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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 04 Sep 2011 00:07 
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Moderaor - z.Zt. a.D.

Registriert: 25 Jan 2011 16:23
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Fazer hat geschrieben:
zenzi hat geschrieben:
Zitat:
Der entfesselte Markt bringt die Demokratie in Gefahr


Dieser Satz aus dem von Jojo verlinkten Artikel (Zeit.de, mal ein gänzlich sauberer Link von Jojo, vielen Dank!) wäre doch eigentlich etwas, was wir uns Fazer ins Stammbuch schreiben könnten. Er meint ja immer noch, es wären die Linken, die die Demokratie gefährden.

Zenzi


Na ja, wenn ich es recht sehe hat es der Feuilletonchef der Zeit geschrieben - der sollte wohl besser bei seinen Konzert- oder Kinorezensionen bleiben.

Glaubt jemand ernsthaft, die Marktwirtschaft hätte es interessiert, dass der Sozialismus mit dem Fall der Sowjetunion abgewirtschaftet hatte? Wegen weggefallener Systemkonkurrenz hätte sich die Marktwirtschaft anders entwickelt? Das ist naiv. Wie viele Menschen sind den von der Bundesrepublik gen DDR gezogen, und umgekehrt?? Alle FKK Strände und kostenlose Gesundheitsversorgung haben die Unfreiheit und wirtschaftliche Armut des Sozialismus nie aufwiegen können - der Sozialismus in seiner realen Variante war und ist niemals attraktiv gewesen und konnte immer nur als Diktatur überleben.

Nur von den Banken wurde die Wirtschaftskrise verursacht? Da versteht jemand wohl nicht, wie alles zusammenwirkte. Es war das Wohlstandsversprechen der USA, das über Fannie Mae und Freddie Mac jedem Amerikaner sein eigenes Haus bringen sollte - ganz gleich, ob er dafür genug verdiente. Das, plus die Verbriefungsindustrie hat zur Finanzkrise geführt. Und die derzeitige Schuldenkrise der Euro Zone haben die Euro-Länder durch Schuldenmachen verursacht. Wer zuviel Kredit aufnimmt ist schuld - nicht derjenige, der ihm den Kredit gibt. Die Menschen in Ländern wie Griechenland sind im übrigen selbst mit schuld: sie haben die Gewerkschaften dazu gebracht, überhöhte Lohnforderungen durchzusetzen, oder (wie bei der griechischen Bahn) keinerlei Veränderungen vorzunehmen. Solche Lämmer wählen in Deutschland PDL.

Das Hauptproblem ist dass durch die Vernetzung der Finanzwirtschaft ein Grundprinzip der Marktwirtschaft ausgehebelt wurde: wer schlecht wirtschaftet muss pleite gehen. Wenn es aber keine Dämme gibt, und sich das dann als Vertrauenskrise ausbreitet wie nach der Lehman Krise dann funktioniert das nicht mehr. Erhöhte Eigenkapitalanforderungen, Basel III, Trennung von Investment- und Geschäftsbanken - es ist vieles unterwegs, aber vieles noch nicht ausreichend. Das alles wird nicht von heute auf morgen kommen - aber es wird hoffentlich kommen, damit die Wirtschaft der Industrienationen stabilisiert wird, zum Wohle aller.


Fazer,
auch wenn diese Frage ohne Details und fundamental ist (daher wahrscheinlch eher unqualifiziert) - aber ist das Konzept des Kapitalismus in den Industrienationen auf Dauer (also z.B. ueber die naechsten 1000 Jahre, nicht 100) ueberhaupt ueberlebensfaehig?
Ich weiss, dass wir gerade kein anderes Konzept (zumindestens kein anderes, welches besser funktioniert) haben - aber meinst Du (als Person), dass das Konzept wirklich so lange funktionieren kann?
Denn wenn es eventuell nicht funktioniert (fuerdie naechsten 1000 oder mehr Jahre - auch wenn das eventuell ueberzogen klingt, sagen wir eben 500 Jahre), waere dann rein hypothetisch ein schreckliches Ende nicht besser als ein unendlicher schrecken, der letzten Endes nur ein viel schlimmeres Ende zur folge hat?

Ja, das ist eine grundlegende Frage ganz weitab von allen Statistiken, Rettungsplaenen usw - aber vielleicht sollte man erst einmal diese Frage klaeren und dann Rettungsplaene machen?

viele Fragen - ich habe da noch keine Antworten,

Beo


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 04 Sep 2011 21:54 
Beowulf hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
zenzi hat geschrieben:
Zitat:
Der entfesselte Markt bringt die Demokratie in Gefahr


Dieser Satz aus dem von Jojo verlinkten Artikel (Zeit.de, mal ein gänzlich sauberer Link von Jojo, vielen Dank!) wäre doch eigentlich etwas, was wir uns Fazer ins Stammbuch schreiben könnten. Er meint ja immer noch, es wären die Linken, die die Demokratie gefährden.

