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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 16 Aug 2011 13:35 
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Sünnerklaas hat geschrieben:
Früher war die Bahn einmal ein hoch angesehener Arbeitgeber mit sehr sehr hohem Identifizierungsgrad ihrer Mitarbeiter. "Eisenbahner" zu sein hörte nicht nach Feierabend oder der Pensionierung auf - man blieb bei der Sache; viele Museumseisenbahnen bauen auf solche Leute auf.
Das stimmt. Eisenbahner zu sein war kein Beruf, sondern eine Berufung. Doch heute ist für viele (nicht alle!) ein Eisenbahner zu sein ein Job wie jeder andere. Findet sich was besseres, geht man eben dort hin. Eine Folge der Bahnprivatisierung und der folgenden Lohnkostensenkungsbestrebungen. Eine besonders unrühmliche Rolle spielten dabei Mehdorn und Suckale beim damaligen Lokführerstreik. Um die Lokführer nicht besser bezahlen zu müssen, war denen fast jedes Mittel recht, sogar die Abwertung der eigenen Mitarbeiter in der Öffentlichkeit. Ich erinnere mich noch gut an den Ausspruch, ein Lokführer kann ja praktisch keinen Fehler machen, denn dann greift die Technik ein. Zumindest Frau Suckale hat sich m.W. auf einem Fahrsimulator eines Besseren belehren lassen müssen.
Zitat:
Heute käme kaum noch ein Lokführer oder Bahningenieur auf die Idee, am freien Wochenende noch Züge zu fahren oder den Wagenpark instand zu halten.
Das stimmt nicht ganz. Es gibt auch heute noch viele ältere, aber auch jüngere Eisenbahner, die sich bei Privat- oder Museumsbahnen ehrenamtlich engagieren. Das ist auch nicht verwunderlich. Denn der Beruf an sich macht vielen nach wie vor Spaß, nur das Umfeld im Unternehmen paßt eben nicht mehr. Und das hat man als "Hobbyeisenbahner" ja nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 16 Aug 2011 13:59 
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Aktivposten ;)

Registriert: 31 Jan 2011 08:30
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Taurus hat geschrieben:
Sünnerklaas hat geschrieben:
Früher war die Bahn einmal ein hoch angesehener Arbeitgeber mit sehr sehr hohem Identifizierungsgrad ihrer Mitarbeiter. "Eisenbahner" zu sein hörte nicht nach Feierabend oder der Pensionierung auf - man blieb bei der Sache; viele Museumseisenbahnen bauen auf solche Leute auf.
Das stimmt. Eisenbahner zu sein war kein Beruf, sondern eine Berufung. Doch heute ist für viele (nicht alle!) ein Eisenbahner zu sein ein Job wie jeder andere. Findet sich was besseres, geht man eben dort hin. Eine Folge der Bahnprivatisierung und der folgenden Lohnkostensenkungsbestrebungen. Eine besonders unrühmliche Rolle spielten dabei Mehdorn und Suckale beim damaligen Lokführerstreik. Um die Lokführer nicht besser bezahlen zu müssen, war denen fast jedes Mittel recht, sogar die Abwertung der eigenen Mitarbeiter in der Öffentlichkeit. Ich erinnere mich noch gut an den Ausspruch, ein Lokführer kann ja praktisch keinen Fehler machen, denn dann greift die Technik ein. Zumindest Frau Suckale hat sich m.W. auf einem Fahrsimulator eines Besseren belehren lassen müssen.


Ich finde es unglaublich, wie man es hinbekommen hat, es sich mit einer Belegschaft, die sich früher zu mehr als 100 Prozent mit dem Unternehmen identifizierten, zu verscherzen. Dafür gab es jede Menge zurück: die deutschen Eisenbahnen waren in einem sprichwörtlichen Maße pünktlich und zuverlässig. Aber es ist schon fatal, wenn "Freundschaften" Abhängigkeiten schaffen - schließlich hat Hartmut Mehdorn Gerhard Schröder bei der Landtagswahl in Niedersachsen 1994 einmal die absolute Mehrheit gebracht - indem das Airbus-Werk in Lemwerder vorübergehend nicht geschlossen wurde. Chef des Werkes war Hartmut Mehdorn, der für die Schützenhilfe 1999 von seinem Freund Gerhard Schröder mit dem Chefsessel bei der Bahn "belohnt" wurde - und danach den größtanzunehmenden Bockmist baute.

