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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 22 Mai 2015 08:18 
jovi hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:
jovi hat geschrieben:
es geht auch nicht um verzichten von technik.
die roboter/maschinen/computer machen die arbeit - sie sind die "guten".

aber was wir draus machen.

z.b. schröders niedriglohnsektor war total überflüssig.

durch maschinen wird mehr produziert.
also muss man mehr verkaufen.
das heisst die leute müssen mehr geld bekommen.
wenn man geld nur durch arbeiten bekommen sollte, dann darf keiner entlassen werden.

denkt doch logisch und konsequent den gedanken zu ende, was passiert wenn wir so weitermachen wie bisher.

Im Gegensatz zu Dir denken wir schon logisch. :roll:

Durch Maschinen wird nicht in erster Linie mehr, sondern effizienter produziert.
Man muss also nicht gezwungener Maßen mehr verkaufen.
Das heisst, die Leute bekommen für das gleiche Geld mehr/bessere, weil günstiger produzierte Güter.
Da man Geld tatsächlich nicht als fauler Schmarotzer in den Hintern geschoben bekommen soll, muss dafür gearbeitet werden, denn von nix kommt bekanntlich nix. :schulter: Das muss aber nicht ein Leben lang dieselbe Tätigkeit im selben Unternehmen sein ... :nono:

"effizienter" heist per definition mehr.
und natürlich muss man mehr verkaufen, sonst kann man die löhne nicht bezahlen.

:pillepalle: Blödsinn! http://de.wikipedia.org/wiki/Effizienz
Zitat:
Etwas ist effizient, wenn es (für ein fixes Ergebnis) nur einen kleinen Aufwand benötigt
http://de.wiktionary.org/wiki/effizient
Warum reisst Du hier eigentlich laufend Themen an, von denen Du erkennbar keine Ahnung hast? :roll:

Wenn ich effizienter, also kostengünstiger produzieren kann, ist mein Ertrag pro Einheit höher. Eine Zwangsläufigkeit, die Produktionsmenge steigern zu müssen, existiert schlicht nicht.

Dass es ein Bestreben von Unternehmen gibt, ihre Absatzmenge und dadurch den Profit zu erhöhen, ist zwar richtig und im Sinne der Beschäftigten und Anteilseigner sinnvoll, hat aber nicht unmittelbar etwas mit dem diskutierten Maschineneinsatz zu tun.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 22 Mai 2015 08:57 
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Beiträge: 3242
Kritikaster hat geschrieben:
jovi hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:
jovi hat geschrieben:
es geht auch nicht um verzichten von technik.
die roboter/maschinen/computer machen die arbeit - sie sind die "guten".

aber was wir draus machen.

z.b. schröders niedriglohnsektor war total überflüssig.

durch maschinen wird mehr produziert.
also muss man mehr verkaufen.
das heisst die leute müssen mehr geld bekommen.
wenn man geld nur durch arbeiten bekommen sollte, dann darf keiner entlassen werden.

denkt doch logisch und konsequent den gedanken zu ende, was passiert wenn wir so weitermachen wie bisher.

Im Gegensatz zu Dir denken wir schon logisch. :roll:

Durch Maschinen wird nicht in erster Linie mehr, sondern effizienter produziert.
Man muss also nicht gezwungener Maßen mehr verkaufen.
Das heisst, die Leute bekommen für das gleiche Geld mehr/bessere, weil günstiger produzierte Güter.
Da man Geld tatsächlich nicht als fauler Schmarotzer in den Hintern geschoben bekommen soll, muss dafür gearbeitet werden, denn von nix kommt bekanntlich nix. :schulter: Das muss aber nicht ein Leben lang dieselbe Tätigkeit im selben Unternehmen sein ... :nono:

"effizienter" heist per definition mehr.
und natürlich muss man mehr verkaufen, sonst kann man die löhne nicht bezahlen.

:pillepalle: Blödsinn! http://de.wikipedia.org/wiki/Effizienz
Zitat:
Etwas ist effizient, wenn es (für ein fixes Ergebnis) nur einen kleinen Aufwand benötigt
http://de.wiktionary.org/wiki/effizient
Warum reisst Du hier eigentlich laufend Themen an, von denen Du erkennbar keine Ahnung hast? :roll:

Wenn ich effizienter, also kostengünstiger produzieren kann, ist mein Ertrag pro Einheit höher. Eine Zwangsläufigkeit, die Produktionsmenge steigern zu müssen, existiert schlicht nicht.

Dass es ein Bestreben von Unternehmen gibt, ihre Absatzmenge und dadurch den Profit zu erhöhen, ist zwar richtig und im Sinne der Beschäftigten und Anteilseigner sinnvoll, hat aber nicht unmittelbar etwas mit dem diskutierten Maschineneinsatz zu tun.


Etwas ist effizient, wenn es (für ein fixes Ergebnis) nur einen kleinen Aufwand benötigt

heisst: heute brauche ich eine woche um ein auto zu produzieren. in einem monat brauche ich einen tag um ein auto zu produzieren.
das ist gemeint mit weniger aufwand beim gleichen ergebniss.

oder: heute brauche ich 5 mitarbeiter um ein auto in der woche fertigzukrieren. irgendwann brauche ich nur 4 mitarbeiter um das gleiche auto in einer woche fertigzustellen.

wenn in der werkhalle nicht produziert wird, dann "verliert" man geld. macht keiner.

um mehr zu verkaufen muss der preis runter. macht der konkurent auch. irgendwann ist der zeitpunkt erreicht, wo ein jeder, der sich ein auto leisten kann, und eines haben möchte eines hat. dann kommt es zu einem verhalten, dass dem ähnelt, 5 tomaten in eine dose reinzustecken, in die nur 4 tomaten passen. geht aber nicht um tomaten, es geht um menschen.

