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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 17 Jul 2012 20:32 
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geradeheraus hat geschrieben:
Die von Dir als "die mit dem Schlappmaul" bezeichnete Frau ist eine Mutter, die sich für ihre Kinder einsetzt.

:dance: :muhaha: so eine wünsch ich Dir
dann würde Dich innerhalb einer Woche der dritte Herzinfarkt niederstrecken
echek

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Wir leben ja in einer marktkonformen Demokratie sagt "die späte Rache Honeckers"
Ich bete jeden Abend zum Hanf und zu den Laternen (Georg Büchner)


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 17 Jul 2012 20:36 
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eschek hat geschrieben:
geradeheraus hat geschrieben:
Die von Dir als "die mit dem Schlappmaul" bezeichnete Frau ist eine Mutter, die sich für ihre Kinder einsetzt.

:dance: :muhaha: so eine wünsch ich Dir
dann würde Dich innerhalb einer Woche der dritte Herzinfarkt niederstrecken
echek

Tja, die Kombination von Kleingeistigkeit und großer Klappe ist ein hartes Los.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 18 Jul 2012 11:03 
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eschek hat geschrieben:
freidenker hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Ja, hab ich gesehen. Da war aber nicht viel einprägsames dabei, die Frauen waren nur damit beschäftigt ein vorteilhaftes Gesicht vor der Kamera zu machen.
Fd

na, der ganz rechts Sitzenden, die mit dem großen Schlappmaul ist es nicht gelugnen
die Rabenschwarze :kiss: war zumindest äußerlich durchaus recht ansehnlich
:oops: eschek


Die Schwarze war die Super-Nanny, die im Fernsehen die schwierigsten Fälle löst. Die "Rechte" war eine Schriftstellerin, welche sich nur in der Theorie bewegte und allgemeines Wunschdenken beklatschen ließ. Was sie sagte hörte sich plausibel an, man sollte Kinder frei und unbeaufsichtigt im Sandkasten spielen lassen und eigene Erfahrungen lassen machen. Der Einwand von dem Lehrersohn, dass alle Ängste den Medien geschuldet sind, hat auch etwas wahres, doch ich bin nicht davon überzeugt, dass heute die Verbrechensrate auch nicht höher ist als früher.

Fd

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Die Zukunft des Westens kann nicht die Verlängerung seiner Vergangenheit sein.

Suche nicht nach dem Sinn des Lebens, gib ihm einen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 18 Jul 2012 15:47 
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freidenker hat geschrieben:
Ja, hab ich gesehen. Da war aber nicht viel einprägsames dabei, die Frauen waren nur damit beschäftigt ein vorteilhaftes Gesicht vor der Kamera zu machen.

Och nee, das kann man so nicht sagen.
Mir ist aufgefallen, dass sowohl die Schriftstellerin/Mutter von drei Kindern als auch die "Super Nanny" die Schulen für heutige Schwierigkeiten verantwortlich machen wollten, es gäbe keinen Dialog zwischen Schülern/Eltern und der Schule etc. etc. An den Eltern lägen die Probleme jedenfalls nicht. Naja, die beiden versuchten halt, es sich etwas einfach zu machen.

Zur Selbständigkeit werden viele Kinder heute wesentlich weniger oder deutlich später erzogen als es früher der Fall war. Häufig wird die Mama zur Chauffeuse und kutschiert die Sprößlinge zum Kindergarten, zur Schule, zum Sport, zum Ballett, zum Flötenunterricht usw. Das Kind allein im Bus, in der S-Bahn/U-Bahn oder ohne Begleitung 1000 m zu Fuß irgendwo hin: nein, nein, das geht nicht. Aber: ein, zwei Mal mit einer erwachsenen Person geübt, dann klappt das auch allein.

Minimale Aufgaben, wie einen Knopf annähen oder mal Kleinigkeiten allein einkaufen. Nein, so was kann man einem Kind doch nicht zumuten! Doch, kann man!