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„Wenn es ernst wird, muss man lügen.“ Jean-Claude Juncker

„Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben.“ (Christian Wulff zur Flugaffäre Johannes Raus im Jahr 2000).


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 06 Sep 2011 05:36 
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Staatsanwalt stellt Ermittlungen gegen Zugchef ein

Fahrgäste kollabierten wegen der Hitze: Im Sommer 2010 sorgten defekte Klimaanlagen in ICE-Zügen für jede Menge Ärger. Mehrere Passagiere stellten daraufhin Strafanzeige - doch nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Bielefeld trifft das Bahnpersonal keine Schuld.
Der Kollaps von Fahrgästen in einem überhitzten ICE zwischen Hannover und Bielefeld hat keine strafrechtlichen Konsequenzen. Mehr als ein Jahr nach dem Vorfall stellte die Staatsanwaltschaft Bielefeld ein Verfahren gegen den Zugbegleiter wegen fahrlässiger Körperverletzung ein. Das sagte ein Behördensprecher am Montag und bestätigte einen Vorabbericht der Zeitung "Neue Westfälische".

Der Zugchef hatte im Juli 2010 den Zug nach Köln mit einer defekten Klimaanlage übernommen . Eine Viertelstunde lang hatte er probiert, das Gerät zum Laufen zu bringen. Danach hatte er den Zug anfahren und erst in Bielefeld halten lassen. Mehr als 20 Fahrgäste stellten wegen Beschwerden später Strafanzeige.

Nach Ansicht der Ermittler hat der Zugbegleiter richtig gehandelt. Die Gesundheitsbeschwerden der Fahrgäste seien erst nach Abfahrt des Zuges aufgefallen.
weiter:
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1 ... ml#ref=rss

Was für eine schwachsinnige Begründung :roll:

_________________
EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 06 Sep 2011 11:01 
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Quijota hat geschrieben:
Was für eine schwachsinnige Begründung :roll:
Du machst es Dir da aber sehr einfach, Quijota. Zwar kenne ich die genauen Umstände nicht, aber ich könnte mir gut vorstellen, daß sich der Zugchef an übergeordneter Stelle informiert hat, wie weiter zu verfahren sei. Hätte er den Zug stehen lassen, hätte er evtl. mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen der Bahn wegen Arbeitsverweigerung rechnen müssen, die dann vielleicht von einem späteren Gericht mit der Begründung, es hätte ja keine hitzebedingten gesundheitlichen Probleme bei den Fahrgästen gegeben, bestätigt worden wären. Der Zugchef sitzt hier immer zwischen den Stühlen und hat bei Problemen in jedem Fall, egal wie er sich entschieden hat, die A....karte gezogen. Das ist übrigens so ein Fall, wo das Lok- und Zugpersonal selbständig entscheiden muß, wie weiter zu verfahren sei und bei falscher Entscheidung auch schon mal vor Gericht landet (ich erinnere hier noch mal an den Ausspruch von Frau Suckale).


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 06 Sep 2011 18:43 
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Da lobe ich mir die altertuemlichen Zuege in denen man noch Fenster aufmachen konnte.
So etwas wie eine "Notbelueftung" wie in Bussen mit der klappe im Dach waere eventuell noch eine Idee, oder?
Schnell genug sind die zuege und wenn da irgendwo eine Dachklappe etwas anlupft muesste doch reichlich Fahrtwind in die Airconkanaele gedruckt werden. Ohne Ventilatoren luefter oder sonstwas.
Oder ist das den heutigen Inschinoers zu einfach? Klar muesste man dafuer die Dachkonstruktion aendern und eventuell die Luftkanaele der Aircons anders verlegen. das duerfte fuer die existierenden Zuege wohl zu teuer in der Umruestung fuer ein Notkuehlsystem sein.

Beo


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 06 Sep 2011 19:35 
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Ich weiss ja nicht, wie das da abgelaufen ist, aber in einem solchen Fall sollten die Fahrgäste vor Abfahrt über das Problem informiert werden - dann können sie selbst entscheiden, ob sie im Saunazug reisen wollen, oder nicht. Ich finde es jedenfalls eine Zumutung, mit einem Zug loszufahren, der bekanntermassen dieses Priblem hat. Da wird eine Gesundheitsgefährdung billigend in Kauf genommen. In meinen Augen wäre jedenfalls ein solcher Zug nicht einsetzbar gewesen

