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 Betreff des Beitrags: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 07 Jan 2013 17:41 
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Wenn ich mir den Hickhack um diesen Flughafen so ansehe (Eröffnung wohl jetzt erst 2014), dann komme ich auf ganz "dumme" Gedanken, wie z.B.: Gibt es da vielleicht Parallelen zu Toll Collect? :hmm:

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 07 Jan 2013 19:37 
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Diese "dummen Gedanken" würde ich jetzt gerne mal erfahren ... nur Mut ... :rose:


Gruß
Tara Marie


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 07 Jan 2013 20:12 
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Schau bitte den Film Toll Collect, dann weisst du, was ich meine

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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 07 Jan 2013 21:00 
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Ein kleiner Link wäre hilfreich ...


Gruß
TM


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 07 Jan 2013 22:35 
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http://www.youtube.com/watch?v=j89EpirCmCE

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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 08 Jan 2013 00:41 
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Beiträge: 13464
Nicht nur das: Hätte es bei Toll Collect geklappt, dann hätte die automatische Erfassung ALLER Fahrzeuge statt gefunden, und zwar an den Datenschützern vorbei. Wer sagt uns denn, dass die inzwischen das Problem nicht behoben haben?

Beim Flughafen ist es angeblich der Brandschutz, der die Einweihung verzögert. Wer sagt uns denn, was dort sonst noch Alles installiert werden soll - schliesslich ist es der Hauptstadtflughafen, wo sicher auch eine Menge Politiker und Diplomaten durchgeschleust werden. Da sind doch sicher auch besondere Sicherheitsvorkehrungen nötig....
(Jetzt mal abgesehen von evtl. finanziellen deals, die da vielleicht (auch) ablaufen)

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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 08 Jan 2013 07:44 
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    Darüber lacht Berlin und die halbe Welt

    Das "neue Anzeigenmotiv" zum Berliner Großstadtflughafen BER, frei nach Walter Ulbrichts berühmt-berüchtigter Aussage "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen".


    Bild

    Quelle


Gruß
Tara Marie


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 08 Jan 2013 08:18 
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Quijota hat geschrieben:
Nicht nur das: Hätte es bei Toll Collect geklappt, dann hätte die automatische Erfassung ALLER Fahrzeuge statt gefunden, und zwar an den Datenschützern vorbei. Wer sagt uns denn, dass die inzwischen das Problem nicht behoben haben?

Beim Flughafen ist es angeblich der Brandschutz, der die Einweihung verzögert. Wer sagt uns denn, was dort sonst noch Alles installiert werden soll - schliesslich ist es der Hauptstadtflughafen, wo sicher auch eine Menge Politiker und Diplomaten durchgeschleust werden. Da sind doch sicher auch besondere Sicherheitsvorkehrungen nötig....
(Jetzt mal abgesehen von evtl. finanziellen deals, die da vielleicht (auch) ablaufen)

Das da entsprechende technische Vorkehrungen getroffen werden steht wohl außer Frage. Sicher gibt da auch noch transatlantischen Beratungsbedarf. :clap:

Gruß
Poldi

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Nec pluribus impar


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 08 Jan 2013 10:24 
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Die Entscheidungen, die bei vielen größeren Projekten getroffen werden müssen, werden heute nicht mehr von Architekten und Ingenieuren getroffen, sondern von Betriebswirten, die sich wiederum über die Rechtsabteilung absichern. Es wird nicht nach Sachfragen entschieden, sondern nach kaufmännischen Gesichtspunkten. Kurz gesagt: der BWLler entscheidet, der Justitiar bügelt im Zweifelsfall ab.

