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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 25 Mai 2015 11:02 
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Ein klarer eindeutiger Beweis für „geplante Obsoleszenz“ auf breiter Front, lässt sich nicht nachweisen – in dieser Studie :

ARGE REGIO Stadt- und Regionalentwicklung GmbH hat geschrieben:
Im  Ergebnis  sehen  wir  einen  mehr  oder  weniger  langsamen,  schleichenden  Prozess  der Verkürzung  der  Haltbarkeiten,  der  lange  Zeit  unter  der  Wahrnehmungsschwelle  der Verbraucher bleibt Aber auf Dauer spüren es die Verbraucher irgendwie doch und dann wird  ein  allgemeiner  Unmut  laut,  dass  immer  mehr  Produkte  immer  kürzer  halten.  Und genau vor dieser Situation scheinen wir heute zu stehen. 

Wer in einer „Wachstumsgesellschaft“ lebt benötigt permanentes Wachstum – ohne jede Rücksicht auf vorhandene Ressourcen, Herkunft der für diese Prozesse benötigten Energie in jeder erdenklichen Form. „Sparsamkeit“ - wie sie sich einige in nostalgischem Rückblick auf längst vergangene Zeiten vorstellen, hat mit Beginn des sog. „industriellen Zeitalters“ (Anfang des 19. Jahrhunderts) jegliche Signifikanz verloren. Nur immer weiter gesteigerte Produktion sichert den Einzelnen, das Staatswesen und alle daran Beteiligten. Produktion ohne gleichzeitigen Absatz der Produkte ist sinnlos. Doch genau das würden langlebige Produkte die nicht natürlichem Konsum (z.B. Nahrungsmittel) unterworfen sind bewirken.

Was hier „längst nicht mehr passt“ ist das sich daraus ergebende Wirtschaftssystem. Ohne permanentes Wachstum ist das Scheitern vorprogrammiert. Dem wird auf mehreren Ebenen erfolgreich entgegen gewirkt. Viel stärker als durch sog. „geplante Obsoleszenz“, lässt sich dieses immerwährende Wachstum durch das Konsumverhalten aller beteiligten aufrechterhalten. Nahezu alle bislang davon nicht betroffenen käuflich erworbenen Gegenstände folgen künstlichen „Modetrends“. Was einmal hauptsächlich auf die Bekleidung zutraf, wurde längst auch auf langlebige Güter ausgedehnt. Einmal in den Köpfen implementiert, macht „Langlebigkeit“ derartiger Waren keinerlei Sinn mehr.

Wenn etwas nach immer kürzer werdenden „Halbwertzeiten“ sowieso auf dem Müll fliegt, warum es dann noch auf deutlich längere Gebrauchsperioden optimieren ? Das gegenläufige „Optimieren“ - Dinge für eine absehbar begrenzte Zeit haltbar zu gestalten – folgt längst den Forderungen der zum bloßen Konsumenten verkommenen „Kunden“. Ein relativ kleine Minderheit findet weder den Anlass, noch dessen Folgen gut. Wie immer entsteht auch hier ein gegenläufiger Trend – mehr allerdings auch nicht !

Ob das so induzierte Massenverhalten die „Menschheit“ überlebensfähiger gestalten wird, lässt sich schon jetzt mit einem klaren Nein beantworten. Doch was besonders auffällig ist, gerade Du Quijota (nicht alleine !) verlinkst permanent Quellen, die z.B. den Klimawandel und erst recht den menschlichen Anteil daran vehement leugnen. Seiten, welche alle nur erdenklichen Unsinn erfinden um z.B. das Hinschwinden von Ressourcen zu eine Erfindung von geschäftstüchtigen Kreisen erklären und dubiose angebliche russische Wissenschaftler „finden“ die „nachweisen“, z.B. „Erdöl“ sei nicht organisch entstanden, sondern entstehe permanent in „unendlichen“ Mengen „irgendwo“ tief „unten“ im Erdmantel.

Peak Oil – wäre nur eine Erfindung „interessierter Kreise“ und welch hanebüchen Unsinn es „da draußen“ noch geben mag.

Um das Ganze „überlebensfähig“ zu gestalten, sind gleich mehrere Paradigmenwechsel notwendig. Dazu ist dieses Personal vollkommen unfähig – die „Homo sapiens GmbH & Co KG“ ist längst in der „Abwicklung“ begriffen….

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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 25 Mai 2015 17:43 
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Nicht nur das. Um Gebäuden schneller zu verfallen, läßt man dorthin Menschen, die noch nie ein Spühlklo gesehen haben. Und in vielen Gegenden werden sogar Kriege geführt.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 25 Mai 2015 20:04 
Dupor hat geschrieben:
Nicht nur das. Um Gebäuden schneller zu verfallen, läßt man dorthin Menschen, die noch nie ein Spühlklo gesehen haben. Und in vielen Gegenden werden sogar Kriege geführt.


