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 Betreff des Beitrags: Ladensterben
BeitragVerfasst: 06 Apr 2014 12:50 
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Zitat:
Online-Handel bedroht die Innenstädte

Erstellt 17.02.2014

Immer mehr Geschäfte in den Innenstädten müssen aufgeben.
Immer mehr Bundesbürger kaufen immer öfter per Mausklick ein. Das wird viele deutsche Innenstädte in den nächsten Jahren deutlich verändern. Besonders in den Klein- und Mittelstädten droht ein Ladensterben.
Düsseldorf.
Der Online-Handel droht zum Laden-Killer zu werden. „Die Schleuse ist offen. Die Online-Händler werden dem klassischen Einzelhandel in den nächsten Jahren immer mehr und immer schneller Umsätze wegnehmen“, prognostiziert Gerrit Heinemann, Handelsexperte und Leiter des eWeb-Research-Center an der Hochschule Niederrhein. Vor allem in den Mittelstädten werde es richtig zur Sache gehen. „Viele schwache Händler werden wohl ihre Läden schließen müssen.“

http://www.rundschau-online.de/wirtscha ... 23628.html

Bei uns in unserem Veedel ist die Infrastruktur gut aber mittlerweile gibt es nur noch Ketten: Kodi, Aldi, Rewe, Tschibo, Douglas, Mayersche, Fielmann, Deichmann, Kamps, Alnatura, Basic, DM, Rosmann, Mac Donalds usw. Die kleinen Familienläden sind einfach verschwunden. Viele Handygeschäfte gibt es auch. Diese Entwicklung finde ich nicht besonders gut aber dagegen kann man nicht viel machen. Mittlerweile sind auch einige dieser Geschäfte bedroht, weil immer mehr Leute online kaufen.
Ich persönlich kaufe selten online und versuche es zu vermeiden aber praktisch ist es schon. Ich glaube auch nicht, dass man die Entwicklung entscheidend bremsen kann. Was für den Einzelhandel ein Pluspunkt sein sollte, ist die Beratung aber viele dieser Geschäfte spielen diese Karte nicht und verpassen ihre Chancen. Dass der nette Kunde sich ausführlich beraten lässt und anschließend im Internet kauft, ja.... das gibt es auch....
Was tun?

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Freiheit und Freude Liberté et joie Liberty and joy Libertad y alegría свобо́да и ра́дость.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 06 Apr 2014 13:49 
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Ich habe gerade die neue Teichpumpe im oertlichen Gartencenter bestellt, das nicht zu einer Kette gehoert. Es ist vielleicht dort etwas teurer (habe ich nicht ueberprueft), aber ich muss mir dann im Servicefall nicht die Hacken ablaufen und weiss, dass die Leute dort sich Muehe geben. Im hiesigen Praktiker gibt es neuerdings fast nur noch weibl. Personal und das Angebot ist sehr eingeschraenkt. Was ich dort kaufen koennte, bestellt mir der hiesige Haendler gern und ich spare mir die fast 30 km zum Baumarkt, wo ich daann erst wieder lange nach Jemandem suchen muss, wenn ich eine Frage habe.

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 07 Apr 2014 11:20 
luc1 hat geschrieben:
Zitat:
Online-Handel bedroht die Innenstädte

Erstellt 17.02.2014

Immer mehr Geschäfte in den Innenstädten müssen aufgeben.
Immer mehr Bundesbürger kaufen immer öfter per Mausklick ein. Das wird viele deutsche Innenstädte in den nächsten Jahren deutlich verändern. Besonders in den Klein- und Mittelstädten droht ein Ladensterben.
Düsseldorf.
Der Online-Handel droht zum Laden-Killer zu werden. „Die Schleuse ist offen. Die Online-Händler werden dem klassischen Einzelhandel in den nächsten Jahren immer mehr und immer schneller Umsätze wegnehmen“, prognostiziert Gerrit Heinemann, Handelsexperte und Leiter des eWeb-Research-Center an der Hochschule Niederrhein. Vor allem in den Mittelstädten werde es richtig zur Sache gehen. „Viele schwache Händler werden wohl ihre Läden schließen müssen.“

http://www.rundschau-online.de/wirtscha ... 23628.html

Bei uns in unserem Veedel ist die Infrastruktur gut aber mittlerweile gibt es nur noch Ketten: Kodi, Aldi, Rewe, Tschibo, Douglas, Mayersche, Fielmann, Deichmann, Kamps, Alnatura, Basic, DM, Rosmann, Mac Donalds usw. Die kleinen Familienläden sind einfach verschwunden. Viele Handygeschäfte gibt es auch. Diese Entwicklung finde ich nicht besonders gut aber dagegen kann man nicht viel machen. Mittlerweile sind auch einige dieser Geschäfte bedroht, weil immer mehr Leute online kaufen.
Ich persönlich kaufe selten online und versuche es zu vermeiden aber praktisch ist es schon. Ich glaube auch nicht, dass man die Entwicklung entscheidend bremsen kann. Was für den Einzelhandel ein Pluspunkt sein sollte, ist die Beratung aber viele dieser Geschäfte spielen diese Karte nicht und verpassen ihre Chancen. Dass der nette Kunde sich ausführlich beraten lässt und anschließend im Internet kauft, ja.... das gibt es auch....
Was tun?


Tja, der Online Einkauf ist halt praktisch und entsprechende Apps machen Preise sehr transparent. Die Amazon App erlaubt es z.B. einen Barcode zu scannen und gleich den Amazon Preis zu sehen. Praktisch, für den stationären Handel aber auch gefährlich.

Wohin sowas dann führt zeigt z.B. dieser Bericht aus der Rheinischen Post:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kre ... -1.4082722

Das ist leider die Realität, und widerspricht auch allen Behauptungen, dass die Kunden doch sicher bereit wären für Service auch etwas zu bezahlen. Dann müssen sich die Menschen andererseits nicht darüber beschweren, dass sie auch vom Lohn her mit Online Anbietern im Wettbewerb stehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 08 Apr 2014 00:26 
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Registriert: 28 Jan 2011 17:35
Beiträge: 1236
Fazer hat geschrieben:
Das ist leider die Realität, und widerspricht auch allen Behauptungen, dass die Kunden doch sicher bereit wären für Service auch etwas zu bezahlen.
Vielleicht sollte der Fachhandel für eine Beratung eine Servicegebühr erheben, die dann beim Kauf angerechnet wird. Am besten vielleicht als Gutschein, da muß der Kunde nicht gleich kaufen, sondern hat noch genügend Zeit zum Überlegen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 08 Apr 2014 00:28 
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...und der Laden hat die Chance, dass der Kunde den Gutschein verliert ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 08 Apr 2014 00:31 
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Quijota hat geschrieben:
...und der Laden hat die Chance, dass der Kunde den Gutschein verliert ;)
Na ja, für die Dummheit der Kunden kann man aber nicht den Laden verantwortlich machen.