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 06 Sep 2011 21:32 
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Beowulf hat geschrieben:
Da lobe ich mir die altertuemlichen Zuege in denen man noch Fenster aufmachen konnte.
So etwas wie eine "Notbelueftung" wie in Bussen mit der klappe im Dach waere eventuell noch eine Idee, oder?
Schnell genug sind die zuege und wenn da irgendwo eine Dachklappe etwas anlupft muesste doch reichlich Fahrtwind in die Airconkanaele gedruckt werden. Ohne Ventilatoren luefter oder sonstwas.
Oder ist das den heutigen Inschinoers zu einfach? Klar muesste man dafuer die Dachkonstruktion aendern und eventuell die Luftkanaele der Aircons anders verlegen. das duerfte fuer die existierenden Zuege wohl zu teuer in der Umruestung fuer ein Notkuehlsystem sein.
Das Problem ist, daß die heutigen Fernverkehrszüge, zumindest die, die auf den Schnellfahrstrecken eingesetzt werden, druckdicht sein müssen. Deshalb kann man dort auch kein Fenster mehr öffnen. Du glaubst gar nicht, was z.B. ein ICE 3 bei 300 km/h für eine Bugwelle vor sich herschiebt, erst recht im Tunnel. Da kann man nicht so einfach mal eine Dachluke öffnen.

Quijota hat geschrieben:
Ich weiss ja nicht, wie das da abgelaufen ist, aber in einem solchen Fall sollten die Fahrgäste vor Abfahrt über das Problem informiert werden - dann können sie selbst entscheiden, ob sie im Saunazug reisen wollen, oder nicht. Ich finde es jedenfalls eine Zumutung, mit einem Zug loszufahren, der bekanntermassen dieses Priblem hat. Da wird eine Gesundheitsgefährdung billigend in Kauf genommen. In meinen Augen wäre jedenfalls ein solcher Zug nicht einsetzbar gewesen
Und was ist, wenn sich die Leute für die Weiterfahrt entscheiden, es ihnen aber dann doch zu heiß wird? Dann heißt es womöglich: "Ja, daß es so heiß werden kann, haben wir nicht gewußt, aber der Zugchef hätte es wissen müssen". Das Problem ist zu kompliziert, um hier mal schnell den Einen oder Anderen zu verurteilen. Fakt ist jedenfalls, daß die Bahn bzw. das Personal in jedem Falle der Dumme ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 06 Sep 2011 21:59 
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Taurus hat geschrieben:
Beowulf hat geschrieben:
Da lobe ich mir die altertuemlichen Zuege in denen man noch Fenster aufmachen konnte.
So etwas wie eine "Notbelueftung" wie in Bussen mit der klappe im Dach waere eventuell noch eine Idee, oder?
Schnell genug sind die zuege und wenn da irgendwo eine Dachklappe etwas anlupft muesste doch reichlich Fahrtwind in die Airconkanaele gedruckt werden. Ohne Ventilatoren luefter oder sonstwas.
Oder ist das den heutigen Inschinoers zu einfach? Klar muesste man dafuer die Dachkonstruktion aendern und eventuell die Luftkanaele der Aircons anders verlegen. das duerfte fuer die existierenden Zuege wohl zu teuer in der Umruestung fuer ein Notkuehlsystem sein.
Das Problem ist, daß die heutigen Fernverkehrszüge, zumindest die, die auf den Schnellfahrstrecken eingesetzt werden, druckdicht sein müssen. Deshalb kann man dort auch kein Fenster mehr öffnen. Du glaubst gar nicht, was z.B. ein ICE 3 bei 300 km/h für eine Bugwelle vor sich herschiebt, erst recht im Tunnel. Da kann man nicht so einfach mal eine Dachluke öffnen.


Das hast Du nicht ganz richtig interpretiert. Ich dachte mehr an eine einseitig gelagerte Klappe, die sich milimeterweise einseitig oeffnet. Durch den Spalt (einige mm sollten reichen und koennte high-techmaessig der Geschwindigkeit angepasst werden) wuerde dann genug Luftdruck in die Luftschaechte gepresst, dass auch ohne jeden Ventilator Bewegung und Frischluft reinkommt.
Man (ich aber nicht :floet: ) muesste mal nachrechnen, bis zu welcher Geschwindigkeit das geht und dann muss fuer diesen Notfall eben von 300 auf 220 runtergefahren werden. Es soll ja keine "Normalloesung" sein sondern eben eine Notfallkuehlung - bevor die Leute umfallen. In diesem Fall koennte eine Geschwingdigkeitsruecknahme gerechtfertigt werden.
Ist aber natuerlich ein unausgegorener Vorschlag, da ich keine Plaene habe, die zeigen wo die Airconschaechte langlaufen. Wenn die z.B. im Unterboden verlegt sind geht da schon nichts mehr. ausserdem denke ich, dass in den Zwischendecken schon genug Kram verlegt ist, so dass kein Platz mehr fuer mehr ist.

