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 Betreff des Beitrags: Zinsen
BeitragVerfasst: 06 Feb 2011 10:22 
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Regierung lehnt Obergrenze für Dispozinsen ab
Wer sein Bankkonto überzieht, kann trotz derzeit niedriger Sätze vorerst nicht mit geringeren Kreditzinsen rechnen. Die gesetzliche Regelung einer Obergrenze für Dispozinsen sei "derzeit nicht beabsichtigt", heißt es in einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Kleine Anfrage des SPD-Abgeordneten Carsten Sieling. Das Verbraucherministerium lässt derzeit eine Studie zu Dispokrediten erstellen.

Der Bremer Bundestagsabgeordnete Sieling kritisierte in der "Saarbrücker Zeitung", obwohl die Europäische Zentralbank den Leitzins auf einem Rekordtief von 1,0 Prozent belasse, seien die Guthabenzinsen für Bankkunden auf einem historischen Tief und die Dispozinsen deutlich überhöht. Den Banken gehe es offensichtlich nur ums Geldverdienen. Laut dem Bericht erreichen die Dispozinsen bei manchen Banken bis zu 17 Prozent.
weiter:
http://de.news.yahoo.com/2/20110205/tts ... b2fc3.html

Genau diese Frage habe ich mir auch schon gestellt, dabei ist die Antwort vermutlich so einfach wie: Die Banken holen sich das Geld eben, wo sie können. Dass damit die Absicht der EZB, durch niedrige Kreditzinsen indirekt auch die Märkte wieder zu beleben, ad absurdum geführt wird, ist klar. Die Banken machen untereinander Geschäfte und der Verbraucher guckt (wieder mal) in die Röhre, darf aber die Bankenrettung bezahlen. Das Verhalten der Bundesregierung ist in diesem Fall mehr als kontraproduktiv.

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 06 Jul 2014 09:04 
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Uerblick ueber das Zinssystem:
http://www.youtube.com/watch?v=L6BnBV2vaPk#t=13

Mir ist dabei aufgefallen, dass Staaten, die lt. Grafik gruen, also ohne bzw. mit wenig Schuldzinsen belastet sind diehenigen sind, die auch bekriegt werden. Bulgarien ist da bis jetzt NOCH eine Ausnahme - warten wir es ab...

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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 06 Jul 2014 16:11 
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Registriert: 31 Jan 2011 10:04
Beiträge: 4138
Quijota hat geschrieben:
Uerblick ueber das Zinssystem:
http://www.youtube.com/watch?v=L6BnBV2vaPk#t=13

dieser Brunnenvergifter, der will doch wohl nicht den Zionisten die Weltherrschaft streitig machen
Quijota hat geschrieben:
Mir ist dabei aufgefallen, dass Staaten, die lt. Grafik gruen, also ohne bzw. mit wenig Schuldzinsen belastet sind diehenigen sind, die auch bekriegt werden. ...

wen wundert´s
GoldMorgan

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Wir leben ja in einer marktkonformen Demokratie sagt "die späte Rache Honeckers"
Ich bete jeden Abend zum Hanf und zu den Laternen (Georg Büchner)


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 26 Aug 2014 13:44 
Quijota hat geschrieben:
Regierung lehnt Obergrenze für Dispozinsen ab
Wer sein Bankkonto überzieht, kann trotz derzeit niedriger Sätze vorerst nicht mit geringeren Kreditzinsen rechnen. Die gesetzliche Regelung einer Obergrenze für Dispozinsen sei "derzeit nicht beabsichtigt", heißt es in einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Kleine Anfrage des SPD-Abgeordneten Carsten Sieling. Das Verbraucherministerium lässt derzeit eine Studie zu Dispokrediten erstellen.

Der Bremer Bundestagsabgeordnete Sieling kritisierte in der "Saarbrücker Zeitung", obwohl die Europäische Zentralbank den Leitzins auf einem Rekordtief von 1,0 Prozent belasse, seien die Guthabenzinsen für Bankkunden auf einem historischen Tief und die Dispozinsen deutlich überhöht. Den Banken gehe es offensichtlich nur ums Geldverdienen. Laut dem Bericht erreichen die Dispozinsen bei manchen Banken bis zu 17 Prozent.
weiter:
http://de.news.yahoo.com/2/20110205/tts ... b2fc3.html

Genau diese Frage habe ich mir auch schon gestellt, dabei ist die Antwort vermutlich so einfach wie: Die Banken holen sich das Geld eben, wo sie können. Dass damit die Absicht der EZB, durch niedrige Kreditzinsen indirekt auch die Märkte wieder zu beleben, ad absurdum geführt wird, ist klar. Die Banken machen untereinander Geschäfte und der Verbraucher guckt (wieder mal) in die Röhre, darf aber die Bankenrettung bezahlen. Das Verhalten der Bundesregierung ist in diesem Fall mehr als kontraproduktiv.


Ach, das ist ja was ganz neues:

Zitat:
Den Banken gehe es offensichtlich nur ums Geldverdienen.


Ja, wovon sollen die denn bitte sehr ihre Mitarbeiter bezahlen, wenn sie kein Geld verdienen würden? Ein absurder "Vorwurf".

Wer als Verbraucher einen Kredit braucht sollte eben schlicht keinen Dispo in Anspruch nehmen. Finanzierung von Warenkäufen wird überall angeboten, in der Regel zu Nullzinsen. Dispo nehmen die Leute in Anspruch, die mit Geld nicht umgehen können und bei denen durchaus ein Ausfallrisiko besteht. Da muss schon jeder selbst aufpassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 26 Aug 2014 14:23 
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Zitat:
Ja, wovon sollen die denn bitte sehr ihre Mitarbeiter bezahlen, wenn sie kein Geld verdienen würden?