Nachmittage unbeaufsichtigt herumstromern, Streiche machen mit dem Risiko erwischt zu werden und eins an die Ohren zu kriegen, auf Eisschollen herumschippern, alles, ohne dass die Eltern davon erfahren. Diese Freiheiten haben die Kinder heute kaum noch. Denn, um Gottes Willen, da könnte was passieren. Ja, kann es! Das Leben - auch für Kinder - ist nicht ohne Riskio. Eltern können ihre Kinder nicht ständig davor bewahren.

Die Bewältigung solcher Anforderungen, Aufgaben, Risiken gibt den Kindern Stärke, Selbstbewusstein, Sicherheit und verleiht das herrliche Gefühl: "Ich kann das".


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 18 Jul 2012 16:03 
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Sehe ich auch so - allerdings gehört auch ein gewisses Mass an starken Nerven dazu, zuzusehen, wie das Kind (aus unserer Sicht) Fehler macht etc. und NICHT einzugreifen. Vielleicht fürchten die Erwachsenen heute eben auch den (zeitlichen ) Aufwand dieser Folgen...
Ich habe jedenfalls meine Tochter immer ermuntert, mal etwas zu wagen und habe (wenn auch mit knirschenden Zähnen) versucht, nicht einzugreifen, damit sie ihr Problem auf ihre Weise lösen konnte

_________________
EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 18 Jul 2012 16:08 
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Das Problem liegt m.E. aber z.T. auch darin, dass man heute für fast alles, was ein Kind alleine so anstellen kann, in Haft genommen wird. Fensterscheibe eingeschlagen: früher eine Ohrfeige vom Hausmeister, heute eine fette Schadensersatzklage. Gezündelt: ebenso. Und die Versicherungen schleichen sich aus der Haftung, wenn sie einem beweisen können, dass man sein Kind nicht unter Dauerbeobachtung hatte.

Zenzi

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«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 18 Jul 2012 16:18 
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Kann ich ein Lied von singen - da brauchst du eine Rechtsschutzversicherung, damit du gegen die Haftpflichtversicherung vorgehen kannst...

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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 18 Jul 2012 18:21 
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SolaBona hat geschrieben:
freidenker hat geschrieben:
Ja, hab ich gesehen. Da war aber nicht viel einprägsames dabei, die Frauen waren nur damit beschäftigt ein vorteilhaftes Gesicht vor der Kamera zu machen.

Och nee, das kann man so nicht sagen.
Mir ist aufgefallen, dass sowohl die Schriftstellerin/Mutter von drei Kindern als auch die "Super Nanny" die Schulen für heutige Schwierigkeiten verantwortlich machen wollten, es gäbe keinen Dialog zwischen Schülern/Eltern und der Schule etc. etc. An den Eltern lägen die Probleme jedenfalls nicht. Naja, die beiden versuchten halt, es sich etwas einfach zu machen.

Zur Selbständigkeit werden viele Kinder heute wesentlich weniger oder deutlich später erzogen als es früher der Fall war. Häufig wird die Mama zur Chauffeuse und kutschiert die Sprößlinge zum Kindergarten, zur Schule, zum Sport, zum Ballett, zum Flötenunterricht usw. Das Kind allein im Bus, in der S-Bahn/U-Bahn oder ohne Begleitung 1000 m zu Fuß irgendwo hin: nein, nein, das geht nicht. Aber: ein, zwei Mal mit einer erwachsenen Person geübt, dann klappt das auch allein.

Minimale Aufgaben, wie einen Knopf annähen oder mal Kleinigkeiten allein einkaufen. Nein, so was kann man einem Kind doch nicht zumuten! Doch, kann man!

Nachmittage unbeaufsichtigt herumstromern, Streiche machen mit dem Risiko erwischt zu werden und eins an die Ohren zu kriegen, auf Eisschollen herumschippern, alles, ohne dass die Eltern davon erfahren. Diese Freiheiten haben die Kinder heute kaum noch. Denn, um Gottes Willen, da könnte was passieren. Ja, kann es! Das Leben - auch für Kinder - ist nicht ohne Riskio. Eltern können ihre Kinder nicht ständig davor bewahren.

