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 Betreff des Beitrags: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 16 Feb 2012 12:51 
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Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?

In chronologischer Folge – sicher gibt es da noch andere Meldungen, doch das würde mehr Suchansätze benötigen und soviel will sicher keiner lesen – der letzte Link führt zum vorläufigen „Crescendo“ :

Quelle 12. Juni 2007 hat geschrieben:
Stromversorgung bei Netzüberlastung. Massnahmen zur Verhinderung flächendeckender Stromausfälle.

Wenn das europäische Höchstspannungsnetz instabil ist, ist auch die Schweiz davon betroffen. Mit gezielten Massnahmen sichern die europäischen Übertragungsnetzbetreiber das Höchstspannungsnetz vor einem Kollaps. Die Schweizer Elektrizitätswerke führen auf Ende Jahr als eines der letzten Länder die unterfrequenzabhängige Notabschaltung ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und zur Aufrechterhaltung der Stromversorgung.
Quelle 18.11.2010 hat geschrieben:
Strom-Blackout: Netzüberlastung dreht Öko-Plänen der Bundesregierung den Saft ab

Hamburg (ots) - Das Energiekonzept der Bundesregierung droht zu scheitern. Der Grund: Die Stromnetze in Deutschland sind insbesondere an Starkwindtagen nicht mehr in der Lage, die Zusatzlast durch erneuerbare Energien aufzunehmen. Allein beim ostdeutschen Übertragungsnetz-betreiber 50Hertz gab es in diesem Jahr bereits mehr als 120 Eingriffs- und Gefährdungstage. Wird gegen diese Engpässe nichts unternommen, steigt das Risiko von Strom-Blackouts weiter. Das erklärte Regierungsziel, in den nächsten zehn Jahren rund 30 Prozent des Strombedarfs in Deutschland mit erneuerbaren Energien decken zu wollen, rückt ohne die dafür benötigten Netzkapazitäten in weite Ferne. Dies ergibt eine aktuelle Marktanalyse der Unternehmensberatung PUTZ & PARTNER.
Quelle 24.01.2011 hat geschrieben:
Ökostrom-Ausbau Brüderle befürchtet Stromausfälle wegen Netzüberlastung

Das Bundeswirtschaftsministerium warnt vor Stromausfällen infolge überlasteter Netze durch den Ausbau erneuerbarer Energien. Das schon jetzt zum Teil an die Grenzen seiner Kapazitäten stoßende Stromnetz könne den forcierten Bau neuer Solar-, Wind- und Wasserkraftwerke bald nicht mehr verkraften.

Berlin (afp/red) - Entsprechend berichteten verschiedene Medien am Wochenende und beriefen sich auf den neuen Elektrizitätsbericht von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP).
Quelle 28.02.2011 hat geschrieben:
Netzüberlastung Der große Stromausfall kommt

Das ostdeutsche Hochspannungsnetz ist im Dauerstress wegen der Windenergie. Es droht der große Blackout, wenn der durch Windräder produzierte Strom nicht genauso schnell verbraucht wird, wie er entsteht.

Die Windräder in Ostdeutschland produzieren mehr Strom, als die Teile des Landes verbrauchen

Bald ist Ostern. Das ist einer dieser verdammten Feiertage, vor denen Wolfgang Neldner Angst hat. Denn wenn es Ostersonntag windig und warm wird, droht der Zusammenbruch der Stromversorgung in Ostdeutschland. Der Schutz der Stromversorgung ist Neldners Job. Er ist Technischer Geschäftsführer einer Gesellschaft namens 50Hertz Transmission, die nur Eingeweihte kennen. Deren Bekanntheit könnte aber schlagartig wachsen, wenn großflächig die Lichter ausgehen. Dann würden die Leute schnell lernen, dass die 50Hertz Transmissions GmbH das Höchstspannungsnetz managt, an dem in Ostdeutschland und Hamburg 18 Millionen Menschen, ungezählte Fabriken, Behörden, Büros – und die Bundesregierung hängen.

Die Gefahr eines Blackouts steigt von Woche zu Woche, denn das ostdeutsche Stromnetz steckt im Dauerstress. Der RWE-Manager Fritz Vahrenholt ist sich sicher: „Es gibt zwei Regionen, in denen es mit großer Wahrscheinlichkeit zu Engpässen kommt: um Berlin und Hamburg.“
Netzüberlastung durch erneuerbare Energien im Osten Deutschlands

Seit der neuerlichen Debatten um den Ausbau der erneuerbaren Energien herrscht große Uneinigkeit darüber, wie der dieser am schnellsten vorangetrieben werden soll. Die Bundesnetzagentur Ihrerseits plant jedenfalls den schnellen Ausbau der Stromnetze und das mit gutem Grund. Im Osten der Bundesrepublik drohen Stromausfälle, allerdings nicht wegen eines Mangels an Strom, sondern wegen einem Überangebot von Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau plant die Bundesnetzagentur noch in diesem Sommer den Verlauf neuer Stromtrassen durch die Bundesrepublik Deutschland festzulegen. Behördenchef Matthias Kurth bezeichnete die Stromnetze als die Achillesferse eines schnellen Ausbaus der erneuerbaren Energien, da hier noch erhebliche Defizite bestünden, da die derzeitigen Netze nicht dafür ausgelegt seien, die schwankenden Energiemengen aus den erneuerbaren Quellen zu verteilen.

Vor allem beim Stromtransport von Nord nach Süd, im Osten Deutschlands, besteht großer Handlungsbedarf. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle warnte bereits zu Beginn des Jahres in seinem Elektrizitätsbedarf vor Stromausfällen im Osten der Republik durch überlastete Netze infolge des Ausbaus der erneuerbaren Energien.
Quelle 25.11.2011 hat geschrieben:

Diesen Link komplett ins Adressfeld kopieren (BBCode Umlaut Problem !)

http://www.ökostrom.info/oekostromnachrichten/616-bundesnetzagentur-gibt-netzueberlastung-bekannt-25-11-2011

Bundesnetzagentur gibt Netzüberlastung bekannt

Immer mehr Ökostrom fließt in die deutschen Stromnetze, die allerdings teilweise vier Jahre im Ausbau hinterher hängen. Einem Bericht der „FAZ“ zufolge bietet die Bundesnetzagentur nun noch mehr Gesprächsstoff für solche, die ohnehin vor Stromausfällen warnen. Wegen den massiven Verzögerungen beim Ausbau der Stromtrassen werden diese bereits als Achillesferse der Energiewende bezeichnet.

Blackout-Gefahren steigen

Der Monotoringbericht 2011 der Bundesnetzagentur gibt Anlass zur Sorge. Die gegenwärtige Situation sei zwar noch stabil und beherrschbar, doch die Netzbetreiber müssen immer öfter in den Systembetrieb eingreifen.
Energie Händler sollen Stromnetz in Kältewelle gefährdet haben

Berlin. Während der Kälteperiode soll es laut Bundesnetzagentur zu gefährlichen Defiziten im Stromnetz gekommen sein. Ursache sind laut einem Medienbericht Händler, die den Strommarkt offenbar bis vor wenigen Tagen durch gefährliche Handelsgeschäfte in die Nähe eines Zusammenbruchs gebracht haben sollen.

Der deutsche Strommarkt wurde offenbar bis vor wenigen Tagen durch gefährliche Handelsgeschäfte in die Nähe eines Zusammenbruchs gebracht. Der "Berliner Zeitung" liegt ein Schreiben der Bundesnetzagentur vor, den die Aufsichtsbehörde am Montag an die verantwortlichen Händler verschickt hat, weil es während der Kälteperiode zu gefährlichen Defiziten im Stromnetz kam.

Darin heißt es, das deutsche Stromnetz habe seit dem 6. Februar zu unterschiedlichen Tageszeiten "erhebliche, über mehrere Stunden andauernde Unterdeckungen verzeichnet". Deshalb sei "im Störungsfall teilweise keine Regelleistung verfügbar gewesen".

Die Regelleistung ist der letzte Schutzwall des Systems. Sie wird vorgehalten, um in Sekunden Ausfälle zu kompensieren. Aus Sicht der Bundesnetzagentur sind dafür die obersten Stromhändler verantwortlich, die sogenannten Bilanzkreisverantwortlichen, die Elektrizität einkaufen.

weiterlesen !
WIKI Liste historischer Stromausfälle


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 16 Feb 2012 15:38 
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Oder wie die Süddeutsche völlig zurecht getitelt hat:

Stromhändler gefährden Energieversorgung - Gier bis zum Blackout


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 16 Feb 2012 16:33 
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Hallo Zerberus,

leider stand mir um diese Meldung um ca. 9:00 noch nicht zur Verfügung – inzwischen finden sich auch andere mit Meldungen ein :
Quelle hat geschrieben:
....Nachfrage aus Frankreich treibt Strompreis in die Höhe
Der Grund für die Unterversorgung könnte darin liegen, dass Stromhändler infolge der langanhaltenden Minusgrade Kosten für extrem hohe Börsen-Strompreise sparen wollten. Konkret geht es darum, dass Hunderte Stromhändler für Großverbraucher und Versorger den Strom zukaufen, der gerade benötigt wird. Sie schätzen dabei anhand von Erfahrungswerten ab, wie viel Strom gebraucht wird. Weil durch eine enorme Nachfrage, etwa in Frankreich, der Strompreis an der Börse auf teils weit über 350 Euro pro Megawattstunde hochschnellte, besteht der Verdacht, dass die Händler Prognosen kleinrechneten, um Geld zu sparen.
Weil ja über 50 AKW in F so „sicher“ sind :
Verbrauch auf RekordniveauFranzosen wärmen sich mit deutschem Strom
Die Kältewelle macht Frankreich zu schaffen. Die eigene Stromproduktion sichert die Energieversorgung nicht. Nun werden Sparappelle verbreitet und fleißig Strom importiert – auch aus Deutschland.
Zitat:
...Das neue Allzeithoch beim Verbrauch entspricht der Stromproduktion von mehr als achtzig Atomreaktoren mit 1200 MW Leistung. Zum Vergleich: Deutschland braucht abends lediglich eine Leistung von 50 000 MW – trotz über 15 Millionen Einwohnern mehr. Grund ist die viel geringere Anzahl an Stromheizungen. Wegen der Engpässe war der Strombörsenpreis in Frankreich zuletzt mit 34 Cent je Kilowattstunde fast dreimal so hoch wie in Deutschland.

