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 Betreff des Beitrags: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 03 Mai 2011 12:14 
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Die BAYER AG rechnet sich vor dem Fiskus arm und kann dadurch erneut die Höhe der gezahlten Ertragssteuern reduzieren. Die Zeche wird von der arbeitenden Bevölkerung beglichen, deren Abgaben- und Steuerlast weiter steigt. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert eine angemessene Beteiligung großer Konzerne an der Finanzierung des Gemeinwesens.
weiter:
http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=4443

Wir lesen es immer wieder: D muss den Rettungsschirm für .... aufspannen - mittels Steuergelder. Doch wessen Steuergelder? Die von Grosskonzernen sind es nicht....

_________________
EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 03 Mai 2011 12:18 
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Warum sollten Unternehmen die ihnen geschaffenen Möglichkeiten zur Steuervermeidung nicht nutzen? Schließlich haben nicht sie die Steuergesetze gemacht, sondern die diversen Regierungen - links, rechts, alle!

Zenzi

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«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 03 Mai 2011 12:20 
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Stimmt, DAS kann man den Unternehmen nicht vorwerfen - aber den Regierungen, die solche Schlupflöcher lassen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 09 Mai 2011 09:23 
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Zu meinem obigen posting passt wunderbar der Beitrag aus der letzten Monitor Sendung. Thema mehr oder weniger: Der gläserne Bürger und der Unternehmer hinter der Milchglasscheibe...
http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/ ... eiche.php5
Ich kann nachvollziehen, wenn die Länder unter den gegebenen Umständen kein grosses Interesse an der Aufdeckung von steuerl. Unregelmässigkeiten haben, aber dann stimmt was am System nicht. Da gibt es noch viel zu tun, und zwar mehr als die Nabelschau der Parteien :motz:

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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 10 Mai 2011 23:28 
Quijota hat geschrieben:
Die BAYER AG rechnet sich vor dem Fiskus arm und kann dadurch erneut die Höhe der gezahlten Ertragssteuern reduzieren. Die Zeche wird von der arbeitenden Bevölkerung beglichen, deren Abgaben- und Steuerlast weiter steigt. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert eine angemessene Beteiligung großer Konzerne an der Finanzierung des Gemeinwesens.
weiter:
http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=4443

Wir lesen es immer wieder: D muss den Rettungsschirm für .... aufspannen - mittels Steuergelder. Doch wessen Steuergelder? Die von Grosskonzernen sind es nicht....


Tja, mal wieder ein Beitrag zum Steuerrecht von jemand, der offensichtlich keinerlei Ahnung hat. Dass du das allerdings alles noch für bare Münze nimmst, sagt dann schon alles.

Ein dummes Gesülze was da verbreitet wird. Der Hintergrund von Abschreibungen wird nicht verstanden, und bezeichnenderweise meint der Autor auch noch die Absetzung von Kosten für Prozesse angreifen zu wollen. Sind solche Kosten nicht real angefallen? Ist das nicht Teil der Geschäftskosten, wenn ich Medikamente herstelle und dabei Fehler passiert sind?

Wenn der Autor davon spricht, dass Abschreibungen "fiktiv" sind, dann kapiert er gleichzeitig nicht, dass Abschreibungen dort entstehen, wo man Ausgaben nicht sofort von Erträgen absetzen kann. Ein Unternehmen kann z.B. die Kosten für ein gekauftes Auto nicht im ersten Jahr komplett von den Einnahmen absetzen, sondern muss das über die Nutzungsdauer des PKW abschreiben. Das erhöht den zu versteuernden Gewinn - erst nach der Abschreibungszeit konnte der PKW steuerlich voll geltend gemacht werden. Aber sowas ist ja schon zu kompliziert für jemand, der einfach nur antikapitalistischen Rotz von sich geben will.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 10 Mai 2011 23:50 
Fazer hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Die BAYER AG rechnet sich vor dem Fiskus arm und kann dadurch erneut die Höhe der gezahlten Ertragssteuern reduzieren. Die Zeche wird von der arbeitenden Bevölkerung beglichen, deren Abgaben- und Steuerlast weiter steigt. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert eine angemessene Beteiligung großer Konzerne an der Finanzierung des Gemeinwesens.
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http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=4443

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Tja, mal wieder ein Beitrag zum Steuerrecht von jemand, der offensichtlich keinerlei Ahnung hat. Dass du das allerdings alles noch für bare Münze nimmst, sagt dann schon alles.

