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 Betreff des Beitrags: Crash
BeitragVerfasst: 18 Aug 2011 16:43 
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Börse sackt schon wieder ab.

http://wirtschaft.t-online.de/boersencrash-dax-stuerzt-schon-wieder-ab/id_48999006/index

Ob dicker Finger oder sonstwas. Jedenfalls wirds langsam brenzlig. Na ja, sollen mal so weitermachen. Im November ist mein Konto glatt, dann werd ich mal klein-klein ein paar Aktien kaufen.

Mein kleines Gold-Barrchen (10 g) hat inzwischen einen Wert, den ich nie erwartet hätte. Ich könnte mich in den A...h beißen, dass ich vor einigen Jahren 60 g verkauft habe, auch damals schon mit Gewinn, aber natürlich beiweitem nicht so hoch. Die ganzen 70 g hab ich mal für ca. 1200 EUR bekommen. Es war die Prämie für einen Verbesserungsvorschlag.

Zenzi

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«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 18 Aug 2011 17:29 
zenzi hat geschrieben:
Börse sackt schon wieder ab.

http://wirtschaft.t-online.de/boersencrash-dax-stuerzt-schon-wieder-ab/id_48999006/index

Ob dicker Finger oder sonstwas. Jedenfalls wirds langsam brenzlig. Na ja, sollen mal so weitermachen. Im November ist mein Konto glatt, dann werd ich mal klein-klein ein paar Aktien kaufen.

Mein kleines Gold-Barrchen (10 g) hat inzwischen einen Wert, den ich nie erwartet hätte. Ich könnte mich in den A...h beißen, dass ich vor einigen Jahren 60 g verkauft habe, auch damals schon mit Gewinn, aber natürlich beiweitem nicht so hoch. Die ganzen 70 g hab ich mal für ca. 1200 EUR bekommen. Es war die Prämie für einen Verbesserungsvorschlag.

Zenzi

Zenzi, der Goldpreis eilt momentan von Rekord zu Rekord. Anscheinend wollen alle ihre Scheinchen noch schnell gegen reale Werte eintauschen.

Dass die Kurse insbesondere von italienischen und französischen Banken in den Keller rauschen, scheint es sich wieder mal um einen Frontalangriff der Wallstreet bzw. Finanzmafia auf die Eurozone zu handeln. Die Fed hat gezielt Gerüchte verbreitet, dass die Banken der Südschiene, namhafte europäische Kreditinstitute in großer Gefahr sind. Der Hinweis der Fed, dass möglicherweise eine weltweite Ansteckungsgefahr besteht und man sich Sorgen um die eigenen Finanzmärkte machen, ist doch wirklich fürsorglich. Die Schieflage der EU-Banken könne auch US-Konzerne in den Abgrund reißen, hieß es.

Dass die Banken der Südschiene in der Schieflage sind, ist ja schon lange bekannt. Aber wahrscheinlich wollen sie wieder mal von ihren eigenen Problemen ablenken. Ich denke, dass ihnen das Wasser bis zum Hals steht. Sind doch seit der Geldsystemkrise 400 US-Banken Pleite gegangen. Darunter sogar die größten Bankhäuser des Landes.
Bisher konnte man vieles vertuschen, aber irgendwann kommt halt der Tag der Abrechnung und es ist Schlimmes zu befürchten. Nach dem Motto: „Jetzt geht’s los“ Was kommt als nächstes, vielleicht eine Verstaatlichung der Banken, oder eine Währungsreform?


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 18 Aug 2011 18:32 
zenzi hat geschrieben:
Börse sackt schon wieder ab.

http://wirtschaft.t-online.de/boersencrash-dax-stuerzt-schon-wieder-ab/id_48999006/index

Ob dicker Finger oder sonstwas. Jedenfalls wirds langsam brenzlig. Na ja, sollen mal so weitermachen. Im November ist mein Konto glatt, dann werd ich mal klein-klein ein paar Aktien kaufen.

Mein kleines Gold-Barrchen (10 g) hat inzwischen einen Wert, den ich nie erwartet hätte. Ich könnte mich in den A...h beißen, dass ich vor einigen Jahren 60 g verkauft habe, auch damals schon mit Gewinn, aber natürlich beiweitem nicht so hoch. Die ganzen 70 g hab ich mal für ca. 1200 EUR bekommen. Es war die Prämie für einen Verbesserungsvorschlag.

Zenzi


Wäre ein schlechter Tausch, kurz vor der Währungsreform Sachwerte gegen Klopapier mit vielen Nullen einzutauschen. Die Talsohle ist noch lange nicht erreicht.

Gruß
Kritikaster


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 18 Aug 2011 22:59 
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Gold zu Dollar

noch völlig unterbewertet, würde das Verhältnis stimmen, müsste die Feinunze = 31,1034768 Gramm (1819,70 Dollar ) wohl deutlich mehr kosten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 19 Aug 2011 10:54 
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JoJo hat geschrieben:
zenzi hat geschrieben:
Börse sackt schon wieder ab.

http://wirtschaft.t-online.de/boersencrash-dax-stuerzt-schon-wieder-ab/id_48999006/index

Ob dicker Finger oder sonstwas. Jedenfalls wirds langsam brenzlig. Na ja, sollen mal so weitermachen. Im November ist mein Konto glatt, dann werd ich mal klein-klein ein paar Aktien kaufen.

Mein kleines Gold-Barrchen (10 g) hat inzwischen einen Wert, den ich nie erwartet hätte. Ich könnte mich in den A...h beißen, dass ich vor einigen Jahren 60 g verkauft habe, auch damals schon mit Gewinn, aber natürlich beiweitem nicht so hoch. Die ganzen 70 g hab ich mal für ca. 1200 EUR bekommen. Es war die Prämie für einen Verbesserungsvorschlag.

Zenzi

Zenzi, der Goldpreis eilt momentan von Rekord zu Rekord. Anscheinend wollen alle ihre Scheinchen noch schnell gegen reale Werte eintauschen.
Ist ja erstens nicht weiter verwunderlich und zweitens aus Sicht des Einzelnen nachvollziehbar.