Solaranlagen helfen bei Leistungsspitzen
Teilweise muss Frankreich derzeit mehr als 7000 MW Strom pro Stunde importieren, um die Versorgung aufrecht zu erhalten. In Deutschland federt der oft geschmähte Solarstrom Verbrauchsspitzen ab – gerade in der Top-Verbrauchszeit am Mittag. Teils werden netto über 3000 MW pro Stunde ausgeführt.

Dass die französischen Energieversorger nun ausgerechnet aus der Bundesrepublik Stromhilfe benötigen, ist für die Regierung in Paris – aber auch für deutsche Atomlobbyisten – bitter. In Frankreich war Deutschland für die überstürzte Stilllegung von acht Atommeilern etwas belächelt worden. Nach dem GAU in Fukushima führten deutsche Energiemanager Stromimporte aus Frankreich als Beleg dafür an, dass die Energiewende ein Irrsinn sei.
Nun realistisch – Solarstrom gibt’s nur mit Sonne – daher ist eine Versorgung über erneuerbare Energie nur mit einem „intelligenten“ Mix aus unterschiedlichen Quellen, einem tatsächlich intelligenten Netz und TECHNISCH kontrolliert machbar.

Zum Glück heizen nicht so viele in D elektrisch wie ich das tue – allerdings gebe ich selbst (Sonneneinstrahlung vorausgesetzt) immer noch etwas ins Netz ab – Dagegen produziert ein AKW nur weniger als ein Drittel für das Netz – der „Rest“ mehr, als 2/3 der Bruttoleistung verschwindet als Abwärme nutzlos, oder wird gerade bei AKW für erhöhten Eigenbedarf für Sicherheitsbedürfnisse nicht für den Verbraucher nutzbar (fossile KW sind da geringfügig günstiger im Vergleich mit AKW). Meinen „Eigenbedarf“ - Brauchwassererwärmung, Haushaltsgeräte und el. Heizung wird nach und nach an die „eigene Produktion“ angepasst. Wärmedämmung verbessern, Anheben der Raumtemperatur (wenn Sonneneinstrahlung dies begünstigt), Brauchwassererwärmung und Waschmaschine nur zu „Sonnenstunden“ werde ich nach und nach automatisieren.

Meine Waschmaschine ist nicht auf die Verarbeitung von Warmwasser eingerichtet – hier kann „etwas“ getan werden. Der el. Antrieb benötigt kaum Energie – die Erwärmung des Waschwassers – ist sehr Energieintensiv. Bei einer entsprechenden Warmwasserspeicherkapazität, kann der Waschvorgang (unterbrechungslos) dann zeitlich völlig unabhängig. Erfolgen. In diesem Zusammenhang gibt es zahlreiche „Stellschrauben“, welche ab größerer Teilnehmerzahl, die Netzbelastung bzw. Netzauslastung beeinflussen können. Hier kommt es mit Sicherheit zu „unterschiedlichen“ Vorstellungen bei Verbrauchern und Lieferanten.

Keine Ahnung ob Otto & Ottilie Jedermann das kapieren, oder ob sie weiterhin „Gläubige“ bleiben ???


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 16 Feb 2012 17:29 
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Quelle hat geschrieben:
....Letztlich, und da sind sich ausnahmsweise fast alle einig, müsste vor allem der Weg des Energiesparens weiter verfolgt werden, um die Winter ohne Blackouts zu überstehen.

Doch bei der energetischen Gebäudesanierung hakt es gewaltig, statt 1,5 Milliarden Euro stehen wegen Einnahmeausfällen im Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten vorerst für 2012 nur 900 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) betont, durch eine bessere Dämmung von Gebäuden könne bis zu 70 Prozent an Energie gespart werden. Doch die Unsicherheit ob der Sanierungsförderung führe bei vielen Bürgern zu Verunsicherung, so Dena-Chef Stephan Kohler. „Sie kaufen eher neue Küchen oder lassen das Bad renovieren.“
Schwieriges Feld – wie groß ist der Energieanteil in D ? "Energie in Deutschland"PDF-Download (startet automatisch) Tabelle 4 Seite 23 gibt Auskunft. Dort sind die Daten von 1990 bis 2009 nach Klientel und Energieprodukten gelistet.

Die Werte sind in [PJ] angegeben, was u.U. nicht jeder gleich kennt. Auch ein Weg um Neugierige etwas zu reduzieren.

P steht für „Peta“ = 10 hoch 15 = 1.000.000.000.000.000 eine recht große Zahl

J steht für „Joule“

1 PJ = 1 Petajoule Das schlaue WIKI mein dazu :

Energie pro Zeiteinheit (z. B. Petajoule pro Jahr) stellt eine Leistungseinheit dar. Man kann also den Primärenergieverbrauch innerhalb eines bestimmten Zeitraums auch als durchschnittliche Leistungsaufnahme in diesem Zeitraum betrachten.

Für Deutschland betrug zum Beispiel der Primärenergieverbrauch 2004 14.438 PJ pro Jahr. Dies entspricht einer mittleren Leistung von 458 GW bzw. 5,55 kW pro Kopf bei einer Bevölkerung von 82,5 Millionen Menschen.


Das PDF enthält eine Reihe sehr interessanter Grafiken. Wo es um Kosten geht, geht es munter aufwärts. Schon allein deswegen ist Einsparung unerlässlich.
Schaubild 30: Energieausgaben der Privaten Haushalte nach Anwendungszwecken
Schaubild 31: Energieaufkommen und Verwendung


Besonders letzteres gibt eine Idee welche Unsummen nur den Lieferanten „zugute kommen“. Ein geschickte Einsparpolitik würde mit Sicherheit zusätzliche Binnenkaufkraft freisetzen. Ein doppelter Gewinn, weil dadurch Importe von nutzloser Energie reduziert werden.

Dabei denke ich erst mal überhaupt nicht an die Umwelt – einige glauben ja immer noch dies wäre kein Problem, nur dazu da, um bessere Geschäfte zu machen. Schön, wenn die Umwelt zwangsläufig ebenfalls profitiert – sozusagen ohne Debatten über Sinn und Unsinn. Etwas „billiger“ zu bekommen dürfte selbst „Geiz ist geil“ Idioten ohne weiteren „Tiefgang“ auf die Sprünge helfen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 17 Feb 2012 14:39 
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zerberus hat geschrieben:
Oder wie die Süddeutsche völlig zurecht getitelt hat:

Stromhändler gefährden Energieversorgung - Gier bis zum Blackout


Wenn sich mit Öl, Nahrungsmittel, Lebenspolicen und Waffen spekulieren läßt, warum auch nicht mit Strom.

Neoliberalen haben sich vorgenommen das ganze Leben an diesem Planeten zum Roulette zu machen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 25 Feb 2012 23:51 
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Hallo Dupor,

nicht alles was so kritisch und plakativ aussieht gehört auch zusammen. „Strombörsen“ unterscheiden sich von den anderen Börsen in so vielerlei Hinsicht, dass eine derartige Pauschalirrung witzlos ist.

Womöglich sollte jeder erst einmal ein Minimumbasiswissen zu einer Sache haben ? Da wäre zuoberst die Frage worin besteht der Sinn von Handel. Wie wird tatsächlich gehandelt. Warum kommt die Welt des 21. Jahrhunderts genauso wenig ohne „Börsen“ aus wie frühere Jahrhunderte ? Was könnte wohl deren Nutzen sein ?

Welche Kenntnisse unterstützen Deine Aussage [„....haben sich vorgenommen das ganze Leben an diesem Planeten zum Roulette zu machen“]. Klingt erst mal kämpferisch – doch sagt es überhaupt etwas aus – von der Polemik einmal abgesehen ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 15 Mär 2012 09:07 
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Hier in diesem Artikel beziehe ich mich auf den threadtitel.
Das Alter der bestehenden AKWs wird immer hoher durch Laufzeitverlängerungen und möglicherweise ist es nur eine Frage der Zeit, wann der nächste GAU da ist:
Code:
Altersschwache Reaktoren
Die Internationale Atomenergieagentur hat einen Bericht geschrieben, in dem auf die Probleme mit den vielen AKW hingewiesen wird, die über ihre ursprünglich geplante Betriebszeit hinaus weiter genutzt werden

   Während die Atomindustrie nicht nur hierzulande sondern so ziemlich weltweit seit Jahren mit viel Aufwand den Eindruck verbreitet, wir lebten mitten in einer nuklearen Renaissance, stellt sich die Lage doch nüchtern betrachtet ganz anders da: Es werden im Vergleich zum Bestand nur sehr wenige AKW neu gebaut, auch wenn jedes einzelne eines zu viel ist. Aber die bestehenden Anlagen werden immer älter. Wie die Daten der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) in Wien zeigen, laufen bereits 80 Prozent der weltweit 436 kommerziellen Reaktoren 20 Jahre oder länger. Gut 30 sind bereits 40 Jahre oder mehr in Betrieb.
weiter:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/151614


Cattenom z.B. ist seit 1987 in Betrieb und soll bis 2046 laufen. Innerhalb der letzten 3 Monate wurden mehrere Störfälle gemeldet und natürlich ist niiiiiiiie was passiert. Nur der vm 6. Februar ist in der Liste von Wikipedia zu finden, die restlichen habe ich im Radio gehört. Immerhin beginnt die frz. Bevölkerung auch jetzt zaghaft nir Protesten gegen AKWs

_________________
EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 15 Mär 2012 09:55 
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voll_ratlos hat geschrieben:
Hallo Dupor,

nicht alles was so kritisch und plakativ aussieht gehört auch zusammen. „Strombörsen“ unterscheiden sich von den anderen Börsen in so vielerlei Hinsicht, dass eine derartige Pauschalirrung witzlos ist.