Sollte es nicht besser so heißen:

Zitat:
Ja, wovon sollen die denn bitte sehr ihre Dividenden bezahlen, wenn sie kein Geld verdienen würden?


Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 26 Aug 2014 14:37 
zenzi2 hat geschrieben:
Zitat:
Ja, wovon sollen die denn bitte sehr ihre Mitarbeiter bezahlen, wenn sie kein Geld verdienen würden?


Sollte es nicht besser so heißen:

Zitat:
Ja, wovon sollen die denn bitte sehr ihre Dividenden bezahlen, wenn sie kein Geld verdienen würden?


Zenzi


Du meinst, die Arbeitnehmer in den Banken bekommen kein Gehalt? Eine sehr überraschende Erkenntnis ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 26 Aug 2014 18:01 
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Ja, doch, schon. Aber die Banken tendieren ebenso wie andere Unternehmen dazu, die Zahl ihrer Mitarbeiter möglichst zu reduzieren bzw. ihre Entgelte klein zu halten (mit Ausnahme natürlich der "Leistungsträger" = Manager) und simsalabim: zusammen mit exorbitanten Zinsgewinnen ergibt das eine schöne Dividende.

Komm, jetzt tu doch nicht so, als ob Du das nicht wüsstest.

Zenzi

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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 26 Aug 2014 22:28 
zenzi2 hat geschrieben:
Ja, doch, schon. Aber die Banken tendieren ebenso wie andere Unternehmen dazu, die Zahl ihrer Mitarbeiter möglichst zu reduzieren bzw. ihre Entgelte klein zu halten (mit Ausnahme natürlich der "Leistungsträger" = Manager) und simsalabim: zusammen mit exorbitanten Zinsgewinnen ergibt das eine schöne Dividende.

Komm, jetzt tu doch nicht so, als ob Du das nicht wüsstest.

Zenzi


Du meinst die 25% Umsatzrendite der Deutschen Bank?


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 26 Aug 2014 22:56 
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Ne, nicht nur. Ich meine die Geschäfte aller Banken - oder fast aller. Es gibt schon ein paar, die da etwas gemäßigter agieren.

Zenzi

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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 26 Aug 2014 23:47 
zenzi2 hat geschrieben:
Ne, nicht nur. Ich meine die Geschäfte aller Banken - oder fast aller. Es gibt schon ein paar, die da etwas gemäßigter agieren.

Zenzi


Natürlich sind es sicher die bösen, raffgierigen privaten Banken wie die Deutsche Bank, die da am heftigsten zulangen, denn die haben ja private Aktionären, die nichts als Geld, Geld, Geld sehen wollen.

UPS ...

Warum sind es dann in der Realität nur gerade die ländlichen Volks- und Raiffeisenbanken und Sparkassen, die da so am heftigsten zulangen? Kann es sein, dass es am Ende mal wieder der Staat ist, der mal wieder den Schlund nicht voll genug bekommt?

Zitat:
Mehr als hundert Banken kassieren nach einer Studie der Stiftung Warentest Überziehungszinsen für Girokonten von mehr als 13 Prozent. Die "größten Abzocker" seien oft Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken im ländlichen Raum. Sie nutzten ihre Monopolstellung aus und schröpften die Kunden, kritisierte Stiftungsvorstand Hubert Primus in Berlin.

http://www.sueddeutsche.de/geld/banken- ... -1.1750115


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 29 Aug 2014 14:43 
Fazer hat geschrieben:
zenzi2 hat geschrieben:
Ne, nicht nur. Ich meine die Geschäfte aller Banken - oder fast aller. Es gibt schon ein paar, die da etwas gemäßigter agieren.

Zenzi


Natürlich sind es sicher die bösen, raffgierigen privaten Banken wie die Deutsche Bank, die da am heftigsten zulangen, denn die haben ja private Aktionären, die nichts als Geld, Geld, Geld sehen wollen.

UPS ...

Warum sind es dann in der Realität nur gerade die ländlichen Volks- und Raiffeisenbanken und Sparkassen, die da so am heftigsten zulangen? Kann es sein, dass es am Ende mal wieder der Staat ist, der mal wieder den Schlund nicht voll genug bekommt?

Zitat:
Mehr als hundert Banken kassieren nach einer Studie der Stiftung Warentest Überziehungszinsen für Girokonten von mehr als 13 Prozent. Die "größten Abzocker" seien oft Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken im ländlichen Raum. Sie nutzten ihre Monopolstellung aus und schröpften die Kunden, kritisierte Stiftungsvorstand Hubert Primus in Berlin.

http://www.sueddeutsche.de/geld/banken- ... -1.1750115


Keine Antwort ist auch eine Antwort ....


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 29 Aug 2014 17:58 
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Beiträge: 1853
Ich lass mich von Dir nur noch ungern in Diskussionen reinziehen. Dazu ist mir Dein Stil zu unerfreulich.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 31 Aug 2014 15:54 
zenzi2 hat geschrieben:
Ich lass mich von Dir nur noch ungern in Diskussionen reinziehen. Dazu ist mir Dein Stil zu unerfreulich.

Zenzi


Schon verständlich, wenn dir vorgeführt wird, dass deine antikapitalistischen Reflexe von der Realität widerlegt werden, da es nicht die Großbanken sind, die bei den dispozinsen vorne liegen, sondern die "guten" Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, die im ländlichen Raum oft monopolistische Stellungen haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 31 Aug 2014 16:59 
Fazer hat geschrieben:
zenzi2 hat geschrieben:
Ich lass mich von Dir nur noch ungern in Diskussionen reinziehen. Dazu ist mir Dein Stil zu unerfreulich.