JoJo hat geschrieben:
Dass die Kurse insbesondere von italienischen und französischen Banken in den Keller rauschen, scheint es sich wieder mal um einen Frontalangriff der Wallstreet bzw. Finanzmafia auf die Eurozone zu handeln.
Soso!?
Ich sehe darin eindeutig die konsequente Folge von Misswirtschaft. Wer stetig mehr ausgibt als er besitzt, gelang irgendwann ans Ende...
Übrigens empfehle ich, anstatt von (der immer wieder gern gemommen) Schuld zu sprechen (einhergehend mit der ebenfalls gern genommen Pauschalverurteilung), den Sachverhalt mal in dem Kontext von Ursache und Konseqeunz zu sehen.
JoJo hat geschrieben:
Die Fed hat gezielt Gerüchte verbreitet, dass die Banken der Südschiene, namhafte europäische Kreditinstitute in großer Gefahr sind.
Da braucht es keine FED dafür, das ist ohnehin bekannt.
JoJo hat geschrieben:
Dass die Banken der Südschiene in der Schieflage sind, ist ja schon lange bekannt.
Sieheste.
JoJo hat geschrieben:
Aber wahrscheinlich wollen sie wieder mal von ihren eigenen Problemen ablenken. Ich denke, dass ihnen das Wasser bis zum Hals steht. Sind doch seit der Geldsystemkrise 400 US-Banken Pleite gegangen. Darunter sogar die größten Bankhäuser des Landes.
Ursache: Identisch.
JoJo hat geschrieben:
Bisher konnte man vieles vertuschen, aber irgendwann kommt halt der Tag der Abrechnung und es ist Schlimmes zu befürchten. Nach dem Motto: „Jetzt geht’s los“ Was kommt als nächstes, vielleicht eine Verstaatlichung der Banken, oder eine Währungsreform?
Tja, ob Schlimmes zu befürchten ist oder nicht, ist die offene Frage...
Dein Motto "jetzt geht´s los" ist übrigens in zweierlei Hinsicht überdenkenswert: Erstens müsste es Deinem Duktus folgend "jetzt hört´s auf" lauten, zweitens passt es nicht zu der wirklich bedenklichen Situation.

Viele Grüße
gh

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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 19 Aug 2011 12:07 
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Ja geradeheraus,

JoJo ist erst zufrieden wenn die Katastrophe „amtlich“ ist – was er nicht bedenkt, dann kommen „sie“ und stecken ihn in eine Gulag, den die „Bilderberger, Rothschilds usw.“ für solch „kritische Geister“ wie ihn, sicher schon vorbereitet haben.

Was ihm sicher erheblich hilft, sind seine Einsicht in all die bösen Verschwörungen. Nun ja so anders ist das Geschwätz von „schwarzen Freitag“ in den Medien auch nicht – einmal Sieger sein, einmal „es immer schon gewusst haben !“

Der Crash wird kommen – klar doch – da muss keine mit besonderem Weitblick ausgestattet sein. Schulden sind längst nicht mehr nur ein Vorgriff auf späteres Einkommen – sie sind ein probates Mittel der Umverteilung nach Oben. Doch inzwischen gibt es u.a. die Chinesen – selbst wenn die „Bilderberger, Rothschilds usw.“ einen guten Plan hatten, sie haben die wohl nicht so recht auf dem Zähler. Werde nicht das oder die passenden Strategem heraussuchen, nach denen die Chinesen nicht erst seit gestern handeln – weil das (hier) sowieso keinen interessiert.

Mit einigem Glück „brauchen“ die Chinesen „uns“ noch – diese Zeit sollten die Verantwortlichen besser nutzen – ein frommer Wunsch.

Hätten „wir“ in D noch genügend Zeit dazu, sollten nochmal ordentlich Schulden gemacht werden und in jede Form „erneuerbare Energie“ umgewandelt werden. Das ist das „Gold“ der Zukunft – mit dem besonderen Charme tatsächlich „reale“ Renditen abzuwerfen. Leider befürchte ich, diese Idioten werden die Sache noch vor meiner „Investition“ kippen – besonders tragisch, ich könnte das bar und dreimal zahlen. Wenigstens in den sowieso notwendigen PKW habe ich bereits umgewandelt – einige andere „Sachwerte“ werde ich auch noch „schaffen“ - mal sehen wie lange das noch so weitergeht. :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 19 Aug 2011 14:36 
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voll_ratlos hat geschrieben:
.... Leider befürchte ich, diese Idioten werden die Sache noch vor meiner „Investition“ kippen
Die Chancen stehen 50:50 :schulter:
voll_ratlos hat geschrieben:
– besonders tragisch, ich könnte das bar und dreimal zahlen. Wenigstens in den sowieso notwendigen PKW habe ich bereits umgewandelt – einige andere „Sachwerte“ werde ich auch noch „schaffen“ - mal sehen wie lange das noch so weitergeht. :roll:

...na, bis die Barschaft aufgebraucht ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 19 Aug 2011 23:34 
Es scheint so als ob die ganze westliche Welt von dem was an den Aktienmärkten so vor sich geht hypnotisiert und psychisch (rein in der Vorstellung) abhängig ist. Das Ganze ist völlig irrational. Ein fallender Aktienkurs sagt mal rein gar nichts über die Gesundheit eines Unternehmens aus - er prognostiziert lediglich die Aussichten für Spekulanten, denn der ganze Aktienmarkt ist zu einem riesigen Spekulantenkasino verkommen. Machen wir uns nicht so verrückt. Der Ottonormalverbraucher ist in der Regel kein Spekulant - insofern kann uns das größtenteils an den Heckwangen vorbei gehen - jetzt und in Zukunft. Und die reale Wirtschaft muss sich zunehmend aus den Fängen irrationaler Mechanismen und verkommener Spekulationsmuster befreien. Spätestens dann, wenn der ganze aufgeblasene Haufen (Sch...) in sich zusammenfällt. Prosit!


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 19 Aug 2011 23:42 
JoJo hat geschrieben:
Es scheint so als ob die ganze westliche Welt von dem was an den Aktienmärkten so vor sich geht hypnotisiert und psychisch (rein in der Vorstellung) abhängig ist. Das Ganze ist völlig irrational. Ein fallender Aktienkurs sagt mal rein gar nichts über die Gesundheit eines Unternehmens aus - er prognostiziert lediglich die Aussichten für Spekulanten, denn der ganze Aktienmarkt ist zu einem riesigen Spekulantenkasino verkommen. Machen wir uns nicht so verrückt. Der Ottonormalverbraucher ist in der Regel kein Spekulant - insofern kann uns das größtenteils an den Heckwangen vorbei gehen - jetzt und in Zukunft. Und die reale Wirtschaft muss sich zunehmend aus den Fängen irrationaler Mechanismen und verkommener Spekulationsmuster befreien. Spätestens dann, wenn der ganze aufgeblasene Haufen (Sch...) in sich zusammenfällt. Prosit!


Alles prinzipiell richtig, JoJo, nur steht zu befürchten, dass bei Eintritt des unvermeidbaren Zusammenbruchs eben mal wieder diejenigen am schwersten leiden werden, die gar nicht mitgespielt haben und mithin am wenigsten dafür können.
Trotzdem gilt: Je später das Eingeständnis des Zusammenbruchs erfolgt, desto schlimmer für Otto Normalverbraucher.