Zuletzt geändert von Taurus am 08 Apr 2014 00:35, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 08 Apr 2014 00:35 
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Natuerlich nicht, aber das wird auch einkalkuliert

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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 08 Apr 2014 00:37 
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Registriert: 28 Jan 2011 17:35
Beiträge: 1236
Quijota hat geschrieben:
Natuerlich nicht, aber das wird auch einkalkuliert
Das ist doch Quatsch. Verliert der Kunde den Gutschein, kauft er erst recht im Internet. Was hat also der Laden davon?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 08 Apr 2014 00:51 
Taurus hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Das ist leider die Realität, und widerspricht auch allen Behauptungen, dass die Kunden doch sicher bereit wären für Service auch etwas zu bezahlen.
Vielleicht sollte der Fachhandel für eine Beratung eine Servicegebühr erheben, die dann beim Kauf angerechnet wird. Am besten vielleicht als Gutschein, da muß der Kunde nicht gleich kaufen, sondern hat noch genügend Zeit zum Überlegen.


Das ist ja nett ausgedacht, funktioniert aber nicht. Es gab/gibt ja Unternehmen, die sowas probiert haben, z.b. Reisebüros. Das ist alles wieder eingestellt worden, das machen die Kunden nicht mit. Mal ehrlich: wenn ich z.B. in so einen Fotoladen gehe, lass ich mir erst mal eine Kamera rüberreichen, dann stell ich ein paar Fragen. WEnn die da schon 10 Euro sehen wollen, dann bin ich weg. Erst wenn dieser "ERstkontakt" überschritten ist käme das ev. für Kunden in Frage. Aber wer definiert diesen Punkt?

Die Realität ist leider, dass die Kunden sowas nicht mit machen. Und sich dann gleichzeitig übers Ladensterben mokieren.

Siehe auch z.B. die Diskussion über Bio-Lebensmittel und "billige" Lebensmittel. Angeblich sind die Menschn bereit, für bessere Qualität mehr zu zahlen. Und in der REalität laufen sie zum Discounter und drehen an der Preisspirale mit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 08 Apr 2014 23:57 
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Registriert: 28 Jan 2011 17:35
Beiträge: 1236
Fazer hat geschrieben:
Mal ehrlich: wenn ich z.B. in so einen Fotoladen gehe, lass ich mir erst mal eine Kamera rüberreichen, dann stell ich ein paar Fragen. WEnn die da schon 10 Euro sehen wollen, dann bin ich weg.
Mal 'ne Frage, Fazer. Wenn jemand in Deine Kanzlei kommt und stellt ein paar Fragen, gibts das dann auch gratis? Gerade Anwälte lassen sich ihre Beratungen meistens fürstlich entlohnen. Aber bei Anderen bist Du dazu nicht bereit.
Zitat:
Siehe auch z.B. die Diskussion über Bio-Lebensmittel und "billige" Lebensmittel. Angeblich sind die Menschn bereit, für bessere Qualität mehr zu zahlen. Und in der REalität laufen sie zum Discounter und drehen an der Preisspirale mit.
Auch hier habe ich eine Frage an Dich: Aldi hat doch erst kürzlich die Preise gesenkt. Kannst Du mir mal erklären, warum?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 09 Apr 2014 10:55 
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Registriert: 25 Jan 2011 12:14
Beiträge: 1853
Im Grunde hat das Ladensterben doch schon angefangen, als immer mehr Einkaufszentren draußen auf der grünen Wiese entstanden sind. Hinzu kommt noch die hohe Miete für die Innenstadtläden, die kleinen Familienbetrieben schon lange das Leben schwer gemacht haben, weshalb man in den Einkaufsstraßen der Großstädte schon seit 30 - 40 Jahren kaum noch inhabergeführte Läden finden konnte. Und deshalb sind auch diese Einkaufsstraßen in den Großstädten so verwechselbar. Da sind die gleichen Ketten in Berlin, Düsseldort, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und sogar in Wien oder Kopenhagen. Ich erinnere mich an einen Fall, den ich vor ca. 40 Jahren in einem Steuerbüro erlebt habe. Da gings um ein Haus am Frankfurter Rossmarkt (Verlängerung der Zeil). Eine Erbengemeinschaft besaß dort ein großes Geschäftshaus und verlangte für den Laden im Erdgeschoß damals schon über 55.ooo DM monatlich an Miete. Reingezogen ist da Uhren-Christ. Ein Familienbetrieb hätte sich diese Miete überhaupt nicht leisten können.

So, und jetzt kommt noch der Online-Handel dazu. Übrigens bedroht der ja nicht nur die kleinen Inhaber-geführten Läden, sondern da werden mittlerweile auch schon Ketten runtergeschrieben. Letzthin hab ich einen Artikel gelesen, wo man z.B. Toys'r us schon als gefährdet benannt hat. Promarkt hat schon aufgegeben und wurde teils von Expert aufgekauft. Nur wird auch Expert als gefährdet bezeichnet. Aber auch der Media-Markt wurde da benannt trotz der aggressiven Werbung.

Vielleicht wird es in Zukunft nur noch billigste Klamottenläden ala Kik und Tacco in den Einkaufszentren auf der grünen Wiese geben und Lebensmittelsupermärkte. In den Innenstädten überleben ein paar Metzger und Gemüsehändler, die im eigenen Haus sitzen. Ansonsten kann man dann anstatt Lofts in Industriebrachen bald Läden als Wohnungen kaufen. Denn die Hausbesitzer wollen ja ihre Erdgeschosse auch irgendwie verwerten. Leerstand bringt da nix.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 09 Apr 2014 13:26 
Taurus hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Mal ehrlich: wenn ich z.B. in so einen Fotoladen gehe, lass ich mir erst mal eine Kamera rüberreichen, dann stell ich ein paar Fragen. WEnn die da schon 10 Euro sehen wollen, dann bin ich weg.
Mal 'ne Frage, Fazer. Wenn jemand in Deine Kanzlei kommt und stellt ein paar Fragen, gibts das dann auch gratis? Gerade Anwälte lassen sich ihre Beratungen meistens fürstlich entlohnen. Aber bei Anderen bist Du dazu nicht bereit.