Zenzi


Schon verständlich, wenn dir vorgeführt wird, dass deine antikapitalistischen Reflexe von der Realität widerlegt werden, da es nicht die Großbanken sind, die bei den dispozinsen vorne liegen, sondern die "guten" Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, die im ländlichen Raum oft monopolistische Stellungen haben.

Hohe Überziehungszinsen sind das kleinere Übel. Billionen, die die FED und Konsorten aus dem Nichts produzieren und dafür auch noch Zinsen verlangen ist momentan das größte Übel.

Übrigens fahren die Sparkassen und Volksbanken momentan eine rigide Überziehungspolitik. Schon bei kleinsten Beträgen, die das Kreditlimit überschreiten geht die Lastschrift zurück.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 01 Sep 2014 00:06 
JoJo hat geschrieben:

Übrigens fahren die Sparkassen und Volksbanken momentan eine rigide Überziehungspolitik. Schon bei kleinsten Beträgen, die das Kreditlimit überschreiten geht die Lastschrift zurück.


Na, das sollte doch ganz in deinem Sinne sein, denn du findest Zinsen ja sowieso ganz schlimm. Also ist es nur gut, zu verhindern, dass sich die Leute zu sehr verschulden.

Nur blöd, wie das auch mal wieder nicht in den antikapitalistischen Reflex von Zenzi reinpasst. Denn wenn Limitüberziehung, d.h. Inanspruchnahme des Dispo, für die Banken risikofrei wäre, wäre das alles doch ganz einfach verdientes Geld. Müsste man nur zulassen, dann zockt man die Leute so richtig ab.

Warum nur, ja warum, schneiden sich die ach so bösen Banken diesen einfachen Gewinnweg so blödsinnig ab?


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 01 Sep 2014 07:55 
Fazer hat geschrieben:
JoJo hat geschrieben:

Übrigens fahren die Sparkassen und Volksbanken momentan eine rigide Überziehungspolitik. Schon bei kleinsten Beträgen, die das Kreditlimit überschreiten geht die Lastschrift zurück.


Na, das sollte doch ganz in deinem Sinne sein, denn du findest Zinsen ja sowieso ganz schlimm. Also ist es nur gut, zu verhindern, dass sich die Leute zu sehr verschulden.

Nur blöd, wie das auch mal wieder nicht in den antikapitalistischen Reflex von Zenzi reinpasst. Denn wenn Limitüberziehung, d.h. Inanspruchnahme des Dispo, für die Banken risikofrei wäre, wäre das alles doch ganz einfach verdientes Geld. Müsste man nur zulassen, dann zockt man die Leute so richtig ab.

Warum nur, ja warum, schneiden sich die ach so bösen Banken diesen einfachen Gewinnweg so blödsinnig ab?

Das auf Schulden basierende Finanzsystem hat ein Verfallsdatum eingebaut. Ein Reset wurde durch 2 Weltkriege herbeigeführt. Durch den Zins und Zinseszins sind die Menschen, Länder gezwungen immer mehr Wachstum zu generieren, um die Zinsen bedienen zu können. Das wiederum zerstört die Umwelt, Tiere und auch den Menschen. Erst letzte Woche erschien ein Artikel in DWN, wo Wissenschaftler vor einem immensen Tiersterben auf diesem Planeten warnen.
Das Fisch- und Tiersterben an der Westküste der USA wird beispielsweise von den Medien tot geschwiegen. Wie es scheint spült die Strömung das verstrahlte Wasser aus Fukushima dorthin. Aus Profitgier und dem Hunger nach Bodenschätzen führt der Westen laufend Kriege um das Finanzsystem am Leben zu erhalten. In diesem Sinne ist das heutige Russland keine Alternative zum Westen, sondern eine Weiterentwicklung des westlichen Systems.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 01 Sep 2014 09:45 
JoJo hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
JoJo hat geschrieben:

Übrigens fahren die Sparkassen und Volksbanken momentan eine rigide Überziehungspolitik. Schon bei kleinsten Beträgen, die das Kreditlimit überschreiten geht die Lastschrift zurück.


Na, das sollte doch ganz in deinem Sinne sein, denn du findest Zinsen ja sowieso ganz schlimm. Also ist es nur gut, zu verhindern, dass sich die Leute zu sehr verschulden.

Nur blöd, wie das auch mal wieder nicht in den antikapitalistischen Reflex von Zenzi reinpasst. Denn wenn Limitüberziehung, d.h. Inanspruchnahme des Dispo, für die Banken risikofrei wäre, wäre das alles doch ganz einfach verdientes Geld. Müsste man nur zulassen, dann zockt man die Leute so richtig ab.

Warum nur, ja warum, schneiden sich die ach so bösen Banken diesen einfachen Gewinnweg so blödsinnig ab?

Das auf Schulden basierende Finanzsystem hat ein Verfallsdatum eingebaut. Ein Reset wurde durch 2 Weltkriege herbeigeführt. Durch den Zins und Zinseszins sind die Menschen, Länder gezwungen immer mehr Wachstum zu generieren, um die Zinsen bedienen zu können. Das wiederum zerstört die Umwelt, Tiere und auch den Menschen. Erst letzte Woche erschien ein Artikel in DWN, wo Wissenschaftler vor einem immensen Tiersterben auf diesem Planeten warnen.
Das Fisch- und Tiersterben an der Westküste der USA wird beispielsweise von den Medien tot geschwiegen. Wie es scheint spült die Strömung das verstrahlte Wasser aus Fukushima dorthin. Aus Profitgier und dem Hunger nach Bodenschätzen führt der Westen laufend Kriege um das Finanzsystem am Leben zu erhalten. In diesem Sinne ist das heutige Russland keine Alternative zum Westen, sondern eine Weiterentwicklung des westlichen Systems.



