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 Betreff des Beitrags: Klimawandel
BeitragVerfasst: 26 Nov 2012 11:23 
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Am WE sah ich das Interview mit einem Forscher, der im Permafrost-Gebiet in RUS lebt. Seine Aussage: Der Klimawandel ist normal - es gab immer schon so ein Auf und Ab. Gegenwärtig schmilzt viel Eis im Permafrostgebiet. Dadurch werden eingeschlossene Methangase frei, die in die Atmosphäre entweichen und die Erderwärmung anheizen. Der Höhepunkt dieses Prozesses dürfte aber erreicht sein.

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel
BeitragVerfasst: 26 Nov 2012 12:14 
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Registriert: 20 Jan 2011 10:12
Beiträge: 4650
Der Mann hat insofern recht, dass es tatsächlich immer wieder Klimaschwankungen gegeben hat. Ein Beispiel dafür ist die Warmzeit um die Jahrtausendwende des 1. Jahrtausends, wo es für die Wikinger möglich war, auf Grönland zu siedeln und eine bäuerliche Wirtschaft zu betreiben. Als dann um die Mitte des 14. Jahrhunderts eine kleine Eiszeit eintrat und gleichzeitig in Europa die 1. Pestwelle kam, war es für diese Wikingersiedler nicht mehr möglich, zu überleben. Wer sich nicht rechtzeitig nach Island oder zurück nach Norwegen in Sicherheit bringen konnte, ist dann mit ausgestorben, weil die Siedler von Europa aus nicht mehr versorgt werden konnten und in Grönland das Eis bis in die Küstenzonen vorgedrungen war, d.h. Landwirtschaft war nicht mehr möglich und die Überlebensstrategien der Eskimos hatten diese Siedler nie übernommen.


Dateianhänge:
Dateikommentar: Klimaveränderungen der letzten 2000 Jahre
2000_Jahre_Temperaturen-Vergleich.png
2000_Jahre_Temperaturen-Vergleich.png [ 91.01 KiB | 6141-mal betrachtet ]

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«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968
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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel
BeitragVerfasst: 22 Dez 2015 22:55 
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Registriert: 11 Jan 2015 16:24
Beiträge: 1424
Nachdem in den „üblichen Themen“ nur noch Phrasen verlinkt werden – ein Versuch mal ein eigentlich recht unangenehmes Thema aus der Versenkung zu holen.

Unter dem eigentlich recht aktuellen Thema „Klimawandel“ gibt es hier im Forum gerade mal zwei Beiträge und die meinen – nun ja 11/2012 – es gäbe daran nichts „menschengemachtes“ - es war immer schon so und der kleine dumme Mensch kann da nix falsch machen – alles kommt „halt so“

Nun da keinem aufgefallen ist, was nun überall in der Welt sich an Fakten so „auftürmt“, hier mal ein Link der gleichgültig ob man / frau zu verdrängen beliebt für unsere Nachkommen sehr „unangenehme“ Entwicklungen prognostiziert. Leider ist das was bereits Fakt ist ein mehr als deutlicher Hinweis auf die „Mitverursacher“. Ansonsten beim üblichen „Amibashing“ wird ja alles was so an „wenig wünschenswertem passiert“ den Amis in die Schuhe geschoben.

Erstaunlich, die Tatsache, das eben jene zu erheblichen Prozentsätzen nicht an einen menschlichen Anteil am Klimawandel „glauben“. „Blühende VT-Landschaften“ haben sich um dieses Wissenschaftsgebiet gebildet und ich bin mir schon im klaren hier wird das sicher in die „richtige Schublade gesteckt“ und gut isses…

Nun es gibt da gewisse Erkenntnisse – erstaunlich, kann man doch das Volumen von Eis in die adäquate Wassermenge umrechnen ! - was sich so liest :
Quelle hat geschrieben:
Werden alle Kohlereserven verbrannt, steigt der Meeresspiegel um mehr als 50 Meter.

Würden alle weltweit verfügbaren fossilen Ressourcen von Kohle, Öl und Gas verbrannt, könnte das ein vollständiges Abschmelzen der antarktischen Eisdecke verursachen. Das zeigt eine neue Studie, die jetzt in Science Advances veröffentlicht wird.

Das Eis der Antarktis hält Wassermassen, die einem Meeresspiegelanstieg von mehr als 50 Metern entsprechen.

Neue Berechnungen zeigen, dass der langfristige Beitrag der Antarktis zum Meeresspiegelanstieg auf einige – vielleicht noch handhabbare – Meter beschränkt werden könnte, wenn die globale Erwärmung die zwei Grad Schwelle nicht überschreitet. Jenseits dieser Schwelle würden sich jedoch sowohl die West- als auch die Ostantarktis langfristig destabilisieren – und die Küstenregionen der Welt durch den Anstieg des Meeresspiegels noch auf Jahrtausende verändern.