Zenzi


Na ja, wenn ich es recht sehe hat es der Feuilletonchef der Zeit geschrieben - der sollte wohl besser bei seinen Konzert- oder Kinorezensionen bleiben.

Glaubt jemand ernsthaft, die Marktwirtschaft hätte es interessiert, dass der Sozialismus mit dem Fall der Sowjetunion abgewirtschaftet hatte? Wegen weggefallener Systemkonkurrenz hätte sich die Marktwirtschaft anders entwickelt? Das ist naiv. Wie viele Menschen sind den von der Bundesrepublik gen DDR gezogen, und umgekehrt?? Alle FKK Strände und kostenlose Gesundheitsversorgung haben die Unfreiheit und wirtschaftliche Armut des Sozialismus nie aufwiegen können - der Sozialismus in seiner realen Variante war und ist niemals attraktiv gewesen und konnte immer nur als Diktatur überleben.

Nur von den Banken wurde die Wirtschaftskrise verursacht? Da versteht jemand wohl nicht, wie alles zusammenwirkte. Es war das Wohlstandsversprechen der USA, das über Fannie Mae und Freddie Mac jedem Amerikaner sein eigenes Haus bringen sollte - ganz gleich, ob er dafür genug verdiente. Das, plus die Verbriefungsindustrie hat zur Finanzkrise geführt. Und die derzeitige Schuldenkrise der Euro Zone haben die Euro-Länder durch Schuldenmachen verursacht. Wer zuviel Kredit aufnimmt ist schuld - nicht derjenige, der ihm den Kredit gibt. Die Menschen in Ländern wie Griechenland sind im übrigen selbst mit schuld: sie haben die Gewerkschaften dazu gebracht, überhöhte Lohnforderungen durchzusetzen, oder (wie bei der griechischen Bahn) keinerlei Veränderungen vorzunehmen. Solche Lämmer wählen in Deutschland PDL.

Das Hauptproblem ist dass durch die Vernetzung der Finanzwirtschaft ein Grundprinzip der Marktwirtschaft ausgehebelt wurde: wer schlecht wirtschaftet muss pleite gehen. Wenn es aber keine Dämme gibt, und sich das dann als Vertrauenskrise ausbreitet wie nach der Lehman Krise dann funktioniert das nicht mehr. Erhöhte Eigenkapitalanforderungen, Basel III, Trennung von Investment- und Geschäftsbanken - es ist vieles unterwegs, aber vieles noch nicht ausreichend. Das alles wird nicht von heute auf morgen kommen - aber es wird hoffentlich kommen, damit die Wirtschaft der Industrienationen stabilisiert wird, zum Wohle aller.


Fazer,
auch wenn diese Frage ohne Details und fundamental ist (daher wahrscheinlch eher unqualifiziert) - aber ist das Konzept des Kapitalismus in den Industrienationen auf Dauer (also z.B. ueber die naechsten 1000 Jahre, nicht 100) ueberhaupt ueberlebensfaehig?
Ich weiss, dass wir gerade kein anderes Konzept (zumindestens kein anderes, welches besser funktioniert) haben - aber meinst Du (als Person), dass das Konzept wirklich so lange funktionieren kann?
Denn wenn es eventuell nicht funktioniert (fuerdie naechsten 1000 oder mehr Jahre - auch wenn das eventuell ueberzogen klingt, sagen wir eben 500 Jahre), waere dann rein hypothetisch ein schreckliches Ende nicht besser als ein unendlicher schrecken, der letzten Endes nur ein viel schlimmeres Ende zur folge hat?

Ja, das ist eine grundlegende Frage ganz weitab von allen Statistiken, Rettungsplaenen usw - aber vielleicht sollte man erst einmal diese Frage klaeren und dann Rettungsplaene machen?