Russland als Weiterenwicklung des westlichen Systems ... :muhaha: :muhaha: :muhaha:

Russland beutet Bodenschätze gnadenlos aus, dabei ist bekannt, dass wegen der maroden Infrastruktur dort das Öl im Boden versickert. Umweltschutz hat die Russen noch nie interessiert.

Und aus gutem Grund hat Gazprom im letzten halben Jahr MEHR Gas nach Europa geliefert als im Jahr davor: die Russen brauchen GELD.

Mit dem Thema Dispozinsen hat das im übrigen mal wieder nichts zu tun, aber du schaffst es ja eh, jeden Thread ins OT zu führen, mit deinem üblichen Palaver.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 01 Sep 2014 11:03 
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Beiträge: 13464
Zum Sterben der Meerestiere habe ich diverse links eingestellt - ohne Reaktion hier.
z.B. das hier:
https://www.youtube.com/watch?v=ZkHKpGpMwTw

Aber im Prinzip können wir gegen das bereits wegen Tschernobyl stattfindende Sterben der Meerestier nichts mehr tun - das ist passiert. Dann gibt es aber noch das Sterben der Meerestiere, verursacht durch Plastikmüll und das Absterben des Planktons, an dem die Industriegesellschaft nicht unschuldig ist. Es wird damit gerechnet, dass der Meeres-Fischfang zwischen 2030-2040 beendet sein wird. Auch dazu hatte ich einen link eingestellt.
Zusätzlich zu all dem kommt noch die Umweltverschmutzung durch Licht (light-pollution), die den Tieren auch zu schaffen macht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 01 Sep 2014 11:33 
Quijota hat geschrieben:
Zum Sterben der Meerestiere habe ich diverse links eingestellt - ohne Reaktion hier.
z.B. das hier:
https://www.youtube.com/watch?v=ZkHKpGpMwTw

Aber im Prinzip können wir gegen das bereits wegen Tschernobyl stattfindende Sterben der Meerestier nichts mehr tun - das ist passiert. Dann gibt es aber noch das Sterben der Meerestiere, verursacht durch Plastikmüll und das Absterben des Planktons, an dem die Industriegesellschaft nicht unschuldig ist. Es wird damit gerechnet, dass der Meeres-Fischfang zwischen 2030-2040 beendet sein wird. Auch dazu hatte ich einen link eingestellt.
Zusätzlich zu all dem kommt noch die Umweltverschmutzung durch Licht (light-pollution), die den Tieren auch zu schaffen macht.


Was hat das mit Dispozinsen zu tun?


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 Betreff des Beitrags: Re: Negativzinsen
BeitragVerfasst: 25 Jul 2015 08:52 
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Beiträge: 7656
Wohnort: Ha Ha
Der Staat als getarnter Räuber:


Wirtschafts Woche, 12. Juli 2015 hat geschrieben:
Bislang verlangen nur wenige Banken Strafzinsen auf große Spareinlagen. Doch der Fiskus schützt sich bereits gegen mögliche Erstattungsansprüche – indem er den negativen Zinsen einen neuen Namen gibt.

Noch sind negative Zinsen auf Spareinlagen in Deutschland die Ausnahme. Trotzdem hat sich jetzt das Bundesfinanzministerium damit beschäftigt. Für das, was der Volksmund als Strafzinsen bezeichnet, haben die Beamten einen neuen Begriff gefunden: Wirtschaftlich gesehen, so heißt es in einem aktuellen Schreiben des Ministeriums, handle es sich „um eine Art Verwahr- oder Einlagegebühr“.

„Na, und?“, werden sich die meisten Anleger nun denken. Schließlich ändert der Begriff nichts an der Tatsache, dass die Bankguthaben geschrumpft werden – und zwar nicht nur real durch die Inflation, sondern nun auch durch diese Gebühr. Tatsächlich geht es aber nicht nur um eine Vokabel, sondern um die Frage, wie Finanzbeamte diese Gebühren bei der Steuererklärung verrechnen sollen. Die Antwort des Ministeriums ist enttäuschend: gar nicht.

Der Grund: Es handle sich nicht um Zinsen im Sinne des Steuergesetzes. Das Ministerium schreibt, die negativen Einlagezinsen würden „nicht vom Kapitalnehmer an den Kapitalgeber als Entgelt für die Überlassung von Kapital gezahlt“.

Anders ausgedrückt: Nicht die Bank zahlt dafür, dass sie das Geld der Kunden nutzen darf, sondern die Kunden zahlen dafür, dass sie ihr Vermögen nicht unter der Matratze lagern müssen.

Das Ministerium hat die Problematik also erkannt, doch es geht noch weiter im Text: Es sei also „eine Art Verwahr- oder Einlagegebühr, die bei den Einkünften aus Kapitalvermögen als Werbungskosten vom Sparer-Pauschbetrag gemäß Paragraf 20 Absatz 9 Satz 1 Einkommensteuergesetz erfasst sind“.

Das soll heißen: Mit dem Sparer-Pauschbetrag, den Ledige jährlich in Höhe von 801 Euro und Verheiratete in Höhe von 1.602 Euro erhalten, sind diese Gebühren bereis abgegolten. Sie haben deshalb keine zusätzliche steuerliche Auswirkung.

