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 Betreff des Beitrags: Die grosse Illusion
BeitragVerfasst: 26 Okt 2014 13:49 
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http://www.theeuropean.de/daniel-dettli ... d-illusion

http://www.20minutes.fr/economie/145061 ... obinsource

http://www.economist.com/news/europe/21 ... -illusions

Ein ausgeglichener Haushalt und sparen reichen nicht aus. Das Land braucht Investitionen.

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Freiheit und Freude Liberté et joie Liberty and joy Libertad y alegría свобо́да и ра́дость.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die grosse Illusion
BeitragVerfasst: 26 Okt 2014 14:16 
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Das ist eigentlich so logisch, dass man gar nicht mehr drüber diskutieren müsste. Nur ist es heute scheinbar zur Ikone geworden, möglichst ausgeglichene Haushalte zu haben.

Vernünftige Investitionen, vor allem solche, die für die Zukunft Vorteile erbringen können und solche, die an anderer Stelle sparen helfen, wären eigentlich angesagt.
Wer hindert denn z.B. die öffentlichen Haushalte (ich spreche von Bund, Ländern und Kommunen) unsere Verkehrswege zu sanieren. Das Flicken der schlimmsten Schäden kostet doch auch Geld. Nähme man ordentlich Geld in die Hand und erneuere Brücken, Straßen und Schienenwege, hätte man für die nächsten 30 - 40 Jahre wieder Ruhe und könnte das Geld, das heute für Flickwerk ausgegeben wird, dann sparen oder wieder in andere vernünftige Investitionen stecken, z.B. in die Bildung.
Durchforsten von Politikfeldern, die im Laufe der Jahrzehnte zu einem Wust an "Beihilfen" und Subventionen angewachsen sind und eine gut durchdachte, sachbezogene Neustrukturierung könnte vielleicht auch was nützen, sowohl an Einsparungen als auch an Nutzen in der Zukunft. Ideen gibt es viele dazu. Nur ist so mancher Lobbyist dagegen und bremst aus, wo immer es ihm möglich ist.
Ich glaube - ja, fürchte - fast, es bräuchte eine Revolution, um die vielen festgefahrenen Strukturen so zu verändern, dass sie zukunftsfähig würden.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: Die grosse Illusion
BeitragVerfasst: 26 Okt 2014 14:41 
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Irgendwann in naher Zukunft werden die Chinesen und die Inder genauso gute Maschinen bauen wie die Deutschen. Wenn es eine krisenempfindliche Branche gibt, dann ist es auch fast per Definition die Automobilindustrie. Insofern stehen Exportnationen, wie Deutschland auf wackeligen Beinen. Wachstum ohne Ende ist ebenfalls eine Sackgasse. Ich sehe nur die Ökologie mir Sicherung der Energieversorgung als große Chance für Länder in Europa.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die grosse Illusion
BeitragVerfasst: 27 Okt 2014 07:00 
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luc1 hat geschrieben:
Insofern stehen Exportnationen, wie Deutschland auf wackeligen Beinen. Wachstum ohne Ende ist ebenfalls eine Sackgasse.

nun geh mal in die Vergangenheit: ALLE großen Kulturen sind irgendwann verschwunden
Was ist bis heute aus Babylon, Ägypten, Athen, Rom.... geworden
eschek

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Wir leben ja in einer marktkonformen Demokratie sagt "die späte Rache Honeckers"
Ich bete jeden Abend zum Hanf und zu den Laternen (Georg Büchner)


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 Betreff des Beitrags: Re: Die grosse Illusion
BeitragVerfasst: 28 Okt 2014 18:44 
eschek hat geschrieben:
luc1 hat geschrieben:
Insofern stehen Exportnationen, wie Deutschland auf wackeligen Beinen. Wachstum ohne Ende ist ebenfalls eine Sackgasse.

nun geh mal in die Vergangenheit: ALLE großen Kulturen sind irgendwann verschwunden
Was ist bis heute aus Babylon, Ägypten, Athen, Rom.... geworden
eschek


Nur Russland will nicht akzeptieren, dass es mit dem Untergang des Sowjetreichs an Bedeutung verloren hat und versucht das Rad der Geschichte mittels militärischer Aktionen wieder zurückzudrehen ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Die grosse Illusion
BeitragVerfasst: 05 Dez 2014 08:51 
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Wenn der Beitrag hier nicht passen sollte: bitte verschieben

