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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 29 Okt 2014 03:10 
zenzi2 hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:
zenzi2 hat geschrieben:
Nicht unbedingt. Aber es ist schon irgendwie pervers, dass man heute Produkte aus China billiger (inkl. Transportkosten und diverse Zwischenhandelsaufschlägen) bekommt, als wenn die Produkte bei uns hergestellt würden.
Der Handel zwischen Ländern ist dann wirklich sinnvoll und nützlich, wenn man Dinge importiert, die es im eigenen Land nicht gibt. Wenn man aber Dinge importiert, die nur durch Lohndumping im Herstellerland so billig sein können, dass sie eigene Produkte verdrängen, dann halte ich das für ethisch fragwürdig.

Zenzi

Aber auch da ist es doch wieder die Entscheidung der Konsumenten, ob sie dies unterstützen oder doch lieber das teurere inländische Konkurrenzprodukt kaufen, um diesem Treiben Einhalt zu gewähren. :schulter:



Wie luc schon sagte, versuch mal das "teure inländische Konkurrenzprodukt" zu finden, das Du dann kaufen könntest. In vielen Bereichen ist das nicht mehr möglich. Ich kenne z.B. ganze 2 Unternehmen, die fabrikmäßig in Deutschland hergestellte Textilien verkaufen. Kann noch andere geben, aber ich kenne nur zwei.
Vor einem halben Jahr habe ich mir einen neuen Küchenherd von Bosch gekauft. Guter, alter deutscher Name. Aber ob der Herd in D-Land hergestellt wurde? Ich wage es nicht zu glauben. Teuer war er schon.
Kauf Dir Klamotten von Kik oder von Peek & Cloppenburg für den 5fachen Preis. Keins der Stücke wurde in D-Land hergestellt. Wahrscheinlich beide in der gleichen verrotteten Fabrik in Bangladesh.

Zenzi

Falls Dir 2 inländische Anbieter nicht genügen, gibt es doch nicht nur Deutschland oder Asien, wenn wir den Aspekt unnötigen Transportes diskutieren. Europa ist groß ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 29 Okt 2014 04:54 
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Ich habe mir jetzt mal den Spass gemacht, nach in D gefertigter Bekleidung zu schauen. Das Ergebnis ist imho recht mager, sowohl von der Quantitaet, als auch von der Auswahl und vom Design her-ganz zu schweigen von der Praesentation:
http://www.cobajo.de/bekleidung.html


http://www.chelsea-fashion-glamur.de/
Neu+ 2nd hand Mode, Haushaltsw. u.v.m.

Recycling, Made in Germany - Avocado Store - Öko Mode Eco Fashion Lifestyle Bio Design:
http://blog.avocadostore.de/

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 29 Okt 2014 06:09 
Quijota hat geschrieben:
Ich habe mir jetzt mal den Spass gemacht, nach in D gefertigter Bekleidung zu schauen. Das Ergebnis ist imho recht mager, sowohl von der Quantitaet, als auch von der Auswahl und vom Design her-ganz zu schweigen von der Praesentation:
http://www.cobajo.de/bekleidung.html


http://www.chelsea-fashion-glamur.de/
Neu+ 2nd hand Mode, Haushaltsw. u.v.m.

Recycling, Made in Germany - Avocado Store - Öko Mode Eco Fashion Lifestyle Bio Design:
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Und wo ist da die Sollbruchstelle eingebaut, damit die Kleidung dieser "Abzocker" auch "rechtzeitig" kaputt geht? :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 29 Okt 2014 09:05 
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1. Es ging um Klamotten "made in Germany". Wenn man sich das Trauerspiel dort ansieht, ist klar, dass die woanders gekauft werden
2. Beispiel aus eigener Erfahrung: Letztes Jahr Hausschuhe bei Deichmann gekauft. Nach 3 Wochen konnte ich sie wegschmeissen. Als ich sie näher ansah war "Alles klar": Made in China
Beim Kauf hatte ich auf die vermeintlich gute Verarbeitung geachtet - ein Irrtum, wie sich bald herausstellte

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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 29 Okt 2014 09:54 
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Registriert: 25 Jan 2011 12:14
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Quijota hat geschrieben:
1. Es ging um Klamotten "made in Germany". Wenn man sich das Trauerspiel dort ansieht, ist klar, dass die woanders gekauft werden
2. Beispiel aus eigener Erfahrung: Letztes Jahr Hausschuhe bei Deichmann gekauft. Nach 3 Wochen konnte ich sie wegschmeissen. Als ich sie näher ansah war "Alles klar": Made in China
Beim Kauf hatte ich auf die vermeintlich gute Verarbeitung geachtet - ein Irrtum, wie sich bald herausstellte