Beo


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 07 Sep 2011 13:36 
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fleissiger Freigeist

Registriert: 07 Feb 2011 13:31
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Nein, Beowulf, das geht nicht. Einfach irgendwo eine Ritze aufmachen, das dürfte ordentliche Druckschwankungen im Inneren bringen. Das eigentliche Problem ist aber, daß dann von außen auch nur warme Luft hereinkäme. Im Inneren der Waggons, die ja ihr eigenes abgekapseltes Klima besitzen, entsteht jede Menge Wärme. Nicht nur durch die Technik, Beleuchtung und Elektronik, vor allem kommt die von den Passagieren, und von denen kommt auch noch Feuchtigkeit. Vermutlich muß man diese Züge auch dann noch innen kühlen, wenn es draußen auch schon recht kühl ist.

Nichts ist schöner, als mit der Museumsbahn durch die Gegend zu zuckeln, dabei weit aus dem Fenster zu hängen und Ruß und Asche ins Gesicht kriegen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 07 Sep 2011 15:06 
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Beiträge: 2074
Henricinus hat geschrieben:
Nein, Beowulf, das geht nicht. Einfach irgendwo eine Ritze aufmachen, das dürfte ordentliche Druckschwankungen im Inneren bringen. Das eigentliche Problem ist aber, daß dann von außen auch nur warme Luft hereinkäme. Im Inneren der Waggons, die ja ihr eigenes abgekapseltes Klima besitzen, entsteht jede Menge Wärme. Nicht nur durch die Technik, Beleuchtung und Elektronik, vor allem kommt die von den Passagieren, und von denen kommt auch noch Feuchtigkeit. Vermutlich muß man diese Züge auch dann noch innen kühlen, wenn es draußen auch schon recht kühl ist.

Nichts ist schöner, als mit der Museumsbahn durch die Gegend zu zuckeln, dabei weit aus dem Fenster zu hängen und Ruß und Asche ins Gesicht kriegen...


Hallo Henricinus,
das ist aber kein Baustelleningineursgeist.."Das geht nicht :argh: ". Der Job eines Ings ist es aus einem "das geht nicht" ein "so koennte es gehen, machen wir es improvisiert erstmal so :surprice: und dann bauen wir das soundso um, dann geht es endgueltig :held: ". (Scherz)

Recht hast du, dass die turbulenzen solcher Luftgeschwindigkeiten an den Waenden heftige turbulenzen erzeugen (druckschwankungen eben), dafuer gab es irgendwelche kennzahlen (die mir aus der uni-zeit noch im Gedachtnis sind. Navier Stokes, Reynolds, euler und Froude lassen gruessen). Da ich aus einer anderen Fachrichtung bin sage ich einmal blauaeugig, dass es Stroemungsgleichrichter geben koennte, die durch Inneneinbauten die Druck/Stroemungsschwankungen etwas ausgleichen. Bis zu welchen Druckschwankungen bzw Geschwindigkeiten das geht weiss ich nicht, weil ich mich damit nicht ausreichend beschaeftigt habe. Wenn du ein Stroemungstechniker / Fachmann bist und mir sagst, dass es bei Zuegen nicht geht glaube ich Dir das natuerlich erstmal.

Aber die Waermebilanz faellt mehr in mein Fachgebiet und da widerspreche ich Dir.
einerseits sagst du "von aussen kommt auch nur warme luft rein" - wie warm?
Dann sagst Du, dass drinnen jede Menge Waerme entsteht - richtig. Damit wird die Luft drinnen aber automatisch waermer als draussen. Und klar ist auch, dass man die Luft, die man reinlaesst an anderer Stelle auch wieder rauslassen muss.
Die Waerme Bilanz sieht also so aus: Aussenluft mit Temp X geht rein, wird innen auf X+wasweissich aufgeheizt und dann wieder nach draussen abgegeben. Solange keine aussenluft zugefuehrt wird steigt die Innentemperatur weiter und weiter. Natuerlich lohnt sich das Zufuehren von Aussenluft nicht, wenn die aussentemperatur groesser ist als die innentemperatur - aber davon gehen wir eben nicht aus.
Selbst wenn es draussen 35 Grad ist - innen ist es dann irgendwann 40 oder 45, wenn keine Aussenluft zugefuehrt wird, die die waermere innenluft ersetzt..