Ein dummes Gesülze was da verbreitet wird. Der Hintergrund von Abschreibungen wird nicht verstanden, und bezeichnenderweise meint der Autor auch noch die Absetzung von Kosten für Prozesse angreifen zu wollen. Sind solche Kosten nicht real angefallen? Ist das nicht Teil der Geschäftskosten, wenn ich Medikamente herstelle und dabei Fehler passiert sind?

Wenn der Autor davon spricht, dass Abschreibungen "fiktiv" sind, dann kapiert er gleichzeitig nicht, dass Abschreibungen dort entstehen, wo man Ausgaben nicht sofort von Erträgen absetzen kann. Ein Unternehmen kann z.B. die Kosten für ein gekauftes Auto nicht im ersten Jahr komplett von den Einnahmen absetzen, sondern muss das über die Nutzungsdauer des PKW abschreiben. Das erhöht den zu versteuernden Gewinn - erst nach der Abschreibungszeit konnte der PKW steuerlich voll geltend gemacht werden. Aber sowas ist ja schon zu kompliziert für jemand, der einfach nur antikapitalistischen Rotz von sich geben will.


Ist schon klar Fazer, dass Du Deinen kapitalistischen Rotz bei jeder passenden Gelegenheit, bei der Du wie immer nicht ganz Unrecht hast - hier abladen tust, ohne das kapitalistische Banditentum in Erwägung zu ziehen.

JoJo


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 10 Mai 2011 23:58 
JoJo hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Die BAYER AG rechnet sich vor dem Fiskus arm und kann dadurch erneut die Höhe der gezahlten Ertragssteuern reduzieren. Die Zeche wird von der arbeitenden Bevölkerung beglichen, deren Abgaben- und Steuerlast weiter steigt. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert eine angemessene Beteiligung großer Konzerne an der Finanzierung des Gemeinwesens.
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Tja, mal wieder ein Beitrag zum Steuerrecht von jemand, der offensichtlich keinerlei Ahnung hat. Dass du das allerdings alles noch für bare Münze nimmst, sagt dann schon alles.

Ein dummes Gesülze was da verbreitet wird. Der Hintergrund von Abschreibungen wird nicht verstanden, und bezeichnenderweise meint der Autor auch noch die Absetzung von Kosten für Prozesse angreifen zu wollen. Sind solche Kosten nicht real angefallen? Ist das nicht Teil der Geschäftskosten, wenn ich Medikamente herstelle und dabei Fehler passiert sind?

Wenn der Autor davon spricht, dass Abschreibungen "fiktiv" sind, dann kapiert er gleichzeitig nicht, dass Abschreibungen dort entstehen, wo man Ausgaben nicht sofort von Erträgen absetzen kann. Ein Unternehmen kann z.B. die Kosten für ein gekauftes Auto nicht im ersten Jahr komplett von den Einnahmen absetzen, sondern muss das über die Nutzungsdauer des PKW abschreiben. Das erhöht den zu versteuernden Gewinn - erst nach der Abschreibungszeit konnte der PKW steuerlich voll geltend gemacht werden. Aber sowas ist ja schon zu kompliziert für jemand, der einfach nur antikapitalistischen Rotz von sich geben will.


Ist schon klar Fazer, dass Du Deinen kapitalistischen Rotz bei jeder passenden Gelegenheit, bei der Du wie immer nicht ganz Unrecht hast - hier abladen tust, ohne das kapitalistische Banditentum in Erwägung zu ziehen.

JoJo


Wie zu bin Laden: sinnloses Zeug von dir.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 11 Mai 2011 21:37 
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Fazer hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Die BAYER AG rechnet sich vor dem Fiskus arm und kann dadurch erneut die Höhe der gezahlten Ertragssteuern reduzieren. Die Zeche wird von der arbeitenden Bevölkerung beglichen, deren Abgaben- und Steuerlast weiter steigt. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert eine angemessene Beteiligung großer Konzerne an der Finanzierung des Gemeinwesens.
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Wir lesen es immer wieder: D muss den Rettungsschirm für .... aufspannen - mittels Steuergelder. Doch wessen Steuergelder? Die von Grosskonzernen sind es nicht....