Wobei Deichmanns Schuhe noch relativ gute Qualität haben, trotz des niedrigen Preises. Ich hab hier ein Paar Sandalen, die mir meine Tochter vor mind. 3 Jahren von dort mitgebracht hat. Die trag ich immer noch. Vielleicht Glückssache? Früher mal hab ich fast ausschließlich Schuhe von Salamander gekauft, bis Salamander angefangen hat, im damals noch bestehenden Ostblock zu fertigen. Dann konnte ich neue Schuhe nach 3 Wochen zum Schuster bringen. Schon damals hatte Deichmann haltbarere Ware als die große Marke Salamander.
Vielleicht war das aber nur so lange, bis der alte Heinrich Deichmann aus dem Geschäft ausstieg. Der hatte relativ hohe Qualitätsansprüche und ist auch immer mal wieder nach Indien in die Fabriken gefahren, um nach dem Rechten zu schauen. Hat da auch einiges an sozialen Dingen gemacht. Sein Sohn ist da weniger sensibel. Der hat mehr die Gewinnmaximierung im Blick.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 29 Okt 2014 10:55 
zenzi2 hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
1. Es ging um Klamotten "made in Germany". Wenn man sich das Trauerspiel dort ansieht, ist klar, dass die woanders gekauft werden
2. Beispiel aus eigener Erfahrung: Letztes Jahr Hausschuhe bei Deichmann gekauft. Nach 3 Wochen konnte ich sie wegschmeissen. Als ich sie näher ansah war "Alles klar": Made in China
Beim Kauf hatte ich auf die vermeintlich gute Verarbeitung geachtet - ein Irrtum, wie sich bald herausstellte


Wobei Deichmanns Schuhe noch relativ gute Qualität haben, trotz des niedrigen Preises. Ich hab hier ein Paar Sandalen, die mir meine Tochter vor mind. 3 Jahren von dort mitgebracht hat. Die trag ich immer noch. Vielleicht Glückssache? Früher mal hab ich fast ausschließlich Schuhe von Salamander gekauft, bis Salamander angefangen hat, im damals noch bestehenden Ostblock zu fertigen. Dann konnte ich neue Schuhe nach 3 Wochen zum Schuster bringen. Schon damals hatte Deichmann haltbarere Ware als die große Marke Salamander.
Vielleicht war das aber nur so lange, bis der alte Heinrich Deichmann aus dem Geschäft ausstieg. Der hatte relativ hohe Qualitätsansprüche und ist auch immer mal wieder nach Indien in die Fabriken gefahren, um nach dem Rechten zu schauen. Hat da auch einiges an sozialen Dingen gemacht. Sein Sohn ist da weniger sensibel. Der hat mehr die Gewinnmaximierung im Blick.

Zenzi


Tja, das alles hat dann allerdings gar nichts mehr mit geplanter Obsoleszenz oder der Frage zu tun, ob nun in China gute Waren hergestellt werden oder nicht.

Ich kaufe Anzugsschuhe fast ausschliesslich von LLoyd. Die Schuhe kosten mindestens 130 Euro das Paar, ich habe aber auch schon mal 200 Euro ausgegeben. Dafür halten die (wenn man die reihum trägt und nur alle 2-3 Tage benutzt) dann auch ca 10 Jahre!
Viele, insbesondere Frauen, wollen aber keine Schuhe, die 10 Jahre halten. Pumps werden eine weile getragen und dann weggeworfen. Die Qualität richtet sich nach dem Preis.
Dass, wie ihr hier unterstellt, in China generell schlechte Qualität produziert würde, entspricht in keiner weise der Realität. Das ist vom Vorstellungsniveau auf dem Level wie Ende des 19. Jahrhunderts die Engländer meinten, aus Deutschland käme nur mangelhafte Ware. "Made in Germany" war damals nicht als Qualitätsmerkmal gedacht, sondern als Warnung. Wie das ausging, wissen wir.

Wie das ausgeht, wenn ein Unternehmen, nicht meint Gewinn machen zu wollen (sowas ist ja, wie man oben liest, für Zenzi was böses!), das sieht man an Schlecker, Holzmann, Karstadt. Nur ein Unternehmen, das Gewinne macht, bietet seinen Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze.


