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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: 18 Mai 2014 22:00 
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Ist doch eigentlich egal, ob 18€ Mindestlohn, oder 8- wesentlich ist dabei doch, wieviel man davon kaufen kann....

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EU: »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert...
(Juncker), nachzulesen im Spiegel
Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
T. Jefferson: Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, die Lüge bedarf der Stütze des Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: 18 Mai 2014 22:01 
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Quijota hat geschrieben:
Ist doch eigentlich egal, ob 18€ Mindestlohn, oder 8- wesentlich ist dabei doch, wieviel man davon kaufen kann....

:up:

_________________
Einmal gesetztes Unrecht, das offenbar gegen konstituierende Grundsätze des Rechtes verstößt, wird nicht dadurch zu Recht, daß es angewendet und befolgt wird. BVerfG.
was muss man machen um sich wie ein schraubenzieher zu fühlen?
wenn zwei das gleiche machen, ist es nicht gleich. auf die perspektive kommt es an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: 23 Jan 2015 11:58 
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Mindestlöhne weltweit (Eine Auswahl)

- Deutschland - 8,50 Euro
- Frankreich 9,53 Euro
- Luxemburg 11,10 Euro
- USA -5,85 Euro
- Großbritannien 8,20 Euro
- Israel - 4,85 Euro
- Australien 11,88 Euro
- Niederlande 9,11 Euro
- Belgien 9, 10 Euro
- Türkei - 2,26 Euro
- Polen - 2,31 Euro

Also.... wenn Deutschland mit seiner starken Wirtschaft es nicht schaffen würde, wäre es zum Verzweifeln. 8, 50 € ist verdammt wenig, wenn man die Lebenskosten in D betrachtet. Immer die gleiche Argumente werden benutzt , wenn es darum geht den Arbeitnehmer ruhig zu halten. Konkurrenzfähig bleiben... Von wegen....

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Freiheit und Freude Liberté et joie Liberty and joy Libertad y alegría свобо́да и ра́дость.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: 23 Jan 2015 13:18 
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luc1 hat geschrieben:
Mindestlöhne weltweit (Eine Auswahl)

- Deutschland - 8,50 Euro
- Frankreich 9,53 Euro
- Luxemburg 11,10 Euro
- USA -5,85 Euro
- Großbritannien 8,20 Euro
- Israel - 4,85 Euro
- Australien 11,88 Euro
- Niederlande 9,11 Euro
- Belgien 9, 10 Euro
- Türkei - 2,26 Euro
- Polen - 2,31 Euro

Also.... wenn Deutschland mit seiner starken Wirtschaft es nicht schaffen würde, wäre es zum Verzweifeln. 8, 50 € ist verdammt wenig, wenn man die Lebenskosten in D betrachtet. Immer die gleiche Argumente werden benutzt , wenn es darum geht den Arbeitnehmer ruhig zu halten. Konkurrenzfähig bleiben... Von wegen....

Hier mal zur Ansicht eine weltweite UN-Tabelle: Haushalte Ausgaben Nahrungsmittel (Food and non-alcoholic beverages)

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Internationales/Thema/Tabellen/Basistabelle_KonsumN.html;jsessionid=BDA5

Es ist erstaunlich wie hoch der prozentuale Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel ist, den die Bevölkerung nicht so reicher Länder aufbringen muss. Man muss sich wundern, wie die über die Runden kommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: 23 Jan 2015 15:07 
luc1 hat geschrieben:
Mindestlöhne weltweit (Eine Auswahl)

- Deutschland - 8,50 Euro
- Frankreich 9,53 Euro
- Luxemburg 11,10 Euro
- USA -5,85 Euro
- Großbritannien 8,20 Euro
- Israel - 4,85 Euro
- Australien 11,88 Euro
- Niederlande 9,11 Euro
- Belgien 9, 10 Euro
- Türkei - 2,26 Euro
- Polen - 2,31 Euro

Also.... wenn Deutschland mit seiner starken Wirtschaft es nicht schaffen würde, wäre es zum Verzweifeln. 8, 50 € ist verdammt wenig, wenn man die Lebenskosten in D betrachtet. Immer die gleiche Argumente werden benutzt , wenn es darum geht den Arbeitnehmer ruhig zu halten. Konkurrenzfähig bleiben... Von wegen....