viele Fragen - ich habe da noch keine Antworten,

Beo


Der Kapitalismus wird aus einem Grund überlebensfähig sein und bleiben: er basiert auf einem sehr wesentlichen menschlichen Grundprinzip, nämlich der Freiheit. Alle linken Utopien scheitern daran, dass zu ihrer Umsetzung immer eine Diktatur erforderlich ist. Eine Diktatur kann eine Marktwirtschaft errichten (siehe China), so dass Demokratie und Marktwirschaft nicht in der Weise verbunden sind, dass Marktwirtschaft nur in einer Demokratie existieren könnte. Aber umgekehrt ist es so: in einer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft kann nur eine freie Marktwirtschaft funktionieren.
Leider haben uns insbesondere linke Vorstellungen davon, dass man mit Schulden (und damit zu Lasten kommender Generationen) im Sinne von Keynes doch den Wohlfahrtsstaat bezahlen könnte, jetzt an den Rande des Staatskollapses für einige europäische Staaten gebracht. Die Systeme werden nachjustiert werden müssen. Aber die Herausforderungen der Zukunft in Sachen Energie werden z.b. bei steigenden Energiepreisen die Menschen dann meistern - im WEttbewerb der Ideen, wie schon seit Jahrhunderten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 04 Sep 2011 22:14 
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Zitat:
Leider haben uns insbesondere linke Vorstellungen davon, dass man mit Schulden (und damit zu Lasten kommender Generationen) im Sinne von Keynes doch den Wohlfahrtsstaat bezahlen könnte, jetzt an den Rande des Staatskollapses für einige europäische Staaten gebracht. Die Systeme werden nachjustiert werden müssen. Aber die Herausforderungen der Zukunft in Sachen Energie werden z.b. bei steigenden Energiepreisen die Menschen dann meistern - im WEttbewerb der Ideen, wie schon seit Jahrhunderten.


Über diesen Absatz solltest Du vielleicht nochmal nachdenken und dabei vielleicht mal Deine ideologische Scheuklappe absetzen. Irgendwie hab ich nämlich das anders in Erinnerung. Ist es nicht so, dass die Täter des galloppierenden Kapitalismus, nämlich die Finanzwirtschaft kürzlich ganze Volkswirtschaften an den Rand des Ruins gebracht haben? Die Schulden, die wir z.Zt. haben, sind nicht durch galloppierende Wohlfahrtsgeschenke zustande gekommen, sondern durch galloppierende Bankenrettungen bzw. Staatshaushaltsrettungen wg. davonlaufender Schuldzinsen.

Vielleicht hast Du es nicht mitbekommen. Ich jedenfalls hab kürzlich irgendwo im Netz gelesen, dass manche Staaten geradezu gezwunden wurden, neue Schulden aufzunehmen. Da kamen Jungs von der Weltbank und haben denen regelrecht die Pistole auf die Brust gesetzt. Muss mal googeln, ob ich das noch finde, dann setz ich auch noch einen Link hier dazu.

Zenzi

_________________
«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 04 Sep 2011 23:48 
zenzi hat geschrieben:
Zitat:
Leider haben uns insbesondere linke Vorstellungen davon, dass man mit Schulden (und damit zu Lasten kommender Generationen) im Sinne von Keynes doch den Wohlfahrtsstaat bezahlen könnte, jetzt an den Rande des Staatskollapses für einige europäische Staaten gebracht. Die Systeme werden nachjustiert werden müssen. Aber die Herausforderungen der Zukunft in Sachen Energie werden z.b. bei steigenden Energiepreisen die Menschen dann meistern - im WEttbewerb der Ideen, wie schon seit Jahrhunderten.


Über diesen Absatz solltest Du vielleicht nochmal nachdenken und dabei vielleicht mal Deine ideologische Scheuklappe absetzen. Irgendwie hab ich nämlich das anders in Erinnerung. Ist es nicht so, dass die Täter des galloppierenden Kapitalismus, nämlich die Finanzwirtschaft kürzlich ganze Volkswirtschaften an den Rand des Ruins gebracht haben? Die Schulden, die wir z.Zt. haben, sind nicht durch galloppierende Wohlfahrtsgeschenke zustande gekommen, sondern durch galloppierende Bankenrettungen bzw. Staatshaushaltsrettungen wg. davonlaufender Schuldzinsen.

Vielleicht hast Du es nicht mitbekommen. Ich jedenfalls hab kürzlich irgendwo im Netz gelesen, dass manche Staaten geradezu gezwunden wurden, neue Schulden aufzunehmen. Da kamen Jungs von der Weltbank und haben denen regelrecht die Pistole auf die Brust gesetzt. Muss mal googeln, ob ich das noch finde, dann setz ich auch noch einen Link hier dazu.

Zenzi


Tja, da sitzt du allerdings einem neuen Mythos auf: dass die Banken an den Schulden der Staaten schuld seien, wegen der Wirtschaftskrise. Dieses Märchen soll verhindern, dass die Menschen auf die wahren Schuldigen der Staatsschuldenkrise sehen.
Die deutsche Staatsverschuldung beträgt ca. 2000 Mrd. Euro. Durch die Finanzkrise sind keine 100 Mrd. dazugekommen. Ähnlich sieht es überall sonstwo aus - Allgemeinwissen ist ja schon, dass Griechenland schon beim Euro-Beitritt über 100% des BIP an Schulden hatte. Griechenland wurde kaum durch Bankenrettungen belastet, auch Portugal, Spanien und Italien nicht. Bankenrettungen haben nur in Island und Irland die Staaten ins Wanken gebracht - der Rest der Schuldenkrise ist durch Leben über die Verhältnisse verursacht worden. Das haben die Bürger der entsprechenden Länder, im Zusammenwirken mit den gewählten Politikern und den Gewerkschaften herbeigeführt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 07 Sep 2011 14:23 
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reger Freigeist