Die Bewältigung solcher Anforderungen, Aufgaben, Risiken gibt den Kindern Stärke, Selbstbewusstein, Sicherheit und verleiht das herrliche Gefühl: "Ich kann das".

Schön und gut, du hast recht. Leider ist es mittlerweile so, dass "Supermuttis" bei der Polizei anrufen, wenn Kinder alleine auf dem Spielplatz rumtoben. Denn es könnten Drogendealer, Kinderschänder, Entführer (oder vielleich kath. Pfarrer) auftauchen und die Kleinen massakrieren.
Kein SciFi, leider so passiert als meine Klone 9 waren. Vom Trachtenverein nach Hause gefahren worden.

mfg molly

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Wenn der Weise stets als dumm erscheint, können seine Fehler nicht enttäuschen und sein Erfolg ist eine angenehme Überraschung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 18 Jul 2012 19:07 
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Quijota hat geschrieben:
Sehe ich auch so - allerdings gehört auch ein gewisses Mass an starken Nerven dazu, zuzusehen, wie das Kind (aus unserer Sicht) Fehler macht etc. und NICHT einzugreifen. Vielleicht fürchten die Erwachsenen heute eben auch den (zeitlichen ) Aufwand dieser Folgen...
Ich habe jedenfalls meine Tochter immer ermuntert, mal etwas zu wagen und habe (wenn auch mit knirschenden Zähnen) versucht, nicht einzugreifen, damit sie ihr Problem auf ihre Weise lösen konnte

Ich habe einen sehr schönen Text - vermutlich aus dem Jahr 2003 - zu dem Problemkreis im Netz gefunden, in dem auch zenzis und mollys Einwürfe thematisiert werden.

Vielleicht lest ihr ihn mal. Ich denke, er wird euch gefallen. H I E R

Edit:
nikola-hahn hat geschrieben:
Außerdem aßen wir Würmer.

*LACH* Daran kann ich mich auch erinnern.
Mutprobe war, einen lebenden Regenwurm ein paar Minuten lang in der geschlossenen Hand zu halten und dann herunterzuschlucken. Das war wirklich nur was für ganz Hartgesottene.

Ach ja, selige Kinderzeit!
;) ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 18 Jul 2012 21:05 
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SolaBona hat geschrieben:
freidenker hat geschrieben:
Ja, hab ich gesehen. Da war aber nicht viel einprägsames dabei, die Frauen waren nur damit beschäftigt ein vorteilhaftes Gesicht vor der Kamera zu machen.

Och nee, das kann man so nicht sagen.
Mir ist aufgefallen, dass sowohl die Schriftstellerin/Mutter von drei Kindern als auch die "Super Nanny" die Schulen für heutige Schwierigkeiten verantwortlich machen wollten, es gäbe keinen Dialog zwischen Schülern/Eltern und der Schule etc. etc. An den Eltern lägen die Probleme jedenfalls nicht. Naja, die beiden versuchten halt, es sich etwas einfach zu machen.

Zur Selbständigkeit werden viele Kinder heute wesentlich weniger oder deutlich später erzogen als es früher der Fall war. Häufig wird die Mama zur Chauffeuse und kutschiert die Sprößlinge zum Kindergarten, zur Schule, zum Sport, zum Ballett, zum Flötenunterricht usw. Das Kind allein im Bus, in der S-Bahn/U-Bahn oder ohne Begleitung 1000 m zu Fuß irgendwo hin: nein, nein, das geht nicht. Aber: ein, zwei Mal mit einer erwachsenen Person geübt, dann klappt das auch allein.

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Nachmittage unbeaufsichtigt herumstromern, Streiche machen mit dem Risiko erwischt zu werden und eins an die Ohren zu kriegen, auf Eisschollen herumschippern, alles, ohne dass die Eltern davon erfahren. Diese Freiheiten haben die Kinder heute kaum noch. Denn, um Gottes Willen, da könnte was passieren. Ja, kann es! Das Leben - auch für Kinder - ist nicht ohne Riskio. Eltern können ihre Kinder nicht ständig davor bewahren.