Die reinen Mindestlohnwerte nebeneinander zu stellen ist ziemlich unsinnig. Relevant sind daneben nämlich auch die Sozialabgaben, die hinzukommen - in Deutschland ca. 20% Arbeitgeberanteil. Jede Stunde in Deutschland kostet den Arbeitgeber daher ca. 10,20 Euro. Ob und inwieweit bei den anderen Ländern solche Sozialabgaben anfallen, weiss ich nicht näher. Aber z.B. gibt es in den USA keine zusätzliche Krankenversicherung in dieser Form.

In der Diskussion dann anzuführen, die deutsche Wirtschaft würde sich so einen Mindestlohn doch "leisten" können und es ginge nicht darum konkurrenzfähig zu bleiben ist insgesamt neben der Sache.

Zum einen geht es beim Mindestlohn nicht um internationale Wettbewerbsfähigkeit. Gut ausgebildete Facharbeiter bei Daimler, BMW, in der chemischen oder in der Metallindustrie verdienen WEIT mehr als 8,50 Euro. Die grossen Unternehmen haben bei der Diskussion um den Mindestlohn deswegen auch kaum mitgespielt - sie sind gar nicht betroffen.

Bei Mindestlohn geht es doch im wesentlichen um den ungelernten Arbeiter für Hilfsdienste. Und hier rechnet der Arbeitgeber dann, ob der Mehrwert, den jemand leistet, dem Lohn entsprechen wird. Wenn nein, gibt es keinen Job. Und DAS ist das Problem: der Mindestlohn wird in diesem unteren Arbeitssegment Arbeitsplätze vernichten. Jetzt kann man die Position einnehmen, wie es hier einige machen und sagen "dann sind es die Arbeitsplätze nicht wert zu existieren, wenn sie nicht mal 8,50 Euro die Stunde wert sind". Die Folge ist dann aber eine höhere Arbeitslosigkeit.

Damit zahlt dann überspitzt gesagt die Kassiererin mit 1700 Euro im Monat, die noch Familie zu Hause hat und sich den Arsch aufreisst den ungelerten Arbeiter mit, der sagt "also wenn ich für Hof fegen nicht wenigstens 8,50 Euro bekomme, dann arbeite ich nicht".


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: 23 Jan 2015 18:59 
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Bei den vielen Ausnahmeregelungen, die es hier gibt, ist Dein Gejammere einfach unzutreffend. Der Hofkehrer, der übrigens in der chemischen Industrie über EUR 14,- bekommt, wird ohnehin kaum einen Fulltimejob haben und für den bisher Langzeitarbeitslosen, der nun einen Hof kehrt, gelten schon wieder Ausnahmeregelungen oder es macht ein Jugendlicher oder ein Praktikant, wieder mit Ausnahmeregelung.

Im Übrigen hab ich hier schon recht oft gesagt, dass es eben nicht nur Ungelernte sind, die so wenig verdienen, dass sie bisher unter den EUR 8,50 bekommen haben. Und für eine gelernte Friseurin sind EUR 8,50 auf jeden Fall mindestens gerechtfertigt, eigentlich sogar zu wenig. Da kostet halt der Haarschnitt für Dich nicht mehr EUR 10,- sondern EUR 12,-. Kannst es Dir sicher leisten. Und mein Haarschnitt kostet dann halt nicht mehr EUR 25,- sondern EUR 27,- und macht mich auch nicht arm.

Außerdem werden schon wieder Schlupflöcher gesucht und auch gefunden, wie mein Beispiel vom Einzelhandel zeigt. Ich mach mir ehrlich keine Sorgen um das Auskommen der Arbeitgeber.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: 23 Jan 2015 20:10 
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Fazer hat geschrieben:
Die reinen Mindestlohnwerte nebeneinander zu stellen ist ziemlich unsinnig. Relevant sind daneben nämlich auch die Sozialabgaben, die hinzukommen - in Deutschland ca. 20% Arbeitgeberanteil. Jede Stunde in Deutschland kostet den Arbeitgeber daher ca. 10,20 Euro.
was ja nicht wirklich stimmt. in deiner rechnung sind die kosten für berufsgenossenschaft, urlaub, overhead, und evtl. U1/U2 nicht mit drin.