Was ich im Fall Brandschutz BER bemerkenswert finde, ist die Tatsache, dass der Chef von BER, Rainer Schwarz - er ist seines Zeichens, natürlich, Betriebswirt - vorher Geschäftsführer beim Düsseldorfer Flughafen war. Im Flughafen Düsseldorf war es im Jahre 1996 auf Grund völlig unzureichenden Brandschutzes zu einer Katastrophe gekommen, die 17 Tote forderte. Nun war Schwarz zwar damals noch nicht in Düsseldorf, sondern am Flughafen Nürnberg tätig - die bedeutende Rolle, die ein ausreichender Brandschutz in einem Flughafen darstellt müsste er jedoch kennen. Es ist mir absolut unerklärlich wie Schwarz den Brandschutz derart vernachlässigen kann... Für mich grenzt das schon fast an Vorsatz.

Ansonsten: Meiner Meinung nach scheint größenwahnsinniges Sonnenkönigtum und maßlose Arroganz, gepaart mit erschreckender Unwissenheit und Naivität in den Chefetagen eine wesentliche Ursache für das Desaster zu sein.

_________________
„Wenn es ernst wird, muss man lügen.“ Jean-Claude Juncker

„Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben.“ (Christian Wulff zur Flugaffäre Johannes Raus im Jahr 2000).


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 08 Jan 2013 10:40 
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M.E. liegt das Problem sowohl was Toll Collect als auch jetzt beim BER betrifft, an den Spitzen der Verkehrsministerialbeamtenschaft. Dort sind die Leute, die Verträge aushandeln mit der Wirtschaft und dort sind auch diejenigen zu finden, die die Aufträge vergeben. Politikern die Schuld in die Schuhe zu schieben, führt m.E. am Problem vorbei. Politiker können nicht den Sachverstand haben, um solch komplexe Dinge wirklich zu beurteilen. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass das, was ihnen zur Abstimmung vorgelegt wird, korrekt ist. Selbst der Fachminister kann da nicht mehr dazu beitragen.
In den Ministerien sitzen Leute, die eigentlich den notwendigen Sachverstand haben sollten - technisch, betriebswirtschaftlich, juristisch. Wenn sie ihn nicht haben, müssen sie ausgetauscht werden, wenn sie ihn haben, aber fahrlässig oder vorsätzlich gegen besseres Wissen nicht einsetzen, gehören sie vor ein Disziplinargericht.

Zenzi

_________________
«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 08 Jan 2013 18:08 
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zenzi hat geschrieben:
In den Ministerien sitzen Leute, die eigentlich den notwendigen Sachverstand haben sollten - technisch, betriebswirtschaftlich, juristisch. Wenn sie ihn nicht haben, müssen sie ausgetauscht werden, wenn sie ihn haben, aber fahrlässig oder vorsätzlich gegen besseres Wissen nicht einsetzen, gehören sie vor ein Disziplinargericht.

Zenzi

nein Zenzi, Sachverstand ist bei den Politikern nicht zu finden
sind doch die meisten Parlamentarier Jurist
Techniker sind fast nicht zu finden
nur
die vielen Juristen können nichteinen vernünftigen Vertrag machen
IMMER führt die Industrie die Politiker am Nasenring durch die Manege
erinnerich Doch nur an die Verspätung der LKW Maut
oder
Der Schürmann-Bau gilt mit geschätzten 700 Millionen Euro
als eines der teuersten Gebäude der deutschen Nachkriegsgeschichte.

dennoch
Im Jahr 2004 erhielt Schürmann für sein Bauwerk einen von fünf alle drei Jahre ausgelobten Preisen Auszeichnung guter Bauten 2003
des regionalen BDA Bonn-Rhein-Sieg.

einem Normalen wird da die Birne weich
eschek

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Wir leben ja in einer marktkonformen Demokratie sagt "die späte Rache Honeckers"
Ich bete jeden Abend zum Hanf und zu den Laternen (Georg Büchner)


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 08 Jan 2013 23:24 
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Zitat:
nein Zenzi, Sachverstand ist bei den Politikern nicht zu finden
sind doch die meisten Parlamentarier Jurist
Techniker sind fast nicht zu finden


