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 Betreff des Beitrags: Solarenergie
BeitragVerfasst: 13 Feb 2012 20:00 
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Zitat:
Erzwungene Energie-IneffizienzJetzt soll nur noch für einen Teil des erzeugten Solarstroms gezahlt werden

Anstatt, wie es sinnvoll wäre, den Preis für Solarstrom nur weiter an die sinkenden Anlagenpreise anzupassen, benutzen der Wirtschafts- und der Umweltminister die Photovoltaik weiter zur persönlichen Profilierung. Sie werden sich dazu voraussichtlich auf einen neuen Kürzungsvorschlag einigen, der einfach nur weit hergeholt wirkt: Die Jahresvolllaststunden von Solarstromanlagen sollen gedeckelt werden.
weiter:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/151423

Mit Geld verdienen durch die Einspeisung der Energieüberschüsse aus privater Produktion von Solarenergie wird es voraussichtlich wenig bis nichts werden.
Ein Glück, dass unsere POlitikerInnen nicht korrupt sind und so gar nchts mit den Lobbyisten zu tun haben (Ironie aus)

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 14 Feb 2012 17:27 
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Der absolute Irrsinn....

Zum einen wirkt die Einspeisevergütung entsprechend der installierten Leistung ja längst wie eine Deckelung – wachsende Leistung verringert die Einspeisevergütung (Cent pro kWh) und passt damit den vertraglich garantierten Erlös aus einer Investition an die Quantität an um die mit steigender Quantität fallenden Preise für die Anlagen entsprechend „abzubilden“.

Diese Investition (bei den flächenbegrenzten Kleinanlagen), ist von der Amortisation her gesehen bereits ein wenig attraktives Unternehmen. Ob es je möglich sein wird, höhere Preise „am Markt“ zu erzielen (also über die garantierte Einspeisevergütung hinaus), ist bei den „Marktgröße“ solcher Anlagen (5 … 10 kWp) wohl eher sehr fraglich.

Was derartige „Vorstöße“ bewirken werden, sind eine Beschränkung der ohnedies stagnierenden Installation solcher Anlagen. Damit wird eine breite Streuung von Erzeugungsanlagen weiter behindert. Dies trifft auch jene, welche keinerlei Subvention zum Erwerb der Anlagen beanspruchen und das Argument, dies richte sich gegen eine Fehlsubvention einer wenig ergiebigen Technik geht völlig ins Leere.

Hier bei Subventionen zu deckeln wäre umgekehrt wirksam. Wer keine Dach zur freien Verfügung hat, könnte sich durchaus an anderen Unternehmungen beteiligen. Durchaus auch mehrfach um in den Genus von Zinssubvention zu gelangen.

Diese lokalen Kleinkraftwerke können ohne Ausbau der Netze problemlos betrieben werden. Damit fallen Folgekosten für die Netzbetreiber nahezu völlig weg. Wer in diese Technologie investiert, mindert den Energiebedarf keineswegs lokal nur im Verhältnis 1 : 1

Jede kWh, welche in fossilen Anlagen (Gas, Kohle Öl aber auch AKW) erzeugt wird, muss aus unumgänglichen physikalischen Gründen im Verhältnis 1 : 3 hergestellt werde. Wobei 2 kWh in der Regel nutzlos an die Umwelt (meist Flüsse oder aufwendiger an die Luft) abgegeben werden. Nicht berücksichtigt sind dabei die „kapazitiven“ Verluste beim Langstreckentransport, die Umwandlungsverluste in Trafostationen und letztendlich auch sog. „ohmsche“ Verluste in den Niederspannungsnetzen.

Jede noch so kleine Anlage, spart also die Förderung, den Transport und letztendlich die Kosten für das „Brennmaterial“ ein. Wobei 2 kWh in jedem Fall bei den genannten Technologien Abfall – oft schädlicher Abfall sind.

Um als Beispiel die seit Ende September aus meiner Anlage eingespeisten 1.640 kWh adäquat herstellen zu können, währen dazu 4.920 kWh (thermisch) „notwendig“ gewesen. Davon währen mindestens 3.280 kWh völlig nutzlos an die „Umgebung“ abgegeben worden. In Geld ( 01.01.2011 … 31.12.2011 = 0,2874 €/kWh) entspricht allein das „Rauchopfer“ 942,67 €, während der Solarstrom brutto (bei voller Einspeisung) 471,34 € „gebracht hat.“

Klar, auch „wir“ haben Eigeninteressen, aber in einem sehr bescheidenen Rahmen. Die private Investition ist vergleichsweise hoch, der erzielbare Gewinn ist erst in Jahren realisierbar. Dennoch erscheint mir diese die einzige Methode selbst über einen kleinen Teil „bestimmen“ zu können. Ohne mit dem Kapitaleinsatz unsichtbare schädliche Kräfte zu unterstützen. Das und eine Minimierung meines sonstigen Energiebedarfs, scheint mir ein realistischer Beitrag zur Lösung der anstehenden Probleme. Wo sonst, könnte ich mit nur 40.000.- € einen nachhaltigeren Beitrag leisten ? Schon ein Auto, welches wohl kaum 15 Jahre übersteht, kostet von 1/4 bis zum Mehrfachen einer solchen Summe. Geld, dessen „nominale Kaufkraft“, sowieso nur mit sehr vielen Tricks gegenwärtig erhalten wird.

Wer sich positiv orientieren möchte kann das ja (selbstverständlich nicht ohne „Interessen“) HIER tun
Zitat:
Politik, Umweltverbände, Verbraucher – eine breite Mehrheit der Bevölkerung spricht sich für einen Umbau der Energieversorgung und eine zunehmend stärkere Nutzung erneuerbarer Energien aus. Über das „wie“ und „wie schnell“ dieser Energiewende wird allerdings noch heftig diskutiert. Besonders die Bedeutung der Photovoltaik wird dabei immer wieder in Frage gestellt: Sie sei zu teuer, wenig effizient und könne auch langfristig keinen nennenswerten Beitrag zur Energieversorgung leisten – so lauten häufig genannte Vorurteile.

Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache: Zwar liegt der Anteil in der erzeugten Gesamtstrommenge noch immer im einstelligen Prozentbereich. Entscheidend ist aber das enorme jährliche Wachstum der photovoltaischen Stromerzeugung – so hat sich die erzeugte Solarstrommenge allein in den letzten drei Jahren fast versechsfacht. Gleichzeitig sinken die Erzeugungskosten derart rasant, dass Solarstrom aus Deutschland schon in wenigen Jahren mit dem Steckdosenpreis von konventionell erzeugtem Strom konkurrieren kann. Doch das sind gerade mal zwei der vielen Argumente, die für den kontinuierlichen Ausbau der Photovoltaik und ihre weitere Förderung sprechen.
z.Z. sind ca. 25 GWp "am Netz" - klar nur wenn die Sonne scheint. Aber die Fotovoltaik soll nur ein Teil der erneuerbaren Energien sein mit den besonderen Vorteilen, die es nie ohne Nachteile gibt...


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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 22 Feb 2012 20:07 
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Röttgen und Rösler haben sich was Neues ausgedacht: Voraussichtlich werden ab April 2012 die Subventionen für Solarenergie um bis zu 30 % gekürzt :roll: :facepalm:

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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 24 Feb 2012 05:05 
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update :argh: :argh: :facepalm: ***Beleidigung*** :motz:
Zitat:
Fotovoltaik ausgebremst?
Bundesminister legen Vorschläge für radikale Einschnitte bei der Solarförderung vor. Nur der Bundesrat kann noch das Schlimmste verhindern

...Röttgen macht aus dem Ziel, die Solarenergie auszubremsen, keinen Hehl: "Mit unserem Vorschlag zur Fotovoltaik-Förderung wollen wir die Zubaumenge und die Kosten wirksam begrenzen", wird der CDUler in einer von beiden Ministerien verbreiteten gemeinsam Presseerklärung zitiert. Auffallend ist, dass der 2010 verabschiedete Nationalen Aktionsplan Erneuerbare Energien in den Vereinbarungen der beiden Ministerien unerwähnt bleibt. Darin hatte die Bundesregierung sich gegenüber der EU-Kommission verpflichtet, bis 2020 einen jährlichen Ausbau der Fotovoltaik von 3,5 Gigawatt (GW) anzustreben. Das entspricht einem Ziel von knapp 52 GW. Derzeit dürfte der Bestand irgendwo zwischen 25 und 27 GW liegen....
aus:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/151488

Also zusammengefasst: Die Windparks in der Nordsee funktionieren (noch) nicht so richtig und viele AKWs sind schon abgeschaltet bzw. werden es in absehbarer Zeit.
Obiger Gesetzesentwurf ist imho wieder eine typische KlientelPOlitik der FDP (Fast Drei Prozent) und CDU zugunsten der AKW-Betreiber. Hoffen die wirklich, über eine künstliche Verknappung des Stromangebotes ihre Atommeiler doch laufen zu lassen oder ist es ein Spiel mit der zukünftigen Verknappung des Stromangebotes nach dem Motto: Wenn die Leute Strom wollen, werden sie Photovoltaikanlagen aufs Dach bauen - mit Subventionen, oder ohne?
:peitsche:

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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 08 Apr 2012 07:14 
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Zitat:
Verdacht der Amtshilfe
Hat die Bundesnetzagentur mit frisierten Zahlen Begründungshilfe für die EEG-Kürzungen gegeben?

