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 Betreff des Beitrags: Verkäufer im Einzelhandel arbeiten 2 Stunden für Amazon
BeitragVerfasst: 12 Sep 2012 18:24 
Zitat:
Einkaufen mit dem Smartphone: Jeder Verkäufer im Einzelhandel arbeitet im Grunde zwei bis drei Stunden täglich für Amazon oder andere Onlinehändler

...

Im Grunde arbeitet ein Verkäufer im Einzelhandel, egal ob er Kameras, Kleider oder Kochtöpfe anpreist, jeden Tag zwei bis drei Stunden für Amazon oder irgendeinen anderen Onlineversender. Studien besagen, dass bis zum Jahr 2020 in England 30 Prozent aller Einzelhandelsgeschäfte verschwunden sind. Apps wie Google Shopper, die mit Bilderkennung direkt zum besten Angebot führen, sind bald noch besser und vor allem verbreiteter als heute. Umständliche Texteingabe, das Scannen von Barcodes - alles viel zu kompliziert. Einfach ein Bild machen oder die Spracherkennung nutzen, schon weiß man, wo es das beste Angebot gibt. Noch ein Klick, dann ist es bestellt.


...

http://www.marketing-site.de/content/_t ... 6DABCFD4A9


Wer meint so smart sein zu müssen mit seinem Smartphon muss sich nicht wundern, dass es in zukunft keine Arbeitsplätze mehr für ihn gibt ....


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 Betreff des Beitrags: Re: Verkäufer im Einzelhandel arbeiten 2 Stunden für Amazon
BeitragVerfasst: 03 Jul 2014 11:05 
sasemit hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Zitat:
Einkaufen mit dem Smartphone: Jeder Verkäufer im Einzelhandel arbeitet im Grunde zwei bis drei Stunden täglich für Amazon oder andere Onlinehändler

...

Im Grunde arbeitet ein Verkäufer im Einzelhandel, egal ob er Kameras, Kleider oder Kochtöpfe anpreist, jeden Tag zwei bis drei Stunden für Amazon oder irgendeinen anderen Onlineversender. Studien besagen, dass bis zum Jahr 2020 in England 30 Prozent aller Einzelhandelsgeschäfte verschwunden sind. Apps wie Google Shopper, die mit Bilderkennung direkt zum besten Angebot führen, sind bald noch besser und vor allem verbreiteter als heute. Umständliche Texteingabe, das Scannen von Barcodes - alles viel zu kompliziert. Einfach ein Bild machen oder die Spracherkennung nutzen, schon weiß man, wo es das beste Angebot gibt. Noch ein Klick, dann ist es bestellt.


...

http://www.marketing-site.de/content/_t ... 6DABCFD4A9


Wer meint so smart sein zu müssen mit seinem Smartphon muss sich nicht wundern, dass es in zukunft keine Arbeitsplätze mehr für ihn gibt ....


Um Preise zu vergleichen braucht man nicht unbedingt ein Smartphone.
Ich habe keins, bevor ich etwas kaufen will, außer Lebensmittel und Dinge für den täglichen Bedarf (da vergleiche ich auch die Angebote und achte auf Sonderangebote), schaue ich zuerst im Internet nach und vergleiche den Preis und die Qualität.
Bei Amazon bestelle ich übrigens gerne. Die Auswahl ist groß und Garantieleistungen werden meist schneller bearbeitet und es ist unkomplizierter als im Einzelhandel. Da habe ich sehr gute Erfahrungen. Ich kenne viele die es ebenso machen.
Gute fachliche Beratung bekommt man selbst in Fachgeschäften nur noch selten. Da muß man sich vorher schon selbst informieren.

Wer kein größeres Einkommen hat, muß halt rechnen, das sind immer mehr die dazu gehören!

Sasemit.