Gruß
Kritikaster


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 20 Aug 2011 00:21 
Kritikaster hat geschrieben:
Alles prinzipiell richtig, JoJo, nur steht zu befürchten, dass bei Eintritt des unvermeidbaren Zusammenbruchs eben mal wieder diejenigen am schwersten leiden werden, die gar nicht mitgespielt haben und mithin am wenigsten dafür können.
Trotzdem gilt: Je später das Eingeständnis des Zusammenbruchs erfolgt, desto schlimmer für Otto Normalverbraucher.

Gruß
Kritikaster

Was hälst Du denn davon, dass Lafontaine die Reichen auffordert, die Hälfte ihres Vermögens abzugeben, dann wären sie immer noch reich.
Die Schulden der Staaten sind die Vermögen der Reichen. Da muss ich ihm unbedingt Recht geben.

Zitat:
In der anhaltenden Schuldenkrise macht sich Lafontaine für eine "kräftige Vermögensabgabe" stark: "Würden die Reichen Europas die Hälfte ihres Vermögens abgeben, wären die Schulden deutlich reduziert und die Reichen wären immer noch reich. Was man endlich lernen muss, ist: Die Schulden der Staaten sind das Vermögen der Reichen."
Zugleich attackierte er die Kanzlerin scharf: "Sie versteht das Euro-System nicht, und sie versteht die Finanzmärkte nicht." Wenn Deutschland als wichtigste Volkswirtschaft Europas Lohndumping betreibe, könne das System nicht funktionieren. Wegen ihrer "falschen Politik" könne man Merkel daher als "gefährlichste Frau Europas" bezeichnen.

http://www.mmnews.de/index.php/politik/ ... ns-abgeben


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 20 Aug 2011 08:09 
JoJo hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:
Alles prinzipiell richtig, JoJo, nur steht zu befürchten, dass bei Eintritt des unvermeidbaren Zusammenbruchs eben mal wieder diejenigen am schwersten leiden werden, die gar nicht mitgespielt haben und mithin am wenigsten dafür können.
Trotzdem gilt: Je später das Eingeständnis des Zusammenbruchs erfolgt, desto schlimmer für Otto Normalverbraucher.

Gruß
Kritikaster

Was hälst Du denn davon, dass Lafontaine die Reichen auffordert, die Hälfte ihres Vermögens abzugeben, dann wären sie immer noch reich.
Die Schulden der Staaten sind die Vermögen der Reichen. Da muss ich ihm unbedingt Recht geben.

Zitat:
In der anhaltenden Schuldenkrise macht sich Lafontaine für eine "kräftige Vermögensabgabe" stark: "Würden die Reichen Europas die Hälfte ihres Vermögens abgeben, wären die Schulden deutlich reduziert und die Reichen wären immer noch reich. Was man endlich lernen muss, ist: Die Schulden der Staaten sind das Vermögen der Reichen."
Zugleich attackierte er die Kanzlerin scharf: "Sie versteht das Euro-System nicht, und sie versteht die Finanzmärkte nicht." Wenn Deutschland als wichtigste Volkswirtschaft Europas Lohndumping betreibe, könne das System nicht funktionieren. Wegen ihrer "falschen Politik" könne man Merkel daher als "gefährlichste Frau Europas" bezeichnen.

http://www.mmnews.de/index.php/politik/ ... ns-abgeben


Er sieht kaum eine Chance, dass die deutsch-französische Küngelei im T€URO-Zerfall Erfolg haben könnte, macht aber einen rein populistischen Vorschlag, der nun wirklich 0,0% Wahrscheinlichkeit auf Umsetzung hat.
Sicher hat Oskar mit seiner Geld = Schuld-These vollkommen Recht, aber das gilt nicht nur für die Vermögen der Reichen, sondern für jeden in der Welt befindlichen Cent, egal ob als Münze/Schein - was nur ein geringer Bruchteil ist - oder als elektronische Buchung auf irgendwelchen Konten. "Zeitgeist Addendum" erklärt das recht verständlich auch und gerade für Menschen, die nicht aus dem Finanzsumpf kommen.
Eine einmalige Aktion, wie von ihm gefordert, wäre ja keine dauerhafte Lösung unseres Grundproblems. Da müssen andere Massnahmen her, die langfristig greifen. Ist aber im bestehenden System nicht möglich, weshalb der Karren wohl leider tatsächlich komplett gegen die Wand gefahren werden muss. Und wir befinden uns auf der Überholspur dahin!

Gruß
Kritikaster


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 22 Aug 2011 21:35 
Die Politik ist ratlos – und die Bürger wissen das

Mit immer neuen Lösungsmöglichkeiten zur Bewältigung der Schuldenkrise warten unsere Politiker auf. Doch die Leute wissen es anscheinend, dass viele von unseren Politikern keinen Schimmer haben, was an den Märkten und den Börsen gespielt wird.

Bemerkenswert dieses Zitat von Welt-Online

Politik in Momenten des Umbruchs braucht Mut – nur so schafft sie das notwendige Vertrauen. Damit die aktuelle Krise nicht zu dem von den Nobelpreisträgern prophezeiten wirtschaftlichen Abstieg des Westens führt, braucht es vor allem eins: den Abschied von der Illusion, die Politik könne grenzenlos gestalten und sich den Gesetzen des Marktes entziehen.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... n-das.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 23 Aug 2011 00:00 
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„Und wir befinden uns auf der Überholspur dahin!“ - eine durchaus schon öfter befahrene Strecke Kritikaster, was diesen Vorgang nur noch noch schlimmer macht.

Der „Markt“ wird es jedenfalls nicht richten – der ist Hauptbestandteil des Übels. Jedenfalls in all seinen bisherigen Fassetten. Ob es da überhaupt Lösungen gibt ? Was alles NICHT funktioniert kann durchaus ohne allzugroße historische Rückgriffe betrachtet werden – Japan z.B. Wenn irgendwo etwas tatsächlich dauerhaft funktioniert, lass es mich wissen, ich werde es meinem Abgeordneten weitersagen. Ansonsten ist mein Kampfname Programm.


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 23 Aug 2011 07:47 
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JoJo hat geschrieben:
Die Politik ist ratlos – und die Bürger wissen das

Mit immer neuen Lösungsmöglichkeiten zur Bewältigung der Schuldenkrise warten unsere Politiker auf. Doch die Leute wissen es anscheinend, dass viele von unseren Politikern keinen Schimmer haben, was an den Märkten und den Börsen gespielt wird.

Bemerkenswert dieses Zitat von Welt-Online

Politik in Momenten des Umbruchs braucht Mut – nur so schafft sie das notwendige Vertrauen. Damit die aktuelle Krise nicht zu dem von den Nobelpreisträgern prophezeiten wirtschaftlichen Abstieg des Westens führt, braucht es vor allem eins: den Abschied von der Illusion, die Politik könne grenzenlos gestalten und sich den Gesetzen des Marktes entziehen.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... n-das.html


...und selbst WENN sie es wüssten: Mir drängt sich da immer der Vergleich einer Fliege im Spinnennetz auf....