Nicht erst mit dem Wechsel des ehemaligen FDP-Redenschreibers Jochen Homann aus dem BMWi als neuem Chef der Bundesnetzagentur kommen Zweifel wegen zu großer Parteinähe der Behörde auf. Jetzt wurde bekannt, dass auch die Zahlen für den Fotovoltaikzubau für 2011, die von der Behörde am 9. Januar, mitten in die Diskussion um die immer stärkere Demontage der Solarenergie hinein, veröffentlicht wurden, so nicht stimmen können.

weiter:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/151758

Ich wundere mich da über gar nichts mehr. Warten wir ab, ob sich der Verdacht erhärtet...

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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 11 Apr 2012 14:01 
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Danke für den Beitrag Quijota !

Was ich nur schwer begreifen kann ist der fehlende Zusammenhang zwischen den Beteiligten – also alle, welche wenigstens „mittelbare“ Interessen an Fotovoltaikanlagen haben :

1. der Betreiber der Anlage, welcher die max. Leistung seiner Anlage problemlos aus der Anzahl der verbauten Module multipliziert mit deren Leitung in kWp, alternativ „addiert“ und multipliziert, falls Module mit unterschiedlichen Leistungen verbaut wurden – warum auch immer.

Diese Leistung ist wiederum die Grundlage für den „Wechselrichter“, welcher die vorliegende Gleichspannung der Module in „netzgerechten“ 50 Hz „Wechselstrom“ bzw. „Drehstrom“ und die erforderlichen Spannungswerte umwandelt. Dessen „Wirkungsgrad“ bestimmt letztendlich, was im öffentlichen Netz ankommt. Wobei dieses selbstverständlich zu allererst die Anlage(n) sind, welche ebenfalls am Übergabepunkt (laienhaft dort wo sich die Zähler befinden) angeschlossen sind.

Dort wird je nach der momentanen Einspeiseleistung (tageszeit- und witterungsbedingt) zunächst soviel Energie der eigenen Anlage zufließen, wie diese, über die Zeit gesehen gerade benötigt. Wenig verwunderlich, besteht gerade kein „Eigenbedarf“, wird die volle Energiemenge (von Null bis zum möglichen Maximum) quasi „weitergereicht“ - „wer“ immer im Ortsnetz gerade Bedarf hat, wird „bedient“ - jedenfalls, solange, bis die (noch) zur Verfügung stehende Energiemenge über die Zähler „fremder“ Anlagen abgeflossen ist.

Erst, wenn ein Ortsnetz keinen „Eigenbedarf“ mehr hat, wird Energie „weitergeleitet“. Doch auch da entsteht keine Notwendigkeit (jedenfalls im Moment) diese Leitungen auszubauen. Das wird nur dann akut, wenn die so eingespeiste Energiemenge die sonst IN diesem Netz benötigte Menge dauerhaft übersteigt. Die Mehrheit der existierenden Ortsnetze sind durchaus ausreichend konzipiert und Neuanlagen müssen VOR der Installation beim zuständigen Netzbetreiber (meist das örtliche EVU) angemeldet und auch genehmigt werden. So ist gewährleistet, dass „Überkapazitäten“ lokal erst gar nicht entstehen können. Laienhaft ausgedrückt, „was vorher hineinfließt, kann in gleicher Größe auch herausfließen“. Sicher es gibt da noch technologische „Feinheiten“ die beachtet werden müssen, aber diese greifen erst dann, wenn es zu regionalen Überkapazitäten kommt. Diese können jedoch an Hand der bereits installierten Anlagen und der Planung vorausgesehen und gegebenenfalls „gesteuert“ werden.

So das war jetzt der „berüchtigte Villenbesitzer“ der angeblich auf Kosten der armen Leute seine hochgepuschte Anlage betreibt. Hier, über das SUNNY PORTAL können neben ausländischen Anlagen z.Z. 7.875 deutsche Anlagen im WWW „betrachtet“ werden. Durch ändern der Suchparameter lässt sich einiges über dt. Anlagen, Größe und ihre Standorte herausfinden. Wie beim MS-Explorer üblich, kann nach den Tabellenköpfen sortiert werden. Pro Seite bietet dies Datenbank 50 Anlagen zur näheren Betrachtung an. Auf Privathäusern dürften Anlagen zwischen 1 wKp und 15 kWp wohl die „Regel“ sein. Anlagen die größer sind erfordern entsprechend große Dachflächen. Meine Anlage hat eine „Kenngröße“ von 12 kWp und nutzt alle relevanten Dachflächen.

Als „gebräuchlich“ (was sowohl vom Standort, als auch dem „Geldbeutel“ abhängen dürfte, sind wohl die Größenordnung 4 bis 5,5 kWp. Diese Selektion kommt auf ca. 406 Anlagen in D. Wobei diese Firmendatenbank sicher nicht alle Anlagen auflistet, weil der Hersteller von Wechselrichtern dabei wohl nur auf Anlagen die mit seinem Fabrikat ausgestattet sind zurückgreifen kann (dazu müssen die Besitzer dieser Anlage eine Freigabe erteilen, was wohl auch zu kleinerer Anzahl als tatsächlich installiert führt). Nur eine Zahl als Anhaltspunkt, es sind derzeit ca. 40 Millionen private PKW zugelassen. Nun kann jeder selbst überlegen, wie viele „potentielle“ Betreiber es überhaupt geben könnte in D – eine deutlich geringere Zahl in Anbetracht aller Parameter. Doch nun weiter zu den „Beteiligten“ an allen in D betriebenen Fotovoltaikanlagen :

2. Das örtliche EVU ( Energieversorgungsunternehmen) welches (meist) auch der Netzbetreiber ist, muss formal geprüft zustimmen, wenn es keine technischen Hinderungsgründe gibt, welche eine Einspeisung nicht erlauben. Dieses Unternehmen ist Abnehmer der eingespeisten Energiemenge und rechnet diese mit dem Betreiber der Anlage ab. In seiner Zuständigkeit liegt die Überprüfung der notwendigen technischen Kapazitäten. Da die örtlichen EVU meist „Töchter“ der bekannten „großen Vier“ sind, werden diese wohl kaum durch etwas „überrascht“.

3. Sozusagen synchron (spätestens) zu der Fertigmeldung einer Fotovoltaikanlage (diese erfolgt im Beisein eines EVU Beauftragten, dem Installateur der Anlage und dem Betreiber der Anlage) wird die Leistung der Anlage auch der „Bundesnetzagentur“ gemeldet – die sollte im Voraus, bezogen auf den Tag der Inbetriebnahme geschehen, da sich darauf auch die Zahlung der eingespeisten Energiemengen bezieht. Gleichzeitig ist dies der Stichtag für den Start der 20jährigen Laufzeit eines Einspeisevertrags nach EEG. Diese Meldung kann über das EVU an die Bundesnetzagentur oder über ein Portal der Bundesnetzagentur erfolgen (so habe ich meine Anlage angemeldet).

Zitat:
Meldung von PV-Anlagen über das PV-Meldeportal der Bundesnetzagentur

Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie sich mit Ihren persönlichen Angaben zur Nutzung des PV-Meldeportals bei der Bundesnetzagentur registriert haben.

Bitte bestätigen Sie zum Abschluss der Registrierung einmalig den aufgeführten Link.

https://.........