Ist schon immer lustig, wie du auf meine Beiträge "anspringst". Ich habe letzten Endes das Verhalten des normalen Kunden beschrieben, nicht allein mein persönliches.

Aber mal zurück zu deiner Frage: auch wenn du es sicher nicht wahr haben willst, es gibt einen grossen Unterschied zwischen beiden Situationen. Der Anwalt (wie auch andere Berater) verdient sein Geld NUR mit Beratung - während der Fotoladen sein Geld gerade nicht mit Beratung verdient, sondern mit den Produkten, die er verkauft. Du vergleichst also Äpfel mit Birnen. Nur machen die Kunden den Läden halt ihr Geschäft kaputt, wenn sie nicht bereit sind, den Beratungsaufwand als Teil des Preises mit zu bezahlen.

Und wenn ich in einen Laden gehe, weiss ich im Zweifel noch nicht, ob und wenn ja welches Produkt ich genau kaufen will. Ich lasse mich beraten, und entweder kaufe ich oder gehe am Ende doch nach Hause. Bei so einem so unspezifischem Beratungsbedarf zahle ich logischerweise nicht vorab für Beratung - anders als in der Anwaltssituation, wo jemand mit einer konkreten Frage kommt, die es zu beantworten gilt.

In Reisebüros wurde es nach meiner Erinnerung mal versucht, dass sich das Büro die Beratung separat vergüten liess, und die war dann anrechenbar auf eine Buchung. Eine Beratung im Reisebüro kann aber auch schnell 30 bis 60 Minuten dauern und ist mit erheblichem Aufwand verbunden, anders als ggf. eine 2 Minuten Beratung im Klamottenladen, ob die Hose jetzt okay ist oder nicht. Nach meiner Erinnerung sind aber auch diese Reisebürokonzepte nicht erfolgreich gewesen, das wurde von den Kunden abgelehnt.

Taurus hat geschrieben:
Zitat:
Siehe auch z.B. die Diskussion über Bio-Lebensmittel und "billige" Lebensmittel. Angeblich sind die Menschn bereit, für bessere Qualität mehr zu zahlen. Und in der REalität laufen sie zum Discounter und drehen an der Preisspirale mit.
Auch hier habe ich eine Frage an Dich: Aldi hat doch erst kürzlich die Preise gesenkt. Kannst Du mir mal erklären, warum?


Weil die Menschen in Deutschland sehr preissensibel sind. Wenn z.B. über die Zustände in Bangladesch in der Kleidungsindustrie gesprochen wird, da werden die grossen Handelsketten aufgerufen, hier doch lieber teurere Ware zu kaufen, wenn dafür die Produktion vor Ort besser organisiert würde. Der Kunde sei angeblich bereit dafür zu bezahlen. Und in der Realität laufen die Kunden am Ende dann doch zum Discounter oder KIK oder Primark, ganz gleich nach welchen Kriterien da die Kleidung produziert wurde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 10 Apr 2014 00:48 
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Aktivposten ;)

Registriert: 28 Jan 2011 17:35
Beiträge: 1236
Fazer hat geschrieben:
Der Anwalt (wie auch andere Berater) verdient sein Geld NUR mit Beratung - während der Fotoladen sein Geld gerade nicht mit Beratung verdient, sondern mit den Produkten, die er verkauft. Du vergleichst also Äpfel mit Birnen. Nur machen die Kunden den Läden halt ihr Geschäft kaputt, wenn sie nicht bereit sind, den Beratungsaufwand als Teil des Preises mit zu bezahlen.
Ich dachte immer, ein Anwalt verdient sein Geld überwiegend damit, daß er seine Mandanten bei Rechtsstreitigkeiten vertritt. Klar berät er mich vorab, ob z.B. eine Klage erfolgversprechend ist. Aber danach verlasse ich mich auf ihn, daß er die richtigen Entscheidungen trifft. Das hat dann mit Beratung doch nichts mehr zu tun. Was würdest Du sagen, wenn jemand zu Dir käme, sich über Vorgehen und Erfolgsaussichten einer Klage kostenlos beraten lassen würde und dann zu jemand anderem ginge oder ganz auf einen Anwalt verzichtete? Nichts anderes verlangst Du von einem Fotoladen.
Zitat:
Und wenn ich in einen Laden gehe, weiss ich im Zweifel noch nicht, ob und wenn ja welches Produkt ich genau kaufen will. Ich lasse mich beraten, und entweder kaufe ich oder gehe am Ende doch nach Hause. Bei so einem so unspezifischem Beratungsbedarf zahle ich logischerweise nicht vorab für Beratung - anders als in der Anwaltssituation, wo jemand mit einer konkreten Frage kommt, die es zu beantworten gilt.
Und wenn ich zu Dir komme und mich über die Erfolgsaussichten einer Klage erkundigen will und Du sagst: "schlechte Chancen", und ich gehe nach Hause, ist das dann auch kostenlos?
Zitat:
Weil die Menschen in Deutschland sehr preissensibel sind.
Nichtssagender Unfug. Es gibt überall Menschen, die möglichst billig kaufen möchten und welche, die auf Qualität und Herkunft achten, nicht nur in Deutschland. Der Grund, warum Aldi die Preise senkt, ist, daß Aldi seine Wettbewerber aus dem Markt drängen möchte. Und nichts anderes.
Zitat:
Wenn z.B. über die Zustände in Bangladesch in der Kleidungsindustrie gesprochen wird, da werden die grossen Handelsketten aufgerufen, hier doch lieber teurere Ware zu kaufen, wenn dafür die Produktion vor Ort besser organisiert würde. Der Kunde sei angeblich bereit dafür zu bezahlen. Und in der Realität laufen die Kunden am Ende dann doch zum Discounter oder KIK oder Primark, ganz gleich nach welchen Kriterien da die Kleidung produziert wurde.
Fein, Fazer, wie Du hier alle Leute in einen Topf wirfst. Gerade heute habe ich gelesen, daß die Nachfrage nach (teureren!!) Bio-Lebensmitteln im letzten Jahr enorm gestiegen ist. Und wie eine Firma wie Trigema überleben kann, ist mir bei den ach so preissensiblen Deutschen auch ein Rätsel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 10 Apr 2014 11:29 
Wie immer wenn du auf Beiträge von mir antwortest, musst du auf Teufel komm raus eine Gegenposition einnehmen, egal ob logisch, nachvollziehbar, oder nicht einfach an den Haaren herbeigezogen. Nun denn, ich werde dennoch darauf eingehen.