Die grosse Illusion:
1. Der Soli läuft aus und dann ist er weg
2. "Mit mir wird es keine Maut geben" - daraus wurde: Maut ja, aber nur für Ausländer. Jetzt sind wir bei: Die Maut wird eine Infrastrukturabgabe - und Abgaben sind keine Steuern
Zitat:
Wer wie die Union verspricht, die Steuern nicht zu erhöhen, der kann einfach Abgaben erhöhen, ohne sich des Wortbruchs bezichtigen lassen zu müssen. So werden übrigens schon die Rentengeschenke der großen Koalition bezahlt.

Ein Artikel zur betrügerischen Wortkosmetik der dt. POlitiker:
http://www.sueddeutsche.de/politik/maut ... -1.2248681

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die grosse Illusion
BeitragVerfasst: 17 Aug 2015 13:55 
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Beiträge: 1539
Und auf den Unis lernt man das Falsche:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studiu ... 45879.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Die grosse Illusion
BeitragVerfasst: 17 Aug 2015 15:51 
Dupor hat geschrieben:
Und auf den Unis lernt man das Falsche:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studiu ... 45879.html


Ach ja... die linken Studenten meinen sie wüssten es besser und berufen sich dabei auf Typen wie Piketty. Dabei hat der Sozialismus als Wirtschaftsmodell in Gänze versagt, aber es gibt immer noch Leute die meinen, sie müssten da was retten ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Die grosse Illusion
BeitragVerfasst: 17 Aug 2015 16:01 
luc1 hat geschrieben:
http://www.theeuropean.de/daniel-dettling/9050-marcel-fratzschers-buch-die-deutschland-illusion

http://www.20minutes.fr/economie/145061 ... obinsource

http://www.economist.com/news/europe/21 ... -illusions

Ein ausgeglichener Haushalt und sparen reichen nicht aus. Das Land braucht Investitionen.


Der Witz ist, dass daraus ein Gegensatz gemacht wird. Ein Staat, der einen belastbaren Haushalt hat, der hat auch Geld für Investitionen. Aber wer über Jahrzehnte über seine Verhältnisse lebt, der erreicht irgendwann den Punkt, dass er so verschuldet ist, dass er eben nicht mehr investieren kann.

Deutschland macht es vor: ein ausgeglichener Haushalt erlaubt wieder Ideen von Infrastrukturinvestitionen.

Wenn Krugman und Co sich über Schäuble und die Deutschen echauffieren und sich als die letzten Keynesianer aufführen vergessen sie einen wesentlichen Ansatz von Keynes: der wollte zwar im Abschwung u.a. mittels Schulden die Nachfrage anschieben, im Aufschwung sollte aber gespart werden und sollte Verschuldung zurückgeführt werden. Wenn aber die Staaten zur Finanzierung ihres überbordenden Sozialstaats selbst im Aufschwung in hohem Masse Schulden machen, bleibt keine Luft, wenn wirklich mal ein Abschwung kommt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die grosse Illusion
BeitragVerfasst: 21 Aug 2015 07:43 
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Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung hat geschrieben:

Reale Nettovermögen der Privathaushalte in Deutschland sind von 2003 bis 2013 geschrumpft

[...]
Das DIW Berlin hat in einer aktuellen Auswertung die Inflation berücksichtigt und kommt zu dem Ergebnis: Das durchschnittliche reale Nettovermögen der Privathaushalte in Deutschland ist in den Jahren 2003 bis 2013 real um knapp 15 Prozent geschrumpft. Diese Zahl, die auf der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamtes basiert, wird bestätigt durch Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), denen zufolge die realen Vermögen in den Jahren 2002 bis 2012 um mehr als elf Prozent gesunken sind.

http://www.diw.de/sixcms/detail.php/512634 (Seite 3)

Uns wird doch immer wieder erzählt, Deutschland hätte vom EURO (in D im Umlauf seit 2002) profitiert. Nach den obigen Zahlen (2003 bis 2013: minus 15%) trifft das für den Durchschnittsbürger aber nicht zu. Wer hat denn nun profitiert? Und warum bekommen wir das EURO-Profit-Märchen immer wieder augetischt?