Nach dem Aufruf des Links können Sie der Bundesnetzagentur eine oder mehrere PV-Anlagen elektronisch melden. Weitere Informationen finden Sie im PV-Meldeportal.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Bundesnetzagentur
Womit bei einigermaßen „ordentlichen“ Verhältnissen jederzeit Klarheit über alle Einzelheiten (es muss der genaue amtliche Standort einer Anlage Flurstück etc. angegeben werden). Ein funktionierendes Computerprogramm sollte durchaus in der Lage sein ungewollte „Dubletten“ schon bei der Eingabe (beim Datenversand) zu verwerfen. Mein Internetprovider z.B. „erkennt mich“ an Hand meines hinterlegten Datensatzes jedenfalls problemlos – das müsste die Bundesnetzagentur nach einer Anmeldung auch „fertigbringen“. Es gibt bei der geografischen Lage eines Standorts eindeutige Identifizierungsmerkmale. Was nun noch fehlt, ist er „4. im Bunde“ :
4. Das zuständige Finanzamt will auch alles nochmal wissen, was die Anlage oder Anlagen betrifft ! Je nach steuerlicher Anmeldung dort, wird spätesten und dann sicher, mit dieser klar, die bei der Bundesnetzagentur angemeldete Anlage existiert tatsächlich, weil 1. (Betreiber) und 2. (EVU) das dem 4. (Finanzamt) schriftlich bestätigen mussten. Womöglich wäre nun der 3. (Bundesnetzagentur) vom 4. noch zu unterrichten. Diese Bestätigung würde wohl unzweifelhaft die Existenz und tatsächliche Größe einer Anlage bestätigen.

Das gesamte Dilemma (falls es denn existiert), wäre problemlos damit zu lösen, wenn alle Beteiligten gezwungen wären bereits bei der Anmeldung einer geplanten Anlage eine einheitliche Form der Anmeldung an nur einer Stelle aufzugeben und der Baufortschritt bzw. die Inbetriebnahme einer Anlage über diese kontinuierlich erfolgen muss (wenn, was ja eines der Ziele sein dürfte, jemand eine Einspeisevergütung beanspruchen möchte).

Um die Prozedur einigermaßen verständlich zu machen, habe ich den Vorgang so gut wie möglich beschrieben. Wenn der Wille besteht, stets ein klares Bild über geplante (also auch für bereits angemeldete Vorhaben) zu haben, kann ich es mir nur sehr schwer vorstellen, woran, in Zeiten allgegenwärtiger Computertechnik, dies scheitern können sollte :pillepalle:

Es kommt noch eine 5. Komponente hinzu – die installierten Zähleinrichtungen. Seit mindestens 2011, sind nur noch sog. „Smartmeter“ für derartige Anlagen zugelassen. Die können – so man sich endlich über die zugehörige Software und das „Intranet“ - „WAN“ - „Internet“ geeinigt hat – alle eingespeisten für des Strom-Netz relevanten Daten im mindestens Sekundentakt verarbeiten. Die zugehörige Infrastruktur wird seit Jahren von mehreren Hochschulen in Netzen erprobt (Stichwort „Virtuelle Kraftwerke“). Es fehlt wohl eher am guten Willen und der klaren Erkenntnis, wie wichtig der technologische Vorsprung eines völlig neuen Netzkonzept ist. Die Garantie für überhaupt vorhandene elektr, Energie für 8.760 Stunden im Jahr in bezahlbaren und mindestens ausreichenden Quantitäten. Vorzugsweise, von „unpolitschen“ Lieferanten die nur max. 8,3 Lichtminuten entfernt, garantieren, stets rund um die Uhr zu liefern – wobei „wir“ noch Handlungsbedarf bei den Lieferbedingungen haben – zum Glück sind das lediglich technische !

Die permanente sprunghafte Verteuerung alle fossilen Energieträger ist wohl ein Fakt, der durch Diskussion nicht mehr verändert werden kann. Lediglich der Zeitpunkt, wann lokal - aber auch global die Systeme zusammenbrechen werden, ist offen.... :facepalm:


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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 16 Apr 2012 16:09 
Die Förderung der Solarbranche hat in D einen Boom nicht nur für Handwerker gebracht und war auf einem guten Weg. Die Bundesregierung hat auf Druck der Mafia der Stromkonzerne die Förderung von Solarenergie stark gekürzt und steht wieder mal einer Entwicklung zur autarken Energieversorgung entgegen. Man sollte das ganze Gesocks der Stromkonzerne vor den Kadi zitieren.

Solarworld: Branche soll kaputt gemacht werden

Ausgerechnet der Solarworld-Chef kritisiert die Lobby-Politik der Bundesregierung. Die Politik knicke vor der Energielobby von RWE, Eon, EnBW und Vattenfall ein, so Asbeck. Große Energiekonzerne wollten die Branche "kaputtmachen".


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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 16 Apr 2012 17:14 
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JoJo hat geschrieben:
Die Förderung der Solarbranche hat in D einen Boom nicht nur für Handwerker gebracht und war auf einem guten Weg. Die Bundesregierung hat auf Druck der Mafia der Stromkonzerne die Förderung von Solarenergie stark gekürzt und steht wieder mal einer Entwicklung zur autarken Energieversorgung entgegen. Man sollte das ganze Gesocks der Stromkonzerne vor den Kadi zitieren.

Solarworld: Branche soll kaputt gemacht werden

Ausgerechnet der Solarworld-Chef kritisiert die Lobby-Politik der Bundesregierung. Die Politik knicke vor der Energielobby von RWE, Eon, EnBW und Vattenfall ein, so Asbeck. Große Energiekonzerne wollten die Branche "kaputtmachen".

Na, dann frage mal den Frosch nach seiner Meinung zur Trockenlegung seines Sumpfes....

Nun rächt sich die völlig überzogene Subventionierung der vergangenen Jahre auf schmerzhaftem Wege. Ich kenne genügend Firmen dieser Branche, um das beurteilen zu können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 16 Apr 2012 17:35 
geradeheraus hat geschrieben:
JoJo hat geschrieben:
Die Förderung der Solarbranche hat in D einen Boom nicht nur für Handwerker gebracht und war auf einem guten Weg. Die Bundesregierung hat auf Druck der Mafia der Stromkonzerne die Förderung von Solarenergie stark gekürzt und steht wieder mal einer Entwicklung zur autarken Energieversorgung entgegen. Man sollte das ganze Gesocks der Stromkonzerne vor den Kadi zitieren.

Solarworld: Branche soll kaputt gemacht werden

Ausgerechnet der Solarworld-Chef kritisiert die Lobby-Politik der Bundesregierung. Die Politik knicke vor der Energielobby von RWE, Eon, EnBW und Vattenfall ein, so Asbeck. Große Energiekonzerne wollten die Branche "kaputtmachen".

Na, dann frage mal den Frosch nach seiner Meinung zur Trockenlegung seines Sumpfes....

Nun rächt sich die völlig überzogene Subventionierung der vergangenen Jahre auf schmerzhaftem Wege. Ich kenne genügend Firmen dieser Branche, um das beurteilen zu können.

Dann erzähl uns doch mal, warum das so ist. Allein mit Polemik ist da nicht geholfen. Es doch nur darum, dass die Stromkonzerne ihre exorbitanten Gewinne in Gefahr sehen.
Ich habe einen Geschäftsfreund, der das Dach seines Autohauses mit Photovoltaik zugepflastert und damit letztes Jahr ca. 14.000 Euro verdient hat, bei einer Investitionssumme von 90.000 Euronen. Das rechnet sich doch absolut.

JoJo


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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 16 Apr 2012 19:40 
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["Na, dann frage mal den Frosch nach seiner Meinung zur Trockenlegung seines Sumpfes...."] Dumm nur, hier werden vier Ochsenfrösche "befragt" - besser um beim Beispiel zu bleiben, sie "überquarken" die vielen, vielen kleinen Fröschlein die sie nicht in ihrem Teich dulden wollen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 18 Apr 2012 20:20 
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JoJo hat geschrieben:
geradeheraus hat geschrieben:
JoJo hat geschrieben:
Die Förderung der Solarbranche hat in D einen Boom nicht nur für Handwerker gebracht und war auf einem guten Weg. Die Bundesregierung hat auf Druck der Mafia der Stromkonzerne die Förderung von Solarenergie stark gekürzt und steht wieder mal einer Entwicklung zur autarken Energieversorgung entgegen. Man sollte das ganze Gesocks der Stromkonzerne vor den Kadi zitieren.

Solarworld: Branche soll kaputt gemacht werden

Ausgerechnet der Solarworld-Chef kritisiert die Lobby-Politik der Bundesregierung. Die Politik knicke vor der Energielobby von RWE, Eon, EnBW und Vattenfall ein, so Asbeck. Große Energiekonzerne wollten die Branche "kaputtmachen".

Na, dann frage mal den Frosch nach seiner Meinung zur Trockenlegung seines Sumpfes....

Nun rächt sich die völlig überzogene Subventionierung der vergangenen Jahre auf schmerzhaftem Wege. Ich kenne genügend Firmen dieser Branche, um das beurteilen zu können.

Dann erzähl uns doch mal, warum das so ist. Allein mit Polemik ist da nicht geholfen. Es doch nur darum, dass die Stromkonzerne ihre exorbitanten Gewinne in Gefahr sehen.
Ich habe einen Geschäftsfreund, der das Dach seines Autohauses mit Photovoltaik zugepflastert und damit letztes Jahr ca. 14.000 Euro verdient hat, bei einer Investitionssumme von 90.000 Euronen. Das rechnet sich doch absolut.