Nur die Frage wie kriegen wir diesen Luftstrom bei fahrendem Zug nach innen ist nicht einfach zu loesen - aufgrund der Turbulenzen.

Beo

PS: Ja, die alten dinger. und dabei noch schoen im Speisewagen einen Kaffee schluerfen und einfach ohne Hast durch die Gegend. Schoene Vorstellung fuer die Freizeit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 07 Sep 2011 22:04 
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Aktivposten ;)

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Beowulf hat geschrieben:
Das hast Du nicht ganz richtig interpretiert. Ich dachte mehr an eine einseitig gelagerte Klappe, die sich milimeterweise einseitig oeffnet. Durch den Spalt (einige mm sollten reichen und koennte high-techmaessig der Geschwindigkeit angepasst werden) wuerde dann genug Luftdruck in die Luftschaechte gepresst, dass auch ohne jeden Ventilator Bewegung und Frischluft reinkommt.
Man (ich aber nicht :floet: ) muesste mal nachrechnen, bis zu welcher Geschwindigkeit das geht und dann muss fuer diesen Notfall eben von 300 auf 220 runtergefahren werden. Es soll ja keine "Normalloesung" sein sondern eben eine Notfallkuehlung - bevor die Leute umfallen. In diesem Fall koennte eine Geschwingdigkeitsruecknahme gerechtfertigt werden.
Ist aber natuerlich ein unausgegorener Vorschlag, da ich keine Plaene habe, die zeigen wo die Airconschaechte langlaufen. Wenn die z.B. im Unterboden verlegt sind geht da schon nichts mehr. ausserdem denke ich, dass in den Zwischendecken schon genug Kram verlegt ist, so dass kein Platz mehr fuer mehr ist.
Beo, das Problem ist nicht, daß der Zug selber mit bis zu 300 km/h fährt, sondern die Zugbegegnungen. Der ICE mit 300 km/ drückt dann seine gigantische Bugwelle in die nicht mehr druckdichten Personenwagen des entgegenkommenden Zuges, erst recht im Tunnel. Man müßte also alle Züge, die dem defekten begegnen, in der Geschwindigkeit reduzieren. Ich glaube, das einfachste wäre, statt irgendwelchen ausgeklügelten Notkühlvorrichtungen ausreichend dimensionierte, funktionierende Klimaanlagen einzubauen. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 08 Sep 2011 10:07 
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fleissiger Freigeist

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Eben das ist es. Beim Eintauchen in einen Tunnel entstehen derartige Druckwellen, die würden durch eine offene Lüftung den Passagieren gehörig aufs Trommelfell gehen. Das abzufangen: Nein, da wäre eine besser dimensionierte Klimaanlage billiger. Die Neubaustrecken unserer Bahn bestehen ja nur noch aus Tunnel, ich hatte in der Gegend irgendwo zwischen Suttgart und Karlsruhe schon mal den Eindruck, ich wäre versehentlich in die U-Bahn eingestiegen.
Die Druckwellen durchfahrender Züge haben schon einige Menschen vom Bahnsteig gerissen und getötet, das ist wenig bekannt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 08 Sep 2011 21:08 
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Aktivposten ;)

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Mehdorns langer Schatten: Auch im kommenden Winter wird die Bahn extrem unpünktlich sein. Keines der altbekannten Probleme konnte gelöst werden - und jetzt kommen noch "Versorgungsengpässe" dazu:

Zitat:
Bestellte Züge kommen nicht: Bahn rechnet mit Winter-Chaos

Bahn-Chef Grube rechnet damit, dass auch in diesem Winter wieder Züge unpünktlich oder gar nicht kommen. Aufgrund fehlender Reservezüge werde der Fahrplan im Winter erneut "eine extreme Herausforderung". Verkehrsminister Ramsauer macht das Problem jetzt zur Chefsache und will sich alle vier Wochen mit Vertretern von Industrie, Bahn und Eisenbahn-Bundesamt zusammensetzen.


Bitte den ganzen Artikel lesen


Dabei hatte man nach den Leitfäden der modernen Betriebswirtschaft alles richtig gemacht: Personal abgebaut, Personal ausspioniert, unter Druck gesetzt, Verträge einfach mal mit Anschließern gebrochen, indem man die Weichen ausbaute, Bahnanlagen zerstört, Tochterunternehmen so kaputtgespart, dass sie den Betrieb nicht aufrechterhalten können etc..