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 23 Aug 2011 11:35 
voll_ratlos hat geschrieben:
„Und wir befinden uns auf der Überholspur dahin!“ - eine durchaus schon öfter befahrene Strecke Kritikaster, was diesen Vorgang nur noch noch schlimmer macht.

Der „Markt“ wird es jedenfalls nicht richten – der ist Hauptbestandteil des Übels. Jedenfalls in all seinen bisherigen Fassetten. Ob es da überhaupt Lösungen gibt ? Was alles NICHT funktioniert kann durchaus ohne allzugroße historische Rückgriffe betrachtet werden – Japan z.B. Wenn irgendwo etwas tatsächlich dauerhaft funktioniert, lass es mich wissen, ich werde es meinem Abgeordneten weitersagen. Ansonsten ist mein Kampfname Programm.


Meiner auch! :mrgreen:

Erste Massnahme, die ausprobiert werden sollte: Zinsverbot für Geldtransaktionen jeglicher Art! Würde zwar eine Verstaatlichung des Geldwesens inkl. Kreditinstituten voraussetzen, wäre aber ein Anfang, ans Gründübel heranzugehen. Dies wäre zu verbinden mit einer Abschaffung des fraktionalen Geldreservesystems, das bekanntlich zur Schaffung von Geld aus dem Nichts führt, und der Wiedereinführung eines wie auch immer zu organisierenden Rohstoffstandards, meinetwegen auf Edelmetallen basierend. Dass m.E. auch jegliche Versorger in die öffentliche Hand gehören, sei hier nur am Rande bemerkt.

Gruß
Kritikaster


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 23 Aug 2011 13:12 
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Kritikaster hat geschrieben:
voll_ratlos hat geschrieben:
„Und wir befinden uns auf der Überholspur dahin!“ - eine durchaus schon öfter befahrene Strecke Kritikaster, was diesen Vorgang nur noch noch schlimmer macht.

Der „Markt“ wird es jedenfalls nicht richten – der ist Hauptbestandteil des Übels. Jedenfalls in all seinen bisherigen Fassetten. Ob es da überhaupt Lösungen gibt ? Was alles NICHT funktioniert kann durchaus ohne allzugroße historische Rückgriffe betrachtet werden – Japan z.B. Wenn irgendwo etwas tatsächlich dauerhaft funktioniert, lass es mich wissen, ich werde es meinem Abgeordneten weitersagen. Ansonsten ist mein Kampfname Programm.


Meiner auch! :mrgreen:

Erste Massnahme, die ausprobiert werden sollte: Zinsverbot für Geldtransaktionen jeglicher Art! Würde zwar eine Verstaatlichung des Geldwesens inkl. Kreditinstituten voraussetzen, wäre aber ein Anfang, ans Gründübel heranzugehen. Dies wäre zu verbinden mit einer Abschaffung des fraktionalen Geldreservesystems, das bekanntlich zur Schaffung von Geld aus dem Nichts führt, und der Wiedereinführung eines wie auch immer zu organisierenden Rohstoffstandards, meinetwegen auf Edelmetallen basierend. Dass m.E. auch jegliche Versorger in die öffentliche Hand gehören, sei hier nur am Rande bemerkt.

Gruß
Kritikaster

Nun, Kritikaster, jetzt wird’s interessant. Daher bitte ich um Nachhilfe:

Könntest Du bitte Beispiele nennen, in denen Deine erste Maßnahme „Zinsverbot für alle Geldtransaktionen“ funktioniert hat (bitte die ggf. vorhandenen Nebenwirkungen nicht aus den Augen verlieren; isolierte Betrachtungen funktionieren nicht).

Könntest Du bitte ferner erfolgreiche Beispiele (ich meine für die Gesellschaft erfolgreich) rein staatlicher Finanzwesen nennen.

Dann würde mich interessieren, wie Du darauf kommst, dass ausgerechnet staatliche Banken positive Aspekte bei der Abschaffung des fraktionalen Geldreservesystems (so man dies denn will) gute Dienste leisten…
Ich setze hierbei voraus, dass Dir bekannt ist, dass das Geld- und Kreditschöpfungspotenzial dieses Systems sehr wohl begrenzt ist – und zwar erstens durch den von den Zentralbanken ausgegebenen Notenbetrag und zweitens durch den sogenannten Reservesatz. Regel: Je niedriger der Reservesatz (also den durch die beteiligten Banken vorzuhaltenden Betrag), desto höher das Potenzial. Das System „platzt“, wenn von Seiten der Staaten nicht vernünftig gehaushaltet wird. Erstens durch über Gebühr gesteigerte Notenausgabe oder zweitens durch sträflich niedrige Vorgaben zur Reservehaltung. Wieso um alle Welt soll also ausgerechnet eine verstaatlichte Finanzwirtschaft hier positive Ergebnisse erzielen? Es ist schon heute so, dass die Staaten die Aufgabe des Regulierens der Finanzwirtschaft haben – nur leider werden sie dieser Aufgabe nicht gerecht.

Ebenso würde mich interessieren, wie es in Deinen Augen zur Entwicklung des reinen Tauschhandels (z.B. mit Rohstoffen) zur Finanzwirtschaft gekommen ist. Etwa, weil es mit der Begrenzung auf Rohstoffe so uneingeschränkt gut gelaufen ist?

Tja, und mit dem Vorschlag, dass jegliche Versorger in die öffentliche Hand gehören, ja damit kommen wir ja dann wohl endgültig wieder in der gelenkten Planwirtschaft an. Gibt es hierfür gute Beispiele? Oder warum schlägst Du es vor?

Die scheinbar so einfachen Antworten sind gar nicht so trivial. Wie Du siehst, Fragen über Fragen…

Viele Grüße
gh

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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 23 Aug 2011 13:53 
geradeheraus hat geschrieben:
Dann würde mich interessieren, wie Du darauf kommst, dass ausgerechnet staatliche Banken positive Aspekte bei der Abschaffung des fraktionalen Geldreservesystems (so man dies denn will) gute Dienste leisten…
Ich setze hierbei voraus, dass Dir bekannt ist, dass das Geld- und Kreditschöpfungspotenzial dieses Systems sehr wohl begrenzt ist – und zwar erstens durch den von den Zentralbanken ausgegebenen Notenbetrag und zweitens durch den sogenannten Reservesatz.

Geradeheraus, Du sprichst hier vom Mindestreservesatz, der im Moment bei 2 Prozent liegt, den die Banken als Sicherheit bei der Zentralbank hinterlegen müssen. Immerhin können von den restlichen 98 Prozent Geld geschöpft werden. So weit so gut oder so schlecht.
Die nächste Bank schöpft dann wieder Geld mit dem geschöpften Geld der anderen Bank usw.
Die Zentralbanken müssen im Gegensatz zur Sparkasse oder Volksbank überhaupt nirgendwo etwas als Sicherheit hinterlegen.