JoJo

Ach so, das ist also das Kriterium!
Angesichts des Sachverhaltes, dass sich die Investition Deines Geschäftsfreundes in schlappen 6 Jahren bezahlt macht (und danach die Kasse nur so klingelt), muss die Subvention der Photovoltaikbranche natürlich i.O. sein. Jetzt habe ich es verstanden.

Ggf. lohnt sich der Gedanke, dass dieser pfeilschnelle ROI (inkl. der anschließenden Lizenz zum Gelddrucken) nur daher zustande kommt, weil er von jedem einzelnen Bürger in Form überhöhter Strompreise finanziert wird.

Ideologisch motivierte Subvention in eine Nische, die nur einen sehr geringen Anteil am Energiemix ausmacht. Leider aus dem Ruder gelaufen. Von Seiten des Staates und der Industrie.

Ergebnis: Werden die Subventionen auf ein normales Maß gefahren, gehen die zuvor hochgelobten hochinnovativen Unternehmen pleite, schneller als man schauen kann. Sie haben angesichts der per Füllhorn ausgeschütteten Euronen nie industrielles wirtschaften gelernt (ich kenne genug von denen, um das beurteilen zu können). Die angesichts der in Aussicht gestellten Subventionen ach so sicheren Geschäftsmodelle wandeln sämtlich auf dünnstem Eis.
Q-Cells, Solar-Millenium, Phönix Solar, Odersun und viele andere sind bereits insolvent; First Solar, Conenergie u.v.a. wanken heftig. Geringe Fertigungstiefe, geringe Wertschöpfung, geringe Eigenkapitalquote… Dafür umso höhere Abhängigkeiten von ausländischen Lieferanten. Stets die Standardmodule und große Stückzahlen im Blick (die in China ohnehin günstiger produziert werden) und das große Geld.
Ideologieschwangere Überförderung einerseits und Gigantomanie andererseits führen zur gigantischen Kapitalvernichtung (Q-Cells war vor wenigen Jahren noch (subventions)milliardenschwer, der Börsenwert liegt derzeit bei 25 Mio€).

Stattdessen stünde die Spezialisierung an, um in Nischen solides Geld zu verdienen. Andere Branchen haben es vorgemacht. Betätigungsfelder gibt es hinreichend: Spezialmodule für das Anwendungsfeld der Asbestsanierung, komplette Abdeckungssysteme mit integrierten Modulen, Wärmeisolierung mit integrierter Modultechnik, Konzepte für denkmalgeschützte Gebäude… Eben passend für die hiesigen Anforderungen. Wer sollte da besser sein als wir?

Derart eingesetzt sind maßvolle Subventionen sinnvoll. Da gibt es noch viel zu tun.

Viele Grüße
gh

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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 18 Apr 2012 20:22 
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voll_ratlos hat geschrieben:
["Na, dann frage mal den Frosch nach seiner Meinung zur Trockenlegung seines Sumpfes...."] Dumm nur, hier werden vier Ochsenfrösche "befragt" - besser um beim Beispiel zu bleiben, sie "überquarken" die vielen, vielen kleinen Fröschlein die sie nicht in ihrem Teich dulden wollen...

Hallo v_r,
meiner soeben geposteten Antwort an JoJo kannst Du entnehmen, wie meine Aussage gemeint war.

Viele Grüße
gh

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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 18 Apr 2012 22:14 
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Nur mal eine Bemerkung am Rande: Auf meiner Reise habe ich in Bayern sehr viele Felder gesehen, auf denen statt Getreide oder Kartoffeln Solarpannels "angebaut" wurden. Da sich die Landwirtschaft offenbar nur noch bedingt lohnt, versuchen es die Bauern jetzt mit der Solarenergie. Dumm nur, dass sie bei diesem Vorhaben nun auch wieder von der POlitik in den Allerwertestens getreten werden....

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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 19 Apr 2012 06:54 
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Quijota hat geschrieben:
Nur mal eine Bemerkung am Rande: Auf meiner Reise habe ich in Bayern sehr viele Felder gesehen, auf denen statt Getreide oder Kartoffeln Solarpannels "angebaut" wurden. Da sich die Landwirtschaft offenbar nur noch bedingt lohnt, versuchen es die Bauern jetzt mit der Solarenergie. Dumm nur, dass sie bei diesem Vorhaben nun auch wieder von der POlitik in den Allerwertestens getreten werden....

Nun, Qujota, Dein Beispiel passt bestens zum meiner Feststellung.
- Die großflächigen Anlagen sind keine technologische Herausforderung und können ohne Probleme mit Massenware gebaut werden. Kann jeder. Die übermäßige Förderung ist schlicht überflüssig.
- Angesichts der Tatsache, dass derartige Anlagen weiterhin gebaut werden (wie auch Kleinanlagen mit Standardmodulen auf privaten oder gewerblichen Dächern) wird deutlich, dass auch bei reduzierter Subventionshöhe deren ureigentliches Ziel weiterhin erreicht wird.
- Die Industrie ist nun endlich gezwungen vernünftig zu wirtschaften und die Kunden können mit Ihrer Investition in saubere Energie noch immer Geld verdienen. Passt.
Wo ist also das Problem?

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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 19 Apr 2012 16:33 
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Ich denke, eins der Probleme ist, dass sich die Leute teilweise enorm bei den Banken verschuldet haben, um sich so eine Solaranlage zu leisten. Die Subventionen dazu sind nun vorzeitig gestrichen worden - das ist also das Gegernteil von Rechtssicherheit. Ich würde es mir 2x überlegen, ob ich den Versprechungen der dt. Regierung für einen solchen Fall vert-rauen würde. Das Ergebnis wäre womöglich, dass ich die Finger von einem solchen Projekt lassen würde, was wiederum EON & Co in die Hände spielt

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 19 Apr 2012 17:51 
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Quijota hat geschrieben:
Ich denke, eins der Probleme ist, dass sich die Leute teilweise enorm bei den Banken verschuldet haben, um sich so eine Solaranlage zu leisten. Die Subventionen dazu sind nun vorzeitig gestrichen worden - das ist also das Gegernteil von Rechtssicherheit. Ich würde es mir 2x überlegen, ob ich den Versprechungen der dt. Regierung für einen solchen Fall vert-rauen würde. Das Ergebnis wäre womöglich, dass ich die Finger von einem solchen Projekt lassen würde, was wiederum EON & Co in die Hände spielt

Da es in Deiner Antworten vor Konjunktiven nur so wimmelt, ist eine sachliche Antwort nicht möglich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 19 Apr 2012 18:22 
geradeheraus hat geschrieben:
JoJo hat geschrieben:
geradeheraus hat geschrieben:
JoJo hat geschrieben:
Die Förderung der Solarbranche hat in D einen Boom nicht nur für Handwerker gebracht und war auf einem guten Weg. Die Bundesregierung hat auf Druck der Mafia der Stromkonzerne die Förderung von Solarenergie stark gekürzt und steht wieder mal einer Entwicklung zur autarken Energieversorgung entgegen. Man sollte das ganze Gesocks der Stromkonzerne vor den Kadi zitieren.

Solarworld: Branche soll kaputt gemacht werden

Ausgerechnet der Solarworld-Chef kritisiert die Lobby-Politik der Bundesregierung. Die Politik knicke vor der Energielobby von RWE, Eon, EnBW und Vattenfall ein, so Asbeck. Große Energiekonzerne wollten die Branche "kaputtmachen".

Na, dann frage mal den Frosch nach seiner Meinung zur Trockenlegung seines Sumpfes....

Nun rächt sich die völlig überzogene Subventionierung der vergangenen Jahre auf schmerzhaftem Wege. Ich kenne genügend Firmen dieser Branche, um das beurteilen zu können.

Dann erzähl uns doch mal, warum das so ist. Allein mit Polemik ist da nicht geholfen. Es doch nur darum, dass die Stromkonzerne ihre exorbitanten Gewinne in Gefahr sehen.
Ich habe einen Geschäftsfreund, der das Dach seines Autohauses mit Photovoltaik zugepflastert und damit letztes Jahr ca. 14.000 Euro verdient hat, bei einer Investitionssumme von 90.000 Euronen. Das rechnet sich doch absolut.

JoJo

Ach so, das ist also das Kriterium!
Angesichts des Sachverhaltes, dass sich die Investition Deines Geschäftsfreundes in schlappen 6 Jahren bezahlt macht (und danach die Kasse nur so klingelt), muss die Subvention der Photovoltaikbranche natürlich i.O. sein. Jetzt habe ich es verstanden.

Ggf. lohnt sich der Gedanke, dass dieser pfeilschnelle ROI (inkl. der anschließenden Lizenz zum Gelddrucken) nur daher zustande kommt, weil er von jedem einzelnen Bürger in Form überhöhter Strompreise finanziert wird.