Die Bewältigung solcher Anforderungen, Aufgaben, Risiken gibt den Kindern Stärke, Selbstbewusstein, Sicherheit und verleiht das herrliche Gefühl: "Ich kann das".

tja, man könnte sagen, wir "alten" hatten glück. ;)
ich bin mit 6 jahren alleine mit der u-bahn von barmbek zum rödingsmarkt gefahren, weil ich einmal in der woche nachmittags in die arztpraxis, in der meine mutter arbeitete, kommen musste (ich weiss gar nicht mehr, warum). jedenfalls habe ich das damals getan, und dann gab es in dem gebäude einen paternoster und es hat einige wochen gedauert, bis ich mich getraut habe, oben rum zu fahren :lol:
bei diesen fahrten habe ich auch gelernt, dass ich für lau bis zu den landungsbrücken fahren konnte (nicht an den praxis-dienstagen natürlich), was ich dann weidlich ausgenutzt habe.
ich bin mit dem fahrrad alleine zum stadtpark gefahren, den schulweg habe ich ab dem 2. schultag immer alleine gemacht, zum schwimmkurs alleine mit der u-bahn zum kellinghusenbad. mir hat das alles nicht geschadet :schulter:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 18 Jul 2012 21:38 
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SolaBona hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Sehe ich auch so - allerdings gehört auch ein gewisses Mass an starken Nerven dazu, zuzusehen, wie das Kind (aus unserer Sicht) Fehler macht etc. und NICHT einzugreifen. Vielleicht fürchten die Erwachsenen heute eben auch den (zeitlichen ) Aufwand dieser Folgen...
Ich habe jedenfalls meine Tochter immer ermuntert, mal etwas zu wagen und habe (wenn auch mit knirschenden Zähnen) versucht, nicht einzugreifen, damit sie ihr Problem auf ihre Weise lösen konnte

Ich habe einen sehr schönen Text - vermutlich aus dem Jahr 2003 - zu dem Problemkreis im Netz gefunden, in dem auch zenzis und mollys Einwürfe thematisiert werden.

Vielleicht lest ihr ihn mal. Ich denke, er wird euch gefallen. H I E R

Edit:
nikola-hahn hat geschrieben:
Außerdem aßen wir Würmer.

*LACH* Daran kann ich mich auch erinnern.
Mutprobe war, einen lebenden Regenwurm ein paar Minuten lang in der geschlossenen Hand zu halten und dann herunterzuschlucken. Das war wirklich nur was für ganz Hartgesottene.

Ach ja, selige Kinderzeit!
;) ;)


Ja, dieser Text kursiert schon länger im Internet und beschreibt exakt, wie es auch in meiner Jugend war. Ich bin froh, dass meine Tochter eine ähnlich "wilde" Jugend in E auf dem Land verbringen konnte und auch in der Schule keine Angst vor messerstechenden oder erpressenden Mitschülern haben musste. Ich gehöre keineswegs zu den Leuten, die immerfort nach hinten schauen, aber in Bezug auf die Kinder- u. Jugendzeit tut mir nach der Rückschau der heutige Nachwuchs leid

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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 18 Jul 2012 22:03 
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Quijota hat geschrieben:
Ich gehöre keineswegs zu den Leuten, die immerfort nach hinten schauen, aber in Bezug auf die Kinder- u. Jugendzeit tut mir nach der Rückschau der heutige Nachwuchs leid