Taurus hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Der Anwalt (wie auch andere Berater) verdient sein Geld NUR mit Beratung - während der Fotoladen sein Geld gerade nicht mit Beratung verdient, sondern mit den Produkten, die er verkauft. Du vergleichst also Äpfel mit Birnen. Nur machen die Kunden den Läden halt ihr Geschäft kaputt, wenn sie nicht bereit sind, den Beratungsaufwand als Teil des Preises mit zu bezahlen.
Ich dachte immer, ein Anwalt verdient sein Geld überwiegend damit, daß er seine Mandanten bei Rechtsstreitigkeiten vertritt. Klar berät er mich vorab, ob z.B. eine Klage erfolgversprechend ist. Aber danach verlasse ich mich auf ihn, daß er die richtigen Entscheidungen trifft. Das hat dann mit Beratung doch nichts mehr zu tun. Was würdest Du sagen, wenn jemand zu Dir käme, sich über Vorgehen und Erfolgsaussichten einer Klage kostenlos beraten lassen würde und dann zu jemand anderem ginge oder ganz auf einen Anwalt verzichtete? Nichts anderes verlangst Du von einem Fotoladen.


Die Tätigkeit des Anwalts ist vielfältig, Klagen sind nur ein Teil davon. Und der Anwalt bietet dem Mandant auch nicht das Produkt "Klage" zum Kauf an. Dein Vergleich ist und bleibt daher an der Grenze der Absurdität. Der Laden verdient mit dem Verkauf der Kamera die Beratung mit, das ist beim Anwalt eben nicht so.
Im übrigen wirst du bei den meisten Anwälten eine Kurzberatung von 5 oder 10 min. vielleicht sogar umsonst bekommen. In jedem Fall gibt es eine "Erstberatungsgebühr" um Leute nicht abzuschrecken. Die Bewertung der Erfolgsaussicht einer Klage dürfte in den meisten Fällen genaueres Lesen von Verträgen, Hinterfragen von Aussagen etc. mit sich bringen.
Wenn Du mit einem "Blitzer" Foto bei mir auftauchst und mich fragst, ob es sich lohnt, sich dagegen zu wehren, wird das bei mir und bei anderen Anwälten sicher nicht in Rechnung gestellt. Alles was komplizierter ist schon.

Taurus hat geschrieben:
Zitat:
Und wenn ich in einen Laden gehe, weiss ich im Zweifel noch nicht, ob und wenn ja welches Produkt ich genau kaufen will. Ich lasse mich beraten, und entweder kaufe ich oder gehe am Ende doch nach Hause. Bei so einem so unspezifischem Beratungsbedarf zahle ich logischerweise nicht vorab für Beratung - anders als in der Anwaltssituation, wo jemand mit einer konkreten Frage kommt, die es zu beantworten gilt.
Und wenn ich zu Dir komme und mich über die Erfolgsaussichten einer Klage erkundigen will und Du sagst: "schlechte Chancen", und ich gehe nach Hause, ist das dann auch kostenlos?


Siehe oben: wenn das sehr kurz abhandelbar ist, dann wirst du auch eine ERsteinschätzung beim Anwalt umsonst bekommen. Sobald es daran geht, Dokumente zu prüfen und tiefer einzusteigen nicht mehr.


Taurus hat geschrieben:
Zitat:
Weil die Menschen in Deutschland sehr preissensibel sind.
Nichtssagender Unfug. Es gibt überall Menschen, die möglichst billig kaufen möchten und welche, die auf Qualität und Herkunft achten, nicht nur in Deutschland. Der Grund, warum Aldi die Preise senkt, ist, daß Aldi seine Wettbewerber aus dem Markt drängen möchte. Und nichts anderes.


Tja, da färbt dann doch die Ossi-Herkunft ab. Jeder, der im Wettbewerb steht, wird über Preise versuchen, Kunden für sich zu gewinnen. Weil er weiss, dass die dann eben kommen (zumindest bei austauschbaren Produkten). Dass jeder, der seine Preise senkt gleich alle seine Wettbewerber aus dem Markt drängen möchte, kann in dieser negativen Form nur jemand schreiben, der die Marktwirtschaft als solches ablehnt.


Taurus hat geschrieben:
Zitat:
Wenn z.B. über die Zustände in Bangladesch in der Kleidungsindustrie gesprochen wird, da werden die grossen Handelsketten aufgerufen, hier doch lieber teurere Ware zu kaufen, wenn dafür die Produktion vor Ort besser organisiert würde. Der Kunde sei angeblich bereit dafür zu bezahlen. Und in der Realität laufen die Kunden am Ende dann doch zum Discounter oder KIK oder Primark, ganz gleich nach welchen Kriterien da die Kleidung produziert wurde.
Fein, Fazer, wie Du hier alle Leute in einen Topf wirfst. Gerade heute habe ich gelesen, daß die Nachfrage nach (teureren!!) Bio-Lebensmitteln im letzten Jahr enorm gestiegen ist. Und wie eine Firma wie Trigema überleben kann, ist mir bei den ach so preissensiblen Deutschen auch ein Rätsel.


Tja, so kann man halt durch blindes Nachreden von Meldungen beweisen, dass man sich nicht ernsthaft mit einem Thema auseinandersetzt.

Hiernach
http://www.merkur-online.de/aktuelles/w ... 61379.html
ist der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln im letzten Jahr zwar um 10% gestiegen - allerdings nur auf 1,2 Mrd. Euro. Das heisst, ein Anstieg von ca 1,1 Mrd. um 100 mio auf 1,2 Mrd.

Hiernach
http://www.presseportal.de/pm/55750/243 ... iter-edeka
war der Umsatz des Lebensmitteleinzelhandels im Jahr 2013 insgesamt bei 233,5 Mrd. Euro und ist um 2,5% gestiegen. Der Anstieg betrug also ca. 5 Mrd. Euro, das 50fache des Anstiegs bei Bio-Lebensmitteln.

Bio Lebensmittel hätten demnach einen Anteil von ca 0,5% am Gesamtlebensmittelmarkt.

Soviel zu deiner Phantasie, die Leute würden insbesondere "gute" Ware kaufen, auch wenn sie teurer ist. Das gibt es zwar in der Tat, aber bei einer relativ kleinen Personengruppe. Der Anteil von 99,5% der nicht Bio-Lebensmittel beweist aber, dass das dem Kunden ansonsten ziemlich egal ist. Und das gilt auch in Bezug auf Kleidung und deren Produktion, wie man immer wieder in den letzten Jahren gesehen hat. Der WEttbewerb findet über den Preis statt, und wer etwas teurer ist, aber dafür "Bio" oder "Fair" der muss damit rechnen dass die Kunden abwandern, wenn er nicht grad eine kleine Nische besetzt.