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Einmal gesetztes Unrecht, das offenbar gegen konstituierende Grundsätze des Rechtes verstößt, wird nicht dadurch zu Recht, daß es angewendet und befolgt wird. BVerfG.
was muss man machen um sich wie ein schraubenzieher zu fühlen?
wenn zwei das gleiche machen, ist es nicht gleich. auf die perspektive kommt es an.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 22 Mai 2015 10:11 
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...und am Ende kommt das, was wir bereits jetzt haben: die geplante Obsoleszenz
https://www.youtube.com/watch?v=Mv8Mr9VvsP0

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 22 Mai 2015 12:21 
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Kritikaster hat geschrieben:
Wenn ich effizienter, also kostengünstiger produzieren kann, ist mein Ertrag pro Einheit höher. Eine Zwangsläufigkeit, die Produktionsmenge steigern zu müssen, existiert schlicht nicht.


Womöglich muss man sich ja mit mehr, als einem Aspekt beschäftigen. Nun gehören die „Wirtschaftswissenschaften“ nicht zu dem was ich (da bin ich nicht ganz allein) als „harte Wissenschaft bezeichnen würden. Dennoch findet dort viel Mathematik sinnvoll „im Einsatz“. Ein ganz wichtiger Aspekt sind die sog. "Grenzkosten"

Ein kurzes Zitat daraus mag ja mal eine Basis schaffen :

Zitat:
Beispiel

Für die Produktion eines Gutes X fallen Fixkosten in Höhe von 100.000 Euro an – beispielsweise in Form von Mieten für Produktionsstätten, Kosten der Bereitstellung von Maschinen und Gehälter für Mitarbeiter. Mit diesen vorhandenen Mitteln können maximal 5.000 Einheiten des Gutes gefertigt werden. Für die Fertigung einer Einheit von X werden Rohstoffe für 5 Euro benötigt (variable Kosten).

Bei einer gefertigten Einheit fallen also Gesamtkosten der Produktion in Höhe von 100.005 Euro, für zwei gefertigte Einheiten 100.010 Euro usw. an. Mit jeder produzierten Einheit erhöhen sich die Gesamtkosten um 5 Euro – dieser Betrag entspricht den Grenzkosten.

Angenommen, der Rohstofflieferant gewährt einen Mengenrabatt in Höhe von 0,50 Euro (je Einheit) ab der 3.000. Einheit und einen Euro (je Einheit) für die 4.000. und jede weitere Einheit. Bis zu einer Produktion von 2.999 Einheiten betragen die Grenzkosten dann 5 Euro, zwischen 3.000 und 3.999 Einheiten 4,50 Euro und ab 4000 Einheiten 4 Euro – die Grenzkosten fallen.

Steigt die Nachfrage auf über 5000 Stück, wird also die Kapazitätsgrenze der Produktion überschritten, so fallen weitere Kosten für die Ausweitung der Produktion an. Beispielsweise müssen höhere (variable) Kosten für die Wartung von Maschinen und Überstundenzuschüsse für das Personal kalkuliert werden. An diesem Punkt steigen die Grenzkosten. Darüber hinaus können auch zusätzliche Fixkosten (sprungfixe Kosten) bei Ausweitung der Produktion über ein bestimmtes Niveau hinaus anfallen.

Neben diesem Zusammenhang gibt die Grenzkostenfunktion auch den Preis auf dem vollkommenen Markt an, welcher für die Menge des Gutes X realisiert wird. Solange die Grenzkosten unterhalb der Durchschnittskosten verlaufen, arbeitet das Unternehmen nicht kostendeckend. Es wird somit erst produzieren, wenn sich die Grenzkosten- mit der Durchschnittskostenfunktion schneidet.


An der „Kostenschraube“ kann man also auf verschiedene Art drehen. Am einfachsten lässt sich das aber an der Personalseite zeigen. Das einsparen der „menschlichen Ressourcen“ ist seit Jahrzehnten das probate Mittel um die Fixkostenbasis zu verkleinern. Zum einen sind Personalkosten in einem gewissen Umfang unvermeidbar variabel und die erzielbare Leistung ist jenseits von sehr berechenbarer maschineller Leistung. Zahlreiche Einflussgrößen die allesamt außerhalb der Beeinflussbarkeit des Unternehmens liegen wirken sich (relativ zur menschlichen Belegschaft) meist fixkostensteigernd aus.

Was liegt also näher, als diesen Anteil auf ein Minimum zu senken ? Ein Minimum, welches beinahe ausschließlich vom gerade gültigen technischen Stand abhängt. Allein sklavenähnliche Beschäftigungsverhältnisse vermögen noch mit einer gut durchdachten Automatisation zu konkurrieren. In allen Staaten mit einem funktionierenden Arbeitsrecht, bleibt einem Unternehmen nur noch der Weg in einen höheren Automationsgrad für seine Produktion mit möglichst „schlanker Fixkostenbasis“.

Neben der ungleich höheren Verlässlichkeit, werden Maschinen „klaglos“ 24 h und 7 Tage pro Woche arbeiten. Das sind in einem normalen Jahr 8.760 h. Hinzu kommt noch, die Möglichkeit der steuerlichen „Gestaltung“ und alles was da an Vorteilen „herausdestilliert“ werden kann. Bei den „humanen Produktivkräften“ fallen ebenfalls weitere veränderbare Kosten an – worüber das Unternehmen sozusagen „zwangsweise“ soziales Verhalten „beteiligt wird“ (Renten, Gesundheitskosten, die Liste ist nicht vollständig). All das orientiert sich am Verhalten des einzelnen Staates und beeinflusst direkt und indirekt wo sich eine Produktionsstätte etablieren wird. Da auch im Wirtschaftsraum EU keinerlei „Gleichheit“ in Bezug auf diese Kriterien vorgesehen ist, konkurrieren Staaten um Unternehmen. Durch „großzügige“ Bereitstellung von Infrastruktur (teilweise zum „Nulltarif“) wird die Ansiedlung von Unternehmen beeinflusst.