Eschek, ich sprach doch gerade nicht von Politikern! Sondern von den Leuten in den Ministerien, die zu einem großen Teil schon FAchleute sind. Diese Leute fertigen Verträge aus, begutachten die technischen und juristischen Feinheiten. Und natürlich sind auch sie den Einflüsterungen der Industrie ausgeliefert. Sie aber sind es, die den oft recht unbedarften Politikern dann die Vorlagen liefern, über die diese dann abstimmen sollen oder auch nicht. Denn selbst in den Fachausschüssen sitzen auch nur Politiker, die vielleicht zufällig etwas Fachkenntnisse haben.

Bei allem, was wir den Politikern vorwerfen, vergessen wir immer die Ministerialbeamten, die die eigentlichen Gesetzesverfasser sind, egal in welchem Ministerium. Auch der zuständige Minister muss sich auf deren Sachverstand verlassen können.

Zenzi

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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 09 Jan 2013 00:30 
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Wie wir Alle sehen, klappt das sehr oft leider nicht. Wer prüft eigentlich die Kompetenz bzw. Loyalität dieser Ministerialbeamten? Welche Rolle spielken die beim Flughafen BER?

Heute Abend gab es die Sendunkt "Fakt" in der ARD. Darin wurde über den neuen Flughafen BER verichtet, und darüber, dass er zwar einen leeren Sanitätsraum haben soll, aber keinerlei Geräte oder Sanitätspersonal - geschweige denn einen Notarzt oder Krankenwagen - und das bei einem tägl. Fluggastaufkommen von geschätzten 70.000 Personen. Grund dafür sollen Gebietsstreitigkeiten sein:
http://www.mdr.de/fakt/keine-rettungsst ... er100.html

Ich finde das ungeheuerlich. Wer nimmt denn am Ende den Flughafen ab? Ich würde den gar nicht eröffnen lassen ohne eine Erste-Hilfe-Station mit Personal.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 09 Jan 2013 06:57 
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Registriert: 31 Jan 2011 08:30
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Quijota hat geschrieben:
Wie wir Alle sehen, klappt das sehr oft leider nicht. Wer prüft eigentlich die Kompetenz bzw. Loyalität dieser Ministerialbeamten? Welche Rolle spielken die beim Flughafen BER?

Heute Abend gab es die Sendunkt "Fakt" in der ARD. Darin wurde über den neuen Flughafen BER verichtet, und darüber, dass er zwar einen leeren Sanitätsraum haben soll, aber keinerlei Geräte oder Sanitätspersonal - geschweige denn einen Notarzt oder Krankenwagen - und das bei einem tägl. Fluggastaufkommen von geschätzten 70.000 Personen. Grund dafür sollen Gebietsstreitigkeiten sein:
http://www.mdr.de/fakt/keine-rettungsst ... er100.html

Ich finde das ungeheuerlich. Wer nimmt denn am Ende den Flughafen ab? Ich würde den gar nicht eröffnen lassen ohne eine Erste-Hilfe-Station mit Personal.