Und so läuft es eben auch im stationären Einzelhandel: die Kunden sagen zwar, dass sie Beratung wollen und bereit seien dafür zu bezahlen. In der Realität wollen sie aber dann Preise haben wir im beratungsfreien Online Handel. Und so sorgt die Masse der Kunden dann eben für das Ladensterben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 10 Apr 2014 15:08 
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Beiträge: 13464
Es ist imho dem Preiskampf der Discounter geschuldet, dass die Leute natuerlich dort kaufen, wo es preiswerter ist. Wenn aber alle Laeden einen Basispreis haetten unter den sie nicht gehen, wurden das die Leute auch zahlen (muessen). Heisst im Klartext: Wenn die Discounter fuer die Ware X nicht weniger als Y von den Kunden verlangen, dann koennten auch die Produzenten besser bezahlt werden. Das iost die Theorie. In der Praxis steckt sich dann wahrscheinlich Jemand anders die Spanne in die Tasche und fuer die armen Sch..., die dafuer schuften mussen, aendert sich nichts. Womoeglich kaeme dann auch noch der Staatsanwalt und wurde was von "Preisabsprachen" faseln (wie sie ja bekanntlich bei den Oelfirmen existieren)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 10 Apr 2014 16:01 
Quijota hat geschrieben:
Es ist imho dem Preiskampf der Discounter geschuldet, dass die Leute natuerlich dort kaufen, wo es preiswerter ist. Wenn aber alle Laeden einen Basispreis haetten unter den sie nicht gehen, wurden das die Leute auch zahlen (muessen). Heisst im Klartext: Wenn die Discounter fuer die Ware X nicht weniger als Y von den Kunden verlangen, dann koennten auch die Produzenten besser bezahlt werden. Das iost die Theorie. In der Praxis steckt sich dann wahrscheinlich Jemand anders die Spanne in die Tasche und fuer die armen Sch..., die dafuer schuften mussen, aendert sich nichts. Womoeglich kaeme dann auch noch der Staatsanwalt und wurde was von "Preisabsprachen" faseln (wie sie ja bekanntlich bei den Oelfirmen existieren)


Vertikale Preisbindung ist verboten (ausser bei Büchern) und macht am Ende die Konsumenten ärmer.
Im übrigen ist die Vorstellung auch naiv. Ein Discounter bietet z.B. nur eine einzige Erdbeermarmelade an. Die ist in riesigen Mengen preiswert zu produzieren, da bleibt für den Produzenten eine bestimmte Spanne X über. Wenn ein Produzent anders und weniger produziert, dann wird sein Preis an den Händler höher sein, aber seine Spanne nicht unbedingt. Dass es für Discounter "Mindestpreise" gäbe würde also zum einen völlig die Produktentwicklung behindern. Es sichert auch nicht anderen Prduzenten eine höhere Marge - und warum sollten die auch eine höhere Marge verdienen, wenn die Kunden das eben nicht bezahlen wollen? Und ds gibt auch keine Behörde, die sagen könnte, was denn der richtige Mindestpreis für Marmelade wäre. Dass Behörden bei Preisfindung fehl am Platz sind, hat der real existierende Sozialismus lang genug bewiesen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 10 Apr 2014 22:27 
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Registriert: 25 Jan 2011 12:14
Beiträge: 1853
Musste jetzt ja kommen, der Hinweis auf die sozialistische Marktwirtschaft.

Ich frage mich allerdings schon, warum es nicht möglich ist, einen Mindestpreis festzusetzen. Gibt ja jetzt auch einen Mindestlohn. Im Grunde ist das vergleichbar und somit auch machbar.

Du wirst sicher argumentieren, der Markt würde es schon richten. Na ja, der Markt richtet es so, dass am Ende nur die großen Erzeuger übrig bleiben, die eben über Massenproduktion noch überleben können, wenn die Discounter drücken und drücken und drücken. Für kleinere Erzeuger bleibt da keine Chance, egal, ob das jetzt Milchbauern sind oder Marmeladenhersteller.

Ich bin mir darüber im Klaren, dass es in Zeiten von Hartz 4 Leute gibt, die wirklich auf diese niedrigen Preise angewiesen sind. Die sind aber nicht schuld an der Misere. Allen anderen könnte man höhere Preise zumuten, auch vom Discounter. Wie man so etwas regeln könnte, darüber könnte man diskutieren.

Ich bin sicher kein guter Vergleich, denn ich verdiene zu viel. Aber auch ich gehe manchmal zu Aldi. Warum? Weil meine Katzen das Aldifutter lieben, mehr als das teure Edelfutter. Und weil manche Sachen von Aldi wirklich gute Qualität haben. Und weils hier in Hessen nur bei Aldi meine geliebte Regensburger Wurst gibt. Es gibt aber Waren bei Aldi, die ich gerade wegen des Preisdumpings boykottiere, z.B. Eier und Milchprodukte.
Ansonsten gehe ich zu unserem "Onkel-Vasili-Laden" im Dorf oder zum Hofladen.