Das ist bitter, denn viele Steuerzahler dürften es sich so vorgestellt haben: Wenn sie mit ihrem Kapital positive Zinsen erwirtschaften, werden diese als Gewinn verbucht und die Abgeltungssteuer wird fällig. Entsprechend müssten negative Zinsen als Verlust verbucht werden. Das Finanzamt sollte dann die Gewinne und Verluste miteinander verrechnen und am Ende stünde für die Anleger eine Steuerersparnis. Genau das will das Ministerium verhindern.

Wann auch immer Banken also auf sämtliche Einlagen „Gebühren“ erheben, der Fiskus ist bereits gerüstet. Doch es gibt bereits Kritik, etwa vom Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH): „In Deutschland gilt die Besteuerung nach der persönlichen Leistungsfähigkeit der Steuerbürger. Aus diesem Grund sind negative Zinsen zwingend negative Einnahmen und müssen als Verlust für den Sparer anerkannt werden“, erklärt Jörg Strötzel, Vorstandsvorsitzender der VLH. „Es ist absehbar, dass die Auffassung der Finanzverwaltung finanzgerichtlich überprüft wird und wohl auf schwachen Beinen steht.“

Falls es allerdings bei der Rechtsauffassung des BMF bleibt und Negativzinsen ein Massenphänomen werden, müssen Sparer ihre Anlagestrategie ändern. Mit Aktien - zum Beispiel - kann können sie zwar auch Verluste machen, doch aus denen kann dann immerhin ein Steuervorteil werden.

http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/steuern-sparen-mit-strafzins-negativzinsen-sind-keine-verluste/12045470.html

Strafzinsen, ergo Negativzinsen auf große Spareinlagen, wie oben im Artikel zu lesen ist.
Das stimmt so nicht, auch auf kleinere und mittlere Spareinlagen trifft das zu.
Ich habe gestern einen Anruf meiner Bank bekommen, dass es jetzt auch meine Spareinlagen betrifft, und die sind nicht exorbitant hoch.

Vielleicht sollte ich doch das Geld von der Bank abziehen und in unserem kleinen Privatsafe verstauen.

Über Antworten von euch würde ich mich freuen, aber bitte keine oberlehrerhaften, herablassenden Klugscheissereien.

_________________
Tja, etwas besseres als Merkel konnte den Deutschen gar nicht passieren. (Fazer aka Nonsequitur) Bild Bild Bild
Kanzlerin Merkel versucht vergeblich Probleme zu lösen, die Deutschland ohne sie niemals gehabt hätte (David Schaub)


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 Betreff des Beitrags: Re: Zinsen
BeitragVerfasst: 25 Jul 2015 12:09 
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Beiträge: 1424
Da kann ich nur hoffen, das Dir meine Gedanken zur Sache einigermaßen „gefallen“.

Geld, ist wohl das am schlechtesten verstandene „Mittel“ überhaupt. Angeblich kann ja Geld selbst „Geld verdienen“ - ein immer wiederholter Mythos allerdings nicht ohne ein Fünkchen Wahrheit.

Geld – auch obwohl es selbst nur in „Büchern“ und Köpfen existiert, wir wie jede Ware behandelt. Ist „zu viel davon auf dem Markt“, ist es schlicht billiger zu haben. Dumm nur, jemand der „Geld“ kaufen möchte benötigt „irgendetwas“ von Wert um zu kaufen. In den aller seltensten Fällen ist das nicht wieder selbst „Geld“. Alles was nicht real vorhanden ist – ist schlicht und einfach Zahlungsmittel - also Geld. Wer die Verschiedene Formen untereinander tauschen möchte (Aktien in „Geld“ auf dem Konto so als Beispiel) wird für diesen „Tausch“ von dem Institut, das diese Transaktionen vornimmt, eine „gewisse Summe“ zahlen müssen.

Ein System, welches über die Jahrhunderte so entwickelt hat. Nicht mehr wegzudenken – auch wenn da bei einigen schon wieder der Schaum überläuft.

Inzwischen ist in dem System „Geld“ weit mehr „Geld“ vorhanden – diesmal „global“ - als jemals zuvor. Leider auch mehr, als dies durch real vorhandenes auch nur annähernd „gedeckt“ wäre. Geld ist auf Grund der vorhanden Masse billig wie Dreck. Da „hilft“ leider wenig, das die dem System Geld permanente Entwertung im Verhältnis zur vorhandenen Geldmenge – also Inflation – die Kaufkraft nach unten „ausbalanciert“. Die tatsächliche Inflation ALLER vorhanden Geldmengen ist um einiges höher, als die Inflationsrate der direkten Zahlungsmittels Geld – also €uro – US-Dollars usw.

Auch für sehr viel Geld kann kaum noch in Realwerte „getauscht werden“. Am Beispiel von Immobilien lässt sich das einigermaßen nachvollziehen. Wer viel „freies Geld“ hat, versucht entweder immer rarer werdende Rohstoffe zu horten (was „sicheren“ Lagerraum – vor Banditen, Staat usw. meint) oder er – sie - es (es gibt ja auch „juristischen „Personen“) kauft möglich wertvolle Immobilien, wo immer die zu haben sind. Nicht um darin zu wohnen – nein einfach um „überflüssiges Geld“ halbwegs „sicher“ einzutauschen. Wer eben über keinerlei „überflüssiges Geld“ verfügt, versucht entlang seiner jeweiligen persönlichen „Kreditwürdigkeit“ zusätzliches Geld zu kreieren. Leider mit der nun schon öfter beschriebenen unangenehmen Folge der überhaupt nicht wunderbaren Geldvermehrung – mehr Geld – noch mehr Geld – permanent sinkende Kaufkraft.