Oft genug bekommt man ordentliche bis gute Beratung in den Fachgeschäften. Wer dann nach so einer Beratung das Produkt im Internet kauft, der sägt letzten Endes am Arbeitsplatz aller Mitarbeiter im Einzelhandel und somit am Ende auch am eigenen Arbeitsplatz.
Wenn jemand ohne Beratung bei Amazon bestellt (z.b. Bücher, CDs etc) ist das ja in Ordnung, aber das Missbrauchen des stationären Einzelhandels ist schon eine Sauerei.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verkäufer im Einzelhandel arbeiten 2 Stunden für Amazon
BeitragVerfasst: 03 Jul 2014 12:25 
Fazer hat geschrieben:
Oft genug bekommt man ordentliche bis gute Beratung in den Fachgeschäften. Wer dann nach so einer Beratung das Produkt im Internet kauft, der sägt letzten Endes am Arbeitsplatz aller Mitarbeiter im Einzelhandel und somit am Ende auch am eigenen Arbeitsplatz.
Wenn jemand ohne Beratung bei Amazon bestellt (z.b. Bücher, CDs etc) ist das ja in Ordnung, aber das Missbrauchen des stationären Einzelhandels ist schon eine Sauerei.

Ja, das sehe ich auch so.
WENN ich mir Beratung im Fachgeschäft hole, dann tätige ich dort auch meinen Einkauf. Ich werde zwar von manchen aus meinem Bekanntenkreis belächelt, wenn ich mal wieder von so etwas berichte, weil ich meist - zum Teil sogar deutlich - mehr bezahle, als alle anderen, aber ich halte das nun mal für ein Gebot der Fairneß.
Glücklicherweise kommen solche Einkäufe, bei denen ich persönliche Beratung einhole, nicht allzu oft vor ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Verkäufer im Einzelhandel arbeiten 2 Stunden für Amazon
BeitragVerfasst: 03 Jul 2014 13:55 
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Registriert: 25 Jan 2011 12:14
Beiträge: 1853
Die Unterschiede bei der Beratung sind sehr groß. Und ja, leider sind es die Einzelhandelsgeschäfte mit der guten Beratung, die dann irgendwann aufgeben, Beispiel: Promarkt.
Es kommt auch immer öfter vor, dass Leute in Schuhgeschäfte gehen, dort lange herumsuchen, sich auch vom Personal beraten lassen und dann gehen, um die Schuhe bei Zalando etc. zu kaufen. Mit Markentextilien wirds ähnlich sein.
Gottseidank gibts aber immer noch genügend Leute, die ihr Einkaufsvergnügen daran messen, dass sie hingehen, die Ware anfassen, anprobieren können und dann auch kaufen. Shoppen gehen ist besonders für junge Leute ein echter Freizeitspaß.
Schwierig ist es allerdings schon bei hochpreisigen Sachen wie Unterhaltungselektronik oder Haushaltsgeräten. Da macht man im Netz wirklich die echten Schnäppchen und wenn man niemanden fürs Aufstellen und Anschließen braucht, dann kann man auch bei Amazon & Co. kaufen.
Ich war nie begeistert von Shoppingtouren, weil ich Probleme mit meinen Beinen bekomme, wenn ich zu lange in Kaufhäusern herumschlendere. Früher hab ich dort immer nur den Stand angesteuert, wo ich das bekam, was ich wollte und bin dann schnellstens wieder raus. Das herumstöbern war nie mein Ding. Deshalb ist das Bestellen bei Versandhäusern auch schon vor dem Internet meine bevorzugte Einkaufsweise gewesen. Kommt noch dazu, dass man in den Geschäften z.B. bei Kleidung und Schuhen selten was in meinen Größen bekam. Der Frust, von tausend Paar Schuhen umgeben zu sein, von denen keines passt, kann wohl nur von Leuten wie mir nachvollzogen werden. Da ist das Internet einfach netter zu mir.

Zenzi

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Schon 2011 schrieb ausgerechnet der autorisierte Biograf Margaret Thatchers, Charles Moore: "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat."


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 Betreff des Beitrags: Re: Verkäufer im Einzelhandel arbeiten 2 Stunden für Amazon
BeitragVerfasst: 14 Sep 2015 09:43 
Eine interessante Frage ist, inwieweit der online Handel mit Lebensmitteln eine Zukunft hat. Das Zusammenstellen des Einkaufs und das Ausliefern an den Endkunden ist sehr teuer und zeitaufwendig, so dass sich das in einem preissensiblen Umfeld wie in Deutschland kaum lohnt.