Und ja, heute hab ich meine Tochter in ein Fachgeschäft für Damenwäsche geschleppt, weil sie nach dem Baby eine neue BH-Größe braucht und man dort die beste Beratung bekommt.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 11 Apr 2014 01:26 
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Fazer hat geschrieben:
Der Laden verdient mit dem Verkauf der Kamera die Beratung mit, das ist beim Anwalt eben nicht so.
Und der Anwalt verdient durch seine Beauftragung durch den Mandanten eine Erstberatung mit. So jedenfalls sehe ich das.
Zitat:
Tja, da färbt dann doch die Ossi-Herkunft ab.
Ja, Fazer. Das magst Du so sehen. Andere nennen es vielleicht Gerechtigkeitssinn. Und daß der Dir völlig fehlt, spricht aus fast jedem Deiner Beiträge.
Zitat:
Jeder, der im Wettbewerb steht, wird über Preise versuchen, Kunden für sich zu gewinnen. Weil er weiss, dass die dann eben kommen (zumindest bei austauschbaren Produkten). Dass jeder, der seine Preise senkt gleich alle seine Wettbewerber aus dem Markt drängen möchte, kann in dieser negativen Form nur jemand schreiben, der die Marktwirtschaft als solches ablehnt.
Erkläre mir doch bitte mal den Unterschied zwischen Kunden gewinnen und Wettbewerber aus dem Markt drängen. Und hast Du schon mal was von einem Verbot des Verkaufs unter Einstandspreis in Deutschland gehört? Warum es so was wohl gibt, wenn keiner einen anderen aus dem Markt drängen möchte?
Zitat:
Tja, so kann man halt durch blindes Nachreden von Meldungen beweisen, dass man sich nicht ernsthaft mit einem Thema auseinandersetzt.
Hiernach
http://www.merkur-online.de/aktuelles/w ... 61379.html
ist der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln im letzten Jahr zwar um 10% gestiegen - allerdings nur auf 1,2 Mrd. Euro. Das heisst, ein Anstieg von ca 1,1 Mrd. um 100 mio auf 1,2 Mrd.
Und was sagst Du dazu?
spiegel.de hat geschrieben:
Noch vor gar nicht langer Zeit waren Biolebensmittel ein Nischenprodukt. Heute sind sie aus deutschen Kühlschränken nicht mehr wegzudenken. "Im Grunde kauft fast jeder Haushalt mindestens ein Bioprodukt im Jahr", sagt Helmut Hübsch vom Marktforschungsunternehmen GfK. 30 bis 40 Prozent der Deutschen gehörten zur intensiven Käufergruppe.
Das wirkt sich auf den Markt aus: 2012 wurden nach Angaben von Branchenexperten gut sieben Milliarden Euro mit Bioprodukten umgesetzt - ein Plus von rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wächst der Biosektor zwar nicht mehr ganz so schnell, aber immer noch stärker als der konventionelle Lebensmittelbereich.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 82379.html
Liest sich doch irgendwie anders, meinst Du nicht auch? Damit wäre dann ja auch der Rest Deines Beitrags obsolet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 11 Apr 2014 19:28 
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zenzi2 hat geschrieben:
Ich bin mir darüber im Klaren, dass es in Zeiten von Hartz 4 Leute gibt, die wirklich auf diese niedrigen Preise angewiesen sind. Die sind aber nicht schuld an der Misere. Allen anderen könnte man höhere Preise zumuten, auch vom Discounter. Wie man so etwas regeln könnte, darüber könnte man diskutieren.

ähem, vorlage der verdienstbescheinigung an der kasse?
vor allem denke ich, dass es bestimmt vielen nicht in den sinn kommt, für ein und dasselbe produkt (z.b. bonduelle-produkte mit anderem label) mehr zu bezahlen.

und wie fazer schon sagte, wenn ich zwanzig joghurtsorten im regal zur auswahl haben möchte, werde ich im zweifel mehr bezahlen müssen, schon alleine deshalb, weil der laden mehr platz dafür bereit halten muss und auch mehr arbeit hat.

das ladensterben hat aber noch andere gründe:
viele kleine lebensmittelläden wurden unter einsatz von ganzen familien geführt, bis zur selbstausbeutung. die eltern meines stiefvaters hatten in berlin neukölln so einen typischen laden. der sohn wollte das nie machen, hatte in seiner kindheit und jugend genug "freizeit" damit verbracht, in dem laden zu stehen. über dem laden wohnend pflegten die kunden auch schon mal abends und sonntags zu klingeln, wenn ihnen was fehlte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 11 Apr 2014 22:23 
Siehe mein Einleitungssatz zum Beitrag davor. Quod erat demonstrandum ...

Taurus hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Der Laden verdient mit dem Verkauf der Kamera die Beratung mit, das ist beim Anwalt eben nicht so.
Und der Anwalt verdient durch seine Beauftragung durch den Mandanten eine Erstberatung mit. So jedenfalls sehe ich das.


Noch mal: für eine einfache Erstberatung wirst du auch beim Anwalt ggf. nichts zahlen müssen. Sobald es aber nicht mit 5 Minuten getan ist und es auch um das Auswerten von Dokumenten geht, passt das nicht mehr. Dass du im übrigen Äpfel mit Birnen vergleichst ignorierst du weiterhin. Du gehst ja nicht zum Anwalt und sagst "zeigen Sie mir doch mal bitte, was Sie so an Klagen haben" .. um danach eine Wahl zu treffen. Du hast ein konkretes Anliegen. Und ein Anwalt hat nicht am Produkt "Klage" eine Marge von 30% wie der Händler. Bei kleineren Streitsummen lohnt es sich meist gar nicht.

Taurus hat geschrieben:
Zitat:
Tja, da färbt dann doch die Ossi-Herkunft ab.
Ja, Fazer. Das magst Du so sehen. Andere nennen es vielleicht Gerechtigkeitssinn. Und daß der Dir völlig fehlt, spricht aus fast jedem Deiner Beiträge.


Nein, ganz im Gegenteil. Gerechtigkeit besteht im Gegensatz zur sozialistischen Vorstellung nicht in Gleichheit, wie dir offenbar in der DDR eingeimpft wurde. Aber darum ging es nicht mal: bei dir ist schlicht eine Abneigung gegen die Marktwirtschaft festzustellen.

Taurus hat geschrieben:
Zitat:
Jeder, der im Wettbewerb steht, wird über Preise versuchen, Kunden für sich zu gewinnen. Weil er weiss, dass die dann eben kommen (zumindest bei austauschbaren Produkten). Dass jeder, der seine Preise senkt gleich alle seine Wettbewerber aus dem Markt drängen möchte, kann in dieser negativen Form nur jemand schreiben, der die Marktwirtschaft als solches ablehnt.
Erkläre mir doch bitte mal den Unterschied zwischen Kunden gewinnen und Wettbewerber aus dem Markt drängen. Und hast Du schon mal was von einem Verbot des Verkaufs unter Einstandspreis in Deutschland gehört? Warum es so was wohl gibt, wenn keiner einen anderen aus dem Markt drängen möchte?


Jeder möchte seinen Anteil am Kuchen vergrössern. Aber natürlich wachsende Monopole sind fast nicht existent. Auch ein Aldi kann nicht Rewe, Lidl, Kaufland aus dem Markt drängen. Anhänger sozialistischer Ideen haben ja schon immer Sprüche gebracht wie "warum sollte man auch aus 100 verschiedenen Jeans wählen können, es reicht doch eine Marke" - die Marktwirtschaft beschert uns aber eben Produkt- und Preisvielfalt. Und ein Discounter setzt besonders auf das Thema Preis. Weil es dafür eben eine bestimmte Kundschaft gibt.