Ideologisch motivierte Subvention in eine Nische, die nur einen sehr geringen Anteil am Energiemix ausmacht. Leider aus dem Ruder gelaufen. Von Seiten des Staates und der Industrie.

Ergebnis: Werden die Subventionen auf ein normales Maß gefahren, gehen die zuvor hochgelobten hochinnovativen Unternehmen pleite, schneller als man schauen kann. Sie haben angesichts der per Füllhorn ausgeschütteten Euronen nie industrielles wirtschaften gelernt (ich kenne genug von denen, um das beurteilen zu können). Die angesichts der in Aussicht gestellten Subventionen ach so sicheren Geschäftsmodelle wandeln sämtlich auf dünnstem Eis.
Q-Cells, Solar-Millenium, Phönix Solar, Odersun und viele andere sind bereits insolvent; First Solar, Conenergie u.v.a. wanken heftig. Geringe Fertigungstiefe, geringe Wertschöpfung, geringe Eigenkapitalquote… Dafür umso höhere Abhängigkeiten von ausländischen Lieferanten. Stets die Standardmodule und große Stückzahlen im Blick (die in China ohnehin günstiger produziert werden) und das große Geld.
Ideologieschwangere Überförderung einerseits und Gigantomanie andererseits führen zur gigantischen Kapitalvernichtung (Q-Cells war vor wenigen Jahren noch (subventions)milliardenschwer, der Börsenwert liegt derzeit bei 25 Mio€).

Stattdessen stünde die Spezialisierung an, um in Nischen solides Geld zu verdienen. Andere Branchen haben es vorgemacht. Betätigungsfelder gibt es hinreichend: Spezialmodule für das Anwendungsfeld der Asbestsanierung, komplette Abdeckungssysteme mit integrierten Modulen, Wärmeisolierung mit integrierter Modultechnik, Konzepte für denkmalgeschützte Gebäude… Eben passend für die hiesigen Anforderungen. Wer sollte da besser sein als wir?

Derart eingesetzt sind maßvolle Subventionen sinnvoll. Da gibt es noch viel zu tun.

Viele Grüße
gh

Na ja gh, den Sumpf der Stromkonzerne, Atom- und Öllobby sollte man nach deiner Meinung keinesfalls trocken legen. Nach der Atomkatastrophe in Japan wollten wir eine Energiewende und deswegen wurde Photovoltaik besonders gefördert. Kann sein, das sich das Geschäft in der kurzen Zeit etwas überhitzt hat, aber der Weg, weg von Atom ist absolut richtig und notwendig. Auf Grund der kurzen Zeitspanne kann es ja auch gar nicht anders sein, das unterkapitalisierte Firmen am Markt tätig sind. Aber wahrscheinlich hältst du das eingefahrene Geschäft mit Waffen und Krieg für die bessere Alternative. Vielleicht ist es ja auch die Froschperspektive aus der du die Branche siehst.
Es hat auf jeden Fall Arbeitsplätze für den Mittelstand geschaffen, der heute ja immer noch die Hauptstütze unserer Wirtschaft ist. Ein kleines Trostpflaster ist zumindest, dass man die Förderung der Solarenergie bis Juli 2012 aufrechterhält.
Wie Poldi heute mit seinem Beitrag aufzeigte wird der Abtransport der Waffen und Geräte aus Afghanistan Milliarden verschlingen. Hast du dir schon mal überlegt welchen wirtschaftlichen Schaden das anrichtet?

Gruß JoJo


Zuletzt geändert von JoJo am 19 Apr 2012 18:33, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 19 Apr 2012 18:31 
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Aha jemand der [„damit letztes Jahr ca. 14.000 Euro verdient hat“] hatte welchen Einspeisevergütung ?

Da ich weder das Jahr der Inbetriebnahme ( davon hängt ja ab, welcher Betrag pro kWh bezahlt wird ) noch die Anlagengröße, (welche ebenfalls Einfluss auf den kWh Preis hat, wenn die Anlage in eine andere kWp - Staffelung fällt) bekannt ist, kann da einfach soo weiter diskutiert werden ?

Nun ja nehmen wir mal dieser Freund betreibt die Anlage seit ca. 2 Jahren, ist also ab 01.07.2010 „am Netz“
Anlage bis unter 30 kWp Einspeisevergütung = 39,14ct/kWh
14.000.- €uro / 39,14ct/kWh = 35.769 kWh / 365 = 98 kWh pro Kalendertag

Anlage ab 30 kWp bis 100 kWp Einspeisevergütung = 37,23ct/kWh
14.000.- €uro / 37,23ct/kWh = 37.604 kWh / 365 = 103 kWh pro Kalendertag

Anlage ab 100 kWp bis 1000 kWp Einspeisevergütung = 35,23ct/kWh
14.000.- €uro / 35,23ct/kWh = 39.738 kWh / 365 = 109 kWh pro Kalendertag

Anlage ab >1000 kWp Einspeisevergütung = 29,37ct/kWh
14.000.- €uro / 29,37ct/kWh = 47.668 kWh / 365 = 131 kWh pro Kalendertag

Jeder darf nun selbst mal nachrechnen wie groß die Anlage mindestens sein ( ? kWp) muss um diese Durchschnittswerte zu erzielen. Wenn das Datum der Errichtung und der Inbetriebnahme bekannt wäre (ich habe das ja lediglich angenommen), wäre es auch möglich die 90.000.-€ mit einer Leistung in Einklang zu bringen. Dieser Beitrag kann nur ein Anhaltspunkt sein.

90.000.-€ / 2.800.- € (Preis 01/2010) pro kWp = 32 kWp was in etwa die 2,7fache Größe meiner Anlage wäre. Ob damit ein solche hoher Durchschnittswert erreichbar wäre ? Womöglich ist das aber der Preis der gezahlt werden muss, wenn vermieden werden soll, dass alle unsere Nachkommen einen viel höheren Preis bezahlen müssen ???

Derzeitige Preise 24,43 ct/kWh, 23,23 ct/kWh, 21,98 ct/kWh sind deutlich niedriger und gehen damit auf die Preisentwicklung ein. [„Für Anlagen auf Freiflächen beträgt der Vergütungssatz 18,76 Cent/kWh auf Konversionsflächen und 17,94 Cent je Kilowattstunde auf sonstigen Freiflächen.“]

Die Schwankungen in D lagen für 2011 am 27.Juni (an einem Tag !) bei 119 GWh und 2011 am 01.01.2011 bei 3 GWh – eine kontinuierliche Tagesleistung welche sich rechnerisch ergibt, setzt eine wesentlich größere Anlagen voraus. Da ich meine Anlage noch kein Jahr betreibe, fehlt mir ein Vergleich. Die neueren Regeln der Einspeisevergütung gehen durch völlig neue Größenstafflungen auf diverse Probleme bereits ein. Da müssen sich Kritiker erst mal wirklich schlau machen.

Was bei all diesen Betrachtungen von Kritikern stets unbeachtet bleibt, sind Kosten die als Umweltkosten entweder überhaupt nicht in die Betrachtung eingehen oder schlicht zu niedrig angesetzt werden. Wie viel kostet es „unterm Strich“ wenn für eine Kilowattstunde elektrisch, vier Kilowattstunden thermisch verheizt werden müssen – drei davon ohne weiteren Nutzen aber eben nicht unschädlich. Eine einmalige Investition – was ist denn das Anschaffen einer Anlage sonst ? - bringt eine ca. zwanzigjährige Energieproduktion zustande, welche über die Erzeugung der Anlage selbst, keinerlei weitere Schäden verursacht. Die energetische Amortisation dieser Art Anlagen liegt bei 4 bis 5 Jahren.

Sind denn alle schon so verblödet, dass außer Geld nichts mehr zählt ? Die Entwicklung des „€urofighters“ hat bis zur Auslieferung an Streitkräfte ca. 20 Jahre benötigt. Der Bau und die Entwicklung „sicherer AKW“ war wohl auch einige Jahrzehnte in Gang – Subventionen in Milliardenhöhe wurden von Steuerzahler bisher dafür aufgebracht – als „Lohn“ dafür zahlen alle Kleinverbraucher seit Jahrzehnten vergleichsweise exorbitante Preise – die Kosten für die Entsorgung zählt ebenfalls in Milliarden und wird wiederum Jahrzehnte benötigen – inkl. „Restrisiko“. Auch das werden die Masse der Kleinverbraucher finanzieren. Firmen wie KWU und die Folgekosten – interessieren bei der Betrachtung von Problemen der Gegenwart längst niemanden mehr.