und das ist das eigentlich tragische:
die kinder werden zu unselbständigen "weicheiern" erzogen, sollen aber dann plötzlich selbst für ihren schul-/berufserfolg arbeiten und zuständig sein. das geht nicht zusammen.
ich denke, der "gruppenzwang" ist hoch, zum einen soll das kind echt toll sein, in der schule gut, tolle freizeitaktivitäten, andererseits wird gefordert, dass man kinder von schwierigkeiten (von bakterien bis zu drogen) fernhält. eine art quadratur des kreises.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 18 Jul 2012 22:45 
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Auch wenn Ihr auch meiner Meinung nach mit den grundsätzlichen Aussagen Recht habt, möchte ich doch zu bedenken geben, dass sich das heutige Gefährdungspotenzial gegenüber „früher“ schon vergrößert hat.
Auch unsere beiden sind schon mit dem Bus in den Kindergarten und natürlich zur Schule gefahren, auch haben wir Wert darauf gelegt, dass sie möglichst früh draußen gemeinsam mit anderen allein und auf sich gestellt im Leben stehen. Erziehung zur Eigenverantwortlichkeit, zu Selbstvertrauen, Erfahrung durch Selbsterfahrung und natürlich auch ruhig einmal ein Risiko einzugehen (meistens scheinen diese ja deutlich größer, als sie in den Augen der Großen wirklich sind). Auch Übernachten außer Haus war immer gerne genommen (cool).

Darüber hinaus darf man allerdings nicht vergessen, wo die Grenzen derartiger Freizügigkeit liegen.
Wir haben unsere Tochter zum Beispiel nach Möglichkeit nie allein im Dunkeln auf Achse gehen lassen, schon mal gar nicht in bekanntermaßen belasteten Gegenden. Sie waren immer mindestens zu zweit oder dritt. Leider sind Bus- oder Bahnfahrten in der Nacht auch im ländlichen Raum nicht gefahrlos. Und im Dunkeln mit dem Fahhrad durch den Wald muss auch nicht unbedingt sein, wenn die Entfernungen zu groß sind. Da macht man als Eltern dann schon lieber Taxidienst. Denn Angst ist ein schlechter Berater, auch für Kinder.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 18 Jul 2012 23:22 
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geradeheraus hat geschrieben:
Auch wenn Ihr auch meiner Meinung nach mit den grundsätzlichen Aussagen Recht habt, möchte ich doch zu bedenken geben, dass sich das heutige Gefährdungspotenzial gegenüber „früher“ schon vergrößert hat.
Auch unsere beiden sind schon mit dem Bus in den Kindergarten und natürlich zur Schule gefahren, auch haben wir Wert darauf gelegt, dass sie möglichst früh draußen gemeinsam mit anderen allein und auf sich gestellt im Leben stehen. Erziehung zur Eigenverantwortlichkeit, zu Selbstvertrauen, Erfahrung durch Selbsterfahrung und natürlich auch ruhig einmal ein Risiko einzugehen (meistens scheinen diese ja deutlich größer, als sie in den Augen der Großen wirklich sind). Auch Übernachten außer Haus war immer gerne genommen (cool).

Darüber hinaus darf man allerdings nicht vergessen, wo die Grenzen derartiger Freizügigkeit liegen.
Wir haben unsere Tochter zum Beispiel nach Möglichkeit nie allein im Dunkeln auf Achse gehen lassen, schon mal gar nicht in bekanntermaßen belasteten Gegenden. Sie waren immer mindestens zu zweit oder dritt. Leider sind Bus- oder Bahnfahrten in der Nacht auch im ländlichen Raum nicht gefahrlos. Und im Dunkeln mit dem Fahhrad durch den Wald muss auch nicht unbedingt sein, wenn die Entfernungen zu groß sind. Da macht man als Eltern dann schon lieber Taxidienst. Denn Angst ist ein schlechter Berater, auch für Kinder.