Womöglich sollte jeder erst einmal ein Minimumbasiswissen zu einer Sache haben ? Da wäre zuoberst die Frage worin besteht der Sinn von Handel. Wie wird tatsächlich gehandelt. Warum kommt die Welt des 21. Jahrhunderts genauso wenig ohne „Börsen“ aus wie frühere Jahrhunderte ? Was könnte wohl deren Nutzen sein ?

Welche Kenntnisse unterstützen Deine Aussage [„....haben sich vorgenommen das ganze Leben an diesem Planeten zum Roulette zu machen“]. Klingt erst mal kämpferisch – doch sagt es überhaupt etwas aus – von der Polemik einmal abgesehen ?


Auf den "normalen" Börsen wird die PC-Technik so genutzt, dass ganze technologische Zweige nur von den Aktivitäten der Zocker abhängig sind. Wenn man genug Geld hat, kann man beliebige Firma schlucken, vernichten, oder sonstwie zum verzweifeln bringen.

Aber(!) dass alles ist von elektrischen Strom abhängig. Kannst Du dir ein Stromausfall in London vorstellen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 15 Mär 2012 23:28 
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Nun Dupor,

weil ich gerade so einem „Zocker“ den PC wieder auf Funktion gebracht habe, hatte ich sehr viel Gelegenheit derartige Geschäfte aus der Nähe zu betrachten. Doch das alleine hilft nur wenig, das „Handwerkszeug“ das da zwingend notwendig ist ganz zu verstehen habe ich bislang nicht geschafft. Doch „vorsichtig“ von mir auf Andere schließend, glaube ich nicht, das diese „Künste“ wirklich weit verbreitet verstanden werden.

Was die Möglichkeiten angeht einen Preis tatsächlich zu beeinflussen, davon bin ich nun einigermaßen „geheilt“. Zum Ersten gibt es Limits was die Höhe solcher Geschäfte angeht und das Risiko innerhalb kürzester Zeit Unsummen zu verlieren ist derart hoch, dass nur Irre eine „Fantasie“ in einer solchen Aktion riskieren. So kommt es wohl auch, dass 90 % der Leute, welche da „einsteigen“ schon nach ca. 9 Monaten (statistisch) vollkommen Pleite sind. Zwar verstehe ich nur ganz langsam was da wie zusammenwirkt, aber soviel ist jetzt schon klar, das dort generierte Geld ist erst dann „real“, wenn es aus dem „Topf“ genommen wird und in reale Waren oder was auch immer verwandelt wird. Das wirklich ernsthafte Problem sind die Staaten, welche mit ihrem Fiat Geld sich hoffnungslos überschulden können und das auch schon getan haben.

Ein Geldbewegung bewirkt solange überhaupt nichts, bis das Geld in „Reales“ verwandelt wird. Das Problem ist die ungeheure Geldmenge, die auf den realen Markt geworfen sofort ihren inflatorischen „Wert“ in Form massivster Kaufkraftverluste – womöglich in einer Hyperinflation zeigen würde. Noch wird Geld in einen „parallelen“ Kreis weiter vermehrt. Da hat keiner ein Interesse zu „realisieren“. Das zur Verfügung stehende Geld wird weiter benutzt um mehr Geld daraus zu machen – was nach einer längeren Periode mit hohen Gewinnen, aber auch hohen Verlusten eine eher ernüchternde Bilanz ergibt. Die weltweiten „Probleme“ haben Unmassen an Geld „vernichtet“ aus Milliardären wurden Millionäre oder in Einzelfällen auch völlig ruinierte Einzelpersonen. Wer „nur“ Geld besitzt, ist wirklich arm dran.

Bei der „Strombörse“ wird der Strompreis direkt beeinflusst und anders als „an den Börsen“ (hier liegt lediglich Namensgleichheit vor). „Echte“ Waren unterliegen den Gesetzen des Angebots und der Nachfrage (was bei Strom nur bedingt zutrifft, da der nur in sehr geringen Grenzen „lagerbar“ ist, aber vortrefflich über „Inseiterwissen“ manipulierbar ist was erstaunlicherweise an dieser Art „Börse“ keineswegs strafbar ist) und sind für die Anbieter nur anzubieten, wenn es dafür eine Möglichkeit gibt. Bei nunmehr 7 Milliarden Menschen funktioniert die „Direktvermarktung“ nur noch auf lokalen Inseln. Alles andere muss zwangsläufig „gehandelt“ werden. Wer finanziert z.B. eine Ernte ? Glaubst Du, heute hat jeder so viele Rücklagen, um das selbst vorzufinanzieren ? Genau wie überall, wird mit Kredit vorfinanziert, was später schon deswegen „gewinnbringend“ verkauft werden muss, weil mit jedem Kilo „Irgendetwas“ auch jede Menge Hilfsmittel verbraucht werden. Der Landwirt, der ohne „Spekulation“ darüber auskommt, was er wohl anbauen soll um auch bezahlen zu können was es kostet und noch davon leben soll, den musst Du mir mal zeigen. Wer weiß, wie andere „Märkte“ funktionieren, wird seine Produktion steuern, in der Hoffnung, sich damit „am Markt“ überhaupt behaupten zu können. Lebensmittel zu lagern um sie zu verknappen, kostet mehr, als damit zu erzielen wäre. Bei problemlos lagerbaren Rohstoffen mag das hin und wieder funktionieren, bei Fertigwaren ist das der blanke Unsinn. Wer weder Geld noch Kredit hat, existiert für den „Markt“ schlichtweg überhaupt nicht. Für den wird auch nix „teurer“, weil selbst niedrige Marktpreise dort nicht erzielbar sind. Nur wer selbst etwas „anzubieten“ hat ist Marktteilnehmer. Das ist nun wirklich nix neues. Nur es gab noch niemals derart viele „Nichtmarktteilnehmer“. Womöglich ein unlösbares Problem ? Das Ausweichen auf diese „Zocker“ vernebelt nur den Blick darauf, das etwas generelles schief läuft. Etwas, was auch gutmeinende, inzwischen längst gescheiterte Ideologien nicht verhindern können.

Spezies Mensch hat nicht gelernt sich an seinen Lebensraum anzupassen – vermutlich gerade weil es „Verstand“ hat – nun werden „wir“ von Lebensraum „angepasst“ - Millionen Hungertote zeigen das doch – allerdings nur wenn man das überhaupt sehen will. Sicher es gäbe Chancen doch nützen wir die etwa ? Selbst in dem hochindustrialisierten D, gelingt es nur ganz wenigen zu begreifen, alles was der Planet zu Verfügung stellt ist „endlich“ - sehr endlich – doch wen interessiert das schon....


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 23 Mär 2012 20:05 
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Hallo Quijota, (schon länger her zum internen Beitrag )

ich wollte mit meiner PV nicht irgendwie angeben – das mal vorausgeschickt. Das notwendige Kapital hatte ich zuvor jahrelang angespart um es jetzt so sinnvoll wie möglich in etwas „reales“ zu „verwandeln“. Da ich in meinem kleinen Garten wohl kaum eine Windmühle aufstellen kann, war nur eine PV möglich. Die belegt alle zur Verfügung stehenden Dachteile – inkl. der Norddachseite, welche (wie ein Pultdach) nur 15° Neigung aufweist. Dort komme ich mit zwei Reihen aufgeständerten Modulen (45°) auf 30° Neigung. So kann ich in diesem Sonderfall neben der leicht östlich gerichteten Frontseite (dort sind sog. Indach-Module verbaut, der Typ ist zugleich auch die „Dacheindeckung“) weiteren auf einem Vorbau, insgesamt 12 kWp verbauen (diesen Teil hat eine Firma erledigt, eine Geschäftsanmeldung nur für die Installation hätte keine Vorteile gebracht).

Das Ding ist nun keineswegs die „optimale Geldmaschine“. Daran habe ich auch nur ein sehr eingeschränktes Interesse (klingt seltsam, aber ist so). Da ich keinerlei wie immer gearteten „Subventionen“ beansprucht habe, ist die Einspeisevergütung, der einzige „Fremdeintrag“. Ich spreche hier bewusst nicht von einer Subvention. Die Festlegung auf einen bestimmten Preis auf 20 Jahre, wo die ca. ersten 12 … 15 Jahre der Amortisation „dienen“ und eventuell, nach ca. 10 Jahren ein neuer Wechselrichter (~6.000.-) fällig werden, ist sowieso ein „zweiseitiges Sache“. Nach dem WIKI https://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis liegt der Preis „für einen 3-Personen-Haushalt mit Jahresverbrauch von 3.500 kWh in Cent/kWh“ in 2011, bei brutto 24,95 Cent. Meine „Quote“ beträgt (von 2011) 28,74 Cent – die Differenz beträgt also + 3,79 Cent/kWh was schon weniger ist, als die darin enthaltene Umsatzsteuer in 24,95 Cent (3,98 Cent). Bei der absehbaren Preissteigerung, dürfte mich also der Durchschnittspreis spätestens in 4 Jahren eingeholt haben.