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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 29 Okt 2014 11:12 
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Zitat:
Wie das ausgeht, wenn ein Unternehmen, nicht meint Gewinn machen zu wollen (sowas ist ja, wie man oben liest, für Zenzi was böses!),


Oh, gerade Deichmann hat trotz seiner Zurückhaltung i.S. Gewinnmaximierung doch in den letzten 50 Jahren ein enormes Wachstum hingelegt und nie Verluste eingefahren. Gewinne zu machen, ist in meinen Augen auch nix Böses. Nur noch die Dollarzeichen im Auge zu haben, geht aber oft zu Lasten der Qualität, der Arbeitnehmer, der Kunden und dann schließlich auch zu Lasten des Unternehmens.

Was Gewinnmaximierung anrichten kann, sieht man ja an den Folgen der Ackermannschen Führung der Deutschen Bank. Die zahlen sich heute dumm und dämlich an Strafen für Vergehen/Verbrechen, die im Zuge der Ackermannschen Gewinnmaximierung begangen worden waren. Und die Bank ist heute für den normalen Bankkunden auch keine Adresse mehr. Ich jedenfalls kenne kaum noch Privatleute oder Mittelständler, die dort ihr Konto hätten. Solche Kunden aber sind die Basis einer Bank. Ohne die wirds irgendwann mal schwierig.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 30 Okt 2014 17:02 
zenzi2 hat geschrieben:
Zitat:
Wie das ausgeht, wenn ein Unternehmen, nicht meint Gewinn machen zu wollen (sowas ist ja, wie man oben liest, für Zenzi was böses!),


Oh, gerade Deichmann hat trotz seiner Zurückhaltung i.S. Gewinnmaximierung doch in den letzten 50 Jahren ein enormes Wachstum hingelegt und nie Verluste eingefahren. Gewinne zu machen, ist in meinen Augen auch nix Böses. Nur noch die Dollarzeichen im Auge zu haben, geht aber oft zu Lasten der Qualität, der Arbeitnehmer, der Kunden und dann schließlich auch zu Lasten des Unternehmens.

Was Gewinnmaximierung anrichten kann, sieht man ja an den Folgen der Ackermannschen Führung der Deutschen Bank. Die zahlen sich heute dumm und dämlich an Strafen für Vergehen/Verbrechen, die im Zuge der Ackermannschen Gewinnmaximierung begangen worden waren. Und die Bank ist heute für den normalen Bankkunden auch keine Adresse mehr. Ich jedenfalls kenne kaum noch Privatleute oder Mittelständler, die dort ihr Konto hätten. Solche Kunden aber sind die Basis einer Bank. Ohne die wirds irgendwann mal schwierig.

Zenzi


Da sind wir jetzt bei allgemeiner Unternehmensphilosophie. Im übrigen vergleichst du Äpfel mit Birnen wenn du ein Handelsunternehmen mit Banken vergleichst. Und die 25% Rendite, von der Ackermann gesprochen hat, hat hier im Forum noch nie jemand verstanden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 30 Okt 2014 17:20 
Beim Thema "geplante Obsoleszenz" wird im übrigen auch gerne auf die Vereinbarung von Glühbirnenherstellern verwiesen, dass die früheren Glühbirnen (mit Wolframdraht) nicht mehr als 1000 Stunden halten sollten. Selbst Stiftung Warentest plappert das offenbar nach, wenn die Medienberichte korrekt sind.

Dabei wird ignoriert, warum man so eine Vereinbarung getroffen hat. Bei Glühlampen existiert ein Zielkonflikt zwischen den Parametern Lebensdauer, Helligkeit und Stromverbrauch. Jeder der drei Parameter muss vor allem zulasten der anderen Parameter optimiert werden. Bei fehlender Standardisierung kann ein Wettbewerb zwischen den Anbietern über die Optimierung einzelner Parameter stattfinden, wobei die Käufer gezielt in die Irre geführt werden können.

Osram biete dazu eine anschauliche Darstellung:

Zitat:
Dazu ein Beispiel: Wenn man eine 100 W Glühlampe mit einem Lichtstrom von 1340 Lumen auf 710 Lumen dimmt, entspricht das dem Lichtstrom einer 60 W Lampe. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer zwar um das Zehnfache auf etwa 10 000 Stunden, aber der Verbrauch liegt immer noch bei circa 78 W. Die folgende Grafik zeigt einen Vergleich dieser gedimmten 100 W Lampe mit einer ungedimmten 60 W Lampe über den gleichen Zeitraum. Es zeigt sich sofort, dass sich der vermeintliche Vorteil der langlebigeren Lampe durch die viel höheren Stromkosten aufhebt - obwohl die 60 W Lampe in dieser Zeit neunmal ersetzt werden müsste. Ein vergleichbares Ergebnis würde herauskommen, wenn ein Hersteller seine Lampen auf eine solche Lebensdauer konzipieren würde.

http://www.osram.de/osram_de/nachhaltig ... /index.jsp



Die Festlegung auf 1000 Stunden optimierte den Zielkonflikt zugunsten der Verbraucher. Wer diese komplexe physikalische analyse aber aussen vorlässt und nur mit der zeitlichen Begrenzung als angeblich zu Lasten der Verbraucher argumentiert, der betreibt Propaganda.