Wal-Mart (über Asda) hat in UK jetzt eine neue Idee: man kommissioniert die Ware, liefert aber nicht bis zum Endkunden (die "letze Meile"), sondern bietet dem Kunden an, die Ware dann z.B. von einem AbholLKW abzuholen, auf dem Weg nach Hause. Das sind dann reine Abholstationen, ohne eigenes Warenlager. Das könnte ein sinnvoller Mittelweg sein:

Zitat:
Kommentar Walmart denkt E-Food neu

Not macht erfinderisch. Die erheblichen Probleme, die der größte Händler der Welt mit dem Online-Handel von Lebensmitteln hat, lassen ihn kreativ werden. In den USA nur Nummer sieben der Lebensmittel-Lieferservices und derzeit lediglich in fünf Städten aktiv, nutzt der Gigant nun die besondere Situation des britischen Marktes, um mit Innovationen den Lebensmittel-Handel im Internet auf betriebswirtschaftlich sinnvolle Füße zu stellen.

Walmart hat erkannt, dass die Kosten für den Service bis zum Kühlschrank des Konsumenten zu hoch sind und räumt Abholstationen für Online-Bestellungen inzwischen höchste Priorität ein. Asda schreitet dabei voran. Ein riesiger "Pod" – eine vollautomatisierte Ausgabestation für Hunderte von Lebensmittel-Bestellungen pro Tag – errichtet an einer Asda-eigenen Tankanlage in Haydock, ist der jüngste Baustein. Er wird bald auch in Südengland und dann in den USA zu bewundern sein.

Doch nicht nur mit Hightech setzt Asda kosequent auf Click & Collect: Ein Pavillon auf einem Pendlerparkplatz oder einer U-Bahn-Station, ein Lieferfahrzeug, und schon ist Asda mit seinem gesamten Sortiment präsent. Zu bestimmten Zeiten übergibt der Fahrer die Internet-Bestellungen an die vielbeschäftigten Kunden auf ihrem Weg nach Hause. An Bürogebäuden, Busstationen, Bahnhöfen, Rathäusern, Kindergärten, Raststätten und Flughäfen: Machen sich die Menschen auf den Nachhauseweg, sollen sie mitnehmen, was sie auf Asda.com bestellt haben – Food wie Nonfood. Über 1.000 Abholstationen will Asda in Großbritannien einrichten, über 700 werden es wohl noch in diesem Jahr.



Höchste Priorität





Es ist offensichtlich, warum Click & Collect jenseits des bestehenden Filialnetzes für Walmart höchste Priorität hat. Zum einen hinkt der notorische Großflächenbetreiber in Großbritannien mit 607 Vertriebsstellen heftig hinter Tesco – mit 3.718 Stores in allen Größen – hinterher. Asda braucht dringend Präsenz, so lange Walmart die Kleinfläche weitgehend den anderen überlässt. Statt neue SolaBona-Warenhäuser zu bauen, fährt Asda nun einfach Zustellfahrzeuge vor. So preiswert war der Kontakt zum Kunden noch nie.

Zum anderen lässt sich bei einem stetig steigenden Online-Anteil am Gesamtumsatz die kostenintensive Heimlieferung nicht mehr als ein Kampf um Marktanteile rechtfertigen. Der Ruf nach Profitabilität, welche auch einer Vollkostenrechnung standhält, wird lauter. Zumal der Online-Anteil am Lebensmittelhandel auf der Insel kontinuierlich weiter wächst, und es für einen Ausstieg aus dem Online-Handel längst zu spät ist.

Auch Tesco, Sainsbury’s und Ocado sichern sich nun die besten Plätze für die Ausgabe von Lebensmitteln. Dabei vermeiden die Briten den Fehler, den die Franzosen gemacht haben: Mit ihren jeweils Hunderten Drives haben Leclerc, Auchan und Casino in Abholstationen investiert, bei denen die gesamte Ware vor Ort in Kommissionierlagern vorgehalten wird. Dagegen nutzen die Briten ihre bestehende Infrastruktur für die Heimlieferung, aber lassen die Kunden die letzte Meile zu ihrem Kühlschrank selbst stemmen.