Fazer hat geschrieben:
Bei Mindestlohn geht es doch im wesentlichen um den ungelernten Arbeiter für Hilfsdienste. Und hier rechnet der Arbeitgeber dann, ob der Mehrwert, den jemand leistet, dem Lohn entsprechen wird. Wenn nein, gibt es keinen Job. Und DAS ist das Problem: der Mindestlohn wird in diesem unteren Arbeitssegment Arbeitsplätze vernichten.
falsch, es wird immer ungelernte jobs geben, die gemacht und gefordert werden. oder möchtest du auf deine post verzichten? oder meinst du nicht, dass es besser ist, in einem regelmässig geputzten büro zu arbeiten? und einige leute wollen doch tatsächlich noch die zeitung nach hause gebracht bekommen - gut, die fallen nicht unter mindestlohn, nocht nicht. aber kunden werden sich auf höhere preise einstellen müssen.

wirklich verständlich sind einige ausnahmen nicht unbedingt: zeitungszusteller sind noch von dem mindestlohn ausgenommen, prospektverteiler aber nicht. nun werden propekte sehr oft auch mit zeitungen zusammen von den selben leuten verteilt. wie soll das denn gehen? bekloppte idee.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: 24 Jan 2015 13:54 
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Was mir bemerkenswert erscheint, es scheint völlig in Ordnung, den Leuten, welche schlicht chancenlos unter dem notwendigen Mindesteinkommen liegen - was sich durchaus aus dem definierten „Existenzminimum“ ableiten lässt - über Zahlungen aus dem Steueraufkommen, „weiterhelfen“.

Das ist für mich eine unzulässige „Quersubvention“ von Unternehmen, die schlicht und einfach genau deswegen ihre Zahlungen an ihre Arbeitnehmer soweit als möglich nach unten drücken. Ein überaus asoziales Verhalten, wenn man bedenkt, dass nur die Masse der Steuerzahler das jeweilige Unternehmen überhaupt ermöglicht. Ohne entsprechende Infrastruktur und ähnliche ausschließlich über Steuern finanzierte Gegebenheiten, wäre der individuelle Aufwand eines Unternehmens dies selbst zu schaffen bzw. auszugleichen bedeutend höher.

So gesehen ist eine willkürliche Begrenzung von Löhnen und Gehältern nach Unten, der einzig gangbare Weg. Die jetzt schon erkennbaren „Ausweichmanöver“ sind das typische Verhalten sich asozial zu bereichern.

Wenn eine Staatswesen es erlaubt, die laufende Umverteilung nach oben, ohne wenigsten gelegentliche Korrekturen zulässt, müssen sich die Träger eben dieses Staatswesen fragen, ob die Einstellung der von ihnen gewählten Vertreter nicht einseitig und unfair ist. Das es überhaupt zu einem „Mindestlohn“ kommen musste, beweist, ein Teil der Unternehmen hat jede vernünftige Perspektive verloren. Hier funktioniert der vielbeschworene „Markt“ eher wie eine Mafiaorganisation, welche schlicht und einfach mit Erpressung auf durchaus vernünftige Forderungen reagiert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: 24 Jan 2015 14:58 
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immernoch_ratlos hat geschrieben:
Was mir bemerkenswert erscheint, es scheint völlig in Ordnung, den Leuten, welche schlicht chancenlos unter dem notwendigen Mindesteinkommen liegen - was sich durchaus aus dem definierten „Existenzminimum“ ableiten lässt - über Zahlungen aus dem Steueraufkommen, „weiterhelfen“.

Das ist für mich eine unzulässige „Quersubvention“ von Unternehmen, die schlicht und einfach genau deswegen ihre Zahlungen an ihre Arbeitnehmer soweit als möglich nach unten drücken. Ein überaus asoziales Verhalten, wenn man bedenkt, dass nur die Masse der Steuerzahler das jeweilige Unternehmen überhaupt ermöglicht. Ohne entsprechende Infrastruktur und ähnliche ausschließlich über Steuern finanzierte Gegebenheiten, wäre der individuelle Aufwand eines Unternehmens dies selbst zu schaffen bzw. auszugleichen bedeutend höher.

So gesehen ist eine willkürliche Begrenzung von Löhnen und Gehältern nach Unten, der einzig gangbare Weg. Die jetzt schon erkennbaren „Ausweichmanöver“ sind das typische Verhalten sich asozial zu bereichern.

Wenn eine Staatswesen es erlaubt, die laufende Umverteilung nach oben, ohne wenigsten gelegentliche Korrekturen zulässt, müssen sich die Träger eben dieses Staatswesen fragen, ob die Einstellung der von ihnen gewählten Vertreter nicht einseitig und unfair ist. Das es überhaupt zu einem „Mindestlohn“ kommen musste, beweist, ein Teil der Unternehmen hat jede vernünftige Perspektive verloren. Hier funktioniert der vielbeschworene „Markt“ eher wie eine Mafiaorganisation, welche schlicht und einfach mit Erpressung auf durchaus vernünftige Forderungen reagiert.
das sehe ich allerdings auch so!
und, machen wir uns nix vor, mindestlohn, da kommt nun auch nicht wirklich was bei rum, das sind bei durchschnittlich 160 stunden im monat 1360 € - brutto!