Tja, mal wieder ein Beitrag zum Steuerrecht von jemand, der offensichtlich keinerlei Ahnung hat. Dass du das allerdings alles noch für bare Münze nimmst, sagt dann schon alles.

Ein dummes Gesülze was da verbreitet wird. Der Hintergrund von Abschreibungen wird nicht verstanden, und bezeichnenderweise meint der Autor auch noch die Absetzung von Kosten für Prozesse angreifen zu wollen. Sind solche Kosten nicht real angefallen? Ist das nicht Teil der Geschäftskosten, wenn ich Medikamente herstelle und dabei Fehler passiert sind?

Wenn der Autor davon spricht, dass Abschreibungen "fiktiv" sind, dann kapiert er gleichzeitig nicht, dass Abschreibungen dort entstehen, wo man Ausgaben nicht sofort von Erträgen absetzen kann. Ein Unternehmen kann z.B. die Kosten für ein gekauftes Auto nicht im ersten Jahr komplett von den Einnahmen absetzen, sondern muss das über die Nutzungsdauer des PKW abschreiben. Das erhöht den zu versteuernden Gewinn - erst nach der Abschreibungszeit konnte der PKW steuerlich voll geltend gemacht werden. Aber sowas ist ja schon zu kompliziert für jemand, der einfach nur antikapitalistischen Rotz von sich geben will.


Nun Fazer,

im Normalfall sind Abschreibungen auf Anlagen oder andere Wirtschaftsgüter schon sinnvoll und gerechtfertigt. Das Problem ist allerdings, dass manche Abschreibungsmöglichkeiten und sonstige Steuerschlupflöcher dem Steuerzahler, der diese Möglichkeiten nicht hat, kaum vermittelbar sind. Der Steuerzahler, der als Arbeitnehmer kaum Möglichkeiten zur Steuervermeidung hat, sieht erstaunt, welche Möglichkeiten Unternehmen da auftun. Ist ja auch kein Wunder, wenn eine ganze Steuerabteilung mit einem Dutzend ausgefuchsten Spezialisten nur zu diesem Zweck beschäftigt wird. Da kann selbst ein kleiner Handwerksbetrieb nicht mithalten.

Und das Thema Steuergerechtigkeit wird damit auch nicht wirklich gefördert.

Zenzi

_________________
«Ein Land, das eine ihm feindlich gesinnte Bevölkerung von einer Million Fremder kontrolliert, wird zwangsläufig zu einem Geheimdienst-Staat mutieren, mit allen Konsequenzen; das wird Auswirkungen auf die Erziehung haben, auf die Rede- und Meinungsfreiheit und auf die demokratische Regierungsform. Die Korruption, die jedes koloniale Regime charakterisiert, wird auch den Staat Israel infizieren.» Jeschajahu Leibowitz, 1968


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 11 Mai 2011 23:55 
zenzi hat geschrieben:
Nun Fazer,

im Normalfall sind Abschreibungen auf Anlagen oder andere Wirtschaftsgüter schon sinnvoll und gerechtfertigt. Das Problem ist allerdings, dass manche Abschreibungsmöglichkeiten und sonstige Steuerschlupflöcher dem Steuerzahler, der diese Möglichkeiten nicht hat, kaum vermittelbar sind. Der Steuerzahler, der als Arbeitnehmer kaum Möglichkeiten zur Steuervermeidung hat, sieht erstaunt, welche Möglichkeiten Unternehmen da auftun. Ist ja auch kein Wunder, wenn eine ganze Steuerabteilung mit einem Dutzend ausgefuchsten Spezialisten nur zu diesem Zweck beschäftigt wird. Da kann selbst ein kleiner Handwerksbetrieb nicht mithalten.

Und das Thema Steuergerechtigkeit wird damit auch nicht wirklich gefördert.

Zenzi


Du kannst doch einen normalen Steuerzahler nicht mit Grosskonzernen vergleichen, das hat vom Steuerrecht her keinerlei Nähe.

Beispielhaft die Abschreibung auf den Namen Schering: ich benutze jetzt mal rein fiktive Zahlen.