Taurus hat geschrieben:
Zitat:
Tja, so kann man halt durch blindes Nachreden von Meldungen beweisen, dass man sich nicht ernsthaft mit einem Thema auseinandersetzt.
Hiernach
http://www.merkur-online.de/aktuelles/w ... 61379.html
ist der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln im letzten Jahr zwar um 10% gestiegen - allerdings nur auf 1,2 Mrd. Euro. Das heisst, ein Anstieg von ca 1,1 Mrd. um 100 mio auf 1,2 Mrd.
Und was sagst Du dazu?
spiegel.de hat geschrieben:
Noch vor gar nicht langer Zeit waren Biolebensmittel ein Nischenprodukt. Heute sind sie aus deutschen Kühlschränken nicht mehr wegzudenken. "Im Grunde kauft fast jeder Haushalt mindestens ein Bioprodukt im Jahr", sagt Helmut Hübsch vom Marktforschungsunternehmen GfK. 30 bis 40 Prozent der Deutschen gehörten zur intensiven Käufergruppe.
Das wirkt sich auf den Markt aus: 2012 wurden nach Angaben von Branchenexperten gut sieben Milliarden Euro mit Bioprodukten umgesetzt - ein Plus von rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wächst der Biosektor zwar nicht mehr ganz so schnell, aber immer noch stärker als der konventionelle Lebensmittelbereich.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 82379.html
Liest sich doch irgendwie anders, meinst Du nicht auch? Damit wäre dann ja auch der Rest Deines Beitrags obsolet.


Besser konntest du gar nicht beweisen, dass du dich überhaupt nicht mit meinen Beiträgen auseinander setzt sondern rein antagonistisch antwortest. Du führst dein ARgument selbst ad absurdum. JEder Haushalt kauft also mindestens ein Bioprodukt im Jahr. Wow, davon wird man ja wirklich satt. WEnn ich das damit vergleiche, was ich dann die anderen 365 Tage lang kaufe dann dürfte sich das ruhig auf 2 Bioprodukte im Jahr verdoppeln, es hätte immer noch keine Relevanz. Wie ich schrieb: in 2012 wurden im Lebensmittelmarkt 235 MRd. Euro umgesetzt. Laut deiner Quelle sollen es 7 Mrd. mit Bioprodukten sein - weniger als 3,5% des gesamten Marktes. Es bleibt insoweit dabei, bei Lebensmitteln wie Kleidung: den meisten Menschen sind Bio oder "fair" produzierte Lebensmittel/Kleidung egal, und auch ob sie mittels Beratungs"diebstahl" den stationären Handel schwer schädigen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 11 Apr 2014 23:48 
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Fazer hat geschrieben:
Nein, ganz im Gegenteil. Gerechtigkeit besteht im Gegensatz zur sozialistischen Vorstellung nicht in Gleichheit, wie dir offenbar in der DDR eingeimpft wurde. Aber darum ging es nicht mal: bei dir ist schlicht eine Abneigung gegen die Marktwirtschaft festzustellen.
Ich bin nicht für Gleichheit, aber die Unterschiede sollten auch der Realität entsprechen und nicht solche Auswüchse annehmen, wie wir es in der Vergangenheit hatten und auch noch haben. Und ja, in der DDR wurde mehr Wert auf das Miteinander gelegt und nicht auf das Materielle, so wie es bei Dir ist. Und weißt Du was, ich bin froh darüber, so erzogen worden zu sein. Im Übrigen habe ich in einem anderen Thread schon mal geschrieben, daß ich die Marktwirtschaft der Planwirtschaft klar vorziehe. Aber das ignorierst Du natürlich, so wie alles, was Dir nicht in den Kram paßt.
Zitat:
Anhänger sozialistischer Ideen haben ja schon immer Sprüche gebracht wie "warum sollte man auch aus 100 verschiedenen Jeans wählen können, es reicht doch eine Marke" - die Marktwirtschaft beschert uns aber eben Produkt- und Preisvielfalt.
Von mir ist der Spruch sicher nicht, obwohl auch ein Körnchen Wahrheit drin steckt: Warum muß es hier griechischen Joghurt geben, wenn wir genug eigenen produzieren?
Zitat:
Und ein Discounter setzt besonders auf das Thema Preis. Weil es dafür eben eine bestimmte Kundschaft gibt.
Und mit Aufstockern und Niedriglöhnern wird ja auch dafür gesorgt, daß denen die Kundschaft nicht ausgeht ...
Zitat:
Besser konntest du gar nicht beweisen, dass du dich überhaupt nicht mit meinen Beiträgen auseinander setzt sondern rein antagonistisch antwortest. Du führst dein ARgument selbst ad absurdum. JEder Haushalt kauft also mindestens ein Bioprodukt im Jahr. Wow, davon wird man ja wirklich satt. WEnn ich das damit vergleiche, was ich dann die anderen 365 Tage lang kaufe dann dürfte sich das ruhig auf 2 Bioprodukte im Jahr verdoppeln, es hätte immer noch keine Relevanz. Wie ich schrieb: in 2012 wurden im Lebensmittelmarkt 235 MRd. Euro umgesetzt. Laut deiner Quelle sollen es 7 Mrd. mit Bioprodukten sein - weniger als 3,5% des gesamten Marktes. Es bleibt insoweit dabei, bei Lebensmitteln wie Kleidung: den meisten Menschen sind Bio oder "fair" produzierte Lebensmittel/Kleidung egal, und auch ob sie mittels Beratungs"diebstahl" den stationären Handel schwer schädigen.
Tja, Fazer, man sollte eben auch verstehen, was man liest. Dort steht nicht, daß jeder Haushalt im Durchschnitt ein Bioprodukt pro Jahr kauft, sondern daß jeder Haushalt überhaupt einmal im Jahr Bioprodukte kauft. Deutschland hat rund 40 Mio. Haushalte und wenn Du die 7 Mrd. Umsatz nimmst, sind das immerhin 175 Euro im Jahr, die jeder Haushalt im Durchschnitt für Bioprodukte ausgibt. Und dann kommt noch dazu, daß das Angebot an Bioprodukten deutlich geringer ist als bei herkömmlichen Lebensmitteln. Hättest aber auch selber drauf kommen können, denn immerhin stand dort ja auch, daß 30-40% der Deutschen zur intensiven Käufergruppe von Bio-Produkten gehören. Aber wenn man natürlich ignoriert, was einem nicht paßt ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 15 Okt 2015 16:35 
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Beiträge: 1139
Es gibt keinen anderen Thread wo das richtig reinpasst, hier ist zumindest etwas Zusammenhang:

In der öffentlichen Diskussion wird nach Vorfällen wie in Bangladesh immer behauptet, die Kunden seien doch an sich bereit, mehr zu bezahlen. Eine aktuelle Nielsen Studie beweist, dass die Leute zwar vor der Kamera so tun, als würden sie "moralisch" handeln - am Ende entscheidet dann aber doch der Geldbeutel:

Zitat:
Nielsen-Studie
Erst kommt der Preis, dann die Moral

Der Ruf nach nachhaltigen Produkten wird immer lauter. Doch eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Nielsen zeigt: Kaum einer achtet beim Kauf darauf, ob ein Hersteller sozial oder umweltbewusst agiert.