Du hast Recht, Flüchtlinge sollte man z.B. nur in abgewrackte Hütten ohne Klo unterbringen. DAnn kommen die vielleicht auch erst gar nicht zu uns. Und die Bauwirtschaft steht natürlich hinter den Kriegen der Welt. Oder so. :pillepalle:


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 01 Jun 2015 12:21 
Um auf das Thema Arbeitsbedingungen zurückzukommen, worum es hier ja eigentlich ging: die aktuellen Entwicklungen um die Frage, ob CallCenter am Wochenende arbeiten dürfen zeigen mal wieder, dass die Vorstellung, Arbeitnehmer zu schützen, in der Praxis oft genug gegen deren Interessen arbeitet. Menschen, die online Dienste nutzen wollen, wollen Beratung. Und zwar nicht während ihrer eigenen Arbeitszeit, sondern am Wochenende. Wenn man dies jetzt verbietet, wandern die entsprechenden Call Center eben ins Ausland ab, und die Mitarbeiter werden arbeitslos. Das ist ja mal sehr arbeitnehmerfreundlich:

Zitat:
Von keinem Punkt der Türkei gelangt ein Telefonsignal schneller nach Deutschland. Das dunkelgraue Hochhaus liegt im Zentrum von Istanbul, nah an den stärksten Glasfaserkabeln der türkischen Metropole und nah am zentralen Knotenpunkt von Türk Telekom. Auf den acht Stockwerken des Akşit-Plaza-Büroturms mietet nur, wer perfekt angebunden sein muss. Ein TV-Sender sitzt hier, Telekomanbieter – und ein Callcenter. Es ist ein besonderes Callcenter, eines, dessen Mitarbeiter auch 2000 Kilometer entfernt so zu hören sein müssen, als säßen sie nebenan. Getrennt durch helle Holzwände, telefonieren hier die Mitarbeiter der Erlanger Callcenter-Firma Davero, manche Frauen haben das Headset übers Kopftuch geklemmt. Sie nehmen Anrufe der Hotlines deutscher Firmen an, von Banken, Versicherungen, Versandhändlern. Fast alle sind in Deutschland aufgewachsen und später zurück in die Heimat der Eltern gekommen.

Sie sprechen korrektes Deutsch, manche mit leichtem Akzent. Im besten Fall denken und fühlen sie deutsch – und können die Anrufer so gut betreuen, dass diese nicht bemerken: Ihr Gesprächspartner sitzt am Bosporus. "Für den Job braucht man einfach ein bestimmtes Gespür", sagt Davero-Chef Gerald Schreiber. "Und das hat man nur, wenn man auch in Deutschland gelebt hat." Deutschsprachige Callcenter gibt es einige im Ausland: in der Türkei, in Ungarn, in Rumänien, im Kosovo. Es ist eine Nische in einem Milliardengeschäft.

Doch das könnte sich ändern. Womöglich müssen viele deutsche Firmen ihren Kundenservice ins Ausland verlagern. Der Grund ist ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Die Leipziger Richter haben verfügt, dass Callcenter in Deutschland am Sonntag geschlossen bleiben müssen. Ein Verbot, das in den meisten Nachbarländern und in der Türkei nicht existiert. Der Richterspruch, der Ende 2014 erging, betrifft bisher nur Hessen. In den kommenden Monaten werden aber nach Informationen der "Welt am Sonntag" wohl auch die anderen Bundesländer das Verbot umsetzen.

...

Die Kunden wollen nicht auf Ansprechpartner am Sonntag verzichten. Im Netz shoppen, zusätzlich am Telefon beraten werden, so sind sie es gewohnt. 75 Prozent der unter 30-Jährigen sagen in einer repräsentativen Umfrage des Call Center Verbands Deutschland (CCV), sie wollten auch sonntagnachmittags die Hotlines anrufen können. Technischen Support halten fast 70 Prozent am Wochenende für unverzichtbar, gut ein Drittel will unbedingt auch die Hotlines von Onlineshops erreichen.

...

Dabei ist es erstaunlich, dass deutsche Callcenter all die Jahre am Sonntag erreichbar waren. ... Doch das Gesetz ließ den Bundesländern ein Schlupfloch. Sie können weitere Berufe vom freien Sonntag ausnehmen, mit einer Verordnung, um "besonders hervortretende Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen". ... Viele Jahre lang störte das niemand, wo kein Kläger, da kein Richter. Die Deutschen gewöhnten sich an Onlineshopping und an die Rund-um-die-Uhr-Hotline. Bis die Gewerkschaft Ver.di und die evangelische Kirche in Hessen klagten – und das Bundesverwaltungsgericht die Verordnung des Landes kassierte.