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Beiträge: 351
http://observers.france24.com/fr/content/20110902-mary-lee-ward-usa-expulsion-hypotheque-maison-proprietaires-crise-subprimes-soutien-brooklyn?ns_campaign=nl_obs_fr&ns_mchannel=email_marketing&ns_source=OBS_36_20110907&ns_linkname=20110902_observers_mary_lee_ward_usa_expulsion_hypotheque&ns_fee=0&f24_member_id=1042552270478

Freie Titelübersetzung:

'Eine Omi die vom Wohnungsrauswurf bedroht ist, wird zum Symbol der Bankenhabgier.'

Eine Mamie King? Auch das was die 200 amerikanischen Nachbarn zeigen ist eine Form der Solidarität, ungewöhnlich für die USA.

Fabian


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 07 Sep 2011 23:46 
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Beiträge: 1668
Um festzustellen ob die Schulden nun tatsächlich „hoch“ sind müssten sie erst mal „inflationsbereinigt“ werden.

Als Maßstab irgend eine Papierwährung zu wählen ist beinahe so nutzlos wie die Kerbe am Bootsrand, mit der sich die Schildbürger merken wollten wo sie ihre Glocke in einem See versenkt haben.

1980 kostete die Feinunze Gold 850 US-Dollar. 850 US-Dollar wären 2006 unter Berücksichtigung der Inflation 2.061 US-Dollar gewesen (1980 war der Goldpreis sehr hoch) – Heute 2011 beträgt der aktuelle Goldpreis 1.817,35 $. Dabei ist die Inflation weiter gestiegen, somit wären mehr als 2.061 US-Dollar notwendig um auf den Wert von 1980 zu kommen.

Was eine „reale Sache“ wert ist, kann nur über den Umweg Gold berechnet werden. Das diese möglich ist, ist allen Regierungen „ein Dorn im Auge“. Diese Methode deckt auf wie viel Wert eine bestimmte Summe Papiergeld tatsächlich hat. Ein Beispiel 1933 wurde illegaler Goldbesitz in den USA u.a. mit einer Geldstrafe von 1.100.-$ bestraft – unter Berücksichtigung der Inflation waren das 2005 ca. 110.000.-$ - wie viel das dato wäre, weiß ich nicht, die Berechnungen habe ich dem Buch von Max Otte „Der Crash kommt“ 2008 entnommen.

Die Verschuldung nur Politikern (welche eigentlich ?) und Gewerkschaften anzurechnen, trifft nur sehr ungenau die Fakten. Auch Kredite im Wirtschaftsbereich erhöhen die Geldmenge. Da Geld nur durch Schulden entsteht, kann dieser Beitrag nicht „außen vor“ bleiben. Da Krediten „reale Werte“ gegenüberstehen, ist eine immer höhere Bewertung von z.B. Immobilien ein Faktor, der immer größere Kredite zulässt. Japan ist seit dem Platzen der dortigen Immobilienblase, nie mehr zu seiner alten wirtschaftlichen Größe aufgestiegen. In Spanien findet sich ein vergleichbares Bild.

Gäbe es einen unverfälschbaren „Anker“, würden Rohstoffe, Immobilien usw. stets nach ihrem Goldwert gemessen, könnte wohl kaum ein total überzogener Kredit und damit eine immer größere Geldmenge entstehen. Das Kredite in mehrfacher Hinsicht geldmengenwirksam sind, dreht sich diese Spirale immer schneller. Solange, bist ein Staat sein Währung radikal abwertet und so sein Schulden verkleinert. Der Umstieg in den €uro war in allen Ländern solch ein Schritt. Doch nun kann nur noch für alle gleichzeitig ein solches Manöver stattfinden. Was hat es uns zu DM-Zeiten interessiert, der wievielte „Neue Franc“ in F das nun war ? Die DM wurde als außergewöhnlich harte Währung angesehen, doch beim Zwangsumtausch waren nur noch ca. 23% des ursprünglichen Werts noch vorhanden.

Renten und Staatspensionen sind nichts als ein Versprechen diese später zu zahlen. Erstere landen dank Manipulation, wie Steuern im großen Topf, Pensionen entstehen sowieso immer aufs Neue bei ihrer Auszahlung. Sie werden ausschließlich durch Steuern „gegenfinanziert“ - auch alle Sozialkosten werden steuerfinanziert. Leider kann ein Steuercent nur einmal ausgegeben werden. Daher wird auch für diese laufenden Zahlungen „Fiatgeld“ notwendig. Daneben gibt es jede Menge anderer Ausgaben, die mit Steuern oder Krediten bezahlt werden.