Was die letzten Jahre bei der FED mit QE1 und QE2 gelaufen ist, hat mit Deinen Ausführungen wenig zu tun. Oder willst Du vielleicht die 4 Billionen USD, die die FED aus dem Nichts geschaffen hat mit dem normalen Bankgeschäft vergleichen? Gouverneur Perry sagte letzte Woche, dass diese Geldschöpfung Hochverrat ist und die Texaner wüssten, wie man mit solchen Leuten umzugehen hat.
Um es mal vereinfacht auszudrücken: Ich drucke mir zu Hause einen Haufen Geld und gehe dann zu meinen Nachbarn und frage sie, ob sie nicht einen Kredit von mir haben wollen oder ich gehe zu einem meiner Kunden und möchte vielleicht sein Autohaus kaufen.
Dieses höchst korrupte Geldsystem wird nun viele Länder in den Abgrund reißen und ohne massive Schuldenerlässe werden die westlichen Länder in einem hyperinflationären Wirtschafts-Armageddon versinken. Diese Erkenntnis ist nun inzwischen auch im Mainstream angekommen.

JoJo


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 23 Aug 2011 14:06 
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JoJo hat geschrieben:
geradeheraus hat geschrieben:
Dann würde mich interessieren, wie Du darauf kommst, dass ausgerechnet staatliche Banken positive Aspekte bei der Abschaffung des fraktionalen Geldreservesystems (so man dies denn will) gute Dienste leisten…
Ich setze hierbei voraus, dass Dir bekannt ist, dass das Geld- und Kreditschöpfungspotenzial dieses Systems sehr wohl begrenzt ist – und zwar erstens durch den von den Zentralbanken ausgegebenen Notenbetrag und zweitens durch den sogenannten Reservesatz.

Geradeheraus, Du sprichst hier vom Mindestreservesatz, der im Moment bei 2 Prozent liegt, den die Banken als Sicherheit bei der Zentralbank hinterlegen müssen. Immerhin können von den restlichen 98 Prozent Geld geschöpft werden. So weit so gut oder so schlecht.
Die nächste Bank schöpft dann wieder Geld mit dem geschöpften Geld der anderen Bank usw.
Die Zentralbanken müssen im Gegensatz zur Sparkasse oder Volksbank überhaupt nirgendwo etwas als Sicherheit hinterlegen.

Was die letzten Jahre bei der FED mit QE1 und QE2 gelaufen ist, hat mit Deinen Ausführungen wenig zu tun. Oder willst Du vielleicht die 4 Billionen USD, die die FED aus dem Nichts geschaffen hat mit dem normalen Bankgeschäft vergleichen? Gouverneur Perry sagte letzte Woche, dass diese Geldschöpfung Hochverrat ist und die Texaner wüssten, wie man mit solchen Leuten umzugehen hat.
Um es mal vereinfacht auszudrücken: Ich drucke mir zu Hause einen Haufen Geld und gehe dann zu meinen Nachbarn und frage sie, ob sie nicht einen Kredit von mir haben wollen oder ich gehe zu einem meiner Kunden und möchte vielleicht sein Autohaus kaufen.
Dieses höchst korrupte Geldsystem wird nun viele Länder in den Abgrund reißen und ohne massive Schuldenerlässe werden die westlichen Länder in einem hyperinflationären Wirtschafts-Armageddon versinken. Diese Erkenntnis ist nun inzwischen auch im Mainstream angekommen.

JoJo

Was soll das Beispiel?
Ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Staaten ihren Aufgaben nicht gerecht werden. Lesen solltest Du schon...

Außerdem war meine an Kritikaster gerichtete Frage, warum er bei dem geschilderten Hintergrund davon ausgeht, dass ausgerechnet Staaten diesbezüglich gute Hilfestellung leisten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 23 Aug 2011 14:33 
geradeheraus hat geschrieben:
Was soll das Beispiel?
Ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Staaten ihren Aufgaben nicht gerecht werden. Lesen solltest Du schon...


Du schreibst in Deinem Bericht, dass die Geldmenge begrenzt ist wegen dem Mindestreservesatz. Wenn Du schon von der Geldmenge sprichst, dann vor allem doch von dem „Falschgeld“, dass die FED am laufenden aus dem Nichts schöpft.

Jetzt muss ich noch mal ein Beispiel bringen, um zu verdeutlichen was ich meine.

Ich erschleiche mir eine Lizenz um zu Hause meine Scheinchen zu drucken (das hat die Finanzmafia damals mit Präsident Wilson gemacht.) Nun setze ich mich zu Hause hin und drucke Scheinchen ohne Ende, verleihe sie und finanziere mir damit Bodyguards und eine Privatarmee, mit der ich dann andere Leute überfalle um ihren Besitz zu rauben.
Die Geldmengenbremse war früher die Golddeckung, die man 1971 in Bretton Woods faktisch abgeschafft hat. Seit dem kann die Geldmenge beliebig aufgeblasen werden und ist keiner Kontrolle mehr unterworfen.

JoJo


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 23 Aug 2011 15:04 
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JoJo hat geschrieben:
geradeheraus hat geschrieben:
Was soll das Beispiel?
Ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Staaten ihren Aufgaben nicht gerecht werden. Lesen solltest Du schon...


Du schreibst in Deinem Bericht, dass die Geldmenge begrenzt ist wegen dem Mindestreservesatz.
Nein, das habe ich nicht geschrieben. Du meine Güte, lesen kannst Du doch, oder?

Hier noch einmal für Dich:
geradeheraus hat geschrieben:
Ich setze hierbei voraus, dass Dir bekannt ist, dass das Geld- und Kreditschöpfungspotenzial dieses Systems sehr wohl begrenzt ist – und zwar erstens durch den von den Zentralbanken ausgegebenen Notenbetrag und zweitens durch den sogenannten Reservesatz.

Dein zweites Beispiel kannst Du also auch behalten, weil es erneut keinen zusätzlichen Beitrag zur Diskussion leistet, sondern wieder mal nur ablenkt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 23 Aug 2011 16:28 
geradeheraus hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:
voll_ratlos hat geschrieben:
„Und wir befinden uns auf der Überholspur dahin!“ - eine durchaus schon öfter befahrene Strecke Kritikaster, was diesen Vorgang nur noch noch schlimmer macht.

Der „Markt“ wird es jedenfalls nicht richten – der ist Hauptbestandteil des Übels. Jedenfalls in all seinen bisherigen Fassetten. Ob es da überhaupt Lösungen gibt ? Was alles NICHT funktioniert kann durchaus ohne allzugroße historische Rückgriffe betrachtet werden – Japan z.B. Wenn irgendwo etwas tatsächlich dauerhaft funktioniert, lass es mich wissen, ich werde es meinem Abgeordneten weitersagen. Ansonsten ist mein Kampfname Programm.


