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 Betreff des Beitrags: Mythos Gentechnik
BeitragVerfasst: 06 Nov 2014 23:46 
Ein weiterer grüner Mythos ist durch die Auswertung von 147 Studien krachend widerlegt worden. Entgegen den Behauptungen der üblichen Gentechnik-Gegner hat entsprechendes Saatgut z.B. in der Dritten Welt die Bauern nicht ärmer gemacht, sondern wohlhabender. Durch den Einsatz des entsprechenden Saatguts konnte auch die Verwendung von Pestiziden deutlich reduziert werden.

Mal wieder zeigt sich, dass die linke/grüne Agenda oft genug auf Propaganda und Mythen beruht, die keiner ernsthaften Überprüfung standhält.

Zitat:
Landwirtschaft Forscher: Gentechnik ist ein Segen für Umwelt und Bauern

Wie wirkt sich der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen auf Umwelt und Landwirtschaft aus? Wissenschaftler der Universität Göttingen legen eine überraschende Auswertung von 147 Studien vor.

Im Streit über Sinn und Unsinn von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Landwirtschaft gibt es drei zentrale Fragen. Die erste lautet: Darf der Mensch so etwas? Darüber können Ethiker debattieren. Die zweite ist für Futurologen: Wohin führt das? Nur die dritte lässt sich empirisch beantworten: Wie sind die konkreten Auswirkungen auf die Ernten, den Pestizidverbrauch und das Konto der Landwirte? Hierzu stehen seit Jahren sehr gegenteilige Behauptungen im Raum. Eine neue Studie der Universität Göttingen hat nun 147 einschlägige Studien ausgewertet und kommt zum Schluss: Genveränderte Pflanzen sind insgesamt eine ziemlich gute Sache.

Im Durchschnitt führten sie dazu, dass Landwirte 22 Prozent mehr ernteten und 37 Prozent weniger chemische Pestizide einsetzen müssen. Zwar kostet das Saatgut mehr Geld, aber wegen steigender Ernten und sinkender Kosten für Pestizide haben die Landwirte demnach ihren betrieblichen Gewinn durch die Umstellung auf genveränderten Mais, Soja oder Baumwolle im Durchschnitt sogar um 68 Prozent erhöht.

„Mit genveränderten Pflanzen sind weniger Fehler möglich“

Überraschend ist das Ergebnis auch mit Blick auf die Landwirte in Entwicklungsländern wie Indien, von denen Aktivisten wie Vandana Shiva sagen, sie würden wegen der Abhängigkeit von Saatgutkonzernen wie Monsanto, Syngenta, Bayer oder KWS in Überschuldung und Selbstmord getrieben. Laut der Göttinger Studie, die nun im Journal Plos Online veröffentlicht wurde, konnten Landwirte in Entwicklungsländern ihren Gewinn im Mittel durch die Umstellung aber sogar stärker erhöhen als die Landwirte in Industriestaaten wie den Vereinigten Staaten oder Kanada.

Das liege daran, dass der Pflanzenschutz mit chemischen Pestiziden in den Entwicklungsländern oft nicht fachmännisch praktiziert werde, sagte einer der Studienautoren, vom Göttinger Institut für Agrarökonomie dieser Zeitung. „Mit genveränderten Pflanzen sind weniger Fehler möglich.“ Sie enthalten eine im Labor eingekreuzte Resistenz gegen Herbizide wie Glyphosat oder Resistenzen gegen Insekten.
NGO's werden die Argumente genommen

Die Zahlen der Studie sind überraschend, da einige Nichtregierungsorganisationen oft darauf hinweisen, dass der Einsatz von genveränderten Pflanzen zu erhöhtem Pestizideinsatz führe. Zum Beispiel behauptet das der Informationsdienst Gentechnik, hinter dem Verbände wie Bioland, BUND, Nabu oder das katholische Hilfswerk Misereor stehen:

„Durch den systematischen Einsatz auf den Gentechnikfeldern werden die zu bekämpfenden Ackerunkräuter gegen das Spritzmittel resistent. Dadurch bedarf es immer größerer Mengen an Gift, um des zum Problem gewordenen Unkrauts Herr zu werden.“ Grundsätzlich ist diese Behauptung der neuen Studie zufolge nicht haltbar. In einem Fall aber trifft sie offenbar zu: Herbizidtolerante Pflanzen wie der sogenannte Bt-Mais führen wohl dazu, dass Landwirte mehr Glyphosat einsetzen.

„Diese Pflanzen haben an manchen Orten dazu beigetragen, dass der Einsatz von Breitbandherbiziden steigt“, heißt es in der Studie. Der Grund: Sie seien billiger als spezielle selektive Herbizide. Aber für den Zusammenhang konnten die Forscher keine statistische Signifikanz finden, anders als für die insgesamt deutlich positiven Effekte auf Einkommen und Ressourcenverbrauch.

...

Für die Metastudie wurden Studien, die von 1995 bis 2013 erschienen waren, ausgewertet. Die aus begutachteten Journalen zeigten größere positive Effekte der Gentechnik. Diejenigen, die von der Industrie bezahlt waren, wiesen ähnliche Ergebnisse auf wie die öffentlich finanzierten.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/g ... 50070.html


Und auch mit einem weiteren MYthos räumt die Auswertung auf: von linken Propagandisten, wie hier auch, wird ja immer unterstellt, dass Untersuchungen, die von der Industrie bezahlt werden, keine objektiven Ergebnisse bringen würden. Diese Behauptung ist widerlegt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mythos Gentechnik
BeitragVerfasst: 12 Nov 2014 20:51 
Der Forscher Lothar Willmitzer, Direktor des MPI in Potsdam, weist auf die Absurdität des Kampfes der Grünen gegen die Gentechnik hin. Ohne wissenschaftliche Belege haben die Grünen vor 30 Jahren gegen GEntechnik in der Medizinforschung gekämpft, heute ohne ernsthafte Belege gegen die Gentechnik bei LEbensmitteln.

Zitat:
Die Diskussion um die grüne Biotechnologie erscheint daher als ein Déjà-vu-Erlebnis. Die vielfältigen Umweltvorteile dieser Technologie werden negiert und eine theoretische, durch keinerlei Experimente abgesicherte Gefährdung von Mensch und Umwelt als Totschlagargument verwendet. Das politische "Nein" zur Anwendung mündet nun in dem Rückzug der Pflanzenbiotechnologiesparte eines großen Konzerns aus Deutschland. Damit verbunden ist die Abwanderung anwendungsrelevanter Forschung und in Folge davon auch von jungen Wissenschaftlern, die in Deutschland ausgebildet wurden und für die Praxis forschen möchten.

Das politische "Ja" zur Forschung erweist sich schon längst als Mogelpackung: Durch ein Klima der Nulltoleranz gegenüber der grünen Gentechnik ist nicht nur der kommerzielle Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen betroffen, sondern Freisetzungsversuche zu Forschungszwecken sind so gut wie nicht mehr durchführbar. Und auch der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen im Gewächshaus ist bereits jetzt schon zum Teil nur noch mit Einschränkungen möglich. Forschung ohne Anwendung führt jedoch in eine Sackgasse, unter der die Konkurrenzfähigkeit und die Qualität deutscher Forschung vehement leiden werden.

http://www.spektrum.de/news/deprimieren ... ng/1139317



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