Und so funktioniert dann ja auch die Diskussion allgemein über die angeblich so bösartig konzipierten Produkte ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 02 Mär 2015 12:06 
Es ist mal wieder auffällig, wie die Grüne TAZ mit Verdrehung von Tatsachen Propaganda in Richtung "geplante Obsoleszenz" betreibt.

Da schreibt die TAZ auf Twitter:

Zitat:
taz ‏@tazgezwitscher
Waschmaschinen leben kürzer: Endlich gibt es eine ordentliche Studie zur geplanten #Obsoleszens bei Elektrogeräte



... und verlinkt dann folgenden Beitrag:

http://www.taz.de/Studie-zu-Obsoleszens/!155591/

Darin wird auf eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zur Haltbarkeit von Elektrogeräten verwiesen. Dabei hat das UBA eben nur Aussagen zur Haltbarkeit an sich gemacht, in keiner Weise jedoch zur "geplanten" Obsoleszenz. Es ist insoweit schon unglaublich, wie die TAZ vorsätzlich wahrheitswidrig in der Überschrift versucht der Studie das unterzuschieben.

Im Beitrag selbst ergibt sich dann, dass es unterschiedliche Gründe für Neukauf von Geräten sind: das eine ist dass die Kunden schlicht was neues wollen, das andere sind Defekte. Und hier stellt das UBA zwar einen Anstieg von Defekten bei Grossgeräten fest. Aber: es wird festgestellt, dass bei Grossgeräten 8% innerhalb der ersten 5 Jahre auszutauschen sind. Das heisst: 92% der Geräte halten LÄNGER ALS FÜNF JAHRE!

Unter solchen Umständen von einer "geplanten Obsoleszenz" zu faseln reicht schon an Leserverarschung. Aber die TAZ betreibt insoweit ja regelmässig auch entsprechende Propaganda.


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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 10 Mär 2015 16:40 
Das es sich beim Thema Obsoleszenze mehr um ein Märchen als alles andere handelt sieht man auch an einer aktuellen Meldung. In 2014 sind die Umsätze der PKW Werkstätten zurückgegangen.

Zitat:
Als Gründe dafür sieht man beim IFA unter anderem die längeren Wartungsintervalle, die geringere Reparaturanfälligkeit der Fahrzeuge und den intensiven Wettbewerb bei einfachen Verschleißreparaturen.

http://www.automobilwoche.de/article/20 ... P8JM1dYRBQ



Längere Wartungsintervalle, da die Fahrzeuge besser gebaut werden.
Und ebenso geringere Reparaturanfälligkeit.

Und das bei einem Produkt, bei dem beim Verbraucher mit die höchsten Kosten entstehen, wenn mal etwas kaputt ist.

Aber die Globalisierungsgegner und Grünen, die auf dem Thema rumreiten diskutieren so etwas ja faktenbefreit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 10 Mär 2015 20:07 
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Google Suche : gibt es geplante obsoleszenz

gleich mit Angebot :

Dateianhang:
SS_003.jpg
SS_003.jpg [ 69.86 KiB | 1628-mal betrachtet ]


Der erste Fund : Geplante Obsoleszenz – Wikipedia geht mit dem Thema recht entspannt um :

Zitat:
Der Begriff geplante Obsoleszenz bezeichnet eine vom Hersteller geplante, absichtliche Verringerung der Lebensdauer von Produkten.

Das Phänomen war schon mehrfach Gegenstand wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Debatten, ist aber nach wie vor nicht klar definiert. Insbesondere der Nachweis der Absicht ist bisher nicht gelungen. Schwierig ist die Abgrenzung zu natürlichem Verschleiß und zu Sollbruchstellen.


Das zeigt sich auch bei der Frage nach der „Häufigkeit des Phänomens“ :

Zitat:
Das deutsche Umweltbundesamt hat im April 2013 ein Forschungsprojekt ausgeschrieben, das das „Phänomen Obsoleszenz“ bei Elektrogeräten für Privatverbraucher untersuchen soll. Der Auftrag ging im August 2013 an das Ökoinstitut e.V. als "Einfluss der Nutzungsdauer von Produkten auf ihre Umweltwirkung: Schaffung einer Informationsgrundlage und Entwicklung von Strategien gegen "Obsoleszenz"" und wird in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn bearbeitet.