Diese Solarindustrie wäre niemals entstanden, wenn nicht anfänglich subventioniert. „Uns“ rennt die Zeit davon. Das scheint auch keinem so recht zu Bewusstsein zu kommen. Die „Gigantomanie“ ist nicht bei der Technik entstanden, sondern bei der völlig aus dem Ruder gelaufenen und alles erstickenden Finanzwirtschaft.

Was auch anscheinend niemand so recht auffällt, die Idee etwas „irgendwo“ in der Welt billiger zu erwerben, hat viel mit der unkontrollierbaren Globalisierung zu tun. Was im EU-Raum produziert wird (tatsächlich und nicht nur hypothetisch), stärkt den EU-Binnenmarkt. Ein Markt, welcher attraktiv genug ist um sich um neue Regeln zu bemühen.

Meine gesamte Anlage stammt aus dt. Produktion. Es gibt dafür gute technische Gründe. Ich hatte es in der Hand, billige Chinamodelle zu verlangen oder eben nicht. Einige der wenigen Anschaffungen, wo es überhaupt noch möglich ist den Binnenmarkt zu stützen. So weit ich weiß, beziehe ich meine Rente nicht aus China. Was diese „Standardanlagen“ angeht – es geht nicht um den Bau solcher Anlagen, sondern um den geregelten Zugang zu den Netzen – zu Netzen, welche der Steuerzahler über Jahre zwangssubventioniert hat, die dann praktisch an „privat“ verschenkt wurden. Bei einer derartigen Monopolsituation, wäre keine einzige Anlage ohne den Zwang, derartige Kleinkonkurenz aufnehmen zu müssen, je ans Netz gegangen. Die Verdrängung der Kleinwasserkraft, der vielen HKW in Industriebetrieben über steuerfinanzierte Dumpingpreise – all das, habe ich nicht einfach vergessen – andere wohl schon !

Was ist ein „börsennotiertes“ Unternehmen tatsächlich wert ? Wie viel Substanz gibt es tatsächlich ? Welche Kaufkraft haben diese aufgeblähten Monster „inflationsbereinigt“ - nicht diese relativ geringe €uroinflation, nein die tatsächliche Kaufkraft in Rohstoffen , Gold oder sonstig real existierender Werte ?

Apropos „Nischen“ meine „Nische“ ist das Haus. Dort habe ich über Jahre sehr viel einbringen können. Andere machen es anders – leider tun viele absolut nichts. Das Bewusstsein überhaupt „etwas tun zu müssen“, muss erst mal vorhanden sein. Auch die Einsicht, dass bei 7.000.000.000 Menschen die Anstrengungen und Herausforderungen alles bisher dagewesene schlicht übersteigen werden, scheint nicht eben Allgemeingut zu sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 19 Apr 2012 20:10 
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Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig inhaltlichen Bezug eine Antwort haben kann. Alle Achtung.
Tut mir leid, JoJo, aber auf deinen Beitrag kann ich angesichts fehlenden sachlichen Inhaltes und Zusammenhanges nur auf die einzelnen Aussagen eingehen:
JoJo hat geschrieben:
Na ja gh, den Sumpf der Stromkonzerne, Atom- und Öllobby sollte man nach deiner Meinung keinesfalls trocken legen.
Auf welche meiner Aussagen beziehst Du Dich mit dieser Mutmaßung / Unterstellung?

Zitat:
Nach der Atomkatastrophe in Japan wollten wir eine Energiewende und deswegen wurde Photovoltaik besonders gefördert.
Stimmt und ist begrüßenswert. Ich kritisiere nicht die notwendige Förderung sondern deren Höhe.
Zitat:
Kann sein, das sich das Geschäft in der kurzen Zeit etwas überhitzt hat...
Seit wann neigst Du zur Untertreibung?
Zitat:
...aber der Weg, weg von Atom ist absolut richtig und notwendig.
Habe ich das in Frage gestellt? Was soll also dieser Allgemeinplatz?
Zitat:
Auf Grund der kurzen Zeitspanne kann es ja auch gar nicht anders sein, das unterkapitalisierte Firmen am Markt tätig sind.
Ein klares Nein.
Die mangelhafte Kapitalquote ist einerseits mit der ausufernden Förderhöhe und den dadurch überzogenen Absatzerwartungen zu begründen und andererseits mit unfähigen Managern. Diese haben sich angesichts der künstlich (mit überhöhtem Strompreis) geschaffenen Wachstumsträume gnadenlos (billig zu habendes) Geld beschafft, um Ihre der Gier geschuldeten Gigantomanie zu befriedigen. Durch angemessene Förderhöhe wäre Letzterem Grenzen auferlegt.
Zitat:
Aber wahrscheinlich hältst du das eingefahrene Geschäft mit Waffen und Krieg für die bessere Alternative.
Schon wieder so eine haltlose Unterstellung, deren sachliche Begründung Dich überfordern dürfte.
Zitat:
Vielleicht ist es ja auch die Froschperspektive aus der du die Branche siehst.
Na da wünsche ich guten Flug in Deiner abgehobenen Position! Aber Achtung, bei zunehmender Fallhöhe droht Verletzungsgefahr…
Zitat:
Es hat auf jeden Fall Arbeitsplätze für den Mittelstand geschaffen, der heute ja immer noch die Hauptstütze unserer Wirtschaft ist.
Da sind wir einer Meinung.
Schau doch mal, welche Unternehmen besonders gefährdet sind. Die i.d.R. sauber kalkulierenden mittleren und kleineren Unternehmen betreiben eine nachhaltigere Unternehmenspolitik.
Zitat:
Ein kleines Trostpflaster ist zumindest, dass man die Förderung der Solarenergie bis Juli 2012 aufrechterhält.
Na, wen willst Du denn trostpflastern?
Zitat:
Wie Poldi heute mit seinem Beitrag aufzeigte wird der Abtransport der Waffen und Geräte aus Afghanistan Milliarden verschlingen. Hast du dir schon mal überlegt welchen wirtschaftlichen Schaden das anrichtet?
In dem Thread geht es um Solarenergie.

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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 20 Apr 2012 11:13 
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Ein interessanter Aspekt „wir“ nehmen es seit Jahrzehnten hin, ein Kraftwerk muss auch dann laufen, wenn eigentlich gar kein Bedarf oder ein sehr reduzierter Bedarf besteht.

Fossile und atomare Kraftwerke sind nur schlecht und ineffizient regelbar. „Aus und Einschalten“ (als Regelmethode) ist ebenfalls keine Lösung, weil es aus technisch, systemimmanenten Gründen nur völlig unbefriedigend funktioniert. Jeder, der auch nur eine geringe Ahnung hat, weiß das. Das war „Stand der Technik“ bis zum Auftreten von Energieproduktion die von direkten solaren „Rohstoffen“ abhängig ist. Die direkte solare Energieproduktion ist mindest dem Tag- Nachtrhythmus und darüber hinaus jahreszeitlich nach Sonnenstand unterschiedlich. Indirekte Solarenergie wie Wind ist zwar zyklisch, aber keineswegs homogen verfügbar.

Nun wird dies besonders lautstark beklagt. Doch den technischen Kompromiss, fossile Brennstoffe auch dann zu verheizen (noch dazu in der vierfachen Menge), wenn eigentlich kaum Bedarf vorhanden ist, wir schlicht übergangen. Mit recht komplexen Methoden wurde 24 Std am Tag eine Produktion gewährleistet, die inzwischen durch neue Methoden durchaus verändert werden kann und Dank des zweihundertjährigen Raubaus auch wohl werden muss. Grafik 1 zum Beitrag .... Grafik 2 zum Beitrag

Eine komplette Reform – Anpassung an die Wirklichkeit ist mittelfristig notwendig. Statt praktisch nur eine Methode – alles läuft, nahezu unabhängig vom aktuellen Bedarf – Überschüsse werden in wenigen Pumpspeichersystemen „veredelt“ - werden wohl alle Register gezogen werden müssen, um zukünftig überhaupt noch ausreichende Energie zur allgemeinen Verfügung zu haben.

Die „rechteckige“ Produktion – permanent ein bestimmtes Niveau zu halten – wird nur weiter möglich sein, wenn weder Umwelt noch Sicherheit (AKW) eine Rolle spielen. Neue Formen der Bedarfsdeckung sind unausweichlich. Jede Verzögerung wird teurer, als die Folgen von einigen Fehlinvestitionen – genauer Fehlsubventionen. Verlorene Zeit wird am Ende nur mit größten Anstrengungen – wenn überhaupt „eingeholt“ werden können.

Was kann daran falsch sein, wenn wenigstens der private Stromverbrauch dezentral – quasi auf dem eigenen Dach bzw. des der Nachbarn gedeckt wird. Sicher, einige bisherige Nutznießer der Stromversorgung werden davon abgeschnitten. Was wohl der Hauptgrund für deren massiven Widerstand gegen jede Veränderung ist.