Bayer hat ca. 2007 Schering gekauft - nehmen wir mal an zum Preis von 2 Mrd. Euro. Und nehmen wir an, Bayer hat in dem Jahr 4 Mrd. Euro Gewinn gemacht. Konnte Bayer den Kaufpreis vom Gewinn abziehen? Nein, das gilt als Aktivtausch. Man tauscht 2 Mrd. an Geld gegen 2 Mrd. an Sachwerten (inklusive Firmennamen). Und wenn dann Gebäude altern, schreibt man sie ab. Wenn Medikamente auslaufen, schreibt man den Wert von Patenten ab. Und wenn man einen mitgekauften und mit 460 mio Euro bewerteten Firmennamen nicht mehr nutzen wird, dann schreibt man ihn ab. Erst in dem Moment, und zu dem Teil wo ein Wirtschaftsgut "verbraucht" wird kann das Unternehmen den Verbrauch abschreiben. So schafft man eine sinnvolle Betrachtung, in welchem Umfang ein Unternehmen tatsächlich Gewinne erzielt hat. Ausgaben/Cashabflüsse sagen darüber nämlich nichts aus, solange ein Aktivtausch stattfindet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 12 Mai 2011 01:24 
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Ich gehe mal davon aus, daß Du diesen Exkurs in Steuerfragen nicht mir sondern weniger sachverständigen anderen Usern dieses Forums gehalten hast. Dass ich Steuerfachgehilfin bin, das weißt Du sicherlich.

Zenzi

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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 12 Mai 2011 09:27 
zenzi hat geschrieben:
Ich gehe mal davon aus, daß Du diesen Exkurs in Steuerfragen nicht mir sondern weniger sachverständigen anderen Usern dieses Forums gehalten hast. Dass ich Steuerfachgehilfin bin, das weißt Du sicherlich.

Zenzi


Hallo Zenzi, nein das wusste ich nicht. Du hast allerdings den Vergleich zum "normalen Steuerbürger" gezogen. Und es mag sein, dass der sich über die Steuerregeln für Unternehmen wundert - aber das liegt dann eben in der Natur der Sache, dass die Besteuerung von Unternehmen anders angelegt ist. Und ja, Grossunternehmen haben Steuerabteilungen um das zu optimieren - das muss auch sein, denn jedes Land hat unterschiedlichste Regeln und ein Konzern muss sich sinnvoll aufstellen. Das Nutzen vorhandener rechtlicher Rahmenbedingungen ist legitim. Im übrigen gibt es auch entsprechende Regelungen z.B. über die Preisfindung bei Lieferungen und Leistungen innerhalb von Konzernen - Transfer Pricing entsprechend der OECD Richtlinien.

Im übrigen gehe ich dann anhand deines Hintergrunds davon aus, dass du mir zustimmst, dass der Beitrag bezüglich der Abschreibung bei Bayer schlicht Nonsens war, da schlicht in Verkennung steuerlicher Regelungen geschrieben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 12 Mai 2011 17:07 
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http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 71,00.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 12 Mai 2011 18:14 
Dupor hat geschrieben:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,694171,00.html


Leider eine völlig falsche Hauptüberschrift des Spiegel. So zahlt z.B. ein Single mit 167% des Durchschnittseinkommens (was man nicht gerade "reich" nennen würde) 53% seiner Bezüge an Abgaben. Das liegt deutlich über dem OECD Durchschnitt. Insoweit beweist der Beitrag allerdings, dass die hier immer wieder vorgebrachte Behauptung, Deutschland hätte keine hohe Steuer- und Abgabenquote schlicht Quatsch ist. Deutschland hat insoweit auch kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabenproblem - es wird schlicht zu viel und zu grosszügig umverteilt. Aber linken in Deutschland kann es gar nicht genug sein. Jeder der hart für sein Geld arbeitet und Steuern zahlt sollte insoweit keine der üblichen Umverteilerparteien (PDL, Grüne, SPD) wählen. Dass der Rest es tut, der gerne von von anderen eingetriebenen Steuergeldern profitiert, überrascht nicht wirklich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 12 Mai 2011 18:41 
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Fazer hat geschrieben:
Dupor hat geschrieben:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,694171,00.html