Da es für eine Bank bei der derzeitigen Flut an „überflüssigem Geld“ kaum noch gelingt (das ist die freundliche Erklärung) das Geld ihrer Kunden zum eigenen Nutzen „vermehrend“ „anzulegen“ - also noch mehr Geld in der Menge zu produzieren, versucht sie durch „negativen Zins“ die nun nicht mehr mögliche „Bereicherung“ am Geld das praktischer Weise auf den diversen Konten ihrer Kunden „bereitgestellt“ wird, zu kompensieren. Auch dann, wenn das real (die weniger freundliche Erklärung) noch nicht der Fall ist. Für einen „ windfall profit“ - deutsch „Marktanlagengewinn“ - waren sich „Banken“ sprich die Leute die Banken „darstellen“ noch nie zu schade. Es würde jeder Idee Gewinne zu maximieren widersprechen. Ein Phänomen, das auch „Nichtbanker“ auszeichnet. Nur wenige können widerstehen, wenn sie „irgendwo“ eine Vorteil – besonders einen „geldwerten Vorteil“ - erhaschen können. Schlimm ist das gewöhnlich nur, wenn das „die Andere“ tun.

:trommel: Nun was tun ? Wer über bescheidenen Mittel verfügt, wie das wohl hier die Regel sein dürfte, kann nur wenig tun. Größere Beträge Zuhause aufbewahren ? Nun ja, den „negativen Zins“ kann man so wohl vermeiden. Das Risiko bei einem der alltäglichen Einbrüche beraubt zu werden, eher nicht. Es wird wohl dabei bleiben, wenn es was „bringt“ - die Bank zu wechseln – Aktien zu kaufen – im Grund hilft es nichts, im „Geld“ selbst etwas zu tun. Das Geld wird mit jeder zusätzlichen Mengenerhöhung immer weniger „werthaltig“ - einzelne „Geldformen“ mögen sich da anders verhalten, aber das ist der Bereich der Spekulation und sicherer ist der wohl kaum. :schulter:

Ganz nebenbei das Geld im heimischen Safe verändert auch ohne „Kontakt“ zum übrigen Geld seine Wert synchron zur betreffenden Währung. Eine Folge, die es eben nur bei virtuellen Geschöpfen gibt. Das wenige Gute daran ist – dieses Geld kann sich nicht weiter vermehren – es schwindet einfach und (noch) ganz langsam dahin...

Die Frage ist generell, für was sollen meine „Geldvorräte“ in Zukunft dienen ? Scheinbare „Sicherheit“ einen Betrag „X“ für die Wechselfälle des Lebens bereitliegen zu haben ? Um „morgen“ ein Haus, eine Wohnung oder größere Konsumartikel zu kaufen – wiederzubeschaffen und und… ?

So dachte ich bis vor einigen Jahren auch. Inzwischen ist mir klar geworden, diese Illusion, „Geld auf der Kante liegen zu haben bis Fall X eintritt, war bis vor einiger Zeit sicher nicht verkehrt. Nun muss jeder der einigermaßen die Realität einbezieht, davon ausgehen Geld allein ist eben nur solange werthaltig, solange ein völlig aufgeblähtes Wirtschaftssystem funktioniert. Für meinen Geschmack gibt es zu viele unterschiedliche und konträre Interessen im 21. Jahrhundert, als das dies noch für lange gutgehen kann. Selbst wenn ich mich da (hoffentlich) irre, ich gebe in Maßen aus, was ich über Jahre mit einigem Verzicht aufgebaut habe. Schneller jedenfalls, als die nach meinem Gefühl gut ist. Doch auf der „Habenseite“ ist eine durchaus überschaubare Lebensresterwartung zu verzeichnen. Warum also nicht Dinge tun, Dinge kaufen die ich definitiv in schon wenigen Jahren weder genießen noch womöglich überhaupt noch „erleben“ kann ?

Die „Sinnhaftigkeit“ des Lebens ist da gefragt und was jemand sich oder selbstverständlich auch anderen gutes antun kann. Womöglich erfreut es jemanden ja, wenn er / sie (auch mit geringen Mitteln) jemanden völlig ohne jeden Eigennutz helfen kann ? Kein Konzept für Neidhammel und geborene „Geizlinge“. Die sind schon mit der permanente Geldentwertung gestraft genug... :undwech:

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 Betreff des Beitrags: Re: Negativzinsen
BeitragVerfasst: 25 Jul 2015 21:38 
SolaBona hat geschrieben:
Der Staat als getarnter Räuber:


Wirtschafts Woche, 12. Juli 2015 hat geschrieben:
Bislang verlangen nur wenige Banken Strafzinsen auf große Spareinlagen. Doch der Fiskus schützt sich bereits gegen mögliche Erstattungsansprüche – indem er den negativen Zinsen einen neuen Namen gibt.

Noch sind negative Zinsen auf Spareinlagen in Deutschland die Ausnahme. Trotzdem hat sich jetzt das Bundesfinanzministerium damit beschäftigt. Für das, was der Volksmund als Strafzinsen bezeichnet, haben die Beamten einen neuen Begriff gefunden: Wirtschaftlich gesehen, so heißt es in einem aktuellen Schreiben des Ministeriums, handle es sich „um eine Art Verwahr- oder Einlagegebühr“.

„Na, und?“, werden sich die meisten Anleger nun denken. Schließlich ändert der Begriff nichts an der Tatsache, dass die Bankguthaben geschrumpft werden – und zwar nicht nur real durch die Inflation, sondern nun auch durch diese Gebühr. Tatsächlich geht es aber nicht nur um eine Vokabel, sondern um die Frage, wie Finanzbeamte diese Gebühren bei der Steuererklärung verrechnen sollen. Die Antwort des Ministeriums ist enttäuschend: gar nicht.