Das erstaunliche an diesem System, die selben „potentiellen“ Arbeitnehmer, werden summarisch für all diese „goodies “ über Steuern (hauptsächlich MwSt, Einkommensteuer – Lohnsteuer) herangezogen. Die „steuerliche Gestaltung“ dieser größten Bevölkerungsgruppe, ist angesichts dessen was Unternehmen zur „Gestaltung“ zur Verfügung steht geradezu „rudimentär“. Nur ein Beispiel der „stillen Subvention“, während ein PKW sehr „ordentliche Steuern“ für die Nutzung der Infrastruktur abverlangt wird, darf ein Betreiber eine LKW, der nachweislich einen mindestens 70tausenfachen schädlicheren „inpact“ an Straßen, Autobahnen und besonders Brücken hinterlässt, nur einen Bruchteil dieser „Nutzung“ über seine KFZ-Steuer begleichen muss. Selbst die inzwischen eingeführte Maut, verändert durch eine „gewisse Selektivität“, dieses Missverhältnis nur geringfügig. Die Liste solcher „stillen Subventionen“ lässt sich erweitern. Diese werde als geradezu „gottgegeben“ hingenommen. Das sich dadurch die gesamten Kosten auf einer Seite „versammeln“ und die daraus erklecklich höheren Gewinnmagen, „ganz natürlich“ auf die andere Seite verlagern, scheint inzwischen derart „systemimmanent“, das nichts davon als längst eben nicht notwendiges Übel gesehen wird.

Das „unschöne Langzeitergebnis“, durch das Abschaffen menschlicher Arbeitskraft (was von Stand der Technik her durchaus vernünftig ist !) in allen Branchen, wird zwangsläufig die Notwendigkeit überhaupt menschliche Arbeitskräfte „vorzuhalten“ zunehmend geringer. Doch um an einen gewissen Henry Ford zu erinnern, der erkannte sehr schnell, das zwischen dem Produkt und der Bezahlbarkeit eben dieses Produkts, ein unauflöslicher Zusammenhang besteht.

Ohne „geeignete Verdienstmöglichkeiten“ fehlen den Produkten automatisch die zahlungsfähigen Kunden. D weicht gegenwärtig als sog. „Exportweltmeister“ diesem Dilemma erst einmal geschickt aus. Noch kann die Welt – davon ein nicht zu kleiner Teil in EU - „unsere Produkte“ aufnehmen. Stetiges Wachstum scheint so möglich. Dabei wird der „Binnenmarkt“ nahezu völlig vernachlässigt – zumindest für alle „potentiellen“ Arbeitnehmer, die nicht – zunehmend nicht mehr - in der Exportproduktion untergebracht werden können. Da die Automatisation längst noch nicht ihren „Peak“ erreicht hat, werden nahezu unmerklich, weiter Arbeitskräfte dauerhaft obsolet. All dies belastet einen Sozialstaat erheblich. Noch glaubt man, diese Problem ließe sich „irgendwie“ in die Zukunft verschieben.

Jammern in höchsten Tönen von „Fachkräftemangel“ und meint eigentlich „Fachkräfte“ mit deutlich niedrigeren Ansprüchen was die Bezahlung angeht. Statt Betriebe in Billiglohnländer zu verlegen, holt man nun (versucht es jedenfalls) billige Fachkräfte nach D. Eine allzu bekannte Methode, als es noch um Hilfsarbeiter mit sehr geringen Basiskenntnissen ging, die eine „wertvolle Konkurrenz“ zu heimischen Kräften darstellte. Das „Ergebnis“ sind ~4 Millionen türkischstämmiger Migranten, die eigentlich rein zahlenmäßig heute längst obsolet sind. Die vergleichsweise wenigen „Aufsteiger“ in dieser Bevölkerungsgruppe, ändern nichts an der Tatsache, das D keinerlei Bedürfnis an mehr Arbeitskraft hat. Falls doch – z.B. um den Babyboom der 60er abzuarbeiten – würden zahlreiche europäische Staaten uns händeringend ihre jugendlichen Arbeitslosen zur Verfügung stellen. Ein „Markt“ mit ½ Milliarde Menschen sollte durchaus genügen um eine gesunden Grad von Autonomie zu gewährleisten.

Allerdings, wird das wohl kaum gelingen, wenn unsinnig weiter „globalisiert“ wird. Längst kommt die Masse der zur Automatisation notwendigen Bauteile aus China. Die Frage ist, warum diese Abhängigkeit weiter erhöhen – warum nicht aus den eigenen Bevölkerungen in EU, die (noch) benötigten Fachkräfte zuerst zu „erzeugen“ um sie dann binnenmarktstabilisierend einzusetzen ? Aus gegenwärtigen – mindestens – Nullwachstum der europäischen Gesamtbevölkerung, ist längst ein Vorteil gegenüber dem völlig ungezügelten Wachstum anderer Regionen geworden. Nur Idioten die von immerwährendem Wachstum träumen, vermögen diese Zusammenhänge nicht zu sehen – schlimmer noch – wollen diese durch entsprechende Dauergehirnwäsche dies zum alleinig seligmachenden Konzept erklären.

Es gibt unumstößliche Wahrheiten – weder die Rohstoffe – noch die fossile Energiegewinnung – werden für ein weiteres Wachstum "in ausreichendem Maß" zur Verfügung stehen. Die nunmehr 7,2 Milliarden Menschen werden bei immer noch ~1,1% jährlichem Nettowachstum in gerade mal ~64 Jahren zu ~14 Milliarden angewachsen sein – jede Verringerung dieses (weltweit ungleichen) Wachstums mit einem totalen Paradigmenwechsel was die beiden ersten Punkte angeht, bieten eine realistische Überlebenschance für den Homo sapiens. „Weiter so“ - womöglich mit gesteigertem Wachstum, führt in eine Katastrophe von bislang ungekanntem Ausmaß – jedenfalls für unsere Kinder und deren Kinder. Falls Mensch dazu fähig ist total umzudenken, sehe ich eine realistische Chance. Nehme ich nur das Bild auf diesem Forum, sehe ich keinerlei Vernunft und nur die daraus resultierenden Ergebnisse…..