Abends allein im Dunklen durften auch wir als Kinder/Heranwachsende nicht draußen sein. Spätestens wenn es dunkel wurde, mussten wir zu Hause sein. Als ich das mal nur mit einiger Verspätung schaffte, kam meine Mutter mir auf der Straße entgegen, weil sie sich Sorgen gemacht hatte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 19 Jul 2012 08:38 
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SolaBona hat geschrieben:
Abends allein im Dunklen durften auch wir als Kinder/Heranwachsende nicht draußen sein. Spätestens wenn es dunkel wurde, mussten wir zu Hause sein. Als ich das mal nur mit einiger Verspätung schaffte, kam meine Mutter mir auf der Straße entgegen, weil sie sich Sorgen gemacht hatte.

eben, war ja nicht so, dass man damals alle frreiheiten der welt gehabt hätte :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 19 Jul 2012 10:16 
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Sicher kommts dabei auch drauf an, in welcher Umgebung man Kind war. Ich bin auch im Dunkeln noch draußen gewesen, allein schon, weil es meine Aufgabe war, abends um 18 Uhr beim Milchbauern die Milch abzuholen. Da ist es halt in den Wintermonaten dunkel. Und meine Tochter hat ebenfalls abends, egal ob Sommer oder Winter, beim Milchbauern die Milch abgeholt. Der Weg war ja nicht weit bei ihr, bei mir wars schon etwas länger - so ca. 10 Minuten einfache Strecke.
Aber all zu lang durfte ich da nicht ausbleiben. Als ich mich mal mit meiner Freundin verschwätzt hatte und über eine Stunde ausgeblieben bin, hat mich mein Vater mit einem halben Dutzend Ohrfeigen begrüßt.

Zenzi

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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 19 Jul 2012 11:51 
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Tja, dafür hätte dein Herr Papa heute u.U. mit einer Anzeige zu rechnen...

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(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 18 Nov 2012 18:41 
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Seit August sind nur 139 Blue-cards ausgegeben wirden, und nun fragt man sich, warum nur so wenige
Zitat:
Seit August erhalten qualifizierte Ausländer aus Nicht-EU-Staaten eine Blue Card als Aufenthaltserlaubnis, wenn sie ein Jahresgehalt von 44.800 Euro oder mehr vorweisen können. Für Berufe, in denen Fachkräfte gesucht werden, reicht ein jährliches Einkommen von 34.944 Euro.

Aus:
http://de.nachrichten.yahoo.com/blue-ca ... nance.html
Liegt das vielleicht u.A, daran, dass in anderen Staaten mehr geboten wird? Beo hat uns ja in dieser Richtung mal was berichtet. Im Öbrigen wissen wir ja schon, dass es diesen sog. Fachkräfte"mangel" im Grunde gar nicht gibt - also, was soll's?

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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 19 Dez 2012 09:03 
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Beiträge: 13464
Und wieder ein "netter Versuch", diemal für "Nicht-Akademiker":
Zitat:
Zuwanderung von Nicht-Akademikern gefordert
Mittwoch, 19.12.2012, 06:39

Experten fordern den verstärkten Zuzug von ausländischen Arbeitskräften ohne Hochschulabschluss. Auch auf die Zuwanderung von Fachkräften von außerhalb der EU müsse ein verstärktes Augenmerk gelegt werden.

weiter:
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 84739.html

...damit man die dt. Arbeitskräfte gegen die Ausländischen ausspielen kann um die Löhne noch mehr zu drücken?! :hmm:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 19 Dez 2012 18:27 
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Beiträge: 2991
Quijota hat geschrieben:
Und wieder ein "netter Versuch", diemal für "Nicht-Akademiker":
Zitat:
Zuwanderung von Nicht-Akademikern gefordert
Mittwoch, 19.12.2012, 06:39

Experten fordern den verstärkten Zuzug von ausländischen Arbeitskräften ohne Hochschulabschluss. Auch auf die Zuwanderung von Fachkräften von außerhalb der EU müsse ein verstärktes Augenmerk gelegt werden.

weiter:
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 84739.html

...damit man die dt. Arbeitskräfte gegen die Ausländischen ausspielen kann um die Löhne noch mehr zu drücken?! :hmm:

das ist schon gängige Praxis :shot:

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Nec pluribus impar


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 02 Jan 2014 17:13 
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Beiträge: 68
Quijota hat geschrieben:
Seit August sind nur 139 Blue-cards ausgegeben wirden, und nun fragt man sich, warum nur so wenige
Zitat:
Seit August erhalten qualifizierte Ausländer aus Nicht-EU-Staaten eine Blue Card als Aufenthaltserlaubnis, wenn sie ein Jahresgehalt von 44.800 Euro oder mehr vorweisen können. Für Berufe, in denen Fachkräfte gesucht werden, reicht ein jährliches Einkommen von 34.944 Euro.