Der Grund: Es handle sich nicht um Zinsen im Sinne des Steuergesetzes. Das Ministerium schreibt, die negativen Einlagezinsen würden „nicht vom Kapitalnehmer an den Kapitalgeber als Entgelt für die Überlassung von Kapital gezahlt“.

Anders ausgedrückt: Nicht die Bank zahlt dafür, dass sie das Geld der Kunden nutzen darf, sondern die Kunden zahlen dafür, dass sie ihr Vermögen nicht unter der Matratze lagern müssen.

Das Ministerium hat die Problematik also erkannt, doch es geht noch weiter im Text: Es sei also „eine Art Verwahr- oder Einlagegebühr, die bei den Einkünften aus Kapitalvermögen als Werbungskosten vom Sparer-Pauschbetrag gemäß Paragraf 20 Absatz 9 Satz 1 Einkommensteuergesetz erfasst sind“.

Das soll heißen: Mit dem Sparer-Pauschbetrag, den Ledige jährlich in Höhe von 801 Euro und Verheiratete in Höhe von 1.602 Euro erhalten, sind diese Gebühren bereis abgegolten. Sie haben deshalb keine zusätzliche steuerliche Auswirkung.

Das ist bitter, denn viele Steuerzahler dürften es sich so vorgestellt haben: Wenn sie mit ihrem Kapital positive Zinsen erwirtschaften, werden diese als Gewinn verbucht und die Abgeltungssteuer wird fällig. Entsprechend müssten negative Zinsen als Verlust verbucht werden. Das Finanzamt sollte dann die Gewinne und Verluste miteinander verrechnen und am Ende stünde für die Anleger eine Steuerersparnis. Genau das will das Ministerium verhindern.

Wann auch immer Banken also auf sämtliche Einlagen „Gebühren“ erheben, der Fiskus ist bereits gerüstet. Doch es gibt bereits Kritik, etwa vom Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH): „In Deutschland gilt die Besteuerung nach der persönlichen Leistungsfähigkeit der Steuerbürger. Aus diesem Grund sind negative Zinsen zwingend negative Einnahmen und müssen als Verlust für den Sparer anerkannt werden“, erklärt Jörg Strötzel, Vorstandsvorsitzender der VLH. „Es ist absehbar, dass die Auffassung der Finanzverwaltung finanzgerichtlich überprüft wird und wohl auf schwachen Beinen steht.“

Falls es allerdings bei der Rechtsauffassung des BMF bleibt und Negativzinsen ein Massenphänomen werden, müssen Sparer ihre Anlagestrategie ändern. Mit Aktien - zum Beispiel - kann können sie zwar auch Verluste machen, doch aus denen kann dann immerhin ein Steuervorteil werden.

http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/steuern-sparen-mit-strafzins-negativzinsen-sind-keine-verluste/12045470.html

Strafzinsen, ergo Negativzinsen auf große Spareinlagen, wie oben im Artikel zu lesen ist.
Das stimmt so nicht, auch auf kleinere und mittlere Spareinlagen trifft das zu.
Ich habe gestern einen Anruf meiner Bank bekommen, dass es jetzt auch meine Spareinlagen betrifft, und die sind nicht exorbitant hoch.

Vielleicht sollte ich doch das Geld von der Bank abziehen und in unserem kleinen Privatsafe verstauen.

Über Antworten von euch würde ich mich freuen, aber bitte keine oberlehrerhaften, herablassenden Klugscheissereien.


Welche Bank, wieviel Strafzinsen, in welcher Höhe?

Wäre schön interessant, weil: Massenphänomen ist das bei weitem nicht. In der FAS hatten sie dazu vor einiger Zeit einen Bericht zur Skatbank, die das als erstes eingeführt hat. Auch da betraf das aber nur Leute mit höheren Einlagen. Und wenn ich mich recht entsinne sah man rechtliche Probleme, das wirklich als Strafzinsen zu regeln. Eine Verwahrungsgebür dürfte demgegenüber wohl nicht angreifbar sein.

Zur Info: bei der DIBA gibt es derzeit auf dem Extrakonto 0,6%.


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 Betreff des Beitrags: Re: Negativzinsen
BeitragVerfasst: 25 Jul 2015 21:49 
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Beiträge: 13464
SolaBona hat geschrieben:
Der Staat als getarnter Räuber:


Wirtschafts Woche, 12. Juli 2015 hat geschrieben:
Bislang verlangen nur wenige Banken Strafzinsen auf große Spareinlagen. Doch der Fiskus schützt sich bereits gegen mögliche Erstattungsansprüche – indem er den negativen Zinsen einen neuen Namen gibt.

Noch sind negative Zinsen auf Spareinlagen in Deutschland die Ausnahme. Trotzdem hat sich jetzt das Bundesfinanzministerium damit beschäftigt. Für das, was der Volksmund als Strafzinsen bezeichnet, haben die Beamten einen neuen Begriff gefunden: Wirtschaftlich gesehen, so heißt es in einem aktuellen Schreiben des Ministeriums, handle es sich „um eine Art Verwahr- oder Einlagegebühr“.

„Na, und?“, werden sich die meisten Anleger nun denken. Schließlich ändert der Begriff nichts an der Tatsache, dass die Bankguthaben geschrumpft werden – und zwar nicht nur real durch die Inflation, sondern nun auch durch diese Gebühr. Tatsächlich geht es aber nicht nur um eine Vokabel, sondern um die Frage, wie Finanzbeamte diese Gebühren bei der Steuererklärung verrechnen sollen. Die Antwort des Ministeriums ist enttäuschend: gar nicht.

