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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 19 Jan 2014 15:19 
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Registriert: 29 Jan 2011 10:31
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Ist ja lange her, dass ich einen Lehrling hatte. Altlehrling, 24 Jahre jung etwa. Deshalb war sein Vertrag mit ihm und der IHK mit mir auf zwei Jahre gegrenzt. Er wollte bei mir Druckvorlagenhersteller lernen. Seinen Gesellenbrief schaffte er mit GUT.
Er wurde von einem meiner Kunden nach dieser Prüfung angestellt. Nicht lange, weil eben dieser Typ absolut keine Arbeitslust hatte.
Vorher war er Maurer gewesen (Zementallergie), nachher war er Bäcker (Mehlallergie). Bei mir war er nicht schlecht, aber eines hatte er wohl = Arbeitsallergie gesamt.
Da stehe ich und staune: 1 Mann mit 3 Gesellenbriefen!
:hmm:


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 19 Jan 2014 17:12 
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nunja,
ich sehe ja viele bewerber für ausbildungsstellen - und ich gucke mir auch unsere azubis an.
bei einigen bewerbern sind schon ziemliche defizite festzustellen.
aber auch bei einigen unserer azubis hoffe ich, dass sie nach der ausbildung sowas ähnliches wie erwachsen sind. die reife scheint sich immer mehr nach hinten zu verlagern. bei einem 19-jährigen bei uns befürchte ich aber manchmal, das wird auch in drei jahren nicht zu schaffen sein *seufz*

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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 19 Jan 2014 18:19 
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Aktivposten ;)

Registriert: 29 Jan 2011 10:31
Beiträge: 4120
teddy hat geschrieben:
nunja,
ich sehe ja viele bewerber für ausbildungsstellen - und ich gucke mir auch unsere azubis an.
bei einigen bewerbern sind schon ziemliche defizite festzustellen.
aber auch bei einigen unserer azubis hoffe ich, dass sie nach der ausbildung sowas ähnliches wie erwachsen sind. die reife scheint sich immer mehr nach hinten zu verlagern. bei einem 19-jährigen bei uns befürchte ich aber manchmal, das wird auch in drei jahren nicht zu schaffen sein *seufz*


Wie ich schrieb, mein Altlehrling ist lange her. Trotzdem hat sich wohl kaum etwas geändert - eher verschlechtert denke ich mal.
Ich hatte bei meinem letzten (eigentlich erstem) Festjob wirklich einen guten Platz. Und verdammt auch, den wollte/konnte niemand übernehmen!!! Damit geht sozusagen mein Wissen den Bach runter.
Aber bitte, nicht nur meines. Ein Mitarbeiter war/ist wirklich ein Genie. Vorher selbstständiger Bootsschreiner. Der machte bei "uns" die hervorragensten Möbelreparaturen. Keiner kam an den ran und keiner wollte von dem seine Arbeit lernen.
Altmüll!

Ich könnte da noch mehr aufzählen. Was wollen wir denn, wenn uns angeboten wird, dass wir Kohle am Ordi verdienen können, ganz schnell?

Auch wenn das mal wieder OT ist, der Chirurg, der an mir herumschnippelte ist Ausländer (wie ich). Er ist sicher eine Fachkraft, aber eher keine. Aber wenn eben nur Geld vorne dran steht, dann kann man wortwörtlich darauf scheissen!

Sasemit wollte unbedingt Krankenschwester werden. UNBEDINGT! Und sie wurde es! Hat das auch nie bereut - trotz aller Härten.
Nein bitte, hängt mir das nun nicht wieder als ausgeplapperten Persoquatsch an! Darum geht's mir nicht, sondern darum, dass es Menschen gibt, die gewisse Vorlieben für etwas haben. Das sollte eben allen Menschen zugestanden werden und dann machen sie ihre Arbeit gut und gerne. Sogar unterbezahlt. Und das sollte eben nicht sein!