:trommel: Ach ja Quijota – denk einfach mal nach was „geplante Obsoleszenz“ noch stärker beansprucht und Du solltest dann rasch erkennen, mit was solche „Lösungen“ unvermeidlich kollidieren...

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 22 Mai 2015 12:37 
Quijota hat geschrieben:
...und am Ende kommt das, was wir bereits jetzt haben: die geplante Obsoleszenz
https://www.youtube.com/watch?v=Mv8Mr9VvsP0

:nono: Nee, nee,

am Ende stellen wir fest, dass das Märchen von der angeblichen kapitalistisch-ausbeuterischen Obsoleszenz von Leuten immer wieder erzählt wird, die zur Aufrechterhaltung ihres verzerrten Weltbildes das Zur-Kenntnis-Nehmen von Informationen schlicht ablehnen. :o

Hättest Du im "Abzocke-Thread" Fazers und i_rs Beiträge gelesen, würdest Du
...
:hmm:
...
:?
... nein, würdest DU trotzdem von der weiteren Verbreitung dieses Unsinns keinen Abstand nehmen. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 22 Mai 2015 16:53 
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so weit sind wir schon:
http://www.tagesschau.de/ausland/muell-109.html

Zitat:
89 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in der EU pro Jahr weggeworfen - Tendenz steigend.
...
"Heutzutage haben wir in Frankreich Millionen Menschen, deren Geld nicht bis zum Monatsende reicht - und trotzdem wirft jeder Supermarkt bis zu 20 kg an Nahrungsmitteln pro Tag weg."
...
Wir haben eine skandalöse und nicht hinnehmbare Verschwendung in Frankreich: Alles, was man nicht verkauft bekommt, wird weggeworfen - und dann schütten sie auch noch flüssiges Chlor darüber, damit es ja keiner mehr essen kann.

wir vernichten unseren wohlstand. wozu produzieren? die ressourcen hätte man sich auch spahren können. und dann noch mit dem chlor drüber ... also wirklich.

zum glück hat man dem einen riegel vorgeschoben:
Zitat:
Damit soll jetzt Schluss sein: Supermärkten soll untersagt werden, ihre unverkauften Lebensmittel unbrauchbar zu machen. Die sollen vielmehr gespendet, als Tiernahrung genutzt oder als Kompost in der Landwirtschaft verwendet werden.

Größere Supermärkte sollen "Spenden-Abkommen" mit karitativen Einrichtungen wie den "Restos du Coeur" (Die Restaurants des Herzens) schließen. Die sind vorsichtig erfreut: "Das ist eigentlich gut, weil wir dadurch mehr Gratis-Lebensmittel bekommen, aber wir wollen nicht, dass wir sämtliche Lebensmittel abnehmen müssen." Denn die Organisationen haben kaum Lagermöglichkeiten.

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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 06:47 
immernoch_ratlos hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:
Wenn ich effizienter, also kostengünstiger produzieren kann, ist mein Ertrag pro Einheit höher. Eine Zwangsläufigkeit, die Produktionsmenge steigern zu müssen, existiert schlicht nicht.

Womöglich muss man sich ja mit mehr, als einem Aspekt beschäftigen.

Na, das ist doch in diesem Fall so klar, wie bei so ziemlich jedem anderen Thema auch, i_r.

Zur Widerlegung von jovis unsinniger Behauptung, Effizienz sei "per Definition" gleichbedeutend mit Produktionssteigerung (und darum ging es), genügen allerdings meine Ausführungen.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 09:20 
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Wer effizienter produzieren kann, macht mehr Gewinn. Wer damit noch mehr produzieren kann - mit geringeren Kosten, macht noch viel mehr Gewinn. Wer mir erzählen will, dass dieser Produzent dann nicht auch mehr verkaufen will, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Wenn schon JedeR z.B. eine Waschmaschine hat, dann muss man eben dafür sorgen, dass der Absatz nicht stockt. Die Dinger gehen ja heute so schnell geplant kaputt, worüber die Medien auch schon berichtet haben. Das älteste dürfte wohl dem Glühbirnen-Kartell zuzuschreiben sein

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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 12:21 
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Kritikaster hat geschrieben:
immernoch_ratlos hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:
Wenn ich effizienter, also kostengünstiger produzieren kann, ist mein Ertrag pro Einheit höher. Eine Zwangsläufigkeit, die Produktionsmenge steigern zu müssen, existiert schlicht nicht.

Womöglich muss man sich ja mit mehr, als einem Aspekt beschäftigen.

Na, das ist doch in diesem Fall so klar, wie bei so ziemlich jedem anderen Thema auch, i_r.

Zur Widerlegung von jovis unsinniger Behauptung, Effizienz sei "per Definition" gleichbedeutend mit Produktionssteigerung (und darum ging es), genügen allerdings meine Ausführungen.


unsinn.

mathematisch ausgedrückt sieht es wie folgt aus:

effizienz=ertrag/aufwand oder output/input

das heist entweder wird der ertrag grösser.
oder der aufwand kleiner.
mehr gibts da nicht.

spicht man von periodenfixen lohnkosten, heisst es zwangsläufig mehr.
aufwand=stück/zeit

spricht man von periodenvareablen kosten, heisst es nichts anderes als leute werden entlassen. sprich man kann mit 4mann genausoviel produzieren wie früher mit 5.

wirtschaftlich werden mitarbeiterstunden wie ressourcen gerechnet, wie ein liter benzin oder kilowat strohm.

falls du etwas gegen die bildungslücke tun möchtest:
http://www.springer.com/de/book/9783540737711

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wenn zwei das gleiche machen, ist es nicht gleich. auf die perspektive kommt es an.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 12:25 
Quijota hat geschrieben:
Wer effizienter produzieren kann, macht mehr Gewinn. Wer damit noch mehr produzieren kann - mit geringeren Kosten, macht noch viel mehr Gewinn. Wer mir erzählen will, dass dieser Produzent dann nicht auch mehr verkaufen will, glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Tut das denn irgenwer? :roll:
Du liest mal wieder nicht richtig oder verstehst nicht, was andere schreiben:
Kritikaster hat geschrieben:
Wenn ich effizienter, also kostengünstiger produzieren kann, ist mein Ertrag pro Einheit höher. Eine Zwangsläufigkeit, die Produktionsmenge steigern zu müssen, existiert schlicht nicht.