Der Grund: Es handle sich nicht um Zinsen im Sinne des Steuergesetzes. Das Ministerium schreibt, die negativen Einlagezinsen würden „nicht vom Kapitalnehmer an den Kapitalgeber als Entgelt für die Überlassung von Kapital gezahlt“.

Anders ausgedrückt: Nicht die Bank zahlt dafür, dass sie das Geld der Kunden nutzen darf, sondern die Kunden zahlen dafür, dass sie ihr Vermögen nicht unter der Matratze lagern müssen.

Das Ministerium hat die Problematik also erkannt, doch es geht noch weiter im Text: Es sei also „eine Art Verwahr- oder Einlagegebühr, die bei den Einkünften aus Kapitalvermögen als Werbungskosten vom Sparer-Pauschbetrag gemäß Paragraf 20 Absatz 9 Satz 1 Einkommensteuergesetz erfasst sind“.

Das soll heißen: Mit dem Sparer-Pauschbetrag, den Ledige jährlich in Höhe von 801 Euro und Verheiratete in Höhe von 1.602 Euro erhalten, sind diese Gebühren bereis abgegolten. Sie haben deshalb keine zusätzliche steuerliche Auswirkung.

Das ist bitter, denn viele Steuerzahler dürften es sich so vorgestellt haben: Wenn sie mit ihrem Kapital positive Zinsen erwirtschaften, werden diese als Gewinn verbucht und die Abgeltungssteuer wird fällig. Entsprechend müssten negative Zinsen als Verlust verbucht werden. Das Finanzamt sollte dann die Gewinne und Verluste miteinander verrechnen und am Ende stünde für die Anleger eine Steuerersparnis. Genau das will das Ministerium verhindern.

Wann auch immer Banken also auf sämtliche Einlagen „Gebühren“ erheben, der Fiskus ist bereits gerüstet. Doch es gibt bereits Kritik, etwa vom Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH): „In Deutschland gilt die Besteuerung nach der persönlichen Leistungsfähigkeit der Steuerbürger. Aus diesem Grund sind negative Zinsen zwingend negative Einnahmen und müssen als Verlust für den Sparer anerkannt werden“, erklärt Jörg Strötzel, Vorstandsvorsitzender der VLH. „Es ist absehbar, dass die Auffassung der Finanzverwaltung finanzgerichtlich überprüft wird und wohl auf schwachen Beinen steht.“

Falls es allerdings bei der Rechtsauffassung des BMF bleibt und Negativzinsen ein Massenphänomen werden, müssen Sparer ihre Anlagestrategie ändern. Mit Aktien - zum Beispiel - kann können sie zwar auch Verluste machen, doch aus denen kann dann immerhin ein Steuervorteil werden.

http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/steuern-sparen-mit-strafzins-negativzinsen-sind-keine-verluste/12045470.html

Strafzinsen, ergo Negativzinsen auf große Spareinlagen, wie oben im Artikel zu lesen ist.
Das stimmt so nicht, auch auf kleinere und mittlere Spareinlagen trifft das zu.
Ich habe gestern einen Anruf meiner Bank bekommen, dass es jetzt auch meine Spareinlagen betrifft, und die sind nicht exorbitant hoch.

Vielleicht sollte ich doch das Geld von der Bank abziehen und in unserem kleinen Privatsafe verstauen.

Über Antworten von euch würde ich mich freuen, aber bitte keine oberlehrerhaften, herablassenden Klugscheissereien.

Bei der Postbank bekommst du als neuer Sparkunde +0,5 % oder mehr Zinsen. Wenn du nicht an dein Erspartes dran musst, dann kannst du solche Lockangebote für dich ausnutzen.
Ich persönlich lasse nur noch das Minimum auf der Bank - den Brüdern traue ich nicht mehr über den Weg

_________________
EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Negativzinsen
BeitragVerfasst: 25 Jul 2015 22:00 
Quijota hat geschrieben:

Bei der Postbank bekommst du als neuer Sparkunde +0,5 % oder mehr Zinsen. Wenn du nicht an dein Erspartes dran musst, dann kannst du solche Lockangebote für dich ausnutzen.
Ich persönlich lasse nur noch das Minimum auf der Bank - den Brüdern traue ich nicht mehr über den Weg


Definitiv sind Ersparnisse in bar unterm Kopfkissen am besten aufgehoben. :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Negativzinsen
BeitragVerfasst: 25 Jul 2015 23:27 
SolaBona hat geschrieben:
Der Staat als getarnter Räuber:


Vielleicht solltest du dir schon mal dieses Buch bei Amazon bestellen.

Nach dem Finanz-Kollaps: Was uns nach dem Crash politisch und gesellschaftlich erwartet und was dafür vorbereitet wurde Gebundene Ausgabe – 3. August 2015

Hinweis des Autors zur Political Correctness:
Dieses Buch ist absolut nicht politisch korrekt. Es zeigt auch, wozu man die PC wirklich aufgebaut hat: zur Diskreditierung und Entfernung der politischen Klasse. Mehr dazu in eigenen Kapiteln. Sollte sich jemand in Bezug auf den Inhalt dieses Buches aufregen und Strafanzeige erstatten, dann können solche Personen und Organisationen sicher sein, dass sie auf meiner eigenen Verhaftungsliste stehen werden. Diese wird dann beim Systemwechsel den neu entstehenden Volksgerichten übergeben. Laut meinen Quellen kommen solche Personen nach ihrer Aburteilung in Straflager und jeder Bürger wird dort ein Züchtigungsrecht an ihnen als Aufseher haben. Sie glauben es nicht? Lesen Sie dieses Buch und warten Sie ab.
von Walter K. Eichelburg


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