...

Das Urteil gegen Hessen erwischte alle Beteiligten kalt. Praktisch jedes Land hat Callcenter von der Sonntagsruhe ausgenommen. Diese Regeln werden angesichts des Grundsatzurteils kippen, sobald jemand dagegen klagt. Und die Länder können sicher sein: Es wird jemand klagen. "Die Bedürfnisse der Verbraucher können auch von Montag bis Freitag befriedigt werden", sagt Ulrich Beiderwieden, zuständiger Ver.di-Fachgruppenleiter. Das Urteil müsse deutschlandweit umgesetzt werden

...

Wer sich umhört bei der Politik, bei Callcenter-Betreibern und bei Unternehmen, spürt auch Ratlosigkeit. Überall wird laut gedroht, ins Ausland abzuwandern – "Nearshoring" nennen das Fachleute.


http://www.welt.de/print/wams/wirtschaf ... ochen.html



Es zeigt sich die übliche Arroganz von Gewerkschaftern und SPD Politikern. Für Fahimi waren ja schon Kleinbetriebe, die beim Mindestlohn Probleme mit der Bürokratie hatten "zu blöd oder Betrüger". Und Verdie weiss genau, dass die Bürger Call Center nur über Tage werktags anrufen wollen. :pillepalle:

Wie sich diese "Arbeitnehmervertreter" noch dieses Titels berühmen können ist unerklärlich. Verdi kann man in Zukunft eher als Arbeitslosenverursacher bezeichnen.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 01 Jun 2015 13:14 
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Fazer hat geschrieben:
Um auf das Thema Arbeitsbedingungen zurückzukommen, worum es hier ja eigentlich ging: die aktuellen Entwicklungen um die Frage, ob CallCenter am Wochenende arbeiten dürfen zeigen mal wieder, dass die Vorstellung, Arbeitnehmer zu schützen, in der Praxis oft genug gegen deren Interessen arbeitet. Menschen, die online Dienste nutzen wollen, wollen Beratung. Und zwar nicht während ihrer eigenen Arbeitszeit, sondern am Wochenende. Wenn man dies jetzt verbietet, wandern die entsprechenden Call Center eben ins Ausland ab, und die Mitarbeiter werden arbeitslos. Das ist ja mal sehr arbeitnehmerfreundlich:

Es zeigt sich die übliche Arroganz von Gewerkschaftern und SPD Politikern. Für Fahimi waren ja schon Kleinbetriebe, die beim Mindestlohn Probleme mit der Bürokratie hatten "zu blöd oder Betrüger". Und Verdie weiss genau, dass die Bürger Call Center nur über Tage werktags anrufen wollen. :pillepalle:

Wie sich diese "Arbeitnehmervertreter" noch dieses Titels berühmen können ist unerklärlich. Verdi kann man in Zukunft eher als Arbeitslosenverursacher bezeichnen.

Was Gewerkschaften bzw. SPD dazu sagen, ist unerheblich. Das weißt du als Jurist ganz genau.
Die Rechtsprechung - bereits vor einem halben Jahr erfolgt - ist entscheidend. Du solltest dich also beim Bundesverwaltungsgericht beschweren:

BVerwG 26.11.2014 hat geschrieben:
Soweit die Verordnung eine Beschäftigung von Arbeitnehmern an Sonn- und Feiertagen in Callcentern zulässt, ist sie mit der gesetzlichen Ermächtigung nicht vereinbar, weil sie eine solche Beschäftigung in allen gegenwärtig und künftig vorhandenen Callcentern zulässt, gleichgültig für Unternehmen welcher Branche oder für welchen Tätigkeitsbereich das Callcenter tätig wird. Dass der Betrieb von Callcentern in diesem Umfang erforderlich ist, um tägliche oder an Sonn- und Feiertagen besonders hervortretende Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen, lässt sich nicht feststellen.

http://www.bverwg.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung.php?jahr=2014&nr=69


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 02 Jun 2015 02:45 
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Es soll auch Leute geben, die gerade am WE arbeiten wollen bzw. nur dann arbeiten koennen - sei es, um sich etwas dazu zu verdienen, oderweil dann z.B. fuer die Kinder gesorgt ist.

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 02 Jun 2015 17:37 
Quijota hat geschrieben:
Es soll auch Leute geben, die gerade am WE arbeiten wollen bzw. nur dann arbeiten koennen - sei es, um sich etwas dazu zu verdienen, oderweil dann z.B. fuer die Kinder gesorgt ist.


Sollen sie aber nicht dürfen. Da seien Verdi und die SPD davor!