Was absehbar ist, innerhalb von 20 Jahren werden meine „Preise“ deutlich unter denen liegen, welche allgemein erzielt werden. Wieso das nun zu einer Preissteigerung führen soll, muss mir jemand erst mal erklären. Zugegeben, die anfänglichen Traumtarife (um das „Ding“ zum Laufen zu bringen) von 57,40 Cent (2004) waren auf Dauer und mit wachsender Zahl von Anlagen unhaltbar. Das hatten auch die „Erfinder“ so gesehen und es war schon immer danach und wachsend progressiv eine Reduzierung „eingebaut“. Die Modulpreise sind durch Massenfertigungen inzwischen vergleichsweise preiswert zu haben. Inflationsbereinigt sieht das Ganze durchaus „zivil“ aus. Was erheblich gestiegen ist, sind die Umlagen von 1998 (24,7 %) [EEG 0,08 C]auf 2011 (45,6 %) [EEG 3,98 C].


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 23 Mär 2012 20:12 
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Theoretisch könnte ich meinen Strom auch an Nachbarn verkaufen – zu einem selbst ausgehandelten Preis. Was ich „anstrebe“ ist ein möglichst hoher Anteil der produzierten Energie selbst zu verwenden. Um dies attraktiv zu machen, wird (wurde) der gezählte Eigenverbrauch mit 12,36 Cent an den Produzenten „verkauft“. Ab 2012 sind dies noch immer 8,05 Cent.

Was keinerlei „Berücksichtigung“ findet, ist der Preis, der an der sog. Strombörse erzielt wird. Es gibt Zeiten mit sehr hoher Nachfrage – bundesweit. Wer sich das „Tageslastprofil“ ansieht, wird falls er / sie über gewisse Mindestkenntnisse verfügt, wohl kaum sehr überrascht sein, die Spitzenlast fällt auf die Mittagszeit – genau da liefern Fotovoltaikanlagen entsprechend der Jahreszeit und Wetterlage – die höchsten Erträge. Damit „pfuschen“ denen, welche nun einer steigenden Produktion von preisgünstigem Solarstrom „gegenüberstehen“, recht kräftig ins Handwerk. Durch die „Natur“ von elektrischem Strom, der sich sofort und unvermeidbar dort „auswirkt“, wo gerade Bedarf herrscht – also zuallererst im eigenen Gebäude, dann quasi „konzentrisch“ um die „Quelle“ herum, muss in Wohngebiete, mit einer gewissen Dichte an Fotovoltaikanlagen kaum noch von „außen“ Strom „einfließen“. Dieser Anteil hält nur noch als gezählte Leistung in die Statistik Einzug. Dennoch, wird so getan, als käme dieser Strom wie bisher aus wenigen zentralen Kraftwerksanlagen und da, oft über weite Strecken mit dem notwendigen Verteilungsaufwand und den Transportverlusten.

Die meisten hier dürften Laien sein was „Elektrizität“ angeht. Doch es gibt einige „Hilfen“ mit denen sich recht gut verständlich machen lässt, was zu nächst völlig unbegreiflich scheint. Dabei genügt erst mal der Blick auf die Situation in Wohngebieten mit oder ohne „integriertem“ Kleingewerbe. Dank eines vernünftigen und technisch anspruchsvollen Ausbaus der sog. Niederspannungsnetze (Wechselspannung bis 1000 Volt), gibt es soweit mir bekannt, seit Jahren nirgendwo Versorgungsengpässe was diese Netze anbelangt. Jedes Wohnhaus, unabhängig von der Größe, kann mehr als ausreichend mit der dort erforderlichen elektrischen Energie versorgt werden. Das längst zu nahe 100% im Erdreich verlegte Kabelnetz, reicht vollkommen dafür aus. Alle – jedenfalls die große Mehrheit dieser Netze haben darüber hinaus noch Kapazitäten für eine höhere Stromstärke – falls es dafür überhaupt eine Notwendigkeit geben sollte.

Gerade im Zusammenhang mit Fotovoltaikanlagen genügt es diese Verhältnisse genau zu betrachten. Weg von der Vernebelungstaktik, die derzeit gerne genutzt wird um einen möglichst negativen Gesamteindruck zu erwecken. Im Grund geht es um die Richtung des Energieflusses. Ein Hausanschluss – also die Stelle, wo eine Gebäude mit „Strom“ versorgt wird, gibt eine Vorstellung, für welche Leistung die dazugehörige Leitung ausgelegt ist. Ohne auf weitere technische Einzelheiten einzugehen, „ein“ einziger „Draht“ einer solchen Leitung (es gibt drei davon) wäre rein theoretisch in der Lage einen Strom von 63 Ampere über unbegrenzte Zeit zu führen (diese Situation bezieht sich auf ein normales Einfamilienhaus). Die zugehörige Spannung von 230 Volt (Wechselspannung) ergibt eine Leistung per Stunde von 14.490 Watt oder rund 14,5 kW = 14,5 kWh. Ohne auf sonstige „Feinheiten“ einzugehen, könnte man das verdreifachen. Nicht das die Netze „erwarten“, dass alle Teilnehmer derartig große Ströme rund um die Uhr benötigen. Doch unabhängig wie viel das in der alltäglichen Realität sind, gibt es keinen Anlass, das dies ohne eine Steigerung der gesamten Energieabnahme gar überschritten werden könnte.

Lediglich das Hinzukommen neuer stromintensiver Betriebe bzw. Großwohngebäude, würde einen Netzausbau notwendig machen. Verhältnismäßig kleine Fotovoltaikanlagen auf einzelnen Gebäuden, inmitten von Siedlungsgebieten haben keinerlei derartigen Bedarf. Am Beispiel meiner Anlage die mit 12 kWp bei der Bundesnetzagentur gemeldet ist, läge selbst, wenn diese theoretische Leistung erreicht wird und über 230 V „ins Netz“ abgegeben würde der Strom (Leistung durch Spannung) bei 52 Ampere – deutlich unter der möglichen Stromstärke von 63 Ampere. Um aus einem normalen Einfamilienhaus mehr solare Energie „herauszukitzeln“, wäre eine größere Dachfläche notwendig, die in keinem Verhältnis zur Hausgröße steht. Was wohl in etwa auch für mehrgeschossige Gebäude gelten dürfte.

Nun wird die „eingefangene“ Energie meist auf „drei Leiter verteilt“, so das in der Realität jeder „Draht“ wesentlich geringer belastet wird. Doch was zunächst im eigenen Haus benötigt wird, erreicht überhaupt nicht diese sog. „Ringleitung“. Wer also in die Zeiten von günstigem „Ertrag“, seinen größten Eigenbedarf legt, wird im Idealfall überhaupt keine Energie ins Netz „einspeisen“. Oder aber eine bereits reduzierte „Menge“. Daher ist es gleich aus mehreren Gründen vernünftig, im „zweiten Schritt“, dafür zu sorgen, dass dies so effizient wie nur eben möglich geschieht. Doch da es völlig unwahrscheinlich ist, das alle Gebäude mit derartigen Anlagen versehen sind, wird der „Überschuss“ in den umliegenden Gebäuden „wirksam“. Je nach Ausbau, Jahreszeit und Wetterlage (in den Tagesstunden !) wird sicher nur eine verhältnismäßig geringe Strommenge das jeweilige Ortsnetz verlassen. In der folgenden Grafik fehlt eine derartige Situation völlig. Auch hier wird so getan, als käme die Energie „irgendwo“ von Außerhalb. Offenbar ist der „Charme“ dezentraler Energieanlagen noch nicht in den Köpfen angekommen.
Bild

Selbstverständlich kann das nicht die einzige Lösung sein. Ergänzt man diese Fotovoltaikanlagen mit einer Anzahl von Blockheizkraftwerken (BHKW) deren Leistung zwischen fünf Kilowatt (kW) und fünf Megawatt (MW) liegen kann (Unter 50 Kilowatt spricht man auch von Mini-Kraft-Wärme-Kopplung (Mini-KWK), unter 15 Kilowatt von Mikro-KWK). Was von der Gebäudeart und Nutzung abhängt. Dadurch entsteht ein Energiemix, welche in den Wintermonaten sowohl für lokale Wärme und Stromproduktion sorgt.

Ergänzen sich dann noch in der Nähe befindliche Windkraftanlagen mit dem oben beschriebenen „Versorgungscluster“, werden sowohl Kleinindustrie und Wohngebiete nahezu autark versorgbar. Gas – Erdgas und die dafür notwendigen Rohrleitungen, versorgen bereits „dual“ diese Gebiete. „Überschussstrom“, der zu Wasserstoffgas „verstromt“ wird, kann im Mix mit Erdgas durch eben diese Rohrnetz zum Verbraucher gelangen. „Künstliches Methangas“ lässt sich aus Wasserstoffgas herstellen. Es gibt bereits mittelfristig keinen vernünftigen Gründe, dieses zu realisieren – außer, „man sieht sein“ Liefermonopol in Frage gestellt.