Dass es ein Bestreben von Unternehmen gibt, ihre Absatzmenge und dadurch den Profit zu erhöhen, ist zwar richtig und im Sinne der Beschäftigten und Anteilseigner sinnvoll, hat aber nicht unmittelbar etwas mit dem diskutierten Maschineneinsatz zu tun.

Du vermengst hier, ebenso wie jovi nicht differenzierend, das Thema "Effizienz" mit der Frage der Unternehmensexpansion. Ich versuche es noch ein letztes Mal, Euch das deutlich zu machen.

Nehmen wir an, Du stellst ein Produkt her, für das Du einen gewissen Absatzmarkt hast, von dem Du also regelmäßig eine bestimmte Menge - sagen wir mal 1.000 Einheiten - verkaufen kannst. Trotz all Deiner bisherigen Expansionsbemühungen gibt der Markt für Dich zur Zeit nicht mehr her.
Bisher hast Du dieses Produkt in Deinem Unternehmen mit 60 Mitarbeitern allein durch mühsame, körperlich belastende Handarbeit hergestellt. Sämtliche anfallenden Kosten hierfür betrugen bislang - umgerechnet auf eine produzierte Einheit - 120 Credits.

Da es seit Kurzem eine Maschine zu kaufen gibt, die das gleichen Produkt in mindestens gleicher Qualität, weniger Zeit und mit geringerer Belastung für das eingesetzte Personal und 10 Arbeitern weniger herstellen kann, wodurch die Kosten pro produzierter Einheit auf 100 Credits sinken, hast Du die Wahl, diese zu benutzen oder aber teurer und damit nicht mehr konkurrenzfähig zu produzieren, mit der Folge, dass Dein Unternehmen auf lange Sicht geschlossen werden muss und alle ihren Broterwerb verlieren.

:hmm:
"Was tun?", spricht Zeus.

Meine Entscheidung wäre klar: Ich schaffe die Maschine an, um zumindest 50 Arbeitsplätze zu erhalten und weiterhin selbst die 1.000 Einheiten im Markt zu verkaufen.
Was habe ich damit getan? Ich habe meine Produktion effizienter gemacht, ohne auch nur eine Einheit mehr herzustellen! Nur dadurch ist es mir möglich, überhaupt noch am Markt teilzunehmen.
Dass ich auch weiterhin versuchen werde, zu expandieren, ist klar, hat aber mit der Effizienzerhöhung nicht unmittelbar zu tun. Das tat ich ja auch schon, als alles noch ohne Maschineneinsatz produziert wurde.
Was ich sicher NICHT tun werde ist, die Produktion zu erhöhen, nur weil die Stückkosten gesunken sind. Es nutzt mir nämlich überhaupt nichts, wenn die Ware zwar billig hergestellt, aber nicht verkauft werden kann und auf der Halde landet! :o
Quijota hat geschrieben:
Wenn schon JedeR z.B. eine Waschmaschine hat, dann muss man eben dafür sorgen, dass der Absatz nicht stockt. Die Dinger gehen ja heute so schnell geplant kaputt, worüber die Medien auch schon berichtet haben. Das älteste dürfte wohl dem Glühbirnen-Kartell zuzuschreiben sein

Warum eigentlich ignoriert Ihr beide permanent die Fakten, die andere Eurem ideologisierten Weltbild entgegen halten? :suspekt:


Zuletzt geändert von Kritikaster am 23 Mai 2015 14:18, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 12:31 
jovi hat geschrieben:
falls du etwas gegen die bildungslücke tun möchtest:

Ich bin unentwegt dabei, mich um das Schließen Deiner Bildungslücken zu bemühen, jovi, aber gegen Deine Ignoranz ist ja offensichtlich kein Kraut gewachsen. :phrav:


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 14:36 
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Registriert: 27 Jan 2011 12:27
Beiträge: 13464
Kritikaster hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Wer effizienter produzieren kann, macht mehr Gewinn. Wer damit noch mehr produzieren kann - mit geringeren Kosten, macht noch viel mehr Gewinn. Wer mir erzählen will, dass dieser Produzent dann nicht auch mehr verkaufen will, glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Tut das denn irgenwer? :roll:
Du liest mal wieder nicht richtig oder verstehst nicht, was andere schreiben:
Kritikaster hat geschrieben:
Wenn ich effizienter, also kostengünstiger produzieren kann, ist mein Ertrag pro Einheit höher. Eine Zwangsläufigkeit, die Produktionsmenge steigern zu müssen, existiert schlicht nicht.

Dass es ein Bestreben von Unternehmen gibt, ihre Absatzmenge und dadurch den Profit zu erhöhen, ist zwar richtig und im Sinne der Beschäftigten und Anteilseigner sinnvoll, hat aber nicht unmittelbar etwas mit dem diskutierten Maschineneinsatz zu tun.

Du vermengst hier, ebenso wie jovi nicht differenzierend, das Thema "Effizienz" mit der Frage der Unternehmensexpansion. Ich versuche es noch ein letztes Mal, Euch das deutlich zu machen.

