jetzt nicht angegriffen, das ging alles nicht gegen Dich, das war mehr ein verzweifelter Rundumschlag.

Fd

danke erstmal, dass du im prinzip NICHT auf meinen post einegangen bist.

dir mag der begriff "generationenkonflikt" 1990 neu gewesen sein, hier im westen war der schon länger bekannt. und der bezieht sich eben nicht darauf, dass die generationen getrennt auf irgendwelchen parties feiern, sondern um den konflikt, dass immer weniger arbeitnehmer immer mehr rentner finanzieren müssen.

und wenn sich die sorge um ältere menschen darin erschöpft, sie zweimal im jahr zu einem betriebsfest einzuladen, dann wird es damit bestimmt nicht "wärmer"in der gesellschaft.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 02 Nov 2012 09:47 
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Fazer hat geschrieben:
Das mit der demokratischen Legitimation ist Folge dieser linken Denke, dass ja angeblich demokratisch nur legitmiert sei, was in Volksabstimmungen beschlossen würde. Das ist offensichtlich grober Unfug.

Du paranoider Linkenschmäher ;), ich sprach von mangelnder demokratischer Legitimation des "Superkommissars". Den Begriff Volksabstimmung hast du gebracht. Falsch ist er in dem angesprochenen Zusammenhang aber nicht.

Fazer hat geschrieben:
Für D wäre wohl mindestens die Zustimmung des BT mit einfacher Mehrheit, wenn nicht sogar mit Zweidrittelmehrheit zum Zwecke der GG Änderung erforderlich.

Interessant ist doch, dass du hier selber zugibst, dass - zumindest was D betrifft - die demokratische Legitimation des "Superkommissars" bisher nicht gegeben ist. Dafür wäre auf jeden Fall erst mal die Einwilligung des Bundestags notwendig, der die Bestimmung über die Gültigkeit des Bundeshaushalts an eine Institution außerhalb von D verlagern und somit einen wichtigen Teil seiner Macht abgeben müsste. Das ist keine Kleinigkeit und würde u.U. doch eine Volksabstimmung erforderlich machen. Warum versuchst du das mit deiner Bemerkung „grober Unfug“ beiseite zu wischen?

Fazer hat geschrieben:
Die Unabhängigkeit des Euro-Kommissars würde dann auch verhindern, dass es eben zu keinerlei Konsequenzen kommt.

Die (völlige) Unabhängigkeit des „Superkommissars“ wage ich anzuzweifeln. Wer garantiert denn, dass er die ihm vorgelegten Haushalte wirklich sachlicn-neutral beurteilt, dass er nicht doch einen Vorteil für sein eigenes Land oder etwaige Kumpelländer im Auge hat, dass er nicht von entsprechenden Stellen bearbeitet wird - eventuell sogar zum Wohl des eigenen Portemonnaies? (siehe: Fall EU-Kommissar John Dalli).

Im Übrigen gehst du nicht auf meinen Einwand ein, wass passieren würde, wenn ein vom „Superkommissar“ gemaßregelter Staat nicht entsprechend reagieren würde oder könnte. Dürfte dieser Staat dann gar nicht mehr weiter wirtschaften? Würden die restlichen €-Länder diesen Staat gnadenlos den Bach runtergehen lassen? Was für andere Optionen könnten in Frage kommen? Oder wäre es nicht doch so, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit null und nix geschehen würde?

Schäubles Vorschlag eines mit solch immenser Macht ausgestatteten alleinigen „Superkommissars“ mit den offenen Konsquenzen ist undurchdacht, hat keinen praktischen Wert und ist nur dazu geeignet, Schäuble mal wieder in den Mittelpunkt der Medienaufmerksamkeit zu rücken.


Zuletzt geändert von SolaBona am 02 Nov 2012 11:08, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 02 Nov 2012 09:51 
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sasemit hat geschrieben:
freidenker hat geschrieben:
..................
Jedes Jahr gab es ein Beriebsfest und eine Weihnachtsfeier, dafür gab es extra einen "K+S Fond" ( Kultur-und Sozialfond). Wer Krankheitsbedingt oder aus Altersgründen aus dem Arbeitsleben ausschied, behielt den Kontakt zum letzten Betrieb. Das blieb alles in ganz normalem Rahmen, da brauchte keine Messehalle gemietet werden. Kann sich wirklich keiner vorstellen, was es für einen alten Menschen bedeuten kann, wenn er zwei Mal im Jahr Kontakt zu den ehemaligen Kollegen hat?