_________________
Tja, etwas besseres als Merkel konnte den Deutschen gar nicht passieren. (Fazer aka Nonsequitur) Bild Bild Bild
Kanzlerin Merkel versucht vergeblich Probleme zu lösen, die Deutschland ohne sie niemals gehabt hätte (David Schaub)


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 Betreff des Beitrags: Re: Die grosse Illusion
BeitragVerfasst: 21 Aug 2015 09:48 
SolaBona hat geschrieben:
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung hat geschrieben:

Reale Nettovermögen der Privathaushalte in Deutschland sind von 2003 bis 2013 geschrumpft

[...]
Das DIW Berlin hat in einer aktuellen Auswertung die Inflation berücksichtigt und kommt zu dem Ergebnis: Das durchschnittliche reale Nettovermögen der Privathaushalte in Deutschland ist in den Jahren 2003 bis 2013 real um knapp 15 Prozent geschrumpft. Diese Zahl, die auf der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamtes basiert, wird bestätigt durch Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), denen zufolge die realen Vermögen in den Jahren 2002 bis 2012 um mehr als elf Prozent gesunken sind.

http://www.diw.de/sixcms/detail.php/512634 (Seite 3)

Uns wird doch immer wieder erzählt, Deutschland hätte vom EURO (in D im Umlauf seit 2002) profitiert. Nach den obigen Zahlen (2003 bis 2013: minus 15%) trifft das für den Durchschnittsbürger aber nicht zu. Wer hat denn nun profitiert? Und warum bekommen wir das EURO-Profit-Märchen immer wieder augetischt?


Mit dem Euro hat das wenig zu tun. Und wenn du dir solche Fragen stellst, solltest du vielleicht selber ein bisschen Googeln, denn dann finden sich interessante Analysen. Zum Beispiel die hier:

Zitat:
Die Forscher haben die realen Vermögen der Privathaushalte untersucht, also die schleichende Entwertung durch die Inflation einberechnet. Sie kommen zu dem Schluss, dass die durchschnittlichen Nettovermögen der Haushalte im Jahr 2013 real 116.840 Euro betrugen – was einem Rückgang um 15 Prozent (etwa 20.000 Euro) zum Jahr 2003 entspreche. Datengrundlage ist die Einkommens- und Verbraucherstichprobe des Statistischen Bundesamtes, für die alle fünf Jahre rund 60.000 private Haushalte befragt werden. Der Befund steht im starken Kontrast zu den Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) des Statistischen Bundesamtes. Für den selben Zeitraum weisen die Wiesbadener Statistiker einen Zuwachs der realen Nettovermögen um 20 Prozent aus.

Wie kommt es zu dieser starken Abweichung? „In erster Linie entsteht die Abweichung durch die unterschiedlichen Bewertungen von Immobilien, die einen erheblichen Anteil des Gesamtvermögens ausmachen“, sagt Grabka. Um das zu verstehen, muss man wissen, wie der Vermögenswert von Immobilien in beiden Datenbanken erhoben wird.

...

Beide Methoden haben Stärken und Schwächen. Und: „Beide Methoden zeigen unterschiedliche Trends“, sagt Grabka. Während die VGR-Daten für den Untersuchungszeitraum durchgängig steigende Immobilienpreise anzeigten, haben die Eigentümer selbst ihre Immobilien niedriger bewertet.

...

Am fehlenden Sparwillen liege der Vermögensrückgang der Deutschen allerdings nicht. „Über die letzten zehn Jahre sparen die privaten Haushalte im Durchschnitt regelmäßig rund zehn Prozent ihres Ein­kommens“, sagt der Forscher. „Das ist eine nennenswerte Größe, aber dieses Geld wird vorrangig in sehr liquide Anlagen investiert, also in Sparbücher, Girokonten oder auch Tagesgelder, die häufig nicht einmal die Inflationsentwicklung ausgleichen.“ Aktien meiden die Deutschen dagegen nach wie vor.

...

Angst vor weiteren Verlusten müssen die Deutschen aber offenbar nicht haben. Seit mehreren Jahren steigen die Immobilienpreise im Schnitt deutschlandweit. Zwar gibt es für 2015 noch keine Daten zu den Vermögen, aber wenn man zum Beispiel den Zeitraum 2010 bis 2015 erfassen könnte, ist sich Grabka sicher, „dann wären die Vermögen gewachsen“.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/m ... 58206.html



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