Nun ist ein Staat wie D, nicht nur Schuldner, sonder in erheblichem Maß auch Gläubiger. Damit sieht diese Bilanz u.U. deutlich besser aus. Doch leider nur für „Guthaben“, die irgendwie gedeckt sind. Griechenland besitzt nicht nur eigene echte Goldreserven, sonder hat mit Fiatgeld aus anderen „Quellen“ diesen auch noch vergrößert. Nun möchte Finnland für seine „Bemühungen“ eine Teil des Goldes verbrieft haben,

Dagegen wehren sich alle anderen vehement – besonders D – wobei diese „Sicherheit“ doch jedem Bürger gefallen würde. Warum wohl wehren sich dennoch alle so sehr dagegen ? Ganz klar, so müssten die „Schulden“ mit einem realen Maßstab gemessen werden – aus der Traum, frei Geld manipulieren zu können – Gold ist das Kind, das den Kaiser nackt sehen würde, während alle voll des Lobs über die schönen neuen Kleider sind...


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 08 Sep 2011 09:08 
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voll_ratlos hat geschrieben:

die Berechnungen habe ich dem Buch von Max Otte „Der Crash kommt“ 2008 entnommen....

der ist gut !!!
nur leider ist das ein Mann der leisen Töne
er vertritt die ähnlichen Positionen wie Dr. Hamer
und ich :cry:

in einer Radiosendung hat er gerade gestern über die diversen Rettungsschirme gesprochen
mit dem Ergebnis, daß ausschließlich die Banken gerettet werden
zu einer politischen Bewertung hat er sich leider nicht hinreißen lassen
gibt es doch genügend Hohlkörper die glauben, den Griechen oder anderen Schuldenländer
wäre mit einer Finanzspritze geholfen
Auch hat er sich verkniffen das hektische, "alternativlose" Reagieren unserer Politiker zu kommentieren
LEIDER
eschek

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Wir leben ja in einer marktkonformen Demokratie sagt "die späte Rache Honeckers"
Ich bete jeden Abend zum Hanf und zu den Laternen (Georg Büchner)


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 08 Sep 2011 09:39 
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Je mehr GR gehoéfen wird, desto besser die Geschäfte für die Banken, die denen teure Kredite geben, die sie vorher billig eingekauft haben...

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 08 Sep 2011 16:08 
Quijota hat geschrieben:
Je mehr GR gehoéfen wird, desto besser die Geschäfte für die Banken, die denen teure Kredite geben, die sie vorher billig eingekauft haben...


Die Banken dürften die Kredite zu Nominalwerten erworben haben, d.h. 100% Ausgabekurs. Und die Zinsen in Euroland waren bis 2010 ausgesprochen niedrig, hat sich also was mit den hohen Gewinnen. Viele Banken haben ihre Bestände auch schon abgebaut und damit Verluste realisiert - am ehestens traue ich es Hedge Fonds zu, dass diese die Anleihen unter Nominalwert aufgekauft haben.
Aber wo du dich über die Banken beschwerst: wer hat denn das Geld genommen? Der griechische Staat und damit seine Bürger. Und die brauchen auch weiterhin Geld, da sie nicht mal vor Zinsen einen Überschuss erwirtschaften. Würde Griechenland die Insolvenz erklären, bekäme es auch keine neuen Kredite. Gleichzeitig könnten griechische Banken zumachen, die viele Staatsanleihen Griechenlands halten, was gleichzeitig oder vorher zu einem Bank Run führt, was den gesamten Zahlungsverkehr innerhalb Griechenlands zum Erliegen bringen könnte. Ich verweise nur auf die Zustände in Argentinien nach der damaligen Krise. Mach dir mal nichts vor - bei einem Staatbankrott leiden gerade auch die normalen Menschen, das allein zu "Bankenrettungsszenarien" zu erklären ist nicht mal die halbe Wahrheit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 09 Sep 2011 07:13 
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Beiträge: 4138
Fazer hat geschrieben:
Aber wo du dich über die Banken beschwerst: wer hat denn das Geld genommen? Der griechische Staat und damit seine Bürger. Und die brauchen auch weiterhin Geld, da sie nicht mal vor Zinsen einen Überschuss erwirtschaften. Würde Griechenland die Insolvenz erklären, bekäme es auch keine neuen Kredite.

wem ist denn das Geld aufgedrängt worden.
jeder Banker hat genau gewußt, daß die GR Volkswirschaft keine Kredite verhraftet,
das die niemals irgend einen Schuldendienst leisten können
und weitere Kredite an GR würden doch gleich wieder an die Banken umgeleitet

die finanzielle Griechenland Hilfe und der Euro Rettungsschirm ist eine RIESEN VERARSCHUNG
da es wie schon mal eine einzige Unterstützung der Banken ist
eschek

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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 09 Sep 2011 18:26 
Jürgen Stark: Ich bin dann mal weg!