Bislang wurden recht beträchtliche Überproduktionen quasi als naturgesetzlich verkauft – bei keiner Veränderung der „Quellen“ war dies auch richtig. Doch inzwischen gibt es diese neuen Energiemaschinen. Es wäre mindestens töricht, auf diese zu verzichten. Langfristig führt kein Weg daran vorbei. Auch diesmal werden die „Ersten“ sowohl diesen Markt beherrschen, aber auch die Vorteile autarker Energieanteile in wirtschaftliche Stärke umwandeln können.

Praktisch alle erforderlichen Technologien existieren bereits in der Praxis. Methoden des neuen Energiemanagements sind seit Jahren in regionaler Erprobung. Dezentraler und schwerpunktmäßige Energieerzeugung und Verteilung ist bereits Stand der Technik. Was folgen muss, ist die vollständige Implementierung aller Methoden und Technologie.

Methoden der Umwandlung zur Produktion von Ersatzstoffen und Speicherung von zunächst elektrischer Energie werden, wenn man das anpackt die Rohstoffabhängigkeit mindestens mildern. Gleichzeitig müssen alle Prozesse auf möglichst 100prozentiges Recycling ausgerichtet werden. Etwas endgültig zu „verbrauchen“ ist lediglich menschliche Dummheit. Alle natürlichen Prozesse kennen keinerlei Abfall – einzig „Entropie“ ist energetisch ein Endpunkt.

Menschen teilen sich offenbar in „Ingenieure“ und in „Krämerseelen“ auf. Sollten letztere gewinnen, wird alles enden. Doch unser Verstand befähigt uns zu beidem. Eine längst überfällige Anpassung an die natürlichen Realitäten könnte die Lösung sein. Doch ich befürchte, das Überleben des Spezies Mensch „rechnet“ sich nicht. Alles geht nur in erster Linie um „Geld“ etwas, was keinen satt macht und über dessen geringen Brennwert auch niemanden wärmen kann. War Geld einmal als universelles Tauschobjekt gefunden worden, entwickelt es sich zunehmend zur führenden Größe. Völlig unabhängig von vorhandenen realen Tauschobjekten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 07 Jun 2012 14:22 
Wird die Energiewende ausgebremst?

http://www.youtube.com/watch?v=04YEc9aq ... e=youtu.be


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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 09 Jun 2012 22:57 
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Schöne neue Welt....

Was diese angeblich so teure Fotovoltaik jetzt schon wieder anrichtet : Hier erst mal die QuelleDesertec-Projekt Wüstenstrom, eine Fata-Morgana? Ein schönes Beispiel für falsche Prognosen und Wunschdenken auf „höchstem“ Niveau - der scheidende RWE-Chef Jürgen Großmann – meinte:
Zitat:
ob sich das Land diesen Luxus überhaupt leisten kann. Solarenergie in Deutschland zu nutzen sei so sinnvoll »wie Ananas züchten in Alaska«
doch auch ein flotter Spruch hilft nur zeitweise
Zitat:
Ananas? Alaska? Luxus?

Womöglich erweist sich ein anderer Plan als größerer Luxus. Einer, dem nicht nur RWE etwas abgewinnen kann, sondern der die Fantasie vieler Energiewendeanhänger beflügelt: das Vorhaben, Strom aus den menschenleeren, aber sonnenreichen Wüsten Nordafrikas, erzeugt mithilfe spektakulärer Spiegelparks, in die Steckdosen deutscher Haushalte und Betriebe fließen zu lassen. Inzwischen erweist sich diese Technik der Solarenergienutzung – Concentrated Solar Power (CSP) genannt – als reichlich teuer. Auch weil die Photovoltaik auf den Hausdächern im Vergleich dazu so billig geworden ist.

Tatsächlich sinken, anders als es die öffentliche Debatte vermuten lässt, die Kosten für den PV-Strom, so das Kürzel für die Elektrizität vom Dach, rapide. Der Preis für die Module ist allein seit Anfang vergangenen Jahres um rund 40 Prozent gefallen. Das macht nicht nur die vom Bundestag beschlossenen Kürzungen bei der Solarförderung erträglicher. Obendrein bringt der Preisverfall die solare Konkurrenzenergie aus den Wüsten Nordafrikas regelrecht in die Bredouille.

Dabei war vor nicht einmal drei Jahren die Vision namens Desertec den Anhängern der Energiewende fast so wichtig wie die Mondlandung. Wie Donnerhall war das Medienecho, als sich im Sommer 2009 zwölf Unternehmen unter Führung der Münchener Rück zusammenschlossen, darunter RWE, E.on und Siemens, um den Solarstrom aus der Sahara marktfähig zu machen und nach Deutschland zu schaffen.
Klar doch, damit wäre das Monopol erhalten geblieben und Leitungen hätte es durch ganz Europa geben müssen – welch prächtiges Geschäft ! Doch nun kommt wohl der
Zitat:
Abgesang auf Raten. Und Josef Auer, Energieforscher in Diensten der Deutsche Bank Research erklärt, das Rennen zwischen dem Wüstenstrom und anderem erneuerbaren Strom sei »offen und für Investoren insofern riskant«.

Die Skepsis kommt überraschend, denn die solarthermische Stromerzeugung hat sich bereits in der Praxis bewährt. CSP beruht auf der Konzentration von Sonnenstrahlen mithilfe von Spiegeln. So entsteht enorme Hitze, mit der Wasserdampf erzeugt werden kann. Damit lässt sich eine Turbine antreiben, wie in gewöhnlichen Dampfkraftwerken – nur dient eben die Urkraft der Sonne als Energiequelle. Trotzdem ist das Interesse an der Errichtung der großen solarthermischen Kraftwerke mit ihren riesigen Spiegeln, tonnenschweren Stahlgerüsten, langen Hitzeabsorbern und ausgewachsenen Turbinenhäusern gering geblieben. Deshalb kam es bei der Solarthermie nicht zu den Kostensenkungen, die junge Technologien in wachsenden Märkten üblicherweise erfahren – während Förderprogramme den Weltmarkt für die kleinteiligen Photovoltaik-Anlagen rasch wachsen ließen.

Dieses Wachstum hat die Technik so billig werden lassen, dass Solarstrom vom Dach selbst im eher schattigen Deutschland mittlerweile erstaunlich günstig erzeugt werden kann: für weniger als 20 Cent pro Kilowattstunde. Das ist weniger, als Haushalte für Strom aus der Steckdose zahlen müssen, und nicht einmal die Hälfte des Betrages, mit dem die Photovoltaik noch vor drei Jahren zu Buche schlug.
Eigentlich hat das von all den „Koniferen“ nur der leider verstorbene Preisträger des „alternativen Nobelpreis“ Hermann Scheer vorausgesehen und wichtiger noch vorangetrieben – verlacht und verspottet von den selben Leuten, welche jetzt mühsam versuchen mittels Desinformation an allen Fronten ihre Monopole zu erhalten. Doch auch mit dem Versuch eigener, möglichst großer Fotovoltaikanlagen und Windkraft „die Stellung zu halten“ Doch zurück zu „Desertec“. Wo es hin passt, kann es ein ganz anderes Segment bedienen. Statt irgendwann alle Rohstoffe (Öl und Gas verhökert zu haben und wieder zu vergessenen Wüstennomaden zu werden, könnte dort Wasserstoffgas erzeugt und weiterverarbeitet werden.
Zitat:
Spiegeltechnik funktioniert nur im Sonnengürtel der Erde

Deshalb ist es für Desertec eng geworden.

Branchenkenner gehen davon aus, dass auch in Zukunft die Erfahrung gilt: Verdoppelt sich die weltweit installierte Leistung, halbiert sich der Preis. Nicht nur der Dachstrom wird deshalb immer billiger, erst recht der PV-Strom aus mittleren oder großen Anlagen. Im Jahr 2015, meint der Marktforscher Lohr, koste die Erzeugung von Sonnenstrom aus solchen Anlagen in Deutschland nicht mehr als 9 Cent pro Kilowattstunde. Mit solch spektakulären Kostensenkungen in so kurzer Zeit konnte bisher kaum eine andere Branche aufwarten, abgesehen von der Unterhaltungselektronik.

Der sagenhafte Preisverfall hat bereits dazu geführt, dass im Süden der USA reihenweise Photovoltaik-Großkraftwerke gebaut werden, wo ursprünglich solarthermische Stromfabriken geplant waren. Knapp 3.000 Megawatt Kraftwerksleistung sind umgewidmet worden, hat das amerikanische Marktforschungsunternehmen GTM Research ermittelt. Dazu gehört ein von dem deutschen Projektentwickler Solar Millennium konzipiertes Vorhaben in Blythe, Kalifornien. Das Erlanger Unternehmen, Mitglied der Desertec-Industrie-Initiative (Dii), ist inzwischen pleite.