Aus:
http://de.nachrichten.yahoo.com/blue-ca ... nance.html
Liegt das vielleicht u.A, daran, dass in anderen Staaten mehr geboten wird? Beo hat uns ja in dieser Richtung mal was berichtet. Im Öbrigen wissen wir ja schon, dass es diesen sog. Fachkräfte"mangel" im Grunde gar nicht gibt - also, was soll's?


Hier noch ein kleines Update zum Thema Blue-Card.

Zitat:
Frank-Jürgen Weise, seines Zeichens Chef der Bundesagentur für Arbeit, zeigte sich zu Beginn des neuen Jahres zerknirscht. Die Blue Card, mit der Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern nach Deutschland gelockt werden sollen, hat sich als grandioser Flop erwiesen. Nur rund 3.000 Menschen kamen in den letzten anderthalb Jahren mit der Blue Card ins Land. Um aus der Blue Card doch noch ein Erfolgsmodell zu machen, hat sich BA-Chef Weise nun jedoch einen „phantastischen“ Plan ausgedacht. Bislang darf die Blue Card nur dann erteilt werden, wenn Bewerber in sogenannten „Mangelberufen“ nachweisen können, dass sie hierzulande mindestens 37.128 Euro verdienen. Dieser Mindestsatz soll nun nach dem Wunsch von Weise gesenkt werden. Die „Logik“ dahinter: Wenn wir für 37.128 Euro keine Fachkräfte anwerben können, dann sollte es mit viel weniger Geld doch ganz sicher klappen.
...

http://www.nachdenkseiten.de/?p=19796

Wenn man diese 37.128 € durch zwölf teilt, kommt man auf ein unglaubliches Monatgehalt von 3.094 €, brutto! :daumenrunter:
Wohlgemerkt, für eine begehrte Fachkraft die angeblich an allen Ecken und Enden fehlt!

Im Grunde entlarvt sich das ganze Geschwafel vom Fachkräftemangel allein schon dadurch, dass die Einkommensschwelle in den angeblich besonders betroffenen MINT-Berufen noch niedriger liegt als in den anderen Branchen. Das ist doch ein sehr deutlicher Hinweis darauf, dass es letztendlich nur darum geht, der deutschen Wirtschaft auch weiterhin ein ausreichend großes Reservoir an willigen und vor allem billigen Arbeitskräften zuzuführen.

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Was meinen Sie, was hier los wäre, wenn mehr Menschen begreifen würden, was hier los ist. (Volker Pispers)

Die Mutter der Dummen ist immer schwanger. (Urban Priol)


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 02 Jan 2014 22:31 
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Tja, nur "leider" sind die auslaendischen Fachkraefte nicht so daemlich, wie man es gern haette und arbeiten doch lieber in anderen Staaten und das ist gut so! Dann machen sie unnoetigerweise dt. Fachkraeften (und davon gibt es reichlich unter den Arbeitslosen) keine unnoetige Konkurrenz

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 02 Jan 2014 23:58 
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Ich bin auf alle Widersprechungen innerlich vorbereitet und weiss auch, dass Ihr alle Recht habt, dass ich falsch liege, dass...

So weit, so mager, kenne ich nur so halbwegs F, inzwischen D gar noch weniger. Ich behaupte, dass es, mindestens in diesen zwei Ländern weder diese Arbeitslosenzahlen, noch Fachkräftemangel, noch Altersarmut, noch Obdachlose, noch schlechte medizinische Versorgung, noch, noch, noch geben müsste...