Man gelobte Besserung - aber, leider, leider, - sind's jetzt die pösen Zulieferer, die alles unmöglich machen.

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„Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben.“ (Christian Wulff zur Flugaffäre Johannes Raus im Jahr 2000).


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 02 Okt 2011 14:16 
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Aktivposten ;)

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Schon wieder hält ein ICE "irrtümlich" nicht in Wolfsburg....

Hatte sich der Lokführer verfahren?

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 02 Okt 2011 18:27 
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fleissiger Freigeist

Registriert: 07 Feb 2011 13:31
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Sünnerklaas hat geschrieben:

Vielleicht ist er Opel-Fan.
In der guten alten Zeit im königlichen Bayern ist es geschehen, daß die Vizinalbahn auch mal einen Haltepunkt ignorierte. Weil nämlich keine Wirtschaft dort war und der Lokführer hatte Durst. Der Fall wurde in der Fernseh-Serie "Kgl. Bay. Amtsgericht" verhandelt...


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 02 Okt 2011 18:29 
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Sünnerklaas hat geschrieben:


Ohne unseren taurus mit einem Pferd vergleichen zu wollen - aber vielleicht "horse's mouth"?


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 02 Okt 2011 19:36 
Henricinus hat geschrieben:
Sünnerklaas hat geschrieben:

Vielleicht ist er Opel-Fan.
In der guten alten Zeit im königlichen Bayern ist es geschehen, daß die Vizinalbahn auch mal einen Haltepunkt ignorierte. Weil nämlich keine Wirtschaft dort war und der Lokführer hatte Durst. Der Fall wurde in der Fernseh-Serie "Kgl. Bay. Amtsgericht" verhandelt...

Das war doch bestimmt einer der Fälle, die mit Freispruch endeten ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 02 Okt 2011 20:19 
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Aktivposten ;)

Registriert: 28 Jan 2011 17:35
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Sünnerklaas hat geschrieben:
Schon wieder hält ein ICE "irrtümlich" nicht in Wolfsburg...
Hatte sich der Lokführer verfahren?
Warum die ganze Aufregung? Der VfL hat doch schließlich verloren... :mrgreen:
Beowulf hat geschrieben:
Ohne unseren taurus mit einem Pferd vergleichen zu wollen - aber vielleicht "horse's mouth"?
Könntest Du das mal näher erklären? Irgendwie stehe ich wohl auf der Leitung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 03 Okt 2011 10:28 
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fleissiger Freigeist

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Da fehlt halt ein würdiger Nachfolger des westfälischen Barons Rombergk, den man den "Tollen Bomberg" nannte. Bei Buldern, wo er seinen Stammsitz hatte, hielt die Bahn nicht, das Kaff war ihr zu klein. Also, wenn er von Münster nachhause fuhr, zog er dort die Notbremse, zahlte grinsend die Geldstrafe (er war steinreich) und stieg aus. Und mit ihm etliche Bauern, die das kannten. Das trieb er so lange, bis die Eisenbahn nachgab und endlich dort einen Haltepunkt einrichtete.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 03 Okt 2011 10:40 
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Beiträge: 4650
Als die heute Regionalexpress genannten Züge noch "Eilzug" hießen, bin ich täglich mit der Bahn von Ffm nach Rüsselsheim gefahren. Da gingen ca. 18.00 gleich zwei Eilzüge ab Ffm, einer fuhr bis Bingen, der andere bis Koblenz. Für mich war das Klasse. Wenn ich den ersten verpasst habe, konnte ich immer noch den zweiten kriegen.
Irgendwann wurde der Zug nach Bingen eingestellt.
Ich hab einen Schaffner gefragt, was der Grund ist. Der sagte mir, der Zug nach Bingen wurde eingestellt, als der höhere Bahnbeamte, der in Bingen wohnte, in Pension ging. Vorher hatte man anscheinend nur diesem Mann zuliebe diesen Zug fahren lassen.
Na ja, manchmal hat man sich wirklich nicht gewundert, warum die Bahn vor der Privatisierung nicht kostendeckend fahren konnte.