Fd


Nun ist es auch so, daß der Personalwechsel in den Betrieben häufiger statt findet als früher.
Das Arbeitsleben hat sich verändert. Früher machte man eine Ausbildung und wurde übernommen und viele blieben oft bis zur Rente im Betrieb. Heute wird nur noch in Ausnahmefällen der Lehrling übernommen. Es gibt immer mehr befristete Arbeitsverträge, Flexibilität ist angefragt, ständiger Wechsel des Arbeitsplatzes, auch das Arbeitsklima hat sich verändert. Ein wirkliches Miteinanander gibt es selten noch. Konkurrenz ist auch unter Kollegen angesagt und wird vom Arbeitgeber unterstützt. Die meisten haben Angst ihren Arbeitsplatz zu verlieren, so ist verstecktes Mobbing vermehrt zu beobachten.

Durch den ständigen und häufigen Personalwechsel kennt man bereits nach ca. 2 Jahren kaum noch jemanden. Umgekehrt ist es dann auch, daß der Ausgeschiedene auch nur noch wenigen, wenn überhaupt, bekannt ist. Ich habe es selbst erlebt, nach 2 Jahren kannte ich außer vielleicht 2 Personen niemanden mehr, alle anderen waren neu dazu gekommen. Da käme ich mir fremd und störend vor, man hat ja keine gemeinsamen Erinnerungen mehr.

Aus eigener Erfahrung und von Freunden und Bekannten weiß ich, daß die Teilnahme an Betriebsfesten und Weihnachtsfeiern von vielen (bei mir auch) eine Pflichtübung war und wir uns so schnell wie möglich nach dem Essen verabschiedeten. Die, die blieben, für die war es nach dem Essen ein "Saufgelage", was umsonst war.
Wer interessiert ist Kontakt zu ehemaligen Kollegen zu behalten kann es auch ohne diese Feste und dann öfters als nur zwei Mal im Jahr.

Sasemit.

Hi Sasemit,
fd hat schon versucht, einige substantielle Unterschiede des Miteinander in der ehemaligen DDR und der heutigen, vereinten BRD anzusprechen. Im Prinzip hast Du eine Reihe von Antworten schon selbst gegeben, insbesondere aber das Prinzip von Divide et impera erklärt.
Ein von mir geschätzter Philosophie-Professor hat das Problem mal auf den Punkt gebracht und erklärt:
"Der Sozialimus schafft mit sozialer Sicherheit nur eine weit geringere Arbeitsproduktivität, als es der Kapitalismus mit sozialer Unsicherheit schafft".

Aber kommen wir mal zurück auf das Thema Kinderbetreuung, Kinderfreundlichkeit und Fürsorge den Senioren gegenüber. Warum bitte weigert sich der deutsche Staat, die guten Erfahrungen in Skandinavien und in südlichen Ländern (auch der EU) aufzugreifen und sie in der Praxis auf unsere Verhältnisse geprägt anzuwenden?

Gruß
Poldi

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 02 Nov 2012 11:07 
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Poldi hat geschrieben:
Aber kommen wir mal zurück auf das Thema Kinderbetreuung, Kinderfreundlichkeit und Fürsorge den Senioren gegenüber. Warum bitte weigert sich der deutsche Staat, die guten Erfahrungen in Skandinavien und in südlichen Ländern (auch der EU) aufzugreifen und sie in der Praxis auf unsere Verhältnisse geprägt anzuwenden?

Gruß
Poldi

das hat mehrere gründe:
zum einen herrscht hier oft noch die meinung vor, dass kinder in den ersten 3 jahren am besten bei ihrer mutter (nicht vater) aufgehoben sind. dann kostet das ganze geld, zumindest am anfang werden grosse investitionen in räumlichkeiten und ausbildung des persoanals gebraucht. und ein wichtiger grund ist der förderalismus, der es den ländern überlässt, wie sie kinderbetreuung umsetzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 02 Nov 2012 11:26 
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Registriert: 01 Feb 2011 18:16
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teddy hat geschrieben:
Poldi hat geschrieben:
Aber kommen wir mal zurück auf das Thema Kinderbetreuung, Kinderfreundlichkeit und Fürsorge den Senioren gegenüber. Warum bitte weigert sich der deutsche Staat, die guten Erfahrungen in Skandinavien und in südlichen Ländern (auch der EU) aufzugreifen und sie in der Praxis auf unsere Verhältnisse geprägt anzuwenden?