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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: 24 Jan 2015 17:49 
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Beiträge: 1853
Kürzlich habe ich mich mal mit der Entlohnung von Be- und Entladern bei Zustellern wie UPS beschäftigt und war doch überrascht, dass da immerhin EUR 12,- die Stunde bezahlt wird. Also ein "ungelernter" Job, aber doch weit über dem Mindestlohn. Allerdings gibts da Tarife. Und es gibt Urlaubs- und Weihnachtsgeld und vermögenswirksame Leistungen. Für Nachtarbeit natürlich auch noch steuerfreien Nachtzuschlag in Höhe von EUR 3,-.

Alles in allem einigermaßen fair. Fazer will uns ja weismachen, dass ungelernte Jobs keine EUR 8.50 wert sind, sonst kommt der Untergang des Abendlandes bzw. des freien Unternehmertums.

Zenzi

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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: 24 Jan 2015 18:45 
zenzi2 hat geschrieben:
Kürzlich habe ich mich mal mit der Entlohnung von Be- und Entladern bei Zustellern wie UPS beschäftigt und war doch überrascht, dass da immerhin EUR 12,- die Stunde bezahlt wird. Also ein "ungelernter" Job, aber doch weit über dem Mindestlohn. Allerdings gibts da Tarife. Und es gibt Urlaubs- und Weihnachtsgeld und vermögenswirksame Leistungen. Für Nachtarbeit natürlich auch noch steuerfreien Nachtzuschlag in Höhe von EUR 3,-.

Alles in allem einigermaßen fair. Fazer will uns ja weismachen, dass ungelernte Jobs keine EUR 8.50 wert sind, sonst kommt der Untergang des Abendlandes bzw. des freien Unternehmertums.

Zenzi


Na ja, im Verdrehen Beiträgen anderer hast du hier ja offenbar von JoJo und anderen gelernt.

Wer körperlich fit genug ist, einen Vollzeitjob schafft und auch noch einen Führerschein hat (wie ja bei einem Zusteller zu erwarten), der bekommt eben 12 Euro - das ist auch kaum verwunderlich.

Dass ich allgemein behauptet habe, ungerlernte Jobs seien keine 8,50 Euro wert ist einfach gelogen, verdreht, deine Anti-Fazer Propaganda.

Also: es gibt Leute, insbesondere ungelernte, die nur Jobs ausüben können, die keine 8,50 Euro wert sind. Viele von den Langzeitarbeitslosen z.B. mit körperlichen oder alkohlischen Problemen sind doch gar nicht in der Lage einen Vollzeitjob auszufüllen, geschweige denn einen Job wie den eines UPS Zustellers zu machen. Die kommen im übrigen bei Teilzeitjobs auch nicht über die Hartz IV Sätze.

Wer Kombilöhne allgemein, so wie es auch in dem Beitrag vorhin von immernoch ratlos als Quersubventionierung und unzulässig bezeichnet, ignoriert die Vielfalt der Situationen. In den wenigsten Fällen macht es für Unternehmen Sinn, z.B. alle Nase Lang das Personal auszuwechseln um nur ja immer wieder mit neuen Fristen etc. beginnen zu können. Arbeitnehmer, die kontinuierlich gute Arbeit leisten, sind jedem Unternehmen was wert.

Wenn man in der Pauschalisierung, wie es heute selbst SPD und Grüne tun (die als Regierungsparteien 2005 mal verstanden hatten, dass die reine Lehre in der REalität so nicht funktioniert) Kombilöhne verteufelt, der sorgt dafür, dass insbesondere Langzeitarbeitslose gar keine Chance bekommen, aus der Situation herauszukommen.

Aus pseudo-sozialem Ansatz wird dann eine gruppe von Menschen komplett dem Arbeitsmarkt entzogen.

Im übrigen: schon vor längerem habe ich hier einen Artikel verlinkt, der darauf hinwies, dass die ach so linksgrüne TAZ ihren Praktikanten weniger als 8,50 Euro die Stunde zahlt. Grund: mehr geht nicht, das rechnet sich wirtschaftlich nicht. Das müssen dann wohl die bösen Arbeitgeber sein, die sich auf Kosten der Mitarbeiter bereichern oder so.

Na ja, wenn die TAZ wegen des Mindestlohngesetzes am Ende pleite gehen würde, würden sich meien Tränen sehr in Grenzen halten.


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