Geschieht das alles nicht, die für die Abrechnung notwendigen „Smartmeter“ (elektronischen Zähler) werden in jedem Fall eingeführt ! Dann wird der Verbrauch in Zukunft zeitabhängig in Rechnung gestellt werden. Dann dürfte es Schluss sein mit der „Strom-Flatrate“ zum Einheitspreis. Dann wird Strom um die Mittagszeit erheblich teurer werden. Was die Familien, die in dieser Zeit elektrisch kochen müssen, besonders hart treffen wird. Es wird entscheidend sein wer der Stromversorger sein wird – ein Monopolist oder lokale Stadtwerke möglichst auf Genossenschaftsbasis. Einige Gemeinden, haben dies längst verwirklicht. Dort besitzen die Bürger selbst sowohl die Netze, als auch die Erzeugungsanlagen. Ein Chance auch mit verhältnismäßig „moderaten“ Beträgen in die Stromproduktion „einzusteigen“. Wenn z.B. das eigene Dach für eine Fotovoltaikanlage ungeeignet ist.

Es stimmt also nicht, dass „wir“ diesen Machenschaften wehrlos ausgeliefert sind. Allerdings wird das ohne Eigeninitiative und Unternehmertum nicht machbar sein. Kombinieren das wenigstens die Hausbesitzer mit einer „energetischen Sanierung“, welche dazu finanziell in der Lage sind, werden dadurch nach und nach auch andere folgen – folgen müssen, Energie wird wohl kaum im Preis günstiger werden. Die energetische Amortisation und die finanzielle Amortisation sind durchaus in überschaubaren Zeiträumen realisierbar. In wenigen Jahren werden alle, die nichts getan haben das bitter bereuen. Der „böse“ Staat, wird nicht umhinkommen nach einer Phase der „Überzeugungsarbeit“ zu Zwang überzugehen. Was derzeit (lt. Minister Röttgen heute) jährlich bereits ca. 80 Milliarden €uro verschlingt, wird durch die allgemeine Weltnachfrage in den nächsten Jahren bis zur Unbezahlbarkeit verteuert werden. Wer dann wenigstens einen Teil seines Energiebedarfs „andersweitig“ decken kann, wir zu den Gewinnern gehören. Alles – Produktion und Transport – ist von Energie abhängig. Wer sich nicht um diese Ressourcen streiten muss, hat eine Chance eben nicht für Energie Kriege führen zu müssen. Es gibt viele vernünftige Gründe alles daran zu setzen. Doch wie man „sehen“ und hören kann, ist alle Welt daran nicht interessiert.

Hier noch (aus der Schweiz) die Verbräuche die eine recht gute Idee geben was auch bei uns zutrifft (Tumbler = el. Wäschetrockner) :
Quelle hat geschrieben:
Stromverbrauchsprofile typischer Haushalte:

H1 1.600 kWh/Jahr: 2-Zimmerwohnung mit Elektroherd
H2 2.500 kWh/Jahr: 4-Zimmerwohnung mit Elektroherd
H3 4.500 kWh/Jahr: 4-Zimmerwohnung mit Elektroherd und Elektroboiler
H4 4.500 kWh/Jahr: 5-Zimmerwohnung mit Elektroherd und Tumbler (ohne Elektroboiler)
H5 7.500 kWh/Jahr: 5-Zimmer-Einfamilienhaus mit Elektroherd, Elektroboiler und Tumbler
H6 25.000 kWh/Jahr: 5-Zimmer-Einfamilienhaus mit Elektroherd, Elektroboiler, Tumbler und mit elektrischer Widerstandsheizung
H7 13.000 kWh/Jahr: 5-Zimmer-Einfamilienhaus mit Elektroherd, Elektroboiler, Tumbler, Wärmepumpe 5 kW zur Beheizung
H8 7.500 kWh/Jahr: Grosse, hoch elektrifizierte Eigentumswohnung

Stromverbrauchsprofile von Gewerbe- und Industriebetrieben:

C1 8.000 kWh/Jahr: Kleinstbetrieb, max. beanspruchte Leistung: 8 kW
C2 30.000 kWh/Jahr: Kleinbetrieb, max. beanspruchte Leistung: 15 kW
C3 150.000 kWh/Jahr: Mittlerer Betrieb, max. beanspruchte Leistung: 50 kW
C4 500.000 kWh/Jahr: Grosser Betrieb , max. beanspruchte Leistung: 150 kW, Niederspannung
C5 500.000 kWh/Jahr: Grosser Betrieb, max. beanspruchte Leistung: 150 kW, Mittelspannung, eigene Transformatorenstation
C6 1.500.000 kWh/Jahr: Grosser Betrieb, max. beanspruchte Leistung: 400 kW, Mittelspannung, eigene Transformatorenstation
C7 7.500.000 kWh/Jahr: Grosser Betrieb, max. beanspruchte Leistung: 1.630 kW, Mittelspannung, eigene Transformatorenstation


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 24 Mär 2012 06:49 
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voll_ratlos hat geschrieben:
Hallo Quijota, (schon länger her zum internen Beitrag )

ich wollte mit meiner PV nicht irgendwie angeben – das mal vorausgeschickt. Das notwendige Kapital hatte ich zuvor jahrelang angespart um es jetzt so sinnvoll wie möglich in etwas „reales“ zu „verwandeln“. Da ich in meinem kleinen Garten wohl kaum eine Windmühle aufstellen kann, war nur eine PV möglich. Die belegt alle zur Verfügung stehenden Dachteile – inkl. der Norddachseite, welche (wie ein Pultdach) nur 15° Neigung aufweist. Dort komme ich mit zwei Reihen aufgeständerten Modulen (45°) auf 30° Neigung. So kann ich in diesem Sonderfall neben der leicht östlich gerichteten Frontseite (dort sind sog. Indach-Module verbaut, der Typ ist zugleich auch die „Dacheindeckung“) weiteren auf einem Vorbau, insgesamt 12 kWp verbauen (diesen Teil hat eine Firma erledigt, eine Geschäftsanmeldung nur für die Installation hätte keine Vorteile gebracht).

Das Ding ist nun keineswegs die „optimale Geldmaschine“. Daran habe ich auch nur ein sehr eingeschränktes Interesse (klingt seltsam, aber ist so). Da ich keinerlei wie immer gearteten „Subventionen“ beansprucht habe, ist die Einspeisevergütung, der einzige „Fremdeintrag“. Ich spreche hier bewusst nicht von einer Subvention. Die Festlegung auf einen bestimmten Preis auf 20 Jahre, wo die ca. ersten 12 … 15 Jahre der Amortisation „dienen“ und eventuell, nach ca. 10 Jahren ein neuer Wechselrichter (~6.000.-) fällig werden, ist sowieso ein „zweiseitiges Sache“. Nach dem WIKI https://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis liegt der Preis „für einen 3-Personen-Haushalt mit Jahresverbrauch von 3.500 kWh in Cent/kWh“ in 2011, bei brutto 24,95 Cent. Meine „Quote“ beträgt (von 2011) 28,74 Cent – die Differenz beträgt also + 3,79 Cent/kWh was schon weniger ist, als die darin enthaltene Umsatzsteuer in 24,95 Cent (3,98 Cent). Bei der absehbaren Preissteigerung, dürfte mich also der Durchschnittspreis spätestens in 4 Jahren eingeholt haben.

Was absehbar ist, innerhalb von 20 Jahren werden meine „Preise“ deutlich unter denen liegen, welche allgemein erzielt werden. Wieso das nun zu einer Preissteigerung führen soll, muss mir jemand erst mal erklären. Zugegeben, die anfänglichen Traumtarife (um das „Ding“ zum Laufen zu bringen) von 57,40 Cent (2004) waren auf Dauer und mit wachsender Zahl von Anlagen unhaltbar. Das hatten auch die „Erfinder“ so gesehen und es war schon immer danach und wachsend progressiv eine Reduzierung „eingebaut“. Die Modulpreise sind durch Massenfertigungen inzwischen vergleichsweise preiswert zu haben. Inflationsbereinigt sieht das Ganze durchaus „zivil“ aus. Was erheblich gestiegen ist, sind die Umlagen von 1998 (24,7 %) [EEG 0,08 C]auf 2011 (45,6 %) [EEG 3,98 C].

Noch zur Ergänzung deines Beitrages: In der Sendung "Einfach genial" werden jeden Mittwoch Vormittag im MDR neue Erfindungen vorgestellt bzw. bei älteren Erfindungen nachgehakt, wie sich die Sache entwickelt hat. Dabei war auch eine Voltaikanlage als Gartenzaun. Vielleicht wäre das auch für dich noch interessant

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(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 25 Mär 2012 01:30 
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Danke Quijota,

eher wohl nicht – alles was tiefer als die umgebenden Gebäude liegt ist ungeeignet. Woran ich interessiert wäre, sind bezahlbare Speichermöglichkeiten um einen größeren Teil der täglichen „Ernte“ in die schwachen oder völlig sonnenfreien Zeiten „hinüber zu retten“.