Leider eine völlig falsche Hauptüberschrift des Spiegel. So zahlt z.B. ein Single mit 167% des Durchschnittseinkommens (was man nicht gerade "reich" nennen würde) 53% seiner Bezüge an Abgaben. Das liegt deutlich über dem OECD Durchschnitt. Insoweit beweist der Beitrag allerdings, dass die hier immer wieder vorgebrachte Behauptung, Deutschland hätte keine hohe Steuer- und Abgabenquote schlicht Quatsch ist. Deutschland hat insoweit auch kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabenproblem - es wird schlicht zu viel und zu grosszügig umverteilt. Aber linken in Deutschland kann es gar nicht genug sein. Jeder der hart für sein Geld arbeitet und Steuern zahlt sollte insoweit keine der üblichen Umverteilerparteien (PDL, Grüne, SPD) wählen. Dass der Rest es tut, der gerne von von anderen eingetriebenen Steuergeldern profitiert, überrascht nicht wirklich.


was ist mit der umverteilerpartei cdu (seltsamerweise macht die fdp auch mit), die grad aktuell geld fürs portugal raushaut und geld für griechenland in aussicht stellt?

_________________
Einmal gesetztes Unrecht, das offenbar gegen konstituierende Grundsätze des Rechtes verstößt, wird nicht dadurch zu Recht, daß es angewendet und befolgt wird. BVerfG.
was muss man machen um sich wie ein schraubenzieher zu fühlen?
wenn zwei das gleiche machen, ist es nicht gleich. auf die perspektive kommt es an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 12 Mai 2011 18:45 
jovi hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Dupor hat geschrieben:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,694171,00.html


Leider eine völlig falsche Hauptüberschrift des Spiegel. So zahlt z.B. ein Single mit 167% des Durchschnittseinkommens (was man nicht gerade "reich" nennen würde) 53% seiner Bezüge an Abgaben. Das liegt deutlich über dem OECD Durchschnitt. Insoweit beweist der Beitrag allerdings, dass die hier immer wieder vorgebrachte Behauptung, Deutschland hätte keine hohe Steuer- und Abgabenquote schlicht Quatsch ist. Deutschland hat insoweit auch kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabenproblem - es wird schlicht zu viel und zu grosszügig umverteilt. Aber linken in Deutschland kann es gar nicht genug sein. Jeder der hart für sein Geld arbeitet und Steuern zahlt sollte insoweit keine der üblichen Umverteilerparteien (PDL, Grüne, SPD) wählen. Dass der Rest es tut, der gerne von von anderen eingetriebenen Steuergeldern profitiert, überrascht nicht wirklich.


was ist mit der umverteilerpartei cdu (seltsamerweise macht die fdp auch mit), die grad aktuell geld fürs portugal raushaut und geld für griechenland in aussicht stellt?


Nennst du das Umverteilung? Ich nenne das Eigenschutz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 12 Mai 2011 18:50 
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Fazer hat geschrieben:
jovi hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Dupor hat geschrieben:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,694171,00.html


Leider eine völlig falsche Hauptüberschrift des Spiegel. So zahlt z.B. ein Single mit 167% des Durchschnittseinkommens (was man nicht gerade "reich" nennen würde) 53% seiner Bezüge an Abgaben. Das liegt deutlich über dem OECD Durchschnitt. Insoweit beweist der Beitrag allerdings, dass die hier immer wieder vorgebrachte Behauptung, Deutschland hätte keine hohe Steuer- und Abgabenquote schlicht Quatsch ist. Deutschland hat insoweit auch kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabenproblem - es wird schlicht zu viel und zu grosszügig umverteilt. Aber linken in Deutschland kann es gar nicht genug sein. Jeder der hart für sein Geld arbeitet und Steuern zahlt sollte insoweit keine der üblichen Umverteilerparteien (PDL, Grüne, SPD) wählen. Dass der Rest es tut, der gerne von von anderen eingetriebenen Steuergeldern profitiert, überrascht nicht wirklich.


was ist mit der umverteilerpartei cdu (seltsamerweise macht die fdp auch mit), die grad aktuell geld fürs portugal raushaut und geld für griechenland in aussicht stellt?