Rückschläge musste auch Siemens hinnehmen, ebenfalls Mitglied des Dii-Konsortiums. Kaum hatten die Desertec-Gründungsmitglieder im Sommer 2009 das Memorandum of Understanding zur Realisierung des Vorhabens in der Mittelmeerregion und im Nahen Osten unterzeichnet, kaufte der Münchner Konzern die israelische Firma Solel Solar Systems; sie fertigt Komponenten für die futuristisch anmutenden Anlagenparks. Inzwischen musste Siemens die Kosten für den Erwerb der Firma weitgehend abschreiben.

Dabei funktioniert die Technik. In Südspanien stehen mehrere CSP-Kraftwerke, im Süden Kaliforniens verrichten einige seit mehr als 20 Jahren zuverlässig ihren Dienst. Sie wurden errichtet, als die Solarzellentechnik noch in den Kinderschuhen steckte. Seitdem hat sich auf dem Markt für die solarthermischen Anlagen nicht mehr viel getan, während der PV-Markt kräftig wuchs.

Von wegen Ananas in Alaska: »PV-Strom in Deutschland ist günstiger als CSP-Strom in Afrika«, sagt mittlerweile der Experte eines Konzerns, der zu den Gründungsmitgliedern der Desertec-Initiative gehört.
Es lohnt sich die ganzen drei Seiten des „ZEITONLINE Berichts“ zu lesen. Die kurzen Ausrisse beleuchten nur das Wichtigste. Was darin nicht erwähnt wird, ist die „Unkaputbarkeit“ einer auf viele Dächer und Regionen verteiltes, kleinteiliges „virtuelles Solarkraftwerk“. Mit eigentlich geringem Aufwand, könnte jede Anlage auf „Inselbetrieb“ (also momentan nur vom Besitzer nutzbar) umgestellt werden. Dadurch könnten auch bei Ausfällen des Netzes (Trafostationen etc.) mindestens Teile weiter versorgt werden. Auch „Schaltungen“ um ganze Wohngebiete autark zu versorgen sind durchaus denkbar. Über die bereits begonnene Einführung der sog. „Smartmeter“ ließe sich das sicher bewerkstelligen.

Wenn „Überschussstrom“ in Gas umgewandelt wird, kann das deutsche Gasleitungsnetz etwa die 45fache Energiemenge welche derzeit in Speicherseen „steckt“ sicher speichern und problemlos in Gasturbinenkraftwerken Spitzenlast und Grundlastanteile während der Nacht oder sonnenarmen Zeiten „fahren“. Eigentlich ein rein technisches Problem, welches in EU durchaus auch Effekte über die der billigen und immer verfügbaren Energie hinaus haben kann – dafür wären auch „Schulden“ ein durchaus akzeptabler Weg. Ein mittlere Fotovoltaikanlage wird bei derzeitigen Strompreisen innerhalb der ersten Hälfte der zwanzigjährigen Vertragsbindung finanziell amortisiert. Die energetische Amortisation liegt bei weniger als der Hälfte dieser Zeit. Was wir alle brauchen ist preiswerte Energie – Geld gibt es ja schon im Überfluss – wenn auch an den falschen Stellen.

Ach ja, gegenwärtiger Stand der persönlichen "Ernte" heute nach "Sonnenschluß" = 6099,01 kWh seit Oktober 2011

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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 29 Jun 2012 09:38 
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Die Solarförderung wird gekürzt… (FAZ; Handelsblatt...)

Endlich wird der ideologieschwangeren Planwirtschaft in Form übermäßiger Subventionen ein Ende gesetzt. War längst überfällig.

Da nutzt die von Herrn Trittin an den Tag gelegte parteipolitisch motivierte Realitätsverweigerung und Tatsachenverdrehung (siehe Interview in der FAZ vom 8. Juni) nichts.
Im Gegensatz zu seiner Darstellung ist das von Rot-Grün in Kraft gesetzte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ein planwirtschaftliches Instrument, welches zwar viel Geld kostet, jedoch viel zu wenig bringt. Geschaffen wird eine Absatzgarantie, ein wettbewerbsverzerrender Einspeisevorrang für erneuerbare Energien, hohe –auf zwanzig Jahre festgeschriebene- Subventionen mit steigender Tendenz. Die stets hervorgehobenen Arbeitsplätze sind hochsubventioniert und daher unproduktiv. Seine These, dass die Stromerzeugungskosten für Windenergie (Land: 8 Cent/kWh; See: 16 Cent/kWh) unter den Kosten für in Kohlekraftwerken lägen (zur Zeit: 4 Cent/kWh), ist schlicht falsch.
Somit kann sein Versuch, das EEG als Kostensenkungsprogramm darzustellen, nur als dreist bezeichnet werden. Immerhin liegen die Erzeugungskosten für Solarstrom bei 34 Cent/kWh. Somit sind die Kosten nicht etwa gesunken, sondern deutlich gestiegen. Auch seine Aussage bzgl. eines Strompreises in Deutschland von 10 Cent, den er mit dem angeblichen Preis in Frankreich in Höhe von einem Euro vergleicht, kann nur als gezieltes Ablenkungsmanöver verstanden werden.
Eine weitere Realitätsverweigerung ist auch seine Darstellung der „dumpfen Grundlastkraftwerke“. Er vergisst beflissentlich, dass die deutsche Industrie einen Grundlastbedarf von 50% hat. Die Versorgungssicherheit wird durch den Einfluss der naturgemäß unsteten Stromversorgung durch Sonne und Wind sinken. Scheint für ihn unerheblich zu sein.

Zur Klarstellung: Subventionierung neuer Technologien ist in vielerlei Hinsicht unverzichtbar (gerade im Energiesektor und gerade unter Verzicht auf Kernenergie). Jedoch ist es hierbei wichtig, sowohl den Umfang als auch die Zielrichtung mit Augenmaß zu gestalten.

Wie bereits in einem früheren Beitrag in diesem Thread von mir erwähnt, gibt es nicht wenige Bereiche, für die eine Subventionierung in neue Technologien Sinn ergibt (12.April), durch die sich speziell für uns in der weltweit kaputt subventionierten Branche nachhaltige Chancen eröffnen.

Es ist zu hoffen, dass nach der bisherigen Füllhorn-Methode jetzt etwas rationaler vorgegangen wird.

Viele Grüße
gh

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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 29 Jun 2012 11:57 
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Lieber geradeheraus nimm einfach mal Deine ideologischen Scheuklappen ab - „Planen“ und „Planwirtschaft“ fußen auf dem selben Wortstamm. Wer nicht plant ist plan- und meist auch ziellos. Jeder mit einem Funken Verstand muss planen, wenn er ein zerstörerisches System der Ressourcenvergeudung vernünftig ersetzen muss. Das Dir ein Herr Trittin dabei so wenig gefällt, mag ja noch dem üblichen Politbashing geschuldet sein, was zwar stark klingt, aber herzlich wenig mit der Realität zu tun hat.

Ob nun Deine Zahlen stimmen oder ebenfalls nur das übliche Machwerk sind – das Machwerk von Leuten, welchen es bequemer scheint die alten Pfründe zu verteidigen, ist mir zwar egal, doch ich weiß es besser und habe versucht dies verständlich darzulegen – was wie immer, wenn man sich auf dünnes Eis begeben müsste, schlicht ignoriert wird.

Der Abbau der Subvention war bereits Bestandteil des Systems. Diesen Abbau nun anzupassen an die allgemeine Entwicklung ist für mich völlig normal. Wobei allerdings eine andere „feindliche Subventionspolitik“, die von China, welches die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien und besonders der universellen Möglichkeiten der Fotovoltaik klar erkannt hat, besser nicht vergessen werden soll.

Du bist einer der vielen, die Rückständigkeit mit gesundem Konservativismus verwechseln. Du hättest nur dann recht, wenn jede Entwicklung auf dem Stand von Vorgestern eingefroren bleibt. Die Zahl der Innovationen, welche nach der Trennung von der atomar – fossilen Energiebeschaffung erst möglich geworden sind, ist inzwischen Legion. Die angeblich so teuer und ineffiziente PV hat längst Auswirkungen, welche z.B. „Desertec“ buchstäblich und finanziell „in den Schatten stellen“ - PV lässt sich in den meisten Teilen Europas und in den vergleichbaren Weltgegenden sowohl im Insel- als auch im Netzbetrieb sehr kostengünstig betreiben. Doch Dir das nochmals vorzuführen ist schlicht unnötig – es funktioniert auch ohne Deine Einsicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Solarenergie
BeitragVerfasst: 29 Jun 2012 12:03 
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«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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