Da neben dem elektrischen Heizen, der wohl größte Energieverbrauch beim Brauchwasser liegen dürfte, werde ich dort ansetzen. Zumindest dort sollte es möglich sein ganzjährig auf jede Fremdenergie weitgehend zu verzichten. Da meine Fotovoltaikanlage groß genug ist, habe ich auf eine thermische Solaranlage bewusst ganz verzichtet. Wasser elektrisch aufzuheizen, wenn genügend Sonne zur Verfügung steht, scheint mir wesentlich kostengünstiger, als eine derartige Anlage, welche sowieso den selben Beschränkungen was Wetter und Zeitraum angeht, unterworfen wäre. Worüber ich z.Z. Nachdenke, ist die Frage ob es günstiger wäre zwei Speicherbehälter statt eines großen zu verwenden. Mein niemals entkalkter 200 Liter WW-Speicher, wo bereits zwei Heizkreise durchgebrannt sind und ich nur auf „Sparflamme“ aufheize, – Lebensdauer bisher ca. 30 Jahre - wird wohl ein Fall für den Schrotthändler sein. Doch sobald ich eine neuen habe, werde ich den sowieso „in Augenschein“ nehmen müssen. Sollte das Ding nochmal eine „Verjüngungskur“ wert sein, hätte ich schon mal zwei.

Am neuen Aufstellungsort und mit überdimensionaler Wärmedämmung, sollte der Vorrat an heißem Wasser die meiste Zeit ausreichen um auch ein – zwei Tage zu überbrücken. Schade nur, Wärme lässt sich derzeit kaum wirtschaftlich speichern. Selbst in so sonnenreichen Wintern ist eben nicht genügend Wärme für 24 Stunden da. Sonst könnten modernere Speicherheizungen durchaus wieder einen Sinn machen. So muss es eben die Wärmedämmung des Hauses „richten“.

Beleuchtung, PC und sonstige Kleinverbraucher lassen sich womöglich über eine Pufferbatterie komplett „autark“ betreiben. Soweit es den Winter angeht, sind bei mir sowieso alle el. Geräte am Ende eine „el. Heizung“. Schade, ich „sehe“ leider keinen Nachbarn, mit dem es sich lohnen würde ein kleines Blockheizkraftwerken (BHKW) gemeinsam zu betreiben. Er kriegt die Wärme und ich den Strom – weil ich außer el. Heizkreisen (Fußbodenheizungen und kleine Flächenheizkörper) keine sonstigen Heizkörper im Haus habe. Nun ja mal sehen wie weit ich mit Dämmung den Verbrauch noch drücken kann....


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 25 Mär 2012 01:41 
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In der gleichen Sendung wurde auch ein System zur Umwandlung von Erdwärme bzw. Erdkälte in Energie vorgestellt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 27 Mär 2012 19:09 
Auch das sind Auswüchse des Kapitalismus, der an die schlimmste Misswirtschaft des Kommunismus erinnert.
Seit beispielsweise die 45 % EnBW-Anteile von Mappus an Morgan Stanley verschachert wurden, zeigt der Stromanbieter mafiaähnliche Verhaltensmuster.

Bald 6 Millionen Haushalte ohne Strom wegen EEG?

600.000 Haushalten in Deutschland wurde wegen unbezahlter Rechnungen bisher der Strom abgeschaltet. Und es werden immer mehr mit jeder neuen Strompreiserhöhung. Bald wird die Millionengrenze überschritten. Bestraft werden die kleinen Verbraucher, die die Gewinne der Ökostrominvestoren nach dem unsozialen Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) bezahlen müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 01 Apr 2012 00:35 
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Warum die Strompreise wirklich steigen:
http://www.wdr.de/tv/monitor//sendungen ... strom.php5

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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 03 Apr 2012 14:03 
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[„Energieintensive Unternehmen sind von der EEG-Umlage vollständig oder weitgehend befreit“] Doch das ficht diese „Quelle“ schon mal nicht an :
Quelle "mmnews" hat geschrieben:
Und immer mehr Arbeitsplätze gehen in den energieintensiven Betrieben verloren. Der „Spiegel“ hat dies beispielhaft in seiner Ausgabe vom 20. 2. 2012 dargestellt. Zurzeit werden bereits zehntausende von Arbeitsplätzen in der Stahl- und Metallindustrie und in anderen energieintensiven Betrieben abgebaut. Dieser Prozess wurde bisher von der Politik und den Medien nicht weiter beachtet. Denn er passte nicht in die politische Ideologie.
Durch eine völlig undurchsichtige Mischung ALLER Energiequellen und deren Wirkung, wird der Laie – was wohl hier die meisten Leser sein dürften – vollkommen verunsichert und was z.B. die Notwendigkeit, Leitungsnetze zu erneuern bzw. zusätzliche zu installieren, auch schlichtweg angelogen.

Statt einmal darauf einzugehen, was uns allen durch die Einführung der sog. „Smart Meter“ noch bevorsteht – Chancen, sowohl auch Belastungen, wird so getan, als sei Energie praktisch unerschöpflich vorhanden und werde nur durch unsinnige Maßnahmen verteuert. Statt tatsächlich einmal zur Kenntnis zu nehmen, vorhandene Vorräte an fossilen Energieträgern sind sehr, sehr endlich und die Zahl derer, welche sich diese teilen müssen steigt an wie niemals zuvor.

Energie ob nun die elektrische Variante, Kraftstoffe oder Heizenergie, wird schon aus Gründen der Verknappung ständig verteuert. Egal wie dies nun „intern verschoben“ wird, wird das am Ende jeden Einzelnen treffen. Jede Ware wird sich weiter verteuern. Das wird auch sichtbar, wenn alle Preise inflationsbereinigt betrachtet werden. Diese Preise haben nur wenig mit den tatsächlichen Kosten zu tun. Bislang werden „Umweltkosten“ nur sehr indirekt in die Kosten eingerechnet. Viele Kosten werden „verlagert“ oder „verzögert“.

Dabei sind für einen privaten Haushalt die Stromkosten allein nicht die höchste Belastung. Eine weitaus höhere Belastung stellen die Heizkosten dar. Hier wird bei weitem sowohl die höchsten Kosten verursacht und gleichzeitig der höchste Grad an Verschwendung zugelassen. Von der damit verbundenen Umweltbelastung einmal ganz abgesehen. Auch hier scheint es nur wenige zu interessieren wie sich das in Zukunft – einer sehr nahen Zukunft – auswirken wird.

Generell sind solche tendenziellen „Informationen“ nicht dazu gedacht, gezielt zu informieren, um eine vernünftige Planung und Einbindung jedes Einzelnen zu erleichtern, sie sind eine bunte Mischung von Informationen, die durch ihre Darbietung lediglich zur Verunsicherung beitragen und jede Art der Lösung vermissen lassen. Einige Informationen sind ohne Spezialkenntnisse darüber hinaus für die Masse völlig nutzlos und dienen lediglich einem pseudowissenschaftlichen Gesamteindruck. Es fehlen seriöse Quellenangaben. Stattdessen wird zu anderen dubiosen Seiten verlinkt, welche die Fehlinformationen weiter „aufbereiten“.

Danke Quijota für Deinen Link – offenbar sinken die Strompreise durch die „Erneuerbaren“ - doch dieser Effekt wird nicht weitergegeben oder schlimmer die Kosten derer, welche sich um Einsparung schlicht nicht kümmern, werden entlastet um die Masse der kleinen Energieabhängigen damit zusätzlich zu belasten. Doch das ist meiner Meinung nach nicht der größte volkswirtschaftliche Schaden. Statt diese finanziellen Mittel durch nachhaltige Veränderungen in „Realwerte“ die dauerhaft wirksam werden, umzuwandeln, werden sie lediglich die schon übergroße Geldmenge erhöhen und die Kaufkraft weiter verringern.

Ein Beispiel 1 kg Bauxit in Australien abgebaut und in der Europa verarbeitet, liegt der Energieverbrauch bei 170 Megajoule pro kg Aluminium. 1 MJ = 0.277778 kWh Für die Herstellung eines kg Rohaluminium werden rund 47kWh „verbraten“. Es ist also „intelligent“, diese Energie möglichst dort zu nutzen, wo sie „anfällt“. Die eher langfristige Frage ist welche Energieform ist geeignet – fossile Energie mit den unvermeidbaren Umwandlungsverlusten und dem immer endlicher werdenden Vorhandensein – oder gleich mit elektrischer Energie (Schmelzflusselektrolyse) ? Allein dafür fallen ca. 17 kWh pro kg an.

Beim Recycling beträgt die notwendige Energiemenge lediglich 5 %. Wenn wir überleben wollen, wird das nur über eine Anpassung an die realen Bedingungen möglich sein. Vermutlich werden so auch die bisher nicht gerechneten Kosten auf alle zukommen. Einige weichen dieser realität noch immer durch „Verlagerung“ in scheinbar „billige“ Gebiete aus. Alles was damit erreicht wird, ist lediglich eine Verzögerung der Stunde Null.

Das wird kein „großer Knall“ sein – eher ein langsames Dahinsiechen, wie bei einer unheilbaren Krankheit – die Krankheit hat auch einem Namen : menschliche Dummheit !


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 03 Apr 2012 20:39 
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Wenn die Kosten für „Elektrizität“ im Haus schon so dramatisch eingeschätzt werden – im Moment redet jeder „nur“ davon – kann es nicht verkehrt sein, den häuslichen Energiebedarf mal genauer zu betrachten. Leider ließ sich diese Grafik nicht verlinken :
Dateianhang:
häusliche Energie_001.jpg
häusliche Energie_001.jpg [ 46.72 KiB | 3827-mal betrachtet ]

Nun wenn also schon die Stromkosten als dramatisch empfunden werden, was ist dann erst los, wenn der Heizbedarf, welcher mit ca. 70 % (in einem „durchschnittlichen“ Haushalt“) angegeben wird sich ähnlich stark verteuert. Je nach Methode der Warmwasserbereitung (Sommer ? - Winter mit Heizungssystem), kommen diese 15 % noch hinzu.