Der Chefvolkswirt der EZB Jürgen stark hat seinen Rücktritt angekündigt.
Wenn ich mir den ESM-Vertragsentwurf betrachte, dann sind dies Statuten die anscheinend in Finanzmafiakreisen üblich sind. Die EU-Länder müssen innerhalb von 7 Tagen das angeforderte Geld überweisen und niemand darf nachfragen, was damit gemacht wurde. Das ist der Hammer.

■ Der ESM soll ein Grundkapital von 700 Milliarden Euro bekommen. Das ist doppelt so viel wie der gesamte Bundeshaushalt dieses Jahres.

■ Die ESM-Mitglieder sagen „unwiderruflich und bedingungslos zu“ einer Zahlungsanforderungen „binnen 7 (sieben) Tagen“ nachzukommen.

■ Der Gouverneursrat kann eine Änderung des Grundkapitals beschließen.

■ Der ESM, sein Eigentum, seine Finanzmittel und Vermögenswerte genießen umfassende gerichtliche Immunität.

■ Das Eigentum, die Finanzmittel und Vermögenswerte des ESM sind „von Zugriff durch Durchsuchung, Beschlagnahme, Entziehung, Enteignung und jede andere Form der Inbesitznahme, Wegnahme oder Zwangsvollstreckung durch Regierungshandeln oder auf dem Gerichts-, Verwaltungs- oder Gesetzesweg befreit“.

http://www.bundesregierung.de/Content/D ... 4-esm.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 09 Sep 2011 18:35 
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Registriert: 31 Jan 2011 10:04
Beiträge: 4138
JoJo hat geschrieben:
Jürgen Stark: Ich bin dann mal weg!


jetzt hat der auch ´n Axel Weber gemacht

ist doch gut nur für die europäische Bad Bank
lieber ein Ende mit Schrecken....

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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 09 Sep 2011 18:50 
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reger Freigeist

Registriert: 18 Mai 2011 18:38
Beiträge: 351
Und schon rauscht der DAX wieder nach unten.

Wie lange noch, bis es egal ist, ob gestern das BVG die Kuse hochtreibt und heute der Rücktritt Stark's wieder für Nervenflattern sorgt?

Ich plädiere wirklich für eine Herrschaft der Wochenmärkte und nicht der Finanzmärkte.

Fabian


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 10 Sep 2011 00:03 
Fabian hat geschrieben:
Und schon rauscht der DAX wieder nach unten.

Wie lange noch, bis es egal ist, ob gestern das BVG die Kuse hochtreibt und heute der Rücktritt Stark's wieder für Nervenflattern sorgt?

Ich plädiere wirklich für eine Herrschaft der Wochenmärkte und nicht der Finanzmärkte.

Fabian


Hast du es immer noch nicht verstanden??

Unser Wirtschaftssystem funktioniert deswegen, weil die Leute darauf vertrauen, dass es funktioniert. Geht dieses Vertrauen verloren, kommt es zu einem "Bank Run" - im grossen wie im Kleinen. Deswegen haben Merkel und Steinbrück 2008 die Spareinlagen garantiert - wie man heute weiss hatten viele Deutsche schon angefangen Bargeld abzuziehen. Die Zusage schaffte Vertrauen und sorgte dafür, dass sie niemals eingelöst werden musste. Entsprechend hat auch der 480 Mrd. Euro Schutzschirm für die Banken funktioniert, und entsprechend läuft auch die Diskussion über den Schutzschirm für Griechenland und andere Krisenstaaten. Wenn der Chef-Volkswirt der EZB im Streit über die EZB Ankaufsprogramme geht, dann verursacht das eben einen Vertrauensverlust und hat entsprechende Folgen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 10 Sep 2011 05:03 
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Aktivposten ;)
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Registriert: 31 Jan 2011 10:04
Beiträge: 4138
Fazer hat geschrieben:

Hast du es immer noch nicht verstanden??

Unser Wirtschaftssystem funktioniert deswegen, weil die Leute darauf vertrauen, dass es funktioniert.

es ist schon viel Wahres dran, was Du da postulierst, Frazer
Merkel und Steinbrück 2008 die Spareinlagen garantiert
mit der Gewissheit dies Versprechen nie einlösen zu können
wäre ja auch kein Drama, weil Du und ich nicht "systemisch" sind

Mit dem Geld welches nie existierte hat man schon die HRE, KFW, CommerzBank, alle Landesbanken....
gerettet
Dieses Geld, was nie existierte reicht auch noch locker
um sämtliche Pleiteländer, einschließlich Deutschland zu entschulden
eschek

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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 10 Sep 2011 10:21 
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Aktivposten ;)
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Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
eschek hat geschrieben:
JoJo hat geschrieben:
Jürgen Stark: Ich bin dann mal weg!


jetzt hat der auch ´n Axel Weber gemacht

ist doch gut nur für die europäische Bad Bank
lieber ein Ende mit Schrecken....