Erste Ergebnisse wurden Ende November auf einer Tagung präsentiert. Die Forscher sehen danach keinen allgemeinen Trend zu einer kürzeren Lebenszeit bzw. Nutzungsdauer. Bei elektrischen Großgeräten sei aber die Nutzungszeit im Untersuchungszeitraum (2004-2014) gesunken von 14 auf 13,1 Jahre, die Anzahl der Waschmaschinen und Kühlschränke, die schon nach 5 Jahren kaputt gingen, sei von 3,4 auf 8,3 % gestiegen.

Fernseher mit Flachbildschirm werden hingegen häufig ersetzt, weil der Verbraucher sich ein neues Modell wünscht. Inwieweit Obsoleszenz vom Hersteller geplant ist, konnten die Forscher nicht ermitteln.

Einem Gutachten für die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen aus dem Frühjahr 2013 zufolge geben die Haushalte in Deutschland pro Jahr schätzungsweise 101 Milliarden Euro mehr aus als nötig, weil die Haltbarkeit vieler Produkte künstlich reduziert wurde.

Die Stiftung Warentest fand 2013 in Tests keine Anzeichen von geplanter Obsoleszenz, bemängelte aber mangelnde Qualität (und wirft darüber hinaus die Begriffe "geplante Obsoleszenz" und "Sollbruchstellen" unzulässigerweise durcheinander). Untersucht wurden u. a. Waschmaschinen und LED-Lampen in Kerzenform.

Die Technische Prüforganisation Halbleiter Test- & Prüf GmbH (HTV) verlautbarte im Juni 2013, dass sie eine „Vielzahl von Beispielen für Produkte“ fand, auf die die unternehmensinterne Definition von eingebauten Sollbruchstellen zuträfe.

Auffällig sei „die Verwendung besonders hitzeempfindlicher Bauteile (z.B. Elektrolytkondensatoren) in direkter Nähe zu Hitzequellen“. Das Unternehmen zertifiziert seit April 2013 Produkte ohne „geplante, lebensdauerbegrenzende Sollbruchstellen“ mit dem eigens dafür geschaffenen Gütesiegel HTV-life.

“Elektrolytkondensatoren“ das kann ich durchaus bestätigen bzw. nachvollziehen. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Werbung für PC-Mainboard "MSI Military Class" welche statt der billigen und rund um die größte Wärmequelle, dem Prozessor montierten Elektrolytkondensatoren qualitativ bessere und nach „mil“ Standard gefertigten Bauteilen aufweist (welche das außer den Kondensatoren noch sind :schulter: ).

Zitat:
Die United States Military Standards, dt. US-amerikanische Militärstandards, im englischen Sprachraum auch als Military Standards bezeichnet, stellen eine Sammlung verschiedener Richtlinien, Verfahrensanleitungen und allgemeinen Regeln dar, welche bei verschiedenartigen Produkten und bei Prozessabläufen durch Standardisierung die Interoperabilität, Austauschbarkeit, Zuverlässigkeit und Kompatibilität mit militärischer Logistiksystemen sicherstellen. Der Umfang und Definition ist im Rahmen des Defense Standardization Program (DSP) in dem DoD-Handbuch 4120.24 festgelegt.
Um festzustellen ob dies eine wirksame - „lebensverlängernde“ Strategie – ist, müsste man diese PC in einer ausreichend großen Zahl kontrolliert über einen deutlich längeren Zeitraum betreiben, als dies bei den parallel stattfindenden schnellen technologischen erwünscht sein dürfte. Ich habe ca. 10 PC mit dieser „besonderen“ Platine ausgestattet. Die älteste ist gerade ~ Jahre in Betrieb. In dieser (von der Lebensdauer her gesehen) kurzen Zeit, haben frühere anders aufgebaute PC ebenfalls problemlos funktioniert. Einige (andere) Geräte Baujahr ~2001 „lebten“ bis vor einem Jahr noch, sind aber inzwischen technologisch längst überholt und inzwischen voll funktionsfähig auf dem Wertstoffhof gelandet.

Da D (und nicht nur D) seit langem von hauptsächlich chinesischen Produkten abhängig ist, ist auch der Einfluss auf das Platinenlayout und alles was eventuell diese Konsumerdartikel „langlebiger“ machen könnte gleich Null.