Meiner auch! :mrgreen:

Erste Massnahme, die ausprobiert werden sollte: Zinsverbot für Geldtransaktionen jeglicher Art! Würde zwar eine Verstaatlichung des Geldwesens inkl. Kreditinstituten voraussetzen, wäre aber ein Anfang, ans Gründübel heranzugehen. Dies wäre zu verbinden mit einer Abschaffung des fraktionalen Geldreservesystems, das bekanntlich zur Schaffung von Geld aus dem Nichts führt, und der Wiedereinführung eines wie auch immer zu organisierenden Rohstoffstandards, meinetwegen auf Edelmetallen basierend. Dass m.E. auch jegliche Versorger in die öffentliche Hand gehören, sei hier nur am Rande bemerkt.

Gruß
Kritikaster

Nun, Kritikaster, jetzt wird’s interessant. Daher bitte ich um Nachhilfe:

Könntest Du bitte Beispiele nennen, in denen Deine erste Maßnahme „Zinsverbot für alle Geldtransaktionen“ funktioniert hat (bitte die ggf. vorhandenen Nebenwirkungen nicht aus den Augen verlieren; isolierte Betrachtungen funktionieren nicht).

Könntest Du bitte ferner erfolgreiche Beispiele (ich meine für die Gesellschaft erfolgreich) rein staatlicher Finanzwesen nennen.

Dann würde mich interessieren, wie Du darauf kommst, dass ausgerechnet staatliche Banken positive Aspekte bei der Abschaffung des fraktionalen Geldreservesystems (so man dies denn will) gute Dienste leisten…
Ich setze hierbei voraus, dass Dir bekannt ist, dass das Geld- und Kreditschöpfungspotenzial dieses Systems sehr wohl begrenzt ist – und zwar erstens durch den von den Zentralbanken ausgegebenen Notenbetrag und zweitens durch den sogenannten Reservesatz. Regel: Je niedriger der Reservesatz (also den durch die beteiligten Banken vorzuhaltenden Betrag), desto höher das Potenzial. Das System „platzt“, wenn von Seiten der Staaten nicht vernünftig gehaushaltet wird. Erstens durch über Gebühr gesteigerte Notenausgabe oder zweitens durch sträflich niedrige Vorgaben zur Reservehaltung. Wieso um alle Welt soll also ausgerechnet eine verstaatlichte Finanzwirtschaft hier positive Ergebnisse erzielen? Es ist schon heute so, dass die Staaten die Aufgabe des Regulierens der Finanzwirtschaft haben – nur leider werden sie dieser Aufgabe nicht gerecht.

Ebenso würde mich interessieren, wie es in Deinen Augen zur Entwicklung des reinen Tauschhandels (z.B. mit Rohstoffen) zur Finanzwirtschaft gekommen ist. Etwa, weil es mit der Begrenzung auf Rohstoffe so uneingeschränkt gut gelaufen ist?

Tja, und mit dem Vorschlag, dass jegliche Versorger in die öffentliche Hand gehören, ja damit kommen wir ja dann wohl endgültig wieder in der gelenkten Planwirtschaft an. Gibt es hierfür gute Beispiele? Oder warum schlägst Du es vor?

Die scheinbar so einfachen Antworten sind gar nicht so trivial. Wie Du siehst, Fragen über Fragen…

Viele Grüße
gh


Wenn ich von Massnahmen spreche die "ausprobiert werden" sollten, dann bedeutet das nicht, dass das schon mal gemacht wurde. Ich denke, auf den zweiten Blick wirst Du mir da zustimmen, womit sich Deine Eingangsfragen erübrigen dürften.
Bei einem 10-prozentigen Reservesatz, wie in den USA praktiziert, ergibt sich für Geschäftsbanken ein girales Geldschöpfungspotential, das in etwa dem 9-fachen der zum In-Umlauf-Bringen ürsprünglich ausgegebenen Staatsanleihen entspricht. Das "Platzen" dieses Systems beobachten wir gerade, und nicht von ungefähr wird der EZB mittlerweile vorgeworfen, dass sie sich in ihrem Handeln der FED immer deutlicher annähert.

Den Staaten indirekt vorzuwerfen, sie würden nicht ordentlich haushalten, wo sie mit den ihnen (nicht!) zur Verfügung stehenden Geldern das Geld- und Bankensystem aus dem selbstverschuldeten und systembedingten Sumpf retten, ist eine haarsträubende Verdrehung dessen, was passiert. Ohne staatliche Eingriffe wären die Zockerbanken, die in Erwartung hoher Verzinsungen mit Freuden Kredite an die PIIGS-Staaten vergeben haben, längst über den Jordan gegangen - und unser Geldsystem mit ihnen. Es gibt nun mal keine erkennbaren Selbstheilungskräfte des Geldsystems

Stell Dir mal die ganz einfache Frage, welche Substanz denn wohl eine Währung haben kann, über die man einen dauernd wachsenden "Rettungsschirm" spannen muss! Wenn das dem zugrunde liegende Geldsystem nicht prinzipiell oberfaul ist, was denn dann?

Aber wir müssen ja gar nicht lange spekulieren. Der Markt hat im Geldbereich versagt, wie üblich schreien die Marktjünger nach Sozialisierung drohender Verluste - und bekommen natürlich, was sie wollen, weil sie in Sachen Geld alle Fäden und damit die Politik in der Hand haben.

Gruß
Kritikaster


Zuletzt geändert von Kritikaster am 23 Aug 2011 16:38, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 23 Aug 2011 16:28 
geradeheraus hat geschrieben:
Dein zweites Beispiel kannst Du also auch behalten, weil es erneut keinen zusätzlichen Beitrag zur Diskussion leistet, sondern wieder mal nur ablenkt.

Ok geradeheraus, Du wolltest über Birnen reden, bzw. über eine Situation, die es momentan so nicht mehr gibt und ich wollte eigentlich über Äpfel reden bzw. über Zentralbanken, die die Geldschöpfung endlos ausdehnen können. Vielleicht kannst Du uns ja erklären, woher die FED die 4.000.000.000.000 Dollar denn her hat, die sie beispielsweise an die Banken ihres "Vertrauens" gegeben hat.