DüsseldorfBrot, Toilettenpapier, Kaffee – seit rund 50 Jahren darf das für die meisten Deutschen auf keinem Einkaufszettel fehlen. Schaut man sich in den Supermärkten der Republik um, scheint es heute allerdings einen feinen Unterschied zu damals zu geben: Produkte, die bei den Verbrauchern im Einkaufskorb landen, müssen immer öfter nachhaltig sein – also von Herstellern kommen, die sich sozial engagieren oder umweltbewusst sind. Doch wie wichtig ist den Kunden beim Kauf Nachhaltigkeit und soziales Engagement der Firmen wirklich? Das Marktforschungsinstitut Nielsen wollte es genau wissen und hat in einer repräsentativen Studie 30.000 Teilnehmer in weltweit 60 Ländern dazu befragt.

Das Ergebnis ist ernüchternd: Zwar sei die Mehrheit der Deutschen heute (52 Prozent) bereit, mehr Geld für nachhaltige Produkte zu zahlen. Doch auf die Kaufentscheidung haben Faktoren, die sich auf das Engagement des Herstellers beziehen, nur wenig Einfluss. Stammt das Produkt zum Beispiel von einem Unternehmen, das für sein soziales Engagement bekannt ist, wirke sich dies zu 36 Prozent auf die Kaufentscheidung aus.

Den gleichen Einfluss habe die Umweltfreundlichkeit eines Unternehmens. „Die Nachhaltigkeit von Produkten scheint für die Verbraucher weniger entscheidend für den Kauf zu sein“, sagt Ingo Schier, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nielsen Deutschland.

Wichtig dagegen sind den Deutschen Qualität und Preis. Sie wirken sich zu 79 beziehungsweise 78 Prozent auf die Kaufentscheidungen aus. Auf Platz vier folgt mit 61 Prozent das Vertrauen in eine Marke und auf Platz fünf die Natürlichkeit und Frische eines Produkts.

Auch europaweit stehen Qualität und Preis auf der Liste der Kaufgründe ganz oben – allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis belegt bei den Europäern mit 67 Prozent den ersten Platz, Qualität folgt mit 63 Prozent.

Diese Ergebnisse verwundern kaum. Schließlich sind Discounter wie Aldi, Lidl oder Kik, die auf niedrige Preise setzen und mit guter Qualität werben, seit Jahren sehr erfolgreich am deutschen Markt vertreten und expandieren jüngst auch immer stärker europaweit. „Wenn man Kunden vor der Kamera befragt, ob sie bereit seien, für bessere Produktionsbedingungen einen höheren Preis zu zahlen, dann sagten die meisten ja“, erklärte Kik-Chef Heinz Speet im Mai in einem Handelsblatt-Interview. „Aber die Kamera ist kaum aus, da kaufen sie schon wieder beim preisgünstigsten Anbieter.“ Diese Ansicht scheint die Nielsen-Studie jetzt zu belegen.

http://www.wiwo.de/nielsen-studie-erst- ... 56854.html


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Die grundlegende Frage ist: Ist der Mensch frei? In der Menschheitsgeschichte hat nur ein System zu dieser Frage ‚Ja’ gesagt – der Kapitalismus. (Ayn Rand)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 15 Okt 2015 23:49 
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Nun es gibt kräftige Hinweise darauf, in unterschiedlichen Ländern sind bestimmte Produkte unterschiedlich teuer - bzw. "preiswert". Es wäre einmal interessant, bei bestimmten Artikeln nachzuprüfen ob die nicht der jeweiligen Kaufkraft angepasst in manchen Ländern mit höherem Durchschnittseinkommen entsprechend teurer sind - weitgehend unabhängig von den tatsächlichen Produktionskosten.

Danach, wäre die "Mentalität" sich billig zu versorgen wohl durchaus verständlich. Muss doch jeder mit seinem Einkommen "auskommen". Solche Betrachtungen sind sicher sehr aufwendig und wer hat schon ein ehrliches Interesse daran nachzuweisen, das Durchschnittseinkommen bestimmt die Durchschnittspreise in jedem Land ? Mal am oberen Rand des Durchschnitts, weniger häufig allerdings am unteren Rand. So versucht jeder die Ausgaben niedrig zu halten - relativ zum jeweiligen eigenen Einkommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 16 Okt 2015 16:43 
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Das klappt nur, wenn das Produkt z. B. aus D kommt (als Referenzpreis) und man schaut dann woanders, was das gleiche Produkt dort kostet.
Vielleicht kann sich ja mal Jemand den Spass machen, und schauen, was z.B. ein ungarisches Produkt in D kostet - dann können wir ganz schnell feststellen, wo der Has im Pfeffer liegt

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ladensterben
BeitragVerfasst: 16 Okt 2015 16:55 
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Beiträge: 1139
immernoch_ratlos hat geschrieben:
Nun es gibt kräftige Hinweise darauf, in unterschiedlichen Ländern sind bestimmte Produkte unterschiedlich teuer - bzw. "preiswert". Es wäre einmal interessant, bei bestimmten Artikeln nachzuprüfen ob die nicht der jeweiligen Kaufkraft angepasst in manchen Ländern mit höherem Durchschnittseinkommen entsprechend teurer sind - weitgehend unabhängig von den tatsächlichen Produktionskosten.

Danach, wäre die "Mentalität" sich billig zu versorgen wohl durchaus verständlich. Muss doch jeder mit seinem Einkommen "auskommen". Solche Betrachtungen sind sicher sehr aufwendig und wer hat schon ein ehrliches Interesse daran nachzuweisen, das Durchschnittseinkommen bestimmt die Durchschnittspreise in jedem Land ? Mal am oberen Rand des Durchschnitts, weniger häufig allerdings am unteren Rand. So versucht jeder die Ausgaben niedrig zu halten - relativ zum jeweiligen eigenen Einkommen.


Der Kunde kauft doch nicht deswegen preisbewusst ein, weil er weiß oder ahnt dass es in anderen Ländern noch billiger ist. Der Preis ist den Leuten schlicht wichtiger als die Frage wie etwas produziert wurde. Ein Fairtrade Produkt bleibt ein Fairtrade Prodikt ganz gleich ob es in einem anderen Land billiger gehandelt wird.

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