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff..... :stricken:

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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 10 Sep 2011 11:23 
Bemerkenswerte Rede von Gregor Gysi

http://www.youtube.com/watch?v=HxfF_CRf ... e=youtu.be


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 10 Sep 2011 18:33 
Warten auf den großen Knall?!

Ludwig Poullain war als Chef der West LB einer der letzten echten Bankiers in Deutschland. Was seine Nachfolger in der Finanzindustrie anstellen, schockiert den Pensionär – und er findet klare Worte


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 10 Sep 2011 19:31 
Die Schlagader des europäischen Bankensystems wird geöffnet

Die Banken in Europa stehen schon mit den Fußspitzen über dem Abgrund. Anfangs stand es im Wallstreetjournal, dann sah man die Wellenringe sich ausbreiten, jetzt ist es mittlerweile kein Geheimnis mehr und überall zu lesen, sogar Sechzehnender wie Ackermann und Co „warnen“ lauthals und in jeder Provinzzeitung..

Man fragt sich, ob es Absicht ist oder Dummheit, so etwas in die Welt hinauszutröten. Der befürchtete/ beabsichtigte (?) Effekt tritt auch erwartungsgemäß ein: Das große Geld tritt den Exodus aus Europa an. 1,2 Billionen Dollar sind bereits aus Europa in die USA gewandert. „Halb zog sie ihn, halb sank er hin“ heißt es bei Goethes Loreley – und hier zieht am anderen Ende der so genannte Dodd-Frank Act. Dieses Gesetz bedeutet kurz und einfach gesagt, daß es eine unbegrenzte Garantie für egal welche Summe bis zum 31. Dezember 2012 gibt für bestimmte, in den USA geparkte Gelder.

www.schildverlag.de/schildverlag.de/ind ... ffnet.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 10 Sep 2011 22:22 
Offline
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Registriert: 20 Jan 2011 10:12
Beiträge: 4650
JoJo hat geschrieben:
Warten auf den großen Knall?!

Ludwig Poullain war als Chef der West LB einer der letzten echten Bankiers in Deutschland. Was seine Nachfolger in der Finanzindustrie anstellen, schockiert den Pensionär – und er findet klare Worte


Der Mann hat Recht. Mit allem was er sagt.

Zenzi

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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 10 Sep 2011 22:38 
eschek hat geschrieben:
JoJo hat geschrieben:
Jürgen Stark: Ich bin dann mal weg!


jetzt hat der auch ´n Axel Weber gemacht

ist doch gut nur für die europäische Bad Bank
lieber ein Ende mit Schrecken....


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Nun macht man dieses blasse Bürschchen zum Chefvolkswirt der EZB. Asmussen war maßgeblich daran beteiligt, dass den Banken die riskanten Geschäfte mit Asset-Backed-Securities ermöglicht werden.
Lächerlich. Damit macht man den Bock zum Gärtner! Aber es hat doch auch Sinn, oder? Asmussen gibt den Banken die Rechte, mit diesem Giftzeug zu handeln - und nun auch noch Billionen an Steuergeldern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 17 Sep 2011 19:45 
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Vielleicht ist er ein getarntes Chinese.


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 18 Sep 2011 15:56 
Globale Banken-Kernschmelze

Auch wenn die Zündung in Europa erfolgt - die große Masse des Brennstoffs, der die Explosion befeuert und die Finanzwelt in Flammen aufgehen lässt, befindet sich in den USA.
Mehr als 10.000 Milliarden US-Dollar der nach 2008 verbleibenden 15.000 Milliarden an fiktiven Vermögenswerten wurden bereits „vom Winde verweht“. Was noch blieb, wird aller Voraussicht nach im vierten Quartal 2011 folgen. Denn dann tritt das ein, was wir die „Kernschmelze der globalen Finanzwerte“ nennen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 18 Sep 2011 19:14 
JoJo hat geschrieben:
Globale Banken-Kernschmelze

Auch wenn die Zündung in Europa erfolgt - die große Masse des Brennstoffs, der die Explosion befeuert und die Finanzwelt in Flammen aufgehen lässt, befindet sich in den USA.
Mehr als 10.000 Milliarden US-Dollar der nach 2008 verbleibenden 15.000 Milliarden an fiktiven Vermögenswerten wurden bereits „vom Winde verweht“. Was noch blieb, wird aller Voraussicht nach im vierten Quartal 2011 folgen. Denn dann tritt das ein, was wir die „Kernschmelze der globalen Finanzwerte“ nennen.