Siehe auch dazu den Artikel in Focus Money

Ben Bernanke – der Mann, der die Welt ruiniert

Ben Bernanke, Chef der US-Zentralbank, hat die Märkte mit 3000 Milliarden Dollar billigen Geldes destabilisiert. Kritiker nennen ihn „Geldfälscher“. Diese Woche enthüllt er seine neuen Pläne.

http://www.focus.de/finanzen/doenchkolu ... 57971.html


JoJo


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 23 Aug 2011 17:35 
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Kritikaster hat geschrieben:
geradeheraus hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:
voll_ratlos hat geschrieben:
„Und wir befinden uns auf der Überholspur dahin!“ - eine durchaus schon öfter befahrene Strecke Kritikaster, was diesen Vorgang nur noch noch schlimmer macht.

Der „Markt“ wird es jedenfalls nicht richten – der ist Hauptbestandteil des Übels. Jedenfalls in all seinen bisherigen Fassetten. Ob es da überhaupt Lösungen gibt ? Was alles NICHT funktioniert kann durchaus ohne allzugroße historische Rückgriffe betrachtet werden – Japan z.B. Wenn irgendwo etwas tatsächlich dauerhaft funktioniert, lass es mich wissen, ich werde es meinem Abgeordneten weitersagen. Ansonsten ist mein Kampfname Programm.


Meiner auch! :mrgreen:

Erste Massnahme, die ausprobiert werden sollte: Zinsverbot für Geldtransaktionen jeglicher Art! Würde zwar eine Verstaatlichung des Geldwesens inkl. Kreditinstituten voraussetzen, wäre aber ein Anfang, ans Gründübel heranzugehen. Dies wäre zu verbinden mit einer Abschaffung des fraktionalen Geldreservesystems, das bekanntlich zur Schaffung von Geld aus dem Nichts führt, und der Wiedereinführung eines wie auch immer zu organisierenden Rohstoffstandards, meinetwegen auf Edelmetallen basierend. Dass m.E. auch jegliche Versorger in die öffentliche Hand gehören, sei hier nur am Rande bemerkt.

Gruß
Kritikaster

Nun, Kritikaster, jetzt wird’s interessant. Daher bitte ich um Nachhilfe:

Könntest Du bitte Beispiele nennen, in denen Deine erste Maßnahme „Zinsverbot für alle Geldtransaktionen“ funktioniert hat (bitte die ggf. vorhandenen Nebenwirkungen nicht aus den Augen verlieren; isolierte Betrachtungen funktionieren nicht).

Könntest Du bitte ferner erfolgreiche Beispiele (ich meine für die Gesellschaft erfolgreich) rein staatlicher Finanzwesen nennen.

Dann würde mich interessieren, wie Du darauf kommst, dass ausgerechnet staatliche Banken positive Aspekte bei der Abschaffung des fraktionalen Geldreservesystems (so man dies denn will) gute Dienste leisten…
Ich setze hierbei voraus, dass Dir bekannt ist, dass das Geld- und Kreditschöpfungspotenzial dieses Systems sehr wohl begrenzt ist – und zwar erstens durch den von den Zentralbanken ausgegebenen Notenbetrag und zweitens durch den sogenannten Reservesatz. Regel: Je niedriger der Reservesatz (also den durch die beteiligten Banken vorzuhaltenden Betrag), desto höher das Potenzial. Das System „platzt“, wenn von Seiten der Staaten nicht vernünftig gehaushaltet wird. Erstens durch über Gebühr gesteigerte Notenausgabe oder zweitens durch sträflich niedrige Vorgaben zur Reservehaltung. Wieso um alle Welt soll also ausgerechnet eine verstaatlichte Finanzwirtschaft hier positive Ergebnisse erzielen? Es ist schon heute so, dass die Staaten die Aufgabe des Regulierens der Finanzwirtschaft haben – nur leider werden sie dieser Aufgabe nicht gerecht.

Ebenso würde mich interessieren, wie es in Deinen Augen zur Entwicklung des reinen Tauschhandels (z.B. mit Rohstoffen) zur Finanzwirtschaft gekommen ist. Etwa, weil es mit der Begrenzung auf Rohstoffe so uneingeschränkt gut gelaufen ist?

Tja, und mit dem Vorschlag, dass jegliche Versorger in die öffentliche Hand gehören, ja damit kommen wir ja dann wohl endgültig wieder in der gelenkten Planwirtschaft an. Gibt es hierfür gute Beispiele? Oder warum schlägst Du es vor?

Die scheinbar so einfachen Antworten sind gar nicht so trivial. Wie Du siehst, Fragen über Fragen…

Viele Grüße
gh


Wenn ich von Massnahmen spreche die "ausprobiert werden" sollten, dann bedeutet das nicht, dass das schon mal gemacht wurde. Ich denke, auf den zweiten Blick wirst Du mir da zustimmen, womit sich Deine Eingangsfragen erübrigen dürften.
Von wegen „ausprobieren“ (hübsche Verpackung)… Verstaatlichung und Planwirtschaft heißt Dein Rezept. Warum sagst Du es nicht?
Kritikaster hat geschrieben:
Bei einem 10-prozentigen Reservesatz, wie in den USA praktiziert, ergibt sich für Geschäftsbanken ein girales Geldschöpfungspotential, das in etwa dem 9-fachen der zum In-Umlauf-Bringen ürsprünglich ausgegebenen Staatsanleihen entspricht.
Nein, nicht der Staatsanleihen. Dies ist ein Sonderfall. Grundsätzlich (und darum geht es mir) sind es die beiden Faktoren „von den Notenbanken ausgegebenen Noten“ & „Reservesatz“. Sonst nichts.
Kritikaster hat geschrieben:
Das "Platzen" dieses Systems beobachten wir gerade, und nicht von ungefähr wird der EZB mittlerweile vorgeworfen, dass sie sich in ihrem Handeln der FED immer deutlicher annähert.
Sag ich ja, die staatlichen Notenbanken kommen ihren Aufgaben nicht nach, weil Sie von den Regierungen zweckendfremdet werden (oder wie bezeichnest Du staatliche Einflussnahme und Lenkung?).
Kritikaster hat geschrieben:
Den Staaten indirekt vorzuwerfen, sie würden nicht ordentlich haushalten, wo sie mit den ihnen (nicht!) zur Verfügung stehenden Geldern das Geld- und Bankensystem aus dem selbstverschuldeten und systembedingten Sumpf retten, ist eine haarsträubende Verdrehung dessen, was passiert. Ohne staatliche Eingriffe wären die Zockerbanken, die in Erwartung hoher Verzinsungen mit Freuden Kredite an die PIIGS-Staaten vergeben haben, längst über den Jordan gegangen - und unser Geldsystem mit ihnen.
Ich habe den Staaten nichts indirekt vorgeworfen, sondern direkt.
Die mitlesenden Foristen können gerne selbst entscheiden, welche „Verdrehung“ wohl haarsträubender ist…
Denn der Sumpf ist nicht etwa allein selbstverschuldet, sondern von den Regierungen bewusst in Kauf genommen. Sie brauchen die abnormalen Gewinne zur Sanierung ihrer maroden Haushalte, so einfach ist das. Nochmal: Von den Regierungen bewusst in Kauf genommen.
Oder wie würdest Du es bezeichnen, dass von Seiten der Zentralbanken Geld zum Zinssatz 0% verramscht wird? Wie würdest Du es bezeichnen, dass von Seiten der Zentralbanken immer weiter Geld zum Füllen immer neuer Löcher gedruckt wird? Wie würdest Du es bezeichnen, dass von Seiten einiger Zentralbanken Geld an private Banken verramscht wird, damit die Schulden bei anderen Zentralbanken damit gezahlt werden können (um von der Zinsdifferenz gar nicht zu reden)?
Und Du willst hier erzählen, die ach so guten Staatsregierungen würden die ach so bösen Bankenwirtschaft vor Ungemach retten. Das einzige was sie retten, sind sie selbst (mit dem Geld der Steuerzahler).