Nehmen wir an, Du stellst ein Produkt her, für das Du einen gewissen Absatzmarkt hast, von dem Du also regelmäßig eine bestimmte Menge - sagen wir mal 1.000 Einheiten - verkaufen kannst. Trotz all Deiner bisherigen Expansionsbemühungen gibt der Markt für Dich zur Zeit nicht mehr her.
Bisher hast Du dieses Produkt in Deinem Unternehmen mit 60 Mitarbeitern allein durch mühsame, körperlich belastende Handarbeit hergestellt. Sämtliche anfallenden Kosten hierfür betrugen bislang - umgerechnet auf eine produzierte Einheit - 120 Credits.

Da es seit Kurzem eine Maschine zu kaufen gibt, die das gleichen Produkt in mindestens gleicher Qualität, weniger Zeit und mit geringerer Belastung für das eingesetzte Personal und 10 Arbeitern weniger herstellen kann, wodurch die Kosten pro produzierter Einheit auf 100 Credits sinken, hast Du die Wahl, diese zu benutzen oder aber teurer und damit nicht mehr konkurrenzfähig zu produzieren, mit der Folge, dass Dein Unternehmen auf lange Sicht geschlossen werden muss und alle ihren Broterwerb verlieren.

:hmm:
"Was tun?", spricht Zeus.

Meine Entscheidung wäre klar: Ich schaffe die Maschine an, um zumindest 50 Arbeitsplätze zu erhalten und weiterhin selbst die 1.000 Einheiten im Markt zu verkaufen.
Was habe ich damit getan? Ich habe meine Produktion effizienter gemacht, ohne auch nur eine Einheit mehr herzustellen! Nur dadurch ist es mir möglich, überhaupt noch am Markt teilzunehmen.
Dass ich auch weiterhin versuchen werde, zu expandieren, ist klar, hat aber mit der Effizienzerhöhung nicht unmittelbar zu tun. Das tat ich ja auch schon, als alles noch ohne Maschineneinsatz produziert wurde.
Was ich sicher NICHT tun werde ist, die Produktion zu erhöhen, nur weil die Stückkosten gesunken sind. Es nutzt mir nämlich überhaupt nichts, wenn die Ware zwar billig hergestellt, aber nicht verkauft werden kann und auf der Halde landet! :o
Quijota hat geschrieben:
Wenn schon JedeR z.B. eine Waschmaschine hat, dann muss man eben dafür sorgen, dass der Absatz nicht stockt. Die Dinger gehen ja heute so schnell geplant kaputt, worüber die Medien auch schon berichtet haben. Das älteste dürfte wohl dem Glühbirnen-Kartell zuzuschreiben sein

Warum eigentlich ignoriert Ihr beide permanent die Fakten, die andere Eurem ideologisierten Weltbild entgegen halten? :suspekt:

Weil hier JedeR schreiben kann, was er/sie will und nicht unbedingt damit Recht haben muss.
Du hast bei deinen Ausführungen die GIER vergessen.
Sollte der Unternehmer auf den Geschmack kommen, und mehr als die von dir angedachten 1000 Stück produzieren wollen, hat er das Problem der sprungfixen Kosten und die Chose geht von vorne los.
Natürlich kann es auch passieren, dass ein Konkurrenzangebot auf den Markt kommt. Auch dann wird er versuchen müssen, mindestens die gleiche Stückzahl, aber besser eine höhere Stückzahl zu verkaufen - möglicherweise zu niedrigeren Preisen, um den Konkurrenten vom Markt zu drängen. Dann wird er anfangen, über die Verarbeitung seiner Produkte nachzudenken - womit wir wieder bei meiner obigen Aussage wären.
Dein Modell ist imho zu theoretisch

_________________
EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 14:44 
Quijota hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
Wer effizienter produzieren kann, macht mehr Gewinn. Wer damit noch mehr produzieren kann - mit geringeren Kosten, macht noch viel mehr Gewinn. Wer mir erzählen will, dass dieser Produzent dann nicht auch mehr verkaufen will, glaubt auch an den Weihnachtsmann.
Tut das denn irgenwer? :roll:
Du liest mal wieder nicht richtig oder verstehst nicht, was andere schreiben:
Kritikaster hat geschrieben:
Wenn ich effizienter, also kostengünstiger produzieren kann, ist mein Ertrag pro Einheit höher. Eine Zwangsläufigkeit, die Produktionsmenge steigern zu müssen, existiert schlicht nicht.

Dass es ein Bestreben von Unternehmen gibt, ihre Absatzmenge und dadurch den Profit zu erhöhen, ist zwar richtig und im Sinne der Beschäftigten und Anteilseigner sinnvoll, hat aber nicht unmittelbar etwas mit dem diskutierten Maschineneinsatz zu tun.

Du vermengst hier, ebenso wie jovi nicht differenzierend, das Thema "Effizienz" mit der Frage der Unternehmensexpansion. Ich versuche es noch ein letztes Mal, Euch das deutlich zu machen.

Nehmen wir an, Du stellst ein Produkt her, für das Du einen gewissen Absatzmarkt hast, von dem Du also regelmäßig eine bestimmte Menge - sagen wir mal 1.000 Einheiten - verkaufen kannst. Trotz all Deiner bisherigen Expansionsbemühungen gibt der Markt für Dich zur Zeit nicht mehr her.
Bisher hast Du dieses Produkt in Deinem Unternehmen mit 60 Mitarbeitern allein durch mühsame, körperlich belastende Handarbeit hergestellt. Sämtliche anfallenden Kosten hierfür betrugen bislang - umgerechnet auf eine produzierte Einheit - 120 Credits.