Laut Tagesthemen von gestern besteht durchaus die Gefahr, dass der Flughafen in Teilen wieder abgerissen werden muss. Auf jeden Fall scheint eine großangelegte Entkernung von bereits fertiggestellten Gebäuden anzustehen.
Gestern hatte ich noch ein sehr interessantes Gespräch mit ein paar Planungsspezialisten für Großbauvorhaben. Die sind sich auf Grundlage ihrer Erfahrungen alle darin einig, dass die Hauptursache für das Desaster wohl darin liegt, dass die Leitungsgremien beim BER (Vorstand, Aufsichtsrat) mit Kaufleuten und Politikern besetzt sind, nicht aber mit Bau-Ings mit nachgewiesenen Fachkenntnissen und nachgewiesener Erfahrung im Bau solcher Anlagen. Und sowas hat durchaus System: Entscheidungen werden schon seit Jahren weg von den Ings mit ihren "Sachzwängen" und "Vorschriften" hin zu den Kaufleuten und BWLlern hin verlagert, die allein nach ökonomischen Zwängen im Sinne der Kostenminimierung entscheiden. Letztere bauen darauf, im Zweifelsfall von Winkeladvokaten rausgepaukt zu werden. Dass das alles nicht funktionieren kann und am Ende viel teurer kommt, als vorgesehen, weiß jeder. Aber man macht lieber "modern Thinking" statt das Gehirn anzustellen.
Was den FAKT-Bericht angeht - da sind für mich zwei Entscheidungswege erkennbar: entweder baut man darauf, dass der Gesetzgeber eine Lex BER nachschiebt, nach der dann Sanitätspersonal und Notarzt auf dem Flughafen nicht notwendig sind - oder man baut darauf, dass die Hinterbliebenen von auf dem Flughafen Verstorbenen vor Gericht ziehen und die Justiziare dann beim Gang durch alle Instanzen die Flughafengesellschaft herauspauken. So ein Verfahren dauert bis zu einem abschließenden Urteil durch den BGH Jahre - und so lange braucht man nichts zu machen.
Bemerkenswert an dem Beitrag: andere Großflughäfen gönnen sich nicht nur eigene Sanitäter und Notärzte, sondern sogar eigene Kliniken. Und was ich noch bedenklicher finde: was will man eigentlich machen, wenn es auf dem Flughafen zu einem Unfall - z.B. zu einer Bruchlandung eines vollbesetztenPassagierflugzeugs - mit vielen Verletzten kommt? Wie ist eigentlich die Flughafenfeuerwehr ausgestattet? Hat man da auch zu wenig Personal und Fahrzeuge - oder gibt es die sogar gar nicht?

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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 09 Jan 2013 08:44 
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Nach dem Bericht gibt es das dann nicht. Man hat besser keine Bruchlandung auf dem Flughafen BER...
Dort werden ja nicht nur ca. 70.000 Fluggäste/Tag dort abgefertigt werden, sondern dort arbeiten auch viele Menschen - die haben dann auch keinen Betriebsarzt, den es in jedem grösseren Unternehmen gibt.

Was die Kompetenz betrifft, so gibt es in E seit vielen Jahren die Vorschrift beim Bau (auch privat) einen Baubegleiter, der die nötige Fachkompetenz haben muss, und der dafür haften muss, dass kein Pfusch gemacht wird. Das ist nicht der Polier. Ausserdem muss der Bau während der Bauzeit schon Haftpflichtversichert sein

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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 09 Jan 2013 10:38 
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Registriert: 31 Jan 2011 08:30
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...wenn es dabei bleibt, ist die Katastrophe vorprogrammiert. Und leider ist das eben so, dass das de facto einkalkuliert wird: wenn etwas passiert, so glaubt man bei den BWLlern, hauen sie die Winkeladvokaten der eigenen Rechtsabteilung schon heraus - und zwar notfalls indem man durch alle Instanzen geht. Wenn es dann vorm BGH zum abschließenden Urteil kommt, sind die Hauptverantwortlichen nicht mehr greifbar und es gibt bestenfalls ein paar Bauernopfer in den unteren Etagen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 09 Jan 2013 11:35 
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Merkwürdig: jede kleine Kneipe hat Sicherheitsauflagen en masse und ein Grossflughafen soll noch nicht einmal eine Krankenstation haben müssen? Das stinkt gewaltig. Mir ist es pipegal, ob BER nun zu Berlin oder Brandenburg gehört - die Betreibergesellschaft muss einfach die Auflage bekommen, entsprechend der Grösse des Flughafens auch medizinische Einrichtungen zu schaffen, sonst darf der Laden nicht eröffnet werden. Punkt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 09 Jan 2013 12:27 
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Registriert: 31 Jan 2011 08:30
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Quijota hat geschrieben:
Merkwürdig: jede kleine Kneipe hat Sicherheitsauflagen en masse und ein Grossflughafen soll noch nicht einmal eine Krankenstation haben müssen? Das stinkt gewaltig. Mir ist es pipegal, ob BER nun zu Berlin oder Brandenburg gehört - die Betreibergesellschaft muss einfach die Auflage bekommen, entsprechend der Grösse des Flughafens auch medizinische Einrichtungen zu schaffen, sonst darf der Laden nicht eröffnet werden. Punkt.