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 06 Jun 2015 15:16 
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Wo hast Du das denn her? Hat es doch schon immer gegeben. Da gibts die Leute, die nur und ausschließlich Nachtschicht arbeiten und andere, die andere Arbeitszeitmodelle vorziehen und wenn es die Firma und deren Arbeitsabläufe zulassen, dann geht das auch. Da hat keine SPD und keine Gewerkschaft was dagegen.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 06 Jun 2015 15:31 
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Es waren erzkonservative :papst: mit Gewerkschaftsmasken.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 09 Jun 2015 22:53 
zenzi2 hat geschrieben:
Wo hast Du das denn her? Hat es doch schon immer gegeben. Da gibts die Leute, die nur und ausschließlich Nachtschicht arbeiten und andere, die andere Arbeitszeitmodelle vorziehen und wenn es die Firma und deren Arbeitsabläufe zulassen, dann geht das auch. Da hat keine SPD und keine Gewerkschaft was dagegen.

Zenzi


Verdi hat gegen die Sonntagsbeschäftigung bei den Call-Centern geklagt und die SPD hat nach dem Urteil deutlich gemacht, dass man das Gesetz nicht ändern würde, um das zu erlauben. Ganz gleich, ob die Leute am Sonntag im Call Center arbeiten wollen oder nicht, sie dürfen nicht. Und so werden die Jobs eben ausserhalb des Landes wandern, das darf sich dann insbesondere Verdi auf die Fahnen schreiben.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 09 Jun 2015 23:12 
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Dass Sonntagsarbeit in D-Land stark eingeschränkt ist, ist weniger Ver.di oder der SPD als viel mehr den Kirchen geschuldet. Diese beharren am stärksten gegen mehr Sonntagsarbeit. Und da muss ich grundsätzlich zustimmen, wenn ich auch sonst mit den Kirchen wenig am Hut habe. Aber Sonntagsarbeit sollte eine Ausnahme bleiben. Irgendwann muss der Mensch auch mal planbare Freizeit haben.
Man sieht ja schon am Einzelhandel, mit welchen kuriosen Arbeitszeiten seit der Lockerung der Ladenöffnungszeiten die Arbeitnehmer dort "gesegnet" sind. Wer da einen Vollzeitjob hat, hat nur höchst selten - trotz 5-Tage-Woche - mal an 2 Tagen hintereinander frei. Wer da von Montag bis Freitag gemütlich in seinem Büro sitzt, kann sich gar nicht vorstellen, wie das das Leben und vor allem das Familienleben beeinträchtigen kann.
Sonntagsarbeit sollte beschränkt bleiben auf unbedingt notwendige Arbeitsplätze und Call-Center sind nicht unbedingt notwendig. Wenns die Leute in Rumänien oder Slowakien machen wollen, dann sollen sie halt. Call-Center-Arbeit ist hier ohnehin ein recht unattraktiver Job mit geringem Entgelt und stressig bis zum Anschlag.
Im Übrigen haben schon so manche Firmen, die ihre Call-Center ins Ausland verlegt hatten, reumütig diese Jobs wieder ins Inland verlegt. Oft sind nämlich Firmenkenntnisse und Sprachkenntnisse sehr von Vorteil.

Zenzi

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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 10 Jun 2015 10:44 
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In H wurde gerade jetzt die Sonntagsarbeit modifiziert: Alle Geschaefte ueber 200 qm muessen geschlossen bleiben, kleinere Geschaefte duerfen nur oeffnen, wenn sich die Inhaber selbst hinter die Verkaufstheke stellen - von Angestellten darf das nicht mehr verlangt werden. (Frueher hatten Grossmaerkte wie TESCO 7/24 geoeffnet)

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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 10 Jun 2015 17:13 
Quijota hat geschrieben:
In H wurde gerade jetzt die Sonntagsarbeit modifiziert: Alle Geschaefte ueber 200 qm muessen geschlossen bleiben, kleinere Geschaefte duerfen nur oeffnen, wenn sich die Inhaber selbst hinter die Verkaufstheke stellen - von Angestellten darf das nicht mehr verlangt werden. (Frueher hatten Grossmaerkte wie TESCO 7/24 geoeffnet)


Das gilt schon seit 15. April.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 15 Jun 2015 19:55 
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Beiträge: 1539
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 38873.html

Der eine sammelt Briefmarken, der zweite Damenslips, der dritte Moneten.


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 Betreff des Beitrags: Re: präker wird standard
BeitragVerfasst: 16 Jun 2015 06:52 
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Wie war doch noch der Spruch? Das Geld ist nicht weg - es ist nur woanders...
Während viele Reiche immer reicher werden, steigt die Zahl der "working poor"

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