„Nur“ Heizung ist das 4,7fache des elektrischen Energiebedarf, in der Heizperiode kommen nochmal 15 % hinzu, was dann ca. dem 5,7fachen entspricht. Wer sein Warmwasser auch im Sommer mittels der Zentralheizung erwärmt, kommt nochmal deutlich schlechter weg (es gibt einige gute Gründe dies in der „heizungsfreien Zeit so nicht zu tun).

Nun wem lasten „wir“ dieses Problem an ? Hier kann wohl kein „EEG“ als „Verschwörer“ herbei gelogen werden. Dafür ist erst mal unser Klima verantwortlich. Mit Vorsicht, wird wohl in vielen Fällen die Bauart der Häuser dafür verantwortlich sein bzw. deren Erbauer. Da jährlich allenfalls 2 % Neubauten zum Bestand hinzukommen, wird sich so schnell daran auch nichts ändern.

Neue Gebäude bzw. die angepassten Normen berücksichtigen dies inzwischen und erlauben – zumindest nach dem entsprechenden Gesetz – praktisch nur sog. „Passivhäuser“ Ein Konzept, was nur noch von sog. „Plus-Häusern“ überboten wird. Auch dafür gibt es Kritiker. Nun ja...

Doch was tun, wenn die zum Heizen benötigte Energie sich ungefähr im selben Maß verteuert, wie beim Strom ? Wer ist daran schuld ? Hilft es nach Schuldigen zu suchen ? Genügt die Wut über diese Entwicklung um die Hütte warm zu halten ?

Wie auch jetzt bei den Methoden Strom einzusparen oder in unkonventionell selbst zu erzeugen, sind die Kritiker immer vorhanden – zwar haben sie niemals eine Lösung parat, aber immerhin sind sie „kritisch“. Als ich unser damals nahezu abbruchreifes Haus erworben habe (um 1975) hatte ich bereits die feste Absicht, diese voraussehbare Entwicklung bei der Renovierung mit einzubeziehen. Ende 70 hatte ich bereits eine Wärmedämmung, wie sie erst sehr viel später gefordert wurde. Lang davor haben sich diese Mehrkosten bereits amortisiert. Zum Zeitpunkt, als ich die Dämmung angebracht habe, war von Spott bis völligem Unverständnis alles „zu haben“. Mir wurden trotz Ölpreisschock „Berechnungen“ präsentiert, die alle von kleinen Preissteigerungen ausgingen. Meine damaligen Argumente, Rohöl wäre „endlich“, haben großes Amüsement ausgelöst. „Spinner“ war noch eine der freundlichen Bezeichnungen.

Für mich ist lediglich alles noch schneller eingetreten, als ich das damals für möglich hielt. Wie ist nun die Situation in D ? Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in Miete und kann, selbst wenn sie das wünschte, am energetischen Status ihrer Mietwohnungen nichts ändern. Die etwas kleinere „Hälfte“ lebt entweder in Eigentumswohnungen oder in eigenen Häusern. Von den Eigentümern von Eigentumswohnungen einmal abgesehen, könnte der „Rest“ durchaus „etwas tun“. Eine Minderheit tut das auch. Größere Wohnbaugesellschaften haben ebenfalls erkannt was auf uns alle zukommen wird.

Wenn bereits jetzt schon 600.000 Menschen diese 15 % Energieanteil (Strom) nicht mehr bezahlen können, wie sollen sie dann das 4,7 bis 5,x fache dieser Kosten noch bezahlen können ? Es bedarf keiner prophetischen Gaben, um annehmen zu können, es werden sehr deutlich mehr sein, die selbst wohl kaum mehr dafür aufkommen können.

Schon jetzt bezieht eine ständig wachsende Zahl von Familien Heizkostenzuschüsse. Aus Steuermitteln – woher auch sonst. Was da, ohne dem „Binnenmarkt“ zugute zu kommen jährlich „abfließt“ ist selbstmörderisch. Für die vergleichbaren Klimazonen Europas und ihrer Bewohner gilt dies genauso. Die norwegischen Öl- und Gasquellen verhindern noch für eine Weile die totale Abhängigkeit von den anderen „Nochförderländern“. Jährlich verschwinden so dreistellige Milliardenbeträge, besonders, wenn auch noch der Energiebedarf für die nach Millionen zählenden Fahrzeuge zu Land, Wasser und in der Luft hinzukommen. Erstere sich eine weitere Belastung aller Familien zusätzlich zu den häuslichen Energiekosten.

Der einzige denkbare Ausweg ist die rechtzeitige Erschließung der solaren Energie in allen nur denkbaren Variationen. Das dies nun immer noch nicht erkannt und mit allen Mitteln gefördert wird, dürfte spätestens mittelfristig das Ende der Welt die wir kennen sein. Wer weiß, dass zum Beispiel gegenwärtig bereits in Kanada sog. „Ölsande“ genutzt werden, um daraus Energie zu gewinnen – mit negativer Bilanz !!! - wird verstehen, wie sehr wir uns einer katastrophalen Energieknappheit nähern. Alle – ausnahmslos alle – fossilen Kraftwerke schaffen es nicht, eine „positive“ Bilanz zu erbringen. Im Klartext, es muss mehr Energie in deren Bau gesteckt werden, als diese dann in 25jährigem Vollbetrieb produzieren werden. Einzige bisher bekannte Ausnahme sind die Elemente der Fotovoltaik. Dies produzieren bereits nach 4 … 5 Jahre „Plusenergie“. Gäbe es unerschöpfliche fossile Lagerstätten und wäre deren Nutzung ohne Umweltwirkung (beides muss wohl verneint werden), würde diese seit über 200 Jahren nun betriebene Idiotie kein Problem darstellen. Leider streiten wir inzwischen nicht über das „wenn“ sondern nur noch über das „wann“. Bei mehr als 7 Milliarden Menschen, die derzeit erst zu einem kleinen Teil am weltweiten Energietropf hängen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 17 Mai 2012 16:37 
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Nun womöglich überraschend ist dies doch ein vom „Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie“ geförderter
Service von FIZ Karlsruhe ….
BINE hat geschrieben:
Aktualisierte ISE-Studie vergleicht Stromgestehungskosten 15.05.2012

Lernkurvenbasierte Prognose von Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien in Deutschland bis 2030. © Fraunhofer ISE

Stromgestehungskosten für Photovoltaik, CSP und Wind an Standorten in Deutschland und Spanien. © Fraunhofer ISE

Dynamische Entwicklung der Erneuerbaren

Die Erneuerbaren wachsen stetig. Die Entwicklung der Kosten wird in der Öffentlichkeit leidenschaftlich diskutiert. Oftmals bleiben in der Debatte entscheidende Daten und Fakten unberücksichtigt. Das Freiburger Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE aktualisierte daher seine Studie „Stromgestehungskosten von erneuerbaren Energien“.
Entgegen manchmal etwas „abseitig“ geführten Diskussion ergibt sich lt. dieser Studie PDF-Download (startet automatisch) ein anderes, eher positives Bild. Besonders interessant, die Quelle dieser Erkenntnisse sind nicht die „üblichen Verdächtigen“ :
Zitat:
Ergebnis der Studie

„Ein wesentliches Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Stromgestehungskosten bei der Photovoltaik nicht nur in Regionen mit sehr hoher Sonneneinstrahlung, sondern auch in Deutschland unterhalb des Endkundenstrompreises liegen“, erläutert Prof. Dr. Eicke R. Weber, Leiter des Fraunhofer ISE. So belaufen sich an deutschen Standorten die Stromgestehungskosten von PV-Kleinanlagen auf 14 bis 20 Cent/kWh.

Ähnlich sieht es bei der Nutzung der Windkraft aus: „Auch die Wettbewerbsfähigkeit von Windenergieanlagen gegenüber konventionellen Kraftwerken ist an guten Windstandorten erreicht“, so Weber. Die Stromgestehungskosten von Onshore-Windenergieanlagen liegen heute zwischen 6 und 8 Cent/kWh und damit im Bereich der konventionellen Kraftwerke aus den Bereichen Steinkohle, Braunkohle und Kernkraft.

Offshore-Windenergieanlagen verzeichnen dagegen trotz höherer Volllastzeiten von jährlich 3.200 Stunden mit 12 bis 16 Cent/kWh deutlich höhere Stromgestehungskosten als Onshore-Anlagen. „Ursachen sind die teurere Installation sowie höhere Betriebs- und Finanzierungskosten im Bereich Offshore“, fügt Weber hinzu, „damit ist der Strom aus Offshore-Windenergieanlagen auch teurer als der aus PV-Anlagen“.

Der Vorteil der Speicherbarkeit von Energie und der regelbaren Stromproduktion von solarthermischen Kraftwerken ist laut Weber in der Studie jedoch nicht berücksichtigt. Die Vorteile von höheren Volllaststunden von WEA, insbesondere von Offshore-Anlagen werden ebenfalls in den Stromgestehungskosten nicht abgebildet, spielen jedoch für die langfristige Energiesystementwicklung eine wichtige Rolle.
Was dabei ebenfalls noch keine Ergebnisse berechenbar macht, ist die Frage der Verwendung von „sog. überschüssiger Energie“. Es gibt da bereits Lösungen :
Quelle hat geschrieben:
Wind und Sonne richten sich nicht nach dem Stromverbrauch und das Stromnetz kann ihre Energie nicht speichern. Windgas hilft, dieses Problem zu lösen. Das durch Elektrolyse gewonnene Gas nutzt die Erdgasnetze, die in Deutschland bereits vorhanden sind, und versorgt Privat- und Gewerbekunden zuverlässig mit sauberer Energie.