Was Walmart derzeit bei seiner britischen Tochter Asda testet, könnte auch Händler hierzulande zum Umdenken in Sachen Heimlieferung von Lebensmitteln veranlassen.

http://www.lebensmittelzeitung.net/logi ... d%3D112215



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 Betreff des Beitrags: Re: Verkäufer im Einzelhandel arbeiten 2 Stunden für Amazon
BeitragVerfasst: 14 Sep 2015 18:47 
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Fazer hat geschrieben:
Eine interessante Frage ist, inwieweit der online Handel mit Lebensmitteln eine Zukunft hat. Das Zusammenstellen des Einkaufs und das Ausliefern an den Endkunden ist sehr teuer und zeitaufwendig, so dass sich das in einem preissensiblen Umfeld wie in Deutschland kaum lohnt.
ich werde das sicherlich nicht nutzen.
ich kaufe ja nun gerne im internet, schliesslich kann man dort ausgiebigst suchen, auswählen, etc.
aber lebensmittel? neeee, die kaufe ich immer im laden. schon, weil ich da häufiger auch auf ideen kome, was ich denn am abend essen möchte ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Verkäufer im Einzelhandel arbeiten 2 Stunden für Amazon
BeitragVerfasst: 14 Sep 2015 18:52 
teddy hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Eine interessante Frage ist, inwieweit der online Handel mit Lebensmitteln eine Zukunft hat. Das Zusammenstellen des Einkaufs und das Ausliefern an den Endkunden ist sehr teuer und zeitaufwendig, so dass sich das in einem preissensiblen Umfeld wie in Deutschland kaum lohnt.
ich werde das sicherlich nicht nutzen.
ich kaufe ja nun gerne im internet, schliesslich kann man dort ausgiebigst suchen, auswählen, etc.
aber lebensmittel? neeee, die kaufe ich immer im laden. schon, weil ich da häufiger auch auf ideen kome, was ich denn am abend essen möchte ;)


Ich kann mich da auch nicht ganz mit anfreunden. Aber zum einen dürften ältere Leute, insbesondere Alleinstehende, in unserer älter werdenden Gesellschaft daran durchaus ein Interesse haben (ob per Internet oder Telefon) und auch Familien wo beide Elternteile arbeiten. Beim Einkauf ist schnell mal eine Stunde weg. Die Abholstation auf dem Nachhauseweg erschiene da auch aus meiner Sicht als sinnvolle Lösung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verkäufer im Einzelhandel arbeiten 2 Stunden für Amazon
BeitragVerfasst: 14 Sep 2015 20:42 
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Fazer hat geschrieben:
teddy hat geschrieben:
Fazer hat geschrieben:
Eine interessante Frage ist, inwieweit der online Handel mit Lebensmitteln eine Zukunft hat. Das Zusammenstellen des Einkaufs und das Ausliefern an den Endkunden ist sehr teuer und zeitaufwendig, so dass sich das in einem preissensiblen Umfeld wie in Deutschland kaum lohnt.
ich werde das sicherlich nicht nutzen.
ich kaufe ja nun gerne im internet, schliesslich kann man dort ausgiebigst suchen, auswählen, etc.
aber lebensmittel? neeee, die kaufe ich immer im laden. schon, weil ich da häufiger auch auf ideen kome, was ich denn am abend essen möchte ;)


Ich kann mich da auch nicht ganz mit anfreunden. Aber zum einen dürften ältere Leute, insbesondere Alleinstehende, in unserer älter werdenden Gesellschaft daran durchaus ein Interesse haben (ob per Internet oder Telefon) und auch Familien wo beide Elternteile arbeiten. Beim Einkauf ist schnell mal eine Stunde weg. Die Abholstation auf dem Nachhauseweg erschiene da auch aus meiner Sicht als sinnvolle Lösung.

hmm, gut, ich arbeite gegenüber meines bevorzugten lebensmittelmarktes - und solange das so ist und ich meinen kram noch selbst nach hause schaffen kann, sehe ich für mich weder einen zeitvorteil noch andere vorteile. eher im gegenteil: noch sind lebensmittel im internet einfach viel zu teuer.

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