„Wenn wir alle verfügbaren fossilen Energiequellen verbrennen, wäre das ein Ende des Ewigen Eises: Die Antarktische Eisdecke würde nahezu komplett abschmelzen und einen seit Menschengedenken noch nie dagewesenen Anstieg des globalen Meeresspiegels verursachen", sagt die Leitautorin Ricarda Winkelmann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. „Das würde zwar nicht über Nacht geschehen, aber der springende Punkt ist, dass unser heutiges Handeln das Gesicht der Erde, so wie wir sie kennen, noch auf Zehntausende von Jahren verändern kann. Wenn wir eine eisfreie Antarktis verhindern wollen, müssten wir Kohle, Gas und Öl in der Erde lassen."
Nun ein Anstieg ist längst keine „Prognose“ mehr, der findet ganz real statt und da es „inzwischen“ recht beachtlich viele sog. „Megastädte“ (= >10 Millionen Einwohner) rund um den Erdball gibt, diese zu einem erschreckend großen Teil in den Küstenregionen liegen, kann das außer den üblichen Ignoranten, wohl niemandem der über Nachwuchs verfügt „egal“ sein.

Wieso ? Nun ja, wenn Küstenregionen dauerhaft überflutet werden, wird das (und leider nicht nur „dies“) „Klimavertriebene“ in bislang nicht gekanntem Ausmaß „triggern“. Dagegen sind die inzwischen als „Flut“ wahrgenommenen Bevölkerungsbewegungen, eine geradezu „seichtes Rinnsal“.

Neben den inzwischen weltweit 30 größten Megastädten (nicht alle in Küstenregionen gelegen !) gibt es sog. „Metropolregionen“ die teilweise bereits heute die Bewohnerzahlen von Staaten erreichen. Das Gangesdelta „beherbergt“ ~150 Millionen Menschen

Wie sich die Menschen so gegenwärtig „verteilen“ zeigt die folgende Grafik aus „world ocean review“ recht eindrucksvoll :

„Land unter“ ohne entsprechende Deiche bei ~2m Meeresspiegelanstieg – was das alles kostet ! All die Vorbereitungen oder die Schäden, überall wo das nicht rechtzeitig stattfindet.

Nicht nur die „dritte Welt“ ist betroffen – London, New York, Tokio - auch Hamburg. Was die üblichen Verneiner nicht sehen wollen, sind all die längst laufenden Vorbereitungen die überall, auch da wo kein Meer ist, aber dafür nun alle paar Jahre „Jahrhunderthochwasser“ stattfanden. Besondere Anlagen von gigantischen Kosten werden meist ungesehen überall gebaut.

Doch zurück zu den Küsten – klingt nicht beeindruckend : „NOAA Says Sea Level Rise is “1.7 – 1.8 Millimeters Per Year”

:trommel: Nun ja schau mer mal….

Ach ja hier der original „Research Article“ : Combustion of available fossil fuel resources sufficient to eliminate the Antarctic Ice Sheet PDF

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel
BeitragVerfasst: 26 Jan 2016 22:07 
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Registriert: 11 Jan 2015 16:24
Beiträge: 1424
Quelle : DER TAGESSPIEGEL 10.06.2009
Zitat:
Bis 2050 werden 200 Millionen Menschen auf der Welt vor den Folgen von Stürmen, Dürren oder Überschwemmungen flüchten. Wenn nicht bald etwas getan wird, hat das fatale Folgen, prophezeit eine Studie der UN.

Wenn keine konsequenten Maßnahmen gegen die globale Erderwärmung ergriffen werden, könnten bis zur Mitte dieses Jahrhunderts rund 200 Millionen Menschen – also etwa zweieinhalb Mal so viele Menschen wie in Deutschland – ihrer Existenzgrundlage beraubt und gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen. Das berichteten UN-Organisationen und Internationale Hilfsorganisationen auf der UN-Klimakonferenz in Bonn unter Berufung auf Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration (IOM).
Das war vor nun ~6 Jahren.

Nun gibt es relativ kleine Fluchtbewegungen - täglich ~3.000 bis "höher" Das bringt bereits ganz Europa in vergleichbar große Probleme. Plötzlich entdecken immer mehr Menschen in EU, dass sie a) niemanden in so "großer Zahl" "hier" haben wollen und b) es mindestens sehr schwierig bis unmöglich sein wird diese Menschenmengen in kürzester Zeit tatsächlich zu "integrieren" - mit Unterkünften nach europäische/deutschem Maßstab, mit Arbeitsplätzen, Schulen und und .... eben mit allem was kurzfristig ZUSÄTZLICH erforderlich wird.

Das alles ohne die hiesigen "Eingeborenen" zu arg damit zu "belästigen".

Um eine Idee zu bekommen, warum ich dies erste spürbare "Welle" für relativ klein halte, bislang kommt nur ein Bruchteil der Syrer (2013) ~23 Millionen "zu uns". Und schon ist Katastrophe angesagt (was nicht bedeutet, es wäre womöglich eine gute Idee die Bevölkerung derart zu „vermehren“).

Was, wenn sich ALLE an den zahlreichen Orten die schon jetzt mittelbar und unmittelbar vom Klimawandel betroffen sind, dorthin bewegen, wo sie glauben überleben zu können ?