Das allgemeine Verhalten der Konsumenten benötigt keine künstliche Obsoleszenz. Soweit es die gibt, findet sie nach einer „ordentlichen“ und seit Jahrzehnten andauernden Werbestrategie, ausschließlich in den Köpfen der Betroffenen statt. Bevor das Zeug überhaupt kaputtgehen kann, wird es „freiwillig“ von etwas neuem und noch „viel tollerem“ ersetzt.

Hier entsteht eine quasi „natürliche Rückkoppelung“ „Kundenwunsch vs. Qualität des Produkts“. Bei elektronischen Bauteilen, bei Bauteilen aus Kunststoff, kann sehr wohl die Lebensdauer beeinflusst werden. Doch warum soll ein Produzent Langlebigkeit anstreben, wenn sowohl seine eigene Strategie, als auch die der potentiellen Kunden diesen Aspekt sozusagen „ganz nach hinten verschiebt“ ?

Wie auch schon das WIKI, muss jeder wohl zuerst mal fragen „wer oder was folgt wem“ ? Bei Apple Tabletts ist der Akku fest eingebaut. Da eine lebenswichtige Komponente, ist das Ding hin, wenn der Lithiumionenakku entweder ganz seinen Geist aufgibt, oder die „Rest-Kapazität“ miserabel wird. Auch hier ist die Frage, wer will mit einem solch (inzwischen mehrfach zurückliegenden Modell) noch „arbeiten“.

Mein „Samsung Note 2“ ist von den Folgemodellen längst „überholt“, funktioniert aber prächtig (wenn ich das Ding mal nutze). Der Lithiumionenakku ist wechselbar und ich „brauche“ kein „neues“ - andere Menschen kaufen so was nach der lfd. Modellnummer. Die Frage stellt sich da – wer betreibt eigentlich „Geplante Obsoleszenz“ ?

Geplante Obsoleszenz – Kaufen für den Schrotthaufen

„Spaß beiseite“ - wer 7 Milliarden Menschen – mit „sanft“ steigender Tendenz = 1,14% (in ~61 Jahren etwa in einer Generation, sind es dann 14 Milliarden) dauerhaft versorgen möchte, sollte möglichst rasch einen Paradigmenwechsel einläuten. „Cradle to Cradle“ oder deutsch eine Kreislaufwirtschaft ist unumgänglich. Soweit mir bekannt, gibt es die Erde nur einmal….

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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 10 Mär 2015 22:27 
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Hier kann man sich ueber Geraete informieren, die durch geplante Obsoleszenz aufgefallen sind. Dort kann man auch selbst betreffende Faelle melden...

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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 18 Mär 2015 09:34 
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http://www.murks-nein-danke.de/blog/uba-studie-voreilige-zwischenergebnisse/

Da kann man sich übrigens über den Stand der Untersuchung des Bundesregierung zum Thema Obsoleszenz informieren. Wobei diese Untersuchung wohl ziemlich lauwarm durchgeführt zu werden scheint.
Jedenfalls zeigt dies aber, dass sogar die immer wirtschaftsfreundliche Bundesregierung dieses Thema aufgegriffen hat, womit Fazers Behauptung, Obsoleszenz sei quasi VT, widerlegt zu sein scheint.

Zenzi

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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 18 Mär 2015 11:37 
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Beiträge: 13464
Tja, wer den Konzernen diese geplante Obsolezenz durchgehen laesst, muss sich auch fragen lassen, wie ernst er es mit dem Umweltschutz haelt (Elektroschrott) - ganz abgesehendavon, dass die geplante O. in meinen Augen ein Betrug ist

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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 18 Mär 2015 13:19 
zenzi2 hat geschrieben:
http://www.murks-nein-danke.de/blog/uba-studie-voreilige-zwischenergebnisse/

Da kann man sich übrigens über den Stand der Untersuchung des Bundesregierung zum Thema Obsoleszenz informieren. Wobei diese Untersuchung wohl ziemlich lauwarm durchgeführt zu werden scheint.
Jedenfalls zeigt dies aber, dass sogar die immer wirtschaftsfreundliche Bundesregierung dieses Thema aufgegriffen hat, womit Fazers Behauptung, Obsoleszenz sei quasi VT, widerlegt zu sein scheint.

Zenzi

Na ja, Zenzi, so lange VT-AnhängerINNEN wie Du in der SPD zu finden sind, müssen wir wohl annehmen, dass es solche VertreterINNEN auch im BT gibt und diese ihre Einflussmöglichkeiten auf die Regierung nutzen. :schulter:
Im übrigen deutet der Zwischenbericht offenbar ja eher darauf hin, dass die These von der Obsoleszenz wohl nicht bestätigt wird, was ja aber auch kaum anders zu erwarten war.