Gruß
Poldi

das hat mehrere gründe:
zum einen herrscht hier oft noch die meinung vor, dass kinder in den ersten 3 jahren am besten bei ihrer mutter (nicht vater) aufgehoben sind. dann kostet das ganze geld, zumindest am anfang werden grosse investitionen in räumlichkeiten und ausbildung des persoanals gebraucht. und ein wichtiger grund ist der förderalismus, der es den ländern überlässt, wie sie kinderbetreuung umsetzen.

Das ist definitiv zu kurz gesprungen, verehrte Teddy :rose:

Die Einstellungen der Gesellschaften in Schweden, Norwegen und Finnland gegenüber Kindern und Familien ist so gründlich von der unseren verschieden, dass sich schon mal ein Blick hinter die Kulissen lohnt. Den aber macht keiner in politischer Verantwortung, dafür schwurbeln aber ganz viele in bester Bismarckscher Manier von Heim und Herd.
Die Kinderfeindlichkeit in Deutschland hat nichts aber auch gar nichts mit Investitionen oder dem Betreuungsort zu tun und schon gar nicht mit dem absolut veralteten Föderalismus in D.

Wieviele Mütter dürfen denn ihre Kinder mit zur Arbeit bringen? Wieviele Mütter haben eine Mobbingfreie Chance, ihre Arbeitszeit nach den Kindern zu richten?
Wir haben leider vollständig verlernt, eine lebenswerte, eine für alle attraktive und soziale Gesellschaft zu errichten, bei uns ist der Proft das Maß der Dinge un dzwar in einem Maße dass einem schlecht werden könnte, gefolgt von Egoismus und Ausgrenzung, nur um die eigenen Pfünde zu sichern. Plötzlich wundert man sich dann über soziale Spannungen und ist über die Sarranzins und frusttrierten Bürgermeister von Berlin-Neuköln erschrocken und gibt sich entrüstet über eine Ablehnung des Systems unter Jugendlichen....

Gruß
Poldi

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 02 Nov 2012 11:33 
sasemit hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
RTL Nachtjournal zu wetterfesten Jacken. Problematisiert wird dass PFC haltige Jacken die Umwelt schädigen können (insbesondere bei der Produktion). Ähnlich dichte Jacken ohne PFC sind teurer. Aussage des Händlers: die Leute interessiert meist nur der Preis, nicht ob die Jacke umweltfreundlich ist. QED.


Die meisten müssen auch auf den Preis schauen weil sie rechnen müssen, um mit ihren zur Verfügung stehenden Geld aus zukommen.


Stimmt. Und daher verhalten sich fast alle Menschen bei fast allen täglichen Entscheidungen egoistisch. Das ist nichts schlimmes, es ist nur absurd so zu tun, als würden die Menschen eben nicht im grossen wie im Kleinen meist egoistisch handeln und deswegen zu glauben, eine sozialistsche Weltordnung würde einfach so funktionieren weil sich ja alle so lieb haben ....

Und das heisst im übrigen nicht, dass Menschen nicht auch unegoistisch handeln, spenden, anderen helfen, was alles wichtig und richtig ist. Nur macht diese Art von Handeln einen kleineren Teil des Handelns aus. Eine Wirtschaftsordnung kann man nur unter Berücksichtigung der im wesentlichen in Eigennutz handelnden Menschen gestalten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kapitalismus als Wurzel allen Übels?
BeitragVerfasst: 02 Nov 2012 13:48 
Und Du hältst es nicht für möglich, eine Gesellschaftsordnung zu organisieren, in der das Streben nach Eigennutz dadurch erfüllt wird, dass das Wirken des Einzelnen für das Gemeinwesen, will heissen dessen Nutzen für Alle, prämiert wird?
Wer viel für's Gemeinwohl leistet, bekommt entsprechend mehr von der Gemeinschaft zurück.

Gruß
Kritikaster


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