Nennst du das Umverteilung? Ich nenne das Eigenschutz.


und die umverteilung, die du anprangerst ist kein "eigenschutz"?

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was muss man machen um sich wie ein schraubenzieher zu fühlen?
wenn zwei das gleiche machen, ist es nicht gleich. auf die perspektive kommt es an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 12 Mai 2011 19:07 
jovi hat geschrieben:
und die umverteilung, die du anprangerst ist kein "eigenschutz"?


Nein, die geht weit darüber hinaus.
Wenn man, wie jetzt rot-grün wieder in BW beginnt, als erstes Steuern erhöht (Grunderwerbssteuer), um dann soziale Wohltaten zu verteilen (z.b. Abschaffung von Studiengebühren) dann ist das Umverteilungspolitik, wobei es völlig unklar bleibt, warum z.B. eine 4-köpfige Familie, die sich z.B. für 250.000 Euro ein Haus kaufen würde jetzt 3750 Euro mehr Steuern zahlen sollte, damit Studenten, die demnächst hoffentlich ordentlich verdienen, nicht mal 500 Euro Gebühren im Semester zahlen sollen. Das ist blinde Umverteilung, teilweise sozial ungerecht noch dazu, aber alles unter dem "sozialen" Deckmantel. Ludwig Erhard hat genau davor gewarnt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 12 Mai 2011 20:14 
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Fazer hat geschrieben:
jovi hat geschrieben:
und die umverteilung, die du anprangerst ist kein "eigenschutz"?


Nein, die geht weit darüber hinaus.
Wenn man, wie jetzt rot-grün wieder in BW beginnt, als erstes Steuern erhöht (Grunderwerbssteuer), um dann soziale Wohltaten zu verteilen (z.b. Abschaffung von Studiengebühren) dann ist das Umverteilungspolitik, wobei es völlig unklar bleibt, warum z.B. eine 4-köpfige Familie, die sich z.B. für 250.000 Euro ein Haus kaufen würde jetzt 3750 Euro mehr Steuern zahlen sollte, damit Studenten, die demnächst hoffentlich ordentlich verdienen, nicht mal 500 Euro Gebühren im Semester zahlen sollen. Das ist blinde Umverteilung, teilweise sozial ungerecht noch dazu, aber alles unter dem "sozialen" Deckmantel. Ludwig Erhard hat genau davor gewarnt.


als student hat man garnichts. (versuche mal geld zu leihen, wenn du garnichts hast, keiner wird so blöd sein es zu tun. die bank möchte "sicherheiten".) wenn man nebenher kelnern geht, dann leidet das studium. es kann zum abbruch führen oder zumindest zu einer schlechteren ausbildung, da die lernzeit zum wohle der anschaffzeit kürzer treten muss. mit leuten, die eine ausbildung wie ein affe haben ist kein innovativer staat zu machen, sondern höchstens eine banannenrepublik, die von links - china, russland, etc und rechts england, frankreich, usw technisch und letztendlich auch wirtschaftlich überholt wird.

ich verstehe nicht, warum du so eingestellt bist. bis ein student mächtig geld verdient vergehen jahre. dazu kommt es aber nicht wenn man das studium unmöglich macht. außerdem ist das eine echte investition für alle, denn die studenten holen mehr steuern ein, als für studenten steuern ausgegeben wurden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 12 Mai 2011 21:01 
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So ist es. Woher sollen denn die 500 €/Semester kommen? ICH kann sie mir nicht aus den Rippen schneiden (meine Tochter studiert noch UND jobbt ohnehin nebenher).
Was Du favorisierst ist "Bildung nur für "Reiche" :nono: :neinenein:

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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 13 Mai 2011 06:35 
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Quijota hat geschrieben:
So ist es. Woher sollen denn die 500 €/Semester kommen? ICH kann sie mir nicht aus den Rippen schneiden (meine Tochter studiert noch UND jobbt ohnehin nebenher).
Was Du favorisierst ist "Bildung nur für "Reiche" :nono: :neinenein:


cdu/csu vafourisiert dumme bürger ... zumindest so dumm, dass sie die in auftrag gegebene dr. arbeiten nicht anhand vorhandener gesetze blosstellen können.