:muede:


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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 19 Jan 2014 13:16 
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Beiträge: 13464
Dem "Fachkraeftemagel" geht eine unzureichende Vorbildung voraus.
Ueber "die Dummheit der Jugendlichen" - die Aelteren koennen Unwissenheit ggf. durch "Erfahrung" (und den dabei gemachten Fehlern) ausgleichen:
http://ad-sinistram.blogspot.de/2014/01 ... r-uns.html

Es waere doch sicher eine gute Idee, Lehrherren mal Eingangstests machen zu lassen. Dann wuerde sich wohl bald herausstellen, dass da auch grosser Bildungsbedarf besteht, und nicht unbedingt weil sie "dumm"sind, sondern, weil sie nicht mehr auf dem Laufenden sind.

Ich habe das selbst erlebt, als ich nach Jahren der Autofahrpraxis den Motorradfuehrerschein machte. Damals (ich weiss nicht, ob das heute noch so ist) machte man keine motorradspezifische Zusatzpruefun, sondern man musste den gesamten Fuehrerschein neu machen und hatte noch Extrafragen in Bezug auf das Motorrad. Beim Durchgehen der Uebungsbogen stellte ich fest, was ich Alles lt. Fragebogen nicht wusste. Das lag aber nicht so sehr daran, dass ich "dumm" war,m denn bis zu dem Zeitpunkt war ich schon viele Jahre unfallfrei gefahren, sondern es lag daran, dass die Anforderungen an die Theorie gestiegen waren.

Um zum Anfangspunkt zurueck zu kommen: Kann es nicht sein, dass Lehrherren von ihren Azubis mehr verlangen, als sie selbst "damals" im Verhaeltnis drauf hatten? (Wobei ich nicht die mangelnde Rechtschreibung, Leseunvermoegen und mangelnde Beherrschung der 4 Grundrechenarten meine).
Leute im Alter von 50+ hatten auch in der Schule imho z.B. keinen hohen Anteil an Mitschuelern, die der dt. Sprache wenig maechtig waren und das Lerntempo gebremst haben - die hatten hauptsaechlich mit der eigenen Faulheit zu kaempfen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fachkräftemangel
BeitragVerfasst: 19 Jan 2014 14:06 
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Beiträge: 1853
Wer Ausbilder im Betrieb oder gar Ausbildungsleiter (in größeren Unternehmen) sein will, muss eine Ausbildereignungsprüfung machen. Meister von Handwerksbetrieben haben dies bereits in ihrer Meisterausbildung absolviert, Leute, die erst kürzlich z.B. ihren Kaufmannsgehilfenbrief gemacht haben, können auch ohne vorherige Schulung bei der IHK ihren Ausbilderschein bekommen. Leute, deren Ausbildung schon länger zurück liegt, müssen diese 4-monatige Schulung absolvieren und dann bei der IHK bzw. bei der Handwerkskammer eine Prüfung ablegen. Diese beinhaltet aber weniger die berufsspezifischen Kenntnisse als vielmehr pädagogische, wirtschaftliche, bürokratische und/oder politische Themen. Für mich war es am wichtigsten, die speziellen Umgangsformen mit Pubertierenden zu lernen, was mir später dann auch bei meinen eigenen pubertären Kindern geholfen hat.
Dass ein Meister im Handwerk seine mathematischen Kenntnisse drauf hat, die für seinen Beruf wichtig sind, darf man eigentlich voraussetzen, sein Geselle sollte das auch kennen. Ebenso ist es bei den kaufmännischen Berufen. Der Umgang mit neuer Technologie, da hat vielleicht so mancher Altgedienter nicht mehr so viel zu bieten, da sind ihm manchmal die Azubis weit überlegen.
Ich hatte z.B. mal einen Praktikanten aus Korea, der von mir die Buchhaltung und besseres Deutsch lernen sollte. Dieser junge Mann hat in der Zeit, in der er bei mir war, vielleicht einiges von mir gelernt, ich aber habe mächtig von ihm im Umgang mit PC-Anwendungen gelernt - viel mehr, als ich ihm beibringen konnte.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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