Zenzi

_________________
«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 03 Okt 2011 15:11 
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Registriert: 13 Mär 2011 20:25
Beiträge: 1668
Da will ich Beowulf mal beispringen : "straight from the horse's mouth" Deutsch-Englisch Übersetzung für "direkt aus der Quelle" :freakteach:

Da Du Taurus eher ein „Fabelwesen, die eine lebhaft gewordene Personifikation von Stieren“ darstellst und es in vielerlei Hinsicht unrichtig wäre Dich mit einem Pferd, zu vergleichen, Du aber als Lokführer, wohl eine echte ernstzunehmende Quelle bist, hat er sich diese Formulierung einfallen lassen, um nach Deiner Expertenmeinung zu fragen – etwa „warum zu Schmidtchen gehen, wenn ein echter Schmidt... ( umgangssprachlich sich mit einem Anliegen nicht an untergeordnete Stellen wenden, sondern gleich dorthin gehen, wo unter Umständen gleich eine Entscheidung getroffen werden kann).

Recht hat er ! Die DB Deine Nemesis. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 03 Okt 2011 22:56 
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Registriert: 28 Jan 2011 17:35
Beiträge: 1236
voll_ratlos hat geschrieben:
Da will ich Beowulf mal beispringen : "straight from the horse's mouth" Deutsch-Englisch Übersetzung für "direkt aus der Quelle" :freakteach:

Da Du Taurus eher ein „Fabelwesen, die eine lebhaft gewordene Personifikation von Stieren“ darstellst und es in vielerlei Hinsicht unrichtig wäre Dich mit einem Pferd, zu vergleichen, Du aber als Lokführer, wohl eine echte ernstzunehmende Quelle bist, hat er sich diese Formulierung einfallen lassen, um nach Deiner Expertenmeinung zu fragen – etwa „warum zu Schmidtchen gehen, wenn ein echter Schmidt... ( umgangssprachlich sich mit einem Anliegen nicht an untergeordnete Stellen wenden, sondern gleich dorthin gehen, wo unter Umständen gleich eine Entscheidung getroffen werden kann).

Recht hat er ! Die DB Deine Nemesis. :mrgreen:
Danke, voll_ratlos, für Deine Übersetzung. Und da will ich meine "Expertenmeinung" auch mal kundtun: Der Lokführer fährt nach einem Fahrplan, in dem u.a. auch die planmäßigen Halte seines Zuges angegeben sind. Normalerweise weiß der Lokführer aus Erfahrung aber auch so, wo er halten muß. Z.B. halten fast alle IC von Stuttgart nach München in Plochingen, Göppingen, Ulm, Günzburg, Augsburg und logischerweise München. Es gibt aber auch ganz wenige, die zusätzlich in Geislingen halten. Schaut der Lokführer nun aber nicht ganz genau in seinen Fahrplan und denkt sich, daß er die Haltbahnhöfe ja weiß, kann es schon mal passieren, daß so ein seltener Halt ausgelassen wird.

@Beowulf
Nicht alle sind so sattelfest in Englisch, daß sie "horse's mouth" (Pferdemaul) mit "aus der Quelle" übersetzen. Wenns denn unbedingt in englisch sein muß, dann bitte wenigstens nicht so geläufige Redewendungen übersetzen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 04 Okt 2011 02:25 
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Moderaor - z.Zt. a.D.

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Taurus hat geschrieben:
voll_ratlos hat geschrieben:
Da will ich Beowulf mal beispringen : "straight from the horse's mouth" Deutsch-Englisch Übersetzung für "direkt aus der Quelle" :freakteach:

Da Du Taurus eher ein „Fabelwesen, die eine lebhaft gewordene Personifikation von Stieren“ darstellst und es in vielerlei Hinsicht unrichtig wäre Dich mit einem Pferd, zu vergleichen, Du aber als Lokführer, wohl eine echte ernstzunehmende Quelle bist, hat er sich diese Formulierung einfallen lassen, um nach Deiner Expertenmeinung zu fragen – etwa „warum zu Schmidtchen gehen, wenn ein echter Schmidt... ( umgangssprachlich sich mit einem Anliegen nicht an untergeordnete Stellen wenden, sondern gleich dorthin gehen, wo unter Umständen gleich eine Entscheidung getroffen werden kann).

Recht hat er ! Die DB Deine Nemesis. :mrgreen:
Danke, voll_ratlos, für Deine Übersetzung. Und da will ich meine "Expertenmeinung" auch mal kundtun: Der Lokführer fährt nach einem Fahrplan, in dem u.a. auch die planmäßigen Halte seines Zuges angegeben sind. Normalerweise weiß der Lokführer aus Erfahrung aber auch so, wo er halten muß. Z.B. halten fast alle IC von Stuttgart nach München in Plochingen, Göppingen, Ulm, Günzburg, Augsburg und logischerweise München. Es gibt aber auch ganz wenige, die zusätzlich in Geislingen halten. Schaut der Lokführer nun aber nicht ganz genau in seinen Fahrplan und denkt sich, daß er die Haltbahnhöfe ja weiß, kann es schon mal passieren, daß so ein seltener Halt ausgelassen wird.