Da es seit Kurzem eine Maschine zu kaufen gibt, die das gleichen Produkt in mindestens gleicher Qualität, weniger Zeit und mit geringerer Belastung für das eingesetzte Personal und 10 Arbeitern weniger herstellen kann, wodurch die Kosten pro produzierter Einheit auf 100 Credits sinken, hast Du die Wahl, diese zu benutzen oder aber teurer und damit nicht mehr konkurrenzfähig zu produzieren, mit der Folge, dass Dein Unternehmen auf lange Sicht geschlossen werden muss und alle ihren Broterwerb verlieren.

:hmm:
"Was tun?", spricht Zeus.

Meine Entscheidung wäre klar: Ich schaffe die Maschine an, um zumindest 50 Arbeitsplätze zu erhalten und weiterhin selbst die 1.000 Einheiten im Markt zu verkaufen.
Was habe ich damit getan? Ich habe meine Produktion effizienter gemacht, ohne auch nur eine Einheit mehr herzustellen! Nur dadurch ist es mir möglich, überhaupt noch am Markt teilzunehmen.
Dass ich auch weiterhin versuchen werde, zu expandieren, ist klar, hat aber mit der Effizienzerhöhung nicht unmittelbar zu tun. Das tat ich ja auch schon, als alles noch ohne Maschineneinsatz produziert wurde.
Was ich sicher NICHT tun werde ist, die Produktion zu erhöhen, nur weil die Stückkosten gesunken sind. Es nutzt mir nämlich überhaupt nichts, wenn die Ware zwar billig hergestellt, aber nicht verkauft werden kann und auf der Halde landet! :o
Quijota hat geschrieben:
Wenn schon JedeR z.B. eine Waschmaschine hat, dann muss man eben dafür sorgen, dass der Absatz nicht stockt. Die Dinger gehen ja heute so schnell geplant kaputt, worüber die Medien auch schon berichtet haben. Das älteste dürfte wohl dem Glühbirnen-Kartell zuzuschreiben sein

Warum eigentlich ignoriert Ihr beide permanent die Fakten, die andere Eurem ideologisierten Weltbild entgegen halten? :suspekt:

Weil hier JedeR schreiben kann, was er/sie will und nicht unbedingt damit Recht haben muss.
Du hast bei deinen Ausführungen die GIER vergessen.
Sollte der Unternehmer auf den Geschmack kommen, und mehr als die von dir angedachten 1000 Stück produzieren wollen, hat er das Problem der sprungfixen Kosten und die Chose geht von vorne los.

Nun habe ich es schon auf Hauptschulniveau erklärt, und Du hast noch nicht verstanden, was der Punkt ist. Und da das, wie ich schrieb, mein letzter Versuch war, gebe ich's dann jetzt auf. > SEUFZ! <


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 14:45 
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Dann gibt es nur 2 Möglichkeiten: 1. Du taugst nicht zum Lehrer oder 2. Du hast Unrecht

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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 15:20 
Quijota hat geschrieben:
Dann gibt es nur 2 Möglichkeiten: 1. Du taugst nicht zum Lehrer oder 2. Du hast Unrecht

Ja, Quijota, hier wissen alle, dass genau dieses, auch jetzt wieder von Dir offenbarte, gestörte Urteilsvermögen die Grundlage Deines Weltbildes ist. Und dagegen ist halt mit sachlicher Argumentation nichts zu machen. :schulter:


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 16:49 
Quijota hat geschrieben:
Das älteste dürfte wohl dem Glühbirnen-Kartell zuzuschreiben sein


Tja, die Bereitschaft, Themen zu durchdenken ist bei den Verfechtern der angeblichen "geplanten Obsoleszenz" hier offensichtlich nicht gegeben.

Man kann normale Glühbirnen so konstruieren, dass sie länger halten, das geht dann aber zu Lasten der Effizienz. Es gibt ja die eine Glühbirne in den USA, die seit fast 100 Jahren funktioniert. Mit viel Strom wird da wenig Licht produziert. Es gibt also einen Effizienzpunkt, der Haltbarkeit mit geringerem Stromverbrauch und dabei möglichst hoher Lichtausbeute verbindet. ERhöht man die Haltbarkeit sinkt die Lichtausbeute und erhöht sich der STromverbrauch. Volkswirtschaftlich ist es am besten, wenn nicht einzelne Hersteller mit langer Haltbarkeit werben, obwohl dieses Produkt ineffizienter ist. Und genau deswegen hat man damals für Glühbirnen eine Haltbarkeit von 1000 Stunden beschlossen.

An sich nicht so schwer, oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 16:56 
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Kritikaster hat geschrieben:
...........
Was ich sicher NICHT tun werde ist, die Produktion zu erhöhen, nur weil die Stückkosten gesunken sind. Es nutzt mir nämlich überhaupt nichts, wenn die Ware zwar billig hergestellt, aber nicht verkauft werden kann und auf der Halde landet! :o
Quijota hat geschrieben:
Wenn schon JedeR z.B. eine Waschmaschine hat, dann muss man eben dafür sorgen, dass der Absatz nicht stockt. Die Dinger gehen ja heute so schnell geplant kaputt, worüber die Medien auch schon berichtet haben. Das älteste dürfte wohl dem Glühbirnen-Kartell zuzuschreiben sein

Warum eigentlich ignoriert Ihr beide permanent die Fakten, die andere Eurem ideologisierten Weltbild entgegen halten? :suspekt:


Welche Firma keine Entwicklungsabteilung hat, hat schon verloren. Leider träumen viele Chefs von "Augenhöhe"(um anderen Chefs zu imponieren) und stecken das Geld lieber auf eigene Konto. Von Neid ist nie die Rede.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 16:58 
Dupor hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:
...........
Was ich sicher NICHT tun werde ist, die Produktion zu erhöhen, nur weil die Stückkosten gesunken sind. Es nutzt mir nämlich überhaupt nichts, wenn die Ware zwar billig hergestellt, aber nicht verkauft werden kann und auf der Halde landet! :o
Quijota hat geschrieben:
Wenn schon JedeR z.B. eine Waschmaschine hat, dann muss man eben dafür sorgen, dass der Absatz nicht stockt. Die Dinger gehen ja heute so schnell geplant kaputt, worüber die Medien auch schon berichtet haben. Das älteste dürfte wohl dem Glühbirnen-Kartell zuzuschreiben sein

Warum eigentlich ignoriert Ihr beide permanent die Fakten, die andere Eurem ideologisierten Weltbild entgegen halten? :suspekt:


Welche Firma keine Entwicklungsabteilung hat, hat schon verloren. Leider träumen viele Chefs von "Augenhöhe"(um anderen Chefs zu imponieren) und stecken das Geld lieber auf eigene Konto. Von Neid ist nie die Rede.