Das ist halt ein "Mega-Prestige-Projekt", das von politischen und wirtschaftlichen "Eliten" vorangetrieben wurde. Da gelten dann "andere Wertmaßstäbe".

Übrigens: inzwischen wird auch schon fleißig gedroht - wird Flughafenchef Schwarz gefeuert, müssen ihm bis 2016 die Bezüge bezahlt werden. So sieht das sein Vertrag vor (Quelle).
Jeder kleinere Mitarbeiter, der wegen Pflichtverletzungen rausfliegt, landet sofort im ALG, meist sogar im ALG II. Da wird dann nicht bis Vertragsende gezahlt...

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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 09 Jan 2013 12:33 
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Sünnerklaas hat geschrieben:
Jeder kleinere Mitarbeiter, der wegen Pflichtverletzungen rausfliegt, landet sofort im ALG, meist sogar im ALG II. Da wird dann nicht bis Vertragsende gezahlt...

wie gut, daß der kein Politiker ist
sonst würde im ein lebenslänglicher Ehrensold zustehen
eschek

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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 09 Jan 2013 13:41 
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Genau das ist es, was mich so ank....

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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 13 Jan 2013 15:56 
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Sünnerklaas hat geschrieben:
Gestern hatte ich noch ein sehr interessantes Gespräch mit ein paar Planungsspezialisten für Großbauvorhaben. Die sind sich auf Grundlage ihrer Erfahrungen alle darin einig, dass die Hauptursache für das Desaster wohl darin liegt, dass die Leitungsgremien beim BER (Vorstand, Aufsichtsrat) mit Kaufleuten und Politikern besetzt sind, nicht aber mit Bau-Ings mit nachgewiesenen Fachkenntnissen und nachgewiesener Erfahrung im Bau solcher Anlagen. Und sowas hat durchaus System: Entscheidungen werden schon seit Jahren weg von den Ings mit ihren "Sachzwängen" und "Vorschriften" hin zu den Kaufleuten und BWLlern hin verlagert, die allein nach ökonomischen Zwängen im Sinne der Kostenminimierung entscheiden. Letztere bauen darauf, im Zweifelsfall von Winkeladvokaten rausgepaukt zu werden. Dass das alles nicht funktionieren kann und am Ende viel teurer kommt, als vorgesehen, weiß jeder. Aber man macht lieber "modern Thinking" statt das Gehirn anzustellen.

Das kann ich nur bestätigen!!!

Allerdings ist dies nicht nur bei öffentlichen Bauherren so, sondern mittlerweile auch bei privaten Bauherren die Regel. Selbst bei vielen Bauunternehmen haben die eigentlichen Fachleute kaum noch etwas zu sagen.
Die Firmenpolitik wird auch hier zunehmend von Kaufleuten und Juristen vorgegeben (je größer die Firma, desto mehr von diesem BWL- und Jurapack).
Den Irrsinn, den diese anrichten, müssen dann die Ingenieure, Poliere und Facharbeiter vor Ort ausbaden.