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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 18 Mär 2015 16:59 
zenzi2 hat geschrieben:
http://www.murks-nein-danke.de/blog/uba-studie-voreilige-zwischenergebnisse/

Da kann man sich übrigens über den Stand der Untersuchung des Bundesregierung zum Thema Obsoleszenz informieren. Wobei diese Untersuchung wohl ziemlich lauwarm durchgeführt zu werden scheint.
Jedenfalls zeigt dies aber, dass sogar die immer wirtschaftsfreundliche Bundesregierung dieses Thema aufgegriffen hat, womit Fazers Behauptung, Obsoleszenz sei quasi VT, widerlegt zu sein scheint.

Zenzi


:lol: :lol: :lol:

Also, fassen wir mal zusammen, nur der Präzision wegen: es handelt sich um keine "Untersuchung der Bundesregierung", sondern um eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) in Kooperation mit dem Öko-Institut. Das UBA nimmt seine Aufgaben unabhängig von der Bundesregierung wahr. Man muss insoweit nicht mal den korrekten Einwand von Kritikaster bemühen, dass natürlich die Zahl der Grünen allein im Bundestag schon ausreicht um dafür zu sorgen, dieses Obsoleszenz-Märchen selbst dort immer wieder bemüht wird.

Dann ist deines Erachtens die Untersuchung "mal wieder lauwarm". Tja, verständlich. Weil: eine Untersuchung, die nicht deine vorurteilsgeprägte Meinung bestätigt, kann ja per se nicht richtig sein, nicht wahr? So bildet man sich eine politische Meinung, sehr überzeugend!

Auf die Studie war ich im übrigen schon eingegangen, aufgrund eines Berichtes in der TAZ - falls du mal etwas hochscrollen möchtest. Im Gegensatz zu dem, was allein die TAZ in typischer Märchen-Manier als Überschrift hat, ist durch den bisher veröffentlichten Teil der Studie nun gerade in KEINER Weise irgendeine geplante Obsoleszenz nachgewiesen worden.

Was sind laut der Studie die häufigsten Gründe für Wechsel von Technik:

Zitat:
Das Fazit: Es gibt zwei Ursachen für den Austausch von Geräten. Die eine liegt beim Kunden selbst. „Heute werden mehr Elektro- und Elektronikgeräte ersetzt, obwohl sie noch gut funktionieren“, sagt Rainer Grießhammer vom Öko-Institut. Verantwortlich dafür seien häufig Technologiesprünge, etwa bei Fernsehgeräten. Verbraucher kaufen sich einen größeren Apparat oder einen mit höherer Auflösung oder mehr Funktionen, obwohl der alte keinen Defekt hat.

Laut der Studie wurden im Jahr 2012 mehr als 60 Prozent der – funktionierenden – Flachbildfernseher durch ein neueres Gerät ersetzt. Das ersetzte Gerät war dabei im Schnitt fünfeinhalb Jahre alt. Die durchschnittliche Erstnutzungsdauer bei Röhrenfernsehern lag dagegen zwischen 2005 und 2012 noch zwischen zehn und zwölf Jahren.

http://www.taz.de/Studie-zu-Obsoleszens/!155591/



Erstes Fazit: es ist Wunsch des Kunden, immer wieder neue Produkte zu kaufen. Was es im übrigen überflüssig macht, ein Produkt auf eine Haltbarkeit von 20 Jahren auszulegen. Dafür will der Kunde gar nicht bezahlen.

Dann mal weiter:

Zitat:
Doch nicht immer ist der Konsument schuld. Der zweite Grund für den Neukauf sind Probleme mit dem Gerät. „Wir stellen fest, dass der Anteil der Haushaltsgroßgeräte, die nicht mal fünf Jahre durchhalten und aufgrund eines Defekts ausgetauscht werden müssen, angestiegen ist“, sagt Grießhammer. Und zwar von dreieinhalb Prozent im Jahr 2004 auf gut acht Prozent im Jahr 2012. Durchschnittlich 13 Jahre sind Haushaltsgroßgeräte heute in Benutzung – im Jahr 2004 waren es noch gut 14 Jahre.