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 19 Jan 2014 19:03 
teddy hat geschrieben:
nunja,
ich sehe ja viele bewerber für ausbildungsstellen - und ich gucke mir auch unsere azubis an.
bei einigen bewerbern sind schon ziemliche defizite festzustellen.
aber auch bei einigen unserer azubis hoffe ich, dass sie nach der ausbildung sowas ähnliches wie erwachsen sind. die reife scheint sich immer mehr nach hinten zu verlagern. bei einem 19-jährigen bei uns befürchte ich aber manchmal, das wird auch in drei jahren nicht zu schaffen sein *seufz*

Aber wählen lassen wir sie immer früher ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 19 Jan 2014 22:02 
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Registriert: 30 Jan 2011 19:37
Beiträge: 11055
Wohnort: badisch sibirien
Kritikaster hat geschrieben:
teddy hat geschrieben:
nunja,
ich sehe ja viele bewerber für ausbildungsstellen - und ich gucke mir auch unsere azubis an.
bei einigen bewerbern sind schon ziemliche defizite festzustellen.
aber auch bei einigen unserer azubis hoffe ich, dass sie nach der ausbildung sowas ähnliches wie erwachsen sind. die reife scheint sich immer mehr nach hinten zu verlagern. bei einem 19-jährigen bei uns befürchte ich aber manchmal, das wird auch in drei jahren nicht zu schaffen sein *seufz*

Aber wählen lassen wir sie immer früher ...

was ich schon von je her für schwachsinn gehalten habe...

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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 17 Apr 2014 09:13 
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Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
Von "Fachkraeftemangel", Altersarmut und sonst. "Dauerbrennern":
Zitat:
....Man möchte nur einen kurzen Artikel lesen und verheddert sich sofort in einem Gespinst aus Fragwürdigkeiten, Halbwahrheiten und manipulierten Informationen. So geht es mir gerade, als ich auf dem Blog „Polenum“ den Beitrag „Demografie unproblematisch“ aufrufe. Als „Textquelle“ ist am Ende die Website www.tam.de angegeben, ein Nachrichtendienst der Energiebranche. Diese Quelle ist es also, die wiederum auf einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ verweist (der aber nicht verlinkt ist). Und dort äußert sich einer der notorischen Experten auf diesem Gebiet, Prof. Gerd Bosbach.

Bei Bosbach heißt es: „Produktivität schlägt Demografie.“ Mit dieser Losung ist Bosbach auf allen Kanälen immer wieder präsent. Was dabei auffällt: Soziopsychologische Faktoren einer überalternden Gesellschaft kommen bei Bosbach nie (wenn ich gehört und gelesen habe) vor. Ihm scheint es nicht aufzufallen, dass die durchschnittliche Überalterung die angestammte Bevölkerung noch stärker betrifft als das Mittel der Gesamtbevölkerung. Da versteckt sich in der Darstellung des linksliberalen Statistik-Professors pure Menschenverachtung: Hinter seinen angeblich hoffnungverheißenden Zahlen werden ihm alle Individuen gleich. Durchschnitt ist Durchschnitt, das Individuum und sein Erleben werden eingeebnet. Als ich einmal zwei Stunden Bosbach-Interview auf dem „Deutschlandfunk“ hörte, habe ich von Familienleben in seinem Fall nichts mitbekommen. – Das ist keine Häme, ich habe derzeit selbst wenig. – Ich hörte bei ihm von Ausdauersport und Rockkonzerten. Aber er scheint sich auszukennen mit den Folgen von Kinderlosigkeit und Geriatrie – zumindest theoretisch, und auch unter Ausblendung von Statistiken zu Depressionen, Alter und Vereinsamung.

Man sollte sich also vielleicht einmal fragen, welche soziopsychologischen und ökonomischen Realitäten Gerd Bosbach schon heute ausblendet.

- See more at: http://filmdenken.de/demografie-bildung ... QCXYk.dpuf

Vielleicht sollte man sich nicht nur auf die Altersarmut konzentrieren. Imho wird viel zu selten von Kinderarmut gesprochen

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 22 Jul 2014 22:15 
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Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
Reportage zum angebl. Fachkraeftemangel in D:
Zitat:
DasErste
Der Arbeitsmarktreport - das Märchen vom Fachkräftemangel

"Ingenieursmangel! Ärztemangel! Zu wenig IT-Spezialisten!" und "Wenn wir nicht gegensteuern, geht es bergab mit Deutschland." Das sind alltägliche Schlagzeilen, mit denen Politik gemacht wird. "Der Arbeitsmarktreport" deckt die Hintergründe des seit Jahrzehnten beklagten Fachkräftemangels auf. Tatsächlich lenkt der lautstarke Hilferuf bewusst ab von gewichtigen Problemen: Lohndumping und Arbeitslosigkeit. Akteure in diesem Spiel sind Lobbyverbände der Wirtschaft, die zusammen mit den Politikern und der Bundesagentur für Arbeit den Arbeitskräftemarkt in Deutschland gestalten.

http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage ... tId=799280

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