@Beowulf
Nicht alle sind so sattelfest in Englisch, daß sie "horse's mouth" (Pferdemaul) mit "aus der Quelle" übersetzen. Wenns denn unbedingt in englisch sein muß, dann bitte wenigstens nicht so geläufige Redewendungen übersetzen.


Erstmal vielen Dank fuer die Erklaerung und dann......Ooops, meine Entschuldigung.
Aktuell habe ich mit folgendem zu kaempfen.
Von Anfang 2010 bis Februar 2011 war ich ca. 12 Monate in Chile - alleine. also wurde gewungenermassen spanisch antrainiert. Maerz 2011 bis September 2011 waren es 4 Monate Peru - wieder spanisch.
Dazwischen dann immer wiedre USA, meist Messen oder Kunden - englisch.
Vom 12. bis 20 September Deutschland - alleine, alles deutsch.
Nun Jamaica -alles englisch.

Taegliche Gespraeche mit meiner Frau in Deutsch und eine einzelne Fabrik in den Us-Suedstaaten wird von Franzosen geleitet (das ist lange her und ich breche mir tierisch einen ab bei den franz. e-mails die alle paar Monate mal reinschneien).

Gerade jetzt habe ich die jamaicanische Bedienung in spanisch angequatscht und mich dann auf deutsch entschuldigt...seufz. Liegt natuerlich an dem Bar-Reflex der letzten Monate (spanisch) und meine Getippse hier (deutsch)...ansonsten kann es auch an dem appleton (lokaler Rum) mit Ting (lokale Limo) liegen.
Manchmal merke ich gar nicht mehr in welcher sprache ich mich gerade befinde.

Ich gelobe Besserung und bis dahin bitte ich um Verstandnis / Gnade - aber du hast natuerlich Recht.

Beo


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 04 Okt 2011 22:56 
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Kein Problem, Beo. Ich würde sicherlich alle Sprachen durcheinanderbringen, wenn ich so viele beherrschen würde wie Du. So richtig beherrsche ich aber neben Deutsch nur noch Sächsisch... :lol:
Aber um zum Thema zurückzukommen: Normalerweise befindet sich am Bahnsteigende eines jeden größeren Bahnhofs ein Hauptsignal (Ausfahr- oder Zwischensignal). Wenn der Fahrdienstleiter dieses Signal auf "Halt" ließe, müßte der Lokführer in jedem Falle stehenbleiben. Das wird bei kurzfristig angeordneten Halten (z.B. wegen Fahrgastaufnahme verspäteter Züge) oftmals auch so praktiziert. Warum das in Wolfsburg nicht gemacht wird, wenn schon bekannt ist, daß da öfter mal einer durchfährt, weiß ich nicht. Allerdings kenne ich die örtlichen Gegebenheiten dieses Bahnhofs auch nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bahn
BeitragVerfasst: 06 Okt 2011 18:43 
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Moderaor - z.Zt. a.D.

Registriert: 25 Jan 2011 16:23
Beiträge: 2074
Taurus hat geschrieben:
Kein Problem, Beo. Ich würde sicherlich alle Sprachen durcheinanderbringen, wenn ich so viele beherrschen würde wie Du. So richtig beherrsche ich aber neben Deutsch nur noch Sächsisch... :lol:
Aber um zum Thema zurückzukommen: Normalerweise befindet sich am Bahnsteigende eines jeden größeren Bahnhofs ein Hauptsignal (Ausfahr- oder Zwischensignal). Wenn der Fahrdienstleiter dieses Signal auf "Halt" ließe, müßte der Lokführer in jedem Falle stehenbleiben. Das wird bei kurzfristig angeordneten Halten (z.B. wegen Fahrgastaufnahme verspäteter Züge) oftmals auch so praktiziert. Warum das in Wolfsburg nicht gemacht wird, wenn schon bekannt ist, daß da öfter mal einer durchfährt, weiß ich nicht. Allerdings kenne ich die örtlichen Gegebenheiten dieses Bahnhofs auch nicht.


Nochmal Danke.
Und eine kleine Korrektur - ich glaube nicht, dass ich die sprachen beherrsche - aktuell beherrschen diese mich.....und das wird wohl auch so bleiben


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