Aha, sehr spannende Aussage.

Wie kommt es nur, dass gerade Deutschland mit den vielen mittelständischen Firmen als unglaublich innovativ gilt und der Mitelstand höchste Anerkennung weltweit erhält?


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 18:55 
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Das liegt daran, dass anderswo die Eitelkeit der Chefs noch größer ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 19:00 
Dupor hat geschrieben:
Das liegt daran, dass anderswo die Eitelkeit der Chefs noch größer ist.


:lol:

Es liegt wohl eher daran, dass deine beleglos aufgestellten Behauptungen nicht der Realität entsprechen.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 19:28 
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Na, weil ich belegloses Zeug schreibe, ist doch Deutschland nicht Spitze.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 23 Mai 2015 21:00 
Dupor hat geschrieben:
Na, weil ich belegloses Zeug schreibe, ist doch Deutschland nicht Spitze.


Deine Behauptung Firmen würden nicht investieren ist schlicht falsch.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 24 Mai 2015 08:39 
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Quijota hat geschrieben:
...und am Ende kommt das, was wir bereits jetzt haben: die geplante Obsoleszenz


Egal ob es so was überhaupt gibt (da wären Beweise und nicht nur Parolen angesagt !), für einige die eben nicht nur immer alles "bedauern" und es dann dabei belassen, gibt es z.B. das hier :

RepairCafeOffstein.de

Dateianhang:
RepairCafeOffstein.jpg
RepairCafeOffstein.jpg [ 167.79 KiB | 2814-mal betrachtet ]


Ich bin ziemlich sicher, derartige Initiativen gibt es in inzwischen in ganz Deutschland und diese ohne die üblichen intelligenten Kommentare einfach unter einem separaten Thema zu sammeln wäre ein durchaus soziale Leistung - denn nicht jeder kann ja nach Offstein fahren, obwohl es dort auch auch jede Menge anderes zu sehen gibt - auch zu jede Menge Wein .... :D

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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 24 Mai 2015 20:44 
immernoch_ratlos hat geschrieben:
Quijota hat geschrieben:
...und am Ende kommt das, was wir bereits jetzt haben: die geplante Obsoleszenz


Egal ob es so was überhaupt gibt (da wären Beweise und nicht nur Parolen angesagt !), für einige die eben nicht nur immer alles "bedauern" und es dann dabei belassen, gibt es z.B. das hier :

RepairCafeOffstein.de

Ich bin ziemlich sicher, derartige Initiativen gibt es in inzwischen in ganz Deutschland und diese ohne die üblichen intelligenten Kommentare einfach unter einem separaten Thema zu sammeln wäre ein durchaus soziale Leistung - denn nicht jeder kann ja nach Offstein fahren, obwohl es dort auch auch jede Menge anderes zu sehen gibt - auch zu jede Menge Wein .... :D


Nette Sache. Es ist immer gut, wenn man noch einen Laden um die Ecke hat, wo man etwas reparieren kann. Ich lasse mir eher noch mal die Schuhe besohlen, bevor ich was neues kaufe. Aber in Zeiten von Primark und Co. kaufen die Leute lieber laufend neues und werfen die Sachen schnell weg. Ob das in der Gesamtschau billiger ist, ist schwer zu sagen. Aber es entspricht dem Willen vieler Leute, sich lieber mal öfter was neues zu kaufen. Was im übrigen den grössten Teil der hier ja von verschiedenen Foristen so propagierten "Obsolenz" Debatte ad absurdum führt.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 24 Mai 2015 22:33 
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Zitat:
...
...Einem Gutachten für die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen aus dem Frühjahr 2013 zufolge geben die Haushalte in Deutschland pro Jahr schätzungsweise 101 Milliarden Euro mehr aus als nötig, weil die Haltbarkeit vieler Produkte künstlich reduziert wurde.[13]

Die Stiftung Warentest fand 2013 in Tests keine Anzeichen von geplanter Obsoleszenz, bemängelte aber mangelnde Qualität (und wirft darüber hinaus die Begriffe "geplante Obsoleszenz" und "Sollbruchstellen" unzulässigerweise durcheinander).[14] Untersucht wurden u. a. Waschmaschinen und LED-Lampen in Kerzenform.[15]

Die Technische Prüforganisation Halbleiter Test- & Prüf GmbH (HTV) verlautbarte im Juni 2013, dass sie eine „Vielzahl von Beispielen für Produkte“ fand, auf die die unternehmensinterne Definition von eingebauten Sollbruchstellen zuträfe. Auffällig sei „die Verwendung besonders hitzeempfindlicher Bauteile (z.B. Elektrolytkondensatoren) in direkter Nähe zu Hitzequellen“.[16] Das Unternehmen zertifiziert seit April 2013 Produkte ohne „geplante, lebensdauerbegrenzende Sollbruchstellen“ mit dem eigens dafür geschaffenen Gütesiegel HTV-life....[17]

Aus:https://de.wikipedia.org/wiki/Geplante_Obsoleszenz
https://www.youtube.com/results?search_ ... bsoleszenz
Damit kannst du dir zu dem Thema einen Themenabend gestalten
http://www.murks-nein-danke.de/murksmelden/

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