Eine nachhaltige Energieversorgung kann nur gelingen, wenn wir große Mengen Ökostrom transportieren und speichern können. Derzeit verstopfen jedoch unflexible Kohle- und Kernkraftwerke das Netz. Zur Aufrechterhaltung der Stromfrequenz kann aber immer nur so viel Energie zugeführt werden, wie dem Netz gleichzeitig entnommen wird. Die bisherige Versorgung durch unflexible Großkraftwerke verträgt sich nur begrenzt mit einer dezentralen Stromversorgung, die auf erneuerbaren Energien basiert. Und moderne Speichertechnologien sind nicht ausgereift genug, um sauberen Strom außerhalb des Stromnetzes aufzunehmen.

Windgas bietet eine Lösung. Denn:

Das Gasnetz verfügt über immense Speicher- und Transportkapazitäten. Bereits eine Einspeisung von 5 vol% Wasserstoff in dieses Netz erschließt eine Speicherkapazität, die dem Stromverbrauch eines Tages in Deutschland entspricht! Durch eine nachgelagerte Methanisierung lässt sich perspektivisch sogar die gesamte Kapazität des Gasnetzes nutzen.

Windgas nutzt die bereits vorhandene Speicher-Infrastruktur und bietet deshalb eine sinnvolle Alternative zum Bau neuer Pumpspeicherkraftwerke. Denn diese stellen teils erhebliche Eingriffe in die Natur dar und sind ökologisch umstritten.

Durch Windgas können Privat- und Geschäftskunden ihre bestehende Gasheizung ohne Technologiewechsel klimafreundlich gestalten.

Das Gas- und Stromnetz in Deutschland werden so optimal für eine integrierte Versorgung mit erneuerbaren Energien genutzt.

Ab Oktober 2011 liefert Greenpeace Energy anfänglich zunächst Erdgas, dem dann nach und nach Wasserstoff beigemengt wird, sobald dieses verfügbar ist. Derzeit lässt sich Wasserstoff aus technischen und regulatorischen Gründen bis zu einer Obergrenze von fünf Prozent ins Gasnetz einspeisen.

Sobald die Grenze für die Wasserstoffeinspeisung erreicht ist, kann in einem weiteren Schritt aus dem Wasserstoff erdgasgleiches Methan hergestellt werden. Perspektivisch können erneuerbarer Wasserstoff und erneuerbares Methan das fossile Erdgas zu 100 Prozent ersetzen.
Ganz nebenbei eine Möglichkeit sich genossenschaftlich sowohl zu beteiligen, als auch auf „überschaubarem Neveau“ die Energiewende zu fördern und nicht nur darüber zu reden..... Wenn das „Schule macht“....

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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 14 Jul 2012 20:54 
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Nochmal „Die Zeit“ Strompreise Das Klima hat seinen Preis Wer macht uns wirklich arm – die Energiewende oder die Stromkonzerne? Ein Artikel, der ohne Schaum vorm Maul auskommt und ganz nebenbei nochmal auf die Preissteigerungen eingeht und sie dahin verortet, wo sie auch herkommen :
Zitat:
Dabei gibt es tatsächlich ein Problem: Während die Zahl der Beschäftigten im Niedriglohnsektor deutlich zugenommen hat, sind die Preise für Energie überdurchschnittlich stark gestiegen. Der Aufwärtstrend beim Heizöl und beim Erdgas ist zwar vom Markt getrieben, doch im Preis des Stroms stecken eben auch allerlei grün inspirierte Abgaben und Umlagen, die auf amtliches Geheiß von sämtlichen Haushalten eingetrieben werden – vor allem zwecks Förderung erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).

Hat das den Strom teurer werden lassen? Aus Daten der Bundesnetzagentur und des zuständigen Industrieverbands BDEW lässt sich genau erkennen, was den Preis von 2006 bis 2011 um rund 6,5 Cent pro Kilowattstunde nach oben getrieben hat. Es waren jedenfalls nicht in erster Linie die Ökoabgaben.

Tatsächlich ist die Ökosteuer (2,05 Cent pro Kilowattstunde) seitdem konstant geblieben. Unverändert blieb auch die Konzessionsabgabe (1,79 Cent) der Gemeinden. Der KWK-Aufschlag ist sogar um 0,3 Cent gesunken, ebenso wie die Netzentgelte (minus 1,55 Cent). Gestiegen ist die EEG-Umlage nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (plus 2,65 Cent), gestiegen ist auch die Mehrwertsteuer (plus 1,4 Cent). Doch niemand hat so zugelangt wie die Stromwirtschaft selbst. Für die Strombeschaffung verlangte sie 2011 fast 4 Cent mehr als 2006 – obwohl sich der Börsenpreis für Strom per Saldo nicht verändert hat.

Die Energiewende als Preistreiber? Richtig, Strom ist teurer geworden. Teurer als nötig, denn den Teil der EEG-Umlage, den industrielle Großverbraucher dank gesetzlicher Privilegierung nicht zu zahlen haben, müssen private Endverbraucher mittragen. Aber dass ein einkommensschwacher Haushalt nun ein Problem hat, liegt nicht vorrangig und schon gar nicht nur daran, dass die Energiepolitik grüner geworden ist.
0,065 € = 100%, 0,025 € = 38,5 % und 0,040 € =61,5 % Der „Beitrag“ den sich die „Großen“ da einstreichen ist ohne nachvollziehbare Kostenerhöhung um satte 61,5 % gestiegen. Wie viel der „Anteil“ der „verschobenen Privilegien“ ausmacht, ist unbekannt jedoch ist der in den 38,5 % (aus 2,5 Cent) mit enthalten.

Dann noch dieser Leserbrief der mit meiner Meinung übereinstimmt (schön wenn man mit seinen Vorstellungen nicht ganz allein ist) :
Zitat:
ANONYMOUS IRAN
05.07.2012 um 22:00 Uhr

7. Dezentrale Energieversorgung ist auch eine Demokratiebewegung

Die dezentrale Energieversorgung mit dem Mix aus Solar, Wind, Biomasse usw wird auch durch RWE, EON, VATTENFALL, ENBW sowie der energieintensiven Wirtschaft nicht aufgehalten werden können. Kommunen, Unternehmen, und große Organisationen können In den nächsten Jahren auch ohne EEG mit ihren Dächern und Freiflächen sowie Fassaden und Biostoffen genügend Energie produzieren und diese selbst vermarkten. Städte und kleine Gemeinden können sich vom Netz unabhängig mit Energie versorgen.

Eine Abhängigkeit von Großkraftwerken oder Netzen für Windenergie aus Großanlagen im Norden ist nicht mehr notwendig. Die Speichertechnik wird sich so entwickeln, dass sich viele unabhänigg vom Netz selbst versorgen können. Die Energieversorgung kleiner Gemeinden wird damit zu einer Demokratiebewegung, die der Großindustrie den Stinkefinger zeigt. RWE, EON usw sollten sich lieber auf die Sicherheitsinvestitionen der Atomkrafte konzentrieren, die in Europa noch nicht abgeschaltet wurden.
Sobald etwas derartiges bezahlbar auf dem Markt ist (Speichertechnik) werde ich meine Anlage dahingehend erweitern. Ein anderes Modell, welchem ich durchaus zustimmen würde, wäre eine Methode der „negativen“ Zählung – Alles was eine Anlage produziert, wird vom „Eingangszähler“ abgezogen und nur die positive Differenz ist zahlbar, bzw. nur Überschüsse werden zu marktüblichen Preisen verkauft.

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 Betreff des Beitrags: Re: Strom ? oder Hauptsache Geldfluss ?
BeitragVerfasst: 21 Jan 2014 02:45 
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Tja, voll_ratlos ist schon lange nicht mehr bei uns, aber das Thema ist aktueller denn je. Von der "Klimakanzlerin" hoert man schon lange nichts mehr zum Thema Klima und ihr Erzengel macht sich fuer die Kohle stark und nicht fuer erneuerbare Energien:
Zitat:


Gabriel will aus dem EEG ein Kohlebestandschutzgesetz machen

Von Hans-Josef Fell

Maximal 60% Ökostrom will Wirtschaftsminister Gabriel bis 2035 gesetzlich verbindlich vorschreiben. Dies ist gleichbedeutend mit dem gesetzlich garantierten Schutz von mindestens 40% Strom aus fossilen Kraftwerken. Da der Atomausstieg bis dahin ja längst verwirklicht sein soll und da Erdgasgaskraftwerke wegen hoher Gaspreise nicht mehr wettbewerbsfähig sind, bedeutet dies nichts anderes ein Festschreiben des Anteils der Kohleverstromung von mindestens 40%. So würde der heutige Kohlestromanteil von etwa 45 % fast vollständig noch weit über 20 Jahre geschützt werden.

Viele der Detailvorschläge für seine EEG-Novelle gehen in die gleiche Richtung: Um das übergeordnete Kohleziel von Minister Gabriel auch wirklich zu erreichen, sollen die ökonomischen Daumenschrauben mit Vergütungssenkungen vor allem bei Wind, Solar und Bioenergien so hart angesetzt werden, dass die heutigen Ausbaugeschwindigkeiten der letzten Jahre bei den Erneuerbaren Energien massiv gebremst werden; denn nur so kann sich Minister Gabriel mit seiner Kohle-SPD sicher sein, dass das schwache Ökostromziel von 55% bis 2035 nicht übererfüllt wird.
Gabriels Vorschlag untergräbt Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz...


http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/00 ... z2qzZesbHb

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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