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BeitragVerfasst: 13 Mai 2011 18:03 
Quijota hat geschrieben:
So ist es. Woher sollen denn die 500 €/Semester kommen? ICH kann sie mir nicht aus den Rippen schneiden (meine Tochter studiert noch UND jobbt ohnehin nebenher).
Was Du favorisierst ist "Bildung nur für "Reiche" :nono: :neinenein:



500 Euro pro Semester ist zuviel? D.h. 83 Euro pro Monat? Das kann mir niemand ernsthaft erzählen. Aber frag mal die Familien, wo oft genug die Frau noch nicht wieder arbeitet, wenn dann die Kinder in den Kindergarten gehen, und 300 bis 700 Euro pro Monat für 2 Kinder fällig werden, wo das Geld herkommt. Darüber hinaus gibt es Studentendarlehen, Bafög, und die Möglichkeit, dass der STudent etwas arbeitet (500 Euro sind in den Ferien in einer Woche unproblematisch erzielbar). Kinder können nicht arbeiten. Wegen 500 Euro pro Semester verziechtet niemand auf ein Studium, das ist reine Polemik - aber die Studenten konnten halt schon immer lauter schreien als die kleinen Kinder.


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BeitragVerfasst: 14 Mai 2011 01:19 
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Fazer hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
So ist es. Woher sollen denn die 500 €/Semester kommen? ICH kann sie mir nicht aus den Rippen schneiden (meine Tochter studiert noch UND jobbt ohnehin nebenher).
Was Du favorisierst ist "Bildung nur für "Reiche" :nono: :neinenein:



500 Euro pro Semester ist zuviel? D.h. 83 Euro pro Monat? Das kann mir niemand ernsthaft erzählen. Aber frag mal die Familien, wo oft genug die Frau noch nicht wieder arbeitet, wenn dann die Kinder in den Kindergarten gehen, und 300 bis 700 Euro pro Monat für 2 Kinder fällig werden, wo das Geld herkommt. Darüber hinaus gibt es Studentendarlehen, Bafög, und die Möglichkeit, dass der STudent etwas arbeitet (500 Euro sind in den Ferien in einer Woche unproblematisch erzielbar). Kinder können nicht arbeiten. Wegen 500 Euro pro Semester verziechtet niemand auf ein Studium, das ist reine Polemik - aber die Studenten konnten halt schon immer lauter schreien als die kleinen Kinder.

...und weil 500 €/Woche unproblematisch zu erzielen sind, gibt es auch so viele Aufstocker. :nono: Erst muss man mal einen Ferienjob bekommen und dann muss er auch noch "gut" bezahlt werden. Fazer, ich glaube, Du leidest zunehmend an Realitätsverlust...

_________________
EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 14 Mai 2011 10:32 
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Registriert: 28 Jan 2011 09:46
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Fazer hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
So ist es. Woher sollen denn die 500 €/Semester kommen? ICH kann sie mir nicht aus den Rippen schneiden (meine Tochter studiert noch UND jobbt ohnehin nebenher).
Was Du favorisierst ist "Bildung nur für "Reiche" :nono: :neinenein:



500 Euro pro Semester ist zuviel? D.h. 83 Euro pro Monat? Das kann mir niemand ernsthaft erzählen. Aber frag mal die Familien, wo oft genug die Frau noch nicht wieder arbeitet, wenn dann die Kinder in den Kindergarten gehen, und 300 bis 700 Euro pro Monat für 2 Kinder fällig werden, wo das Geld herkommt. Darüber hinaus gibt es Studentendarlehen, Bafög, und die Möglichkeit, dass der STudent etwas arbeitet (500 Euro sind in den Ferien in einer Woche unproblematisch erzielbar). Kinder können nicht arbeiten. Wegen 500 Euro pro Semester verziechtet niemand auf ein Studium, das ist reine Polemik - aber die Studenten konnten halt schon immer lauter schreien als die kleinen Kinder.


ein studentenjob bringt 8€ die stunde (mehr zahlt einem keiner ohne ausbildung und als student hat man nun keine ausbildung, deshalb ist man ja student). das heißt, man muss jede woche 12 stunden arbeiten. was wiederum heißt, man hat 1/6 der woche weniger für das studium. das sind gerademal 400€. auch nicht alle kriegen bafög und ähnliches. und wenn man kein geld hat und sowiso schon arbeiten gehen muss, dann sind 80€ im monat eine erhebliche belastung (250 kostet die wohnung 180€ hat man dann für essen trinken kleidung - als student 80 € im monat weniger = halben monat nackt und hungrig ramadan feiern). ferien gibts nicht, es gibt nur vorlesungsfreie zeit und in dieser zeit sind tüpischerweise praktika und semesterabschlussprüfungen. und ja das bischen zwischendurch, wenn man sich nich wenigstens etwas erholt, dann ist man am nächsten semester so ausgebrannt ...