Kaum Veränderungen fanden die Wissenschaftler dagegen bei Haushaltskleingeräten, wie etwa Handmixern. Hier liegt die Nutzungsdauer der Studie zufolge unverändert bei durchschnittlich etwa zehn Jahren. Auch bei Notebooks blieb die Dauer der Erstnutzung im Wesentlichen gleich: Fünf bis sechs Jahre dauert es demzufolge im Schnitt, bis Nutzer ihr altes Gerät gegen ein neues austauschen.

Inwieweit geplante Obsoleszenz – also der gezielte Einbau von Schwachstellen seitens der Hersteller in die Geräte – für die kürzere Nutzungsdauer verantwortlich sein könnte, wollen Umweltbundesamt und Öko-Institut im zweiten Teil der Studie klären. Die Ergebnisse sollen gegen Ende des Jahres veröffentlicht werden.


Zweites Fazit: bei einem Teil der Produkte wie Handmixer wird KEINERLEI Veränderung wahrgenommen, ebenso bei Notebooks. Haushaltsgrossgeräte halten auch heute weiterhin 13 Jahre! Wie man da von "geplanter Obsoleszenz" bei so einer Lebensdauer sprechen kann, ist schon irrsinnig. Im 5-Jahreszeitraum gibt es allerdings durchaus einen Anstieg, aber auch da ist die Konsequenz, dass 92% der Geräte nach 5 Jahren noch im Einsatz sind. Weit nach der Garantiedauer.

Das einzige, was widerlegt ist, ist das Ammenmärchen von der vorsätzlichen Obsoleszenz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 18 Mär 2015 21:21 
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...und ueber solche Artikel schauen wir hinweg, weil es die geplante Obsoleszenz ja angeblich nicht gibt:
http://www.focus.de/digital/computer/ch ... 62747.html

...und weil es die geplante O." nicht gibt":

Zitat:
...So verständigten sich im Jahr 1924 international führende Hersteller von Glühbirnen darauf, die Lebensdauer ihrer Produkte auf 1000 Stunden zu begrenzen. Für Firmen, die sich nicht an die Absprache hielten, wurden Geldstrafen festgelegt. Anfang der 1940er-Jahre flog das Kartell auf, die künstliche Begrenzung der Lebensdauer von Glühbirnen wurde verboten. Diese brannten aber auch anschließend nicht mehr länger als 1000 Stunden. .....

Aus:
http://www.heise.de/ct/artikel/Versteck ... 26511.html

Zitat:
Geplante Obsoleszenz als Betrugsdelikt
Thomas Pany 16.10.2014
Frankreich bestraft künftig die absichtliche Verringerung der Lebensdauer von Produkten
Künftig ist es in Frankreich möglich, Produkthersteller oder -importeure wegen "geplanter Obsoleszenz" vor Gericht zu bringen. Ein entsprechendes Gesetz, das zum Energiewende-Gesetzespaket gehört (vgl. auch Das langsame Ende der Plastiktüten), wurde am Dienstag in der Nationalversammlung verabschiedet. Es sieht vor, die "obsolescence programmée" als Betrugsdelikt zu behandeln und zu bestrafen - mit bis zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldbuße von bis zu 300.000 Euro....


weiter:
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43073/1.html

_________________
EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Abzocke allgemein
BeitragVerfasst: 19 Mär 2015 12:23 
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Ein sehr interessantes aber doch auch sehr nationales Gesetz.

1. kollidiert diese Gesetz womöglich mit einigen EU Bestimmungen, Gesetzen oder ähnlichem ?

2. der gerichtsfeste Nachweis – darauf bin ich besonders gespannt – da werden „Experten“ notwendig – viele wirklich sachkundige Experten.

3. was nutzen nationale Gesetze, welche womöglich als „Handelshemmnis“ einstufbar sind ?

4. wer geht ins Gefängnis – die Abteilung „Konstruktion“ - die Vertriebsabteilung – die Firmenleitung die ihrerseits auf „Experten“ angewiesen ist ?

Wo sich doch hierzulande schon jeder darüber aufregt, wenn die EU Richtlinien durchsetzt, die z.B. klar Energieeffizienz vorschreiben ?

FAZ Obsoleszenz : Frankreich will vorschnelles Altern von Geräten als Betrug ahnden
womöglich ist dies ja der "tiefere" Grund :

Zitat:
Die Regelung ist Teil eines Gesetzes zum Energiewandel, mit dem Frankreich seinen Atomstromanteil von 75 auf 50 Prozent reduzieren und den Energiebedarf halbieren will.

Wer 58 AKW betreibt, hat mit "Sicherheit" einige klitzekleine Problemchen obendrauf…

Ach ja die dortigen Leserbriefe sind nicht uninteressant.

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