Wer glaubt, Chaos bezüglich mangelhafter Planung, Fertigstellungstermin und explodierender Baukosten gäbe es ausschließlich bei Projekten der öffentlichen Hand, irrt ganz gewaltig. Gleiches gibt es auch bei privaten Großbauvorhaben zur Genüge. Der Unterschied ist nur, das es hier eben nicht an die große Glocke gehangen und somit auch nicht öffentlich diskutiert wird. Ich kenne selber genug Fälle privater Großprojekte, die in Punkto Kosten und Bauzeit völlig aus dem Ruder gelaufen sind und bei denen die Beteiligten nur noch via Anwälten kommunizieren.

Das Hauptproblem bei öffentlichen Bauvorhaben ist das Vergaberecht. Der öffentliche Bauherr ist dadurch gezwungen, stets dem billigsten den Auftrag zu erteilen, es sein denn er kann diesem nachweisen, das er technisch bzw. organisatorisch gar nicht in der Lage ist, den Auftrag auszuführen oder wenn der Erste der Submission Steuerschulden bzw. ausstehende SV-Beiträge hat.
Die Vergabe an den "Günstigsten" zieht sich von der Planung bis zu den Ausbaugewerken durch. Und jeder weis aus seinen eigenen Erfahrungen, dass das billigste Angebot nur selten das Beste ist.
Qualität hat ihren Preis!

Die Planungsbüros und Bauunternehmen kalkulieren ihr Ursprungsangebot natürlich hart an der Grenze des für sie erträglichen, und nicht selten auch darunter. Folglich kommen zusammen mit den Bautrupps auch schon die ersten Spezialisten auf die Baustelle, deren einzige Aufgabe es ist, den Auftrag bzw. die Bauausführung nach möglichen Nachträgen zu durchforsten. Dann wird dem Bauherren jede zusätzliche Schraube und jeder zusätzliche Handgriff in Rechnung gestellt, der nicht im Vertrag bzw. Leistungsverzeichnis steht. Und, je "günstiger" die Planer (Architkten, Geotechnik, Elektro, HLKS, usw.) waren, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Planung unvollständig ist.

Hinzu kommen die unzähligen Änderungswünsche der Bauherren während der Bauausführung. Selbst scheinbar kleine Änderungen können einen gewaltigen "Rattenschwanz" an zusätzlichen Aufwendungen und Kosten nach sich ziehen.

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Was meinen Sie, was hier los wäre, wenn mehr Menschen begreifen würden, was hier los ist. (Volker Pispers)

Die Mutter der Dummen ist immer schwanger. (Urban Priol)


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 13 Jan 2013 17:54 
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Ähnliches hat uns ja unser lieber Dipl. Ing. Beowulf (leider in der Versenkung verschwunden) immer mal wieder erklärt. Seine letzte Phase aber bewies, dass es die Chinesen dann auch nicht besser konnten.

Zenzi

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«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 13 Jan 2013 20:04 
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zenzi hat geschrieben:
Ähnliches hat uns ja unser lieber Dipl. Ing. Beowulf (leider in der Versenkung verschwunden) immer mal wieder erklärt. Seine letzte Phase aber bewies, dass es die Chinesen dann auch nicht besser konnten.

Nun Zenzi, damit ist natürlich noch nicht gesagt, warum sich Deutschland solche Pannen immer wieder leistet. Genau genommen sollte die Politik ausschließlich die Rahmenbedingungen für Infrastrukturprojekte etc. schaffen und den Rest geeigneten Firmen mit entsprechender Haftung überlassen.
Jetzt will keiner mehr Verantwortung übernehmen, Haftung schon gar nicht. Es liegt doch an uns, nicht an etwas nicht Greifbarem.

Gruß
Poldi

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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 13 Jan 2013 22:56 
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Poldi hat geschrieben:
zenzi hat geschrieben:
Ähnliches hat uns ja unser lieber Dipl. Ing. Beowulf (leider in der Versenkung verschwunden) immer mal wieder erklärt. Seine letzte Phase aber bewies, dass es die Chinesen dann auch nicht besser konnten.