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Einmal gesetztes Unrecht, das offenbar gegen konstituierende Grundsätze des Rechtes verstößt, wird nicht dadurch zu Recht, daß es angewendet und befolgt wird. BVerfG.
was muss man machen um sich wie ein schraubenzieher zu fühlen?
wenn zwei das gleiche machen, ist es nicht gleich. auf die perspektive kommt es an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 15 Mai 2011 23:56 
Quijota hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
So ist es. Woher sollen denn die 500 €/Semester kommen? ICH kann sie mir nicht aus den Rippen schneiden (meine Tochter studiert noch UND jobbt ohnehin nebenher).
Was Du favorisierst ist "Bildung nur für "Reiche" :nono: :neinenein:



500 Euro pro Semester ist zuviel? D.h. 83 Euro pro Monat? Das kann mir niemand ernsthaft erzählen. Aber frag mal die Familien, wo oft genug die Frau noch nicht wieder arbeitet, wenn dann die Kinder in den Kindergarten gehen, und 300 bis 700 Euro pro Monat für 2 Kinder fällig werden, wo das Geld herkommt. Darüber hinaus gibt es Studentendarlehen, Bafög, und die Möglichkeit, dass der STudent etwas arbeitet (500 Euro sind in den Ferien in einer Woche unproblematisch erzielbar). Kinder können nicht arbeiten. Wegen 500 Euro pro Semester verziechtet niemand auf ein Studium, das ist reine Polemik - aber die Studenten konnten halt schon immer lauter schreien als die kleinen Kinder.

...und weil 500 €/Woche unproblematisch zu erzielen sind, gibt es auch so viele Aufstocker. :nono: Erst muss man mal einen Ferienjob bekommen und dann muss er auch noch "gut" bezahlt werden. Fazer, ich glaube, Du leidest zunehmend an Realitätsverlust...


Gerade im studentischen Bereich gibt es genug Ferienjobangebote. Und lass es 2 Wochen sein - das macht auch keinen relevanten Unterschied. Das wären dann 2 Wochen, 40 Stunden, 7 Euro pro Stunde - das gibt mehr als die gewünschten 500 Euro. Das ganze im Hinblick darauf, dass man, wenn das STudium dann erfolgreich war, damit rechnen kann, ordentlich zu verdienen. Bafög und sonstige Unterstützungszahlungen gibt es auch, ggf. auch Studiendarlehen von Banken. 500 Euro/Semester halten niemand der will vom Studium ab, alles andere ist ein Märchen. Aber um dieses Märchen jetzt zu bedienen, werden eben "Normalverdiener", die sich ein Haus in BW kaufen, entsprechend mehr belastet. Es gibt keinen ernsthaften Grund für solch eine Umverteilung, ausser schlichte Dogmatismen bei rot-grün. Der Kindergarten in BW wird weiter Geld kosten, dafür ist dann nichts mehr übrig. So sieht dann grün-rote Realität aus! Ist auch klar: die Grünen bedienen sich stark des studentischen Umfelds um Wähler zu motivieren. So werden jetzt die Wähler ausbezahlt, indem die Studiengebühren abgeschafft werden, und dafür Steuern erhöht werden und Kindergartenplätze weiter teuer sind. Geld ausschütten, nachdem man gewählt wurde - ich würde sagen: riecht ganz klar nach Bestechung!


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 Betreff des Beitrags: Re: Unternehmen und die Steuern (bzw. deren Ersparnis)
BeitragVerfasst: 16 Mai 2011 00:16 
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Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
Ist das eine neue "Verschwörungstheorie" von Dir? :muede:

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
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