Also nochmal: Wenn es zwei wesentliche Faktoren zur Begrenzung des künstlichen Geldschöpfungspotenzials gibt (in Umlauf gegebene Menge & Reservesatz) und beide liegen in den Händen der Staaten, wo liegt dann die Grundursache für das Platzen der Blasen?

Zur Klarstellung: Über die inhärenten Schwächen / Grenzen der Geldpolitik müssen wir nicht streiten. Allerdings darüber, warum es zu den fatalen Auswüchsen kommt (die sowohl in der Frequenz als auch in der Amplitude wachsen).
Kritikaster hat geschrieben:
Es gibt nun mal keine erkennbaren Selbstheilungskräfte des Geldsystems
Aus diesem Grund habe ich bereits mehrfach auf die fehlenden Regularien und die Nichteinhaltung der vorhandenen Regeln (gleichermaßen durch die Banken wie die Regierungen) hingewiesen. Wird irgendwie nicht zur Kenntnis genommen.
Kritikaster hat geschrieben:
Stell Dir mal die ganz einfache Frage, welche Substanz denn wohl eine Währung haben kann, über die man einen dauernd wachsenden "Rettungsschirm" spannen muss! Wenn das dem zugrunde liegende Geldsystem nicht prinzipiell oberfaul ist, was denn dann?
Ich denke auf den zweiten Blick wirst Du mir zustimmen, dass sich die Beantwortung dieser Frage erübrigen dürfte :devil: .
Kritikaster hat geschrieben:
Aber wir müssen ja gar nicht lange spekulieren. Der Markt hat im Geldbereich versagt, wie üblich schreien die Marktjünger nach Sozialisierung drohender Verluste - und bekommen natürlich, was sie wollen, weil sie in Sachen Geld alle Fäden und damit die Politik in der Hand haben.
dito

Viele Grüße
gh

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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 23 Aug 2011 20:25 
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Beiträge: 4650
Zitat:
Könntest Du bitte Beispiele nennen, in denen Deine erste Maßnahme „Zinsverbot für alle Geldtransaktionen“ funktioniert hat (bitte die ggf. vorhandenen Nebenwirkungen nicht aus den Augen verlieren; isolierte Betrachtungen funktionieren nicht).


Da wäre die von Sarrazin und Konsorten schwarzmalerisch prophezeite Übernahme des Westens durch die muslimische Umma die richtige Wahl. Im Islam dürfen keine Zinsen verlangt und bezahlt werden. Deshalb haben die Saudis ja auch alle ihr Geld auf westlichen Banken. :dance:

Zenzi

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«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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 Betreff des Beitrags: Re: Crash
BeitragVerfasst: 23 Aug 2011 20:29 
Neenee, gh, so bitte nicht!
Ich habe nichts "verpackt", sondern auf Deine Frage "Könntest Du bitte Beispiele nennen, in denen Deine erste Maßnahme „Zinsverbot für alle Geldtransaktionen“ funktioniert hat (bitte die ggf. vorhandenen Nebenwirkungen nicht aus den Augen verlieren; isolierte Betrachtungen funktionieren nicht)." konkret geantwortet. Ich betrachte es nur als fair, das Fehlen von praktischen Beispielen zu benennen - zumindest sind sie mir nicht gegenwärtig. Siehst Du offenbar anders und erwartest ein weniger ehrliches Verhalten, kann und will ich aber für mich nicht ändern.

Dir geht's um "ausgegebene Noten" und "Reservesatz", ich setze einen Schritt früher an. Wir reden bei Staatsanleihen nicht über einen "Sonderfall", sondern die Regel, wie Geld als Schuld überhaupt erst in die Welt kommt, um anschliessend dann über die zum Nutzen der Gelderschaffer erdachten Mechanismen die Blase zu bilden.

Die Federal Reserve ist ungefähr so "federal" wie Federal Express, eine von privaten Bankiers geschaffene und in erster Linie deren Interessen dienende Institution - und Reserven besitzt sie schon mal gar nicht, sondern erschafft Geld aus dem Nichts! Der 7. US-Präsident, Andrew Jackson, hat mutig die Zentralbanklizenz 1832 nicht verlängert und diese Massnahme ausführlich begründet - ein Glanzstück amerikanisch-demokratischer Tradition, zum Studium empfohlen, das sich Präsident Nr. 28, Woodrow Wilson, hätte verinnerlichen sollen, bevor er den Federal Reserve Act unterschrieb, formuliert von den Bankiers, die seinen Wahlkampf finanzierten, anstatt anschliessend darüber Klage zu führen, dass hierdurch das Wohl und Wehe des Staates in die Hände weniger, nicht demokratisch legitimierter Männer gelegt wurde.

Es ist und bleibt im bestehenden Geldsystem unmöglich, Schulden zu vermeiden, weil Geld erstens als Schuld in die Welt kommt und zweitens wegen des Zinssystems laufend neues Geld erschaffen werden muss, um die Zinsen für die Schulden aus "erstens" zu bezahlen, und immer so fort. Hat hier der Staat versagt? In gewisser Weise ja, weil er sich, ohne jede Not, durch seine handelnden Repräsentanten in die Anhängigkeit von wenigen, auf ihre eigenen Interessen fixierte Finanzmogule begeben hat. Die USA als Hüter der Leitwährung zeigen den falschen Weg beispielhaft auf. Wenn der erste Hebel nicht am Zinssystem angesetzt wird, werden wir wieder und wieder gegen die Wand fahren. Das ist bei einem exponentiell wachsenden Schuldensystem innerhalb eines nicht endlos wachsen könnenden Umfeldes vollkommen unvermeidlich. Sich das nicht eingestehen zu wollen, ist DER Kardinalfehler unserer Gesellschaft.

Gruß
Kritikaster

Edit: Zinsfreies Geld: Dazu fiel mir oben das höchst erfolgreiche Wörgeler Freigeld leider nicht ein. Trage ich hiermit nach.


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