Bei MMNews veröffentlicht - das sagt schon vieles.
Ein zusammengeschusterter Beitrag, mit vielen Fehlern. Interessanterweise wird grundsätzlich die Vielstimmigkeit der Euro-Zone bzw. EU positiv gesehen im Sinne von Kompromiss - und Ergebnisfindung. Der Versuch, die Diskussion über Griechenland der Wall Street bzw. der Londoner City in die Schuhe zu schieben ist eher absurd. Dass die Griechischen Finanzen ausser Kontrolle geraten waren und die Schuldenstände eine Rückzahlung schwer bis unmöglich machen war und ist objektiv greifbar. Die Krise seit 2008 lehrt, dass Vertrauensverluste nicht schleichend geschehen, sondern "Kippen" - wie bei einem Bank Run. Und bei Griechenland ist es eben Anfang 2010 gekippt, als Papandreou die Defizite des Vorjahres massiv nach oben korrigieren musste.
Bei der Vorhersage der Kernschmelze in den USA spielt offenbar der Wunsch Vater des Gedanken. Die Vorstellung, die USA würden von ihren Gläubigern fordern, jetzt einen massiven Schuldenschnitt zu akzeptieren ist geradezu naiv. Dabei muss man auch sehen, dass die USA einen Grossteil der Staatsschulden im eigenen Land selbst untergebracht hat, z.B. bei den grossen Pensionsfonds wie Calper. Ein Schuldenschnitt würde die eigene Bevölkerung und insbesondere die Pensionäre massiv treffen. Während derzeit die Zinsen für US Bonds auf Rekordtiefstniveau gesunken sind, würden sie dann (wie bei Griechenland) durch die Decke gehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Banken
BeitragVerfasst: 18 Sep 2011 19:33 
Fazer hat geschrieben:
JoJo hat geschrieben:
Globale Banken-Kernschmelze

Auch wenn die Zündung in Europa erfolgt - die große Masse des Brennstoffs, der die Explosion befeuert und die Finanzwelt in Flammen aufgehen lässt, befindet sich in den USA.
Mehr als 10.000 Milliarden US-Dollar der nach 2008 verbleibenden 15.000 Milliarden an fiktiven Vermögenswerten wurden bereits „vom Winde verweht“. Was noch blieb, wird aller Voraussicht nach im vierten Quartal 2011 folgen. Denn dann tritt das ein, was wir die „Kernschmelze der globalen Finanzwerte“ nennen.


Bei MMNews veröffentlicht - das sagt schon vieles.
Ein zusammengeschusterter Beitrag, mit vielen Fehlern. Interessanterweise wird grundsätzlich die Vielstimmigkeit der Euro-Zone bzw. EU positiv gesehen im Sinne von Kompromiss - und Ergebnisfindung. Der Versuch, die Diskussion über Griechenland der Wall Street bzw. der Londoner City in die Schuhe zu schieben ist eher absurd. Dass die Griechischen Finanzen ausser Kontrolle geraten waren und die Schuldenstände eine Rückzahlung schwer bis unmöglich machen war und ist objektiv greifbar. Die Krise seit 2008 lehrt, dass Vertrauensverluste nicht schleichend geschehen, sondern "Kippen" - wie bei einem Bank Run. Und bei Griechenland ist es eben Anfang 2010 gekippt, als Papandreou die Defizite des Vorjahres massiv nach oben korrigieren musste.
Bei der Vorhersage der Kernschmelze in den USA spielt offenbar der Wunsch Vater des Gedanken. Die Vorstellung, die USA würden von ihren Gläubigern fordern, jetzt einen massiven Schuldenschnitt zu akzeptieren ist geradezu naiv. Dabei muss man auch sehen, dass die USA einen Grossteil der Staatsschulden im eigenen Land selbst untergebracht hat, z.B. bei den grossen Pensionsfonds wie Calper. Ein Schuldenschnitt würde die eigene Bevölkerung und insbesondere die Pensionäre massiv treffen. Während derzeit die Zinsen für US Bonds auf Rekordtiefstniveau gesunken sind, würden sie dann (wie bei Griechenland) durch die Decke gehen.

In den letzten Wochen, Monaten, Jahren geben sich die Analysten die Klinke in die Hand mit ihren Vorhersagen und Untergangsszenarien. Der Schwarzseher Paul Krugmann sagte noch vor einigen Tagen, dass das Ende des Euro nicht eine Sache von Monaten oder Jahren wäre, sondern von Tagen.
Fest steht, dass die Wirtschaftsdaten aus den USA albtraumhaft sind und die Arbeitslosigkeit weiter zunehmen wird, weil Banken und Unternehmen weitere Entlassungen angekündigt haben. Obama will mit ca. 500 Milliarden USD eine neue Jobinitiative starten, dass mit Falschgeld der FED, die nun mit QE3 zum dritten Mal die Druckerpresse anwirft, finanziert werden soll.
Wie dieses korrupte Geldsystem letztlich enden wird, weiß momentan niemand. Nur das es enden wird, ist sicher.

JoJo


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