Nun Zenzi, damit ist natürlich noch nicht gesagt, warum sich Deutschland solche Pannen immer wieder leistet. Genau genommen sollte die Politik ausschließlich die Rahmenbedingungen für Infrastrukturprojekte etc. schaffen und den Rest geeigneten Firmen mit entsprechender Haftung überlassen.
Jetzt will keiner mehr Verantwortung übernehmen, Haftung schon gar nicht. Es liegt doch an uns, nicht an etwas nicht Greifbarem.

Gruß
Poldi


Korrekt, Poldi. Aber darüber haben wir ja schon geredet.

1. Es ist nicht einzusehen, dass Politiker, die nur in den seltensten Fällen Fachwissen über solche Sachen haben, über solche Projekte die Aufsicht führen sollen.

2. Planung sollte nach den Vorgaben des Bauherren ausschließlich von Fachpersonal gemacht werden

3. Verträge mit Pönale-Paragraphen sollten von Juristen verfasst werden, die auf solche Sachen spezialisiert sind

4. Die Vergabepraxis "Auftrag kriegt immer der Billigste" sollte endlich aufgegeben werden. Sie öffnet nicht nur Fehlern in der Planung und Überteuerung Tür und Tor, sondern vor allem und immer wieder massiver Korruption und Preisabsprachen.

Zenzi

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«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Berliner Flughafen
BeitragVerfasst: 14 Jan 2013 08:48 
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Beiträge: 2991
zenzi hat geschrieben:
Poldi hat geschrieben:
zenzi hat geschrieben:
Ähnliches hat uns ja unser lieber Dipl. Ing. Beowulf (leider in der Versenkung verschwunden) immer mal wieder erklärt. Seine letzte Phase aber bewies, dass es die Chinesen dann auch nicht besser konnten.

Nun Zenzi, damit ist natürlich noch nicht gesagt, warum sich Deutschland solche Pannen immer wieder leistet. Genau genommen sollte die Politik ausschließlich die Rahmenbedingungen für Infrastrukturprojekte etc. schaffen und den Rest geeigneten Firmen mit entsprechender Haftung überlassen.
Jetzt will keiner mehr Verantwortung übernehmen, Haftung schon gar nicht. Es liegt doch an uns, nicht an etwas nicht Greifbarem.

Gruß
Poldi


Korrekt, Poldi. Aber darüber haben wir ja schon geredet.

1. Es ist nicht einzusehen, dass Politiker, die nur in den seltensten Fällen Fachwissen über solche Sachen haben, über solche Projekte die Aufsicht führen sollen.

2. Planung sollte nach den Vorgaben des Bauherren ausschließlich von Fachpersonal gemacht werden

3. Verträge mit Pönale-Paragraphen sollten von Juristen verfasst werden, die auf solche Sachen spezialisiert sind

4. Die Vergabepraxis "Auftrag kriegt immer der Billigste" sollte endlich aufgegeben werden. Sie öffnet nicht nur Fehlern in der Planung und Überteuerung Tür und Tor, sondern vor allem und immer wieder massiver Korruption und Preisabsprachen.

Zenzi

Das ist aber noch nicht alles, Zenzi. Die unselige Praxis (etwa wie bei Autogabhnbaustellen), dass es Fördergelder und Bundesmittel erst dann gibt, wenn die Baustelle eingerichtet ist und ein Schild steht - solcher Mist muss aufhören.
Mit der Baustelleneinrichtung kostet diese Baustelle auch Geld, nur das begreifen die hochintelligenten Ramsauers dieser Welt nicht. Hinzu kommt, dass Fördergelder auch im laufenden Haushaltsjahr ausgereicht werden müssen sonst verfallen sie. Welch ein wirtschaftlicher Irrsinn!!!!

Geld sollte erst nach Fertigstellung fließen und es sollten Rückstellungen für Fördermittel gebildet werden dürfen - dann könnteste mal sehen wie das fluppt und wie das Staatssäckel entlastet wird.

Gruß
Poldi

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