Nein, die müssen nicht alle nach EU wollen, es genügt völlig, wenn diese Massen ihre zunächst noch heile Umgebung - wo immer das ist - durch ihre bloße Anwesenheit verändern werden ?

Dies „Migrationsbewegungen“ finden längst statt. Auch die Flucht in die Städte gehört dazu.

Nun ja, hier durfte ich schon einige Rezepte "dagegen" bewundern. Eine blendende Idee "es gibt überhaupt keinen "Klimawandel" - period !

Oder die andere Variante - X + Y sind schuld und wenn es die nicht mehr gäbe, wäre alles gut, alles wäre wieder wie früher - einfach so...

DER TAGESSPIEGEL hat geschrieben:
Der Klimawandel habe bereits heutzutage "einen immer größeren Einfluss auf die Entscheidung der Menschen, ihre Heimat zu verlassen", sagte der Klima-Koordinator der Hilfsorganisation Care International, Charles Ehrhart. Vor allem die möglichen Auswirkungen eines steigenden Meeresspiegels seien alarmierend. "Im dicht besiedelten Flussgebiet des Mekongs in Vietnam würde ein Anstieg von zwei Metern die Häuser von 14,2 Millionen Menschen und die Hälfte des Ackerlandes überschwemmen." Ähnliches gilt für die Anrainergebiete etwa des Ganges in Indien oder des Nils in Ägypten.

Schon jetzt sind Millionen Menschen vom globalen Klimawandel betroffen. Allein im Jahr 2008 seien durch Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels rund 20 Millionen Menschen obdachlos geworden und aus ihren Heimatregionen geflüchtet, hatten internationale Hilfsorganisationen und UN-Einrichtungen am Montag berichtet. Die Zahl der von Naturkatastrophen direkt betroffenen Menschen sei im vergangenen Jahrzehnt stark gestiegen. Im Schnitt würden 211 Millionen Menschen jedes Jahr von Naturkatastrophen heimgesucht.
Das „Ganze“ kostet jährlich gigantische Summen – verursacht durch das „buchstäbliche Anheizen“ der Katastrophe.

Statt hier „gewisse schädliche und zweimal teure Subventionen“ abzuschaffen und diese Manövriermasse in den Ausbau EE zu stecken, geschieht immer weniger und das Land, welches einst den Mut hatte diesen Weg zu beginnen schafft es gerade noch 2015 ~1.300 MWp PV zu installieren. China, mag ja an vielen Stellen „sündigen“, hat aber in der selben Zeit 15.000 MWp „ans Netz gebracht“. Allein im Dezember des Vorjahres ~3.000 MWp in nur einem Monat. Was sehr große elektrische Pufferbatterien angeht, ist China längst der Größte.

Zitat:
Quelle : "INGENIEUR.de (2014)Größter Batteriespeicher der Welt ging in China ans Netz

Mit dem mit Abstand größten Pufferspeicher weltweit will China das Stromnetz im Raum Shenzhen stabilisieren. Der deutsche Partner will jetzt gemeinsam mit dem chinesischen Auto- und Speicherhersteller BYD auch in Deutschland Großbatterien errichten.

Der weltweit größte Batteriespeicher ist jetzt in Shenzhen in der Nähe von Hongkong ans Netz gegangen. Mit 20 Megawatt Wechselrichterleistung bei 40 Megawattstunden (MWh) Kapazität liegt die Leistung viermal so hoch wie die des derzeit größten deutschen Speichers in Schwerin und doppelt so hoch wie eine Anlage im brandenburgischen Feldheim, die Anfang 2015 in Betrieb gehen soll.

Der chinesische Batterie- und Autohersteller BYD hat den Pufferspeicher auf dem eigenen Firmengelände errichtet. Der Speicher soll vor allem Lastspitzen ausgleichen und überschüssigen Strom, der nachts in den chinesischen Kohle- und Kernkraftwerken anfällt, speichern und tagsüber ins Netz einspeisen.
„Die Dimensionen und Kennzahlen dieses Systems sind beeindruckend.

Hier ist in einem Gebäude etwa so viel Batteriekapazität installiert, wie wohl alle bisher in diesem Jahr (2014) in Deutschland vereinten Heimspeicher zusammen haben“, rechnet Franz-Josef Feilmeier hoch, Chef des eng mit BYD zusammenarbeitenden Deggendorfer Projektierers und Großhändlers Fenecon.
SONNE WIND & WÄRME hat geschrieben:
...Der Rekordspeicher löst den bisherigen Spitzenreiter ab, ein 2011 installiertes 6 MW / 36 MWh Regelspeicherkraftwerk in der Nähe Pekings, das ebenfalls von BYD realisiert wurde. Derweil gehen die Planungen für die nächste Generation von netzdienlichen Speichern bereits weiter: aktuell werden 3 Standorte für ein 1000 MW / 200 MWh Speicherkraftwerk geprüft.
In großem Tempo wurden inzwischen ~43.000 MWp (Nachrichtenagentur Xinhua) erreicht, damit liegt China bereits vor Deutschland (39.553 MWp lt. Bundesnetzagentur) – nun ja China ist ja auch „etwas größer“ und ein paar mehr Chinesen gibt es auch...

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